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Jean-Pierre Gallati, Regierungsrat Kt. Aargau, auf dem Weg zu einem Austausch mit Bundesrat Alain Berset und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Montag, 7. September 2020 vor dem Bernerhof in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Regierungsrat Jean-Pierre Gallati ist als kantonaler Gesundheitsdirektor für das Aargauer Contact-Tracing verantwortlich. Bild: keystone

Kein Covidcode am Sonntag – beim Kanton Aargau ist noch immer der Wurm drin

Völlig ohne Symptome wird ein Familienvater aus dem Aargau positiv getestet. Dann will er möglichst schnell andere SwissCovid-User warnen – und erlebt eine unschöne Überraschung.



«Ich habe den ‹Chäfer›, ich bin positiv getest worden, obwohl ich keine Symptome hatte und auch nicht habe...»

watson-User Pius Müller*

Wo ist das Problem?

Am 26. August machte watson publik, dass im Kanton Aargau an Sonntagen keine Covidcodes ausgegeben werden.

Covidcodes – das sind die 12-stelligen Codes, die man zwingend benötigt, um andere SwissCovid-User anonym auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus hinzuweisen. Den Code sollte man möglichst schnell in der App eingeben, weil es gilt, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen.

Am 30. August versprach die zuständige Abteilung innerhalb der Aargauer Kantonsverwaltung Besserung:

«Bis anhin war der Bedarf an COVID-Codes nur mässig vorhanden und konnte mit der Herausgabe von Montag bis Samstag gut gedeckt werden. Zwischenzeitlich haben wir organisatorische Anpassungen vorgenommen, so dass die COVID-Codes täglich von Montag bis Sonntag vergeben werden können.»

Maria Gares, Stv. Leiterin Kommunikation, Departement für Gesundheit und Soziales, Kanton Aargau

Allerdings deckt sich diese Antwort des kantonalen Gesundheitsdepartementes nicht mit den Erfahrungen, die der watson-User Pius Müller* am Wochenende gemacht hat. Nachfolgend schildert der Corona-Infizierte, wie er über Tage vergeblich versuchte, einen Covidcode zu erhalten.

* Name geändert

Der aktuelle Fall

Pius Müller wird am vergangenen Freitag in einem Aargauer Regionalspital getestet und erhält am Samstagabend um 18 Uhr vom Labor das positive Testresultat.

Weil sich in den folgenden Stunden niemand vom Contact-Tracing-Team meldet, schreibt er am späteren Samstagabend (22.30 Uhr) ein E-Mail an die offiziellen Mailadressen: kantonsarzt@ag.ch sowie coronavirus@ag.ch. In dem Mail erkundigt er sich auch gleich nach dem Covidcode, denn als SwissCovid-User wolle er möglichst schnell per App warnen.

«Da sich niemand vom Kanton meldete, habe ich nachts bei der Covid-Hotline vom Bund angerufen, und nach einem Code für die Covid-App gefragt. Dies sei Sache des Kantons und ich müsse einfach warten...»

Erst am späteren Sonntagmorgen meldet sich das Contact-Tracing-Team telefonisch bei ihm und fragt nach Kontaktpersonen, die sich bei ihm angesteckt haben könnten. Allerdings will ihm die freundliche Mitarbeiterin auch auf Nachfragen hin keinen Covidcode geben. Man könne ihm leider keinen Code ausstellen, das sei «Chefsache», eröffnete man Pius Müller am Telefon und vertröstete ihn auf später.

Er nimmt es mit Humor. «Das ist ja wie bei der Luftwaffe», meint der Familienvater im Gespräch mit watson. Am Montagnachmittag, kurz vor 14 Uhr, hat er noch immer keinen Covidcode. Und auf die Corona-Hotline des Kantons könne er auch noch nicht anrufen. Dort gebe es «eine zweistündige Mittagspause. Da kommt nur das ‹Bändli›.»

Immerhin: Am Nachmittag, um 15 Uhr, erfolgt der ersehnte Rückruf. Ein Mitarbeiter teilt ihm den Covidcode mit. Seit Vorliegen des Testresultats sind 45 Stunden vergangen.

So lange wollte der Aargauer dann aber doch nicht mehr warten. Er habe schon am Sonntag bei WhatsApp eine sarkastische Statusmeldung veröffentlicht. So seien wenigstens auch die Bekannten und Freunde, die er nicht bereits am Vorabend kontaktiert hatte, zeitnah informiert worden.

Was sagt der Kanton?

Michel Hassler, Leiter Kommunikation, im Departement Gesundheit und Soziales, gibt Entwarnung:

«Wir konnten den Fall klären. Es ist zu einem internen Missverständnis gekommen, woraufhin der Code am Sonntag nicht herausgegeben wurde. Grundsätzlich werden Codes nach der erwähnten organisatorischen Anpassung von Montag bis Sonntag herausgegeben.»

Warum es schliesslich bis am Montagnachmittag dauerte bis zum Ausstellen des Codes ist nicht bekannt. Offenbar sind innerhalb der Kantonsverwaltung nur wenige Leute autorisiert, die entsprechende Software zu bedienen.

«Dass der Code nicht am Sonntag raus ist, ist bedauerlich und wird korrigiert. Diese Verspätung hätte nicht passieren sollen.»

Michel Hassler, Leiter Kommunikation, Departement Gesundheit und Soziales

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), als Herausgeberin der App, stellt den Kantonen eine Plattform für die sichere und schnelle Code-Generierung zur Verfügung. Die Kantonsärzte sollen die Covidcodes gemäss BAG dann erzeugen, wenn ein konkreter Corona-Fall vorliegt und die Person bestätigt habe, dass sie die SwissCovid App benutzt. Das Generieren der Codes kann auch an weitere autorisierte Personen delegiert werden, um Verzögerungen zu vermeiden.

Wie der Epidemiologe Marcel Salathé, einer der «Väter» der SwissCovid-App, immer wieder betont, kommt es beim digitalen Contact Tracing auf jede Stunde an. Leute stecken sich an, ohne in den folgenden Tagen etwas zu bemerken. Sie können aber unter Umständen hoch ansteckend sein und im schlimmsten Fall als sogenannte Superspreader das Virus verbreiten und Dutzende oder Hunderte infizieren.

Bild

Bisher hat der Kanton Aargau 123 Covidcodes ausgegeben, bei insgesamt 1035 Fällen (seit 2. Juli). screenshot: ag.ch

Pius Müller wurde wegen eines Verdachtsfalles in der Familie auf Corona getestet. Er befindet sich in Isolation und sagt, es seien keinerlei Krankheitssymptome aufgetreten.

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136Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Glow 15.09.2020 18:35
    Highlight Highlight Die Umsetzung der App ist einfach nur noch lächerlich! Bis mal alle Zeichen eines Codes per Rauchzeichen oder im besten Fall per Fax übermittelt werden sind mindestens 4 Tage vergangen!? Die Schweiz ist sich aber schon bewusst, dass wir mittlerweile im Jahr 2020 sind?
  • honesty_is_the_key 15.09.2020 18:32
    Highlight Highlight Wirklich sehr beängstigend, was hier passiert ist. Hoffentlich ist das ein Einzelfall. Falls nicht (was ich leider befürchte), kann ich absolut nicht nachvollziehen, wieso das so geschieht. Solche Risiken eingehen wegen einigen anscheinend unfähigen Bürokraten, das kann doch in einer solchen Krise nicht sein ? Das müsste doch besser gehen, mit dem Geld, den Mitteln, den Möglichkeiten etc. die in der Schweiz zur Verfügung stehen ? Falls die Vorwürfe stimmen, dann macht das Angst und enttäuscht sehr und wirft viele Fragen auf.
  • Truth Bot 15.09.2020 12:45
    Highlight Highlight Warum ist der Code nicht bereit, bevor man das Testergebnis telefonisch mitteilt? Dann muss man auch nicht ein zweites Mal anrufen. Effizienz verdoppelt. 🤷‍♂️
    • ands 15.09.2020 22:54
      Highlight Highlight Weil man dann täglich einige Hundert Codes für nichts generiert. Und schon ist die Effizienzsteigerung futsch...
  • Matti_St 15.09.2020 11:36
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum ein solcher Code nicht gleich mit dem Testresultat generiert und auf jeden Fall mitgegeben wird. Unabhängig ob der Patient die App nutzt oder nicht.
  • manhunt 15.09.2020 11:10
    Highlight Highlight Das entsprechende Beispiel zeigt doch einmal mehr, dass der Kantönligeist bei der Bewältigung einer überregionalen Krise absolut kontraproduktiv ist. Was die Massnahmen betrifft, gleicht die Schweiz einem Flickenteppich. Jeder Kanton wurstelt etwas vor sich hin. Es wäre nun am Bund, den absolut unfähigen Kantonsregierungen ihre Grenzen aufzuzeigen und weiterhin per Notrecht zu regieren. Auf andere Art und Weise lässt sich ein zweiter Lockdown offenbar nicht verhindern.
  • Now 15.09.2020 10:35
    Highlight Highlight Ich nehme einfach an, dass bei vielen Behörden die Bedrohung durch Corona als nicht so dramatisch eingeschätzt wird und entsprechend die Prioritäten gelegt werden.
  • Black Cat in a Sink 15.09.2020 10:02
    Highlight Highlight Die Frage sei erlaubt, ob die Parteizugehörigkeit der/des Kantonalen Gesundheitsdirektor‘In in einem kausalen Zusammenhang mit Auslieferung der benötigten Codes an den Wochenenden steht. Das wäre besonders im Aargau spannend zu untersuchen.
    • Doppelpass 15.09.2020 12:52
      Highlight Highlight "Chefsache" eben. Dass am Sonntag kein Dienst als nötig erachtet wurde, kann fast nur ein Direktionsentscheid gewesen sein.
    • sowhat 15.09.2020 13:02
      Highlight Highlight Ganz bestimmt ist das so.
  • The Rogue 15.09.2020 09:42
    Highlight Highlight Interessant wäre, ob dies Einzelfälle sind oder es durchs Band so läuft. Denke eher erstes... wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, diese sollte man verzeihen und nicht an die grosse Glocke hängen und damit das ganze Tracing infrage stellen.
    • Garp 15.09.2020 10:03
      Highlight Highlight Fehler müssen aufgezeigt werden, nur dann kann man sie in Zukunft verhindern, wenn man denn Willens ist.
    • sowhat 15.09.2020 13:02
      Highlight Highlight Nix Einzelfälle, ich hab von Freitag bis heute auf den Code gewartet. Und den hab ich auch nur gekriegt, weil ich etwas ungehalten nachgefragt hab.
    • sowhat 15.09.2020 20:21
      Highlight Highlight Update.
      Am späten Nachmittag wurde ich nochmal kontaktiert. Meine Kontakte die ich angegeben hatte wurden nun auch angerufen. Allerdings schon etwas locker. Keine Nachfrage, ob sie seit dem Zusammentreffen jemand anderen getroffen hatten od so. Und der eine Kontakt aus einem anderen Kanton hat nur zu hören gekriegt, ah Sie sind von da. Ja da ist der andere Kanton zuständig; er gibts dann weiter 🤦‍♀️

      Und die App hat jetzt gegen Abend reagiert, nachdem ich am Mittag den Code eingegeben hatte.

      Frage an Schurt3r: ist das Einstellungssache pro Handy? Oder ist dieser Zeitraum vorgesehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Terraner 15.09.2020 09:29
    Highlight Highlight Es könnte so einfach sein:

    Test-Resultat negativ = Per SMS informieren / fertig
    Test-Resultat positiv = Per Telefonanruf informieren und zugleich mindestens folgendes abarbeiten.
    1. Infizierte Person beruhigen und Gesundheitszustand abklären.
    2. Weiteres Verhalten besprechen (Isolation).
    3. Fragen ob die App verwendet wird und Code liefern.
    4. Infizierte Person soll alle ihr bekannte Kontakte direkt vorinformieren und falls App verwendet wird den Code eingeben.
    5. Termin für weiteres CT abmachen.

    So würden wenigstens die einfach zu ermittelnden Kontaktpersonen rasch informiert.
    • Garp 15.09.2020 10:06
      Highlight Highlight Klingt einfach ja, aber offenbar hapert es mit diesen Abläufen und zu wenig Leute können einen Code generieren.
    • Töfflifahrer 15.09.2020 10:20
      Highlight Highlight Einfach wäre es, wenn die Kantone da mitmachen würden. Aber die Aussage, das sei Chefsache, zeigt, dass da zu viele Königreiche existieren und die sich nicht dreinreden lassen.
    • WhyNotX? 15.09.2020 11:25
      Highlight Highlight Oder machts wie bei mir, keine Testergebnisinfo falls negativ. Chefin informiert mich am nächsten Morgen über das Ergebnis. Sie habe mit dem Arzt geredet. Ich rufe beim Arzt an, keine Auskunft wegen Datenschutz 👌 die Chefin müsse halt die Mitarbeiter planen, deswegen erhielt sie Auskunft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 15.09.2020 09:29
    Highlight Highlight Ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen. Die Schweiz macht sich grad zum Horst. Unfassbar, ein reiches Land schafft es nach 6 Monaten noch immer nicht, ein vernünftiges Contact Tracing und eine jederzeit erreichbare Hotline einzurichten. Auch scheint das Verschicken von Codes für die App ein bürokratischer Kraftakt sondergleichen zu sein! Anders kann man sich die Pomadigkeit der Behörden nicht erklären. Eine Horde dressierter Affen könnte das besser organisieren!
    • sowhat 15.09.2020 12:59
      Highlight Highlight Ja, es ist mittlerweile echt peinlich.
    • DerTaran 15.09.2020 23:25
      Highlight Highlight Im Herbst ist es dann nicht mehr peinlich, dann wird es tödlich.
  • Garp 15.09.2020 09:24
    Highlight Highlight So wie es aussieht, autorisieren Kantonsärzte zu wenig Mitarbeiter, die dann den Code ausgeben können.
    Es liegt in ihrer Verantwortung, dass immer genug Leute authorisiert sind, um den Code schnell, d.h rund um die Uhr, ausgeben zu können.

    Ich weiss nicht ob sie zu faul sind oder Angst um ihre Macht haben. 🤷🏻‍♀️
  • broccolino 15.09.2020 09:14
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe: Wäre es nicht möglich, zu JEDEM positiven Testresultat sogleich einen Covid-Code zu generieren? Dann hätte man halt 80% unnötige Codes, die nicht verwendet werden, aber diejenigen, welche die App nutzen, könnten ihren direkt eingeben, ohne dass noch auf eine "autorisierte" Person gewartet werden müsste.
    • Muntaniala 15.09.2020 11:20
      Highlight Highlight Kann mir vorstellen, wenn man jedem einen Code gibt, könnten diese vielleicht missbräuchlich genutzt werden. So schwer kann es doch nicht sein, jedem der einen Code will auch schnell einen zu geben.
  • Thomas Lüthi 15.09.2020 09:12
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe ist, warum wird der Code nicht gerade mit dem positiven Bescheid mitgegeben?
    Warum arbeitet man im Contact-Tracing nicht im Schichtbetrieb (24-7)?
    Wäre doch irgendwie wichtig...
    Ich hoffe, dass wir da in Zukunft effizienter werden. Es ist immer zu hoffen, dass dies ein Einzelfall ist.
    • Garp 15.09.2020 10:35
      Highlight Highlight Die Einzelfälle summieren sich. Kantone sind geizig, 24/7 teuer, selbst wenn das billiger kommt, als einen neuen Lockdown zu riskieren, beim Lockdown zahlt dann aber mehrheitlich der Bund.

      Es gibt z.T. offenbar zu wenig autorisierte Personen, die einen Code erstellen können.
    • sowhat 15.09.2020 12:56
      Highlight Highlight Genau, das "autorisierte" ist das Problem.
      Kosten könnten sich tief halten lassen, wenn man endlich die Freiwilligen einsetzen würde, die es in verschiedenen Organisationen gibt.
  • Garp 15.09.2020 09:01
    Highlight Highlight Denn sie wissen nicht, was sie tun. 🙈
  • 7immi 15.09.2020 08:59
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht, die Pandemie ist ja schliesslich neu. Man kann doch von Kantonsbehörden nicht erwarten, dass sie innert 6 Monaten selbstständig aufbauen können...
    *da wir hier auf watson sind: kann Spuren von Ironie enthalten*
    • Oberon 15.09.2020 17:20
      Highlight Highlight Jo, die 6 Monate sind für die Schweiz einfach nicht machbar. Ein Unternehmen wäre schon lange bankrott.
  • Der P 15.09.2020 08:57
    Highlight Highlight Wenn es bei einem Infizierten zu "Missverständnissen" kommt, steht sein Name, seine Adresse und sein Arbeitgeber in fetten Lettern im "Blick" und alle schreien "Busse von 10'000.-" und "Dummheit pur"...
    • Tschowanni 15.09.2020 09:21
      Highlight Highlight Als ob das jemals anders gewesen wäre.
  • Gubbe 15.09.2020 08:57
    Highlight Highlight Ich finde die Aussage, dass die Ausgabe des Covid-Code Chefsache sei, hinterwäldnerisch. Den PC bedienen kann also nur der Chef. Klar, sonst würde er vielleicht nicht mehr Chef genannt. Das wäre ja noch schöner, wenn er sein Wissen weitergeben würde. Das sind Strukturen wie vor 50 Jahren, die gilt es beizubehalten.
    • sowhat 15.09.2020 09:23
      Highlight Highlight Ja unbedingt, sonst würden wir ja im 2020 ankommen und das ist nun wirklich nicht im Sinne der Kantone 😡
    • Notabik 15.09.2020 09:32
      Highlight Highlight @ Gubbe

      Glauben Sie mir! Die Welt war vor 50 Jahren ein besserer und normalerer Ort zum Leben. Die Erde und die zwischenmenschlichen Beziehungen haben seither ziemlich abgegeben.
  • Pumpkinface 15.09.2020 08:46
    Highlight Highlight [ Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für den spannenden Hinweis! Bitte melde dich direkt bei Digital-Redaktor Daniel Schurter, per E-Mail oder Threema, die Threema-ID lautet ACYMFHZX ]
  • Druna 15.09.2020 08:41
    Highlight Highlight Wir sind am Lernen! Aber trotzdem, die Kantone sind so was von unprofessionell, es schreit zum Himmel. Folgender Fall: X steckt sich im Kanton A an, wohnt aber im Kanton B. Ratet mal, was jetzt passiert. Es dauert ganze vier Tage bis X vom Kantonsarzt eine Nachricht erhält und der Salathé redet von Stunden. Zum Glück ist dieses Zeugs nur mässig tödlich sonst wären wir am A.... .
    • Posersalami 15.09.2020 09:30
      Highlight Highlight Wie lange wollen sie denn noch "lernen"? Vermutlich brauchen wir 10 Jahre bei diesem Lern"tempo". Naja, beim übernächsten Mal haben wir dann vielleicht ein Handbuch, wo drinnen steht, wie man es machen könnte..
    • Töfflifahrer 15.09.2020 10:24
      Highlight Highlight Es geht nicht ums Lernen, es geht ums Nichtwollen!
      Ein 7x24 besetztes Tracing-Büro mit der Erlaubnis, Covid-Codes zu erstellen, wäre mal ein Anfang. Aber die Kantonsärzte wollen wohl einfach nicht.
    • sowhat 15.09.2020 12:52
      Highlight Highlight Töfflifahrer, genau da liegt der Hund begraben. Es geht um Machtabgabe und das wollen sie nicht. Und unser Gallati kriegt es nicht auf die Reihe, weil er schlicht nicht will. Denn er könnte es politisch sehr wohl durchsetzen, wenn er denn wollte.
  • Scaros_2 15.09.2020 08:31
    Highlight Highlight Es ist wirklich schwer zu begreifen als ITler, wie ein Prozess "Missverständnisse" auslösen kann, wenn die Logik so simpel ist.

    0 = keine Aktion
    1 = gib ihm den fuck code ASAP
    • ursus3000 15.09.2020 09:17
      Highlight Highlight Programmier mal eine SPS, dann weisst Du was Missverständnisse sind. Klar, kommt auch auf die Komplexität an.
    • Scaros_2 15.09.2020 10:01
      Highlight Highlight Ursus - wir reden hier nicht von Logik in Systemen, sondern von LOGIK in PROZESSEN bei denen MENSCHEN am Werk sind. Man merkt hier einfach, dass wir es mit Arbeitnehmern zu tun haben, die nicht wirtschaftlich orientiert denken, sondern nach klassischen Beamtenmethoden.
    • _andreas 15.09.2020 10:39
      Highlight Highlight Für was bitteschön braucht es dazu eine SPS? Oder meinst du das einfach im Allgemeinen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • leu84 15.09.2020 08:26
    Highlight Highlight Zum Glück verhält sich der Infizierte korrekt. Bei einem positiven Test, sollte es grundsätzlich einen automatischen Ablauf haben. Wenn aber das Schlüsselglied nicht funktioniert, dann nützt das sicherste System nichts.
  • Lupo Lupus 15.09.2020 08:24
    Highlight Highlight Wenn sich die Leute schon die Mühe machen, die App zu installieren, dann kann man zumindest erwarten, dass die Kantone ihre Arbeit machen. Jetzt aber Tempo.
    • sowhat 15.09.2020 09:28
      Highlight Highlight Ich habe eher den Eindruck von mutwilliger Verhinderung. Weil, wenn das gelingt, wird der Bund sich ja das nächste Mal wieder in der Kantone Hoheit einmischen. Langsam glaube ich, das hat System. 😡
      "Was interessiert uns die Gesundheit der Bevölkerung. Hier gehts um grössere politische Zusammenhänge."
    • Expat 15.09.2020 10:02
      Highlight Highlight Es macht den Anschein, dass es von Anfang an eine politische, nicht gesundheitliche oder wissenschaftliche Sache war. Oder warum bleibt in Österreich die Farbenwahl nach Vorschlag durch die Wissenschaftler der Politik vorbehalten? Warum wird Frankreich nur zögerlich – oder nicht – auf die Liste gesetzt, obwohl die Kriterien klar dafür sprechen? Warum nimmt Belgien den Kanton Tessin von der Liste, obwohl dieser klar ihren Richtlinien entspricht, nachdem die Tessiner Politik bei der Belgischen intervenierte?
      Gäbe weitere, aber werde bald als VTler verpfiffen, darum...
    • genauleser 15.09.2020 16:51
      Highlight Highlight Expat, du beschreibst stinknormale politische Prozesse - das macht dich noch nicht zum VTler.
      Erst, wenn du ein paar Zeilen später die Kurve zu Gates oder Soros nimmst...
  • Bert der Geologe 15.09.2020 08:13
    Highlight Highlight Es gibt den ärgerlichen kafkaesken Teil der Geschichte, der ja nicht wirklich erstaunt und leider dem Normalfall entsprechen dürfte. Daneben gibt es auch den Teil der Geschichte, dass ein Mann ohne Symptome, wahrscheinlich per Zufall, positiv getestet wurde. Dies bedeutet, dass es doch auch bei dieser Welle eine Dunkelziffer gibt, was doch auch ein bisschen hoffen lässt. Vielleicht züchten wir ja das Virus letztendlich in eine milde Richtung.
    • sowhat 15.09.2020 09:30
      Highlight Highlight Ja, ich gehe auch davon aus, dass das Virus weniger aggressiv ist. Die Auswirkungen sind bei mir relativ schwach... bis jetzt.
    • Garp 15.09.2020 11:07
      Highlight Highlight Es gibt noch keinerlei Hinweise, dass sich das Virus abgeschwächt hat, sowhat.
    • Bert der Geologe 15.09.2020 14:24
      Highlight Highlight @Garp: Hinweise schon, aber keine Beweise.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dwight_schrute 15.09.2020 08:13
    Highlight Highlight Wie geht das Zitat von Thorsten Dirks nochmals? "Wenn Sie einen Scheissprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiss digitalen Prozess."

    Zeigt sich leider wiedermal schön.
    • bokl 15.09.2020 09:05
      Highlight Highlight ... dann haben Sie einen digitalen Scheissprozess."

      Ansonsten korrekt :)
    • Posersalami 15.09.2020 09:32
      Highlight Highlight Ich habe so meine Zweifel, dass der Prozess schon digitalisiert ist. Im Tagi war heute zu lesen, dass immer noch viele Ärzte einen Fax schicken..

      Wäre es nicht so tragisch, wäre es verdammt lustig.
  • Marco Rohr 15.09.2020 08:01
    Highlight Highlight Mittagspause von 2 Stunden? Echt jetzt? Mitten in einer globalen Pandemie?

    Da fehlen mir die Worte.
    • sowhat 15.09.2020 09:32
      Highlight Highlight Die können von mir aus Mittagspause machen so lange sie wollen. Ist schon ok wenn sie sich regenerieren müssen. Aber DOCH NICHT ALLE GLEICHZEITIG!
    • Wiesler 15.09.2020 12:14
      Highlight Highlight sowhat
      😁 schrei es raus, hoffentlich hört dich jemand beim Zeiten-einteilen.👍
    • sowhat 15.09.2020 20:52
      Highlight Highlight Ich musste schreien, Wiesler. Es ärgert mich, wie man so dämlich organisieren kann. Jeder Laden kann das. Die müssen ja über Mittag offen sein. Warum kriegen die das hin.
  • Gopfidam 15.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Gaaaanz viel Spass im Herbst. Vier Tage auf den Covid-Code zu warten IST fahrlässig. Sorry Schurter, aber hier gibt es nichts mehr schönzureden. Das Contact Tracing ist jetzt schon am Anschlag und die Herausgabe der Codes funktioniert immer noch nicht. Ich sehe schwarz für die Schweiz. Und ich glaube der Regierung nicht, dass sie sich vorbereitet hat dafür.
    • @schurt3r 15.09.2020 08:15
      Highlight Highlight Die Corona-Pandemie ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf, der noch länger dauern wird. Jetzt, wo Echinaforce doch kein Zaubermittel ist 🙈

      Wir alle machen Fehler – sollten aber unbedingt daraus lernen...
    • Gopfidam 15.09.2020 08:36
      Highlight Highlight Haha, der war gut. Ich meine den Spruch mit unbedingt daraus lernen.
    • Menü 1 mit Suppe 15.09.2020 08:41
      Highlight Highlight Du siehst schwarz für die Schweiz? Ich sehe seit längerer Zeit sehr wenige Hospitalisationen und Todesfälle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Terraner 15.09.2020 07:55
    Highlight Highlight Dass der Code nicht am Sonntag raus ist, ist bedauerlich und wird korrigiert.

    NICHTS KAPIERT, lieber Kanton AG.
    Bedauerlich ist, dass der Covid-Code nicht am Samstag raus ist. Positives Testresultat lag am Samstag 18:00 bereits vor. Da muss man sicher nicht bis am Sonntag warten, mit dem Contact-Tracing. Gerade Samstagabend sollten möglicherweise Infizierte nicht unters Volk.
  • Kolo 15.09.2020 07:54
    Highlight Highlight Da weiss ich ja auch ganz genau, wieso ich die App installiert habe. Ich dachte es gehe um genau diese zwei Tage....

    Und was hat die App, die so eingesetzt fast nichts mehr bringt, denn nun genau gekostet?
    • @schurt3r 15.09.2020 08:16
      Highlight Highlight Die SwissCovid-App ist tatsächlich ein Schnäppchen. Ein kleiner Millionenbetrag. Die Vorarbeit an den Eidgenössisch-Technischen Hochschulen wurde durch private Spendengelder finanziert.
    • sowhat 15.09.2020 12:46
      Highlight Highlight Da ist das Problem. Wenn der Bund und die Kantone hätten bezahlen müssen, gingen sie vielleicht anders damit um.
    • Kolo 15.09.2020 20:49
      Highlight Highlight Schurter, also wenn für dich das Entwickeln einer Smartphone-App (ohne wie du sagst die technischen Grundlagen für die Distanzmessung per BT) ein Schnäppchen ist, kann ich leider nicht mitgehen. Frag mal was die watson-App gekostet hat. Und sorry bei dem Budget, ist Prozess-Entwicklung echt zu machen. Rollout und Change management bei den Kantonen auch.
  • panaap 15.09.2020 07:47
    Highlight Highlight Aargau, the Swiss Florida.
    • Hugo Schweizer 15.09.2020 08:26
      Highlight Highlight Schön wär's :D
    • DemonCore 15.09.2020 09:07
      Highlight Highlight Den klau' ich.
  • Ein Schelm 15.09.2020 07:45
    Highlight Highlight Es scheint schon fast als ob einer oder mehrere entscheidungsberechtigte Personen keinerlei Interesse daran haben, dass die Situation besser wird.
  • Eggi 15.09.2020 07:25
    Highlight Highlight Wann macht Regierungsrat Gallati endlich seinen Job? Regieren! - Ist das so schwierig?
    Auch bei den Masken steht er auf der Bremse: Lieber auf den Gewerbeverband hören als die Bevölkerung schützen. Wenn der Aargau zum Hotspot wird, hat Herr Gallati das zu verantworten.
    • Baba 15.09.2020 07:43
      Highlight Highlight Aber SVP(!) 'RR' Gallati macht doch einen SOVIEL besseren Job, als die Grüne alt RR Susanne Hochuli, auf der er damals regelmässig herumgehackt und sie lautstark kritisiert hat... Das Problem ist, dass die Aargauer Hardcore SVP-Wähler auf beiden Augen blind sind, wenn es um ihre Parteiexponenten geht. Das Debakel Franziska Roth war das beste Beispiel dafür. Sein Versagen, bzw Nicht-Handeln in der Corona-Krise wird Gallati nichts anhaben 🥴

      Manchmal habe ich echt Mühe mit meinem Heimatkanton.
    • x4253 15.09.2020 12:44
      Highlight Highlight Gallati ist beschäftigt. Zum Beispiel mit dem Besuch von Podiumsdiskussionen von diesem Verein: https://www.lovb.ch

      Zitat aus den Zielen dieses Vereins:"Chemische Medikamente und Impfstoffe dürfen nicht angewendet werden"... Öhm ja.
  • Trommelnicht 15.09.2020 07:22
    Highlight Highlight Eine Bekannte hatte relativ engen Kontakt mit einer Person, die positiv getestet wurde. Das Ergebnis lag vor und es dauerte noch eine ganze Woche, bis sich die Zürcher Contact Tracer meldeten. Danach musste sie halt noch kurz vier Tage in Quarantäne. Zum Glück hatte die infizierte Person sie schon selbst informiert.
    • drüber Nachgedacht 15.09.2020 08:35
      Highlight Highlight Das es dauert, bis die Leute vom Contact Tracing alle kontaktieren können, welche mit einer infizierten Person in Kontakt war, kann man ja bei täglich mehreren tausend Personen, die informiert werden müssen, noch nachvollziehen.

      Aber dass die Covidcodes nicht gleich mit dem positiven Bescheid beim Infizierten landen ist einfach nur noch peinlich.
      Derjenige, der den Infizierten über seinen Befund informiert, muss die Kompetenz haben gleich einen Code zu generieren. Sonst ist in den Abläufen etwas falsch.
    • sowhat 15.09.2020 12:41
      Highlight Highlight 100% einverstanden, drüber nachgedacht.
      Genau da liegt das Problem. Sie betrachten es als Chefsache. Könnte ja Humbug damit betrieben werden.
      Aber, dass die jungen Contacttracer 10x fixer wären als die alten Bürohengste darf natürlich nicht sein.
  • sowhat 15.09.2020 07:06
    Highlight Highlight "Bis anhin war der Bedarf an COVID-Codes nur mässig vorhanden und konnte mit der Herausgabe von Montag bis Samstag gut gedeckt werden."

    Dieses Zitat zeigt, dass sie es tatsächlich nicht begriffen haben! Selbst wenn es nur 1 Code pro Tag gewesen wäre, dürfte es am WE keine Lücken geben. Es geht um Schnelligkeit, nicht darum, die Arbeitslast bewältigen zu können!
    • Doppelpass 15.09.2020 12:36
      Highlight Highlight Bringt es auf den Punkt!
  • Philboe 15.09.2020 07:05
    Highlight Highlight Föderalismus hat halt nicht nur Vorteile. Genau jetzt zeigen sich die Schwachstellen der kantonalen Wurstelei. Viel Verwaltung und wenig Ergebnis.
    • Foo Fighters 15.09.2020 09:01
      Highlight Highlight Genau meine Rede ... der Kantönligeist, vorallem in dieser Situation, geht mir eh auf den Geist :-)
    • sowhat 15.09.2020 12:37
      Highlight Highlight Mein Glaube an den Föderalismus leidet derzeit seeehr stark.
      Ich denke wir sollten hier tatsächlich Schritt für Schritt anpassen!
  • sowhat 15.09.2020 07:00
    Highlight Highlight 2/ ... selbst generieren könne, aber er wolle versuchen ihn zu bekommen. Seit da Funkstille. Weder wurden meine Kontakte, die ich angegeben hatte informiert, noch habe ich den Code bekommen. Ich hatte gestern mehrfach versucht anzurufen. Besetzt.
    Ach ja am späteren Nachmittag, nachdem ich schon 2x mit dem Contacttracer telefoniert hatte, kam auch der Anruf der Teststation.
    Natürlich habe ich am Samstag alle meine Kontakte selbst informiert. Wer allerdings unbekannteweise in meiner Nähe war, hat keine Chance davon zu wissen.
    Das was der Kanton Aargau da macht, ist mMn bewusste Sabotage der App.
    • Gopfidam 15.09.2020 08:00
      Highlight Highlight Nein, es ist einfach fahrlässig.
    • Garp 15.09.2020 10:09
      Highlight Highlight Übersteh es gut, sowhat 🤗
    • sowhat 15.09.2020 12:34
      Highlight Highlight Danke Garp, geht schon.

      Und jetzt hab ich den Code erhalten. Und zwa auf meine – zugegeben – etwas ungehaltene Nachfrage.
  • Plan B 15.09.2020 06:58
    Highlight Highlight Wäre ja so schwierig, direkt mit dem Resultat den Code mitzusenden.
    • Der P 15.09.2020 09:02
      Highlight Highlight He, das sind komplexe Supadupa-Computer, die den Code zuerst generieren müssen... Dann muss ihn noch jemand richtig abschreiben, übermitteln und eintippen... Das dauert meist Wochen!!! Nicht...
  • sowhat 15.09.2020 06:52
    Highlight Highlight 1/ Ich habe den Code immer noch nicht!
    Am Freitagvormittag getestet. Resultat habe ich trotz Nachfrage nicht bekommen können. Sie seien überlastet und hätten keine Zeit. Am Samstag nachmittag hat mich ein Contact Tracer aus Aarau angerufen, ich sei ja positiv und müsse nun zu Hause bleiben. Die Kontakte der letzten Tage solle ich per mail an conti@...senden. auf meine Nachfrage für den Code war der Junge Mann erstaunt, dass ich überhaupt die App hab. Er war nett und wollte versuchen den Code zu beschaffen. Als ich nochmal angerufen hab, um etwas zu fragen, erklärte er mir, dass er den nicht ...
    • n3rd 15.09.2020 08:37
      Highlight Highlight Datenaustausch unverschlüsselt per Mail? Ernsthaft?
    • sowhat 15.09.2020 12:35
      Highlight Highlight Yep!
    • n3rd 15.09.2020 15:53
      Highlight Highlight Da würde ich mich knallhart weigern und einen verschlüsselten Datenaustausch fordern.

      Oder jemand darf bei mir zu Hause die Liste abholen kommen.
  • Uroly 15.09.2020 06:50
    Highlight Highlight In meinem Gehirn kommt es auch immer wieder zu internen Missverständnissen.
    Leider akzeptiert mein Chef dies nicht als Ausrede.
  • JimKnopf666 15.09.2020 06:46
    Highlight Highlight Mein Test fand am Donnerstag Mittag statt, das regionale Testzentrum testet aber nur von Mo bis Do und nur eine Stunde pro Tag. Das Resultat wurde auf Fr bis 1800 versprochen. Ansonsten könne ich am Sa dann selbst im Labor anrufen...🤷🏼‍♂️🤦🏼‍♂️
    Mein Teamkollege machte den Test am Fr, wartete bis Mo um 1600 auf sein Resultat! So werden wir nicht Weltmeister...
  • June 15.09.2020 06:44
    Highlight Highlight Als ob die Kantone fähig wären dieser Pandemie seriös entgegenzuwirken. Ein halbes Jahr hatten sie Zeit, und doch ist das Tracking eher mittelmässig bis schlecht und bei vielen Testanfragen sind sie teilweise auch überfordert. Ich denke, die hatten irgendwo immer die Hoffnung, Corona verschwinde einfach, oder niemand fühlte sich verantwortlich. Aber ernsthaft bereit sind sie sicher nicht! Lasst das Militär die Sache schweizweit übernehmen. Bin nicht so ein Fan von der Armee, aber dann wäre sie sicher mal nützlich.
    • sowhat 15.09.2020 07:31
      Highlight Highlight Wenn schon wäre es eine Aufgabe für den Zivildienst. Wenn er denn nicht totorganisiert worden wäre.
    • June 15.09.2020 08:29
      Highlight Highlight Von mir aus kanns sogar die Pfadi machen, aber alles ist besser als die Bürozeiten, die Effizienz und die Bürokratie der Kantone.
    • idrisi 15.09.2020 08:36
      Highlight Highlight @sowhat: Der Zivilschutz ist die Organisation, die für den Schutz der Bevölkerung als Ergänzung zur Armee zuständig ist. Zivildienstleistende könnten den Kanton natürlich unterstützen, die Organisation dahinter ist aber eher wie ein Personalvermittler aufgebaut und hat keine operativen Einsatzorganisation. Soweit mein Stand als Zivi vor 20 Jahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meinung 15.09.2020 06:39
    Highlight Highlight Also wenn ich Positiv getestet würde, wäre meine erste Handlung klar. Ich würde umgehend meine direkten Konntakte persönlich Informieren, da gibt es nichts schnelleres. Bis Dato.
    • sowhat 15.09.2020 07:26
      Highlight Highlight Genau das hab ich gemacht. Sie wüssten es sonst immer noch nicht!
    • Posersalami 15.09.2020 09:37
      Highlight Highlight Das ist vermutlich auch das einzig vernünftige.

      Auf die Kantone kann man sich überhaupt nicht verlassen. Ich hoffe wirklich, dass das ernste Konsequenzen hat und schonungslos aufgearbeitet wird.
    • sowhat 15.09.2020 21:00
      Highlight Highlight Aufarbeiten? Abwählen!
  • BraZHi 15.09.2020 06:38
    Highlight Highlight Noch länger dauerts, wenn das Ergebnis über die Contact Tracing-Liste übermittelt wird. Nach 5 Tagen habe ich den Anruf erhalten - hab mich vorhin schon in Quarantäne begeben und mehrmals selber angerufen, doch die Koordination zwischen den Kantonen und allgemein im Contact Tracing ist katastrophal. Da müssen unbedingt Kapazitäten ausgebaut werden.
  • Merida 15.09.2020 06:34
    Highlight Highlight Wundert mich nicht wirklich...
    Die Verantwortlichen im Kt. AG haben während dem Lockdown auch keine Lagebulletins rausgegeben am Wochenende...
  • chrimark 15.09.2020 06:25
    Highlight Highlight "Er habe schon am Sonntag bei WhatsApp eine sarkastische Statusmeldung veröffentlicht. So seien wenigstens Bekannte und Freunde zeitnah informiert worden." Warum nicht schon am Samstag nachdem er das Resultat erhielt?
    Es sollte eigentlich selbstverantwortlichen sein, dass man seine Familie und Freunde schnellstmöglich informiert und nicht auf das Contact Tracing und den Code wartet. Wer weiss, ob diese die App überhaupt nutzen.
    Die erfolgreiche Eindämmung beginnt bei jedem einzelnen und nicht beim Kanton.
    • bebby 15.09.2020 07:20
      Highlight Highlight Ob Samstag oder Sonntag spielt auch keine grosse Rolle mehr. Wir sind heutzutage einfach etwas zu ungeduldig.
    • RandomNicknameGenerator 15.09.2020 07:25
      Highlight Highlight Weil er ein Recht auf Privatsphäre hat? Zudem kann ein Arbeitnehmer sich nicht selber in Quarantäne schicken, wenn er keine Symptome hat, aber ein Freund ein positives Resultat hat.
    • @schurt3r 15.09.2020 07:26
      Highlight Highlight Ja. Das hat der Mann getan, wie er mir im Gespräch geschildert hat. Alle persönlichen Kontakte (der vergangenen Tage) seien von ihm umgehend informiert worden.

      Ich habs im Artikel zwecks besserer Verständlichkeit umformuliert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donny Drumpf 15.09.2020 06:25
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz... Man bringts also nicht fertig, dass eine Nationale Taskforce rund um die Uhr Codes rausgibt wegen unserem wunderbaren Föderalismus. Die Kantone machens nicht weil zu teuer, lieber laufen wir in einen 2. Lockdown, der viiiel mehr Geld vernichtet als die paar Nasen, die Codes verteilen würden...
    • Posersalami 15.09.2020 09:39
      Highlight Highlight Bei den aktuellen Fallzahlen würde vermutlich eine einzige Person in einem Büro in Bern reichen um die Codes zu generieren und zu verschicken.. aber hey, das können wir unmöglich bezahlen! Weil mit Wochenende wären das schon zwei Nasen!
  • HPOfficejet3650 15.09.2020 06:07
    Highlight Highlight Wir hatten einen Coronafall in unserer WG und zwischen dem Ergebnis und dem Covid Code vergingen vier (!) Tage. Manchmal frage ich mich ja wirklich, wie überstrukturiert unsere Schweiz ist. Nur dumm, dass das Corona nicht interessiert und in den vier Tagen bestimmt einige hätten gewarnt werden können.🤷‍♂️
    • RoViVo 15.09.2020 07:19
      Highlight Highlight Wie kommt man auf den Usernamen HPOfficejet3650? 🤔🙃

Kommentar

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