International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - S

Bei öffentlichen Auftritten zeigt sich die Sängerin Billie Eilish stets in weiter Kleidung. Ihr Stil ist Teil ihres Kampfes gegen Bodyshaming. Nun knipste ein Paparazzo ein Foto von ihr im engen Tanktop. Ihre Fans solidarisieren sich mit ihr. Bild: sda

Foto von Billie Eilish im engen Tanktop: So reagiert der Star auf Bodyshaming



Billie Eilish ist eine der derzeit erfolgreichsten Musikerinnen der Welt. Die 18-jährige US-Amerikanerin (Single «Bad Guy», Bond-Soundtrack «No Time To Die») ist ein Idol für ihre Generation. Nicht nur musikalisch setzt sie neue Massstäbe, auch ihr Kleidungsstil sticht aus dem Einheitsbrei des Pop-Kosmos heraus. Statt enger, freizügiger Kleidung trägt sie meist weite Pullover und Hosen. So will sie sich vor der Beurteilung ihres Körpers, vor der Reduzierung auf selbigen und vor Bodyshaming schützen.

Nun hat ein Paparazzo ein Foto von ihr im engen Tanktop geknipst, üble Kommentare in den sozialen Medien folgten. Eilish reagierte – und erhält Unterstützung von ihren Fans.

Hämische Kommentare nach Paparazzi-Foto von Billie Eilish

Für den meisten Gesprächsstoff sorgte wohl der Twitter-Post des Users «GamesNosh». Er teilte das offensichtlich unwissentlich fotografierte Promibild mit dem Kommentar: «Innerhalb von zehn Monaten hat Billie Eilish einen 'Mitte 30-Wein-Mom-Body' bekommen.» Das Foto verbreitete sich schnell, hässliche Beleidigungen inklusive.

Im Frühjahr 2020 erst hatte Billie Eilish einen Kurzfilm mit dem Titel «Not My Responsibility» auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. Im Video zieht sie ein Kleidungsstück nach dem anderen aus und kritisiert, dass fremde Menschen – meist Männer – ihren Körper, in dem sie geboren wurde, ungefragt beurteilen.

Billie Eilishs Fans sind für Bodyshaming sensibilisiert

Das neue Bild und die damit verbundenen Reaktionen sind nicht das erste Mal, dass Eilish sich damit auseinandersetzen muss, wie Fremde über ihren Körper urteilen. Das wissen auch ihre Fans. So folgten auf die Feindseligkeiten im Netz schnell hunderte Kommentare von Unterstützerinnen und Unterstützern.

Sie konfrontierten beispielsweise den Twitter-Nutzer, der das Bild zuerst veröffentlicht hatte: «Ein 18-jähriges Mädchen zu bodyshamen, muss dich soooo männlich und selbstbewusst fühlen lassen.»

Auch deutsche Fans waren genervt von der Attacke gegen die Musikerin. Sie wiesen auf die Depressions- und Suizidfälle bei Jugendlichen im Zusammenhang mit Bodyshaming hin.

Billie Eilish kontert subtil und geschickt

Die Musikerin selbst postete als Reaktion auf die neuerliche Diskussion auf Instagram ein Bild aus ihrem Kurzfilm mit dem Kommentar: «Wollt Ihr wirklich in der Zeit zurückgehen?»

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

do you really wanna go back in time?

Ein Beitrag geteilt von BILLIE EILISH (@billieeilish) am

Billie Eilishs Engagement für die Selbstbestimmung von Frauen ist nichts Neues. Sie ist eine Ikone des Feminismus. Schräge Kommentare von einigen Twitter-Nutzern gehören leider zu ihrem Alltag, die Unterstützung ihrer Fans zum Glück auch.

Die Diskussion um das Paparazzo-Bild macht deutlich, dass Bodyshaming in der Gesellschaft immer noch allgegenwärtig ist. Es ist ein Kampf gegen Klischees, den Billie Eilish nicht alleine bestreiten muss.

(mse)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

20 Promis, die sich seit 2009 ziemlich verändert haben

Noah (16!) schaut sich alte Musikvideos an

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Donald Trumps christliche Dschihadisten

Christliche Fundamentalisten waren mit dabei, als das Kapitol gestürmt wurde. Sie bilden einen zentralen Bestandteil von Trumps Kampftruppen – und sie sind brandgefährlich.

Kuhhörner, die Flagge der Südstaaten, Wikinger-Felle und Runen: All dies bringen wir in Verbindung mit den Chaoten, welche das Kapitol in Washington gestürmt haben. Wir denken an Neo-Nazis und weisse Herrenmenschen. Gerne übersehen wir die Vielzahl von christlichen Symbolen, die ebenfalls mitgeschleppt wurden, etwa Fahnen, auf denen die Liebe zu Christus verkündet wird.

Die gewalttätigen Proud Boys sind vor dem Sturm gar zum Gebet niedergekniet. Das ist kein Zufall. «Die Extremisten unter den …

Artikel lesen
Link zum Artikel