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Tamedia legt die Redaktionen von «Berner Zeitung» und «Bund» zusammen

Bereits im Sommer hatte Tamedia ein grösseres Sparprogramm angekündigt. Nun ist klar: Es gibt zwar weiterhin zwei Berner Zeitungen, aber künftig nur noch eine gemeinsame Redaktion.



Eine Verkaeuferin packt Zwiebeln in eine alte Ausgabe der Berner Zeitung, waehrend dem traditionellen

BZ und Bund werden zusammengelegt: In Bern wird die Medienlandschaft ärmer Bild: KEYSTONE

Es war als «Berner Modell» ein Sonderfall in der ganzen Schweiz. In Bern erscheinen mit «Berner Zeitung» und «Bund» zwei Zeitungen, die zwar dem selben Verlag (Tamedia, diese gehören zur TX Group) gehören, aber grösstenteils eigenständig waren. Zwar wurden seit 2018 die Mantelseiten, also für die Ressorts Inland, Ausland, Wirtschaft und Sport, zentral produziert und waren für beide Berner Zeitungen identisch.

Lokalbund, regionale Kultur, Berichte über Berner Sportvereine und lokale Wirtschaft unterschieden sich jedoch weiterhin. Damit soll nun Schluss sein. Wie die «Republik» berichtet und mehrere Quellen gegenüber CH Media bestätigen, sollen die beiden Redaktionen auf April des kommenden Jahres zusammengelegt werden. Neu würden sich die beiden Zeitungen nur noch marginal unterscheiden, etwa auf der Titelseite und in einzelnen Beiträgen. Beide Titel sollen aber bestehen bleiben.

Unklar ist, wie gross der Stellenabbau ausfällt

Dies wurde den betroffenen Redaktionen am Mittwoch eröffnet. Am Donnerstag kritisierten Gewerkschaften den Schritt öffentlich. TX Media selber hat die Zusammenlegung noch nicht bestätigt. An der Versammlung wurde auch darüber informiert, dass die Zusammenlegung mit einem Stellenabbau einher geht. Wie gross dieser ausfällt, wurde dagegen nicht kommuniziert. Die Gewerkschaften Syndicom und Unia zeigen sich in einer gemeinsamen Mitteilung zuversichtlich «in den Verhandlungen eine soziale Lösung für die Betroffenen erarbeiten zu können.»

Die Gewerkschaften wollen «mit der Unternehmensleitung darauf hinarbeiten, die Zahl der Entlassungen möglichst weitgehend zu reduzieren.» Gleichzeitig befürchten sie laut Mitteilung «eine mediale Unterversorgung in der Region Bern - ausgerechnet im politischen Zentrum der Schweiz. Gerade in kleinen Gemeinden und ländlichen Regionen droht eine Berichterstattung durch unabhängige Medien wegzufallen.» (mg/chmedia)

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