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Die «Swiss PT-App»: Das sei noch nicht der offizielle Name, sagt das Bundesamt für Gesundheit. screenshots: dp-3t

Der Bund lässt die Hosen runter: So genau ist die Schweizer Tracing-App wirklich

Die Schweizer Corona-Warn-App lässt noch auf sich warten. Dafür hat der Bund ein umfangreiches FAQ veröffentlicht, das viele spannende Informationen enthält.



Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Mittwoch ein umfangreiches FAQ zur Proximity-Tracing-App veröffentlicht. Darin werden Fragen zum Persönlichkeitsschutz beantwortet, aber auch die genaue Funktionsweise erklärt. Zudem hat der Kommunikationschef des BAG, einen ganzen Fragenkatalog von watson (Redaktor und User) beantwortet. Nachfolgend findest du die wichtigsten neuen Fakten.

Bitte beachten: Im Folgenden sind Fragen, die nur die Pilotphase betreffen, mit einem roten Punkt markiert. Fragen, die sich auf die anschliessende Lancierungsphase beziehen (sofern das Parlament grünes Licht gibt), sind mit einem grünen Punkt gekennzeichnet.

Falls deine Frage tatsächlich noch nicht beantwortet wurde vom Bundesamt für Gesundheit (siehe auch Quellen), dann lass es uns via Kommentarfunktion wissen.

Wann bringt die Tracing-App etwas? 🟢

Das BAG betont, dass die App das herkömmliche Contact Tracing der Kantone ergänzen und mithelfen könne, die Kontakte von Neuinfizierten zu eruieren.

Je mehr Menschen die App nutzen, desto höher seien «die Wirksamkeit und die Wahrscheinlichkeit, dass relevante Kontakte erkannt und gemeldet werden können».

«Gemäss einer Studie aus Oxford sollten 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung bei den Quarantäne-Massnahmen innerhalb der Eindämmungsphase mitmachen, damit die Epidemie eingedämmt werden kann.»

quelle: faq

Wie ist die Verbindung zum Contact Tracing der Kantone? 🟢

Wenn die Tracing-App den Usern einen Warnhinweis anzeigt, dann gibts damit noch keinen Kontakt zum klassischen Contact Tracing der kantonalen Gesundheitsbehörden. Der Kontakt passiert laut BAG erst, wenn der normale medizinische Behandlungsweg beschritten wird. Der behandelnde Arzt stellt dann den Kontakt zum Kanton her.

«Wenn eine Person positiv getestet wird, wird das Testergebnis entsprechend der Meldepflicht gemäss Epidemiegesetz gemeldet. Dies ermöglicht es der für die Kontaktsuche zuständigen kantonalen ärztlichen Stelle, die Person anzurufen, um sicherzustellen, dass sie isoliert ist, und ihre engen Kontakte aufzulisten.»

Der kantonale Dienst kann bei der Kontaktaufnahme nachfragen, ob man die App genutzt hat in den vergangenen Tagen. Bejaht man dies und willigt ein, andere App-User anonym zu warnen, erhält man vom kantonalen Dienst einen sogenannten «Covidcode». Das ist ein Zahlencode, den man dann (freiwillig) in der App eingeben kann, um andere Smartphone-User auf eine mögliche Infektion hinzuweisen.

Der Covidcode wird auf einem speziell gesicherten Server der Bundesverwaltung generiert. Die Zugriffsrechte seien den getesteten Personen vorbehalten, hält das BAG fest.

Werden App-Daten zur Überwachung der Krankheit verwendet? 🟢

Laut BAG werden «einige wenige anonyme Daten» zu Statistikzwecken verwendet:

Wo sind die Server? 🟢

Die Server befinden sich laut BAG «in den Datencentern der Schweizerischen Eidgenossenschaft und werden von der Bundesverwaltung in der Schweiz gehosted».

Im Hinblick auf die geplante grenzüberschreitende Funktionsweise der nationalen Corona-Warn-Apps heisst es:

«Die Liste mit den anonymen Schlüsseln der infizierten Personen kann jedoch an Dritte weitergegeben werden, welche diese zum Abruf durch die anderen Benutzerinnen und Benutzer zur Verfügung stellen.»

Wie genau misst die App? 🔴

Laut BAG-Angaben müssen App-User mit ihren Smartphones «für kurze Zeit weniger als etwa zwei Meter Abstand voneinander entfernt sein». Über Bluetooth (Low Energy) würden aber nur verschlüsselte IDs, sogenannte Prüfsummen, zwischen den Mobilgeräten ausgetauscht.

«Diese Abstandsmessungen via Bluetooth werden in den Test- und Pilotphasen fortlaufend weiter kalibriert, damit die Genauigkeit verbessert werden kann. Durch die von Google und Apple in Aussicht gestellten API kann die Genauigkeit der Messung weiter erhöht werden.»

Wie wichtig ist der Faktor Zeit bei «Kontakten» mit Infizierten? 🟢

Damit überhaupt ein Warnhinweis per App angezeigt wird, muss man sich über eine vorbestimmte Zeit in räumlicher Nähe zu einer infizierten Person befunden haben.

«Erst wenn man sich innerhalb eines Tages über insgesamt fünfzehn Minuten in weniger als zwei Meter Abstand von infizierten Personen aufgehalten hat, ist der Verdacht auf eine mögliche Ansteckung genug gross und die Personen werden informiert.»

Was ist der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne? 🟢

Der Schweizer Epidemiologe Marcel Salathé, einer der Gründer des DP-3T-Konsortiums, erklärt, dass es sich bei beiden um wichtige Massnahmen zur Covid-19-Bekämpfung handelt.

«Isolation und Quarantäne sind zwar ähnlich, aber nicht identisch. Isolation ist für Infizierte (sie haben es sicher); Quarantäne für Exponierte (sie haben es vielleicht)»

quelle: twitter

Kann ich die App testen? 🔴

Nein, vermutlich nicht. Das ist für die allermeisten Leute in der Schweiz nicht möglich. Es sei denn, du bist Armeeangehöriger, Hochschulforscher oder arbeitest im Spital.

Siehe unten: Wie läuft die Testphase ab?

Wer wird per App alarmiert? 🟢

«Wer mindestens 15 Minuten und in einem Abstand unter zwei Meter mit positiv getesteten Personen Kontakt hatte, erhält eine Benachrichtigung, falls dieses Kontaktereignis in der infektiösen Phase war.»

quelle: faq

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So sieht die Android-Version aus. screenshot: dp-3t

Merkt die App, wenn es eine Plexisglas-Wand hat? 🟢

Nein. Eine Schutzwand zwischen zwei Smartphone-Usern wird nicht erkannt.

«Wände können die Übertragung des Bluetooth-Signals bis zu einem gewissen Grad blockieren, so dass nur sehr wenige Fehlalarme in diesem Kontext auftreten sollten. Allerdings können Plexiglasscheiben, wie sie z. B. in der Gastronomie zunehmend eingesetzt werden, nicht erkannt werden. Ebenso wenig kann das Mobiltelefon registrieren, ob die Personen Masken tragen.»

Ist die Corona-Warn-App barrierefrei? 🟢

Noch nicht.

Bei der geplanten Lancierung (im Juni) soll die App laut BAG auf einem Stand sein, «bei der sie von Menschen mit visuellen Einschränkungen grundsätzlich bedienbar ist».

Bei den «weiteren Personen und Organisationen», die laut Medienmitteilung des Bundesrates in der Testphase einbezogen werden, handle es sich «insbesondere um Interessengruppen, um die Barrierefreiheit sicherzustellen».

Wie wirkt sich die App auf den Akku aus? 🔴

Das ist noch nicht bekannt.

Das BAG schreibt, die Schweizer Corona-Warn-App sei «so energiesparend wie möglich umgesetzt».

«Da Bluetooth Low Energy immer aktiv ist, wird der Stromverbrauch leicht erhöht. Die neuen technischen Schnittstellen von Apple und Google sollen den Energieverbrauch für Proximity-Tracing-Apps aber senken. Dafür müssen die Mobiltelefone auf die neusten Betriebssysteme upgedatet werden.»

Kann man Bluetooth-Ohrstöpsel nutzen? 🟢

Ja, das soll laut BAG gehen. Die Nutzung von Bluetooth für die Verbindung mit Kopfhörern etc. werde auch mit aktivierter Proximity-Tracing-App weiterhin möglich sein.

Kann man Bluetooth nur für die App nutzen? 🟢

Nein, es ist laut BAG nicht möglich, quasi «unsichtbar» für Dritte (und damit perfekt geschützt vor allfälligen Hackerangriffen und Bespitzelungen) durch die Stadt zu gehen.

«Ist Bluetooth auf dem Mobiltelefon aktiviert, nutzen alle installierten Apps, für welche die Bluetooth-Funktion freigeschaltet ist, diese Funktechnik.»

Lässt sich die App deaktivieren? 🟢

Man kann die Tracing-Funktion (in der iPhone- und Android-App) vorübergehend deaktiveren.

Da die Corona-Warn-App allerdings nur funktioniere, wenn das Tracing aktiviert ist, empfiehlt das BAG, die Funktion nicht zu deaktivieren und das Smartphone bei sich zur tragen, wenn man das Zuhause verlässt und möglicherweise in Kontakt kommt mit infizierten Personen.

Die App lässt sich aber auch jederzeit löschen.

Was kostet die App und wer bezahlt? 🟢

Für die Nutzer ist die App gratis.

Die endgültigen Entwicklungskosten können laut BAG noch nicht beziffert werden. Die anfänglichen Kosten (für die Konzeption und das Prototyping) würden durch Forschungsgelder der EPFL/ETHZ getragen. Die Weiterentwicklung und der Betrieb werden durch den Bund finanziert.

Update: Die IT-Firma Ubique Innovation in Zürich erhält vom Bund 1,8 Millionen Franken, um die Schweizer Corona-Warn-App fertigzustellen. Mit dem Geld würden laut BAG «die Anpassung der App an den Bundesstandard, die Weiterentwicklung sowie Wartung und Unterstützung finanziert».

Was tun, wenn die App zwar warnt, man aber keine Symptome hat? 🟢

Solange man keine Symptome habe, seien eine medizinische Abklärung oder ein Labortest nicht notwendig, schreibt das Bundesamt für Gesundheit im FAQ für App-User.

Betroffenen wird geraten:

Man solle weiterhin die geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen und den Coronavirus-Check machen, sobald Covid-19-Symptome auftreten. Daraufhin erhalte man dann eine der Situation angepasste Empfehlung.

Was tun, wenn man sich krank fühlt? 🟢

Siehe oben: Coronavirus-Check.

Kann man sich nach einem Warnhinweis umgehend testen lassen? 🟢

Nein, das ist laut BAG nicht vorgesehen. Weder in der Pilotphase, noch nach der offiziellen App-Lancierung.

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Den Covidcode erhalten App-User, die an Covid-19 erkrankt sind und andere User warnen möchten. screenshot: dp-36

Was bringt die App, wenn man sich nicht testen lassen kann? 🟢

Dazu argumentiert das BAG:

«Die App hilft, Ihnen zu zeigen, dass Sie sich einem Risiko ausgesetzt haben. Sie können dadurch während den kommenden Tagen auf Symptome achten und diese auch besser einordnen. Zudem können Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihr Umfeld schützen, indem Sie in den zehn Tagen nach der Begegnung unnötige Kontakte vermeiden.»

quelle: faq

Darf man weiter arbeiten nach einem «Alarm»? 🟢

Ja.

Wenn per App ein Warnhinweis eingeht, dass man möglicherweise in engerem Kontakt mit einer infizierten Person war, dann erfolgen alle weiteren Schritte freiwillig.

Der Arbeitgeber muss nicht informiert werden.

«In der Regel ist niemand verpflichtet, den Arbeitgeber über einen Kontakt mit einer infizierten Person zu informieren. Sollte man sich aber aufgrund der Abklärungen in freiwillige Quarantäne begeben, wäre der Arbeitgeber selbstverständlich zu benachrichtigen.»

quelle: faq

Wie löst man über die App einen Alarm aus, weil man sich infiziert hat? 🟢

Dazu heisst es im FAQ:

«Sie können der App eine Infektion nur dann mitteilen, wenn Ihre Erkrankung nach einem Test im Labor bestätigt wurde. Sie erhalten dann vom kantonsärztlichen Dienst, der Sie anrufen wird, einen Code, den Sie in der App freiwillig eingeben können. Wenn Sie vom kantonsärztlichen Dienst kontaktiert werden, sagen Sie, dass Sie die ‹Swiss PT-App› haben.»

Wie intensiv und häufig wird das BAG während der Testphase kommunizieren? 🔴

Das sei noch nicht entschieden, teilt das BAG mit.

Wird in der Testphase die ganze Funktionalität getestet? 🔴

Auch wenn das BAG die entsprechende Medienanfrage nicht mit einem klaren Ja beantwortet, sieht es so aus.

Getestet werden demnach:

«Die mobile App sowie die weiteren Komponenten, die für die Funktion des Proximity-Tracing-Systems benötigt werden (Backend, Codeverwaltung).»

Besteht nach einem Alarm ein Anrecht auf Lohnfortzahlung? 🟢

Nein. Das BAG empfiehlt eine freiwillige Quarantäne, «sofern möglich». Ein Anrecht auf Lohnfortzahlung sei in diesem Fall «aktuell nicht gegeben», heisst es im FAQ. Und:

«Wer sich freiwillig in Quarantäne begibt, weil er von der App über einen Kontakt mit einer infizierten Person gewarnt wurde, soll sich beim Arzt oder der BAG-Infoline über das weitere Vorgehen informieren.»

Wann hat man Anrecht auf Lohnfortzahlung? 🟢

Hierzu nennt das FAQ zwei Möglichkeiten:

Die Lohnfortzahlung ist gewährleistet, wenn die Isolation vom Arzt (Arztzeugnis) oder durch die kantonalen Behörden angeordnet worden ist. Im Falle der Quarantäne beim klassischen Contact Tracing ist hierzu eine Anordnung der kantonalen Behörden notwendig.

Wie läuft die Testphase ab? 🔴

Der Bundesrat teilte am Mittwoch mit:

«Die App wird voraussichtlich ab nächster Woche von Mitarbeitenden der Eidgenössisch Technischen Hochschulen in Lausanne und Zürich, von Armeeangehörigen und Mitarbeitenden von Spitälern sowie der eidgenössischen und kantonalen Verwaltungen getestet. Die App wird zudem weiteren Personen und Organisationen zur Verfügung gestellt, damit diese allfällige technische Mängel sowie Probleme in der Benutzbarkeit aufdecken können.»

quelle: admin.ch

Wie gross ist die Gruppe der App-Tester? 🔴

Das kann oder will das BAG noch nicht verraten.

«Eine abschliessende Zahl können wir jetzt noch nicht nennen. Die Teilnehmerzahl ist durch technische Bedingungen begrenzt.»

Wie weit ist die Implementierung der Apple-Google-Schnittstellen fortgeschritten? 🔴

Dazu teilt der BAG-Kommunikationschef mit:

«Die Arbeiten zur Integration laufen. Um eine neue Version der App zu veröffentlichen, wird ein offizieller Release von Apple respektive Google benötigt, was noch nicht geschehen ist.»

Laut früherer Vorankündigung der beiden US-Techkonzerne soll die Software «Mitte Mai» veröffentlicht werden.

Warum brauchts bei der Android-App Zugriff auf den Standort? 🟢

Das ist ein Problem, das Google als Herausgeberin der Betriebssystem-Software Android kreiert hat: Die Freigabe von Bluetooth ist an die Freigabe des Standorts gekoppelt.

Damit die Schweizer Corona-Warn-App funktioniert und Zugriff auf Bluetooth hat, müssen Android-User auf ihrem Smartphone also die GPS-Ortung freigeben.

Das BAG versichert:

«Die App greift zu keinem Zeitpunkt auf Ihren Standort per Satellitenortung zu.»

Android-Entwickler Google tut gut daran, die fragwürdige Koppelung der Funktionen möglichst rasch aufzuheben.

Lautet die offizielle Bezeichnung für die App «Swiss PT-App»? 🟢

Nein.

Dazu schreibt Gregor Lüthy:

«Dies ist die Bezeichnung während des Pilots, noch nicht der definitive Name der App.»

Kann man die App selbst kompilieren und ausprobieren? 🔴

Ja, das sei «mit entsprechenden technischen Kenntnissen möglich», teilt das BAG auf Anfrage mit.

Gibt es bereits einen rechtlichen Rahmen für die App? 🔴

Ja.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Mai 2020 für die Pilotphase eine befristete Verordnung verabschiedet.

Sie trägt den sperrigen Titel «Verordnung über den Pilotversuch mit dem ‘Swiss Proximity-Tracing-System' zur Benachrichtigung von Personen, die potenziell dem Coronavirus (Covid-19) ausgesetzt waren».

Sie stützt sich auf das Datenschutzgesetz und regelt die Organisation, den Betrieb, die bearbeiteten Daten sowie die Nutzung der Proximity-Tracing-App für die Dauer der Pilotphase.

Und sie ist bis am 30. Juni 2020 befristet.

Gelten die Angaben zur Pilotphase auch nachher? 🟢

Nein, es kann noch Änderungen geben.

«Im Hinblick auf das landesweite Rollout der Proximity-Tracing-App bereitet der Bundesrat eine Gesetzesänderung vor. Diese kann zur Folge haben, dass sich einzelne Regelungen ändern.»

Kann man die Apple Watch fürs Tracing nutzen? 🟢

Das geht nicht klar aus dem FAQ hervor. Möglich wäre es, was die technischen Anforderungen der App betrifft. Hingegen erfüllen laut BAG viele Fitnessbänder diese Anforderungen nicht.

Auf welchen Handys läuft die App? 🟢

Das BAG nennt folgende Voraussetzungen:

Können Grenzgänger die App nutzen? 🟢

Ja. Das ist laut BAG möglich bzw. sinnvoll.

In einem ersten Schritt sei die Schweizer Corona-Warn-App für das Schweizer Territorium gedacht. Für Grenzgänger und Personen, die sich häufig in der Schweiz aufhalten, lohne es sich aber auf jeden Fall, die App runterzuladen und zu nutzen. Sie stehe grundsätzlich jedermann zur Verfügung.

Was ist, wenn man das Handy verliert? 🟢

Dann sind auch die auf dem Mobilgerät gespeicherten App-Daten («Kontakte») der vergangenen 21 Tage verloren und können nicht wiederhergestellt werden.

Wie lang sind Daten auf dem Handy? 🟢

21 Tage. Dann werden die sogenannten «Kontakt-Ereignisse» unwiderruflich gelöscht, wie das BAG betont.

Die Daten seien beim Verlust oder beim Kauf eines neuen Smartphones nicht wiederherstellbar. Auf einem neuen Gerät müsse die Corona-Warn-App neu installiert werden.

Müssen Test-User eine Geheimhalte-Vereinbarung unterzeichnen? 🔴

Nein. Die App-Tester sind an keine Geheimhaltungsklausel gebunden, wie das BAG auf Anfrage mitteilt.

Quellen

Alles über die Schweizer Corona-Warn-App

Warum versagen die Kantone bei der SwissCovid-App? Es gibt einen bösen Verdacht

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    Alle Leser-Kommentare
  • JP del Grano 15.05.2020 11:58
    Highlight Highlight Damit jede dieser länderspezifischen DP-3T-Apps auch in anderen Ländern voll funktionsfähig ist, wird es "irgendwann" (diesen Sommer?) einen sicheren datenschutzkonformen Datenaustausch zwischen den staatlichen Backend-Servern mit den Schlüsseln der positiv Getesteten geben.
    ABER: in ExposureNotification-FAQv1.1.pdf steht: "Google and Apple will disable the exposure notification System on a regional basis when it is no longer needed" Wenn jedes Land das unterschiedlich entscheidet wird die Interoperabilität jedoch unbrauchbar.
  • PeteZahad 15.05.2020 07:18
    Highlight Highlight «Die App greift zu keinem Zeitpunkt auf Ihren Standort per Satellitenortung zu.»
    Android und iOS verwenden nicht nur GPS zur Standortbestimmung. Mir wäre die Aussage ohne "per Satellitenortung" lieber. Vermute jetzt Mal einfach Unwissenheit hinter dieser Aussage.
  • JP del Grano 14.05.2020 21:04
    Highlight Highlight Am 10. April hat Google in "Company announcements" mitgeteilt:

    Second, in the coming months, Apple and Google will work to enable a broader Bluetooth-based contact tracing platform by building this functionality into the underlying platforms. This is a more robust solution than an API and would allow more individuals to participate, if they choose to opt in, as well as enable interaction with a broader ecosystem of apps and government health authorities.

    ALSO: Alle bis etwa Mitte Jahr (oder Herbst??) entwickelten Apps werden die verbesserte Plattform noch nicht nutzen können.
    • Ueli der Knecht 15.05.2020 10:04
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Rethinking 14.05.2020 18:26
    Highlight Highlight „Das BAG empfiehlt eine freiwillige Quarantäne, «sofern möglich». Ein Anrecht auf Lohnfortzahlung sei in diesem Fall «aktuell nicht gegeben»“

    Scherzkekse... Jeder der nicht Home Office machen kann, wird demnach sicher nicht in freiwillige Quarantäne gehen...
  • weite 14.05.2020 14:26
    Highlight Highlight GPS muss an sein. Werde die App nicht installieren, solange Android das nicht ändert, egal was das BAG verspricht. Diese Art Hintertüren zu schaffen hat mich schon öfters gehindert, Apps zu nutzen. Jetzt könnte man Druck machen, dass sie diese unnötige Verknüpfung endlich aufheben.
    • JP del Grano 14.05.2020 17:36
      Highlight Highlight Wird das erst dann so sein, wenn die DP-3T-Schnittstelle installiert ist? Bei mir nämlich (Android 8) kann ich Bluetooth aktivieren OHNE dass die Standortbestimmung sich auch einschaltet. Zumindest wird das als "off" angezeigt. Oder ist es "on" .... wird aber als "off" gezeigt????
    • aye 14.05.2020 18:59
      Highlight Highlight GPS muss NICHT an sein, damit die App funktioniert. Jedoch muss der App die Berechtigung zur Positionsbestimmung gegeben werden.

      Grund dafür ist, dass über einen Bluetooth-Scan unter Umständen die Position des Nutzers hergeleitet werden kann. Damit dies dem Benutzer beim Verwenden der App klar ist, macht Google die Bluetooth-Berechtigung von der Positions-Berechtigung abhängig - sodass der Nutzer die Zustimmung dazu geben muss.

      Könnte mir aber vorstellen, dass dieses "Problem" mit der neuen API gelöst wird.

      Das wird im Artikel leider nicht wirklich klar. @Dani: Vielleicht noch präzisieren?
    • Ueli der Knecht 15.05.2020 07:00
      Highlight Highlight @aye:
      Zumindest gemäss Konzept dürfte das Tracking mit dem neuen Exposition Notification nicht möglich sein. Ob dem wirklich so ist, wird sich zeigen.
      https://blog.google/documents/66/Overview_of_COVID-19_Contact_Tracing_Using_BLE_1.pdf
      "Bluetooth beacons and keys don’t reveal user identity or location

      "Bluetooth beacons and keys don’t reveal user identity or location"

      Was für mich bedeutet, dass das Beacon also auch keine identifizierbare Geräte-Id (BD_ADDR) enthält.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Terraner 14.05.2020 14:23
    Highlight Highlight Danke für die vielen neuen Infos. Nun ist mir 100% klar, die App brauche ich nicht. Ich schütze mich da lieber selbst, mit Abstand halten und Masken tragen und weiterhin Hände waschen.
    • Ueli der Knecht 14.05.2020 22:21
      Highlight Highlight Um dich selbst zu schützen, müsstest du nebst der FFP2-Maske auch noch eine Taucherbrille (oder ähnliches) tragen. Denn die Viren können auch über die Augen eindringen.
    • Satan Claws 15.05.2020 10:45
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht

      Chirurgische dreilagige Masken laden sich beim Tragen statisch auf und saugen Tröpfchen in ihrer Nähe an. Diese werden dann vom Gewebe absorbiert. Darum ist es relevant niemals an den Stoff zu fassen.

      Richtig verwendet sind diese Masken sehr sinnvoll.
  • Fandall 14.05.2020 13:37
    Highlight Highlight Hmm, also auch aus technischer Sicht nichts für Android User: wenn die stete Bluetooth-Funktion den Akku nicht leersaugt, dann sicher die GPS-Funktion 🤦‍♂️ (die dann auch noch Tracking-Gerüchte schürt).
    Auch ist leider der Bluetooth-Standard je nach Handyhersteller eher lasch umgesetzt, was die Funktion der App unterbinden könnte. Musste da schon schlechte Erfahrungen machen mit Bluetooth-Pulsmessern, die nur mit dem Tablet funktionierten, nicht aber mit dem Handy :-/
    • Christof1978 14.05.2020 15:02
      Highlight Highlight Sowohl GPS als auch Bluetooth ist bei mir tagein, tagaus aktiv - aber meinen Akku saugts nicht leer.
    • ChrisG 14.05.2020 15:33
      Highlight Highlight Warum sollte GPS aktiviert sein? Die App verwendet doch gar kein GPS, oder?
    • aye 14.05.2020 19:00
      Highlight Highlight GPS muss NICHT an sein, damit die App funktioniert. Jedoch muss der App die Berechtigung zur Positionsbestimmung gegeben werden.

      Grund dafür ist, dass über einen Bluetooth-Scan unter Umständen die Position des Nutzers hergeleitet werden kann. Damit dies dem Benutzer beim Verwenden der App klar ist, macht Google die Bluetooth-Berechtigung von der Positions-Berechtigung abhängig - sodass der Nutzer die Zustimmung dazu geben muss.

      Könnte mir aber vorstellen, dass dieses "Problem" mit der neuen API gelöst wird.

      Das wird im Artikel leider nicht wirklich klar. @Dani: Vielleicht noch präzisieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 14.05.2020 13:10
    Highlight Highlight Man wird das Problem des Blockierens und der Reflektionen nicht mit Algorithmen bewältigen können, da die App zu wenig Informationen sammeln kann und darf. Sie ist also wirklich ungenau bei der Hauptaufgabe, dem Messen der Distanz. Je mehr Leute herumstehen, umso ungenauer wird die Messung und genau das wäre der einzige Nutzen der App. Mehr dazu hier:

    https://crownstone.rocks/2020/05/06/bluetooth-for-proximity-detection

    Play Icon


    Bitte hört endlich auf, Geld und Zeit zu verschwenden.
    • Ueli der Knecht 14.05.2020 14:14
      Highlight Highlight Bin auch der Meinung, @Satan Claws.

      Die RSSI-Distanzmessungen sind sehr ungenau. Das haben die Entwickler vermutlich auch längst bemerkt. Sie kalibrieren die App nun einfach soweit runter, dass die maximale Anzahl Exponierter pro Infizierter im Schnitt nicht X (zB. 10) übersteigen wird. Ob die App dann überhaupt noch wirksam ist, steht in den Sternen. Das misst ja keiner.

      Im Bluetooth 5.1 wird zusätzlich ein Radiokompass benutzt (RDF=Radio Direction Finder) benutzt. Mit RDF ausgerüstete Geräte können mithilfe anderer RDF-Geräte die Distanzen exakter triangulieren. Das ist aber Zukunftsmusik.
    • Satan Claws 14.05.2020 14:40
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht

      Selbst mit Triangulation wird diese Messung nicht viel genauer, weil sich alle drei Punkte frei in der Fläche bewegen. Mindestens eine Distanz muss bekannt sein um die anderen anhand der Winkel zu bestimmen.
    • Sherlock.H 14.05.2020 16:52
      Highlight Highlight GPS ist allerdings auch nur im Freien und bei guter Sicht zum Himmel wesentlich genauer... Und sehr sehr akkulastig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sowhat 14.05.2020 12:46
    Highlight Highlight Super Arbeit, diese Zusammenstellung. Vielen Dank dafür 👍
    • sowhat 15.05.2020 18:10
      Highlight Highlight super, 54 Leute finden meinen Post doof, aber keiner äussert sich warum, echt?
  • Ueli der Knecht 14.05.2020 12:45
    Highlight Highlight "Kann man die App selbst kompilieren und ausprobieren? 🔴
    Ja, das sei «mit entsprechenden technischen Kenntnissen möglich», teilt das BAG auf Anfrage mit."

    Das wird mit der offiziellen Google/Apple-API nicht möglich sein.

    Zum Open-Source-Prinzip gehört übrigens auch die Freiheit, eine Quelle beliebig verändern, bzw. "verbessern" zu dürfen.

    Ich zweifle daran, dass dies mit dem bereitgestellten Open-Source-Code möglich sein wird. Selbst nicht mit den entsprechenden technischen Kenntnissen.

    Das BAG sollte auch die Berichte der Security-Audits und Penetrations-Testings öffentlich machen.
    • @schurt3r 14.05.2020 13:13
      Highlight Highlight Berechtigter Einwand 👍
    • -thomi- 14.05.2020 14:19
      Highlight Highlight Sehe jetzt nicht ein, wieso das nicht möglich sein sollte. XCode/Android Studio laden, kompilieren, fertig. Hab den Code noch nicht angeschaut, aber die Schnittstellen, die es braucht, sind recht einfach. Traue mir auf jeden Fall zu, das selber zu bauen. Ich frage mich nur wozu...
    • _stefan 14.05.2020 15:53
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht: Der gesamte DP-3T Code ist MPL 2 lizenziert (Mozilla Public License 2.0), also Open-Source.

      Es ist durchaus möglich und erlaubt, die gesamte Infrastruktur (Apps und Backend) zu verändern und unabhängig zu betreiben. Viel techn. Know-how ist dazu nicht nötig. In der Schweiz macht das wenig Sinn; die App könnte aber von Unternehmen und Drittstaaten angepasst und verwendet/verkauft werden.

      Deine Zweifel sind also unbegründet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oberon 14.05.2020 12:31
    Highlight Highlight Das heisst, wenn "wenige" oder "keine" diesen Code eingeben weiss die APP auch nicht das Leute mit dem Virus rum laufen.

    Leute die nachweislich den Virus haben und nicht ins Spital müssen, wäre ja in Quarantäne.
    Somit laufen diese Menschen auch nicht rum.

    Jetzt meine Frage, für was soll diese APP helfen? ;)


    • OfficerFuzzyface 14.05.2020 12:52
      Highlight Highlight Weiss nicht wie ernst gemeint deine Frage ist, aber ich erklärs dir gerne: Man ist im Schnitt zwei Tage ansteckend, ohne dass man etwas von der Krankheit merkt. Wenn man in dieser Zeit arbeiten geht, Freunde trifft oder mit anderen engen Kontakt hat, dann würde die App das registrieren. Dass man zu Hause bleibt, wenn man Symptome hat ist selbstverständlich und nicht die Aufgabe der App, sondern jedes einzelnen.
    • @schurt3r 14.05.2020 12:54
      Highlight Highlight Die App ist freiwillig, richtig. Wenn du den Covidcode nicht eingibst, wird niemand gewarnt. Korrekt. Wenn man den Covidcode eingibt, werden engere/längere «Smartphone-Kontakte» gewarnt und können sich (nach Beurteilung der eigenen Situation/Einholen von telefonischem Rat) entscheiden, ob sie sich testen lassen, in Quarantäne begeben oder gar nichts tun wollen.

      Was war nochmal deine Frage? :)
  • PhilippS 14.05.2020 12:28
    Highlight Highlight Kurzum:
    - Die App ist ungenau.
    - Bei einem Alarm kein Test ohne Symptome (Widerspruch zur kommunizierten erweiterten Teststrategie)
    - Wenn keine Symptome dann einfach weitermachen.
    - Keine Lohnfortzahlung bei Selbst-Isolation.

    Ergo: Die Symptomlosen werden weiter nicht entdeckt!

    Die App sagt dir nur: Achte auf Symptome. Aha. Braucht man dafür wirklich eine App? Muss man ja sowieso, da nicht alle die App haben werden.

    Aber wohl niemand nimmt 10 Tage Ferien für eine Isolation.

    Sorry, aber was konkret ist nun besser/anders mit dieser App? So sehe ich absolut keinen.
    • @schurt3r 14.05.2020 12:58
      Highlight Highlight 1. Die App ist nicht «ungenau». Oder was verstehst du genau darunter? Wir wussten ja bereits, dass die App aufgrund ungefährer Nähe/Zeitspanne das Risiko einer Infektion abschätzt.

      Der Bund will verhindern, dass sich App-User in falscher Sicherheit wiegen.

      2. Bezüglich Teststrategie bin ich mit dir einverstanden: Das ist fragwürdig. So wird die Chance vertan, dass sich mehr Leute testen lassen.

      3. Es läuft darauf hinaus, dass man sich auf eigene Initiative testen lassen sollte, wenn man einen ernstzunehmenden Warnhinweis erhält (es wird ja das Datum des «Kontakts» verraten).
    • lilie 14.05.2020 13:25
      Highlight Highlight @PhilippS: Ich bin ja bekanntermassen nicht eine allzu grosse Freundin der App, aber selbst ich bin enttäuscht.

      Dass die App nicht 100% zuverlässig ist, weil sie Abstände und Situationen nicht einschätzen kann, ist ja klar.

      Aber wenn man gewarnt wird, sollte man doch mit einem Arzt zusammen eruieren können, wie wahrscheinlich eine Infektion ist. Das ist ja klar, dass ich bei einer langen Zugfahrt eher angesteckt werde als wenn ich das WE auf dem Balkon verbracht habe und mein Nachbar zufälligerweise positiv getestet wurde und 15 min auf dem Balkon war.
    • lilie 14.05.2020 13:31
      Highlight Highlight @PhilippS: Und sicher ist es wertvoll, wenn man nach einem möglichen Kontakt 10 Tage lang achtsamer ist. Aber es wär ja wirklich gescheiter, man würde getestet, so dass man Fälle schon im Voraus abfangen könnte anstatt erst, wenn sie Symptome haben.

      Denn das ist ja das Ziel des konventionellen Contact Tracings.

      Tja. Aber vielleicht wird die Philosophie ja noch angepasst. Sicher wollen sie am Anfang zu viele Alarme vermeiden, die ja dann einen Haufen Arbeit geben, aber wo ja noch nicht klar ist, ob sie tatsächlich zur Entdeckung von mehr Fällen führen.

      Warten wir ab...
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  • Dave1974 14.05.2020 12:22
    Highlight Highlight Man kann sich also nicht automatisch testen lassen - ok.

    Macht doch keinen Sinn, solange man nicht weiss, wie es mit dem Abstandhalten genau aussieht!? In manchen Ländern und Regionen z.B. wurde der einzuhaltende Abstand auf 1m gekürzt.
    Mit der App in Zusammenhang mit Tests hätte man doch genau darüber mehr in Erfahrung bringen können und auch bezüglich Asymptomatischen!?

    Sehe so keinen Mehrwert für irgendwas sondern eher einen Futtertrog für Verschwörungsfans und Hypochonder.

    Ich achte seit ich denken kann darauf, wie es mir so geht. Auch vor Corona und jetzt ganz sicher auch ohne App.
    • @schurt3r 14.05.2020 12:31
      Highlight Highlight Bin einverstanden, das war/ist auch mein erster Eindruck: Die Proximity-Tracing-App könnte eigentlich dafür genutzt werden, dass (freiwillig) mehr getestet wird. Danach sieht es nicht aus, wenn man die BAG-Vorgaben zur App anschaut...
  • Eggi 14.05.2020 12:02
    Highlight Highlight Danke für die ausführliche, aufschlussreiche Aufstellung. - Doofer Titel, gequält locker.
    • @schurt3r 14.05.2020 12:35
      Highlight Highlight Gern geschehen 🙏

      Und sorry wegen des unschönen Wortbildes, habe mich tatsächlich etwas gequält damit 😄
  • JP del Grano 14.05.2020 12:01
    Highlight Highlight «für kurze Zeit weniger als etwa zwei Meter Abstand voneinander entfernt sein»

    Präzisiert: Für mindestens 5 Minuten in einer Entfernung von durchschnittlich unter 2 Meter. Und das pro Tag pro Kontakt für mehr als 15 Minuten. ALSO: Jene, welche sich konsequent an die Abstandsregel halten (können) werden keine Warnmeldung erhalten - ausgenommen Fehlalarme. Hilfreich ist die App allenfalls für jene, welche sich sehr oft nicht an die Abstandsregeln halten können oder wollen.
    • Terraner 14.05.2020 14:49
      Highlight Highlight Nur werden Leute, die sich nicht an Abstandregeln halten wollen, sicher auch keine App installieren. Diese glauben ja eh, das Virus ist harmlos. Die, die sich nicht an Abstandsregeln halten können, sollten sowieso eine Maske tragen. Den Nutzen dieser App stelle ich wirklich sehr in Frage.
  • Scaros_2 14.05.2020 11:55
    Highlight Highlight Und wie sieht das Fazit des Autors aus hinsichtlich diesem "Hose runter?"
    • @schurt3r 14.05.2020 12:40
      Highlight Highlight Hmm...

      Eigentlich wollte ich auch gleich einen «Kommentar des Digital-Redaktors» dazu zu stellen. Habe dann aber entschieden, das Ganze etwas absacken zu lassen :) Eine Einschätzung folgt.

      Erster Eindruck: Der Bund vergibt die Chance, mehr Leute zum Testen zu motivieren. Was die Wirksamkeit/Zuverlässigkeit betrifft, bin ich wirklich sehr gespannt auf die Praxistests, wenn Apple und Google ihre Software geliefert haben.
    • Ueli der Knecht 14.05.2020 13:02
      Highlight Highlight "Was die Wirksamkeit/Zuverlässigkeit betrifft, bin ich wirklich sehr gespannt auf die Praxistests"

      Gibt es denn überhaupt irgendwo ein Testszenario, um die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit (beides im epidemiologischen Sinne) zu messen, @schurt3r. Wenn ja, wo?

      Mir scheint mehr, dass die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit einfach vorausgesetzt wird, weshalb das (meines Erachtens grobfahrlässig) gar nicht erst überprüft werden soll. Es ist einfach so.

      Praxistest in Ehren. Aber ohne eine Idee, was und wie man konkret testen will, ist das alles nur Kindergarten. Spielzeug für Kinder.
    • @schurt3r 14.05.2020 13:16
      Highlight Highlight Ueli, ich schätze deine kritischen Einwendungen und sachlich begründeten Zweifel. «Kindergarten»-Polemik ist hingegen nicht angebracht. Dafür ist mir die Covid-19-Problematik zu ernst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JP del Grano 14.05.2020 11:54
    Highlight Highlight Wird die Betriebssystem-Erweiterung DP-3T von Google und Apple demnächst (wann?) ausgerollt nur für jene, welche eine DP-3T-App installiert haben oder für alle? Ist es richtig, dass - wenn für alle - diese Erweiterung "pseudoanonymisierte" zu nahe und zu lang dauernde Kontakte auch dann auf dem Phone speichert, wenn keine dieser Apps installiert ist? Wer weiss dazu etwas?
    • Ueli der Knecht 14.05.2020 12:40
      Highlight Highlight Die API soll nur den staatlichen Gesundheitswesen bereitgestellt werden:

      https://covid19-static.cdn-apple.com/applications/covid19/current/static/contact-tracing/pdf/ExposureNotification-FAQv1.1.pdf
      "Only public health authorities will have access to this technology"

      Das Contact-Tracing funktoniert auch ohne App. Bei einer Exposition wird man dann aufgefordert, eine App zu installieren.

      "If a match is detected the user will be notified, and if the user has not already downloaded an official public health authority app they will be prompted to download an official app"
    • @schurt3r 14.05.2020 12:43
      Highlight Highlight Die Software für das Proximity-Tracing per Bluetooth Low Energy (BLE) landet über Updates (iOS 13.5 und Google Play Services Update) automatisch auf allen kompatiblen Smartphones.

      Wenn die neue System-Software installiert ist, passiert noch nichts. Es ist seitens User eine explizite Zustimmung erforderlich (Opt-in).
    • Sherlock.H 14.05.2020 16:57
      Highlight Highlight @@schurt3r: Das bedeutet also, dass kein Betriebssystemupdate des Herstellers notwendig ist, sondern nur der Google Play Services? Denn normalerweise lassen die Hersteller sich sehr viel Zeit mit Updates.
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