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In this Feb. 1, 2019, Bill Gates smiles while being interviewed in Kirkland, Wash. Bill and Melinda Gates are pushing back against a new wave of criticism about whether billionaire philanthropy is a force for good. The couple, whose foundation has the largest endowment in the world, said they’re not fazed by recent blowback against wealthy giving, including viral moments at the World Economic Forum and the shifting political conversation about taxes and socialism. (AP Photo/Elaine Thompson)

Vom knallharten Business-Man zum globalen Wohltäter. Aber was verband den Microsoft-Gründer mit Jeffrey Epstein? Bild: AP

Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Von Jeffrey Epstein «vermittelte» Millionen-Spenden an amerikanische Eliteuniversitäten werfen Fragen auf. Auch Bill Gates ist in den Strudel geraten.



Update: Als Reaktion auf US-Berichte hat Bill Gates in Interviews Stellung genommen. Er sagt, er hätte keine «Geschäftsbeziehung oder Freundschaft» mit Jeffrey Epstein, dem verstorbenen Finanzier und Sexualstraftäter, gehabt.

In einem weiteren Interview mit dem «Wall Street Journal» gab Gates zu, sich mit Epstein getroffen zu haben, darüber hinaus habe es aber keine Interaktionen gegeben. Weiter sagte der Microsoft-Gründer, er sei «nie auf irgendeiner Party oder so etwas» gewesen, und dass alle Meetings, die sie zusammen abhielten, «Meetings mit Männern» waren.

Die ursprüngliche Story:

Der Zweck heilige die Mittel, sagt man. Aber was wäre, wenn man auf die Dienste eines verurteilten Sexualstraftäters, Mädchenhändlers und Pädophilen zählte, um als Wohltäter im Hintergrund zu agieren? Dieser und weiteren unangenehmen, ja brisanten Fragen muss sich Bill Gates stellen.

Der Microsoft-Gründer ist mitten in den Strudel der Epstein-Affäre geraten. Und laut einem aktuellen Artikel des Magazins «New Yorker» gibt es widersprüchliche Aussagen.

Bild

screenshot: newyorker.com

Fakt sei: Bill Gates zählte auf die Dienste von Jeffrey Epstein, um einem Forschungsinstitut am Massachusetts Institute for Technology (MIT) eine Geldspende zu machen.

«This is a $2M gift from Bill Gates directed by Jeffrey Epstein.»

E-Mail des zurückgetreten Direktors des MIT-Forschungsinstituts Media Lab

FILE - In this April 3, 2017 file photo, students walk past the

Blick auf den MIT-Campus in Cambridge. Bild: AP

Bill Gates sei schon letzten Monat Teil der öffentlichen Diskussionen rund um den Epstein-Skandal geworden, schreibt das Online-Medium Fast Company. Dies, als publik wurde, dass sich der Microsoft-Gründer 2013, fünf Jahre nach Epsteins Verurteilung (wegen einer minderjährigen Prostituierten), mit Epstein getroffen hatte.

Gates' Name tauchte auch in den Flugprotokollen für Epsteins Privatflugzeug auf, das als Lolita Express bezeichnet wurde. Als Reaktion auf diese Geschichten liess ein Sprecher der Bill and Melinda Gates Foundation gegenüber dem Boulevard-Medium «Daily Mail» verlauten, dass Gates keine finanzielle oder philanthropische Verbindung zu Epstein habe.

Es scheine, die neusten Enthüllungen im «New Yorker» würden der früher gemachten Aussage des Sprechers der Gates-Stiftung widersprechen, hält Fast Company fest.

Hat Gates die Vermittlungsdienste von Epstein genutzt oder nicht? Der Microsoft-Gründer, der mit seinen Milliarden viel Gutes erreicht hat, täte gut daran, Transparenz zu schaffen. Epstein lässt ihn auch nach dessen Tod nicht los.

Die Tech-Unternehmerin Mary Lou Jepsen, die mit MIT-Forschungsgeldern gearbeitet hatte, stellt in einem aktuellen Meinungsbeitrag die Herkunft von Geldspenden grundsätzlich infrage, trägt aber nicht zur Klärung bei:

Ich bezweifle sehr, dass 2 Millionen Dollar von der Gates Foundation stammen. [...] Von wem war es? Woher hat Jeffrey Epstein sein Geld? Wie tief und weit geht das? Wie viel schmutziges Geld wurde auf diese Weise im Media Lab, am MIT und anderen Institutionen versteckt?

quelle: medium.com

Der Fall habe eine Debatte ausgelöst über die ethischen Fallstricke der Gelder, mit denen sich die amerikanische Wissenschaft finanziere, schreibt der «Tages-Anzeiger». Einige Empfänger hätten sich schon distanziert. Andere, wie die Havard University, wollten sich nicht dazu äussern.

Die Eliteuniversität MIT hatte eigentlich versprochen, keine Spenden mehr von Epstein anzunehmen. Doch Joichi Ito, der Leiter des Media Labs, erhielt dennoch finanzielle Unterstützung und trat nun von seinem Posten zurück.

«Epsteins Spendengelder wirken wie radioaktiver Müll in den Haushalten der Institute und Institutionen. Und die Liste der Empfänger ist lang.»

Tages-Anzeiger

Der 66-jährige Epstein beging am 11. August in einer Gefängniszelle in Manhattan Suizid, während er auf den Beginn seines Prozesses wartete. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, Dutzende minderjährige Frauen missbraucht zu haben. Der Investor habe zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut, hiess es in der Anklageschrift. Ihm drohten bis zu 45 Jahre.

(dsc)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jungleböy 09.09.2019 23:12
    Highlight Highlight Würde mich null überraschen.
    • Filzstift 10.09.2019 06:41
      Highlight Highlight Was denn?
  • swisskiss 09.09.2019 22:00
    Highlight Highlight Wie plakativ. Weil Epstein auf der Verpackung steht, muss selbstverständlich auch der Inhalt böse sein. War Michael Jackson ein schlechter Sänger? O.J. ein schlechter Footballspieler?

    Wenn man schon die Finanzierung von Universitäten durch Private und Firmen thematisieren will, sollte man die Geldflüsse der Wall Street an Oekonomiebereiche von Unis anschauen, das Sponsoring von Professuren und Lehrstühlen, den Arbeiten dieser bezahlter Wissenschaftler und die Auswirkungen auf Gesetzgebung im Vorfeld der letzten Finanzkrise. DAS ist Thema!
  • Domino 09.09.2019 21:49
    Highlight Highlight Bis dann jemand bemerkt, dass sich viele Missbrauchsopfer oder deren Geschwister an einer Eliteuni bewarben...
  • Triple A 09.09.2019 21:42
    Highlight Highlight Ja, ein bekanntes Phänomen: Berühmtheiten denken sie seien „untouchable“ und sie seien die „Master of the universe“! - Bis sie auf dem Boden der Realität landen.
  • Basti Spiesser 09.09.2019 19:52
    Highlight Highlight Schaut euch mal die Drohnenvideos von Epsteins Insel an, Rusty Shackleford auf Youtube.
    • DonChaote 09.09.2019 23:20
      Highlight Highlight Was genau sollen wir dort ihrer meinung nach erkennen ausser ein paar gebäude auf einer hübschen insel?
    • Basti Spiesser 10.09.2019 10:17
      Highlight Highlight Mittlerweile läuft da wieder einiges. Bauarbeiter, Privatleute, Poolreiniger.
  • Basti Spiesser 09.09.2019 19:50
    Highlight Highlight Natürlich... kann nicht sein was nicht sein darf. Wann genau werden eigentlich all die Anwesen Epsteins untersucht?
    • D(r)ummer 10.09.2019 07:53
      Highlight Highlight Zwei oder drei Tage nach seinem Tod war das FBI auf seiner Insel.

      (Ein, naja, eher spezieller Mitarbeiter von mir, meinte, dass sie Knochen im Meer gefunden haben... ich fand nichts dazu im Internet, auch nicht auf der FBI-Seite)
  • Magd 09.09.2019 18:54
    Highlight Highlight Wie muss man das jetzt verstehen? Floss das Geld von Bill nur bis zu Epstein? Floss das ans MIT und die schämen sich dafür?`Gab es eine Gegenleistung? Benutzte Gates die DIenste von Epstein um grosse Beträge in Mädchen zu investieren, indem nur ein Teil weiter floss?

    Sind doch alles nur Spekulationen - aber generiert gute Klicks, so ein Titel.
  • bokl 09.09.2019 18:51
    Highlight Highlight Zeigt gut warum das amerikanische Steuererleichterungen für Spenden nicht funktioniert. Die Institutionen werden so extrem abhängig von ihren Spendern.
  • Bäsi Trullalla 09.09.2019 18:42
    Highlight Highlight Der heilige Bill gründet ja auch ganz viele Kinderheime für die Waisen von Bauern, die sich wegen Verknechtung und Verschuldung mit Monsanto umgebracht haben, in welcher Bill im Verwaltungsrat sitzt...
    • Sauäschnörrli 09.09.2019 21:30
      Highlight Highlight 1. Monsanto ist Geschichte, also hiesse es „in welcher Bill im Verwaltungsrat sass..“
      2. auch dann würde es nicht stimmen. Es gibt personelle Überschneidungen in Gates Stiftung und Monsanto. Diese heissen jedoch nicht Bill Gates.
  • Todesstern 09.09.2019 18:30
    Highlight Highlight Das könnte sich um die Spitze eines Eisbergs handeln. Wie das wohl weitergeht und tief man da wohl noch gräbt?
    • Basti Spiesser 09.09.2019 22:35
      Highlight Highlight Keine Angst, da will niemand graben...
  • _Michael 09.09.2019 18:00
    Highlight Highlight Ich finde den Titel der Story nicht gut gewählt. Es wird impliziert, dass Bill Gates bereits für schuldig befunden worden ist. De Facto handelt es sich hierbei jedoch „nur“ um einen Verdachtsfall. Passender wäre „Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?“.
    • @schurt3r 09.09.2019 22:04
      Highlight Highlight Berechtigter Einwand, danke.
      Habs geändert.
  • Denk nach 09.09.2019 17:57
    Highlight Highlight Ich kann dem Artikel nicht ganz folgen... Also Gates hat über Epstein Geld gespendet.... oder eben nicht. Das wieder spricht einer Aussage von ihm... oder eben nicht. Also wenn er gespendet hat, hat das dann einen Zusammenhang mit dem Lolita express? Wenn ja welchen? Und der Wiederspruch in der Aussage macht ihn dann schuldig für irgendwas?


    Mir fehlt der rote Faden...
    • My Senf 09.09.2019 19:34
      Highlight Highlight Hm
      Nimm den blauen.

      Gates Name taucht auf den Passagierlisten des Lolita Express auf
      Nein, das hat nichts direkt mit den Spenden zu tun.
      Die Frage ist jedoch erlaubt, was Saubermann Gates auf einem Epstein-Flug wollte, nachdem dieser als „Kinderschänder“ aktenkundig wurde?
      Ja Gates hat über Epstein gespendet und offenbar früher dazu (und über sein Verhältnis zu Epstein) andere Angaben gemacht.
    • Loeffel 09.09.2019 23:52
      Highlight Highlight Ich staune immer wieder, wie viele Leute Widerspruch mit „ie“ schreiben.
    • pamayer 10.09.2019 06:43
      Highlight Highlight Gates – Geld – Epstein.


      Und irgendwo Lolita.
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  • Basti Spiesser 09.09.2019 17:39
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