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A police officer stands in front of an apartment building where the bodies of two women have been found at an apartment in Wittingen, northern Germany, Monday, May 13, 2019. The women found dead in an apartment of one of three people who found dead on Saturday at a hotel in Passau, several hundred kilometers away in a mysterious case involving crossbows. (Christophe Gateau/dpa via AP)

Am Tatort Wittingen wurden zwei Todesopfer gefunden. Bild: AP/DPA

Sektenblog

Warum mich das «Armbrust-Sektendrama» berührt wie selten ein Fall



Seit 40 Jahren gehören Sektengeschichten zu meinem Alltag. Dabei handelt es sich meist um tragische Schicksale, die Einblick in ungeahnte Tiefen seelischer Abgründe geben.

Was aber in diesen Tagen beim sogenannten «Armbrust-Fall» im bayrischen Passau ans Licht gekommen ist, hat mich berührt wie selten zuvor ein Fall. Dies hat vor allem mit der Ohnmacht der Eltern eines Opfers zu tun, die sich von der Gesellschaft im Stich gelassen fühlen: Das Physiker-Ehepaar Julia und Olaf U. verlor seine 19-jährige Tochter Carina.

epa07567328 General view of a Pension in Passau, Bavaria, Germany, 11 May 2019. Three bodies were found over the weekend with arrows in their bodies in the pension. Two crossbows were lying next to the dead. As part of the investigation, two more bodies were found in the district of Gifhorn in Lower Saxony. Two women were lying in the apartment of the 30-year-old woman from Lower Saxony, who had been found dead on the floor of the guest room in the Passau pension on Saturday.  EPA/NEWS5 / Sebastian Pieknik

In diesem Hotel wurden drei Menschen tot aufgefunden. Bild: EPA/EPA

Die Untersuchungsbehörden haben noch wenig Einzelheiten bekannt gegeben. Sicher ist hingegen: Das dramatische Ereignis hat fünf Opfer gefordert. Drei durch Pfeile aus einer Armbrust. Zwei weitere Todesopfer wurden an einem anderen Tatort – in Niedersachsen – aufgefunden. Ihre Leichen wiesen keine Spuren von Gewalteinwirkung auf, die Todesursache ist noch nicht bekannt.

Der Leidensweg von Carinas Eltern zeigt, wie dilettantisch und ignorant die Behörden waren.

In diesem mysteriösen Fall dreht sich alles um den 53-jährigen Thorsten W. Mehrere meist junge Frauen sind offensichtlich seinem Wahn zum Opfer gefallen. Die Umstände sind noch unklar. Bestätigt ist hingegen, dass sich der Kampfsportler und Fan der mittelalterlichen Fantasy-Szene unter den Toten befindet. Vieles deutet darauf hin, dass Farina C. zuerst Thorsten W. und ihre Freundin ermordete und sich danach selbst umgebracht hat. Umstände und Hintergründe des Dramas machen nun die Eltern von Carina in einem langen Interview mit dem Magazin Stern publik.

Ihr dreijähriger Leidensweg zeigt, wie dilettantisch und ignorant die Behörden waren: Von der Schule über die Sozialbehörden bis zur Polizei. Obwohl die Eltern alle Hebel in Bewegung gesetzt hatten, liefen sie überall auf. Ja, sie wurden sogar massiv beschuldigt. Mit dem Tod ihrer Tochter werden sie nun rehabilitiert. Den Preis dafür bezahlen sie mit Schmerz und Trauer. All dies hätte verhindert werden können. Auch der Tod ihrer Tochter.

Es begann mit dem Probetraining beim Kampfsportklub Scorpion, das Carinas Lateinlehrer im Gymnasium organisiert hatte. Carina war begeistert und begann, dort wöchentlich zu trainieren. Damals war sie 16 Jahre alt. Dort begegnete sie dem 50-jährigen Thorsten, der sie vereinnahmte und offensichtlich systematisch von der Familie entfremdete. So schildern es die Eltern im Interview.

Carina begann nach kurzer Zeit, die Eltern zu beschimpfen und verleumden.

Carina begann nach kurzer Zeit, die Eltern zu beschimpfen und verleumden. Als sich Carina zu Hause verweigerte, sich meist im Zimmer einschloss und selbst nicht mehr mit ihren beiden Brüdern sprach, gelangten die Eltern an die Schule, weil ihre Tochter über den Lateinlehrer zum Sportklub gekommen war.

Die Schule tat wenig, dafür gab ihr der Lateinlehrer den Rat, sich beim Jugendamt zu melden, wie die Eltern berichten. Mit Hilfe von Thorsten W. und seinen Anhängerinnen konnte Carina bei den Sozialbehörden erwirken, dass sie in ein Jugendheim ziehen durfte. Von diesem Zeitpunkt an sahen die Eltern ihre Tochter nie mehr. Drei Jahre lang, in denen sie alles versuchten, um ihre Tochter aus dem Sektengefängnis zu befreien. Vergeblich. Niemand hat ihnen geholfen.

Kurz danach brachte sich der Lateinlehrer um. Im Abschiedsbrief, den er verschiedenen Medien schickte, erklärte er, die Anschuldigungen der Eltern seien mit ein Grund für seinen Suizid. Der Sportklub veröffentlichte den Brief auf seiner Facebook-Seite. Die Eltern erstatteten Anzeige gegen Thorsten W. Sie bekamen recht, doch er hatte sich bereits verbreitet. Danach erstattete Carina im Juli 2016 Anzeige wegen häuslicher Gewalt gegen ihre Eltern. Ausserdem versuchte sie gemeinsam mit ihrer Bekannten Farina C., den Eltern die elterliche Fürsorge zu entziehen. Diese hätte auf Farina übergehen sollen. Pikant dabei: Farina C. war befreundet mit Gertrud C., der ehemaligen Ehefrau des Lateinlehrers. Ausserdem gehörte sie zur Gruppe von Thorsten W.

Das Haus eines der Opfer von Passau in Wittingen ist durch ein Absperrband gesichert. Dort wurden zwei weitere Leichen gefunden.

Das Sektendrama von Passau wirft ein schiefes Licht auf die Behörden. Bild: DPA

Wie eng die Bindung gewesen war, zeigte sich beim Drama: Gertrud C. starb zusammen mit Carina. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Lateinlehrer Verbindungen zum Kampfsportklub hatte und die Anschuldigungen an die Adresse der Eltern im Abschiedsbrief kein Zufall war.

Die Eltern waren von Anfang an sicher, dass Thorsten W. ein Sektenregime aufgezogen hatte und wie ein Sektenführer agierte. Sie informierten die Behörden laufend über ihre Beobachtungen und Recherchen. Die Antwort des Jugendamtes: Wir können ein 16-jähriges Mädchen nicht einsperren, wie die Mutter dem Stern sagte.

Anwohner sagten, Thorsten W. habe die jungen Frauen wie Sklavinnen behandelt.

Bezeichnend ist auch, dass Thorsten W. offensichtlich einen Hang zur Esoterik hatte. Er behauptete, im Bild einer Aura-Fotographie könne man die Todesursache einer verstorbenen Person erkennen. Als die Behörden nichts unternahmen, engagierten die Eltern einen Privatdetektiv. Der wies den Kontakt von Carina mit Thorsten W. nach und fotografierte ihre Tochter bange Monate später vor seinem Haus. Nun wussten die Eltern wenigstens, dass sie noch lebte. Anwohner sagten, Thorsten W. habe die jungen Frauen wie Sklavinnen behandelt.

Später entdeckten die Eltern ein Video, in dem sich die Gruppe um Thorsten W. «Team Hawk» (Falke) nannte. Darin tauchte auch Carina auf, die wie die anderen jungen Frauen in eine schwarze Kutte gekleidet war. Gekämpft wurde mit Schwertern und Pfeilen. Ein Hinweis auf mittelalterliche Spiele und Rituale.

Die Eltern versuchten vor wenigen Wochen noch, dem Sportklub die Verbandslizenz entziehen zu lassen. Als sie zur Sitzung fahren wollten, waren die Pneus ihres Wagens zerstochen. Kurz darauf warfen Unbekannte drei Molotow-Cocktails unter ihr Auto. Die Eltern sind an die Medien gelangt, weil sie die Öffentlichkeit warnen und die Behörden sensibilisieren wollen.

Angehörige von Sektenmitgliedern erleben oft ein ähnliches Schicksal, wenn auch nicht mit einem solchen Ausgang.

Auch wenn noch wenig bekannt ist über die spirituelle oder esoterische Ausrichtung von Thorsten W.: Die Gruppe zeigte klare Sektenmerkmale. Mir ist bewusst, dass diese Schilderungen die Sicht und die Erfahrungen der Eltern widerspiegeln. Die Beobachtungen und Fakten sind aber weitgehend belegt durch ihre Recherchen, die sie der Polizei und den Behörden mitgeteilt haben. Und die sich nun bewahrheiteten. Wenn diese nun behaupten, sie hätten Carina nicht einsperren können, verhöhnen sie die Eltern gleich noch einmal.

Die Sozialbehörden hätten Carina näher beobachten und enger begleiten müssen. Sie hätten ihr Auflagen machen und sie notfalls sanktionieren müssen. Schliesslich haben die Eltern genügend Informationen und Hinweise geliefert, die die verhängnisvolle Verstrickung aufzeigten. Und die Polizei hätte sich mit Thorsten W. und seiner Gruppe befassen müssen. Der Anfangsverdacht, der erste Ermittlungen gerechtfertigt hätte, war schliesslich gegeben.

Dies ist zwar ein aussergewöhnlicher Fall. Angehörige von Sektenmitgliedern erleben aber oft ein ähnliches Schicksal, wenn auch nicht mit einem solchen Ausgang. Hilfe von Behörden können sie sich in aller Regel nicht erhoffen. Und Sektenberatungsstellen haben keine Möglichkeiten, wirkungsvoll einzugreifen. Ein Missstand.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 28.05.2019 15:30
    Highlight Highlight "Mit Hilfe von Thorsten W. und seinen Anhängerinnen konnte Carina bei den Sozialbehörden erwirken, dass sie in ein Jugendheim ziehen durfte."

    Damit nimmt dieses schreckliche Unglück seinen Anfang im Versagen zweier Instanzen, einer öffentlichen und einer privaten, sie beruht auf dem Versagen der "Sozialbehörden" und der Eltern.

    Und da gäbe es noch einigen Erklärungsbedarf im Hinblick auf das Versagen/Verhalten der Eltern.

    • Pasionaria 28.05.2019 16:03
      Highlight Highlight Jetzt hievst Du Dich noch zum Erziehungsexperten. Es wird ja immer abenteuerlicher!
      Wieviele Jugendliche hast Du schon auf ihrem Wege in die 'Selbstaendigkeit' begleitet? Offensichtlich nicht viele.
      So billig, im geschilderten Falle am Ende die Schuld noch den Elterm zuzuschieben.
      Es gibt Situationen - z.B. auch bei Drogenabhaengigkeit - wo Eltern machtlos den Entgleisungen der eigenen Jugendlichen, sowie den schlechten bis verheerenden fremden Einfluessen, gegenueberstehen.
      Das Allerletzte, auch in diesem, Falle, die schwergeprueften Eltern noch zu verurteilen.
      Sehr schwach, Herr Paedagoge!
  • Burdleferin 28.05.2019 08:37
    Highlight Highlight Eine sehr, sehr traurige Geschichte! 😞
    Die Hilflosigkeit ist beklemmend.
  • manhunt 27.05.2019 22:29
    Highlight Highlight ist eben schon so. will der staat etwas von dir, dann hast du gefälligst zu spuren, sonst bekommst du ärger. willst aber du etwas von staat, wartest du fast immer bis es zu spät ist.
  • Fiu 27.05.2019 16:42
    Highlight Highlight Da schickt man dien Tochter in einen Kapfsportkurs und was passiert, der Lehrer verdreht der Tochter den Kopf. Ich finde es krass das die Schule sowas unterstützt und vorallem noch krasser das der Lehrer selbstmord begangen hat. Unglaublich und tragisch das Ganze.
  • Avenarius 27.05.2019 12:19
    Highlight Highlight Das Beamte bei offensichtlicher Hilflosigkeit und Hilfe Bedarf nicht handeln .... ist ... wie sagt man .... ein Verrat an das Gute und Einlass für das Böse.
    Sehr sehr traurige Geschichte.
  • Pasionaria 26.05.2019 16:39
    Highlight Highlight Alienus mio!
    Hoch erfreut - Ruhepause vorbei!
    Ungewoehnlich hingegen, dass Du bei Deiner ganz besonderen Sprachenkenntnis, mir nichts - dir nichts, einen Fragesatz in einen Hinweisesatz umwandelst?
    Du hast doch nicht etwa Deine Lieblingsfarbe > bunt > gewechselt!
  • Pasionaria 26.05.2019 16:34
    Highlight Highlight ....grauenhaft - es gibt sie immer wieder und immer noch, diese vereinnahmenden, sektenähnlichen bis hin zu mörderischen Verfūhrer. Es wird sie auch weiterhin geben, weil die Behörden einfach nur zuschauen. Eine grosse Schande.
    Wo bleibt da die Jugendschutzbehörde? Wäre sie nicht gerade fūr solche Fälle zuständig?
    Es ist kaum vorstellbar, was diese Eltern an totaler Hilflosigkeit, Schmerz und Leid durchmach (t)en. Alles kam noch schlimmer heraus, als sie es bestimmt je befuerchteten.
    Zum Glueck werden solche Katastrophen, dank mutigem Aufklaerungsjournalismus, dke H. Stamm, thematisiert.


    • Alienus 26.05.2019 21:22
      Highlight Highlight Pasionaria

      Die Tötung mit einer Armbrust könnte hier ein besonderes Ritual bzw. eine tiefere Bedeutung haben.

      Vor langer Zeit habe ich gelesen, das da ein Typ meinte, eine Selbsttötung mit besonderen Waffen, wie z.B.Pfeil und Bogen und auch Armbrust würde ja dadurch, da diese sog. „biblische“ Waffen sein, eine Exkulpation vor Gott erwirken.

      Hm, was soll man da noch schreiben.
    • avivar él et's~ Pelegrino 27.05.2019 07:51
      Highlight Highlight Warum sträuben sich die Beamten,die Schulbehörden,die Lehrer,die Nachbarn,die Anwohner hier da einzugreifen?

      Das ist eigentlich der Kontext von diesem Thema, das eigentliche Warum,Warum!

      Da fehlt doch manchen die Courage,sowas zu verhüten,denn es war gedankenlos und zu bequem da einzugreifen,u.die Schuldfrage sollte nicht bei der Familie aufkommen,sondern bei denen, die es zu verhindern müssen,u.um ihrer Verantwortung wussten.

      Ich hoffe da die bis auf ihr Lebensende mit einem schlechten Gewissen u.Unwohlsein gestraft werden.

      Darf man Behörden anklagen!?

    • avivar él et's~ Pelegrino 27.05.2019 11:52
      Highlight Highlight Alienus, In den christl. Religionsbücher,ist viel über Rüstung u.Waffengebrauch geschrieben,ja sogar über Kriegsgericht.

      Das das verfälscht wiedergegeben wird,ist mit sich selbst nicht-zurechtzukommen verbunden,u.da fängt das sektirische schon an,dass Wortklauberei u.Wortverdreher überein kommen.

      So jemand sich selbst,sondern auch den Betroffenen zu Rechtfertigen versucht, kann der Mitschuldige,>ihnen allen zum Helden hocherkoren,euer Exzellenz,u.Durchlaucht machen.So verkleinert es die Grösse der Schuldzuweisung.

      So dienen Bibel Klausel zu Selbstrechtfertigung,einfach eine Schande.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 26.05.2019 15:29
    Highlight Highlight Mutzli + Klaus 21.05.19

    1/3

    Hier eine kleine vereinfachte Zusammenfassung der Etymologie + Hermeneutik, welche darstellt, dass in der Bibelübersetzung den Hass betreffend sicherlich mehr als nur auf wackeligen Beinchen steht.

    Hass hat den Ursprung im germ.(> 6.JH): hat, haten, hatiz, hatjan, hatulsa .. meinend für hassen, verfolgen, schädigen, ungerne sehen, missgönnen, neiden, Feindschaft, Tadel, Verachtung, Klage, Beschwerde, arglistig, verfolgend, hetzend sein .. t > tz > z + > ts > s.

    Im althochdt.(>12.JH): haz für Hass, Kummer, feindselige Gesinnung/Handlung, ergrimmen, unholdig ..
  • Alienus 26.05.2019 15:25
    Highlight Highlight 2/3

    Im mittelhochdt. (>15.JH): „haz, hasz ..“ mit weiteren Bedeutungen wie feindselige Gesinnung, Streit, Gehässigkeit und jagdliche Hatz.

    In neuhochdt. Sprache ( 15.-16.JH >) ist Hass auf den jetzig üblichen singulären Sinninhalt reduziert.

    In der fränkisch-germ. Herrschersprache hatte haist > ungestüm, kräftig + schnell gegen den Feind vorgehend eine klar kämpferische Bedeutung und ist in Französisch eingedrungen.

    Es scheint sich bei mir im freien Gedächtnis durch eine Hast ein kleiner Kunstfehler bezüglich haist eingeschlichen zu haben. Habe Hast + Hatz durcheinander gewirbelt.
  • Alienus 26.05.2019 15:22
    Highlight Highlight 3/3

    In der dt. Ableitung durch Luther ist mir als Agnostiker/Atheist eine Translation in dem neuhochdt. „Hass = feindselige Abneigung“ .. extremst unwahrscheinlich.

    Auch im Bezug des gemeinten familiären Zusammenhanges + dem biblischen Sinninhalt ist der Begriff Hass im Deutschen zu variantenreich. Auch hat die vielschichtige Auslegungsmöglichkeit eine bessere Sinnfälligkeit in den gemeinten Bibelstellen. Experten sollten die grieh. / aramäischen Bibelquelle untersuchen.

    Fazit: der heutige Begriff Hass muss nicht dem gleichen Inhalt vor 500/600 Jahren entsprechen. Denn: panta rhei.
    • Pasionaria 26.05.2019 23:44
      Highlight Highlight "panta rhei. " > trifft fuer die Sprache/n absolut zu….
      Hingegen drehen sich, ob alte oder neue Bibelverfassungen bis zum Schwindel* im Kreise.
      *(im wahrsten Sinne des Wortes!)
      Ist ja bekannt, dass sich innerhalb eines Kreises bewegende Bestandteile weder Anfang- noch Endpunkt kennen. Sie fallen zusammen > die ganze Lehre faellt zusammen….. Da nichts mit > panta rhei
    • Alienus 27.05.2019 07:32
      Highlight Highlight Sprache fließt! Sie verändert sich, Inhalte werden deformiert, neu zusammengefügt sowie auch notweise zusammengeschustert. Schaut man sich den o.g. Fall genauer an, dann sehen wir tatsächlich: NICHTS.

      Der Zusammenhang ergibt sich aus der Kopf- und Herzbeziehung der beteiligten Personen. Vermutlich trafen schwache Persönlichkeiten mit einer starken zusammen. Solche Konstellationen haben zumeist einen weichen, sich um einen knallharten Kern sich stätig verfestigenden Mantel aus Zuneigung, Liebe und dann Abhängigkeit.

      Aufknacken? Na ja, eigentlich fast unmöglich. Das hält zumeist bis zum Tod.
  • Hardy18 26.05.2019 15:21
    Highlight Highlight Wie kann das den sein, dass Hans Wurst zur Behörde geht und denen glaubhaft machen kann, so das die Tochter ins Heim kommt? Unglaublich!!!
    • avivar él et's~ Pelegrino 27.05.2019 16:22
      Highlight Highlight Verdingt werden ist halt so eine Sache,mit vielen Vorwänden,denn so kostet es dem Staat weniger Geld,u.spart noch dabei,um evtl.noch Kriegsmaterial einzukaufen.
  • Alienus 26.05.2019 09:36
    Highlight Highlight Pasionaria

    Nachtrag zum Schreiben vom 21.05.2019 22:39

    Danke für den blitzgescheiten Tipp.
  • Billy the Kid 26.05.2019 08:59
    Highlight Highlight Im Alter von 16 Jahren ist man stark mit der Sinnsuche beschäftigt. Desweiteren ist man unendlich begeisterungsfähig und manipulierbar - das wissen nicht nur Sektenheinis.
    Diese ganze Sehnsucht nach einem Fantasy-Mittelalter passt wiederum in unsere Zeit, da wir alle hin und wieder unserer durchrationalisierten Gesellschaft entfliehen wollen - auch wenns nur für paar Stunden ist.
    Aus solchen Fluchtphantasien kann man durchaus eine Sekte basteln - mit solch verheerenden Folgen.
    Die heutige Vermischung von virtueller Realität und tatsächlicher wird in Zukunft ein weiterer wichtiger Faktor sein.
    • avivar él et's~ Pelegrino 27.05.2019 16:09
      Highlight Highlight Auch ist es,dass rel.Gr.Fans sich an solche die ein unerfülltes Leben haben,sich dran-zumachen.Es ist schon ungeheuerlich,welche Mittel da angewendet werden,dann redet man schlecht über Bekannte,Freunde,Familie,u.erklärts sie dann als böswillig u.ignorant die nicht gutes im Sinn haben,denn so löst der Sektierer das Opfer von seinen Vertrauten ab,u.so gibt es kein Ausweg,denn dann fühlt sichs an,als ganz verlohren.Dann reden den Opfer ein,das bald der Weltunterg.ist,u.was danach kommen werde,u.zu erwarten sei,das ist eigentl.eine Drohbotschafts-mission wo der Betreffende gefügig gemacht wird.
  • Sharkdiver 25.05.2019 14:46
    Highlight Highlight Für solche Fälle braucht es eine durch und durch professionelle KESB mit potenten Möglichkeiten. Unsere KESB ist da das richtige Mittel, leider immer noch Zuwenig professionell. Ich kann es bei einem Kollege beobachten wo der geschiedene Vater auf einmal den Sohn nicht mehr zur Mutter zurück bringt obwohl sie das Sorgerecht hat. Er unterbindet den Kontakt zwischen Mutter und Sohn, und die KESB ist dabei Hilflos und mittellos.
    • avivar él et's~ Pelegrino 27.05.2019 07:27
      Highlight Highlight KESP?Die interessieren was das Familieninterne angeht, jedoch leider nicht was ausserhalb Familie geschieht.

      Hatte die Stadt o.Ortsgemeinde denn keinen Courage da einzugreifen?

      Warum haben die die Behörden sich da vehement gesträubt da einzugreifen?

      Alle diese Gedanken kamen mir im schreiben in mir auf,Fragen um Fragen!
  • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 13:45
    Highlight Highlight Keine Zweifel, der Carina hat man den Teppich unter ihr weggezogen, alles was das soziale Umfeld betrifft.
    • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 20:00
      Highlight Highlight Eigentlich sollte das in ihren früheren Umfeld aufgefallen sein,vor allem bei ihren Mitschülern die sie kannten,u.auch verschiedenen Lehrern die Carina unterrichteten.

      Eigenartig finde ich dass Carina in ihren Alter,so selbstbewusst sie war,einem solchen Übeltäter zum Opfer fiel.Naheliegend dass Gruppendynamik mit im Spiel war,das bei wenigen Teilnehmer erfolgreich war.

      Bei Gefährdung menschlichen Lebens an Leib u.Seele ist die Polizei verpflichtet einzugreifen. Doch mit Grauzonen bei Gesetzeslücken,kann sich ein Polizist sich der Verantwortung entziehen.

      Traurig dass es so abgelaufen ist.
    • Spooky 26.05.2019 04:36
      Highlight Highlight agnos~ Pelegrino

      "Eigenartig finde ich dass Carina in ihren Alter,so selbstbewusst sie war,einem solchen Übeltäter zum Opfer fiel."

      Mit dem Selbstbewusstsein ist es so eine Sache. Vor allem dann, wenn es den falschen Leuten in die Hände gerät.
    • avivar él et's~ Pelegrino 26.05.2019 10:06
      Highlight Highlight Spooky,in unserer gestressten Umfeld,wo wir zu leben haben,ist bald ein falsches Versprechen, ein Placebo für Balsam das nicht auf ewig verhält, also vortäuschen von was es gar nicht gibt.

      Darum ist Blind-glauben so empfänglich,weil noch kein anderes Mittel gibt,das aus dem Dilemma herausführt,da abhängig von Medi abstossend wirken,u.für eingreifen ins Leben empfunden wird.Da aber Irrationales als frei sein propagiert wird,fühlt es sich als positiv an,wie Honig den Bären anzieht.

      Sehr wohl erkennt ein Opfer ob es reingelegt wurde,doch es bleibt ihm nichts übrig als das Schwedensyndrom.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Judge Dredd 25.05.2019 13:12
    Highlight Highlight Wirklich ein unglaublich tragischer Fall. Ein Urteil darüber wer richtig, wer falsch und wer ev. zu spät gehandelt hat würde ich mir mit meinem Wissensstand sicher nicht anmassen.

    Die Aussage im Text,
    "Hilfe von Behörden können sie sich in aller Regel nicht erhoffen."
    ist allerdings ohne Kontext sehr heikel. Damit kann suggeriert werden, dass in praktisch allen Behörden empathielose oder unfähige Menschen arbeiten. Das kann unmöglich der Ernst eines klar vernünftigen Menschen sein.

    Falls damit gemeint ist, dass den Behörden eventuell die Grundlagen fehlen, sollte man das im Text ergänzen.
  • Dong 25.05.2019 12:35
    Highlight Highlight Auch ich finde diesen Fall extrem schrecklich und verstörend. Ich denke aber, das hat mit Strafrecht mehr zu tun als mit Religion, und ich befürchte, HS benutzt diesen Fall zu voreingenommen als Bestätigung für sein Weltbild.
    Ich persönlich denke, es ist genau umgekehrt: fehlende Spiritualität, fehlende Fähigkeit im Umgang mit der eigenen Religiosität machen die Leute manipulierbar durch solche Psychopathen.
    • avivar él et's~ Pelegrino 26.05.2019 10:54
      Highlight Highlight Dong,Fehlende Spiritualität?<Es braucht auch für den Sport eine Spiritualität,eine Überzeugung auf das was man hofft,u.Nichtzweifeln an das was man glaubt,für sportlichen Erfolg.

      Hat die Spiritualität nur mit übersinnliches u.undefinierbares zu tun?<Wohl kaum,denn es ist verbindlich auf Begebenheiten die Existieren verbunden.

      Da ist das überbrücken,von der Reellen-Spiritualität zu esoterischen Spiritualität,sehr leicht zu verbinden.

      Also ein ganz leichtes Spiel für den Erfahrenen Seelenfänger,um an Erfolg-suchenden Teenager hinein zu kommen.
  • Regentrockner 25.05.2019 11:09
    Highlight Highlight In Technik übersetzt: Ein Mensch wird mit Hardware und Firmware (alle Grundfunktionen, die es nach der Geburt braucht, um zu überleben) geboren. Alles danach ist Software, und die kann programmiert werden. Sei es von Sekten, von IS-Fanatikern oder anderen Glaubensrichtungen. Sogar Geiseln, welche das Leid am eigenen Körper und ihrer Seele erleben, sympathisieren häufig mit den Peinigern - bekannt unter Stockholm-Syndrom. Ich weiss nicht, wie man dieses Phänomen unterbinden könnte, leider. Der Mensch ist vom Wesen her anfällig dafür.
    • Bird of Prey 25.05.2019 12:06
      Highlight Highlight Ein radikaler Ansatz: Religionen aller Art verbieten, jeglicher Geldfluss wird unterbunden.
      Die Glaubensfreiheit bleibt bestehen. Aber wenn es sich finanziell nicht mehr lohnt, Menschen zu instrumentalisieren, verschwinden hoffentlich auch all die Seelenfängereien.
    • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 12:50
      Highlight Highlight Irrtum Bird, dann werden aus den Anhängern; nur fröhlichen Geber hat Gott lieb, zur Arbeit macht frei Sklaven versetzt.
    • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 14:57
      Highlight Highlight Der Sklavenglaube was rechtens tust, nur das ist des Führers u. für dich gut. Aus inneren minderwertigen Gefühl los zu werden, für den Sklavenhalter zu seinem Wohlgemut alles tust, dass in seinen Haus dich sicher u. wohler fühlst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • What’s Up, Doc? 25.05.2019 10:49
    Highlight Highlight Wäre nicht auch noch der genaue Zeitliche Ablauf interessant? Insbesondere im Bezug auf die Volljährigkeit der jungen Frau, könnte das eventuell auch einige Entscheidungen erklären.
    Wirklich harter Tobak dass so zu lesen.
  • Aithria 25.05.2019 10:28
    Highlight Highlight Guter Same auf schlechtem Grund: Derjenige der die Leute zu einem guten Lebenswandel führen könnte durch die Tugenden, welche eine Kampfkunst fordert, wird schwach vor den Verheissungen des 'Teufels'. Klar gibt es keinen Typen der da herumläuft und zu den Leuten hingeht, denn derjenige welche seine Gaben zum Schaden der Leute einsetzt tut das aus freien Stücken. Doch es flüsterte in seinem Kopf, es tröpfelten kleine Giertropfen nach Macht in die Waagschale bis sie umschlug. Reue wird es keine geben beim Verräter dieser Art, wohl nicht mehr in diesem Leben. Aber Busse muss jeder Mensch tun.
    • Adualia 25.05.2019 11:04
      Highlight Highlight Ich seh schon, auch in deinem Kopf herrscht Chaos.
    • Electric Elefant 25.05.2019 12:29
      Highlight Highlight @Aithira: Was hast den Du geraucht? Scheint aber harter Stoff zu sein...
    • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 14:22
      Highlight Highlight Viele die sozial tätig sind, neigen zur seltsamen esoterischen Zwängen, wie neue gleichgesinnte zu sammeln, um sich selbst zu bestätigen, dass in ihnen nicht eine minderwertige Person ist.

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  • Midnight 25.05.2019 08:57
    Highlight Highlight "Hilfe von Behörden können sie sich in aller Regel nicht erhoffen."

    Dein Freund und Helfer....

    Unfassbar, diese Geschichte. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was die Eltern alles durchmachen mussten.
    • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 14:32
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • avivar él et's~ Pelegrino 25.05.2019 19:34
      Highlight Highlight Verantwortliche schauen vom Elend der Sektenopfer weg, die eigentlich solches verhindern sollten, wie da bei diesem Sektenmord, das mit ernsten anhören, hätte vermeiden können.
    • _kokolorix 26.05.2019 08:41
      Highlight Highlight Es ist leicht, in so einem krassen Fall den Behörden Vorwürfe zu machen. Die gesetzlichen Grundlagen sind nun mal so, dass es fast zwingend eine körperliche Misshandlung braucht, bevor die Behörden eingreifen können. Wäre es anders, gäbe es sehr viele Fälle von Behördenwillkür, was wir ja auch nicht wollen. Es ist nun mal so, dass es immer ein paar grenzwertige Fälle geben wird, die aus dem Ruder laufen. So ist der Mensch, so ist die Gesellschaft. 100% Sicherheit gibt es einfach nur in Bezug auf den Tod, welcher uns alle einmal ereilen wird
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  • Grohenloh 25.05.2019 08:27
    Highlight Highlight Werter Herr Stamm, werte AZ Medien

    Vielen Dank für Ihren Leuchtturm der Rationalität in diesen Zeiten!

    In Zeiten, in denen wesentliche Teile der Bevölkerung glauben, dass die moderne Medizin böse ist (trotz Verdoppelung unserer Lebenszeit und Rettung fast aller Kinder), Esoterik und Religion unserer Gesellschaft die rationalen Grundlagen zu entziehen versuchen, Hysterie der politischen Korrektheit anfängt Denk- und Redeverbote wie im Mittelalter durchzusetzen, usw.
    • SomeoneElse 25.05.2019 13:39
      Highlight Highlight "Hysterie der politischen Korrektheit anfängt Denk- und Redeverbote wie im Mittelalter durchzusetzen"

      Wtf?
    • _kokolorix 26.05.2019 08:33
      Highlight Highlight Zu glauben die moderne Medizin sei per se gut, ist ebenfalls irrational. Wer die medizinischen Geschichten seines Umfelds aufmerksam beobachtet wird etliche schier unglaubliche Fehlbehandlungen entdecken. Einem System, welches auf maximalen finanziellen Gewinn ausgerichtet ist, sind die Menschen letztlich egal. Das Ziel der meisten Therapeuten und Ärzte ist nicht das Wohlergehen des Patienten, sondern der grösstmögliche Ertrag, bei kleinstmöglichem persönlichem Einsatz.

      Der Rest des Satzes ist derart unverständlich, dass ich dazu keine Stellung nehme..
  • zeromaster80 25.05.2019 08:17
    Highlight Highlight Ist die Bezeichnung Sekte hier nicht etwas deplatziert? Und es ist keine Verhöhnung so deren eine Tatsache, dass eine 16 jährige durchaus nicht einfach so eingesperrt werden kann. Dass es überhaupt zu einem von einem Lehrer organisierten Kampfsporttraining gekommen ist lässt zumindest die Vermutung zu, dass die Tochter schon vorher Probleme hatte und in der Regel sind diese in der Familie zu suchen. So ein Artikel bei der dünnen Fakten Lage wirkt auf mich fragwürdig.
    • Kong 25.05.2019 08:42
      Highlight Highlight Wenn eine Lehrperson ein solches Kampfsporttraining organisiert, dann müsste ich also davon ausgehen, dass mein Kind Probleme mit ihren Eltern hat? Die Faktenlage der Eltern nach 3Jh Recherche halte ich keineswegs für dünn. Die öffentliche Berichterstattung ist wohl kaum das Eichmass für tiefgründige Seriosität.
    • Butschina 25.05.2019 09:29
      Highlight Highlight (1)
      Ich finde die Bezeichnung treffend. Ausschlaggebend ist dabei für mich die herbeigeführte Entfremdung von der Familie. Sportangebote sind oft durch Lehrer organisiert. Ich war im Basketballtraining welches durch einen Lehrer organisiert war. Dabei habe ich keine Probleme mit meinen Eltern gehabt.
      Als ich schwer psychisch Krank war kam ich in eine betreute WG. Zum Glück habe ich schnell realisiert was dort abläuft. Die Bewohner welche schon länger dort waren, hatten praktisch keine eigene Persönlichkeit mehr. Zum Glück entzogen die Behörden der WG die Bewilligung.
    • Butschina 25.05.2019 09:38
      Highlight Highlight (2)
      Die Betreuer versuchten mir einzureden ich solle den Kontakt zu meiner Familie abbrechen. Dies obwohl meine Krankheit nicht im geringsten durch Probleme in der Familie ausgelöst wurde. Sie versuchten sogar mir einzureden, mein Vater hätte mich missbraucht. Einen Fehler machte die WG. Sie zwangen mich dazu täglich das Treibhaus zu giessen und zu jäten. Aufgrund meines allergischen Asthmas ertrage ich die höhe Luftfeuchtigkeit überhaupt nicht und kriege Atemnot. Es war jedes mal der Horror. ZUM GLÜCK. Dadurch sah ich, dass mein Wohlbefinden nicht relevant ist und merkte was dort ablief
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Das Verbot der Gotteslästerung muss weg – auch wenn der Bundesrat dagegen ist

Nationalrat Beat Flach verlangt in einer Motion die Streichung des Blasphemieverbotes, doch die Landesregierung wehrt sich dagegen. Dabei hat es längst keine Daseinsberechtigung mehr.

Mal ehrlich: Hast du gewusst, dass es in der Schweiz ein Blasphemieverbot gibt? Konkret heisst das, du darfst Gott nicht öffentlich lästern. Wer verletzende oder verhöhnende Äusserungen über Gott, religiöse Überzeugungen oder etwas Heiliges macht, kann eingeklagt werden.

Wörtlich heisst es im Artikel 261 des Strafgesetzes:

Religion und Glauben geniessen bei uns also einen besonderen Schutz. Einen Rechtsschutz, den Weltanschauungen oder politische Gruppen nicht für sich in Anspruch nehmen …

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