Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Netflix-Film «Cuties» in der Kritik: Was du dazu wissen musst



Netflix schockiert seine Zuschauer mit dem neuen französischen Film «Cuties». Dieser läuft seit dem 1. April in den französischen Kinos, auf Netflix soll er ab 9. September als Stream verfügbar werden. Doch dagegen wehren sich nun viele. Was es mit dem neuen Netflix-Film auf sich hat, erfährst du hier.

Worum geht es in «Cuties»?

Der französische Film (Original-Titel: «Mignonnes») handelt von der elfjährigen Amy. Sie stammt aus einer senegalesischen Immigranten-Familie und wohnt in einem ärmlichen Viertel von Paris. Bald schon ist Amy vom rebellischen Nachbarsmädchen Angelica fasziniert und will ihrer Tanzgruppe «Cuties» beitreten. Es folgt ein Kampf zwischen familiärer Tradition und modernem Tanz.

Warum wird «Cuties» so stark kritisiert?

Die Tanzgruppe «Cuties» widmet sich vorwiegend dem Tanzstil des Twerking. Für viele ist dieser Tanzstil viel zu lasziv für 11-Jährige. Obwohl der Film erst in einigen Kinos in Frankreich und am Sundance Film Festival im Januar gezeigt wurde, gaben bereits der Trailer und eine Plakatkampagne von Netflix genug Stoff für eine Kontroverse.

Der Trailer zu «Cuties»:

abspielen

Video: YouTube/Netflix

Das Plakat:

Was sagen die Kritiker?

Die Kritiker stört besonders die Sexualisierung von 11-jährigen Mädchen. Diese seien im Trailer und auf dem Plakat viel zu leicht bekleidet und würden sich in für ihr Alter unangemessenen Posen zeigen. So ruft unter anderem auch Ex-Pornosternchen Jenna Jameson auf Twitter zum Boykott des Netflix-Films auf.

Weitere Kritiker empfinden zudem die Geschichte als zu stereotypisch. Viele stören sich daran, dass sich Amy als muslimisches Mädchen nur dank einer weissen Kollegin und erotischem Tanz von den Zwängen eines traditionellen Islams loszusagen weiss.

Was sagt die Macherin von «Cuties»?

epa08186739 French director Maimouna Doucoure accepts the World Cinema Dramatic Directing Award for the movie 'Cuties' at the 2020 Sundance Film Festival awards night in Park City, Utah, USA, 01 February 2020. The festival ran from the 22 January to 02 February 2020.  EPA/GEORGE FREY

Maïmouna Doucouré gewann für «Cuties» am Sundance Film Festival den World Cinema Dramatic Directing Award. Bild: EPA

Die französische Filmemacherin und Kopf hinter dem Film – Maïmouna Doucouré – sagt in einem Interview mit cineuropa: «Es ist ein kompromissloses Porträt einer 11-Jährigen, die in eine Welt geworfen wurde, in der ihr von allen Seiten unterschiedliche Zwänge aufgebürdet werden.» Doucouré ging es dabei nicht darum, über die Mädchen zu urteilen, sondern sie zu zeigen, ihnen zuzuhören und sie zu verstehen.

In ihrer Recherche zum Film stiess Doucouré auf Instagram auf viele solche Mädchen. Das Problem sei dabei: «Heute gilt, je sexier, desto mehr wird eine Frau objektiviert und desto mehr Erfolg hat sie auf Social Media», so die Französin im Interview. Mit ihrem Film wolle sie genau eine Debatte darüber anstossen. Damit scheint sie Erfolg zu haben.

Wie geht es nun weiter mit dem Netflix-Film?

Netflix hat sich auf Twitter mittlerweile für das Poster entschuldigt. Der Release des Filmes ist aber trotz schlechter Bewertungen weiterhin für den 9. September geplant. Dann wird «Cuties» weltweit (ausser in Frankreich) als Stream verfügbar sein.

(leo)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die beliebtesten Filme und Serien von Netflix in der Schweiz

Barack und Michelle Obama produzieren bald Netflix-Shows

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emma Amour

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Bei der Geburtstagsparty eines Freundes treffe ich auf meinen Ex. Der ist nicht alleine da. An seinem Hals hängt Sarah. Sarah ist Anfang 20. Und Sarah kann ein Mini-Röckli nicht von einem Gürteli unterscheiden.

Es ist jetzt passiert. Ich bin hochoffiziell die Alte. Nicht nur die alte Freundin. Nein, die Alte. In Sachen Alter. Ich bin die alte Ex ihres Neuen. Diesen Satz kann Sarah von sich geben. Sarah ist Anfang 20. Und Sarah ist die neue Gespielin meines Ex-Freundes.

Abgesehen vom Geschlecht haben Sarah und ich wenig Gemeinsamkeiten. Meine Jugend ist geprägt von «Beverly Hills 90 210», den Spice Girls und Val Kilmer als Sexsymbol. Ihre dreht sich um «Pretty Little Liars», Justin Bieber und …

Artikel lesen
Link zum Artikel