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Die Krankenkassenfranchise sollte man sich gut überlegen. Bild: shutterstock

Money Matter

«Soll ich trotz Coronarisiko auf die höchste Franchise wechseln?»

Matthias (40): «Aktuell habe ich eine Franchise von 300 Franken. Ich bin jetzt aber auf Kurzarbeit und finanziell klamm. Soll ich trotz Coronarisiko auf die Maximalfranchise wechseln, um die Prämien zu senken?»

Elisabeth Rizzi / comparis.ch



Lieber Matthias,

es ist tatsächlich so, dass Versicherte mit einer Maximalfranchise um bis zu 1’540 Franken Grundversicherungsprämien pro Jahr sparen können.

Maximalfranchise lohnt sich nicht nur für Gesunde

Grundsätzlich muss man nicht jung und vollständig gesund sein, um von der Maximalfranchise zu profitieren. Auch Personen, die regelmässige Behandlungen benötigen oder gar chronisch krank sind, können durchaus mit einer Franchise von 2’500 Franken sparen. Die Maximalfranchise lohnt sich für alle Personen, die in einem Jahr maximal für 2000 Franken grundversicherungspflichtige Leistungen beziehen.

Mindestens 3’200 Franken Ersparnisse nötig

Das klingt verlockend. Die Kehrseite der Medaille ist aber: Eine Maximalfranchise erfordert eine beträchtliche Liquidität. Du kannst nicht einfach die Prämieneinsparung für anderes ausgeben, wenn du knapp bei Kasse bist.

Bei einer ernsthaften Erkrankung musst du im schlimmsten Fall auf einen Schlag die Behandlungskosten von 2’500 Franken zuzüglich der 700 Franken des maximalen Selbstbehaltes bezahlen können Das heisst: Du musst mindestens 3’200 Franken auf der hohen Kante haben. Bei Spitalaufenthalten kommt zu Franchise und Selbstbehalt noch der Spitalkostenbeitrag von 15 Franken (fürs Essen) dazu. Dieser gehört nicht zu den versicherten Leistungen.

Gerade in der aktuellen Lage, wo es noch keine wirksame Behandlung oder Impfung gegen Corona gibt und je nach deiner Gesundheitssituation das Risiko für einen solchen Fall doch erhöht ist, solltest du dir den Entscheid für eine Maximalfranchise also besonders gut überlegen.

Lass die Finger von den mittleren Franchisen

Sei auf jeden Fall konsequent und bleib bei deiner 300-Franken-Franchise, wenn die Ersparnisse nicht für die Maximalfranchise reichen. Die mittleren Franchisen lohnen sich in der Regel nicht.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Sharkdiver
22.09.2020 18:10registriert March 2017
Maximalfranchise lohnt sich nicht nur für Gesunde: In Baselland stimmt die Aussage so nicht, da du jeden Franken von steuerbaren Einkommen abziehen kannst. Sprich du trägst eine Risiko von etwa 560.- das du dann wieder an steuern einsparst
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