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epa06112800 The ship C-Star of far-right wing organisation Defend Europe is anchored in Famagusta Port, Northern Cyprus, 27 July 2017. The C-Star is a ship hired by a European far-right movement aiming to disrupt migrant rescues in the Mediterranean. According to reports, the crew of the ship has been evacuated and its Captain and Deputy Captain were arrested in Cyprus for allegedly forging false documents and human trafficking.  EPA/STR

Die C-Star der rechtsextremen Identitären Bewegung. Bild: EPA/EPA

Keinen Bock auf «Defend Europe» – auch Malta lehnt Schiff von Rechtsextremen ab



Nach dem Ende ihres flüchtlingsfeindlichen Einsatzes im Mittelmeer hat Malta die von rechtsextremen Aktivisten gecharterte «C-Star» für nicht willkommen erklärt.

Die Teilnehmer der Aktion «Defend Europe» erklärten am Samstag, der Inselstaat habe ihrem Schiff die Hafeneinfahrt sowie die Belieferung mit Wasser verweigert.

«Wir möchten keine Verbindung zu diesem Schiff und wir hätten es nicht an unsere Küsten fahren lassen, weil wir mit allem, für das es steht, nicht übereinstimmen.»

Ein Regierungssprecher von Malta

«Während ‹IS›-Terroristen zurück in Europa ohne jegliche Probleme willkommen geheissen werden, werden patriotische Aktivisten aus ihrem eigenen Kontinent ausgesperrt», hiess es in einer Erklärung der Aktivisten, die in sozialen Online-Netzwerken veröffentlicht wurde.

Ein maltesischer Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die «C-Star» habe nicht darum gebeten, in Malta vor Anker zu gehen. Es habe zu keiner Zeit «irgendeinen Notfall» gegeben.

Identitäre Bewegung

Der Regierungssprecher bestätigte, dass sein Land dem Schiff die Einfahrt verwehrt hätte, wenn es darum ersucht hätte. «Wir möchten keine Verbindung zu diesem Schiff und wir hätten es nicht an unsere Küsten fahren lassen, weil wir mit allem, für das es steht, nicht übereinstimmen.»

Eine ähnliche Behandlung hatten die «C-Star» und ihre Besatzung in Griechenland, Italien und Tunesien erfahren. Das Schiff war seit Juli unterwegs, um vor der Küste Libyens zu patrouillieren und Bootsflüchtlinge an der Reise in die EU zu hindern. Tatsächlich patrouillierte das Schiff nur knapp eine Woche, bevor der Einsatz am Donnerstag beendet wurde.

Hinter der Aktion stehen deutsche, französische und italienische Mitglieder der Identitären Bewegung, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. (sda/afp)

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