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Haus kaufen: Paar erhält Schlüssel.

Eine Übernahme der Hypothek lohnt sich nicht in jedem Fall. Bild: shutterstock.com

«Kann ich die Hypothek meiner Eltern zu denselben Konditionen übernehmen?»

«Andreas (43): Meine Frau und ich wollen das Haus meiner Eltern kaufen. Das Haus hatte damals einen Kaufwert von 650'000 Franken. Es ist mit einer Hypothek von 450'000Franken belastet. Könnte ich die Hypothek zu den gleichen Konditionen weiterführen wie meine Eltern? Und wie sieht es mit den Rechten meines Bruders aus?»

Frédéric Papp / comparis



Lieber Andreas

Dir und deinem Bruder steht grundsätzlich die Hälfte des Eigenkapitals zu, das deine Eltern ins Haus gesteckt haben. Zum Eigenkapital addiert wird eine allfällige Werterhöhung der Liegenschaft.

Haben deine Eltern das Haus beispielsweise vor 20 Jahren gekauft und es gut im Schuss gehalten, hat es aktuell ziemlich sicher mehr wert. Läge der Verkehrswert heute beispielsweise um 200'000 Franken höher, wäre das Eigenkapital auf 400'000 Frankenangewachsen. Deinem Bruder stünden somit 200'000 Franken zu.

Du musst somit als erstes den aktuellen Verkehrswert der Liegenschaft ermitteln. Eure Hausbank oder unabhängige Immobilienexperten wissen hier Bescheid. Der tatsächliche Verkehrswert ist die Basis, um die benötigte Finanzierungssumme festzulegen.

Im oben skizzierten Beispiel müsstest du eine Hypothek über 650'000 Franken aufnehmen. Mit dem Kapital kannst du die bestehende Hypothek über 450'000 Franken übernehmen und deinem Bruder seinen Anteil über 200'000 Franken auszahlen.

Auf Belehnung und Tragbarkeit achten

Die Banken finanzieren selbstbewohntes Wohneigentum in der Regel nur bis 80 Prozent des Verkehrswerts. In unserem Beispiel würde das aufgehen: Du könntest die Hypothek also auf 650'000 Franken erhöhen, ohne weitere Eigenmittel einschiessen zu müssen.

Der Hypothekargeber prüft zudem, ob du und deine Frau über genügend Einkommen verfügt, um die Hypothek auch finanziell zu verkraften. Die Kosten der Liegenschaft dürfen üblicherweise nicht höher sein als ein Drittel des Bruttoeinkommens.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Noch ein Hinweis: Ihr müsst die bestehende Hypothek nicht in jedem Fall übernehmen. Bei einer Laufzeit der Hypothek von noch ein bis zwei Jahren lohnt es sich allenfalls, die Hypothek vorzeitig abzulösen und eine neue zu günstigeren Zinskonditionen abzuschliessen.

Die Richtzinsen für Festhypotheken liegen derzeit so tief wie noch nie. Unabhängige Hypothekenvermittler könnten allenfalls helfen, die für euch beste Hypothekarlösung zu finden. Grundsätzlich gilt aber in jedem Fall: Finanzierungen von Immobilien sind immer ohne Eile aufzugleisen.

Viele Grüsse von Comparis.ch

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheRealSnakePlissken 12.04.2019 21:45
    Highlight Highlight Das Shutterstock-Bildli wäre auch gut aufgehoben in einem Listicle „Bünzlis - warum sie nicht aussterben“. - Ich selbst wäre NIE auf die Idee gekommen, das Haus meiner Eltern erben und bewohnen zu wollen. Ich habe es in meiner Teenagerzeit gehasst, auf dem Land zu wohnen, wo ausser Töfflifahren nicht viel lief. Wenn ich heute ab und zu in der weiterhin wuchernden „Hüsli-Schwiiz“ zu tun gehabt habe, bin ich jedesmal froh, wieder zurück in der Grossstadt zu sein, wo es zuverlässig summt und brummt und auch nicht nach Gülle stinkt.
  • SeriouSam 12.04.2019 17:12
    Highlight Highlight Grundsätzlich:
    Die bestehende Hypothek kann von Kindern 1 zu 1 übernommen werden, das machen die meisten brauchbaren Banken mit, wenn die Tragbarkeit aufgeht. Im o.g. Beispiel (450k bestehend + 200k Erhöhung) muss der Sohn mit Ehefrau für die 650k ein gemeinsames Bruttoeinkommen von ca. 100'000.- haben. Noch ein Input zur vorzeitigen Auflösung, bzw. den Kosten: Diese können nur steuerlich in Abzug gebracht werden, wenn die neue Hypothek beim gleichen Anbieter abgeschlossen wird.
  • Reli 12.04.2019 16:26
    Highlight Highlight Der Fragesteller will ja den Eltern das Haus abkaufen; von einem Erbvorbezug habe ich nichts gelesen. Warum muss er dann seinen Bruder auszahlen? Wurde da nicht ein bisschen viel in die Frage reininterpretiert? Möglicherweise möchten sich die Eltern ja eine Alterswohnung kaufen oder ihr wohlverdientes Vermögen auf andere Art geniessen.
  • BeatB_ 12.04.2019 10:18
    Highlight Highlight Ich weiss jetzt noch genauer, was ich alles beachten muss bei der Hausübernahme... aber die einfache Frage "Kann ich die Hypothek zu denselben Konditionen übernehmen" wurde nicht beantwortet... Vielleicht kann da ein Fachmann was dazu sagen.
    Und ja, mir ist bewusst, dass die Antowrt in erster Linie auf "es kommt drauf an" herausläuft. Insbesondere ist dabei auch die Restlaufzeit der aktuellen Hypothek zu beachten (nehm ich an).
    • Hein Doof 12.04.2019 10:35
      Highlight Highlight Oftmals muss die Hypothek bei einem Kauf sogar übernommen werden, daher -> Ja.
      https://moneypark.ch/hypothek/uebernehmen/
    • merlins 12.04.2019 10:37
      Highlight Highlight Ja, das geht grundsätzlich. Die länge der Hypothek ist dabei nicht entscheidend. Eine Bank nimmt eine normale Kreditprüfung vor. Wenn sie den Sohn als Kreditnehmer akzeptiert, übernimmt er die bestehende/n Hypotheken anstatt eine neue abzuschliessen.

      Dazu ein Hinweis zum Hinweis im Artikel: eine Auflösung der Hypothek rechnet sich in 99,9% der Fälle nicht. Wenn man der Bank der Eltern die Liebe kündigen will, macht man das besser bei Ablauf der Hypothek/en.

      Ich hoffe das hilft.
    • Sirtatse 12.04.2019 15:35
      Highlight Highlight @merlins:
      Nunja, es steht ja bei kurzer Restlaufzeit kann es sich lohnen. Stimmt ja auch. Der Penalty ist bei kurzer Restlaufzeit nicht allzu hoch und so kann evtl. mit neuen günstigen Zinsen mehr gespart werden als für den Penalty bezahlt.
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