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Diese 10 Grafiken zeigen, wie Corona unsere Welt auf den Kopf gestellt hat

Das Coronavirus und dessen Folgen haben sich in den letzten Monaten in sozusagen allen Bereichen unseres Lebens bemerkbar gemacht – eine grafische Übersicht.

Team watson
Team watson



Extreme Armut steigt an

Zurzeit leben gut 8% aller Menschen auf diesem Planeten in Armut. Im aktuellen Jahr hätte die Quote auf unter 8% sinken sollen – die World Bank Group rechnet aber wegen Covid-19 damit, dass die Quote ansteigt. Und das, obwohl sie in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist.

Rund 40 bis 60 Millionen Menschen sollen gemäss der World Bank Group durch die Folgen der Coronakrise in die Armut gedrängt werden – vorwiegend betroffen seien Menschen aus Afrika südlich der Sahara.

Globale Armutsrate

Bild: world bank group / watson

Gestrandete Öltanker

Weil die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen durch die Coronakrise drastisch gesunken ist, sind viele Öltanker zurzeit geankert. An welcher Küste die Schiffe angelegt sind, kann man auf der Webseite Marine Traffic in Echtzeit sehen. Beschränke dazu mit den Filtern die Schiffsart auf «Tanker» und den Status auf «Anchored» («geankert»).

Gestrandete Öltanker

Öltanker gestrandet weltweit

Screenshot vom 18. Mai 2020 Bild: screenshot marinetraffic.com

Flugverkehr

Diese animierte Infografik zeigt den internationalen Flugverkehr vom 16. April 2020 im Vergleich zum 18. April 2019 (was ebenfalls ein Donnerstag war).

Die grössten Flughäfen Europas vermelden Ende April 90% weniger Flüge als im Vorjahr.

Streamingdienste

Nach dem Lockdown Mitte März blieb die Schweiz zu Hause. Und was kann man da tun? Klar – Filme und Serien streamen. Die Suchmaschine JustWatch belegt, dass der Traffic der verschiedenen Streaming-Plattformen im Gegensatz zu vor dem Lockdown um über 100% gestiegen ist.

Bild

bild: justwatch

Und die vermehrte Nachfrage nach Streamingangeboten (und die Präsentation der positiven Quartalszahlen) wirkt sich auch positiv auf die Netflix-Aktie aus. Ihr Preis bewegte sich während der Krise deutlich nach oben – in den letzten Tagen pegelte er sich irgendwo bei rund 425 US-Dollar ein.

Netflix Aktie

Bild: lynx

Kontaktloses Bezahlen

Mit vielen Kreditkarten kann man heutzutage kontaktlos bezahlen. Aber wird diese Funktion auch genutzt? Dank der Empfehlung des Bundesrates schon, wie die Zahlen vom «Gesellschaftsmonitoring COVID19» des Kantons Zürich zeigen.

Digitialmedia.ch hat analysiert, dass der Anteil von kontaktlosen Transaktionen auf über 60 Prozent gestiegen ist. Auch die Erhöhung der Limite zur kontaktlosen Zahlung ohne PIN-Eingabe auf 80 Franken ist gut sichtbar.

Daten zu Debitkarten sind leider nicht verfügbar. Beachte, dass auf der Grafik von digitalmedia.ch die Y-Achse zugeschnitten ist, was den Anstieg auf den ersten Blick steiler aussehen lässt.

Entwicklung Kreditkarten-Transaktionen

Bild: digitalmedia.ch

Internationale Touristen

Für den Tourismus hat Covid-19 gravierende Auswirkungen – insbesondere auf internationaler Ebene. Die Welttourismus-Organisation UNWTO hat für das Jahr 2020 drei mögliche Szenarien berechnet.

Beim optimistischen Szenario rechnet die UNWTO mit 850 Millionen weniger internationalen Touristen als im letzten Jahr, ein Rückgang von 58 Prozent. Bei den beiden extremeren Szenarios kommt sie sogar auf einen Einbruch von 70, respektive 78 Prozent.

Touristenankünfte

Bild: UNWTO/watson

Luftverschmutzung

Neue Daten des Erdbeobachtungssatelliten «Sentinel-5 Precursor» zeigen, wie sich die Luftverschmutzung während der Pandemie verringert hat. Insbesondere geht es dabei um die Stickstoffdioxide (NO2). Über Norditalien ist der Rückgang besonders eindrücklich (Daten bis Anfang März).

abspielen

Die Corona-Welle

Der Kartenblog World Mapper hat die Chronologie von bestätigten Covid-19-Fällen visualisiert. Dabei entstand eine aussergewöhnliche Weltkarte: Je mehr bestätigte Fälle, umso mehr Fläche nimmt das Land an.

Das Gif deckt den Zeitraum von 21. Januar bis zum 23. April 2020 ab und zeigt, wie das Virus erst von Asien auf Europa und dann auf Nordamerika übergeschwappt ist.

Animiertes GIF GIF abspielen

Bild: world mapper

Inzwischen hat das Virus auch die Region Südamerika mit voller Wucht erreicht. Mehr dazu in folgendem Artikel:

Schulbildung

1,6 Milliarden Schüler, Schülerinnen, Studenten und Studentinnen waren von Schulschliessungen betroffen – das sind 90% aller Personen, die weltweit zur Schule gehen. In 192 Ländern wurden die Schulen und Universitäten landesweit (oder zumindest in einigen Regionen) geschlossen.

Wo die Schulen im April 2020 geschlossen waren

Schulschliessungen April 2020

Bild: UNESCO Institute for Statistics/watson

Arbeitslosigkeit

Viele Menschen haben wegen den wirtschaftlichen Folgen, die das Coronavirus nach sich zieht, ihre Arbeitsstelle verloren. Auch die Schweiz meldet für den Monat April 2020 über 150'000 Arbeitslose, der Anstieg durch die Krise ist deutlich erkennbar.

Arbeitslose 2019 und 2020 Schweiz

Bild: watson

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eistgleichemcequadrat 22.05.2020 07:40
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, WO die Öltanker in Zentralsibirien (und an der Grenze zu Kasachstan) gestrandet sind. Fotos wären vielleicht aufschlussreich. Schaut sicher cool aus, mitten in der Taiga.
  • tuco 21.05.2020 21:44
    Highlight Highlight bitte stellen sie unsere welt auf die füssen wieder.

    mir ist schwindelig………..
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 21.05.2020 20:13
    Highlight Highlight Ich würde eher sagen, die Menschheit hat den gesamten Planeten auf den Kopf gestellt.
  • Joe Smith 21.05.2020 19:58
    Highlight Highlight Ja, es liegen viele Tanker vor Anker. Wenn ich den Filter dann aber umkehre und die beiden Bilder vergleiche, dann scheint mir die diesbezügliche Lage denn doch nicht wirklich wild zu sein.
    • foxtrottmikelima 21.05.2020 22:25
      Highlight Highlight Ging mir auch so. Sind immer noch vieeeel mehr Tanker unterwegs als geankert.

      Geankert kann vermutlich auch heissen, dass der Tanker gerade befüllt wird.
    • Stinkstiefel 22.05.2020 02:06
      Highlight Highlight Vor allem sind Tanker nicht gleich Öltanker. Die Karte ist total irreführend.

      Mit den genannten Parametern werden alle Tankschiffe angezeigt; Rohöltanker, Treibstofftanker, Wassertanker, Flüssiggastanker, (...), sogar Fruchtsafttanker!

      Sieht man auch daran, dass einige Punkte ziemlich weit im Landesinneren sind. Die Hochsee-Tanker, die tatsächlich zum temporären Lagern der überschüssigen Ölproduktion irgendwo vor Anker liegen, wären viel zu gross für diese Flüsse. Die fassen ab 500'000 Barrels aufwärts.

  • lilie 21.05.2020 19:04
    Highlight Highlight Nun ja, alle diese Änderungen sind vorerst entweder nur Prognosen oder stellen einen (vermutlich) vorübergehenden Effekt dar.

    Wie ganz genau die Coronakrise die Welt verändern wird, wird sich erst in den kommenden Jahren herausstellen.

    Oft sind die grössten Befürchtungen unbegründet, aber auch die grössten Hoffnungen treten nicht ein. Alles in allem sollten wir deshalb zuversichtlich bleiben und unser Bestes tun.
    • MaPhiA 21.05.2020 19:53
      Highlight Highlight wie heisst es so schön - ''es wird längst nicht so heiss gegessen, wie es gekocht ist''....
    • Garp 21.05.2020 19:58
      Highlight Highlight Von Prognosen ist in dem Artikel doch gar nicht die Rede.
    • lilie 21.05.2020 21:51
      Highlight Highlight @MaPhiA: Genau! 😃

      @Garp: Guck mal die #1 an... 🙂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 21.05.2020 19:02
    Highlight Highlight Ich kann nicht alle Graphiken beurteilen. Aber dass man Schweden einfach in den Topf der geschlossenen Schulen schmeisst, ist eine unzulässige Vereinfachung. Erst ab der 9. Stufe griff man in Schweden zum Fernunterricht. Für alle jüngeren Schüler, was die Mehrheit ausmacht blieben die schulen geöffnet.
  • tuco 21.05.2020 18:35
    Highlight Highlight



    bitte stellen sie unsere welt auf die füssen wider.

    mir ist schwindelig………..
    • lilie 21.05.2020 21:09
      Highlight Highlight @tuco: Lass doch einfach eine Gabel fallen. Dort, wo sie landet, ist unten. 😊
  • WHYNOT 21.05.2020 18:19
    Highlight Highlight Nicht der Virus 🦠 hat dies - was Europa anbelangt - verursacht, sondern die Beibehaltung des Lockdowns Anfang April, obwohl die Zahlen stark rückläufig waren. Es geht nicht an, die aktive Bevölkerung auf Standby zu setzen statt die vulnerablen Gruppen zu schützen. Die Rechnung für diese Schnapsidee wird uns schon präsentiert und trifft nicht jene, die sie beschlossen haben. Die Folgen sind verheerend und diese wird eine ganze Generation ausbaden müssen und dies ist ein Fact, welcher nicht mit wilden Verschwörungsterapien abgetan werden.
    • Robercik 21.05.2020 21:40
      Highlight Highlight Du bist voll recht. Leute wollen immer noch nicht verstehen, dass der Lockdown viel viel mehr Leid (Tote, Armut, Gewalt, Krankheiten, kurzere Lebenserwartung) in vielen Ländern verursachen wird, als COVID-19. Es wird noch Zeit, wenn sie das verstehen.
  • stadtzuercher 21.05.2020 18:06
    Highlight Highlight Würden Menschen mit geringem oder ungesichertem Einkommen anders über die mehrmonatige Stillegung der Wirtschaft entscheiden als gutverdienende und sozial abgesicherte Politikerinnen?
    • ARoq 21.05.2020 20:16
      Highlight Highlight Laut dieser Studie sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft bei einer Reproduktionszahl von 0.75 am geringsten (Sowohl bei einer geringeren, als auch bei einer höheren Reproduktionszahl steigen die Kosten der Pandemie):
      https://www.ifo.de/DocDL/sd-2020-digital-06-ifo-helmholtz-wirtschaft-gesundheit-corona_1.pdf

      Diese Zahl wurde erst Anfang April erreicht und konnte seither gehalten werden. Somit ist die "Stilllegung" wohl im besten Interesse der Wirtschaft.
    • andy y 21.05.2020 20:28
      Highlight Highlight Ich denke ja
    • j0nas 21.05.2020 20:52
      Highlight Highlight Wären Menschen mit geringem oder ungesichertem Einkommen von einem sich unkontrolliert ausbreitenden Virus schlimmer betroffen als gutverdienende und sozial abgesicherte Politikerinnen?
    Weitere Antworten anzeigen

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