Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07927991 A woman uses the WhatsApp application on her cell phone in Beirut, Lebanon, 17 October 2019. Telecommunications Minister Mohamed Choucair confirmed that the Lebanese government will attempt to impose a fee of 0.20 cents a day for using WhatsApp calls and other internet calling applications. The plan would result in a monthly charge of $6 if the user makes a call every day on WhatsApp. The proposal would impose a fee of 0.20 Cents a day for any call made using VoIP (Voice over Internet Protocol). This protocol is used by many applications including WhatsApp, Facebook call, FaceTime and other applications the proposal immediately faced backlash on social media. Lebanon is already one of the most expensive mobile rates in the region and operates a telecoms monopoly with the only two service providers being Touch and Alfa. While both companies are owned by the state, touch is operated by Kuwaiti provider Zain, while Alfa is operated by Egypt-based Orascom Telecom Holdings.  EPA/WAEL HAMZEH

Bild: EPA

Übler Scherz in WhatsApp-Gruppen führt zu massenhaften Konten-Sperrungen

Im Internet häufen sich Beschwerden von Nutzern, deren WhatsApp-Konten ohne deren Zutun geschlossen wurden. Sie alle waren offenbar Mitglied in Gruppen, die WhatsApp nach einer Namensänderung als illegal einstuft. Die Betroffenen sind machtlos.



Ein Artikel von

T-Online

Mehrere WhatsApp-Nutzer sind offenbar Opfer eines üblen Scherzes geworden und haben deshalb ihren Zugang zu dem Messenger komplett verloren. Das berichtet der auf WhatsApp-Themen spezialisierte Blog WABetaInfo und beruft sich auf mehrere Berichte in Online-Foren und den sozialen Medien.

Demnach werden derzeit offenbar massenhaft Nutzer ausgesperrt, weil sie Mitglied in einer Gruppe mit einem «verdächtigen» Namen waren. Die betroffenen Nutzer berichten übereinstimmend, dass ihr WhatsApp-Konto gesperrt wurde, nachdem kurz zuvor der Gruppenname geändert worden war. Der neue Name enthielt Begriffe, die einen illegalen Zweck der Gruppe suggerierten. WhatsApp wertet dies als schweren Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen und sperrt die Konten der Mitglieder.

In allen Fällen handelte es sich um grössere Chatgruppen mit mehr als 100 Mitgliedern, die nach der Namensänderung alle ausnahmslos ihr WhatsApp-Konto verloren. Dies geschieht offenbar ganz automatisch und lässt sich nicht rückgängig machen. Auch eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es nicht. Der einzige Ausweg für die Betroffenen wäre eine neue Telefonnummer.

Laut WABetaInfo deutet alles darauf hin, dass WhatsApp einen Algorithmus nutzt, der WhatsApp-Gruppennamen nach bestimmten Begriffen durchsucht. Aus der Sicht der Facebook-Tochter handelt es sich um eine notwendige Massnahme zur Verbrechensbekämpfung. So soll verhindert werden, dass der Dienst zum Austauschen von illegalen Inhalten wie zum Beispiel Kinderpornografie missbraucht wird.

Da die über den Messenger verschickten Nachrichten verschlüsselt sind, hat WhatsApp zwar keinen Einblick in die Gruppen-Chats. Stattdessen verlässt sich das Unternehmen auf die öffentlichen Gruppennamen, die einen Hinweis darauf geben können, ob innerhalb der Gruppe Verbrechen geplant und begangen werden sollen. Die entsprechenden Gruppen werden geschlossen und die Mitglieder vom Dienst ausgesperrt.

Diesen Mechanismus machen sich nun offenbar einige Mitglieder zunutze, um ihren Freunden einen fiesen Streich zu spielen oder um eine Gruppe in die Zwangsschliessung zu drängen. Um zu verhindern, dass die eigene Gruppe einer solchen Masche zum Opfer fällt, sollten die Einstellungen so gewählt werden, dass nur der Administrator den Gruppennamen ändern kann.

(str/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

WhatsApp – das musst du wissen

Wie eine App die ganze Branche umkrempelte

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hardy18 10.11.2019 00:32
    Highlight Highlight Na ja, wenn wir ehrlich sind, ist es eigentlich ein Segen 😏
  • ridega 08.11.2019 14:01
    Highlight Highlight Sehr gut. Am besten sollte Facebook gleich allen schreiben, dass sie einfach auf Telegram wechseln sollen.
  • saukaibli 08.11.2019 13:11
    Highlight Highlight Ach nein, jetzt wollte ich doch grad die Gruppe "Kokaindealer-Club Zürich" eröffnen. Aber da ich nun weiss, dass Whatsapp mich dann sperrt, habe ich null Möglichkeiten, etwas Illegales über Whatsapp zu organisieren. Sehr schlau, dieses Whatsapp/Facebook!!! So verhindert man zuverlässig, dass die Plattform missbraucht wird, da gibt es absolut keine Möglichkeit das auszutricksen. Momoll!
  • Pana 08.11.2019 13:10
    Highlight Highlight Also bei uns in Telegram ist das kein Problem.

    Mitglied der Gruppe "Death to America"
    • ridega 08.11.2019 14:07
      Highlight Highlight was sollen all die Blitze?
      Telegram ist doch super :)
  • ConcernedCitizen 08.11.2019 13:05
    Highlight Highlight Ernsthafte Frage: Kann ich in whatsapp überhaupt verhindern, dass ich ohne Bestätigung in irgendwelche Gruppen hinzugefügt werde?
  • Unicron 08.11.2019 12:55
    Highlight Highlight Das ist in etwa so sinnvoll wie die Frage am Flughafen:

    Sind sie ein Terrorist?

    [ ] Ja
    [ ] Nein
    [ ] Vielleicht
    • chandler 08.11.2019 13:17
      Highlight Highlight Das fragt ja der Ami wenn du das ESTA machst ;)
  • Ueli der Knecht 08.11.2019 11:25
    Highlight Highlight "Da die über den Messenger verschickten Nachrichten verschlüsselt sind, hat WhatsApp zwar keinen Einblick in die Gruppen-Chats. "

    Immer wieder die gleiche Mär. Eine plumpe Lüge.

    Es stimmt schlicht nicht, dass Whatsapp/Facebook keinen Einblick in die Gruppen-Chats hat. Wahtsapp/Facebook kennt alle privaten Schlüssel, und ausserdem tippt man alle Nachrichten unverschlüsselt in eine App, die von Whatsapp/Facebook stammt.

    "Facebook confirms it scans your conversations in its Messenger app"
    https://www.businessinsider.com/facebook-confirms-scans-messenger-app-texts-photos-2018-4
    • Mimimimi 08.11.2019 13:14
      Highlight Highlight 1. facebook messenger ist nicht das gleiche wie whatsapp
      2. bzgl eintippen hast du recht. Aber so gesehen ist auch threema nicht sicher. Die firma könnte ja zb vom ndb betrieben werden, wir haben keine möglichkeit das zu verifizieren.
  • Matrixx 08.11.2019 11:14
    Highlight Highlight Super Algorithmus!
    Und, wirkt der wirklich wie geplant? Nehmen Leute, die etwas Illegales über Whatsapp planen wirklich einen eindeutigen Namen?
    • rüpelpilzchen 08.11.2019 11:33
      Highlight Highlight ja. Und Überwachungskameras sind hilfreich!
    • Baccaralette 08.11.2019 11:36
      Highlight Highlight Klar dänk! Wie auch die Terroristen überall ihre Koräne (haha) rumliegen lassen, wenn sie Flugzeuge in Hochhäuser steuern!
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 08.11.2019 11:56
      Highlight Highlight Lass uns doch mal in der Whatsapp-Gruppe namens "DDOS gegen Facebook Organisationskommittee" darüber weiterdiskutieren.
    Weitere Antworten anzeigen

Analyse

Facebook schluckt Giphy – warum das nicht nur für GIF-Fans eine Katastrophe ist

Mark Zuckerberg verfolgt seine Datenkraken-Strategie weiter, die sich schon vor der WhatsApp-Übernahme bewährt hat.

Facebook hat Giphy gekauft. Oder anders ausgedrückt: Datenkrake schluckt äusserst populäre GIF-Plattform. Wie es dazu kam und was die Folgen sind, verrät dieser Beitrag.

Am vergangenen Freitag, 15. Mai, verbreitete sich wie ein Lauffeuer die Nachricht, dass Facebook Giphy übernimmt, den populären Anbieter animierter Bilder. Die Plattform für kurze Clips soll in Facebooks Fotodienst Instagram integriert werden, aber auch weiterhin für Drittanwendungen (von anderen Unternehmen) verfügbar bleiben.

Den …

Artikel lesen
Link zum Artikel