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Workers line up for medical workers to take swabs for the coronavirus test at a large factory in Wuhan in central China's Hubei province Friday, May 15, 2020. Wuhan have begun testing inhabitants for the coronavirus as a program to test everyone in the Chinese city of 11 million people in 10 days got underway. (Chinatopix Via AP)

Mitarbeiter einer Fabrik in Wuhan werden auf Covid-19 getestet. Bild: AP

7 Dinge, die wir von Regionen mit einer «zweiten Welle» lernen können

In Israel werden nach nur einem Monat wieder Schulen geschlossen. In Teilen Chinas wurden öffentliche Plätze erneut abgeriegelt. Ein Blick auf Regionen mit steigenden Neuinfektionen – und was die Schweiz davon lernen kann.



Was einen Wiederanstieg ausgelöst hat

Erneute Ausbrüche der Corona-Epidemie sind kaum zu vermeiden. Oftmals braucht es nur eine einzige infizierte Person am falschen Ort und das Virus kann sich schnell ausbreiten.

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Südkorea

So geschehen ist das beispielsweise in Südkorea, wo ein Mann anfangs Mai eine Nacht in Seoul durchgefeiert hatte und ein paar Tage später positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Bilanz: Fast 300 Personen haben sich im entsprechenden Partyviertel angesteckt – laut Schätzungen der Behörden sind es sogar noch hunderte mehr.

Israel

Eine andere Situation liegt in Israel vor: Das Land hatte zu Beginn der Krise schnell und rigoros reagiert und ist bisher relativ glimpflich davon gekommen. Bisher wurden knapp 18'000 Menschen positiv getestet und rund 300 Tote gemeldet, betroffen waren anfangs vor allem Altersheime. Israel ist mit 8,8 Millionen Einwohnern ähnlich bevölkerungsstark wie die Schweiz.

Vor gut einem Monat wurden die Schulen entsprechend wieder geöffnet, auch unter Druck der wirtschaftlichen Nöte im ganzen Land. Und dann wurden diese Schulen zu den neuen Corona-Infektionsherden im Land. Laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde die «kritische Schwelle» von 100 Neuinfizierten täglich Ende Mai wieder überschritten. Deshalb wurden schon 130 Schulen und Kindergärten nach nur wenigen Wochen erneut geschlossen.

Tägliche Neuinfizierte in Israel

Neue Fälle in Israel

Bild: watson

Shulan, China

Auch in China, das als erstes Land weltweit vom Coronavirus betroffen war, gab es regionale Rückschläge. In der Stadt Shulan nahe der russischen Grenze löste eine Mitarbeiterin in einem Wäschesalon, die ursprünglich 13 Mitarbeiter infizierte, einen erneuten Ausbruch des Coronavirus aus.

Wiederanstiege sind kaum vermeidbar

Die obigen Beispiele beweisen: Ohne die strikten Lockdowns sind steigende Fallzahlen fast unvermeidbar. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zeichneten sich schon vergangene Pandemien durch «über Monate verteilte Wellen» aus.

Auch für ein Forscherteam der ETH Lausanne steht nicht zur Frage, «ob» eine zweite Welle in der Schweiz kommt, sondern viel eher «wann» und «wie». Sie haben Ende April drei Szenarien für die Entwicklung in der Schweiz berechnet.

In ihrem Bericht heben sie hervor, wie wichtig es ist, den erneuten Anstieg der Fallzahlen auf eine so grosse Zeitspanne wie möglich zu verteilen und so das Gesundheitssystem zu entlasten.

Einschränkungen können jederzeit nötig werden

Dass die Krise nicht nach den ersten Lockerungen überstanden ist, beweist ein Beispiel aus Japan. Die Insel Hokkaido schien das Virus Mitte März mit nur ein oder zwei Neuansteckungen pro Tag im Griff zu haben – dank einem strikten Lockdown.

Ende April wurden in Folge dessen die Massnahmen gelockert und die Schulen wieder geöffnet. Und dann kam der Rückschlag: Die Insel hatte mit einer zweiten Infektionswelle zu kämpfen, weniger als einen Monat später musste der Ausnahmezustand wieder eingeführt werden.

CORRECTS SLUG: Red tape blocks off some seats in an attempt to promote social distancing at a movie theater which reopened on May 22,  in Kyoto, western Japan, Saturday, May 23, 2020. Japan has lifted the coronavirus state of emergency in Osaka and the two neighboring prefectures of Kyoto and Hyogo while keeping the measure in place in the Tokyo region and the northernmost island of Hokkaido. (Kyodo News via AP)

Die Kinos in Kyoto sind – mit Einschränkungen – seit längerem wieder in Betrieb. In Hokkaido herrschte bis Ende Mai noch immer Ausnahmezustand. Bild: AP

Quarantäne für Einreisende

In China gibt es inzwischen mehr importierte Fälle als lokale Übertragungen. In einem Fall wurden acht aus Russland zurückgekehrte Chinesen positiv getestet – rund 300 andere Personen, die im selben Zeitraum gereist waren, mussten in Quarantäne.

Wenig überraschend knüpfen viele Länder die gelockerten Einreisebestimmungen an eine Quarantäne-Pflicht. So müssen sich beispielsweise Reisende in Grossbritannien zuerst in eine 14-tägige Quarantäne begeben, bevor eine Weiterreise im Land möglich ist. Island geht sogar noch weiter: Wer einreist, muss einen Schnelltest absolvieren. Ist dieser positiv, ist ebenfalls eine 14-tägige Quarantäne nötig.

Einige Personengruppen (Schweizer Bürger, Personen mit gültiger Aufenthaltsbewilligung usw.) dürfen bereits heute in die Schweiz einreisen. Ab dem kommenden Montag, 15. Juni werden die Grenzen mit Österreich, Deutschland und Frankreich auch für die restlichen Personen geöffnet. Eine Quarantäne bei Einreise in die Schweiz war und ist zurzeit nicht vorgesehen.

Testen und Tracing sind Pflicht

Unter Punkt 1 in dieser Auflistung haben wir bereits gesehen, wie schnell ein regionaler Ausbruch zustande kommt. Südkorea testete beispielsweise anfangs Februar täglich rund 10'000 Menschen – kostenlos. Dies ermöglicht es ihnen «lokale Warnsysteme einzurichten», erklärt Dr. Jennifer Rohn gegenüber der BBC. Auch die Gruppe im Seouler Nachtclubviertel wurde so aufgespürt. Im Zusammenhang mit diesem Fall wurden inzwischen 90'000 Menschen aufgespürt.

Die Schweiz hat bis zum heutigen Zeitpunkt rund 425'000 Covid-19-Tests durchgeführt. Rund 9% davon waren positiv. Seit die positiven Tests anfangs Mai seltener geworden sind, blieb das Testvolumen praktisch unverändert (für die letzten Tage werden noch einige Meldungen erwartet).

Durchgeführte Covid-19-Tests in der Schweiz

Durchgeführte Tests Schweiz Corona

Bild: bag

Gestern hat sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat für den Einsatz einer Tracing-App in der Schweiz ausgesprochen. Wenn die Schlussabstimmung Ende Woche durchkommt, wird das technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen.

Flexibles Gesundheitssystem

China hat in nur acht Tagen ein ganzes Spital aus dem Boden gestampft. Es steht in der Stadt Wuhan, wo das Coronavirus erstmals nachgewiesen wurde, und verfügt über 1000 Betten.

So hat Wuhan in acht Tagen ein Spital gebaut

Professorin Judit Vall der School of Economics der Universität Barcelona sagte gegenüber der BBC: «In dieser Pandemie hat der Gesundheitssektor bewiesen, dass er sich neu erfinden und schnell anpassen kann. Krankenhäuser und Gesundheitszentren auf der ganzen Welt haben viel voneinander gelernt und sind jetzt besser in der Lage, eine nächste Welle zu bewältigen – falls sie kommt.»

«Unsere Krankenhäuser sind jetzt besser in der Lage, eine nächste Welle zu bewältigen – falls sie kommt.»

Judit Vall, Professorin an der Universität Barcelona

Auch das Schweizer Gesundheitssystem hat in den letzten Monaten Flexibilität bewiesen. So sind beispielsweise hunderte neue Plätze auf Intensivstationen geschaffen und Mitarbeiter auf den Umgang mit Corona-Patienten geschult worden. Für eine zweite Welle wäre man deutlich besser vorbereitet als im Februar, als die ersten Fälle in der Schweiz nachgewiesen wurden.

Auch wenn inzwischen teilweise auch der reguläre Betrieb in Schweizer Spitälern wieder hochgefahren wurde: Die Schutzkonzepte und Pläne der Corona-Pandemie bleiben griffbereit.

Es gibt kein Patentrezept

Die letzte und vielleicht wichtigste Erkenntnis, die wir von Regionen mit erneut steigenden Fallzahlen lernen können, ist: Es gibt nicht die eine Lösung. Solange es keine Impfung gibt, bleibt die Gefährdung durch Covid-19 bestehen. Bis dahin gilt: Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Dieser Artikel wurde inspiriert von einem Artikel der BBC und auf die Situation in der Schweiz angepasst.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dr. Unwichtig 10.06.2020 17:55
    Highlight Highlight Aussage Hendrik Streeck, Direktor Virologie der medizinischen Fakultät, Universität Bonn: "Anfangs seien sich fast alle Virologen einig gewesen, dass Covid-19 "nicht bagatellisiert werden sollte, aber auch nicht dramatisiert werden darf". Die Bilder aus Italien und den USA hätten diese Ansicht geändert. Der öffentliche Druck, scharfe Massnahmen zu ergreifen, sei sehr hoch gewesen - trotz fehlender Fakten. "Derzeit nähern wir uns wieder der Einschätzung aus der Anfangszeit an", sagte Streeck. Der Grund für die sinkende Risikobewertung sei u. a. die große Zahl folgenloser Infektionen."

  • Master Chief 10.06.2020 16:58
    Highlight Highlight Checkt ihr was? Die SVP hatte die Abstimmung für mehr Überwachung Lanciert. Auf Grund erhöhter Terrorgefahr. Die wurde angenommen. Jetzt an alle von euch Covidioten. Wie wäre es gewesen, wenn ihr anstatt zur Demo, was total fahrlässig ist, dazumal abstimmen gegangen wäret? Deshalb ab alle die an dieser Demo zum erhalt der Grundrechte teil genommen habt, aber nicht abstimmen geht. Ihr seit für mich die grössten Covidioten. Nie war dieser Begriff passender. Ist jetzt hart aber das musste raus
  • Daniel Caduff 10.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Interessant finde ich dazu auch die Unterschiede in der Westschweiz, sowie Deutschweiz und Tessin. In der Westschweiz und im Tessin werden z.B. viel mehr Masken getragen, als in der Deutschweiz. Und insbesondere Zürich gibt aktuell vielen Recht, die schon immer behaupteten, dass sich die Zürcher für "etwas besseres" halten.

    Siehe auch: https://www.tagesanzeiger.ch/ehe-man-sichs-versieht-liegt-man-sich-in-den-armen-443720361851
    • Magnum 10.06.2020 16:06
      Highlight Highlight Herr Caduff, absolute Zahlen sind trügerisch. Und Feindbilder helfen auf dem Weg zur Erkenntnis auch nicht weiter. Weder die Stadt noch der Kanton Zürich weisen relativ zu Bevölkerung mehr Covid-19-Fälle auf als andere Gebiete. Das ist auf www.corona-data.ch einfach nachzuschauen. Oder wollten Sie uns sagen, dass die arroganten Zürcher sich zu gut für eine Ansteckung sind?

      Aber tun Sie sich keinen Zwang an und lassen Sie uns Teil haben an Ihrer Abneigung gegen Zürcher. Das hat etwas ungemein erbauliches - NOT!
      Benutzer Bild
  • Dave1974 10.06.2020 11:56
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man hier mal den aktuellen "Fall Göttingen" aufrollt? Das liegt ein bisschen näher und ähnelt eher unserer Kultur.

    In einem Hochhaus sind 600 Personen gemeldet. Bis gestern wurden bis auf 80 Personen alle getestet und 171 davon positiv. Darunter wiederum 65 Kinder und Jugendliche. Rund ein Dutzend Ergebnisse stehen noch aus und eben auch diese 80 (teils begründet).
    Fast alle Schulen sind bis mindestens ende Woche wieder zu, Präsenzunterricht eingestellt und Kontaktsportarten, auch Trainings untersagt.

    Vielleicht mahnt sowas nicht gleich alles zu vernachlässigen!?
    • Magnum 10.06.2020 16:09
      Highlight Highlight Der Fall Göttingen erinnert an den Fall der Amoy Gardens-Wohntürme in Hong Kong während der SARS-Epidemie. Erst dieser Ausbruch machte deutlich, dass eine Ansteckungsgefahr wohl auch über die gemeinsame Sanitärerschliessung (v.a. Abwasserfassung) grosser Wohnkomplexe möglich ist, weil Aerosole uU auch über Abflussrohre zirkulieren können.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Amoy_Gardens
  • Toastbrot 2.0 10.06.2020 11:11
    Highlight Highlight Schon seit Längerem frage ich mich, was bei Menschen wie Fakten, Rick Khan, Illyrian oder murrayB eigentlich schief läuft, was sie an- und umtreibt. Kann mir das mal jemand erklären?

    Ich meine: Es kann doch irgendwie einfach nicht sein, dass eine auch nur halbwegs vernunftbegabte Person sogar heute noch so unfassbaren Quatsch von wegen „es hat keine erste Welle gegeben“, „nur eine Grippe“, „Panikmache und Hysterie“, „Lockdown = Überreaktion“ behauptet.

    Bei geld- und/oder machtgeilen Unmenschen wie Trump oder Bolsonaro ist die Motivation zumindest nachvollziehbar. Aber beim „guy next door“?
    • ZimmiZug 10.06.2020 12:17
      Highlight Highlight 1. Nun, es kann viele Gründe haben. Bei VT's gibt es ja schon einige Thesen, weshalb Menschen für diese bekömmlich sind.
      Bei Verharmloser kann es auch ganz persönliche Gründe haben. Ein Mensch, welcher jetzt extrem unter den Einschränkungen leidet und um seine (wirtschaftliche) Existenz bangt möchte natürlich gerne vieles anders sehen. Auch erfährt diese Person halt am eigenen Leib die Auswirkungen des Lockdowns mehr als die der Krankheit. Da habe ich sogar ein gewissen verständnis. Die Bundeshilfen haben vielen geholfen, aber es gibt noch einige, welche durch die Maschen gefallen sind.
    • ZimmiZug 10.06.2020 12:21
      Highlight Highlight 2. Ebenfalls gibt es manchmal ein Dilemma, das man früh etwas behauptet hat und dann nicht zugeben kann/möchte, dass man sich geirrt hat. Dann verrennen sich manchmal diese Personen extrem in Positionen, weil sie verzweifelt eine Legitimation für ihre früheren Aussagen, Handeln suchen.
      Dann sehe ich noch viele Menschen mit einer übermässigen Skepsis gegenüber der Regierung und Staatsgewalt. (eine gewisse Skepsis ist natürlich gesund). Diese lehnen vieles prinzipiell ab, vor allem wenn es die eigene Freiheit beschneidet.
      Das sind so einige Thesen/Vermutungen meinerseits für dieses Verhalten.
    • Toastbrot 2.0 10.06.2020 13:26
      Highlight Highlight ZimmiZug, vielen Dank für Deine Inputs. 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Illyrian 10.06.2020 10:12
    Highlight Highlight 7 Dinge, die wir von Regionen mit einer «zweiten Welle» lernen können:

    1. 99% aller Todesfälle sind nicht wegen, sondern mit Corona gestroben.

    2. Die Überlebensrate liegt bei über 99.9%.

    3. Der Virus fürchtet sich vor Massenprotesten (USA) und zieht sich selbständig zurück.

    4. Herr und Frau Schweizer glauben den Medien vollständig und stellen ihr Hirn auf Stand-By.

    5. Alle Spitäler in der Schweiz hatten Kurzarbeit.

    6. Die Maske hilft nicht wirklich, vor allem nicht wenn du alleine im Auto bist.

    7. Setzt euch mit dem Thema auseinander und glaub nicht alles Vorgekaute.

    Merci
    • MartinZH 10.06.2020 10:39
      Highlight Highlight Ganz in Deinem Duktus: Setze Dich doch endlich einmal seriös mit dem Thema auseinander und schalte vorher Dein Hirn ein.
    • Snowy 10.06.2020 10:43
      Highlight Highlight Ui Ui Ui Illyrian!

      Mach Dich auf die geballte Wut der watson‘schen Kommentarspalte gefasst.

      Niemand war gern unnützerweise über Wochen in einem Angstzustand.
      Das darfst Du den Menschen nicht umgeblitzt wegnehmen!

      Auf dass der erste Blick-Artikel geteilt wird, dass auch ein U40 Mensch mit Covid 19 gestorben ist in 3,2,1....
    • Morgenbrot 10.06.2020 11:49
      Highlight Highlight Die Indoktrinierung ist leider so weit fortgeschritten, dass sich kaum noch einer die Mühe macht, die Zahlen und Studienergebnisse zu recherchieren, aus Angst, als rechter Verschwörungstheoreriker hingestellt zu werden.

      Beispiel gefällig?
      Wer Kritik äussert, wird hier in den Kommentaren von vielen gleich in die Ecke rechter Spinner gestellt und selbstgefällig diskreditiert.
      Ich für meinen Teil bin da jedoch zu 100% bei Sahra Wagenknecht. Aber die ist wahrscheinlich auch nur ein heimliches AfD Mitglied oder eine verwirrte Hildmann Anhängerin, oder? 🙄
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  • MeinAluhutBrennt 10.06.2020 10:01
    Highlight Highlight Meine kognitive Dissonanz betreffend Corona könnte nicht besser sein!
    • Snowy 10.06.2020 10:20
      Highlight Highlight 😄👍
  • Clay 10.06.2020 09:22
    Highlight Highlight Ich bin grundsätzlich nicht gegen das Impfen an sich, aber warum reden immer alle vom Impfen als die Lösung. Sollten nicht zuerst die Behandlungsmethoden gemeistert werden um somit die Mortalität bei den Risikogruppen zu begrenzen.
    Längerfristig, ja bin ich dafür, das Impfen eine nächste Pandemie wo möglich verhindern kann.
    • elco 10.06.2020 10:22
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die Menschen welche daran sterben, bereits so alt und krank sind, dass da eigentlich gar nichts mehr hilft.
    • Garp 10.06.2020 10:24
      Highlight Highlight Weil eine Impfung billiger ist und es, dann gar nicht oder viel weniger zu Erkrankungen kommt, was für die Gesellschaft viel billiger ist, als Medikamente und Spitalaufenthalte.
    • drüber Nachgedacht 10.06.2020 10:37
      Highlight Highlight Das Problem sind nicht nur die Patienten die daran sterben, sondern auch die vielen Personen, die wochenlang auf den Intensivstationen liegen und danach ernsthafte Probleme haben.

      Da gibt es viele, die noch nicht so alt sind, dass sie in den nächsten 20 Jahren sterben würden....



    Weitere Antworten anzeigen
  • Amarillo 10.06.2020 09:20
    Highlight Highlight Man wird sich irgendwie zwischen "alles wie vorher" und "Lockdown" einrichten müssen. Die Tracing-App wäre ein Teil des Konzepts, aber ich befürchte, dass zu wenig Leute sich daran beteiligen. Für die einen ist der Fall erledigt bzw. es ist ihnen egal, für andere verdient sicher wieder nur dieser Bill Gates daran, und dann ist noch die Aluhut-Fraktion, welche trotz allem befürchtet, via die App ausgespäht zu werden. Ob es wirklich eine 2e Welle oder zumindest Ansätze dazu braucht, damit es begriffen wird, bleibt abzuwarten. Dazu natürlich möglichst bald eine einigermassen taugliche Impfung.
  • Hugo Hugentobler 10.06.2020 09:14
    Highlight Highlight Ich danke den 10‘000 Demonstranten in Genf, den 5000 Demonstranten in Basel und den 3000 Demonstranten in Biel. Ihr habt Amerika so richtig wachgerüttelt! Gönnt euch am Wochenende eine Clubbesuch. Liegt schon drin nachdem ihr ja unter der Woche Gutes getan habt.
  • lilie 10.06.2020 09:05
    Highlight Highlight "Die obigen Beispiele beweisen: Ohne die strikten Lockdowns sind steigende Fallzahlen fast unvermeidbar".

    Ich habe keine Ahnung, wie diese Schlussfolgerung aus den vorhergehenden Beispielen gezogen werden kann (eines davon, Südkorea, hatte sogar gar nie einen Lockdown), und auch aus allen anderen Beispielen nicht.

    Was sie hingegen zeigen, ist, dass es zu lokalem Wiederaufflammen von Infektionen kommen kann, und das ist auch das Szenario, von dem der Bundesrat ausgeht.

    In diesem Fall greift man dort ein, wo es zu Problemen gekommen ist. Man wartet nicht, bis daraus eine zweite Welle wird.
    • Snowy 10.06.2020 10:11
      Highlight Highlight Danke Lilie für diese Richtigstellung.
  • Dr. Unwichtig 10.06.2020 08:45
    Highlight Highlight "Auch für ein Forscherteam der ETH Lausanne steht nicht zur Frage «ob» eine zweite Welle in der Schweiz kommt, sondern viel eher «wann» und «wie». Sie haben Ende April drei Szenarien für die Entwicklung in der Schweiz berechnet. "

    Dazu sollte vielleicht ergänzt werden, dass kein einziges dieser Szenarios die aktuelle, reale Situation (+/- 15 Neuinfektionen/Tag) auch nur ansatzweise korrekt beschreibt.
    • Mutzli 10.06.2020 10:50
      Highlight Highlight @Dr. Unwichtig
      Natürlich beschreibt ein Report (welcher ausdrücklich keine Vorhersage sein will) aus dem April, welcher ein Ende aller Massnahmen am 1. Mai als Berechnungsgrundlage nahm, die heutige Situation nicht perfekt.

      Doch Ihre verzerrte Darstellung des Reports ist da keineswegs genauer oder hilfreicher.
      Report:"For May 1st on, we assume a return to baseline, early epidemic level transmissibility for the foreseeable future." https://jcblemai.github.io/

      Nach Report wäre selbst bei Re 1.5 nach Tagen Anzahl der Hospitalisierten 0. Wir haben <1, wo soll das also nicht überein stimmen?
      Benutzer Bild
    • MartinZH 10.06.2020 11:11
      Highlight Highlight Warum studierst Du die Studie nicht vorher, bevor Du so einen Unsinn schreibst? 🤔

      Hier eine kleine Hilfe: https://doi.org/10.1101/2020.05.08.20095059
    • Dr. Unwichtig 10.06.2020 12:00
      Highlight Highlight Mutzli: Der Grundfehler ist auf den 1. Blick zu erkennen: angenommener R0 (eigentlich prognostizierter Re) = 1.2. Der Wert liegt seit Ende März - mit einem geringfügigen Ausreisser vor kurzem - konstant und teilweise deutlich unter 1.0.

      Es ist mir daher schleierhaft, weshalb dieser Artikel auf dieses offensichtlich völlig unrealistische Szenario Bezug nimmt und die dortigen Aussagen auch noch als Basis für eine wahrscheinliche Entwicklung darstellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yankee25 10.06.2020 08:27
    Highlight Highlight Was mir am meisten Hoffnung macht ist, dass Frau und Herr Schweizer nicht mehr ins Büro trödeln und den Helden spielen, wenn sie eine Erkältung haben. Das hilft schon enorm.
    • Dr. Unwichtig 10.06.2020 09:42
      Highlight Highlight Oh, ja. Genau wie das Händewaschen, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
  • coheed 10.06.2020 08:12
    Highlight Highlight Es kommt mir vor als ob viele nun denken, dass alles wieder normal ist und wir uns wieder wie vorher benehmen könnten. Die Abstandsregel wird kaum eingehalten... So wird eine zweite Welle noch höher ausfallen, wenn wir uns wenigstens an die Abstandsregeln halte und oft die Hände waschen wird diese zweite Welle nicht so stark sein. Es ist noch lange nicht ausgestanden, nur weil die Lockerungen aufgehoben sind ist das Virus noch lange nicht weg...
    • Coffeetime ☕ 10.06.2020 13:17
      Highlight Highlight @Silent_Revolution Wie lebt es sich so, in der eigenen Blase? 🤔
    • Coffeetime ☕ 10.06.2020 14:44
      Highlight Highlight Silent ich lese auch Artikel, die meiner Meinung nicht entsprechen. Bzw. ich lerne damit auch dazu und sehe dann die Sachen sogar etwas differenzierter, oder verwerfe meine frühere Meinung. 🤷🏻‍♀️

      Es scheint aber, dass du dies gar nicht machst, weil du immer wieder nur das Gleiche schreibst, ohne einen Deut von Änderung... mir ist es wirklich ein Rätsel, wie man z.B. so eine Pandemie einfach leugnen kann. Aber eben, du fühlst dich wohl gut dabei... und evtl. etwas der breiten Masse überlegen.
  • Terraner 10.06.2020 08:01
    Highlight Highlight Die Schweiz wird dies erst mit einer zweiten Welle bzw. Mit neuen Fällen lernen. Bei uns verhält sich das Virus schliesslich anders als in den anderen Ländern. Im Moment wollen alle zur alten Normalität zurück. Schulen wollen keinen Abstand, Bürger wollen keine Masken, Partygänger wollen Freinächte, Demonstranten ignorieren die Coronaregeln, Firmen wollen Ihere Mitarbeiter zurück im Grossraumbüro, Läden wollen keine 2m Abstand mehr usw. Nein, wir werden erst lernen, wenn etwas passiert.
    • Snowy 10.06.2020 10:10
      Highlight Highlight M.M. nach sehr logisch, dass neue Massnahmen erst bei eindeutig steigenden Fallzahlen wieder akzeptiert würden.

      Alles andere wäre angesichts des grössten Schuldenbergs, den die Schweiz je gesehen hat, auch nicht vermittelbar.
      Zur Erinnerung: Das Parlament diskutiert gerade, ob die Schuldenlast über zwei oder drei Generationen verteilt werden muss...
    • Posersalami 10.06.2020 23:03
      Highlight Highlight @ Snowy: Die Schulden sollten wir gar nie zurückzahlen.

      Wozu denn bitte auch? Die Schulden sind für die Volkswirtschaft völlig irrelevant. Japan hat unendlich viel höhere Schulden als wir. Stört das den Staat oder die Wirtschaft irgendwie? Nein? Eben!
    • Snowy 11.06.2020 16:17
      Highlight Highlight Du verwechselst hier zu viele Dinge, als dass ich Zeit hätte zu antworten. :-)
  • murrayB 10.06.2020 07:54
    Highlight Highlight Dann soll die "zweite" Welle kommen - so wie die "erste" Welle gekommen ist...
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 10.06.2020 08:43
      Highlight Highlight @murrayB

      Du jammerst dann im "zweiten" Lockdown aber lauter als im "ersten" Lockdown.
    • Hier Name einfügen 10.06.2020 09:10
      Highlight Highlight Es wird keinen zweiten Lockdown geben, die konkreten wirtschaftlichen Schäden stehen in keinem Verhältnis zum theoretischen gesundheitlichen Nutzen.
  • asdf1692 10.06.2020 07:25
    Highlight Highlight Der Umgang mit den Schulen in der Schweiz ist in meinen Augen ziemlich fahrlässig.
    In Reiden LU wurde ein Schüler positiv getestet und der Kantonsarzt informiert. Dieser verfügte aber weder Tests noch die Isolstion von Kontakten.
    Es scheint, als sei politisch entschieden worden, das Schüler nicht ansteckend sein können.
    Wenn sich das nur nicht rächt..
    • Chris B. 10.06.2020 09:57
      Highlight Highlight Es ist eine langanhaltende Tradition in der Schweiz, dass Politik jegliche Logik überschreibt. Kinder können andere Menschen nicht mit COVID-19 anstecken, weil... es wäre so mühsam die Schulen wieder zu schliessen.
  • Mira Bond 10.06.2020 07:19
    Highlight Highlight Das hat nichts mit Panikmache zu tun sondern zeigt lediglich auf, dass wir nicht plötzlich zu lasch werden dürfen; das Virus ist nicht weg. Leider.
    • Rick Khan 10.06.2020 08:05
      Highlight Highlight Wir sollten achtsam sein, aber die Panik und die Überreaktion vom März können wir uns nicht mehr leisten.
      Die Überreaktion vom März 2020 wird weltweit viel Elend, Hunger und Not auslösen.
      Es wird in den nächsten 2 Jahren weltweit mehr Gewalt geben durch die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona Restriktionen.
    • bokl 10.06.2020 08:28
      Highlight Highlight Welche Überreaktion? Die Folgen von zögerlichem Handeln sieht man gut in UK und SWE.
    • weissauchnicht 10.06.2020 08:57
      Highlight Highlight Genauso wie HIV und Grippeviren. Das Virus wird nie weg sein, sondern immer irgendwo unbemerkt überdauern. Damit müssen wir leben. Leider.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 10.06.2020 06:44
    Highlight Highlight Lustig. Andernorts spricht man dieser Tage nur noch von Superspreadern und einem 20/80%-Verhältnis. Hier kein Wort dazu.
    Also wenn man davon abgesehen hätte, bereits jetzt schon Event-Locations wie Clubs, Restaurants, Kirchen (ja, für manche ist auch das ein Event... 🙄) und dergleichen wieder zu öffnen, wäre die Gefahr praktisch gebannt. Aber nun muss man davon ausgehen, dass es gelegentlich explosionsartige Masseninfektionen gibt. Auch wenn dann unter 100 angesteckten Kaspern wiederum nur 20% Superspreader sind, wird's wieder lustig, zumal diese Kasper sich generell gern in Massen aufhalten.
    • Snowy 10.06.2020 10:13
      Highlight Highlight Du hast aber schon mitbekommen, dass eine Registrierungspflicht in Clubs und Kinos herrscht?
    • Posersalami 10.06.2020 23:06
      Highlight Highlight @Snowy: Funktioniert das so gut wie in SK?

      Hoffentlich nicht, sonst machen wir hier bald wieder alles dicht. SK hat die ganzen Leute nur gefunden, weil sie nicht unseren Datenschutz haben. Bei uns wäre das absolut unmöglich gewesen. Wenn der Club die Listen verschlampt, haben wir verloren.
  • Master Chief 10.06.2020 06:26
    Highlight Highlight Uns Schweizer mit den vielen Covidioten, die demonstrieren gehen wird das auch passieren... und dann ist nicht das System, die Politik oder Bill Gates schuld.
    • Hier Name einfügen 10.06.2020 08:33
      Highlight Highlight Wer gegen Grunrechtseinschränkungen in der Schweiz demonstriert ist ein Idiot, aber wer gegen Rassismus auf einen anderen Kontinent demonstriert ist es nicht?
    • schnupperi 10.06.2020 09:01
      Highlight Highlight Wenn ihr Kommentar auf das Problem der Corona-Ignoranten zielt, dann stimme ich ihnen zu. Wenn sie aber das demonstrieren an sich als Problem sehen, dann haben die BLM-Proteste, rein aufgrund der Anzahl der Teilnehmenden, definitiv das grössere Potential neue Ansteckung in der CH zu verursachen. Sehe zu mindest auf den Bildern auch dort nur eine grosse Minderheit mit Masken. Oder kann das Virus zwischen guten und schlechten Protesten unterscheiden?
    • bokl 10.06.2020 09:05
      Highlight Highlight @HNe
      Kleine Anpassungen, damit es klar wird ...

      "Wer gegen angebliche Grunrechtseinschränkungen in der Schweiz demonstriert ist ein (Cov)Idiot. Wer gegen Rassismus auf einen anderen Kontinent, welcher auch in Europa / Schweiz abgeschwächt existiert, demonstriert ist es nicht!"
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Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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