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ZU DEN THEMEN DER SOMMERSESSION, AM DIENSTAG, 12. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- A member of the Swiss Border Guard checks passengers' passports, pictured at EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg in Basel, Switzerland, on September 29, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Grenzwaechterin des Schweizer Grenzwachtkorps kontrolliert die Reisepaesse von Flugreisenden, aufgenommen am 29. September 2017 am EuroAirports Basel Mulhouse Freiburg in Basel. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein abgelaufener Pass ist nicht unbedingt ein Hindernis am Zoll – aber es gilt, einige Dinge zu beachten. Bild: KEYSTONE

Down by Law

Spontan in den Urlaub trotz abgelaufenem Pass?

Urlaubsreisen ins Ausland sind plötzlich wieder möglich, aber auf zahlreichen Passbüros gibt es in den nächsten Tagen und Wochen keine freien Termine mehr. Trotzdem scheitert eine Auslandsreise meist nicht an einem abgelaufenen Pass.

Vera Beutler / lex4you by TCS
Vera Beutler / lex4you by TCS



Willst du im nahen europäischen Ausland Ferien machen und ist dein Schweizer Pass seit höchstens fünf Jahren abgelaufen, ist das meist nicht weiter tragisch. Zahlreiche Staaten wie beispielsweise Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich oder Spanien haben das Europäische Übereinkommen über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten des Europarates unterzeichnet und akzeptieren den seit maximal fünf Jahren abgelaufenen Schweizer Pass als gültiges Reisedokument.

«Eine Auslandreise scheitert meist nicht an einem abgelaufenen Pass.»

Andere Länder, andere Regeln

Wer eine andere Staatsbürgerschaft besitzt, für den gelten teilweise unterschiedliche Regeln: So geht ein deutscher Reisepass beispielsweise noch als gültig durch, wenn er weniger als ein Jahr abgelaufen ist, ein italienischer Reisepass hingegen darf gar nicht abgelaufen sein.

Contentpartnerschaft mit TCS / lex4you.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit TCS Rechtsschutz und seiner interaktiven Rechtsauskunftsplattform lex4you.ch. Die Fragen stammen direkt aus dem Alltag von Rechtsschutzversicherten – kompetent beantwortet von der Juristin und Leiterin von lex4you.ch, Vera Beutler. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Was nun aber, wenn du über kein gültiges Reisedokument, also auch nicht über eine gültige Identitätskarte, verfügst? Dann ist aktuell auch eine Reise in ein europäisches Land eine schlechte Idee. Zumindest innerhalb des Schengen-Raumes kannst du zwar in der Regel reisen, ohne dich an der Grenze ausweisen zu müssen. Allerdings gelten auch hier viele Regeln im Moment nicht so wie üblich.

Grenzkontrollen auch im Schengenraum

Liegen ausserordentliche Umstände vor, kann das Land nämlich wieder wie früher die Ausweise aller Reisenden prüfen. Für Dänemark, Finnland, Litauen und Norwegen ist die Coronakrise ein solch aussergewöhnlicher Umstand, weswegen diese Länder die Grenzkontrollen temporär wieder eingeführt haben.

Auch Österreich, Frankreich, Deutschland und Schweden kontrollieren aktuell an einigen Grenzen, wer in ihr Land kommt – allerdings nicht, um die Pandemie einzudämmen, sondern namentlich aufgrund terroristischer Bedrohungen.

Innerstaatliche Kontrollen möglich

Und wenn du ohne Kontrolle über die Grenze geschlüpft bist? Fein raus bist du damit nicht. Denn auch innerhalb des Schengenraumes behält jeder Staat das Recht, im Inland deine Identität zu überprüfen. Soll dein Urlaub also nicht auf einem Polizeiposten enden, ist es doch ratsam, ein gültiges Reisedokument dabeizuhaben.

Notlösung Notpass

Zumindest wenn du die Schweizer Staatsbürgerschaft hast, gibt es jedoch auch bei einem lange abgelaufenen Pass oder einer ungültigen Identitätskarte noch einen Notausgang: Selbst wenn das Passbüro über Wochen ausgebucht ist, kannst du einen Notpass beantragen. Diesen stellt die Notpassstelle in der Regel innerhalb eines Arbeitstages aus. Er ist maximal 12 Monate gültig und kostet 100 Franken. Zur Sicherheit solltest du dich dann aber noch an die Vertretung deines Reiselandes in der Schweiz wenden – denn nicht jeder Staat anerkennt den Notpass.

Mehr Antworten auf wichtige Fragen rund um die Coronakrise gibt es hier.

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Die nützlichsten Reisepässe der Welt

«Ich habe Respekt davor»: Deshalb fliegen diese Passagiere trotz Corona in die Ferien

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Darf mir meine Arbeitgeberin Reisen in ein Risikoland verbieten?

Mit den weltweit steigenden Covid-19 Fallzahlen wird auch die Liste der Länder mit erhöhtem Ansteckungsrisiko immer länger. Da können deiner Arbeitgeberin deine Urlaubspläne durchaus ein Dorn im Auge sein. Darf sie aber deswegen Schweiz-Ferien verordnen?

Nein, darf sie nicht. Sie kann dir zwar grundsätzlich vorschreiben, wann du Ferien nehmen musst, nicht aber, wohin du reisen darfst. Du musst deiner Chefin die Reiseroute gar nicht erst verraten.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Es steht dir arbeitsrechtlich gesehen auch frei, bewusst in ein Land zu fahren, das auf der Liste der Länder mit erhöhtem Ansteckungsrisiko ist. Deiner Chefin steht es umgekehrt frei, dir für die folgende zehntägige Quarantäne keinen Lohn zu zahlen. Auch …

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