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Humanitäre Piloteninitative, Fabio Zgraggen, Samuel Hochstrasser, Sea-Watch, Seenotrettung, Malta, Libyen, Flüchtlinge, Gummiboote, Kleinflugzeug,

Flüchtlinge bei Malta. Bild: zvg/hpi

Wegen Krieg und Klimawandel: Weltweit flüchten so viele wie seit 70 Jahren nicht mehr



Die Zahl der Flüchtlinge ist nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit auf einen Rekordwert von 70 Millionen gestiegen. Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg habe es so viele Menschen gegeben, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung geflohen seien, teilte die Uno-Flüchtlingshilfe anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe (19. August) mit.

Die Fluchtursachen reichten von Krieg und Verfolgung bis hin zu den Folgen des Klimawandels.

Auch die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit schlägt Alarm: 2018 seien 12'000 Kinder getötet oder verwundet, Tausende entführt und als Kindersoldaten rekrutiert sowie Hunderttausende schwerst traumatisiert worden, teilte die Organisation am Sonntag mit. Auch dies sei ein Rekordwert. Die meisten Kinder seien in Afghanistan (3062), Syrien (1854) und Jemen (1698) getötet oder verwundet worden.

«Die Dunkelziffer dürfte viel höher sein», sagte Teresa Ngigi, Chefpsychologin der SOS-Kinderdörfer. «Trotz 20-jähriger Erfahrung als Psychiaterin in Kriegs- und Krisengebieten zählt das, was Kinder in Syrien an Gewalt und Gräueltaten miterleben müssen, zum Schlimmsten, was ich bislang gesehen und gehört habe», so Ngigi.

Tausende Helfer weltweit setzten sich für Betroffene ein – und riskierten dabei oft ihr eigenes Leben, berichtete die Uno-Flüchtlingshilfe. Der Welttag der humanitären Hilfe ist all denen gewidmet, die weltweit Menschen in Not helfen.

Allein für das Flüchtlingshilfswerk UNHCR seien mehr als 16'000 Menschen in 134 Ländern im Einsatz, 90 Prozent von ihnen in Krisengebieten und in direktem Kontakt mit Geflüchteten. (kün/sda/dpa)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 19.08.2019 10:06
    Highlight Highlight Ich möchte an dieser Stelle den Scheinwerfer auf das hochgradig kriminelle Verhalten Multinationaler Konzerne in den Ländern des Südens richten, die ihre unverschämten Profite steigern, indem sie die einheimische Bevölkerung, Indigenen und Kleinbauern-Familien, enteignen, vertreiben, verdrängen und ihre immer spärlicheren Lebensgrundlagen zerstören und vergiften!
    Die Konzerne stehlen sich pseudo-raffiniert aus ihrer Verantwortung, indem sie in dürren Communiquées jeweils verlauten lassen, dass sie sich an die regionalen Gesetze (aufgestellt von korrupten Diktaturen) halten würden...
    • rodolofo 19.08.2019 14:44
      Highlight Highlight Und dann müssen wir den Scheinwerfer auch noch rüber schwenken zu "Otto Normalverbraucher", dessen liebstes Hobby die Pfennigfuchserei ist und der sich mit diesem Volkssport auch bestens integriert in seiner lokalen Gartenzwerg-Umgebung.
      Otto Normalverbraucher kauft immer das Billigste, weil er dann meint, als schlauer Fuchs zu profitieren! Ausserdem wählt er die grossen Pfennigfuchser der AfD/SVP-Fraktion in die Regierung, die ebenfalls auf Kosten anderer Regionen und Länder profitieren wollen und Internationale Vereinbarungen und Qualitätsstandards verhindern und unterlaufen...

    • rodolofo 19.08.2019 14:50
      Highlight Highlight ...
      Und dann richten wir den Scheinwerfer noch auf die afrikanischen- und südamerikanischen Pfennigfuchser, die lieber das preisgünstige, EU-subventionierte Milchpulver aus der EU-Überschussproduktion kaufen, als die vollwertige Kuhmilch von lokalen Bauern.
      Eigentlich ist auf ALLEN Stufen der "Nahrungskette" das selbe Problem anzutreffen:
      Egoismus und (vermeintliches) Profitieren.
      Am Ende geht die GANZE Produktions- und Lieferkette "den Bach runter" und werden anstatt "Lebensmittel" und "Güter" immer mehr "Todesmittel" und "Schlechtmacher" produziert, gehandelt, konsumiert und verbraucht.
  • überflüssig 19.08.2019 07:27
    Highlight Highlight Die meisten Kinder seien in Afghanistan (3062), Syrien (1854) und Jemen (1698) getötet oder verwundet worden.

    von dort kommen ja auch unsere „wirtschaftsflüchtlinge“.
    zufälle gibts ...
  • Lukas Fierz 18.08.2019 19:54
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Basil Irniger 18.08.2019 18:31
    Highlight Highlight Natürlich muss mehr gegen die Fluchtursachen getan werden. Und dabei müssen wir uns auch bewusst sein, wie sich unser Lebensstiel auf Leute in ärmeren Ländern auswirkt. Unser Wohlstand trägt dazu bei das diese Länder sich nicht entwickeln können und durch die Zerstörung der Umwelt und den Klimawandel zerstören wir ihre Grundlagen für Entwicklung. Ich möchte nicht einfach alle Flüchtling in der Schweiz aufnehmen aber ich kann nicht verstehen wie man etwas gegen Flüchtlinge haben kann und dann nicht dazu bereit ist die Uhrsachen des Problems zu bekämpfen.
    • rodolofo 19.08.2019 10:18
      Highlight Highlight Ein aktuelles Beispiel dafür, wie pervers sich das globale Wirtschaftssystem weiterentwickelt, ist der Lithium-Abbau:
      Lithium wird für Batterien und Akkus gebraucht, ist also ein wichtiger Baustein der Elektro-Mobilität und der Speicherung von Elektrizität.
      Für diese angeblich "grüne " und "nachhaltige" Technologie, werden nun aber Menschen und Natur in den Abbaugebieten des Südens geopfert. Die Menschen MÜSSEN in der Folge abwandern, vom Land in die wuchernden Mega-Cities und vom Süden in den Norden...
      Play Icon
  • Zyniker haben es leichter 18.08.2019 17:45
    Highlight Highlight Wie viele flüchten denn vor den Folgen des Klimawandels? Woran wird das fest gemacht? Soll ich jetzt alle Armutsmigranten als Klimaflüchtlinge akzeptieren? Oder sprechen wir effektiv nur von paar Küsten-/Inselbewohnern, deren Heimat schon immer nicht beständig war?
    • Satan Claws 19.08.2019 00:55
      Highlight Highlight Etwa jeder zehnte Mensch lebt an der Küste. Ich denke auch nicht, dass es viele sind.... Oder so.
    • Zyniker haben es leichter 19.08.2019 06:46
      Highlight Highlight Und direkt hinter der Küste kommt meist viel nichts, das führt schlicht nicht zu vielen Flüchtlingen, Bevölkerungsreiche Gegenden werden zudem, wie heute schon viele, einfach unter dem Meeresspiegel leben. An der Küste leben bedeutet noch lange nicht, dass man flüchten muss.
    • überflüssig 19.08.2019 07:42
      Highlight Highlight @satan claws
      stürme und dürren sowie lebensmittel- und wasserknappheit infolge von klimatischen veränderungen sind neben steigenden meeresspiegeln die schon sichtbaren folgen einer klimaerwärmung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 18.08.2019 17:42
    Highlight Highlight Die UN wurde gegründet, um den Weltfrieden sicherzustellen. Da sie versagt hat, fokussiert man auf die UN Flüchtlingshilfe.
    • max julen 19.08.2019 03:23
      Highlight Highlight nicht die UN hat versagt mutbürger, sondern einzelne mitglieder im sicherheitsrat haben versagt!
  • wolge 18.08.2019 17:22
    Highlight Highlight Durch die explodierende Überbevölkerung dürfte sich dies weiter verschärfen...

    Unsere Hilfe sollte nicht nur in Nahrung sondern auch in Bildung, Emanzipation, Stärkung der Frauenrechte, Familienplanung, Verhütung und in eine Modernisierung der Religionen fliessen.
    • plaga versus 18.08.2019 21:06
      Highlight Highlight Es gibt die Bevölkerungsexplosion zwar. Die Geburtenraten sinken aber seit Jahrzehnten kontinuierlich (ausser im Westen, wo sie wieder ganz leicht zunehmen). Der Grund ist am anderen Ende des Lebens zu finden. Der fast überall steigende Lebensstandard lässt die Menschen gesünder und länger leben. Auch die Kindersterblichkeitsrate sinkt rapide.
      Bis die Menschen merken, dass sie nicht mehr 6, 7 Kinder auf die Welt setzen müssen, damit 4 Kinder überleben und den Eltern später im Alter helfen können, dauerts halt noch.
    • rodolofo 19.08.2019 10:12
      Highlight Highlight Und woher nehmen wir die Mittel?
      Wir müssten sie dem äusserst mächtigen, mit der Wirtschaft und mit der Politik eng verfilzten Militärapparat entreissen!
      Wir könnten den FRIEDEN gewinnen, anstatt den Krieg vorzubereiten, der gerade darum stattfinden wird, WEIL wir uns auf den Krieg vorbereiten und uns dann die Mittel fehlen, um den Frieden zu gewinnen...
      Es ist zum sich die Haare ausreissen fatal, in was für einem Teufelskreis wir uns alle drehen!
      Es ist die Logik eines in die Tiefe ziehenden Wirbels.
      Wehre Dich nicht, sondern FOLGE dem Wirbel!
      Am tiefsten Punkt am Boden kannst Du entweichen.
  • Breezy 18.08.2019 17:05
    Highlight Highlight Würden sich Länder nicht in andere einmischen, hätten wir ein grosses Problem weniger!
    • _kokolorix 18.08.2019 17:28
      Highlight Highlight Würden sich Länder nicht in andere einmischen, würden wir vielleicht heute von Nazis beherrscht.
      Wenn Länder sich nicht an internationale Gepflogenheiten halten, sollte es noch wesentlich mehr Einmischungen geben. Zumindest sollten Regimes wie Saudi Arabien, Israel, China oder Russland vom internationalen Handels- und Finanzsystem ausgeschlossen werden.
      Allein, es regiert das Recht des Stärkeren...
    • Zyniker haben es leichter 18.08.2019 17:46
      Highlight Highlight Unwahrscheinlich.
    • Klaus07 18.08.2019 17:52
      Highlight Highlight @kokolorix
      Einmischung sollte es geben, aber nicht von anderen Ländern die Wirtschaftliche, Politische oder Territoriale Ziele haben. Die Einmischung sollte nur von der Weltgemeinschaft erfolgen. Dies ist aber erst möglich, wenn im UN Sicherheitsrat die 5 Mächte Vetos abgeschafft werden und alle Länder der Welt ein Mitsprache Recht haben. Gerade die Veto Mächte mischen sich all zu oft ein jedoch nicht aus Humanitären Beweggründen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Th. Dörnbach 18.08.2019 17:03
    Highlight Highlight Bevölkerungswachstum sollte erwähnt werden.
  • Matrixx 18.08.2019 16:48
    Highlight Highlight Die Zahl wird in den nächsten Jahren eher noch ansteigen, wenn man die Folgen des Klimawandels anschaut...
  • Kruk 18.08.2019 16:11
    Highlight Highlight Es muss mehr gegen die Fluchtursachen getan werden, anders bekommen wir das Problem nicht in den Griff.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 18.08.2019 17:03
      Highlight Highlight Grenzen dicht machen? Ach komm hör auf das ist so ein Schwachsinn, ich bin um jeden Arbeiter froh der über die Grenze kommt denn Herr und Frau Schweizer sind sich zuschade die Hände schmutzig zumachen.
    • bokl 18.08.2019 17:04
      Highlight Highlight @Rainer Winkler
      Ich hoffe sie beteiligen sich aktiv am Grenzschutz und lassen nicht einfach andere die Drecksarbeit machen und zusehen wie die Menschen auf der Flucht vor unseren Grenzen verrecken ...
    • Zyniker haben es leichter 18.08.2019 17:47
      Highlight Highlight Mehr gegen Fluchtursachen Unternehmen bedeutet Kolonialismus wieder einführen. Selbstverwaltung klappt nicht, von Extern mit Geld, etc. Steuern klappt auch nicht...
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