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Wer kennt es nicht. Bild: madelyne meyer

Edvin Uncorked

Weinetiketten lesen UND verstehen – das musst du wissen

Madelyne Meyer
Madelyne Meyer

Das grösste Problem, welches die Weinwelt hat, ist, dass sie vergessen hat, wie Endkonsumenten reden. Durch eine immer etabliertere Sprache hat sie es geschafft, sich komplett vom normalen Vokabular zu entfernen und dadurch die Mehrzahl der Weintrinker einzuschüchtern und/oder zu überfordern. Bravo.

Die Franzosen sind die Schlimmsten.

Die Franzosen sind in diesem Fall die Schlimmsten. Nicht nur sind die Namen der Produzenten und Regionen unaussprechbar, sondern meistens erschlagen uns ihre Etiketten auch noch mit schicken Wörter wie Cru, Premier, Cuvée und Reserve.

Warnung: Der untenstehende Teil wird furztrocken. Besser ihr schenkt euch ein Glas Wein ein, bevor ihr euch ein önolog-isches Lexika reinzieht.

Entwarnung: Das meiste Geschnörkel auf Etiketten ist total überflüssig. Also konzentrieren wir uns aufs Nötigste:

Cuvée

Eine Zusammenführung verschiedener Traubensorten (z. B. Merlot und Cabernet Sauvignon), verschiedener Parzellen (südlicher Hang und östlicher Hang), verschiedener Fässer (Wein von amerikanischen und von französischen Holzfässern) oder sogar verschiedener Jahrgänge (bei Champagner) zu einem Wein. Cuvées sind nicht minderwertig, sondern wirken oft komplexer, als wenn die Trauben getrennt werden und zu individuellen Weinen gekeltert werden.

Wenn auf dem Champagner Cuvée steht, weist die Etikette auf höchste Qualität hin. Cuvée nennt man den Teil des Saftes, der natürlich durch das Gewicht der Trauben im Bottich entsteht (Vorlaufsaft) und nicht durch maschinelles Pressen (kann Bitterstoffe aus den Traubenschalen und -kernen lösen). In der Champagne gibt es noch hundert andere Einsätze vom Wort Cuvée, aber ich schreibe hier ja kein Buch.

ACHTUNG! Im französisch sprechenden Raum steht Cuvée Prestige oder Tête de Cuvée für das Spitzenprodukt des Weingutes.

UND! In der Schweiz sind Cuvée und Assemblage das Gleiche.

Reserve

Die Angabe «Reserve» klingt ausgefallen, aber sie bedeutet eigentlich nichts Offizielles. Es gibt keine Regeln dafür, was ein Reserve-Wein ist. Viele Weingüter verwenden es, um ihre Spitzenweine zu bezeichnen.

Reserva, Riserva

Was zur allgemeinen Verwirrung beiträgt sind die Bezeichnungen «Riserva» und «Reserva». Diese Wörter seht ihr vor allem bei spanischen und italienischen Rotweinen, sie nehmen Bezug auf die Lagerung der Weine. Hier die häufigsten Fälle:

Rioja

Rioja Reserva Min. Fasslagerung 12 Monate (Wein reift nur im Fass) Min. Flaschenlagerung 24 Monate (Wein reift danach noch in der Flasche) Rioja Gran Reserva Mindest Fasslagerung 24 Monate (Wein reift nur im Fass) Mindest Flaschenlagerung 36 Monate (Wein reift in Fass und Flasche)

Barolo

Barolo Min. Fasslagerung 18 Monate (Wein reift nur im Fass) Min. Lagerung allgemein 38 Monate (Wein reift in Fass und Flasche) Barolo Riserva Min. Fasslagerung 18 Monate (Wein reift nur im Fass) Min. Lagerung allgemein 62 Monate (Wein reift in Fass und Flasche)

Barbaresco

Barbaresco Min. Fasslagerung 9 Monate (Wein reift nur im Fass) Mindest Lagerung allgemein 26 Monate (Wein reift in Fass und Flasche) Barbaresco Riserva Min. Fasslagerung 9 Monate (Wein reift nur im Fass) Mindest Lagerung allgemein 50 Monate (Wein reift in Fass und Flasche)

Was bringt diese ganze Lagerungsgeschichte dem Wein, ausser dass er für uns teurer wird (Lagerkosten = Aufpreis)? Fässer lassen ganz wenig Sauerstoff rein, was dazu führt, dass sich Tannine und sonstige Stoffe langsam in den Wein integrieren und der Wein so schön geschmeidig wird.

Sauerstoff wirkt auf Wein, wie Yoga auf uns: Entspannend.

Cru

Crus findet man mehrheitlich auf französischen Etiketten. Cru ist eine Bezeichnung für eine Lage/Parzelle, die meistens besser klassifiziert ist als andere Lagen und so auch bessere Weine liefern kann (gestützt auf Qualität des Terroirs). Einige dieser Crus wurden aber bereits vor Jahrhunderten zu «Champions» bestimmt. Daher lohnt sich eine gewisse Skepsis. Folgende Regionen benutzen Crus als Klassifizierungen:

Falls ihr Grosses Gewächs auf einer deutschen Weinetikette entdeckt, dann hat es die gleiche Relevanz wie die Grand Cru Bezeichnung: grosses Kino.

Übrigens hat auch die Schweiz Grand Cru Lagen. Wir besitzen 2 Grand Cru Lagen (Salgesch im Wallis, Dézaley im Waadtland). Von grosser Wichtigkeit sind diese hier nicht. Wahrscheinlich interessieren wir uns auch zu wenig dafür. Ob das schlimm ist, bezweifle ich.

Apéro ist Apéro. Egal ob mit oder ohne Cru.

Glossar

Zu guter Letzt noch ein paar typische Etikettenwörter ganz einfach erklärt:

Reserve de dini Chefin.

Weitere Hinweise zum Etikettenlesen findet ihr hier.

Es hat mich wie immer gefreut, auch wenn dieser Artikel stierer ist als Spitzenvorhänge im Gäste-WC.

Cheers, eure Edvin

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Madelyne Meyer

Die Weinwelt kann extrem elitär und exklusiv sein. Darauf hat Madelyne Meyer aber gar keine Lust. Mit ihrem unkonventionellen Weinblog Edvin hat sich die Aargauer Weinexpertin in der Schweiz einen Namen gemacht. «Meine Leser mögen wohl meine selbstironische Art. Ich nehme mich und die Weinwelt nicht todernst, zolle dem Wein aber immer genügend Respekt».

Madelyne arbeitet in ihrem Familienbetrieb für Marketing & Kommunikation und schreibt noch für den Gault Millau Channel. Das Ganze rundete sie im September 2019 mit ihrem ersten Buch «Endlich Wein verstehen» ab.
Für watson schreibt Madelyne ab sofort regelmässig exklusiv in ihrem Blog.

Weitere Infos über Madelyne und Wein findest du hier:
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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tataaa 10.05.2020 11:00
    Highlight Highlight Sehr hilfreicher und unterhaltsamer Artikel (trotz teils trockener Thematik). Ich oute mich mit der Frage gleich als Laie: was bedeutet „dass der Wein so schön geschmeidig wird“ genau? Weniger säuerlich, weniger stark o.ä.? Merci!
  • Der Rückbauer 09.05.2020 14:28
    Highlight Highlight Letzthin haben mein Freund, ein Weinkenner, und ich im Garten eine Flasche Pétrus 1976, die ich von einer Witwe geschenkt erhalten hatte, gekillt.
    Mein Freund fragte: "Weshalb mit mir?". Ich antwortete: "Keine Perlen vor die Säue".
    Nun, in 40 Minuten war die Flasche leer und Verkaufspreis CHF 7'000.-- Globus rannen nach etwa 6 Stunden in die Kanalisation.
    Also: Trinkt den Wein, den Ihr mögt! Aber keinen Bordeaux zu Zürisee-Egli oder weissen Spargeln und keinen Chasselas zum blutigen Steak. Ja, es gibt NOGOs!
    In dem Sinn: En Guete und Prost!
    • MacB 10.05.2020 08:43
      Highlight Highlight Ein guter Wein ist was Schönes. Ein Pétrus meiner Meinung nach aber total überbewertet.

      Was du aber mit deiner Story mitteilen wolltest, erschliesst sich mir nicht so recht.

      Aber mit einem hast du recht: trinkt den Wein, den ihr mögt! :)

      Danke für den Blog, Edvin.
  • Der Rückbauer 09.05.2020 14:19
    Highlight Highlight Die Franzosen sind die Schlimmsten... ja, sie gehen nach Cave und es ist ihnen ziemlich egal, wie der Inhalt der Flasche zusammengeschüttet ist. Zugute zu halten ist ihnen, dass sie wissen, wie man zusammenschüttet (Bordeaux). - Die Spanier haben so die Schnauze voll vom wahllosen Zusammenschütten, dass sie mittlerweile mehrheitlich "puro" verlangen, also nur eine Traubensorte, von der sie wissen, was sie bekommen. - Die Nord- und Mittelitaliener müssen aufpassen, dass der Süden sie nicht überholt. V.a. die Toscana ist absteigend.
    So, und jetzt: Viva!
    • Dani S 09.05.2020 21:58
      Highlight Highlight Den Franzosen ist überhaupt nicht egal, was zusammengeschüttet wird, weil das Resultat zählt. Über die Assemblage und die Jahrgänge hat sich Edvin "vornehm" zurückgehalten. Schade, weil jedes Jahr ist in jedem Keller anders...
      Ausserdem wird der beste Stoff zumeist in Frankreich selber konsumiert, die "Label-Geilen" in aller Welt werden natürlich gerne auch bedient. Mein Tipp: Sich auf zwei Regionen konzentrieren und da Wissen aufbauen, den Rest anderen überlassen. Sonst verzettelt man sich. Santé!
  • DrDeath 09.05.2020 14:01
    Highlight Highlight Mit den unsterblichen Worten eines frustrierten Münchners, nachem der Kellner ihm die Weinkarte erklärt hat: "Wüssn's wos? Bringan's ma liaba a Bier."
  • swisskiss 09.05.2020 00:23
    Highlight Highlight AOC sagt nichts über die Qualität des Weines aus, sondern bezeichnet die geschützte Lagenherkunft. DOCG ist die veraltete Bezeichnung für italienische Spitzenlagen, Neu DOP. IGT bezeichnet eigentlich nur einfache Tischweine.

    Empfehle jedem Laie, "der kleine Johnson 2020" zu kaufen. DER Weinführer zum Preis einer guten Flasche Wein. Wer mehr über Weine, Lagen, Traubensorten etc, wissen will, kauft den "grossen Johnson".
    • Lucaffe 09.05.2020 09:52
      Highlight Highlight Stimmt so nicht ganz. Viele so genannte Super Tuscans haben IGT Status, gehören aber zu den besten (und teuersten) Weinen Italuens.
      Apropos unverständliche Wein-Etiketten: die Deutschen bieten da auch einiges...
    • swisskiss 09.05.2020 12:33
      Highlight Highlight Lucaffe: Das "nur" bei IGT ist auf den Minimumstandard bezogen, der in der Mehrzahl einfachste Weine aus klar definierten Gebieten bezeichnet. Natürlichfdindet sich in der IGT Gruppe einige Weinie, die weder DOC oder DOCG klassiert sind und trotzdem weit über 100 Franken kosten können.
    • Vintage 09.05.2020 19:17
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • Tomtom64 08.05.2020 15:24
    Highlight Highlight Allen die jetzt verunsichert sind empfehle ich den "Chateau Jamais Entendu sans Cru et Préstige", Jahrgang egal.
    • Der Rückbauer 09.05.2020 14:20
      Highlight Highlight Das nennen wir mal "Vin de table" oder Hauswein, meistens gut.
    • Dani S 09.05.2020 22:01
      Highlight Highlight An Tomtom: chateau robinet und clos de la pompe kann ich auch in jedem Fall bedenkenlos empfehlen. Man hat nicht mal ein Problem mit der Gendarmerie damit.
  • arconite 08.05.2020 13:58
    Highlight Highlight Madelyne schreib weiter über Wein. Ich, als Gelegenheits-Weintrinker finde Deinen Blog super!

    Und ich lerne dabei auch noch, dass man Wein kaufen kann, auch wenn einem die Etikette nicht soo sehr gefällt ;)
  • swisskiss 08.05.2020 13:36
    Highlight Highlight Bordeaux: Weingebiete des Medoc werden in 5 grand cru Klasen eingeteilt. Premier grand cru an der Spitze. Schwere Weine, lange Lagerung, Cabernet franc und sauvignon Traubensorte.

    St Emillion Grand cru A und B. leichtere Weine, mehr Merlottraube, muss weniger lang gelagert werden.

    Durchaus gute Weine ohne grand cru Klasse aus jedem Gebiet des Bordeaux, sind in der Katergorie cru bourgeoise zu finden. Für mich bestes Preis- Leistungsverhältnis.

    Weine ohne Klassifikation, sollte mindestens das Gebiet auf der Etikette ersichtlich sein (Medoc, Graves,etc)
    Wo nur Bourdeaux draufsteht= Kochwein
    • Sälüzäme 09.05.2020 00:24
      Highlight Highlight Ich liebe Bordeaux, deine Aussagen kann ich so nicht stehen lassen. Im Pomerol kennt man keine Klassifizierung und Pétrus, Le Pin und ein paar andere zählen zu den Weltbesten Weinen, nix da mit Kochwein (Coq au Pétrus ist sicher sehr lecker). Auch aus anderen Gebieten gibt es Spitzenweine ohne Klassifizierung. Girolat, Mont-Pérat, La Conseillante, L'Interdit de Valandrau z.B.
      Auf Wikipedia gibt es einen guten Artikel betreffend der Klassifizierung der Bordeaux Weine.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bordeaux-Klassifizierung

      Viel Spass beim lesen. 🤤🤤😂
    • swisskiss 09.05.2020 08:18
      Highlight Highlight Sälüzäme: Was ist daran schwer zu verstehen? "sollte mindestens das Gebiet auf der Etikette ersichtlich sein (Medoc, Graves,etc)
      Selbstverständlich gibt es nicht klassiizierte Weine des Bordeaux die hervorragender Qualität sind,

      Bei Weissweinen wurde in den meisten Gebieten nie eine offizielle Klassifikation wie bei Roten durchgeführt und da laufen Spitzengewächse unter "Bordeaux, was meine Aussage widersprüchlich erscheinen lässt, da auf Rote gemünzt.
      Wie in meinem anderen Kommentar erwähnt, empfehle ich den Kauf eines Weinführers wie den Johnson
    • Sälüzäme 09.05.2020 12:02
      Highlight Highlight Warum gleich so eingeschnappt mit "was ist daran schwer zu verstehen" ? Ich habe deinen Aussagen nicht generell wiedersprochen sondern nur mit ein paar Beispielen ergänzt. Im Bordeaux werden übrigens auch Trauben aus dem Languedoc importiert, daher sollte man die Klassifizierung nur als Anhaltspunkt nehmen, dein Geschmack ist am Ende entscheidend.
      Für Bordeaux orientiere ich mich mehr an René Gabriel, zumal ich ihn persönlich kenne und immer interessante Gespräche führen kann.
      Am Besten ausprobieren und geniessen, nicht nur auf das Etikett schauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jamaisgamay 08.05.2020 13:12
    Highlight Highlight ...und dann noch das: reinsortige Cuvées 😱😫🤔🤣
    Benutzer Bild
    • Sälüzäme 09.05.2020 01:00
      Highlight Highlight Natürlich gibts das, sind Trauben von verschiedenen Lagen, Alter und Ausbau gemischt. Eher selten, da es dadurch oft keinen Jahrgang gibt (siehe Schaumweine). Wird mehr bei stärkeren Sachen wie z.B. Rum, Whisky, Grappa, Tequilla usw. angewendet.
    • Jamaisgamay 09.05.2020 10:49
      Highlight Highlight @sälü: Nö, liegt dran, dass die Franzosen ihre eigene Sprache nicht können ;-)
    • Dani S 09.05.2020 22:11
      Highlight Highlight Champagne übrigens auch
  • Eloquent 08.05.2020 12:47
    Highlight Highlight ich trink nur 1695 rotwein... also 16,95 bei denner
    • G. Samsa 08.05.2020 14:40
      Highlight Highlight Das war jetzt sehr eloquent! :-)
    • Eloquent 08.05.2020 17:57
      Highlight Highlight nun ja, ich hab den namen eigentlich wegen dem deutschen rapper eloquent...
      Play Icon
    • Dani S 09.05.2020 22:16
      Highlight Highlight Die Franzosen kaufen auch viele ausgezeichnete Weine im Bric (eine Art Tetra Pak). Spitzenrosés aus der Provence z. B. gehen so für etwa 5 Euro pro Liter zum Konsumenten, der sich freut. Im Glas ist das Lager-und Transportbehältnis ja egal. Die Snobs sind natürlich entsetzt...

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