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Der Streit zwischen den «Fortnite»-Entwicklern und Apple spitzt sich zu



Die Auseinandersetzung zwischen den «Fortnite»-Machern und Apple geht inzwischen weit über das populäre Online-Spiel hinaus und könnte die Gewichte in der Spielebranche verschieben. In den Konflikt hineingezogen wurde nun auch die Grafik-Technologie der Entwicklerfirma Epic Games, die von diversen anderen Apps genutzt wird.

epa07746751 A person dressed as a Fortnite character dances with children and adults during the final of the Solo competition at the 2019 Fortnite World Cup at Flushing Meadows Arthur Ashe stadium in Queens, New York, USA, 28 July 2019.  EPA/JASON SZENES

Um «Fortnite» ist in den USA eine eigene Branche entstanden, Weltmeisterschaften inklusive. Bild: EPA

Epic beantragte am Montag (Ortszeit) eine einstweilige Verfügung, um zu verhindern, dass Apple der Firma zum Monatsende den Zugang zu seinem Entwicklerprogramm kündigt. Damit werde Epic die Möglichkeit verlieren, seine Grafik-Technologie Unreal Engine weiter für den Einsatz auf iPhones und iPads anzupassen, argumentierte die Firma.

Dauert der Streit länger an, könnten App-Entwickler statt Unreal zu nutzen auf Konkurrenz-Produkte wie die Grafik-Software des Rivalen Unity umsteigen.

Apple hat am Montag in einer Stellungnahme signalisiert, nicht auf die Druckversuche zu reagieren.

«Wir werden für Epic keine Ausnahme machen, weil wir es nicht für richtig halten, ihre Geschäftsinteressen vor die Richtlinien zu stellen, die unsere Kunden schützen.»

Apple quelle: theverge.com

Es geht um viel Geld

Der Streit entbrannte ursprünglich um die Verteilung der Einnahmen bei In-App-Käufen auf iPhones und iPads. Apple nimmt von Anbietern eine Abgabe von 30 Prozent bei Käufen innerhalb von Apps auf seinen iPhones und iPads. Das gilt seit der Einführung des App Stores 2008. Bis auf wenige Ausnahmen müssen Inhalte in Apps über Apples System laufen.

Epic bot vergangene Woche die Möglichkeit an, virtuelle Artikel in «Fornite» günstiger bei der Spielefirma selbst zu kaufen – und die App wurde von Apple prompt von der Plattform verbannt. Epic hatte umgehend eine 60-seitige Klage parat.

Apple teilte am Montag mit, der Konzern werde keine Ausnahme für Epic machen. Man würde die Firma zwar gern als Teilnehmer des Entwicklerprogramms behalten. Aber: «Das Problem, das Epic für sich selbst geschaffen hat, kann leicht aus der Welt geräumt werden, wenn sie ein Update ihrer App einreichen, das wieder den Richtlinien entspricht, denen sie zugestimmt haben und die für alle Entwickler gelten.»

Epic platzierte den alternativen Kaufweg auch in der Android-App, flog daraufhin aus Googles Download-Plattform Play Store und verklagte den Internet-Konzern ebenfalls. Auf Android-Smartphones können Apps allerdings auch aus anderen Quellen geladen werden.

(dsc/sda/awp/dpa)

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