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In «Rechts. Deutsch. Radikal.» geht Reporter Thilo Mischke der rechtsradikalen Szene auf den Grund. bild: prosieben

«Ich bin erschüttert»: ProSieben-Reportage über Rechtsextremismus bewegt Zuschauer



Schon im Vorfeld wurde die am Montagabend ausgestrahlte ProSieben-Reportage «Rechts. Deutsch. Radikal.» heiss diskutiert. 18 Monate lang recherchierte Reporter Thilo Mischke für die ProSieben-Spezial-Folge in der rechten und der rechtsextremen Szene Deutschlands. Er zeigt, wie rechte und rechtsextreme Gruppen miteinander verwoben sind, wo sie sich unterscheiden und wo es keine Abgrenzungen mehr gibt.

Für besonders viel Wirbel sorgten dabei die Aussagen des ehemaligen Pressesprechers der AfD, Christian Lüth.

Bei einem von ProSieben heimlich aufgezeichneten Gespräch mit einer rechten Youtuberin fantasierte er darüber, Migranten erschiessen oder vergasen zu lassen. Die Äusserungen hatten mittlerweile Auswirkungen für Lüth. Die Partei teilte mit, ihn fristlos entlassen zu haben.

Doch das war nicht die einzige Reaktion, die die Reportage auslöste. Auf Twitter trendete die Sendung, sammelte tausende Reaktionen ein.

Reporter Mischke besuchte für die Reportage im sächsischen Ostritz ein Rechtsrockkonzert und in Dresden eine Pegida-Kundgebung. Ausserdem sprach er mit dem Rechtsextremen Michael Brück, NRW-Landesvorsitzender der Partei «Die Rechte», die vom Verfassungsschutz als demokratiefeindlich eingestuft wird, und dem 18-jährigen Sanny Kujath, Gesicht der rechten Jugendgruppierung «Junge Revolution».

Lob für ProSieben – Entsetzen über Aussagen der Rechtsextremen

Die Gespräche mit den Rechtsextremen wurden von vielen Twitter-Nutzern positiv bewertet. Es sei gut und wichtig, vor dem Gedankengut vieler Rechter zu warnen, so die mehrheitliche Meinung auf Twitter.

Doch unter das Lob für die Doku mischte sich auch Entsetzen über die Aussagen einiger Protagonisten. So fallen beispielsweise Sätze wie «Wir müssen dafür sorgen, dass es Deutschland schlecht geht» (damit es der AfD in Sachen Umfragewerten gut geht) und «Ein Muslim müsste sich im Karneval hochsprengen».

Über die unverhohlen rechtsradikalen Äusserungen sind viele Twitter-Nutzer schockiert.

Sogar die Konkurrenz lobt die ProSieben-Doku

Dass selbst die Konkurrenz ein lobendes Wort für die Sendung übrig hat und sogar empfiehlt, den anderen Sender einzuschalten, kommt selten vor und beweist, wie wichtig das Thema für viele ist. In einem Tweet sprach die Mediengruppe RTL eine «Einschaltempfehlung» für die ProSieben-Reportage aus.

Und auch so manches Unternehmen nutzte die Gelegenheit, um sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren. Auf einen Hinweis eines Twitter-Nutzers, dass ein rechtsextremer Protagonist in der Doku Fritz-Kola trinkt, antwortet das Unternehmen: «Keine Kola für Faschisten». Fritz-Kola ist für sein Engagement gegen rechtsextreme Tendenzen bekannt.

ProSieben antwortet auf Kritik von AfD-Politikern und Rechten

Doch natürlich gab es von rechter Seite auch Kritik an der Doku. Der Stuttgarter Oberbürgermeisterkandidat der AfD sprach von einer «Diffamierungskampagne» gegen die «Rechtsstaats- und Bürgerpartei AfD». Ausserdem sei es «unfassbar», wie sich der Pressesprecher Lüth, dem nun wegen seiner menschenfeindlichen Äusserungen gekündigt wurde, in die Partei «hineinschleichen konnte».

ProSieben weist in einer Antwort darauf hin, dass Lüth sieben Jahre für die Partei gearbeitet habe.

Auch auf andere Kommentare aus der rechten Szene antwortet der Sender. Sanny Kujath von der rechten Jugendgruppierung «Junge Revolution», der in der Doku interviewt wurde, kündigte an, sich den «ProSieben-Schmutz» nicht geben zu wollen. ProSieben reagierte und fragte, ob er sich nun als Märtyrer stilisieren wolle.

Bereits im Vorfeld der Ausstrahlung hatte der Sender auf Kommentare rechter Trolle ungewohnt scharf reagiert und auf Twitter zu kritischen Äusserungen Stellung bezogen. Man versuche, in sozialen Netzwerken «immer angemessen und pointiert auf Kommentare zu antworten», teilte ProSieben gegenüber watson mit.

(lau/watson.de)

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129Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rekordmeister 30.09.2020 06:02
    Highlight Highlight Gewaltdelikte in der Schweiz von:

    Linksextreme: 115
    Rechtsextreme: 1

    QUELLE: Kam gestern (29.09.20) bei 10vor10

  • Korrektur 29.09.2020 21:10
    Highlight Highlight Was an diesem Comment gegen die Netiquette ist, weiss ich auch nicht. Desshalb zum 4 mal:

    Die AFD wurde von den anderen Parteien u den Medien in die Radikalität gedrängt. Jeder Misstritt wurde gefeiert. Man sprach nicht mit Ihren Exponenten.

    Die etablierten Parteien wollten ihre Macht um jeden Preis behaupten

    Die AFD radikalisierte sich erst später. Forderungen dieser Partei nach zB direkter Demokratie nach dem Vorbild der CH sind absolut verständlich.
    Auch wird in D jedes Migrationskritische Denken sofort als Nazi abgestempelt.
    Kein Wunder, beginnt es da irgendwann mal zu brodeln.
  • stevemosi 29.09.2020 19:20
    Highlight Highlight habs geschaut, sehr gute und investigative recherche-doku. aber nur so nebenbei, war ich zu bekifft oder hat Pro7 wirklich die ganze Sendung keine Werbung geschalten. wenn ja, toll! wenn nein, war das rauchi toll
  • Bildung & Aufklärung 29.09.2020 17:51
    Highlight Highlight Was einfach äusserst wütend macht, stört und auch sehr ungerecht und undankbar ist:

    Antifaschistische u. migrantische Menschen, Bündnisse und Kräfte haben exkakt über ALL DAS schon seit Jahrzehnten(!) berichtet, inklusive Beweise etc. Aber man hat das - gut rechtskonservativ wie man ist (CDU etc. rechte Mehrheiten) - einfach immer lächelnd ignoriert und beiseite gewischt, oft hat man sich sogar höhnisch darüber lustig gemacht!

    Liest man von (in ihrer Freizeit, gratis!) engagierten, sich oft Gefahr aussetzenden, Menschen, dann schmerzt es:

    "Hä?! Seit 20J berichte ich! Ich hab 0 Kraft mehr."
  • Alpharättli 29.09.2020 17:20
    Highlight Highlight Habe mir die Sendung angeschaut da es ein wichtiges Thema ist welches nicht totgeschwiegen werden darf. Aber dieser Moderator ging ja wohl gar nicht. Er hatte die ganze Sendung über seine Meinung und Vorurteile in den Vordergrund gestellt und krankhaft nach Bestätigung für seine Vorurteile gesucht. Er hat von anfang an seinen Gesprächspartnern seine eigene Meinung in den Mund gelegt und hat sich Antworten immer so zurecht gebogen, dass er sich bestätigt gefühlt hat. Interessant wäre auch noch gewesen, wenn man die Linksradikale Gemeinschaft thematisiert hätte.
  • D(r)ummer 29.09.2020 17:04
    Highlight Highlight Ganz heftige Doku.
    Nicht alles neu, aber ganz am Schluss geht der Draht direkt zur Parteispitze.

    Wie sich Gauland da nun rausreden will, nimmt mich echt wunder.

    Kompliment an Lisa.
    • Bildung & Aufklärung 29.09.2020 18:03
      Highlight Highlight Wie sich die SVP, welche eng mit der AFD verbandelt ist, welche die AFD geil findet und welche selbst das Vorbild der AFD ist, wie die AFD auch schon oft öffentlich betonte, nun rausreden will, nimmt mich viel, viel mehr Wunder.

      Gauleiter redet sich so 'raus' wie die Jahre zuvor, wie einfach jedes mal. Ganz simpel.
      "Einzelfall, alles nicht so gemeint, falsch verstanden und die Lügenpresse und Mainstreammedien würden das jetzt absichtlich verzerren"

      Kompliment an Lisa? Ist das nicht die, welche selbst so ist/'war', ständig für die Faschos weibelte und sich jetzt nach viel Druck zurückzieht?
  • AoxoToxoA 29.09.2020 16:25
    Highlight Highlight Falls jemand wie ich kein TV schaut und dadurch die Sendung verpasst hat:

    https://www.prosieben.ch/tv/prosieben-spezial/video/prosieben-spezial-rechts-deutsch-radikal-ganze-folge
  • What’s Up, Doc? 29.09.2020 15:08
    Highlight Highlight Ein Getränkehersteller muss ein Statement abgeben weil ein rechter Depp eine Cola säuft. Ist ja nicht so als hätten die ihm die Flasche auf dem Silbertablett hingebracht. Als ob die steuern könnten wer ihr Produkt kauft.
    Das ist echt peinlich.

    Willkommen im 2020.
    • Zyniker haben es leichter 29.09.2020 15:16
      Highlight Highlight Gemäss dem linken Mob sind sie verantwortlich, weil Gründe. Aber eigentlich sind sie schon schuld, ich meine sie verkaufen da braune Brause!
    • aglio e olio 29.09.2020 15:23
      Highlight Highlight Fritz Kola bzw. deren Hersteller engagieren sich bereits seit Jahren gegen Rechtsextremismus.
      Willkommen in diesem Jahrzehnt.
    • Balikc 29.09.2020 16:00
      Highlight Highlight Das mag für "eine Cola" so sein...

      Wer Fritz kennt weiss, dass die Firma seit ihrer Gründung politisch klar Position bezieht und sich gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Populismus engagiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bbelser 29.09.2020 14:44
    Highlight Highlight Dem Hype um Pro7 kann ich ehrlich gesagt gar nichts abgewinnen.
    Eigentlich ist es recht befremdlich, dass Pro7 erst jetzt diesem brennenden Thema eine Reportage widmet.
    ARD, ZDF, ARTE, Phönix, NDR, WDR etc. informieren schon seit Jahren mit mutigen Reportagen kritisch über den braunen Sumpf.
    Mit seinem sonstigen Programm-Mix lebt Pro7 doch geradezu von der apolitischen "Brot-und-Spiele" - Mentalität.
    Und genau diese Mentalität ist einer der Nährböden für den Erfolg eindimensionaler rechter Scheinlösungen und billiger Feindbild- und Sündenbock-Propaganda der Nazis.
    Ob Pro7 wohl dranbleibt?
    • Bildung & Aufklärung 29.09.2020 18:14
      Highlight Highlight Danke vielmals!

      Vorallem waren und warnen LANGE LANGE VOR denen (also ARD/ZDF tut sowieso fast nichts, schlechtes Bespiel!), unzählige AntifaschistInnen und Antifaschistische Bündnisse seit vielen Jahrzehnten!
      Krampfen sich den Hintern und mehr ab, natürlich alles unentgeltlich und in der Freizeit. Recherchieren, Beobachten, Informieren, Aktionieren, Demonstrieren, Bekämpfen usw. usf. seit den 60ern, 70ern, bis heute im Jetzt, in dem sehr viele gute Menschen aus D/CH/Ö, um hier zu bleiben, sich mit aller Kraft - gratis und franko - gegen Rechtsextreme/Rechtsextremismus engagieren.
  • Affenmaske 29.09.2020 14:15
    Highlight Highlight Besonders eingefahren ist mir die Lisa. Zuerst so haha dummes Püppchen aber dann tat sie mir unendlich Leid. Als ich dann ihr Profil auf Insta und Youtube anschaute inkl. Vorschläge wurde mir noch krasser bewusst was es da für eine Bubble gibt von der ich von meiner eigenen Bubble aus noch nie was mitgekriegt habe! Jedenfalls Bravo zur gelungenen Doku, war augenöffnend.
    • Vanessa_2107 29.09.2020 15:36
      Highlight Highlight Affenmaske - sie als dummes Püppchen zu bezeichnen, finde ich daneben, das ist sie nämlich nicht. Sie war naiv und hat dazugelernt.
    • Bildung & Aufklärung 29.09.2020 18:20
      Highlight Highlight "naiv" ...

      Naiv war ich, als ich als ganz kleines Kind glaubte, wir würden jetzt mit der von den grösseren Kindern gebauten "raumschiffkapsel" zum Mond fliegen, schliesslich haben sie es versprochen...

      Naiv sind viele wenn sie gerade 'blind vor Liebe' sind und in die Hände völliger Deppen oder Deppinnen werfen und festkrallen, obwohl das Debakel für alle ersichtlich ist.

      Leute die echt rechtsextrem sind und Nazis helfen und nicht selbst merken, wie unfassbar arm und kaputt das ist, sind nicht einfach nur "naiv".

      Eine Titulierung wie "dummes Püppchen" soll und darf auch mal schmerzen.
    • Vanessa_2107 29.09.2020 20:12
      Highlight Highlight Bildung& - ich glaube nicht, dass Naivität an ein Alter gebunden ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr Schneebeli 29.09.2020 13:48
    Highlight Highlight AzD statt AfD.

    Alternative zu Deutschland.

    Die Bundesländer im Osten gehen an Polen, Schleswig-Holstein an Dänemark, der Nordwesten an die Benelux-Staaten. Das Saarland und alles südlich davon als elsässisch-lothringisches Hinterland an Frankreich. Der Freistaat Bayern an Tschechien.

    Wäre historisch nicht ganz unkorrekt.
    • -thomi- 29.09.2020 15:39
      Highlight Highlight Bayern muss zu Österreich, weil Sissi.
    • Herr Schneebeli 29.09.2020 15:40
      Highlight Highlight Als deutsches Rumpf-Schrumpf-Kernland könnte man Bielefeld behalten. Bielefeld gibt‘s nämlich gar nicht.
    • misohelveticos 29.09.2020 16:17
      Highlight Highlight Wem möchtest Du Schlaumeier denn die Rheinland-Pfalz-Bewohner (zwar nördlich d. Saarlandes, aber nicht Nordwesten) und die Hessen geben?
      Da fällt es in jeder Hinsicht leichter die Schweiz aufzuteilen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoci 29.09.2020 13:29
    Highlight Highlight Sie bekommen nur Zulauf, wenn nich offen über die Probleme und Öngste mit Zuwanderern gesprochen wird, Täternationalitöten unter dem Deckel gehalten werden und Ängste nicht ernst genommen werden.
    Keine Migranten und agressive fremde Kulturen aufnehmen zu wollen ist noch kein Rassismus, sondern für viele Selbstschutz und gesunder Selbsterhaltungstrieb.
    Was AFD Anhönger machen/wolken ist was anderes. Das geht Richtung Terrorismus/Völkermord/Aushebelung Demokratie + echter purer Rassismus.
    Im Moment wird nicht unterschieden was eine Debatte+ Lösungssuche für echte Probleme +Angste verhindert.
    • Balikc 29.09.2020 16:05
      Highlight Highlight "Keine Migranten und agressive fremde Kulturen aufnehmen zu wollen ist noch kein Rassismus,..."

      Doch, genau das und nichts anderes ist es!
      Oder wie sonst erklärst du dir, dass die "Ängste" dort am grössten sind, wo es am wenigsten Migranten gibt?
    • Magnum 29.09.2020 16:19
      Highlight Highlight Kleiner Pro-Tipp: Mit potentiellen Massenmördern diskutiert man nicht. Die observiert man - und serviert sie dann rechtsstaatlich korrekt ab, bevor sie Blutvergiessen und menschliches Leid verursachen.

      Die AfD macht vehement Werbung für sich - als Beobachtungsfall vom Verfassungsschutz. Kein Fussbreit ist diesem braunen Gesindel entgegen zu kommen. Das ermutigt die nur weiter: Einen Finger bieten, und weg ist die Hand.
    • Samurai Gra 29.09.2020 16:19
      Highlight Highlight Wie wäre es wenn allen voran Rüstungsnationen wie Deutschland oder die Schweiz sofort alle Waffenexporte einstellen und für die Rohstoffe Zahlen was eine Sozial- und Umweltverträgliche Förderung kostet?
      Über Fluchtursachen redet man ungern
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 29.09.2020 13:27
    Highlight Highlight Ich hab die Doku nicht gesehen, aber was ich über sie lese, überrascht mich nicht im Geringsten.

    Wer weggeschaut hat, der ist wohl überrascht.
    • McStem 29.09.2020 16:49
      Highlight Highlight Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich soviel mit der Thematik befassen wie ich will, werde aber dennoch immer überrascht. Jede Doku zeigt einfach nochmals einen neuen Aspekt, den ich noch nicht kannte.
    • Garp 29.09.2020 17:13
      Highlight Highlight Und welche Aspekte sind das bei dieser Doku? Neugierige Grüsse!
    • McStem 29.09.2020 22:07
      Highlight Highlight Die junge Garde um Sanny Kujath zum Beispiel, wie weit die Vernetzung generell fortgeschritten ist, oder die "Journalisten" bei der PK der AFD.

      Passt natürlich alles ins Bild wurde aber so explizit nie thematisiert (zumindest nicht so, dass es mir aufgefallen ist).
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 29.09.2020 13:12
    Highlight Highlight Einzelne Radikale und Extremisten wird es immer geben. Sie machen eine Art von Konvertierung durch. So wie Osama bin Laden, der aus einer steinreichen Familie stammte.

    Gefährlich wird es, wenn extreme und radikale Idee für grosse Teile der Bevölkerung attraktiv werden. Das ist der Fall, wenn Menschen vom aktuellen System nicht genug profitieren.


    Dokus über diese Leute sind erschreckend und interessant. Aufschlussreicher und unbequemer wären aber Dokus über die Gründe ihrer Radikalisierung.

    Warum ein Junkie Drogen nimmt, erzählt seine Geschichte. Nicht die Tatsache, dass er Drogen nimmt.
    • pun 30.09.2020 07:18
      Highlight Highlight Osama bin Laden war sehr gefährlich und ist für den Tod von mehreren Tausend Menschen verantwortlich. Ich finde schon, dass eine ähnliche Entwicklung bei Neonazis gefährlich für eine Gesellschaft ist und verstehe deinen Vergleich nicht so ganz.
  • Notabik 29.09.2020 12:43
    Highlight Highlight Rechtsextremismus darf unsere freie Gesellschaft niemals hinnehmen, aber die ungebremste Einwanderung und die damit einhergehende Verschandelung unserer Landschaft auch nicht! 🏔 Es muss ein Mittelmass gefunden werden. Das sind wir unseren Kindern schuldig.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 29.09.2020 14:23
      Highlight Highlight Sag's den rechten Parteien, die vordergründig ständig heucheln, wie wichtig ihnen das Volk wäre, dabei verschlimmern sie gezielt die Situation, um mehr Macht und Kontrolle zu bekommen.
    • Konsortin Sha'ira 29.09.2020 15:39
      Highlight Highlight "Ungebremste Einwanderung" - da fangen die Lügen doch schon an. 🙄
    • Notabik 29.09.2020 16:21
      Highlight Highlight @ Autokorrektur

      Einwohner Schweiz
      2007 7.57Millionen

      Einwohner Schweiz
      2019 8.57 Millionen

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  • Diedieduschonmalirgendwogesehenhast 29.09.2020 12:22
    Highlight Highlight Ja es ist schockierend und ekelhaft.

    Dennoch sollte man sich fragen: Wie kann es soweit kommen? Alle als "ungebildet" etc hinzustellen und dies als Grund für das Rechte Gedankengut zu pauschalisieren ist auch falsch.

    Wenn man sich die Sache mit der AfD anschaut, bleibt eins klar: Wir haben Probleme in Europa, für die niemand eine humane und gute Lösung hat und von den "normalen" Parteien will keiner die heisse KArtoffel.
    AfD und Co sind die einzigen die vermeintlich das Problem ansprechen....
    Dadurch ergeben sich dann genau diese Ultrarechten, aus Angst und mangelnden Lösungen.
    • Konsortin Sha'ira 29.09.2020 15:43
      Highlight Highlight "Wie kann es soweit kommen?" - Einige dieser Leute bekamen die Gesinnung noch von den Grosseltern mitgegeben. Das dauert, bis sich sowas "ausgeschlichen" hat, mind. drei Generationen.
  • Turbokapitalist 29.09.2020 12:18
    Highlight Highlight Wer beispielsweise SpiegelTV verfolgt, kennt das Problem schon länger. Sie haben auch auf YouTube ein paar gute Kurzberichte über die rechtsextreme Szene, wie zum Beispiel die Identitäre Bewegung oder Rechtsrock-Konzerte. Leider findet sich dieses Gedankengut immer öfters in Deutschland und vermutlich auch hier in der Schweiz.
    • schn wiedr 29.09.2020 15:47
      Highlight Highlight dieses Gedankengut ist fast überall in Europa zu finden. war schon immer in der Schweiz vorhanden aber ist eher am abnehmen wenn du dir ansiehst wie es vor 60 jahren hier war. und wenn du heute die Situation mit anderen Ländern vergleichst, stehen die Schweiz und Deutschland nicht schlecht da.
  • cool zurich boy 29.09.2020 12:18
    Highlight Highlight Das kann nur überraschen, wer auf die mediale Darstellung seit den 90ern reingefallen ist. Ähnlich wie USA und England stets als moderne und dynamische Einwanderungsländer dargestellt wurden, hat man D immer attestiert, die Vergangenheit vorbildlich aufgearbeitet zu haben. F hingegen wurde regelmässig als nationalistisch und chauvinistisch bezeichnet. Heute ist F das Land, wo es am wenigsten organisierte Nazis gibt (Nazis im Sinne von völkisch-arischen Hetzern - ein Nationalist muss kein Nazi sein).
    • Vecchia 29.09.2020 15:50
      Highlight Highlight In Frankreich sind Kultur und Politik nicht so stark getrennt, wie in andern Ländern. Deshalb konnten namhafte Künstler mit ihrem Engagement gegen Nazis relativ Viele erreichen. Z.B. Pierre Peret, JJ Goldman, Yannick Noah, Renaud etc. etc.

      Ausserdem waren Teile von Frankreich derart lange traumatisiert, dass ich als Touri in den 80ern bei einigen Begegnungen recht happy über meinen CHer Pass war.

      Play Icon
    • cool zurich boy 29.09.2020 17:18
      Highlight Highlight Ja, aber mit vielen dieser frz. Leute aus der Kultur habe ich Mühe. Viele von ihnen haben über Jahrzehnte den Islam verherrlicht und damit jede rationale Diskussion über den Islam verunmöglicht. Wie ist das Ganze herausgekommen?
      Die kritische Analyse der sozialen und politischen Ideologie des Islam ist ein ureigenes linkes Anliegen, das seine Basis in der Aufklärung, der Frz. Revolution und dem Laizismus hat. Pseudolinke Kulturrelativisten, die das prinzipiell ablehnen, sind m. E. in Wirklichkeit rechtsextrem. Es ist längst an der Zeit, sich auch diese Form des Rechtsextremismus anzuschauen.
  • Philboe 29.09.2020 11:46
    Highlight Highlight Fragt sich eigentlich auch mal jemand wieso sich solche Leute radikalisieren? Wieso sehen wir eine Polarisierung von links bis rechts? Wieso verlieren wir als Gesellschaft die Fähigkeit eine andere Meinung zu haben ohne sich zu hassen. Wieso können wir als Menschen nicht mehr denken sondern nur noch beinflusst werden. Das ist das wirklich traurige daran
    • Turbokapitalist 29.09.2020 12:07
      Highlight Highlight Das war schon immer so, aber jetzt können sich dank des Internets alle gesellschaftlich Abgehängten gruppieren und das nutzen sie auch. Beispielsweise in Sekten, Verschwörungstheorien, Extremismus usw. Alle das Gleiche mit unterschiedlichem Anstrich.
    • Heidi Weston 29.09.2020 12:07
      Highlight Highlight „Wir“?
      Wer ist „wir“?

      Warum werfen Sie die komplette Menschheit in einen Topf? Das ist Absurd! Falsch und Verlogen!

      Sie dürfen gerne über sich schreiben, aber lassen Sie alle anderen Menschen, die sich gegen rechte Hetze stellen oder mit rechter Propaganda nichts am Hut haben in Ruhe!


    • Nerthu 29.09.2020 12:53
      Highlight Highlight weil es viel einfacher ist schwarz/weiss zu denken und zu schubladisieren. es gibt kein dazwischen mehr. politiker brauchen aufmerksamkeit. aufmerksamkeit bekommt man nur noch durch extreme meinungen/aussagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Typ 29.09.2020 11:27
    Highlight Highlight Die Sendung gestern war perfekt, um aufzuzeigen wie strukturiert die Nationale Front ist. Viele welche nur eine Partei, ein Konzert, ein Influencer sehen können nun die Zusammenhänge verstehen. Ich war gestern mehrmals schockiert, sprachlos und erstaunt über dieses Netzwerk...

    Danke Pro7, dass Ihr dies so an die Öffentlichkeit getragen habt.
    • bbelser 29.09.2020 15:01
      Highlight Highlight Pro7 hat das an die Pro7-Öffentlichkeit getragen. Schön, wenns da auch endlich mal ankommt.
      Die übrige Öffentlichkeit ist sich dieses Themas und der Zusammenhänge schon ein wenig länger bewusst.
      Danke sage ich Pro7, sobald der Sender die Ekel-, Scham- und Hass-Zutaten aus einigen ihrer übrigen Formate eliminiert. Aber wer würde dann noch Pro7 schauen...
  • Vanessa_2107 29.09.2020 11:23
    Highlight Highlight Schockierend, die Doku hat mich in Atem gehalten. Mir kommen die AfD-Wähler und auch sonst alle Rechtsradikalen wie viele Trump-Wähler vor, keifend, voller Hass, mit denen kann man nicht normal diskutieren. Diese Menschen sind wie unter einem Bann, unbelehrbar und wie man gehört hat, ist es schwierig da wieder hinauszukommen --->sektenähnlich
  • saukaibli 29.09.2020 11:14
    Highlight Highlight Sehr gut, dass auch mal ein Boulevard-Sender wie Pro7 so etwas zeigt. Somit schauen sich vielleicht auch mal Menschen so eine Doku an, die sonst nur Scripted Reality-Schwachsinn schauen und glauben, das grösste Problem sei, dass der Bachelor die falsche Tusse bumst. Der durchschnittliche Pro7-Zuschauer wird sich wohl eher selten auf Sender die ZDF (Info) oder ARTE verirren, wo man regelmässig Dokus über die rechte Szene findet.
    • Madiba 29.09.2020 12:59
      Highlight Highlight Und hier fängt die Problematik schon an. "Der durchschnittliche Pro7 Zuschauer..." Viele Linke sehen sich als etwas besseres. Werfen der Gegenseite vor, nicht differenzieren zu können, in Steretypen zu denken, machen jedoch genau das selbe.

      Wieso radikalisieren sich die Leute? Weil sie sich nicht ernstgenommen fühlen. Hier verpassen es die Linken Parteien mit ihrer abgehobenen Art seit Jahren, diese Wählerstimmen für sich zu beanspruchen.

      Genau damit holt die AFD die Wähler zu sich, indem sie vorgeben die Probleme der "kleinen Leute" ernst zu nehmen.

      Gruss, ein Linker
    • Garp 29.09.2020 13:25
      Highlight Highlight Man radikalisiert sich auch ganz vielen unterschiedlichen Gründen.

      Das liegt nicht einfach an den Linken.

      Von sich ernst genommen fühlen, bis zum Vergasen von Flüchtlingen, ist doch noch ein weiter Weg und es gibt Regionen, die sich stärker radikalisieren als andere, obwohl sie wenige Ausländer haben. Etwas zu simpel deine Antwort, Madiba.
    • Brave 29.09.2020 16:14
      Highlight Highlight Ergänzend: ARD spielt sich aber auch selber ins Abseits bei den Rechten, weil sie aus dem linken Winkel argumentieren, statt aus der Mitte, wie es einem öffentlich-rechtlichen Sender gut anstehen würde. Es hat schon viele Sendungen zum real existierenden Rechtsextremismus gegeben. Aber wenig zum ebenfalls real existierenden Linkextremismus innerhalb der Partei Die Linke mit genauso hässlichen Aussagen, die Reichen zu erschiessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 29.09.2020 11:06
    Highlight Highlight Die AfD ist in ihrem Kern rechtsradikal-nationalsozialistisch... da kann sie sich noch so echauffieren... wieso eigentlich...? ihre Hardcore-Wähler lieben sie ja gerade deswegen....
  • f303 29.09.2020 10:57
    Highlight Highlight Tragisch, dass es erst Pro7 braucht, damit es hohe Wellen schlägt. Seit Jahren laufen vergleichbare Dokumentationen auf den öffentlich rechtlichen Programmen in D. Dort waren es aber wohl nur die Systemmedien, die Einzelfälle aufblasen. 🤷‍♂️🤦‍♂️
    • mrgoku 29.09.2020 16:04
      Highlight Highlight Es geht darum dass die Mehrheit Pro7, RTL und Co. schaut.

      Because dort läuft Bachelor, Dschungelcamp, Sommerhaus der Stars, Beauty & Nerd, Big Brother... ehhm was gibts noch... Frauentausch? (gibts das noch?) Dort spielt sich das richtige Leben schliesslich auch ab... :o

      Solche Sendungen will man sehen... bzw. die grosse Mehrheit...

      Dann sich wundern dass es Menschen gibt, welche so kranke Ansichten haben...
  • Vecchia 29.09.2020 10:56
    Highlight Highlight Späte "Erschütterung"

    Bereits 2007 wurde auf arte die Dok "White Terror" von Daniel Schweizer ausgestrahlt. Ich war da schon entsetzt, die Medien interessierte das Thema damals überhaupt nicht. Die Politik sowieso nicht, ausser dem damaligen BR Samuel Schmid, aber der wurde ja ausgelacht, weil das konnte ja nicht sein...
    • bbelser 29.09.2020 14:54
      Highlight Highlight Mir ging auch durch den Kopf: hoppla, Pro7 ist aber von der ganz schnellen Truppe. Kommen die auch schon drauf, dass D ein massives Problem mit rechtsradikaler Gewalt und Nazi-Gedankengut hat!

      Nicht nur Arte, sondern auch ARD und ZDF, vor allem aber die Regionalsender NDR und WDR bringen schon lange mutige Reportagen zum Thema.
      Pro7 ist endlich auch aufgewacht und auf ein offenbar ausschlachtbares Sujet gestossen, dass ihnen in ihre Ekel- und Fremdschäm-Programmsparte zu passen scheint.
      Wie nachhaltig Pro7s Betroffenheit wohl sein wird?
    • Vecchia 29.09.2020 16:05
      Highlight Highlight @bbelser
      ich habe selbst erlebt, dass Behörden von Zürcher Käffern Angriffe seitens "Kameradschaften" auf Ausländer konsequent verharmlost haben und mich als verrückt erklärt haben, weil ich behauptete es seien Neonazis gewesen.
      Statt "Wehret den Anfängen" - wie übrigens BR Schmid bereits nach dem Rütlidesaster 2005 kommunizierte - hiess es "Kann nicht sein, also schweig".
      Man muss auch gar nicht so tun, als wäre die CH weniger betroffen. B&H ist extrem gut und unauffällig organisiert.
    • Bildung & Aufklärung 29.09.2020 17:55
      Highlight Highlight Auch 1997 und 1987 und 1977 haben diese "plöden Antifaschisten" all diese grusligen, brandgefährlichen nazistischen und rechtsextremen Netzwerke, Umtriebe und Gefahren schon deutlich mittel Beweisen etc. entlarvt und überall ständig und immer wieder und wieder darauf aufmerkasm gemacht.

      Dass jetzt ein konservativer, rein kommerzieller Sender dafür soviel Lob einheimst ist einfach sehr daneben und zeigt interesseante Mechanismen auf. Gerade wenn man lieber Jahrzehnte gezielt wegschaut und diesen Rechtsextremen noch hilft.

      Naja, das wichtigste ist die Sache, der Kampf gegen diese Bösartigen.
  • Raembe 29.09.2020 10:55
    Highlight Highlight Wenn Pro7 Zuschauer vlt. mal Spiegel TV oder gewisse Funk Kanäle anschauen würden, würde diese Doku nicht so überraschen. Deutschland hat seit längerem wieder ein Rechtsextremisten Problem, nur verschliessen viele die Augen.
    • Hoci 29.09.2020 12:58
      Highlight Highlight Geht Richtung Reichsbürger und Grossdeutschlandträumer, die sind dke gleiche Liga..
  • Theor 29.09.2020 10:53
    Highlight Highlight Das Problem an dem Umgang in Deutschland ist leider, dass sich mit solchen Reportagen alle anderen noch stärker zusammendrücken um die Rechten noch mehr an den Rand zu drücken. Umgekehrt fühlen sich dadurch noch mehr Menschen in ihren Ängsten unverstanden und dadurch der AfD in die Hände spielen.

    Rechtsradikale haben keinen Platz in einer Demokratie. Aber ein Jeder muss das Recht haben, auch unbequeme Thesen und Fragen zu stellen.

    Die AfD ist nur das sichtbare Produkt dessen, was zurzeit falsch läuft. Und anstatt das Übel an der Wurzel zu ergreifen, solidarisiert man sich gegen das Produkt.
    • wilbur 29.09.2020 10:59
      Highlight Highlight der aufstieg hitlerdeutschlands wurde jedoch dadurch begünstigt, dass die gefahr dauernd heruntergespielt wurde. die gefahr beim name zu nennen, ist da evt doch der bessere ansatz...
    • Basti Spiesser 29.09.2020 11:51
      Highlight Highlight Genau.
    • geissenpetrov 29.09.2020 12:46
      Highlight Highlight "Die AfD ist nur das sichtbare Produkt dessen, was zurzeit falsch läuft."

      Das ist eine Lüge. Die Menschen sind da am Empfänglichsten für Fremdenfeindlichkeit, wo es kaum Fremde hat. Dieses nativistische Stammesdenken ist reine Ideologie. Fehlen die politischen Vordenker, fehlen auch die Argumente, um so eine Haltung anzunehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wilbur 29.09.2020 10:48
    Highlight Highlight für mich als "linker linker" nicht wirklich überraschend, da ich mich regelmässig über die entwicklungen in deutschland informiere. hoffe aber, diese doku öffnet einigen die augen, welche diese systematischen holocaustleugner und menschenverachter mit den paar autoanzündenden idioten gleichsetzt....
    • Turbokapitalist 29.09.2020 12:14
      Highlight Highlight @wilbur Das ist umgekehrter Whataboutism. Nur weil eine Seite schlimmer ist (Rechtsextreme), wenn man das überhaupt sagen kann, rechtfertigt das noch lange keine Sachbeschädigungen und andere teilweise abstossende Tendenzen. Auch linksradikale verehren teilweise Massenmörder. Rechts- als auch Linksradikale sind gesellschaftlich abgehängte Menschen, die sich nicht verstanden fühlen vom Grossteil der Gesellschaft.
  • Satan 29.09.2020 10:44
    Highlight Highlight die Rechten verstehen einfach nicht was genau mit Rechtsstaat gemeint ist.
    • Fernrohr 29.09.2020 10:58
      Highlight Highlight Doch, schon. Deshalb wollen sie ihn ja abschaffen.
    • Satan 29.09.2020 12:10
      Highlight Highlight @ Fernrohr
      Nice. So kann man es auch sehen😂👍
  • Don Alejandro 29.09.2020 10:41
    Highlight Highlight Dieser Beitrag war absolut beängstigend. Für mich unerklärlich, dass so manche einfach als Herdentiere mitlaufen und Parolen ausgeben, deren Inhalt absolut nicht akzeptierbar und eines Rechtsstaates unwürdig sind.
  • Fernrohr 29.09.2020 10:27
    Highlight Highlight Ich habe auch eine Weile zugeschaut, musste aber umschalten weil mir übel wurde 🤮
  • jinglejanglee 29.09.2020 10:25
    Highlight Highlight da gibts für mich nur eins:
    Hinschauen und eingreifen (verbal natürlich), denn dies fängt stets im kleinen Rahmen an, sei es an einer Party, am Stammtisch in der Familie oder unter Kollegen. Denn es zeigt sich schnell, das solche Ansichten übernommen werden ohne zu überlegen.

    Jede radikale Meinung ist m. E. gefährlich, unabhängig der politischen Couleur oder anderen Einstellungen (z.B. Religion).
    • Seguin91 29.09.2020 11:00
      Highlight Highlight Gut auf den Punkt gebracht. Wichtig finde ich noch zu sagen, dass religiöser Extremismus - auch hier unabhängig der Couleur - nie unter den Deckmantel der Religionsfreiheit fallen darf.
  • du_bist_du 29.09.2020 10:16
    Highlight Highlight Schockierende Äusserungen vieler im Film und interessante Einblicke in, vielleicht dem Durchschnittsmenschen nicht so bekannte, Strukturen.

    Ich verstehe allerdings immer noch nicht, wieso die rechten Exponenten mit dem Reporter überhaupt geredet haben. Ausser einem Meinungsumschwung gegen sie, kann ja nichts rauskommen.
    Kann mir einer diese Logik erklären?
    Freimütig wurden da Pläne erzählt. Da muss man nicht sonderlich intelligent sein um dem nun entgegentreten zu können... was ist das für eine Logik?
    Ich meine, das ist ja gut... aber ergibt das einen Sinn oder steckt da mehr dahinter?
    • Merida 29.09.2020 10:32
      Highlight Highlight Wären rechtsradikale Menschen fähig dazu, sich fundierte Gedanken zu machen, wären sie wohl nicht rechtsradikal... 🤔
    • Knacker 29.09.2020 10:41
      Highlight Highlight @Merida

      Man sollte nie einen Feind unterschätzen
    • Baccaralette 29.09.2020 10:41
      Highlight Highlight Du erwartest von Rechten tatsächlich Logik? Hätten sie sie, wären sie in der Lage differenziert zu denken und zu analysieren. Dann müssten sie auch nicht rechtsradikal sein.

      Ganz einfach.
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