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Das Skigebiet Ischgl geriet aufgrund der Corona-Pandemie europaweit in Verruf. Bild: sda

«Après-Ski wird es in bisheriger Form nicht mehr geben»: Ischgl reagiert mit Schutzkonzept

Mit Abwassermonitoring, Fiebermessung und Kaltvernebelungsgeräten in Seilbahnkabinen will sich der beliebte Winter-Hotspot Ischgl für die kommende Skisaison wappnen. Après-Ski-Partys sollen «drastisch eingeschränkt» werden, so die Verantwortlichen.



Als «Corona-Keimzelle» oder «Virenschleuder Europas» wurde das österreichische Skigebiet Ischgl im April verschrien. Tausende Touristen infizierten sich mit Covid-19 und brachten das Virus in ihre Heimat zurück – nach Deutschland, Holland oder Island. Der Tiroler Landespolitik wurde «Gier und Versagen» vorgeworfen. Zu lange hätten die Verantwortlichen mit einem Shutdown aufgewartet.

Das beliebte Skigebiet erlitt einen massiven Imageschaden. Nun reagieren die Verantwortlichen und informieren per Medienmitteilung über Gesundheits- und Sicherheitsstandards, die für die kommende Skisaison umgesetzt werden sollen. Weitere Details sollen Anfang Herbst folgen.

Doch bereits jetzt ist die Liste der Corona-Massnahmen lang, aufwändig und kostenintensiv:

A patient has her temperature checked at a medical clinic during lockdown due to the continuing spread of the coronavirus in Melbourne, Thursday, Aug. 6, 2020. Victoria state, Australia's coronavirus hot spot, announced on Monday that businesses will be closed and scaled down in a bid to curb the spread of the virus. (AP Photo/Andy Brownbill)

Wer in der Wintersaison in Ischgl arbeiten will, muss sich Fiebermessungen und Coronatests unterziehen (Symbolbild). Bild: keystone

Wie teuer das aufwändige Schutzkonzept das Skigebiet zu stehen kommt, und wer dafür aufkommt, konnten die Verantwortlichen bis Redaktionsschluss nicht beantworten.

«Zu den Kosten können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen», heisst es bei der Kommunikationsstelle auf Anfrage. Die Höhe der Kosten würden von verschiedenen Faktoren abhängen, wie beispielsweise die durchgeführte Anzahl der Tests oder die Menge an verteilten Masken. Die Frage der Kosten betrachte man jedoch als zweitrangig, heisst es aus Ischgl. «Das wichtigste Ziel ist, dass unsere Gäste eine unbeschwerte und sichere Zeit bei uns verbringen können und Mitarbeitende und Einwohnerinnen und Einwohner ebenfalls geschützt werden.»

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