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Zuckerberg will nichts gegen Trump-Fake-News machen – Facebook-Mitarbeiter widersprechen



This Oct. 25, 2019 file photo shows Facebook CEO Mark Zuckerberg speaking at the Paley Center in New York. If you want a gauge for what the future of office work will look like, watch how the biggest tech companies are preparing for a post-pandemic world. During an employee town hall Thursday Facebook CEO Mark Zuckerberg said

Macht sich bei seinen Mitarbeitern unbeliebt: Mark Zuckerberg. Bild: AP

Facebook-Mitarbeiter kritisieren öffentlich die Entscheidung von Gründer Mark Zuckerberg, anders als Twitter nicht gegen eine umstrittene Äusserung von US-Präsident Donald Trump vorzugehen.

«Mark liegt falsch - und ich werde so laut wie möglich versuchen, ihn umzustimmen», schrieb etwa Ryan Freitas, der für das Produktdesign bei Facebooks Newsfeed zuständig ist, am Montag bei Twitter. «Ich bin ein Facebook-Mitarbeiter, der überhaupt nicht mit der Entscheidung von Mark einverstanden ist, nichts gegen Trumps jüngste Beiträge zu unternehmen, die ganz klar Gewalt anheizen», erklärte Produktdesigner Jason Stirman.

Laut US-Medienberichten legten einige Facebook-Mitarbeiter am Montag auch aus Protest die Arbeit im Homeoffice nieder. Es bliebt allerdings unklar, wie viele Beschäftigte sich an der Aktion beteiligten. Eine Facebook-Sprecherin sagte der «New York Times», man ermutige die Mitarbeiter, sich offen zu äussern, wenn sie nicht mit der Firmenführung einer Meinung sind.

Bei der Kontroverse geht es um einen Tweet von Trump, der auch auf Trumps Facebook-Profil gespiegelt wurde. Darin reagierte der US-Präsident auf erste Ausschreitungen in Minneapolis nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt.

Der Präsident schrieb, man werde die Kontrolle wiederherstellen, und fügte hinzu: «Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen» - «when the looting starts, the shooting starts». Der Satz ist ein historisch behaftetes Zitat. Mit diesen Worten hatte 1967 der damalige Polizeichef von Miami ein hartes Vorgehen gegen die schwarze Bevölkerung angekündigt.

Twitter versah Trumps Tweet mit einem Warnhinweis, weil er das Verbot von Gewaltverherrlichung auf der Plattform verletze. Zuckerberg erklärte dagegen, der Beitrag sei mit Facebooks Regeln vereinbar, auch wenn ihm persönlich solche «spaltende und aufwieglerische Rhetorik» widerstrebe. «Aber meine Verantwortung ist es, nicht nur persönlich zu reagieren, sondern als Chef einer Institution, die sich der Redefreiheit verschrieben hat.» (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 03.06.2020 06:04
    Highlight Highlight Wenn man schon zensieren will, dann sollte dies zumindest basierend auf demokratisch legitimierten Gesetzen erfolgen - und nicht nach Gutdünken weniger Grosskonzerne.
  • mrlila 02.06.2020 23:50
    Highlight Highlight hmmm
    Benutzer Bild
  • Victor Paulsen 02.06.2020 22:44
    Highlight Highlight Dachte nie das ich das sagen werde, aber nehmt twitter als vorbild
  • Baba 02.06.2020 19:23
    Highlight Highlight Hauptsache, Facebook verhindert es, dass wir uns Bilder von stillenden Müttern anschauen müssen! Dieses Bild (Nahaufnahme einer verblühten Tulpe) hat mir FBs Algorithmus nicht zur Veröffentlichung freigegeben 🤣🤣🤣

    Aber Faktencheck ist pfui 🤦‍♀️🤦‍♀️🤦‍♀️ Mark Zuckerberg scheint da, wo andere ein Rückgrat haben, eine Vorhangkordel eingebaut zu haben...
    Benutzer Bild
  • Locutus70 02.06.2020 17:40
    Highlight Highlight Facebook macht grundsätzlich nix gegen Fake-News. Alleine diese gesponserten Anzeigen mit angeblichen Aussagen von Prominenten im Fake-Layout von Blick und 20min.
    Auch wenn man sowas meldet, es nutzt gar nix.
  • Therealmonti 02.06.2020 17:08
    Highlight Highlight Man muss nicht erst den Film "Social Network" schauen, um zu wissen, was für ein Typ dieser Zuckerberg ist.
  • TanookiStormtrooper 02.06.2020 16:43
    Highlight Highlight Zuckerberg hofft doch einfach nur, dass Trump statt auf Twitter in Zukunft nur noch auf Facebook setzt. 80Mio. User (resp. Bots) und statt dem Twitter-Vogel das Facebook-Logo in sämtlichen Medien. Da freut sich der kleine Roboterjunge, der sonst ja keine Gefühle zu haben scheint.
  • mätschli 02.06.2020 14:38
    Highlight Highlight Jeder muss selber interpretieren was richtig und falsch ist auf Social-Media.
    Dafür brauchen wir keine Zensuristen auf Twitter und Facebook. Das wäre ein Rückschritt in ganz dunkle Zeiten.
    • bbelser 02.06.2020 16:29
      Highlight Highlight Es geht nicht um Zensur, sondern um die Übernahme von Verantwortung für Inhalte, wenn ich als Plattform für Informationen und Kommunikation mein Geld verdiene. Jedes Medium muss sich dieser Verantwortung stellen, wieso sollten social media davon ausgenommen sein?
    • TanookiStormtrooper 02.06.2020 16:40
      Highlight Highlight Twitter hat ja explizit nicht zensiert sondern Falschaussagen mit einem Link zu den Fakten kommentiert. Danach wurde ein Aufruf zur Gewalt ausgeblendet (durch einen Klick kann man ihn aber lesen), welcher bei jedem anderen Nutzer laut den Regeln von Twitter zu einer sofortigen Sperrung des Accounts führen würde. Trump darf weiterhin seinen Dünnschiss verbreiten, jetzt werden Lügen und Aufruf zu Gewalt von der Plattform einfach dementsprechend behandelt. Jeder andere "normale" User wäre sein Twitter-Konto schon lange los. Trump ist ein massiver Internet-Troll.
    • Truth Bot 02.06.2020 18:20
      Highlight Highlight Eine Gegendarstellung hinzuschreiben ist so ziemlich das Gegenteil von Zensur.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ScreamingLord 02.06.2020 14:20
    Highlight Highlight Hauptsache facebook sperrt User für eine gewisse zeit welche via PN! lustige Videos austauschen (Keine nackte Haut, Gewalt, Rassismus etc. zu sehen...)
  • Raudrhar 02.06.2020 12:30
    Highlight Highlight Ich bin immer noch der Meinung, dass es Bilder wie dieses elegant auf den Punkt bringen.:

    Benutzer Bild
  • De-Saint-Ex 02.06.2020 12:28
    Highlight Highlight Dachte nicht, dass mir dieser Bursche noch unsympathischer sein könnte... nun, wer immer noch auf Facebook ist, wird jetzt definitiv wissen, nicht nur wen sondern was er damit unterstützt...
  • Electric Elefant 02.06.2020 12:15
    Highlight Highlight Zuckerberg als Vorkämpfer für die Redefreiheit - sieht der sich wirklich so?
    Facebook profitiert von gewaltverherrlichenden und rassistischen Posts (da die clicks bringen) - das weiss Zuckerberg, deshalb macht er nix dagegen.
    Zusammengefasst: Unsympathische Firma mit einem noch unsympathischeren Chef, will weiterhin gewaltverherrlichende Beiträge von einem nochmals unsympathischeren Präsidenten veröffentlichen...
  • bbelser 02.06.2020 11:59
    Highlight Highlight Und natürlich rechtfertigt Zuckerberg seine Verantwortungslosigkeit mit der Redefreiheit. Pure Heuchelei, geht es doch hier nicht um politische Statements, sondern um niederstes Propagieren und Verherrlichen von Gewalt. Shame on you, Mark.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.06.2020 15:34
      Highlight Highlight Mein werter Mitkommentator, solchen Menschen geht's immer nur um Geld oder um Macht.
      Und wenn sie es dann noch als etwas politisches darstellen können, ist das für solche Menschen schon fast besser als Sex.

      Was mir effektiv dazu durch den Kopf geht, erspare ich dir und den anderen.
    • bbelser 02.06.2020 16:39
      Highlight Highlight Hallo Bambusbjörn, gibt's dich noch! Hoffentlich gesund...
      Hab dich am Wochenende in "Hugo Stamms biederem Banalitäten-Kabinett" vermisst...
      Und was Zuckerberg angeht: bisher habe ich Facebook-Abstinenz üben können. Und siehe: es fehlt mir nichts 😉
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.06.2020 11:19
      Highlight Highlight Gesund und fit.😁💪

      Nächste Woche bin ich wieder dabei und trage zu angeregten Diskussionen bei. 😉
  • Bluestar Bannen 02.06.2020 11:51
    Highlight Highlight https://www.watson.ch/international/digital/811708287-sacha-baron-cohen-rechnet-mit-facebook-instagram-und-co-ab

    Aktueller denn je! Zuckerberg und Konsorten geht es nur ums Geld!
    ist es wirklich schon zu viel verlangt, wenn man gegen Hetze und Verunglimpfung ist? Ist es wirklich zu viel verlangt, wenn Forenbeiträge sich an Fakten halten sollen?
    Fakten sind neutral.
  • Erklärbart. 02.06.2020 11:20
    Highlight Highlight Was für eine Badehose. Rückgrat hat der Typ nicht. Sieht nur das Geld und kriecht jedem in den Allerwertesten. Widerlicher Typ.
  • Michael von der Halde 02.06.2020 11:20
    Highlight Highlight Facebook und Co sind absolut nicht daran interessiert, wie wahr die eingestellten Inhalte sind, sondern nur an den Clicks. Nur das bringt Geld und extreme Inhalte bringen einfach mehr Clicks! Man müsste die Werbung auf facebook & Co verbieten, Zuckerberg und Konsorten sollten ihr Geschäftsmodel in Frage stellen. Die sozialen Medien werden die Menschheit ins Grab bringen!
    • tinu77 02.06.2020 14:17
      Highlight Highlight Natürlich, alles verbieten, und sterben auch, dann stirbt auch niemand mehr! 🤦

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