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Kommentar

Und plötzlich zeigt China den USA, wie das mit den Klimazielen geht

China will seine Emissionen schneller senken als bisher geplant. Auch wenn das Land weiter Kohlekraftwerke baut: Für das Klima ist das neue Versprechen ein Fortschritt.

Alexandra Endres / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Für die internationale Klimapolitik ist es eine gute Nachricht. Chinas Staatschef Xi Jinping hat vor der UN-Vollversammlung überraschend erklärt, sein Land werde spätestens bis zum Jahr 2060 klimaneutral werden ­– also keine Treibhausgase mehr verursachen, welche die Erhitzung der Erde weiter verschlimmern würden. Bisher hatte die Volksrepublik eine solche Festlegung stets vermieden. Den Höhepunkt seiner Emissionen will China, wie Xi in seiner Rede sagte, noch vor 2030 erreichen. Das ist früher als bislang geplant.

epa08693200 A man rides a bicycle on the bridge in Shanghai, China, 24 September 2020. Chinese President Xi Jinping, addressing the UN General Assembly on 22 September, announced plans to boost China's Paris climate award target by achieving carbon neutrality before 2060. China was the world's biggest emitter of carbon dioxide in previous years.  EPA/ALEX PLAVEVSKI

Ein Mann fährt mit dem Rad durch Shanghai. Bild: keystone

Zur Erinnerung: Obwohl die Staaten der Welt sich im Pariser Abkommen verpflichtet haben, die menschengemachte Erhitzung der Erde auf unter zwei Grad zu halten und möglichst auf 1.5 Grad Celsius zu begrenzen, steuert die Welt derzeit eher auf ein Plus von drei Grad oder mehr zu.

Der Grund: Was die einzelnen Staaten zum weltweiten Klimaschutz beitragen möchten, bleibt auch unter dem Abkommen freiwillig. Es sieht aber vor, dass sie ihre eigenen Klimaziele turnusmässig alle paar Jahre nachbessern. Ende 2020 ist es erstmals soweit.

Weigern sich die Staaten, gibt es keine Sanktionen; die Vertragsparteien von Paris hofften auf die sanfte Kraft des gegenseitigen diplomatischen Drucks. Doch dem kann man sich leicht verweigern, wie das Beispiel der US-Regierung unter Donald Trump sehr eindrucksvoll zeigt. Ohne den guten Willen der Beteiligten bliebe vom Pariser Abkommen also nicht viel übrig. Deshalb ist Xis Ankündigung so wichtig.

Sie kam überraschend, und Xi platzierte sie diplomatisch geschickt: Seine Rede wurde kurz nach der Ansprache Trumps an die Vollversammlung ausgestrahlt. Während der US-Präsident die Gelegenheit nutzte, um China und die WHO anzugreifen und einmal mehr nationalen Egoismus demonstrierte, entschied Xi sich für den entgegengesetzten Weg und stellte sein Land als verlässlichen Partner internationaler Abkommen dar.

Dem war einiges an chinesisch-europäischer Diplomatie vorausgegangen. Im Videogipfel der vergangenen Woche zwischen der EU und China hatten die Vertreter der EU ähnliche Ziele angeregt wie Xi sie jetzt verkündet hat. Und die Pläne der EU, ihre Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken, waren wohl eine wichtige Voraussetzung für das chinesische Versprechen.

Chinese President Xi Jinping is seen on a video screen remotely addressing the 75th session of the United Nations General Assembly, Tuesday, Sept. 22, 2020, at U.N. headquarters. This year's annual gathering of world leaders at U.N. headquarters will be almost entirely

Xi während seiner Rede vor der UN-Vollversammlung. Bild: keystone

Wichtige grosse Emittenten

Viele kleinere Länder hatten schon früher angekündigt, ihre Klimaziele zu verbessern. Doch ihre Emissionen tragen vergleichsweise wenig zur menschengemachten Erhitzung der Erde bei. Auch deshalb ist es so wichtig, dass sich jetzt gleich zwei grosse Emittenten bewegen. Nur mit ihnen kommt der internationale Klimaschutz überhaupt voran.

Noch bleibt allerdings offen, wie die EU und China ihre neuen Ziele in praktische Politik umsetzen wollen. Genau darauf wird es aber ankommen, denn Ziele allein sind nichts wert ohne die richtigen politischen Instrumente, um sie zu erreichen. Und selbstverständlich müsste alles noch schneller gehen.

Stattdessen baut China erst einmal neue Kohlekraftwerke, ganz gegen den globalen Trend. Ironischerweise widerspricht das dem neuen Ziel noch nicht einmal: Xi gibt seinem Land ja noch zehn Jahre Zeit, bis die Emissionen ihren Höhepunkt erreicht haben sollen.

Doch die Energie aus diesen Kraftwerken dient auch der Produktion dessen, was in Europa und anderswo konsumiert wird – so gesehen ermöglichen erst Chinas Emissionen den Bewohnern der Industrieländer ihren hohen Lebensstandard. Wer sich also über China echauffiert, übersieht zu leicht den eigenen Beitrag zur Erderwärmung.

Ohnehin steht fest: Um einen angemessenen Anteil zum Pariser Ziel beizutragen, wird auch Europa – ebenso wie China – das eigene Ziele in einigen Jahren erneut verbessern müssen. Genauso, wie das Pariser Abkommen es vorsieht.

Dieser Artikel wurde zuerst auf «Zeit Online» veröffentlicht. watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Einfach Bob 25.09.2020 12:58
    Highlight Highlight Dieser artikel/kommentar ist mir viel zu unkritisch. Und der titel ist irreführend "plötzlich"? Das es in diese richtung geht war schon vor 10jahren schon absehbar.

    China der grosse weltretter. Juhe.

    Ist trotzdem gut dass sich auch was in china bezüglich klimaschutz bewegt. Aber sie müssen dies ja auch wenn sie in zukunft an der spitze stehen wollen.
  • HugoBalls 25.09.2020 12:50
    Highlight Highlight Jaja China sagt noch viel wenn der Tag lange ist
  • davej 25.09.2020 12:46
    Highlight Highlight China gibt mittlerweile über 5 Milliarden Dollar pro Jahr aus, um das Land Klimafreundlicher zu gestalten. Auch um ihre Filter für die Kohlekraftwerke zu verbessern. Vieles wurde in China umgestaltet und auf Elektro umgebaut. Leider etwas was wir in Westlichen Medien nicht erfahren. Hauptsach China strengt sich an. In den USA wird der Klimawandel immer noch weitgehend verleugnet.
    Übrigens - Pro Kopf gerechnet, ist China mit 1.5 Milliarden Menschen einiges Umweltfreundlicher als Europa etc
  • THEOne 25.09.2020 11:59
    Highlight Highlight bis 2060... lachnummer triffts nicht mal ansatzweise. ubd bis dahin wird schön weiter ausgebeutet und verdreckt. mal abgesehen davon, ist das dann längst nicht mehr jingpings problem
  • Paedu87 25.09.2020 11:12
    Highlight Highlight Diese Rede galt dem Westen. Xi hat wie Putin schon lange erkannt, dass man Meinungsfreiheit und selbständig denkende Bürger dazu missbrauchen kann ein Volk zu spalten.
    Was sie noch nicht gelernt haben ist, dass man Ihnen dies nicht mehr wegnehmen kann. Weder durch Gewalt noch durch einen vergoldeten Lebensstil.
    • davej 25.09.2020 12:48
      Highlight Highlight Ich glaube die USA ist gespalten wegen Trump und seine Repuplikaner Medien wie FOX News etc
  • Kaspar Floigen 25.09.2020 11:07
    Highlight Highlight Das Argument mit dem importierten Emissionen finde ich immer komisch. Es wird ja nicht gegengerechnet, was wir emissionsarm produzieren und dann exportieren.
    • Mutzli 25.09.2020 12:26
      Highlight Highlight Auch wenn etwas rel. emissionsarm produziert wird, entstehen ja immer noch Emissionen. Eine CO2-Negative Produktion gibts ja (leider) nicht. Wie sollte man das gegenrechnen?

      À la Produkt A hätte unter anderen Umständen mit noch mehr Emissionen produziert werden können? Abgesehen davon, dass ich den Sinn dahinter nicht wirklich sehe, würde sich da ja ein Fass ohne Boden aufmachen, wenn man quasi versucht aufzulisten, was man alles noch schlechter hätte machen können.
    • Kaspar Floigen 25.09.2020 13:23
      Highlight Highlight Mit der teilweisen überwältzung von CO2 Ausstoss ist einfach buchhalterisch nicht konsistent. Und du sprichst genau das Problem an, warum man es nicht macht. Es wäre viel zu kompliziert. Also ist die einzige in sich geschlossene, logisch Variante, um CO2 Ausstoss zwischen Ländern zu vergleichen, wirklich den Ausstoss vor Ort zu nehmen und nicht die Importe einzurechnen
  • Thomas G. 25.09.2020 10:46
    Highlight Highlight Zur Erinnerung: die USA hat den CO2 Ausstoss seit 2000 wesentlich stärker gesenkt als irgendein grosses Land sonst. Vor allem VIEL stärker als Deutschland wo mit sehr viel Geld und politischem Versprechen wenig bis nichts erreicht wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ihre Dudeigkeit 25.09.2020 10:12
    Highlight Highlight Was wir von China gelernt haben ist ja, dass sie es einfach machen wenn sie es sagen, ohne Rücksicht auf irgendwas. Darum kann jetzt passieren,dass sie die angepeilten Klimaziele erreichen. Auf Kosten welcher ist ne andere Frage. Aber Don Donnie wird es gar nicht passen und er wird unter Druck kommen.
    • Konsortin Sha'ira 25.09.2020 11:10
      Highlight Highlight Dann muss Trump doch tatsächlich noch ein Wörterbuch holen und sich das Wort "Klima" anschauen. Hat er bisher ja erfolgreich vermieden.
    • Einfach Bob 25.09.2020 13:00
      Highlight Highlight Trump passt die ausernandersetzung schon. Externer böser hilft innenpolitik zu betreiben :)
  • weissauchnicht 25.09.2020 10:08
    Highlight Highlight Sehr schön. Und wenn China so etwas ankündigt, dann setzen sie es meistens auch durch...
    Hoffen wir einfach, dass sie es auch einigermassen sozialverträglich durchsetzen.
  • Quo Vadis 25.09.2020 10:05
    Highlight Highlight Habe mal eine Arbeit über die Chinesische Solarpolitik geschrieben.

    Mich verwundert das nicht. Die hatten damals was Solarenergie anbelangt ihre ambitionierten 5-Jahresziele jeweils bereits nach etwas mehr als 2 Jahren erreicht und dann aber nicht etwa aufgehört, sondern einfach die Messlatte erhöht und weitergemacht.

    Ineteressant sind u.a. auch die Energiedeals die mit Russland abgeschlossen wurden. So sicherte man sich in langfristigen Deals gewaltige Mengen an Energie - Energie die man dazu verwendet alternative Energien zu pushen.
    • Varanasi 25.09.2020 12:00
      Highlight Highlight Hab dazu mal dieses Foto gesehen:
      Benutzer Bild
  • Zeit_Genosse 25.09.2020 10:00
    Highlight Highlight Hört doch auf mit Versprechen was bis in 40 Jahren sein wird! Die Geschichte lehrt uns anderes.

    Derweilen beutet China - wie andere Staaten auch - die Welt weiter aus und verlagert die Dreckindustrie selbst aus ihrem Land um eine Klimabilanz auszuweisen. Nichts mit CO2-Zero!

    Wir sollten uns auf das Szenario eines kippenden Klimas einstellen, weil wir das (leider) nicht mehr aufhalten können.

    ◾️steigende Wasserpegel
    ◾️sinkende Grundwasserspiegel
    ◾️Ernteausfälle/Artensterben
    ◾️Wasser-/Nahrungsknappheit
    ◾️Hunger/Seuchen - Flüchtlingswelle
    ◾️Unruhen - Ausschreitungen
    ◾️Destabilisierung/Krieg
    • weissauchnicht 25.09.2020 11:42
      Highlight Highlight Dein Szenario kommt auch, wenn wir die versprochenen Ziele einhalten. Die Trägheit des Klimasystems ist viel zu gross, als dass ein sofortiger Stopp von neuen CO2-Emissionen daran etwas ändern würde.

      Die Frage ist vielmehr wie wir diese Krisen bewältigen und ob es danach weitergeht. Wenn wir ziellos nichts tun, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen über diese Krisen hinaus.
      Ich fände es schön, wenn meine Tochter auch im Jahr 2100 als alte Frau noch ein einigermassen zivilisiertes Leben führen könnte. Bin aber nicht sicher, ob die heute Geborenen noch eine Lebenserwartung von 80 Jahren haben.
    • Mutzli 25.09.2020 12:34
      Highlight Highlight @Zeit_Genosse

      Sich auf ein kippendes Klima einzustellen und Pläne vorzubereiten, funktioniert allerdings nicht, wenn man nach dem Motto "kann man eh nix mehr machen" handelt.

      Ja, 1.5°+ scheint Zukunft zu sein und auch ob wir unter 2° bleiben ist wohl eher optimistisch. Doch das sind nicht von der Physik und Natur vorgegebene Grenzen oder Meilensteine, sondern von der Wissenschaft gezogene Krisenlinien.

      Auch wenn wir das überschreiten, hilft CO2-Reduktion die Bremse zu ziehen damit die Krise (hoffentlich) nicht NOCH grösser wird.
    • Einfach Bob 25.09.2020 13:05
      Highlight Highlight China ist ausgesprochen gut ihre langfristigen ziele zu verfolgen. Ich bin absolut kein fan von china. Aber wenn die ein 40jahre plan vorlegen kannst du davon ausgehen dass dies auch umgesetzt wird (ohne rücksicht auf verluste). - was ich nicht beurteilen kann ist ob china auch noch 40jahre politisch stabil bleiben kann.

      Ich gebe dir aber recht der klimawandel kann nicht mehr aufgehalten werden. Dies ist nun in gang gesetzt und hört nicht auf nur weil wir kein co2 mehr in die atmosphere pumpen.
  • rodolofo 25.09.2020 09:52
    Highlight Highlight Die Chinesische Regierung besteht aus Technokraten, die durchaus realisieren, dass sie ihre Produktions- und Kriegs-Maschine umbauen müssen, wenn sie damit nicht "gegen die Wand" fahren wollen.
    Dazu müssten sie aber vor allem die URSACHEN der grassierenden Konsumsucht und damit des Raubbaus, der Verwüstung und der Klimaerhitzung angehen!
    Diese Ursachen sind nun mal nicht materieller-, sondern "seelischer" Natur.
    GEFÜHLE von Freiheit, Geborgenheit, Liebe, Selbstbestimmung, Echtheit und Ehrlichkeit geben den Menschen in einer DEMOKRATIE mit Rechtsstaat und Medien-Vielfalt erst wahren Reichtum!
    • Konsortin Sha'ira 25.09.2020 11:08
      Highlight Highlight ... und trotzdem sind wir diejenigen, die sich das ganze Zeug kaufen.
    • rodolofo 25.09.2020 11:35
      Highlight Highlight Nicht Alle, aber die Allermeisten...
      Die gleichen Ursachen der Konsumsucht sind ja hier ebenso vorhanden, wie in China.
      Und unsere Demokratie ist noch lange nicht so toll, wie sie eigentlich sein könnte und sein sollte...
      Es gibt viel zu tun, in China, hier, weltweit.
      Packen wir's an!
      (Und werfen wir die korrupten Lahmärsche aus der Regierung! ("Durch die Blume", oder mit einem konkreten Tritt in den Lahmarsch, je nach den vorhandenen Möglichkeiten...)
  • SoloTurm 25.09.2020 09:47
    Highlight Highlight Besser als gar nichts, stellt man dieses Ziel aber in den Kontext von wissenschaftlichen Prognosen, die sich notabene meistens als zu konservativ herausstellen, sieht es trotzdem nicht rosig aus. Vorallem müssen so viele kleine Länder, welche sich nicht gegen China wehren können, immer noch die Folgen von Chinas handeln ausbaden.
  • Rosskastanie 25.09.2020 09:41
    Highlight Highlight Ich bin sicher nicht ein "Fan" der Chinesen, finde aber ihren Ansatz, mittels technologischem Umbau und massiven Investitionen Umwetschutz voranzutreiben, richtig. Mehr noch, die werden uns rechts und links in allen Bereichen überholen und besetzen Stück für Stück strategische Bereiche in Europa, hat man ja jetzt mit dem Türkei-Deal wieder gesehen. Chinesen sind Macher, während wir halt lieber über die "richtige" Ideologie oder Gendersternchen debattieren. Auch in Afrika leisten Sie "Aufbauhilfe", zügeln im Gegensatz die Bodenschätze ab, schlauer als unsere Entwicklungshilfe ohne Gegenwert.
    • Einfach Bob 25.09.2020 13:08
      Highlight Highlight Aufbauhilfe in afrika? Die kaufen sich militärallianzen und sichern sich zugang zu resourcen. Genau das was die usa die letzen 70jahre gemacht hat.
  • grosnaldo 25.09.2020 09:31
    Highlight Highlight "ich werde die Klimaziele umsetzen, ich stecke Iguren nicht in Camps weil ich Platz für die Seidenstrasse will, ich werde kleine Demokratien nicht platt machen, ich schaue dass alles für alle Frieden Freude Eierkuchen ist, ich werde keinen Druck ausüben indem ich Hafen kaufe und meine Gegner im Ausland zum Schweigen zwinge, ich verbiete keine social Media" hmmm. Kann ich ihm glauben? Echt mehr als Trump? Und seinem Nachfolger der dann auch Vollmacht hat? Oder dem Nachfolger vom Nachfolger? Guter König / schlechter König Spiel, auf Lebenszeit. Klima haha
  • Hades69 25.09.2020 09:21
    Highlight Highlight China übernimmt die Rolle des Imperiums.
    • Einfach Bob 25.09.2020 13:10
      Highlight Highlight Ja, sie wollen das neue empire werden. Usa ist am zerfallen, in 30jahren wird die usa nicht mehr die monopolstellung haben. Kann china diese monopoöstellung aber übernehmen? Oder wird die zukünftige weltordnung auf verschiedene lokale supermächte aufgeteilt?
  • Firefly 25.09.2020 09:15
    Highlight Highlight Natürlich, China muss, sonst ersticken die Leute in den Städten. Leider weden sie dann technologischer Vorreiter sein, wenn wir da nichts investieren und wir werden noch mehr von China abhängig sein. Weise wäre es, selber soviel Energie wie möglich in die Entwicklung und Dekarbonarisierung zu investieren wie möglich, damit man dann die Technologie hat und auch verkaugen kann. Aber die Schweiz investiert lieber in Banken, Kryptowärung und Geldwäsche.
    • Konsortin Sha'ira 25.09.2020 09:20
      Highlight Highlight Waffen, vergiss die Waffen nicht, von denen verkaufen wir ziemlich viel.
    • rodolofo 25.09.2020 10:00
      Highlight Highlight Gates Beispiel dafür:
      Play Icon
    • rodolofo 25.09.2020 11:37
      Highlight Highlight "Gutes Beispiel" wollte ich eigentlich schreiben.
      Bill Gates hat mit dieser ÖKO-Verschwörung nichts zu tun... ;)
  • Freischütz 25.09.2020 09:12
    Highlight Highlight Wer's glaubt! Ich jedenfalls nicht.
  • TomatschekZH 25.09.2020 09:10
    Highlight Highlight Ja, ein autoritäres Regime ist absolut glaubwürdig
    Play Icon
  • 97ProzentVonCH68000 25.09.2020 09:08
    Highlight Highlight Schönes Beispiel, wie auf Ankündigungen und Marketing herein gefallen wird.
    Chinas Emissionen steigen pro Kopf und absolut - und das ist das einzige, was zählt.
  • Wolk 25.09.2020 09:02
    Highlight Highlight 2060? Dieses Ziel hätte schon in diesem Jahr erreicht werden sollen!
  • Sarkasmusdetektor 25.09.2020 08:45
    Highlight Highlight Ironischerweise könnte China mit neu gebauten Kohlekraftwerken den CO2-Ausstoss sogar senken, wenn sie damit die kleinen, dreckigen Lokal-Kraftwerke oder völlig ungefilterte Kohleheizungen und ähnliches ersetzen würden. Ich weiss nicht, ob das passiert, aber vorstellen könnte ich es mir durchaus.
    • Pachyderm 25.09.2020 10:55
      Highlight Highlight Können denn die neu gebauten Kraftwerke CO2 aus den Abgasen filtern?

      Bezogen auf die CO2-Emissionen spielt es ja sonst keine Rolle, ob ein kg Kohle in einem modernen oder in einem dreckigen Lokal-Kraftwerk verbrannt wird (das gilt natürlich nicht für andere Emissionen wie z.B. Feinstaub, die zwar lokal schädlich, aber für die Erderwärmung nicht relevant sind).
    • ARoq 25.09.2020 11:03
      Highlight Highlight "Dreckige" Kohlekraftwerke setzen nicht mehr oder weniger CO2 frei als neue, sofern keine CO2-Abscheidung und -Speicherung durchgeführt wird, mit welcher ein Kohlekraftwerk derzeit nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben wäre. (20-40% Wirkungsgradverlust)

      Abgesehen von Prototypen tut sich in dem Feld bisher wenig, daher ist es unwahrscheinlich dass CO2-Abscheidung bei den derzeit in China gebauten Kraftwerken eingesetzt werden wird.
    • Sälüzäme 25.09.2020 13:03
      Highlight Highlight Neue Kraftwerke haben einen besseren Wirkungsgrad und benötigen für die gleiche Menge produzierte Energie weniger Brennstoff. Auch kann bei Grosskraftwerken die Restenergie sinnvoll genutzt werden mit Fernwärme oder Prozessdampf was wiederum viele kleine Heizungen und Energiezentralen ersetzt und dadurch weniger Kohle gebraucht wird. Sinnvoll geplant und umgesetzt, wie z. T. bei uns mit KVAs, wird weniger CO2 emittiert. Das darf aber nur eine Übergangslösung sein.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.09.2020 08:29
    Highlight Highlight Würde die CH auch gelobt wenn der Anstieg noch bis 2030 weitergehn und auf 2060 auf Netto Null geplant wird?
    • Einfach Bob 25.09.2020 13:13
      Highlight Highlight Andere grundveraussetzungen. Nein... die schweiz braucht nicht erst ihre wirtschaft zu industrialisieren und dann in eine servicewirtschaft umwandeln. Das haben wir schon getan.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.09.2020 08:26
    Highlight Highlight Es gibt keine Klimaneutralität. Das werden dann 2060 auch die letzten Technologiegläubigen erkennen. Vielleicht auch nicht. Lernresistenz ist weit verbreitet.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.09.2020 11:56
      Highlight Highlight Es kann keine Klimaneutralität geben, weil das Klima nie neutral war und es auch nie sein wird.
      Ein Supervulkan den die Natur ausbrechen lässt und 25 Jahre menschliche Bemühungen sind im Arsch.
      Warum nur sind wir so überheblich dass wir denken wir könnten da wirklich was bewirken ?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.09.2020 14:29
      Highlight Highlight Der Mensch betreibt Umweltschändung. Daher hat der Mensch sehr wohl Einfluss auf die Umwelt und damit auch die klimatischen Bedingungen. Aber mit technologischem Fortschritt kann man die Umwelt nicht schonen, sondern verlagert das Problem lediglich von Bühne A auf Bühne B. Natürlich haben Monokulturanbau und Oberflächenzerstörung eine Auswirkung auf alle Ökosysteme. Es ist schlicht eine Illusion, dass man mit einer Umstellung auf Teslas und "klimaneutrale (sic)" Industrie der Umwelt Gutes tut.

      Insofern bin ich mit dir Uneins. Vulkane sind kein Problem, Supervulkane wahrscheinlich schon.
  • Verbesserer 25.09.2020 08:26
    Highlight Highlight Worte ersetzen Taten nicht.
  • Antichrist 25.09.2020 08:26
    Highlight Highlight Das macht doch Sinn. Die Schweiz kastriert sich und ist 2030 klimaneutral und China ist 2030 auf dem Höhepunkt des CO2 Ausstosses.
    Die Medien applaudieren und wundern sich, das niemand die Klimakinder ernst nimmt.
  • Ökonometriker 25.09.2020 07:50
    Highlight Highlight Also mit anderen Worten wird China seinen Ausstoss in den nächsten 10 Jahren weiter steigern. Das Senken wird dann wohl Sache von Xis Nachfolger werden.

    Derweil sanken unter Trump die CO2-Emissionen pro Kopf in den USA ungehindert in gleichem Tempo weiter. Die Schwerindustrie lohnt sich einfach nicht mehr so in den teuren USA. Diese Jobs kommen nicht mehr zurück.

    Was lernen wir daraus: Politiker sind Politiker...
    • versy 25.09.2020 08:35
      Highlight Highlight Kann sein, du darfst dabei aber nicht vergessen, dass China bereits heute der grösste Solarproduzent und auch die grössten Flächen mit Solar belegt.
      Solarpanels und Batterien musst du auch mit Energie erzeugen und technisch ist es wohl viel einfacher diese Energie mit Kohle bereitzustellen.
      Finde das natürlich auch nicht in Ordnung, aber auf meinem Dach liegen auch chinesische Solarpanels, die mussten irgendwie produziert werden und ich denke mal nicht, dass dies Klimaneutral war.
    • Talken 25.09.2020 09:17
      Highlight Highlight Die Drecksarbeit ist ausgelagert und die energieintensiven Arbeiten auch. Sie werden von den westlichen Industrieländern und deren Firmen in Ländern mit weniger Standards betrieben um die Produktionspreise tief und die Gewinne hoch zu halten. Wehe wenn das einmal zu Gunsten des CO2 Ausstosses umdrehen sollte, wird es teuer für alle.
    • Gorgol 25.09.2020 09:54
      Highlight Highlight Bist du dir bei deiner Aussage zu den pro Kopf-Emissionen sicher? Ich bin kein Spezialist, aber Wikipedia meint, dass die Emissionen vom 15' bis 18' gestiegen sind. Was durchaus in die Ära "Trump" fällt.
      Ausserdem gehören die USA nach wie vor zu den Top pro Kopf ausstossern, da dürfen die durchaus auch mal reduzieren ;)

      Wo ich dir gerne recht gebe, ist die Tatsache, dass Worte von Politiker nicht mehr als warme Luft sind. Dennoch kann ich dem "Versprechen" von Xi etwas positives abgewinnen, es erhöht den Zugzwang auf die westlichen Staaten. Hoffentlich bewirkt wenigstens das was :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Henzo 25.09.2020 07:49
    Highlight Highlight Das Leben ist nicht nur Schwarz/Weiss, gut oder böse. Das ist mal was Gutes von Xi. Macht ihn aber noch lange nicht zu einem guten Typen.
  • du_bist_du 25.09.2020 07:47
    Highlight Highlight Haha, wie die Medien in Europa immer ihr Lieblingsland wechseln ist schon lustig.
    • Varanasi 25.09.2020 07:59
      Highlight Highlight Verstehe nicht, was du mit deinem Kommentar meinst.
      Es gibt nun mal wirklich genug kritische Berichterstattung über China (auch der Bericht ist ja nicht nur positiv).
      Ich bin sicher, China wird schneller als gedacht, CO2 neutral. Erstens weil sich Änderungen in einem autokratischen System schneller durchdrücken lassen und zweitens, weil man mit zukunftsträchtigen Innovationen viel Geld verdienen kann.
    • Wellenrit 25.09.2020 08:11
      Highlight Highlight @Varanasi
      👍👍👍👍👍
    • Amboss 25.09.2020 08:19
      Highlight Highlight Hahaha, immer wenn man in einem Kommentar "die Medien" liest, weiss man: Jetzt kommt ein Käse.


      Und hast du den Artikel gelesen: Der ist ja durchaus kritisch...
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«Fürchtet euch nicht vor Corona!» – Trump meldet sich mit dem wohl bizarrsten Video zurück

US-Präsident Trump ist wieder zurück im Weissen Haus. Kurz nach der Ankunft war er schon wieder vor der Kamera und bekräftigte seine Botschaft an die Amerikaner, sich nicht vor dem Coronavirus zu fürchten.

Trump legte die perfekte Inszenierung hin. Beim Verlassen des Militärspitals Walter Reed zeigte er kurz den Daumen nach oben, dann ging's mit der Panzerlimousine zum Helikopter Marine One.

Kurze Zeit später landete die Maschine vor dem Weissen Haus, Trump stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite der Präsidentenresidenz hoch und nahm dort seine Maske ab. Dann wartete er, bis der Helikopter abhob und salutierte.

So weit so normal.

Nur wenige Stunden später aber meldet er sich via Videobotschaft …

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