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«Bitte keine Araber» – diese rassistische Absage schockiert nicht nur den Bewerber



Berlin steht ja eigentlich für offene Menschen und Multikulti. Diversität und Urbanität.

Ein renommiertes Architekturbüro aus der deutschen Hauptstadt scheint das anders zu sehen. «Bitte keine Araber». Diese Antwort erhielt ein Mann, als er sich bei dem Architekturbüro für ein Praktikum bewerben wollte.

Wie der Spiegel berichtet, hat die Chefin des Büros das Mail verschickt. Gegenüber dem Magazin bestätigt das Unternehmen, das Schreiben gesendet zu haben. Es sei ein Versehen gewesen, verteidigt es sich. Das Mail sei nur für den internen Versand bestimmt gewesen.

Nachdem die nicht sehr charmante Absage beim Bewerber angekommen war, stellte er sie auf Facebook. «Die schlimmste Absage, die man nur bekommen kann», schrieb er dazu.

Auch auf Twitter macht das Foto der Mail die Runde. Die Autorin Bahar Aslan, die selbst türkische Wurzeln hat, postete es auf dem Kurznachrichtendienst. Dazu schrieb sie:

«Dass Menschen mit Migrationshintergrund es schwerer haben, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden wissen wir bereits aus zahlreichen Studien. Häufig ist dann von Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit die Rede, aber leider spiegeln diese Begriffe nicht unsere Realität wider. Das was wir tagtäglich im Beruf, auf der Arbeit oder bei der Wohnungssuche erleben ist Rassismus. Häufig bekommen wir die wirklichen Gründe für eine Absage nicht mit, aber manchmal lässt man uns erahnen dass wir hier nicht willkommen sind.

... und weiter:

«Wir, die hier geboren und aufgewachsen sind, bekommen immer wieder zu spüren dass wir nicht dazugehören. Wir werden auf unsere vermeintliche Herkunft reduziert und müssen unsere Zugehörigkeit, die ja selbstverständlich ist, stets unter Beweis stellen. Während meiner Ausbildung zur Kauffrau f. Bürokommunikation musste ich penibel darauf achten, immer als Erste im Büro zu sein. Das wollte mein Papa so, da er fürchtete man könnte mich als die „faule und unpünktliche Türkin“ abstempeln.

Das Architekturbüro verteidigt sich gegenüber dem «Spiegel».

«Selbstverständlich respektieren wir nicht nur Menschen, sondern auch Gesetze wie das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)», liess es verlauten.

Zu diesem Vorfall sei es gekommen, weil die Bewerbung versehentlich einer laufenden Stellenausschreibung für den Standort China zugeordnet worden sei. Der Bewerber habe jedoch nicht über die nötige Qualifikationen verfügt. Die Bewerbung sei dann «mit verkürztem Kommentar» vermeintlich an das Sekretariat zurückgeschickt worden.

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141Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 19.01.2020 02:54
    Highlight Highlight Na dann bleiben der Schweiz hoffentlich zukünftig weitere solche architektonische Schandmale erspart, wie sie von dieser Firma in Biel hingeklotzt wurde.
    Biel zählt zwar in dieser Hinsicht nicht zu den optischen Perlen der Schweiz, doch so etwas hat nicht einmal diese Stadt verdient und verursacht vor allem nur Augenkrebs.
    Auch nicht verwunderlich wenn der Flughafen Berlin nie fertig wird bei der Involvierung solcher Firmen.
    Begründung bei der Absage für ihre nächsten Projekte.
    Bitte keine Klotzköpfe!
    Benutzer Bild
  • Victor Paulsen 18.01.2020 19:21
    Highlight Highlight Nur weil die Mail "nur" für intern war, macht das die Sache nicht besser. Der Grund bleibt derselbe. Eher im Gegenteil, dadurch zeigt man, dass auch bei normalwirkenden Absagen, ein anderer Grund dahinter stecken kann
  • wartschnell 18.01.2020 16:34
    Highlight Highlight Die Kommentare hier stimmen mich traurig...
  • Do not lie to mE 18.01.2020 13:34
    Highlight Highlight Ist sicher zu verurteilen, aber leider erfüllen einige wenige den Stereotype, wie es bei einer Gerichtverhandlung in Deutschland kürzlich gezeigt wurde. Ob wir von hier aus die richtige Objektivität in Bezug zu Berlin und dessen Probleme/Vorurteile haben weiss ich nicht.
    Play Icon
  • MGPC 18.01.2020 13:32
    Highlight Highlight Ich habe da mal eine Frage. Rassismus wird immer mit negativen Argumenten, Ansichten oder Einstellungen verknüpft. Angenommen ich bewerbe mich im Ausland Bei einer Firma und von mir , als Schweizer , wird Pünktlichkeit, Sauberkeit und Präzision erwarten. Mich persönlich kotzt diese Schubladisierung an. Rassismus? Nur weil ich aus einem gewissen Land komme erwartet man ein gewisses Verhalten. Von manchen weis man einfach das sie faul, verantwortungslos oder nicht repräsentativ sind. Ist halt einfach so, hat nichts mit Rassismus zu tun.
  • La14b011 18.01.2020 13:22
    Highlight Highlight Würde gerne den Namen des Büros wissen...
  • ruvos 18.01.2020 13:09
    Highlight Highlight An alle selbsternannten Moralapostel: ich hoffe das sie nicht nur schön schreiben können und sich dabei besonders gut fühlen sondern sich auch im wirklichen leben so verhalten wie sie von sich glauben. 😇
  • skeptiker97 18.01.2020 12:44
    Highlight Highlight In meinem Geschäft, stelle ich an wen ich will. Das ist kein Rassismus, sondern das zusammenstellen eines funktionierenden Teams. Wenn ich keine Schweizer in dem Team haben will, ist das ok. Wenn ich Deutsche nicht im Team haben will, ist das auch ok. Wenn ich keine Araber in meinem Team haben will, ist das Rassismus. einfach nur KRANK.
    • Ueli der Knecht 18.01.2020 15:47
      Highlight Highlight Wenn du dein Team aufgrund solchen Kriterien zusammenstellst, dann bist du offensichtlich imkonpetent und dein Team unfähig. Aber nicht etwa wegen den Team-Mitgliedern, oder deren Nationalität, sondern weil der Fisch vom Kopf her stinkt. Wegen einem unfähigen Teamleiter.

      Vermutlich arbeitest du in einer Branche, wo es kein gesunder Wettbewerb sondern nur Filz und Vetterliwirtschaft gibt. Bei einem fairen Wettbewerb wäre dein minderbemitteltes Team längst vom Markt gefegt worden.
  • skeptiker97 18.01.2020 12:37
    Highlight Highlight Was daran soll jetzt wirklich rassistisch sein? Wenn ich gewisse Leute nicht in MEINEM Betrieb haben will, hab ich doch das Recht es direkt zu schreiben. Spart viel Zeit und Ärger für beide Seiten. WEnn ich schreibe, Hans Müller braucht sich gar nicht vorzustellen, brüllt kein Hase danach.
  • Neversober 17.01.2020 20:45
    Highlight Highlight Passierte mir auch! Immer noch geschockt!
    Benutzer Bild
    • Ueli der Knecht 18.01.2020 14:12
      Highlight Highlight Ich hoffe, du hast inzwischen eine bessere Stelle gefunden. Ich meine, du kannst froh sein,

      1) über die Ehrlichkeit der Absage, und

      2) dass du dieses Stelle nicht angetreten hast.

      Bei dieser (offensichtlich inkompetenten) "Leitung" wäre das kaum gut gekommen. Das vorprogrammierte Bossing hätte dich vermutlich gesundheitlich ruiniert.

      Da kann man höchstens Mitleid mit denjenigen haben, die in dieser Firma arbeiten müssen. Du aber hast Glück gehabt.
    • Neversober 18.01.2020 15:32
      Highlight Highlight @ueli
      Danke für die netten worte. Ich habe kurz später eine viel bessere stelle angetreten in einem sehr guetm betrieb. Somit hatte ich wirklich glück durfte ich diese stelle wegen meiner nationalität anfangen.
    • Radesch 19.01.2020 09:35
      Highlight Highlight @Neversober

      Ich würde abklären, ob man sich da ggf. Abfindungen auszahlen lassen kann. Ich meine arbeiten willst du ja da sowieso nicht. Wenn aber mir jemand schon so kommen würde, dann ziehe ich wenigstens das Beste für mich dabei heraus.
  • la vérité 17.01.2020 20:32
    Highlight Highlight Als Repräsentant einer Firma gehört neben Fachwissen auch die Bereitschaft sich an die Sitten und Gebräuche des Gastlandes anzupassen. Nehme auch an, dass mit Araber eher Moslem gemeint war. Leider entspricht es den Tatsachen, dass Menschen dieser Religion nicht unbedingt zu den Anpassungsfähigsten gehören.
    • bebby 18.01.2020 10:49
      Highlight Highlight Weil wir Christen so anpassungsfähig waren, haben wir auf der ganzen Welt Kirchen gebaut und Schweizerclubs gegründet...so ein Blödsinn. Es hängt letztlich vom Menschen ab.
    • Roland Bach 18.01.2020 15:45
      Highlight Highlight bebby, bist du fertig damit dich selber zu geisseln?
      Das viele Menschen aus islamischen Ländern sich nicht anpassen wollen und uns dazu zwingen wollen sich ihnen anzupassen ist nichts neues. Ist eben Realität.
    • Ueli der Knecht 19.01.2020 12:40
      Highlight Highlight la vérité und Roland Bach scheinen jedenfalls solche Spezies zu sein, die sichweder anpassen können noch anpassen wollen.

      Aber die Zeiten ändern sich. Da bleiben diejenigen zurück, die sich wie Roland und la vérité nicht anpassen können.

      Statt irgendwelche Einsicht zu haben, und die eigene Unbeweglichkeit zu bemerken, werden diese unflexiblen und zurückgebliebenen Betonköpfe dann zu Wutbürgern, die anpassungsfähige Migranten und alle anderen für alles ihr Unglück verantwortlich, nur nicht sich selbst. Gepaart mit ihrem Neid auf die Anpassungsfähigkeiten resultiert daraus Hass und Hetze.
  • TheKen 17.01.2020 20:25
    Highlight Highlight Das ist Privatsache. Wenn du am SVP Stammtisch bist bekommst du noch andere Sachen zu hören. Das Büro hätte auch schreiben können, keine Raucher, Veganer. Wer zahlt bestimmt, ihr Laden ihre Regeln.
    • Laut_bis_10 18.01.2020 10:25
      Highlight Highlight Privatsache ... Also könnte man sich in seinem Geschäft auch weigern Juden einzustellen? Oder an Juden zu verkaufen? Dieser Pfad führt zur dunklen Seite, lieber Padawan.
    • Roland Bach 18.01.2020 15:46
      Highlight Highlight Laut bis 10: Ja kann man, warum nicht? Würdest du etwas gegen einen Jüdischen Laden schreiben der keine Muslime einstellen will?
    • Laut_bis_10 18.01.2020 20:21
      Highlight Highlight @Roland Bach: Ja, natürlich ... 😕
  • Ra_Do 17.01.2020 20:10
    Highlight Highlight das grösste problem bei dieser thematik ist meiner meinung nach ja nicht die diskriminierung sondern das es im heutigen zeitalter immer noch endlos viele leute gibt mit migrations hintergründen, weil in der heimat dieser leute die "macht besessenen" nichts anderes macht als kriege zu führen auf kosten ihrer eigenen staatsbürger.

    wenn im eigenen land die umstände besser wären würde es warscheinlich nie zu solch einem ereigniss kommen, weil sie ja wenn möglich lieber in ihrer eigenen heimat arbeiten wollen.
    • bebby 18.01.2020 11:29
      Highlight Highlight Wir alle haben einen Migrationshintergrund. Die Schweiz war lange ein Auswandererland und die letzten 50 Jahre ein Einwandererland. Migration ist völlig normal. Fast alle grossen Unternehmer sind zugewandert wie zB der Nestlegründer.
    • Ra_Do 18.01.2020 15:09
      Highlight Highlight bedeuted nicht das man mit migration irgend wann mal stoppen sollte, sonst wird die diskriminirung einfach immer grösser
    • Ra_Do 18.01.2020 15:11
      Highlight Highlight und einzelne zu/auswandere macht ja nichts aber wenn dann auf einmal leute im 100'000 vor der grenze stehen dann kann man das nicht normal nennen
    Weitere Antworten anzeigen
  • THEOne 17.01.2020 19:40
    Highlight Highlight dabei sind araber sehr, sehr zuverlässige und witzige mitarbeiter. haben immer gaudi.
    zumindest ist das bei uns so...
    in diesem fall isses aber eher wegen den muslimen allgemein denke ich. sind die chinesen ja nich so fan von wie wir gemerkt haben
    • front2back 17.01.2020 21:03
      Highlight Highlight Frei nach dem Motto: Gaudi mit dem Saudi?
      Ok, ich gebs zu... Bitzli flach
  • rüpelpilzchen 17.01.2020 19:30
    Highlight Highlight Es muss nicht immer profaner Rassismus sein.
    Vielleicht sucht sich die Chefin ja per Stelleninserate einen neuen Hengst. Für gemeinsame Kinder.
  • Laut_bis_10 17.01.2020 19:03
    Highlight Highlight Das muss ein Schreibfehler sein, die gute Frau wollte schrieben;

    "Bitte kein Arabär", weil sie denn Mann für eine Papageien-Bär-Kreuzung hielt, die nicht qualifiziert war.
  • ruvos 17.01.2020 17:49
    Highlight Highlight Wenn ich in ein fremdes Land gehe, muss ich auch damit rechnen, das ich diskriminiert werde. Das ist doch ganz klar! Wer das nicht glaubt ist naiv. Es ist doch normal das die Landsleute aus gleicher Herkunft zuerst für ihre eigenen Landsleute schauen.
    • *klippklapp* 17.01.2020 20:53
      Highlight Highlight Was genau bedeutet „normal“? Wenn du das so schreibst, könnte man meinen du meinst dies sei von der Natur aus so vorgegeben. Diese Aussage vernebelt, dass etwas wie Nationalstaaten etwas von Menschen kreiertes ist. Und dieses wir-Gefühl, dass du beschreibst ist daher wohl eher anerzogen.

      Also, was „normal“ ist, bestimmt die Gesellschaft mit. Und anscheinend stehen in Deutschland die Mehrheit der Bürger hinter dem Grundgesetz, in dem Diskriminierung, wie in der Beschriebenen Situation, verbietet.

      Sie haben also entschieden, dass dies nicht normal ist oder nicht sein soll.
    • Mr. Malik 17.01.2020 22:52
      Highlight Highlight @ruvos

      Ich brauche deine Hilfe:

      Ich bin halb Araber 1/4 Österreicher 1/4 aus Suhr (AG)...

      Wo darf ich nun hin?
      Wo bin ich nicht fremd?
      Hier geboren reicht?
      Bier trinken?
      Bratwurscht ässe?
      Soll ich einen Schweizer namen annehmen?
      Die Kiffenden Nachbarn bei der Polizei melden?

      In den Arabischen Ländern bin ich immer der Schweizer, in der Schweiz immer der Araber.

      Ist es halt nun einfach so, dass ich nirgendwo dazugehören kann?

      Sind das also die christlichen Werte, die Leute wie ich einfach nicht verstehen können?

      Toll..
    • Radesch 17.01.2020 23:03
      Highlight Highlight @ruvos
      Deswegen bist du nicht Firmenbesitzer einer international erfolgreichen Unternehmung.
      Bei der Arbeit geht es in erster Linie um die Beziehungen und in zweiter Linie um die Qualifikationen (Manchmal auch umgekehrt, gerade in hohen Positionen ist Vitamin B trotzdem sehr hilfreich).

      Nationalität usw. Dürfte eigentlich gar kein Anstellungskriterium sein. Ich würde auch niemanden aus Arabien einfliegen lassen, aber die Firma sowieso international aufgestellt ist, macht das keinen Sinn. Wäre für mich als Kunden auch interessant... Was sagen die wohl zu Chinesen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 17.01.2020 17:36
    Highlight Highlight Ich frage vor allem, weil mir dieses Rassenkonzept einfach fremd ist
  • Darkside 17.01.2020 17:35
    Highlight Highlight Dazu mal eine ernst gemeinte, nicht wertende Frage: Sind "Araber" eine Rasse? Wie viele Rassen gibt es? Sind z.B. Europäer eine Rasse? Oder müsste man zwischen Nord und Süd unterscheiden? Der Finne ist ja doch ziemlich unterschiedlich zum Spanier. Wer bestimmt das? Das würde mich interessieren.
    • Sharkdiver 17.01.2020 22:14
      Highlight Highlight Ev. interpretiere ich ihre Frage falsch, aber Rassismus bezieht sich noch mehr nur auf Rasse
    • Grohenloh 17.01.2020 22:24
      Highlight Highlight Biologisch gehören alle Menschen der gleichen Rasse an. Also analog Hunderassen sind alle heute lebenden Menschen zB Pudel.
      Eine andere Rasse waren etwa die Neandertaler
    • Ueli der Knecht 17.01.2020 23:55
      Highlight Highlight Araber sind eine Rasse:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Vollblutaraber

      Zumindest bei Pferden.

      Bei Menschen gibt es keine verschiedene Rassen. Nur vielfältige Kulturen (daher sprechen die Rassisten neuerdings von "Leitkultur" und "christlich-abendländisch" oder solchen Begriffen).

      Araber sind in diesem Sinne Semiten. So wie auch die Juden.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Semiten

      In diesem Sinne ist diese krude Absage "bloss keine Araber" auch ein Ausdruck von Antisemitismus, wie er nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz leider wieder stark im Trend ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 17.01.2020 17:20
    Highlight Highlight Die Gesinnung machts..

    Aber ist in der Schweiz nicht besser.
    Obwohl Schweizer Bürger und schweizerdeutsch sprechend, mit französischem oder italienischem Namen wirst auch diskriminiert.
  • Caissa15 17.01.2020 17:17
    Highlight Highlight
    Mag wohl hier kein schöner Einzelfall sein.
    Fakt ist aber :
    unendliche Forderungshaltung stehen null Fähigkeiten und null Leistungsbereitschaft gegenüber.
    • überflüssig 17.01.2020 20:15
      Highlight Highlight öhm?
      und das kannst du so allgemein gültig sagen, weil ...?
    • für d' Füchs 18.01.2020 07:30
      Highlight Highlight Behauptest du grad ernsthaft, alle Araber seien unfähig, faul und stellen unendliche Forderungen und stellst das auch noch als "Fakt" hin? Dein f***ing Ernst? Wie ekelhaft verallgemeinernd und rassistisch kann man bitte sein... Wäre ja gerade so, als würde ich wegen Menschen wie dir alle Schweizer als Rassisten betiteln. Ist ja dann ein "Fakt", weil Watson User Caissa15 auch rassistisch ist.
  • Hosesack 17.01.2020 17:02
    Highlight Highlight Das renommierte Architekturbüro werkelt an einer neuen Reichshauptstadt oder will vielleicht den Uboothafen in Prora wieder instand setzen?
    • henkos 18.01.2020 07:12
      Highlight Highlight Wir in der Schweiz sitzen bei diesem Thema absolut im Glashaus. Daher lieber nicht mit Steinen werfen.
  • konrad_klotz 17.01.2020 17:01
    Highlight Highlight Eine private Firma kann und muss einstellen können wen sie wollen. Unglücklich ist, dass das nach aussen kommuniziert wurde...
    • Radesch 17.01.2020 23:05
      Highlight Highlight Wenn man so blöd ist, seinen Rassismus nach aussen zu kommunizieren gehört man auch bestraft, wie ich finde.
  • Locutus70 17.01.2020 16:58
    Highlight Highlight Ein böser Patzer. Die Erklärung des Archtiekturbüros leuchtet allerdings ein, denn Araber sind in China bzw. bei der kommunistischen Führung nicht sonderlich beliebt.

    Jüngeres Beispiel:
    https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/china-peking-verbietet-laeden-arabische-schriftzeichen-63692652.bild.html
  • Donald 17.01.2020 16:39
    Highlight Highlight In China ist tatsächlich vieles ziemlich rassistisch.

    Dies wird aber bei uns aber durchwegs ignoriert. Wird fokussieren uns lieber auf die guten Geschäfte und günstigen Produkte. Ethische Standards interessieren niemanden.
  • CalibriLight 17.01.2020 16:23
    Highlight Highlight Aha. Ein "Araber" verfügt per se nicht über die notwendigen Qualifikationen für China?
    Diese Ausrede ist ja wohl mindestens so schlimm wie die Absage. Ich kann es nicht fassen.
    • Locutus70 17.01.2020 17:00
      Highlight Highlight Das hat mit der Qualifikation gar nix zu tun, sondern mit dem Umstand das die Chinesen bzw. die kommunistische Führung keine Araber haben will.
    • CalibriLight 17.01.2020 17:06
      Highlight Highlight @Locutus70 - ist das so? Woher weisst du das? Wüsste gerne mehr darüber.
    • Rabbi Jussuf 17.01.2020 17:15
      Highlight Highlight Calibri
      Würdest du dich nur ein kleines bisschen informieren, hättest du dir den Post sparen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 17.01.2020 16:16
    Highlight Highlight So sehens wohl Rechtspopulisten:

    "Reduce it to the max"
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 17.01.2020 15:54
    Highlight Highlight Als obs es besser macht, dass das Mail nur für den internen Gebrauch gewesen wäre.
  • Kreasty 17.01.2020 15:40
    Highlight Highlight Kla ist dies unter aller Sau, aber genauso wenig kann man dann wieder in die Opferrolle springen.

    Solange es Menschen gibt die anders sind, werden diese durch andere Benachteiligt.

    Solange manche Einwanderer nicht anpassen können, werden jene die es machen oft trotzdem in das selbe Licht gerückt.

    Fällt für mich unter die Kategorie: "Hauptsache Aufregen"

    Wende mich das nächste mal auch an die Medien wenn mich einer wegen meiner Hautfarbe nicht mag.
    • Kesla 17.01.2020 15:57
      Highlight Highlight Ich nehme an, du bist weiss.
    • Kreasty 17.01.2020 16:03
      Highlight Highlight Falsch gedacht, aber kein Problem :)
    • Bruno S.1988 17.01.2020 16:12
      Highlight Highlight Er springt nicht in die Opferrolle. Er ist ein Opfer! Er hat die Stelle aufgrund seiner Rasse nicht bekommen.
      Du versuchst hier tatsächlich Rassismus zu verharmlosen! Gehts noch?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • RedStarBelgrade 17.01.2020 15:32
    Highlight Highlight In der Schweiz völlig normal. Wenigstens hat er eine ehrliche Antwort erhalten. Ob das nun gut oder schlecht ist, soll jeder für sich entscheiden. Aber sie ist ehrlich!
    • dä dingsbums 17.01.2020 15:52
      Highlight Highlight Das ist nützt etwa so viel wie wenn der Zahnarzt zwar den falschen Zahn zieht, diese Operation aber perfekt durchführt.
    • RicoH 17.01.2020 20:16
      Highlight Highlight Na ja, ehrlich wäre, dann auch zu dieser Meinung zu stehen.
      Oder anders formuliert: Sie könnten ja in der Ausschreibung gleich den Passus "bitte keine Bewerber mit Migrationshintergrund" hinzufügen :-).
    • Ueli der Knecht 18.01.2020 14:30
      Highlight Highlight "Wenigstens hat er eine ehrliche Antwort erhalten"

      Die ehrliche Antwort erhielt er nur ausversehen. Die wollten ihm die verlogene "Langversion" schicken, und schickten stattdessen irrtümlich die ehrliche "Kurzversion".
  • walsi 17.01.2020 15:32
    Highlight Highlight Hätte er geschrieben, keine Nazis. Wäre es kein Problem.

    Nicht die Diskriminierung ist das Problem. Es wurde einfach nur der Falsche diskriminiert.
    • Lavamera 17.01.2020 15:39
      Highlight Highlight Nazi zu sein ist eine Entscheidung. Die Herkunft, die Hautfarbe etc. jedoch nicht.
    • nur Ich 17.01.2020 15:39
      Highlight Highlight Weil ja politische Gesinnung und Ethnie das Gleiche sind. 🤦‍♀️
    • who cares? 17.01.2020 15:51
      Highlight Highlight Nazi zu sein, zieht gewisse Charakterzüge und Ansichten mit sich. Zum Beispiel Intoleranz und Hass auf Minderheiten. Sowas will man nicht in der Firma haben, z.B. könnte es zu Konflikten mit Juden oder Ausländern kommen.
      Ein arabischer Namen sagt absolut nichts über eine Person aus. Die Person kömnte in der Türkei aufgewachsen sein, in Dubai oder ganz einfach in Deutschland.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 17.01.2020 15:27
    Highlight Highlight Wenn man als Unternehmen nicht die besten Kandidaten auswählt und den Kandidatenpool auf bestimmte Merkmale beschränkt, verliert man über kurz oder lang. Besonders, wenn man im Kreativ- oder Wissensbereich arbeitet. Da ist das Kerngeschäft ja der Verkauf der Fähigkeiten der Leute, die man beschäftigt.
    • CaptainLonestarr 18.01.2020 06:16
      Highlight Highlight Naja, im Wissensbereich waren die Araber mal ganz gross. Dann haben sie sich selbst ein religiöses Denkverbot auferlegt und seit da kommt nix mehr.
      1,5 Milliarden Muslime und nur 1 Nobelpreis in Naturwissenschaften.... aus der Ecke kommt im Moment leider nicht viel. Schade eigentli
  • Me, my shelf and I 17.01.2020 15:24
    Highlight Highlight Erstaunt mich kaum noch: Was ich alles an mir selbst und in meinem Umfeld erlebt habe, hat mir das Vertrauen in die Schweizer Gesellschaft ordentlich zurechtgestutzt.
    • niklausb 17.01.2020 17:02
      Highlight Highlight Ah ja Berlin ist ja gleich links von Bümplitz oder ist es neben Kriens....
      Ganz nach Andi Möller: Mailand oder Madrid hauptsache Italien.
      Der Artikel dreht sich um Berlin.
      Es gibt sicherlich auch in der Schweiz Probleme dieser Art aber hier gehts mal nicht um die Schweiz.
    • Me, my shelf and I 17.01.2020 21:31
      Highlight Highlight niklausb
      Nur sind sich die deutsche Gesellschaft und die Schweizer Gesellschaft in sehr vielen Dingen näher als wir es gerne hätten. Den Rassismus der AfD kann die SVP schon lange.
  • derEchteElch 17.01.2020 15:17
    Highlight Highlight Jede Firma kann selbst entscheiden, wen es einstellt oder eben nicht, auch das Warum.
    • Bruno S.1988 17.01.2020 15:36
      Highlight Highlight Und jeder darf die Firma dafür kritisieren. Auf was möchtest du hinaus?
    • leverage 17.01.2020 15:52
      Highlight Highlight Diese Aussage ist für fast alle Ländet inkl. Deutschland falsch. Es hibt Gesetztr (steht auch im Artikel) die dafür sorgen, das man eben nicht jemand ablehnen kann weil er blaue Augen hat.

      Klar, schlussendlich kann man ozhne Grund ablehnen oder einen anderen Grund vorschieben... Dumm nur wenn es dann auskommt wie hier.

      Aber es kann auch jeder selbst entscheiden, ob er solche Firmen kritisieren möchte und das steht jedem zu.
    • who cares? 17.01.2020 15:57
      Highlight Highlight @Bruno Er ist wahrscheinlich auch Part der Fraktion, Hoteliers sollen Schwulen Doppelzimmer verweigern und Bäcker Hochzeitstorten für homosexuelle Paare ablehnen dürfen und das auch mit Homophobie begründen.

      Aber wahrscheinlich geht er auf die Barrikaden, wenn eine Frau einen Job bekommt, nur weil das Unternehmen ihre Frauenquote erhöhen möchte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nJuice 17.01.2020 15:14
    Highlight Highlight Der Name des Architekturbüros interessiert mich.

    Bin zwar selten in Berlin und arbeite noch seltener mit Architekten zusammen. Dennoch liegt mir viel daran, eine Zusammenarbeit mit dieser Firma vermeiden zu können.
    • P.Rediger 17.01.2020 15:29
      Highlight Highlight Weshalb die Blitzer? derEchteElch hat ja geschrieben, dass jede Firma selber entscheiden darf, wen sie weshalb nicht einstellt, dann muss das doch auch für Auftraggeber gelten, oder?
    • misohelveticos 17.01.2020 23:43
      Highlight Highlight njuice, schau auf dem Twitteraccount von Bahar Aslan nach.
      Fun-Fact: Die Firma, allerdings nicht die auffällig gewordene derzeitige Chefin, hat das NS-Dokumentationszentrum in Müchen entworfen, das an der Stelle des ehem. "Braunen Hauses" steht. Beschreibung: "Durch die Architektur des Gebäudes und die Gestaltung des Außenraums sollte der fundamentale Bruch mit der Geschichte des Standortes und zu den ehemaligen NS-Bauten in der Nachbarschaft (etwa der heutigen Musikhochschule) kenntlich gemacht werden."
      Fundamentaler Bruch mit Rassismus ist wohl nicht so ganz gelungen.
    • Ueli der Knecht 18.01.2020 00:03
      Highlight Highlight https://www.swiss-architects.com/de/architecture-news/meldungen/bitte-keine-araber

      Da stehen die vollen Namen des Architekturbüros und des abgewiesenen Bewerbers.
  • mxpwr 17.01.2020 15:08
    Highlight Highlight Verkürzt? Wie könnte die Langversion das Mail besser machen?
    • Derdiedaswaswarumwiso 17.01.2020 16:07
      Highlight Highlight Sehr geehrter .....

      Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass wir Sie bei der Besetzung der Stelle nicht berücksichtigen können.

      bla bla bla.

      T. Schneflocke


    • mxpwr 18.01.2020 09:04
      Highlight Highlight Und wenn man was davon wegkürzt wird daraus "keine Araber"?
    • KOHL 18.01.2020 10:14
      Highlight Highlight Z.B:
      Liebe x
      BITTE heute KEINEn Kuchen mitnehmen, ich ha heute schon rARABERkuchen zum Frühstück.
  • Irano 17.01.2020 15:08
    Highlight Highlight Wenn sich jemand bei mir bewirbt, jedoch nicht über die nötigen Qualifikationen verfügt, mache ich auch Bemerkungen über seine Herkunft. Ist doch logisch.
    • MiezeLucy 17.01.2020 16:47
      Highlight Highlight Das ist sehr traurig und sehr kurz überlegt, denn was hat Qualifikation mit Herkunft zu tun??
    • DunkelMunkel 17.01.2020 17:25
      Highlight Highlight Ja vorallem wenn man für den chinesischen Markt Chinesen einstellen will.
    • Achlys_ 17.01.2020 17:26
      Highlight Highlight Ich hoffe schwer, dass das schlecht kommunizierte Ironie ist.
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Analyse

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