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Merkel warnt vor neuen Grenzschliessungen ++ Fallzahlen in Schweden steigen rasant



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Team watson
22:26
Merkel warnt vor erneuten Grenzschliessungen in Europa
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei einem EU-Videogipfel klar gegen die erneute Schliessung von Grenzen innerhalb der Europäischen Union ausgesprochen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am Donnerstagabend nach dreistündigen Beratungen der Staats- und Regierungschefs, dass sich Merkel für eine koordinierte Bekämpfung der Corona-Pandemie in Europa eingesetzt habe: «Gerade für Deutschland als Land in der Mitte Europas ist es wichtig, dass die Grenzen offen bleiben, dass es einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf gibt und dass wir gemeinsam die Pandemie bekämpfen.»
epaselect epa08782486 German Chancellor Angela Merkel during the government policy declaration during a session of the German parliament Bundestag in Berlin, Germany, 29 October 2020. Members of Bundestag debate on the tightened measures to tackle the current pandemic coronavirus situation.  EPA/FILIP SINGER
Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatten zahlreiche EU-Länder ihre Grenzen ohne Absprachen geschlossen. Auch jetzt gibt es bereits wieder einseitige Einreisebeschränkungen. So hat die dänische Regierung vor einer Woche verfügt, dass Menschen aus Deutschland nicht mehr ohne triftigen Grund einreisen dürfen. Für den Grossteil der weiteren Staaten in Europa gilt das schon länger. Ungarn hat seine Grenzen schon wieder fast ganz für Ausländer dicht gemacht.

Merkel erläuterte bei dem Treffen auch die drastischen Massnahmen zur Kontaktbeschränkung, die in Deutschland im November gelten. Seibert erklärte, dass es die Videogipfel zur Corona-Pandemie nun regelmässig geben werde. (sda/dpa)
16:20
Rapide Zunahme an Corona-Neuinfektionen in Schweden
epa08764629 Elderly people stroll in the Old Town of Stockholm, Sweden, 22 October 2020. The Swedish government and the Public Health Agency removed specific coronavirus pandemic recommendations for people aged over 70 and other risk groups despite increasing spread of the virus. Due to the mental and physical health risks of isolation, current recommendations now apply to all citizens.  EPA/Amir Nabizadeh SWEDEN OUT
Schweden verzeichnet eine erhebliche Zunahme von registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Nach einem bisherigen Höchstwert von 2129 Neuinfektionen am Vortag kamen am Donnerstag innerhalb der vergangenen 24 Stunden 3254 neue Corona-Fälle hinzu, wie am Nachmittag aus den Daten der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hervorging.

Staatsepidemiologe Anders Tegnell wies auf einer Pressekonferenz in Stockholm darauf hin, dass es so aussehen könne, als habe Schweden mehr Fälle als im Frühjahr. Das stimme jedoch nicht, betonte er. Die Ausbreitung in der Bevölkerung sei damals um ein Vielfaches grösser gewesen, allerdings habe man damals nicht im Geringsten dieselben Kapazitäten zum Testen gehabt wie heute.

Insgesamt sind damit mehr als 121 000 Corona-Fälle in Schweden registriert worden. Die Zahl der in Verbindung mit einer Infektion stehenden Todesfälle stieg am Donnerstag um sieben auf nunmehr 5934.

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen werden die allgemeinen Empfehlungen zur Verringerung der Corona-Ausbreitung nun auf weitere Landesteile ausgeweitet: Die Menschen in der Hauptstadtregion um Stockholm sowie den Regionen Västra Götaland um Göteborg und Östergötland werden in den kommenden Wochen unter anderem dazu aufgefordert, Kontakt mit Personen aus anderen Haushalten ebenso zu meiden wie den Nahverkehr und Veranstaltungen wie Konzerte oder sportliche Wettkämpfe. Ähnliches gilt bereits in der Region Uppsala und im südschwedischen Skåne (Schonen).

Schweden ist in der Corona-Krise einen viel beachteten Sonderweg mit weniger strikten Beschränkungen gegangen. Im Frühjahr hatte das EU-Land deutlich höhere Infektions- und Todeszahlen verzeichnet als der Rest Skandinaviens.

Der derzeitige Wert der Neuinfektionen in Schweden liegt im europäischen Vergleich auf die Bevölkerungszahl heruntergerechnet aber niedriger als in anderen Teilen Europas und auch leicht unter den Werten Deutschlands. (sda/dpa)
14:58
US-Wirtschaft im dritten Quartal in Rekordtempo gewachsen
Nach dem schwersten Konjunktureinbruch der jüngeren Geschichte im zweiten Quartal meldet sich die US-Wirtschaft mit einem Rekordwachstum zurück: Von Juli bis September stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) trotz der Corona-Krise im Vergleich zum vorigen Vierteljahr um 7,4 Prozent.

Die Zunahme ist vor allem eine Folge der Wiederaufnahme von Geschäften und Unternehmungen, die im zweiten Quartal wegen des Corona-Lockdowns nicht möglich waren, wie die US-Regierung am Donnerstag erklärte. Die Wirtschaftsleistung liege in absoluten Zahlen aber weiterhin 3,5 Prozent unter jener des vierten Quartals 2019, also dem letzten Vierteljahr vor der Pandemie.

Die Coronavirus-Pandemie ist jedoch auch in den USA wieder auf dem Vormarsch. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg zuletzt im Schnitt wieder auf gut 70'000, am Mittwoch waren es schon 79'000. Erste Städte haben bereits neue Corona-Auflagen erlassen. Der Analyst Paul Ashworth von Capital Economics warnte daher, dass das Wachstum im vierten Quartal wieder schwächer ausfallen dürfte. Er rechnet mit einer Zunahme von 4,5 Prozent für die Monate Oktober bis Dezember.

Der Arbeitsmarkt war brutal eingebrochen. Die Arbeitslosenquote schnellte im April auf fast 15 Prozent, den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Bis September sank sie wieder auf 7,9 Prozent. Vor der Pandemie hatte die Quote bei 3,5 Prozent gelegen, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.

Wegen der Corona-Krise stellten in der Woche bis 24. Oktober rund 751'000 Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, rund 40'000 weniger als in der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider. Unmittelbar vor der Corona-Pandemie hatte die Zahl meist bei rund 200'000 pro Woche gelegen. (awp/sda/dpa)
epa08716065 A man walks next to a closed store, in Downtown Miami, Florida, USA, 02 October 2020. Fewer Floridians filed for unemployment last week than in any week since the COVID-19 pandemic began.  EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH
14:32
Putin will keinen landesweiten Corona-Lockdown
Trotz massiv steigender Corona-Zahlen in Russland sieht Kremlchef Wladimir Putin keinen Grund für einen landesweiten Lockdown. «Wir planen keine totalen Einschränkungen, da die Wirtschaft und die Geschäfte dabei im Grunde genommen komplett lahmgelegt würden», sagte der Präsident am Donnerstag bei einem im Staatsfernsehen übertragenen Wirtschaftsforum. «Trotz der schwierigen epidemiologischen Situation sind wir jetzt viel besser (...) gewappnet.» Er verwies dabei auf die Erfahrungen des Gesundheitswesens seit Beginn der Pandemie im Frühjahr.

Allein am Donnerstag registrieren die Behörden 17'717 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. In Russland haben sich mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 1,1 Millionen galten als genesen. 27 301 Patienten starben in Zusammenhang mit dem Virus.

In fünf Regionen Russlands gilt die Lage bereits als kritisch. Dort sind den Behörden zufolge etwa 95 Prozent der für Corona-Patienten reservierten Betten in Krankenhäusern belegt. Es gab zudem wiederholt Berichte, wonach Kliniken wegen vieler Erkrankter überfordert waren.
Russian President Vladimir Putin attends an annual VTB Capital "Russia Calling!" Investment Forum via video conference at the Novo-Ogaryovo residence outside Moscow, Russia, Thursday, Oct. 29, 2020. (Alexei Nikolsky, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)
Russland hofft, dass sich die Situation nach Beginn von Massenimpfungen entspannen wird. Sie könnten zum Jahresende beginnen, sagte der Kremlchef. Bislang sind zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus registriert worden. Allerdings laufen parallel noch wichtige Tests, um deren Sicherheit und Wirksamkeit zu überprüfen. Das Serum «Sputnik V» war das weltweit erste, das eine Freigabe für eine breite Anwendung in der Gesellschaft bekam.

Putin räumte bei dem Investitionsforum Russia Calling ein, dass es Probleme in der Industrie bei der Massenproduktion eines Impfstoffes gebe. Mitunter fehle die «notwendige Ausrüstung», etwa die Hardware, sagte er bei der Fragerunde, ohne Details zu nennen. (sda/dpa)
14:21
Spotify gewinnt in Corona-Krise neue Abonnenten
FILE- This March 20, 2018, file photo shows the Spotify app on an iPad in Baltimore. Spotify is backpedaling on its recently announced anti-hate policy after some music industry players criticized it. The company said in blog post on Friday, June 1 that when it announced the policy on May 10 it “created confusion and concern” and that Spotify “didn't spend enough time getting input from our own team.” (AP Photo/Patrick Semansky, File)
Der weltgrösste Musik-Streamingdienst Spotify baut in der Corona-Pandemie seinen Kundenstamm aus. Die Zahl der Premium-Abonnenten, die monatliche Gebühren zahlen und damit für den Grossteil des Umsatzes stehen, stieg im dritten Quartal um 27 Prozent auf 144 Millionen, wie der schwedische Konzern am Donnerstag mitteilte.

Laut Spotify wuchs auch das Werbegeschäft wieder, das zuvor von der Corona-Pandemie und dadurch pausierender Anzeigenkampagnen belastet worden war. Kunden, die kein Premiumkonto besitzen, können auf Spotify zugreifen, müssen sich aber Werbung ansehen beziehungsweise anhören. (awp/sda/reu)
13:28
Griechenland: Lockdown für Städte Thessaloniki, Larisa und Rodopi
Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die griechische Regierung einen Lockdown für die Städte Thessaloniki, Larisa und Rodopi in Mittel- und Nordgriechenland angeordnet.
epa08782577 A photo taken with drone shows citizens queuing for free COVID-19 rapid tests that are provided throughout the day by Hellenic National Public Health Organization, in Thessaloniki, Greece, 29 October 2020. In a further steep record rise of infections, Greece confirmed 1,547 new coronavirus cases on Wednesday, from 1,259 on Tuesday.  EPA/DIMITRIS TOSIDIS
(Thessaloniki)

Wie bereits beim Ausbruch der Pandemie im Frühjahr müsse Griechenland härter und schneller Massnahmen ergreifen als andere Länder, um das Schlimmste zu verhindern und den Druck auf das Gesundheitssystem zu mindern, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagmittag in Athen. Die Massnahmen ähneln jenen in Deutschland; so sollen beispielsweise Kinder weiterhin zur Schule gehen, aber Versammlungen sind verboten und Restaurants müssen geschlossen bleiben. Am Freitag will die Regierung weitere Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie verkünden.
Greece's Prime Minister Kyriakos, speaks during his meeting with Russian Foreign Minister Sergei Lavrov, in Athens, Monday, Oct. 26, 2020. Tension with Turkey was one of the main topics of discussion between the Greek and Russian foreign ministers who met in Athens, as Greece and Turkey have been in a bitter dispute over maritime boundaries and energy exploration rights in the eastern Mediterranean. (AP Photo/Petros Giannakouris)
Kyriakos Mitsotakis
(Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis)

Erstmals wurden diese Woche in Griechenland binnen 24 Stunden mehr als 1500 neue Corona-Fälle verzeichnet. Das Land mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern zählt seit Ausbruch der Pandemie gut 34 000 Infektionsfälle und 603 Tote. Die griechische Regierung hatte zu Beginn der Pandemie schnell reagiert und etwa Schulen noch vor anderen EU-Staaten geschlossen. (sda/dpa)
12:07
Polen registriert mehr als 20'000 Corona-Neuinfektionen
In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 20'000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 20'156 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2633) in der Region Grosspolen im Westen das Landes.

Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum starben 301 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. (sda/dpa)
11:44
Europapark muss am Montag schliessen
Freizeitparks müssen ab Montag in Deutschland schliessen. Dies schreibt Parkerlebnis.de. Grund dafür ist der Mini-Lockdown, der entschieden wurde. Diese Regelung gilt vorerst bis Ende November.

Der Park wollte seine Tore über die Wintersaison geöffnet haben, um dem Umsatzverlust aus dem Sommer auszugleichen. Doch das ist dank der neuen Einschränkungen nun nicht mehr möglich.
europapark rust Closeup of steel Roller coaster named Blue Fire at Europa-park
11:40
Merkel: Befinden uns «in dramatischer Lage»
Kanzlerin Angela Merkel hat in einer Regierungserklärung im Bundestag die Corona-Lage in Deutschland als dramatisch bezeichnet. In den vergangenen Wochen seien die Zahlen der Neuinfektionen «deutlich in die Höhe geschnellt», sagte die Politikerin am Donnerstag.

Auch die Zahl der Menschen, die auf Intensivstationen betreut werden, steige, viele Gesundheitsämter seien an der Belastungsgrenze. «Eine solche Dynamik wird unsere Intensivmedizin in wenigen Wochen überfordern», sagte Merkel. «Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle. Ausnahmslos.»

Bund und Länder hatten sich in Deutschland angesichts der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen bei einem Krisengespräch am Mittwoch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt. Die Massnahmen sollen ab dem 2. November gelten.

Als Merkel auf die Beschlüsse der Videokonferenz mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer verwies, wurde sie durch wütende Zwischenrufe aus den Reihen der rechtspopulistischen Partei AfD unterbrochen, die Gewaltenteilung anmahnte. Abgeordnete aller Fraktionen hatten zuletzt angemahnt, die Parlamente stärker zu beteiligen. (sda/dpa)
11:32
Spaniens Parlament debattiert über sechsmonatigen Corona-Notstand
Heute began in Madrin dir Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate. Man müsse «zum Wohle aller vereint handeln», sagte Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa.
epa08782433 Spanish Health Minister, Salvador Illa at the Lower House where MPs are to debate on the State of Alarm, in Madrid, Spain, 29 September 2020. The Parliament is to vote a new extension of the State of Alarm issued by the Central Government in a bid to stop the coronavirus spread.  EPA/Zipi
(Salvador Illa)

Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19 Uhr erwartet.

Sánchez hatte am Sonntag den sogenannten Alarmzustand – die dritthöchste Notstandsstufe – ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.
Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Der Notstand gilt zunächst für zwei Wochen. Eine Verlängerung muss gemäss Verfassung vom Parlament in Madrid genehmigt werden.

Im Rahmen des Notstandes haben sich bisher neun der 17 Regionen des Landes – darunter Andalusien und das Baskenland – für mindestens eine Woche abgeriegelt. Die betroffenen Menschen dürfen die jeweilige autonome Gemeinschaft nur mit triftigem Grund verlassen – etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Katalonien und Madrid erwägen ähnliche Massnahmen.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Die Zahl der Neuinfektionen je 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt bei 227 mit steigender Tendenz. (sda/dpa)
11:25
Corona-Justizfall Ischgl: Staat bestreitet Schuld der Behörden
Im Justizstreit um das Corona-Krisenmanagement im österreichischen Ischgl hat der Staat jegliches schuldhaftes Handeln der Behörden bestritten.

Die Gesundheitsbehörden hätten «zu jedem Zeitpunkt sämtliche dem Ermittlungsstand entsprechenden, erforderlichen und durch die bestehende Rechtslage zur Verfügung stehenden Massnahmen unverzüglich gesetzt», heisst es in einer Klagebeantwortung der Finanzprokuratur als Vertreterin des Staates. In ihrer Stellungnahme zu einer Amtshaftungsklage stellt die Finanzprokuratur ausserdem infrage, dass sich der Betroffene in Ischgl mit dem Coronavirus angesteckt habe. Aufgrund der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen sei es durchaus möglich, dass der Kläger bereits infiziert nach Ischgl gereist sei.
ARCHIV - Ein Ortsschild mit durchgezogener roter Linie steht am Ende der Ortschaft Ischgl. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa
Der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Interessen der Opfer vertritt, reagierte entsetzt. «Diese Klagebeantwortung ist eine ungeheuerliche Täter-Opfer-Umkehr und wir werden die falschen Darstellungen Punkt für Punkt widerlegen», sagte VSV-Vorsitzender Peter Kolba am Donnerstag. Über die anfangs eingebrachten vier Klagen hinaus würden weitere folgen. Mit einem Gerichtstermin sei voraussichtlich aber erst zu Beginn 2021 zu rechnen.

Ischgl galt im März als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein. Eine unabhängige Experten-Kommission hatte unlängst festgestellt, dass es im Krisenmanagement zu Fehlern und Fehleinschätzungen gekommen war. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt gegen vier Verdächtige wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten.

Die Finanzprokuratur hielt fest: «Bei Beurteilung aller Massnahmen ist stets jenes Wissen heranzuziehen, das über das Virus, dessen Verbreitungswege und die damit einhergehende Gefahr tagesaktuell bekannt war.» (sda/dpa)
10:34
Neue SARS-CoV-2-Variante dominiert in Europa
Forschende haben eine neue SARS-CoV-2-Variante identifiziert, die sich in den letzten Monaten europaweit verbreitet hat. Unter anderem die Lockerung der Reisebeschränkungen machten der neuen Variante ein leichtes Spiel sich auszubreiten.

Demnach zählt sie in Europa momentan zu einer der am weitesten verbreiteten Varianten des neuen Coronavirus, wie die Universität Basel am Donnerstag mitteilte. Zurzeit existieren Hunderte Varianten, die sich durch kleine Mutationen im Erbgut voneinander unterscheiden. In der Schweiz gehören zwischen 30 und 40 Prozent der untersuchten Virusgenom-Sequenzen zur neuen Variante.

Die Analysen der Forschenden der Uni Basel, der ETH Zürich in Basel und des Konsortiums «SeqCOVID-Spain» legten nahe, dass die neue Variante mit dem Namen 20A.EU1 erstmals im Sommer in Spanien auftrat.

Keine Hinweise auf schlimmere Krankheitsverläufe
«Es ist wichtig festzuhalten, dass es derzeit keinen Hinweis darauf gibt, dass die Verbreitung der neuen Variante auf einer Mutation beruht, die die Übertragung erhöht oder den Krankheitsverlauf beeinflusst», sagte die Epidemiologin Emma Hodcroft von der Uni Basel, Erstautorin der noch nicht von anderen Fachleuten begutachteten Studie.
Emma Hodcroft
Klinische Auswirkungen beurteilen
Derzeit arbeiten die Autorinnen und Autoren der Studie mit Virologie-Laboren zusammen, um mögliche Auswirkungen der Mutation zu untersuchen. Sie hoffen auch, bald Zugang zu Daten zu erhalten, um die klinischen Auswirkungen der Variante zu beurteilen.

Diese identifizierte Emma Hodcroft erstmals während einer Analyse von Schweizer Sequenzen mit der «Nextstrain»-Plattform. Mit der Plattform lassen sich Krankheitserreger mittels genetischer Sequenzierung in Echtzeit verfolgen. (sda)
10:11
Weniger Arbeitslose und weniger Kurzarbeit in Deutschland
epa08781495 A sign reading 'Closed' is seen on a glass door of a restaurant in Berlin, Germany, 28 October 2020. German Chancellor Angela Merkel met Prime Ministers of Federal states at the chancellery and have agreed on common and nationwide restrictions to prevent a further explosion in the number of corona infections, such as closing bars and restaurants for a month.  EPA/HAYOUNG JEON
Der Jobmarkt in Deutschland erholt sich trotz der Corona-Krise zum Herbstanfang. Im Oktober fiel die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat um 87'000 auf 2,76 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte.

«Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Oktober kräftig gesunken», sagte BA-Chef Detlef Scheele. Auch gebe es weniger Kurzarbeit. «Nach wie vor zeigen sich am Arbeitsmarkt aber deutliche Spuren der ersten Welle der Corona-Pandemie.» So liegt die Arbeitslosenzahl um 556'000 höher als im Vorjahresmonat.

Nach vorläufigen hochgerechneten Daten bezogen im August 2,58 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Im April waren es noch knapp sechs Millionen. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen fiel die Arbeitslosenzahl im Oktober um 35'000. Die Zahl der unbereinigten Arbeitslosenquote fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. (awp/sda/reu)
10:10
Volkswagen-Konzern hat den Corona-Einbruch vorerst überwunden
Es scheint langsam bergauf zu gehen in der Autoindustrie, auch bei Volkswagen verbessern sich die Zahlen nach der tiefen Absatzkrise im Frühling wieder. Die kommenden Monate bleiben für den grösste Autohersteller der Welt allerdings sehr unsicher.

Der VW-Konzern bekommt die Folgen des Corona-Einbruchs zusehends besser in den Griff. Nach den drastischen Rückgängen des Frühjahres meldete der weltgrösste Autohersteller für die Monate Juli bis September wieder eine stabilere Entwicklung.
FILE - In this file photo dated Thursday, April 23, 2020, flags wave in front of a factory building during the production restart of the plant of the German manufacturer Volkswagen AG (VW) in Zwickau, Germany. .Carmaker Volkswagen reports Thursday July 30, 2020, an after-tax loss of 1.54 billion euros (dollars 1.81 billion) in the second quarter as the pandemic shut down auto plants and closed dealerships. (AP Photo/Jens Meyer, FILE)
Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn pendelte sich im dritten Quartal bei knapp 2,6 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg berichtete. Zwischen April und Juni war die Volkswagen-Gruppe hier noch auf einen Verlust von rund 1,6 Milliarden Euro abgesackt. Auch beim Umsatz, bei den Auslieferungen und im laufenden Geschäft entspannte sich die Lage. Verglichen mit den Vorjahreswerten macht sich die Pandemie wegen der zurückhaltenden Nachfrage der Kunden aber weiter deutlich bemerkbar.

Man sehe eine «spürbare Erholung», erklärte das Unternehmen. Jedoch ist die Entwicklung 2020 aufgrund der schwachen Nachfrage weiterhin kritisch: Der Umsatz lag nach drei Vierteln des Jahres bei 155,5 Milliarden Euro und damit 16,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, bei den Auslieferungen verbuchte die VW-Gruppe bis Ende September insgesamt ein Minus von 18,7 Prozent auf ungefähr 6,5 Millionen Fahrzeuge. Für den Einzelmonat September hatte der Konzern wieder von einer leichten Steigerung der Verkäufe berichtet. (awp/sda/dpa)
9:10
Diese Grafiken zeigen eindrücklich, wie Massnahmen in Innenräumen wirken
Das Risiko, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken, ist in Innenräumen höher als draussen. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch Aerosole kann aber durch die Kombination verschiedener Massnahmen deutlich verringert werden. Es helfen Masken, regelmässiges Lüften und eine Verkürzung der Aufenthaltsdauer.

Die spanische Tageszeitung «El Pais» hat die Situation in drei Alltagsräumen grafisch aufbereitet: ein Wohnzimmer, eine Bar und ein Klassenzimmer. Die Simulation zeigt zum Beispiel, dass ein infizierter Lehrer in einem Klassenraum ohne Massnahmen nach 2 Stunden bis zu 12 Studierende anstecken könnte. Tragen alle Masken, reduziert sich die Zahl auf 5. Wird zudem regelmässig gelüftet, ist noch eine anwesende Person betroffen.

>> Hier geht’s zur Geschichte bei «El Pais»

Die Simulation basiert auf einem Tool von José Luis Jiménez, einem Atmosphären-Chemiker an der Universität von Colorado. Die Berechnungen sind peer-reviewed.
9:06
Neuer Höchstwert in Deutschland – 16'774 Corona-Neuinfektionen
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16'774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor.

Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14'964 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11'287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10'000 überschritten.
epa08761767 A doctor performs a COVID-19 Coronavirus test at the intensive care unit of the University Hospital in Essen, Germany, 21 October 2020. The University Hospital Essen treats several patients in its intensive care unit who are seriously ill with the corona virus. Countries around the world are stepping up measures to stem the reappearance in a second wave of the SARS CoV-2 coronavirus, which causes COVID 19 disease.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL
Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (sda/dpa)
8:24
Zahl der Corona-Infektionen in Indien steigt auf mehr als 8 Millionen
In Indien – das Land mit den absolut gesehen meisten Corona-Fällen nach den USA – ist die Zahl der bekannten Infektionen auf mehr als acht Millionen gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden kamen knapp 50'000 erfasste Neuinfektionen dazu, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigen. Gleichzeitig nehmen die täglich erfassten Corona-Fälle in der grössten Demokratie der Welt seit Wochen tendenziell ab, während sie Europa zunehmen. Auch die Todesrate in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land ist auf die Bevölkerung gerechnet niedriger als in vielen anderen Ländern. Das könnte mit der relativ jungen Bevölkerung Indiens zusammenhängen. Allerdings ist hierbei auch zu beachten, dass in Indien viele Tote nie erfasst werden und die Testrate relativ gering ist. (sda/dpa)
A health worker takes a nasal swab sample at a COVID-19 testing center in New Delhi, India, Thursday, Oct. 29, 2020. India's confirmed coronavirus caseload surpassed 8 million on Thursday with daily infections dipping to the lowest level this week, as concerns grew over a major Hindu festival season and winter setting in. (AP Photo/Altaf Qadri)
7:01
Gewaltsame Proteste in Italien dauern an
epa08782028 Demonstrators protest against the measures implemented to stop the spread of the COVID-19 pandemic by the Government during the second wave of the coronavirus pandemic in Verona, Italy, 28 October 2020. Italian Prime Minister Giuseppe Conte announced new nationwide COVID-19 restrictions that come into effect on 26 October, and include the closure of restaurants and bars by 6pm and shutting down gyms, cinemas and swimming pools.  EPA/FILIPPO  VENEZIA
In Italien ist es am Mittwochabend in mehreren Städten zu neuen Protesten gegen die verschärften Corona-Bestimmungen der gekommen. In der norditalienischen Stadt Verona gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum auf die Strasse. Sie warfen mit Glas und kippten vor Lokalen Tische und Stühle um. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt.

Ebenfalls am Mittwochabend wurde ein Mitarbeiter eines italienischen TV-Senders bei gewalttätigen Protesten in Palermo auf Sizilien verletzt, wie Ansa berichtete. Dort sei es nach einer Demonstration von Lokalbesitzern gegen die Beschränkung ihrer Öffnungszeiten zu Flaschenwürfen und dem Abschiessen von Feuerwerkskörpern gekommen. Auch andernorts gab es vereinzelt Kundgebungen. Die Polizei habe von einigen Beteiligten die Personalien aufgenommen. (sda/dpa)
6:17
Regeneron meldet positive Ergebnisse bei Antikörper-Tests
FILE - In this Saturday, July 13, 2019 file photo, health workers wearing protective suits tend to an Ebola victim kept in an isolation tent in Beni, Democratic Republic of Congo. On Wednesday, Oct. 14, 2020, the U.S. Food and Drug Administration said it has approved Inmazeb, a drug made by Regeneron, for treating Ebola in both adults and children. (AP Photo/Jerome Delay)
Bei der Suche nach einem Medikament gegen das Coronavirus sind neue klinische Tests mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 nach Angaben des US-Pharmakonzerns Regeneron positiv ausgefallen.

«Die heutige Analyse, die mehr als 500 weitere Patienten einbezieht, bestätigt voraussichtlich, dass REGN-COV2 die Viruslast tatsächlich erheblich verringern kann», erklärte Unternehmenschef George Yancopoulos am Mittwoch. Zudem zeige sie, dass diese Verringerung der Viren mit einem erheblichen Rückgang des Bedarfs an medizinischer Behandlung einhergehe.

Das Unternehmen hatte REGN-COV2 zunächst an 275 Corona-Patienten getestet, die nicht im Spital behandelt wurden. Schon bei ihnen wurde eine Reduzierung der Virusmenge festgestellt. Die Daten von weiteren 524 Patienten bestätigten nun den Trend, erklärte Regeneron am Mittwoch zu den noch andauernden Tests.

Demnach unterschieden sich die Ergebnisse bei einer höheren Dosierung mit 8 Gramm und einer niedrigen Dosierung mit 2,4 Gramm nicht signifikant. Die Rate von ärztlichen Kontrollen im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung lag bei den mit REGN-COV2 behandelten Patienten bei 2,8 Prozent, bei den mit einem Placebo behandelten Corona-Patienten bei 6,5 Prozent.

Bei Patienten ab 50 oder mit Vorerkrankungen wie Fettleibigkeit, Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen nahmen die ärztlichen Kontrollen nach einer Behandlung mit dem Antikörper-Mittel um 72 Prozent ab. REGN-COV2 ist eine Kombination von zwei verschiedenen Antikörpern.
5:09
Projekt mit Corona-Spürhunden an finnischem Flughafen auf Kurs
Ein Pilotprojekt mit Corona-Spürhunden am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki hat nach Angaben der Forscher vielversprechende erste Ergebnisse geliefert. Die drei Hunde hätten sich bei den Reisenden als beliebte «Corona-Tester» erwiesen.

Das teilten die Forscher der Universität Helsinki am Mittwoch mit. Demnach fanden die Hunde bei 2200 getesteten Passagieren in 0,6 Prozent der Fälle eine Infektion mit dem Coronavirus.

Die Ergebnisse stimmen den Angaben zufolge grösstenteils mit den Ergebnissen der Corona-Tests überein, die ebenfalls bei den Passagieren gemacht wurden. «Wir haben 16'000 bis 17'000 PCR-Tests am Flughafen durchgeführt und weniger als ein Prozent davon sind positiv», sagte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Vantaa, Timo Aronkyto, vor Journalisten.

Nun wollen die Forscher überprüfen, ob die Hunde tatsächlich alle Infektionen erschnüffeln konnten, die auch durch Corona-Tests bestätigt wurden. Die endgültigen Ergebnisse sollen am Ende des Jahres präsentiert werden.
4:30
UNO und Weltbank dringen auf offene Schulen trotz Corona-Pandemie
epa08743973 Signs for the International Monetary Fund (IMF) World Bank Group 2020 annual fall meeting, which has gone virtual due to the Coronavirus pandemic, outside IMF headquarters in Washington, DC, USA, 14 October 2020.  EPA/JIM LO SCALZO
Die Vereinten Nationen und die Weltbank haben sich für eine Beibehaltung des Schulbetriebs während der Corona-Pandemie trotz der Infektionsrisiken ausgesprochen. In einem am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Bericht wiesen UNO und Weltbank auf die negativen Auswirkungen des Lockdowns im Frühjahr auf die Bildung von Kindern hin - vor allem in ärmeren Ländern.

Demnach wurde Kindern in armen Ländern zu Beginn der Pandemie bis zu vier Monate schulischer Ausbildung vorenthalten, während Kinder aus reichen Nationen vom Homeschooling profitierten und etwa sechs Wochen Unterricht verpassten.

«Die Wiedereröffnung von Schulen und die Einrichtung dringend benötigter Aufholklassen sind entscheidend», erklärte Robert Jenkins, Bildungs-Direktor beim UN-Kinderhilfswerk Unicef. «Um die Verwüstungen zu sehen, die die Pandemie weltweit bei der Bildung von Kindern angerichtet hat, müssen wir gar nicht so weit suchen», ergänzte Jenkins.

In Ländern mit überwiegend niedrigen und mittleren Einkommen seien die Schäden schlimmer, da Kinder weniger Möglichkeiten zum Lernen von zu Hause aus hatten. Zudem sei dort die Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen bei der Wiedereröffnung von Schulen höher. Gleichzeitig gebe es weniger Mittel, um die Gesundheitsrisiken in den Schulen zu verringern.

Die UN-Kulturorganisation Unesco und die Weltbank erklärten, es müsse umgehend in die Schulsysteme investiert werden, um die durch die Pandemie wachsende Kluft zwischen der Bildung in armen und reichen Ländern zu verkleinern.
0:34
US-Experte Fauci: Vor Januar wird es keinen Corona-Impfstoff geben
ARCHIV - Donald Trump (l), Präsident der USA, steht neben Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten in den USA, der während einer Pressekonferenz im Weißen Haus über die Verbreitung des neuartigen Coronavirus spricht und gestikuliert. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
In den USA wird es nach Ansicht des renommierten Immunologen Anthony Fauci vor Januar keinen Corona-Impfstoff geben. Klinische Studien für zwei experimentelle Impfstoffe seien weit fortgeschritten, die Erteilung einer Notfallzulassung durch die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) sei jedoch nicht vor Januar zu erwarten, sagte Fauci am Mittwoch in einer Videoschalte mit dem Fachmagazin «Jama Network». Fauci sagte, «es könnte Januar sein, es könnte später sein, das wissen wir nicht».

Die am weitesten fortgeschrittenen klinischen Studien sind Fauci zufolge jene für die Impfstoffe des Biotech-Unternehmens Moderna und die Studie von Pfizer. Der Pharmariese arbeitet mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammen. Für eine Notfallzulassung der FDA müssten die Daten der Hersteller die Verträglichkeit und die «anhaltende Wirksamkeit» ihres Impfstoffs belegen, sagte Fauci.

Faucis Äusserung stand im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt in Aussicht gestellt hat, dass es noch vor Jahresende einen Impfstoff geben werde. Kritiker werfen Trump vor, die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffs für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren.
20:23
Macron führt Ausgangsbeschränkungen wieder ein
Mit strikten Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verschärft Frankreich seinen Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie. Die Beschränkungen sollen von Freitag an gelten, kündigte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an.

Der 42-Jährige machte deutlich, dass die Beschränkungen weniger streng sind als im Frühjahr, als das öffentliche Leben des Landes weitgehend lahmgelegt wurde. So sollen die Schulen geöffnet bleiben. Bars, Restaurants und «nicht unentbehrliche Geschäfte» müssen jedoch schliessen. Die im Frühjahr üblichen Ausgangsbescheinigungen für Bürger sollen wiederkommen. Auch Reisen in andere Regionen des Landes sind nicht ohne Weiteres möglich - für die Rückkehr aus den Herbstferien soll es am Wochenende aber Ausnahmen geben.

Die Menschen sollen weiter arbeiten können, dabei hat die Heimarbeit Priorität. Die Massnahmen sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet. «Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause. Respektieren Sie die Regeln», appellierte Macron an seine Landsleute. Er benutzte im Französischen den Ausdruck «confinement», was man auch mit Lockdown übersetzt werden kann.
18:15
Das lief heute bei der EU
Angesichts stark steigender Corona-Zahlen in Europa hat EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Bürger eindringlich zum Durchhalten aufgerufen. «Die Corona-Lage ist sehr ernst», sagte die CDU-Politikerin in Brüssel. Noch habe man es aber selbst in der Hand, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Allein in der vergangenen Woche habe es 1,1 Millionen bestätigte Corona-Fälle in Europa gegeben, sagte von der Leyen.
epa08780197 European Commission President Ursula von der Leyen speaks via video conference into a press room at EU headquarters in Brussels, Belgium, 28 October 2020. The European Commission is launching an additional set of actions, to help limit the spread of the coronavirus, saving lives and strengthening the internal market's resilience.  EPA/VIRGINIA MAYO / POOL
«Wir erwarten, dass diese Zahlen in den nächsten zwei bis drei Wochen weiter rapide ansteigen.» Viel mehr Schnelltests und in ganz Europa nutzbare Tracing Apps sollen aus Sicht der EU-Kommission helfen, der zweiten Corona-Welle Herr zu werden. Zusätzliche Massnahmen auf nationaler und EU-Ebene seien dringend nötig, erklärte von der Leyen.

Die Anzahl der Coronatoten hat in Europa nach Aussage eines Experten drastisch zugenommen. «Letzte Woche lag die Zahl um ein Drittel höher als in der Vorwoche, das bedeutet, dass rund 1000 Menschen jeden Tag an Covid sterben», sagte Peter Piot, Sonderberater der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Bekämpfung des Coronavirus, in Brüssel. (sda/dpa)
17:00
Corona-Proteste in Italien gehen weiter
epaselect epa08778589 Police during the clashes with protesters against the measures implemented to stop the spread of the coronavirus pandemic in Rome, Italy, 27 October 2020. People went to the streets after Italian Prime Minister Giuseppe Conte announced new nationwide Covid-19 restrictions.  EPA/GIUSEPPE LAMI
In Italien gehen die Demonstrationen gegen die seit Anfang der Woche verschärften Corona-Schutzmassnahmen weiter. Am Mittwoch demonstrierten Unternehmer und Beschäftigte aus Restaurants, Bars und anderen Lokalen in vielen Städten des Landes, darunter Mailand, Triest, Florenz und Neapel.

Die Regierung will mit einem schnellen Nothilfe-Paket von mehr als fünf Milliarden Euro die Folgen der jüngsten Beschränkungen abfedern. Seit Montag müssen alle Lokale um 18 Uhr für Gäste schliessen. Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen.
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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