International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07436874 British Prime Minister, Theresa May leaves Downing Street in London, Britain, 14 March 2019. Members of Parliament are set to vote on whether to ask European Union for permission to delay Brexit later in the day after they rejected no-deal Brexit on 13 March.  EPA/ANDY RAIN

Die britische Premierministerin Theresa May. Bild: EPA/EPA

Brexit-Chaos: Jetzt will das Unterhaus den Austritt verschieben

Zwei Wochen vor dem geplanten Brexit hat das britische Parlament für eine Verschiebung des EU-Austritts gestimmt. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in London mit 413 zu 202 Stimmen für eine Fristverlängerung.



Zwei Wochen vor dem geplanten Brexit hat das britische Parlament für eine Verschiebung des EU-Austritts gestimmt. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in London mit 412 zu 202 Stimmen für eine Fristverlängerung.

John Bercow verkündet das Resultat zu Mays Vorschlag.

Ursprünglich wollte sich Grossbritannien schon am 29. März von der Europäischen Union trennen.

Mehrere Änderungsanträge wurden zuvor abgelehnt: Mit einer überwältigenden Mehrheit sprachen sich die Abgeordneten gegen eine zweite Volksabstimmung über den EU-Austritt aus. Die Parlamentarier überliessen Premierministerin Theresa May vorerst auch weiter die Kontrolle über den Brexit-Prozess.

Der ursprüngliche Brexit-Termin in zwei Wochen war nicht zu halten, da Unterhaus und Regierung im Brexit-Kurs heillos zerstritten sind. Das zwischen May und Brüssel vereinbarte Abkommen konnte bisher wegen des Widerstands im Unterhaus nicht ratifiziert werden. Die nun beschlossene Verlängerung der Austrittsfrist kann allerdings nur umgesetzt werden, wenn alle 27 übrigen Mitgliedstaaten das billigen.

Lange oder kurze Verschiebung

May verknüpfte die Abstimmung über die Verschiebung indirekt mit einer Entscheidung über ihr Brexit-Abkommen. Ihr zufolge sollen die Abgeordneten die Wahl zwischen einer langen und einer kurzen Verschiebung haben.

Nur wenn die Abgeordneten bis zum 20. März - also einen Tag vor dem nächsten EU-Gipfel - für ihren Deal stimmten, sei eine kurze Verschiebung des Austritts bis zum 30. Juni möglich, betonte die Regierungschefin. Jede längere Verschiebung mache eine Teilnahme Grossbritanniens an der Europawahl (23. bis 26. Mai) nötig. Das neu gewählte EU-Parlament will am 2. Juli erstmals zusammentreten.

Die BBC erklärt, was nun passieren könnte.

Tusk will für langen Aufschub werben

Ratspräsident Donald Tusk will in der Europäischen Union für einen langen Aufschub des Brexits werben, wie er im Kurznachrichtendienst Twitter ankündigte. Vor dem EU-Gipfel Ende nächster Woche «werde ich an die EU27 appellieren, für eine lange Verlängerung offen zu sein, wenn Grossbritannien es für nötig hält, seine Brexit-Strategie zu überdenken und Konsens herzustellen», schrieb Tusk.

Mit der Zustimmung Brüssels für eine Brexit-Verschiebung wird zwar gerechnet. Allerdings gibt es auf EU-Seite noch keine einheitliche Linie. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte sich zuletzt für eine höchstens kurze Verschiebung ausgesprochen. Der Brexit solle vor der Europawahl Ende Mai abgeschlossen sein, erklärte er.

Den Vorschlag für ein zweites Brexit-Referendum hatte eine unabhängige Gruppe aus ehemaligen Labour- und Tory-Abgeordneten eingebracht. Der Beschluss hat aber keine rechtlich bindende Wirkung. Die Abstimmung gilt eher als Testlauf. Nach Angaben der britischen Wahlkommission wären für ein zweites Brexit-Referendum mindestens vier, eher sechs Monate an Vorbereitungen notwendig. Dies wäre nur mit einer längerfristigen Verschiebung des Brexits machbar.

Der Vorschlag für ein zweites Referendum wird deutlich abgelehnt.

Donald Trump übt Kritik

Am Mittwochabend hatte das Unterhaus gegen einen EU-Austritt ohne Abkommen gestimmt. Die Abgeordneten verabschiedeten mit 321 zu 278 Stimmen einen Beschluss, der einen ungeordneten Brexit - anders als von der Regierung gewollt - in jedem Fall ablehnt. Die Entscheidung ist allerdings rechtlich nicht bindend. Ein sogenannter No Deal hätte weitreichende negative Folgen für die Wirtschaft und andere Bereiche.

Massive Kritik an Mays Brexit-Management übte US-Präsident Donald Trump. «Ich bin überrascht, wie schlecht es gelaufen ist», sagte er zum Auftakt eines Besuchs von Irlands Premierminister Leo Varadkar in Washington. «Sie hat nicht auf mich gehört.» Trump hofft, dass die USA finanziell vom Brexit profitieren: «Meine Regierung freut sich darauf, einen umfangreichen Handelsdeal mit Grossbritannien auszuhandeln. Das Potenzial ist unbegrenzt!», twitterte Trump kurz vor der Abstimmung.

Knackpunkt Backstop

Knackpunkt im Brexit-Streit ist der sogenannte Backstop. Das ist eine im Austrittsabkommen festgeschriebene Garantie für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland. Die Regelung sieht vor, dass Grossbritannien in einer Zollunion mit der Europäischen Union bleibt, bis eine bessere Lösung gefunden ist.

Brexit-Hardliner fürchten, dies könnte das Land dauerhaft an die Staatengemeinschaft fesseln und eine eigenständige Handelspolitik unterbinden. Sie hatten daher eine zeitliche Befristung oder ein einseitiges Kündigungsrecht für den Backstop gefordert.

May führt seit einer verpatzten Neuwahl im Sommer 2017 eine Minderheitsregierung an, die die Unterstützung der nordirischen Partei DUP benötigt. Sie ist auf jede Stimme im Parlament angewiesen. (cma/sda/dpa)

Diese 10 (erfundenen) Spiele zeigen dir den Brexit-Irrsinn perfekt

Ein chaotischer Brexit hätte für die EU verheerende Folgen

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

68
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stormrider 15.03.2019 17:31
    Highlight Highlight Nun ja, ich mag es ja allen gönnen hier hämisch über die Briten herzuziehen. Aber leider sieht es so aus als ob es in der Geschichte nur Verlierer geben wird. In Grossbritannien, in der EU und damit zwangsläufig auch in der Schweiz.
  • Hans Jürg 15.03.2019 11:22
    Highlight Highlight Dä Hans im Schnäggäloch weis nöd was er will.
    Dänn was er hät das will er nöd
    und was er will das hät er nöd
    Dä Hans im Schnäggäloch weiss eifach nöd was er will.
  • Joker 15.03.2019 00:04
    Highlight Highlight Na endlich. Das es so kommen würde ist ja nun auch schon seit Monaten klar. An diesem Punkt hätten wir schon in der Woche vor Weihnachten seien können, wenn die werte Frau May nicht dieses Termin-verschiebe Spielchen spielen würde um Zeit zu schinden. Politik auf dem absoluten Tiefpunkt. Traurig, einfach nur traurig
  • Alienus 15.03.2019 00:00
    Highlight Highlight Kleinbritannien, der kranke Mann am Ärmelkanal.
  • 45rpm 14.03.2019 23:30
    Highlight Highlight UK Parlament: NEIN!
    Theresa May: Doch!
    Parlament: Ohhh!

    :D
    Play Icon
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 14.03.2019 23:22
    Highlight Highlight Die Hauptsache ist, dass Hongkong britisch bleibt.
    • balzercomp 15.03.2019 17:57
      Highlight Highlight Sag' das mal den Chinesen, denen Hongkong 1997 zurückgegeben wurde.
    • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 15.03.2019 19:08
      Highlight Highlight War ein Zitat aus Monty Python, Der Sinn des Lebens. Just a joke.
  • Platon 14.03.2019 21:27
    Highlight Highlight Langsam sollte es der britischen Bevölkerung doch dämmern, dass für ihre Probleme alleine sie selbst und ihre gewählten Politiker Schuld sind, und nicht die EU. Manchmal freue ich mich riesig auf den Tag, wo das den Leuten Bewusst wird. Dann habe ich aber auch wieder Mitleid mit den Leuten, die eiskalt verarscht wurden.
  • Filzstift 14.03.2019 20:31
    Highlight Highlight Vielleicht mal öfters vormittags abstimmen. Abends scheinen die mir nicht ganz nüchtern zu sein.
    • Ohniznachtisbett 15.03.2019 00:30
      Highlight Highlight Ein grosser Brite sagte einst: ja, aber morgen bin ich wiedernüchtern und sie werden immer noch hässlich sein.
  • dmark 14.03.2019 20:30
    Highlight Highlight Mal eine vielleicht dumme Frage, aber existieren nicht auch noch alte bilaterale Verträge zwischen den einzelnen europäischen Ländern der EU, sowie auch mit England aus den Zeiten der EG und sogar davor? Wenn ja, dann müssten diese doch noch gültig sein, bzw. könnten es wieder werden.
    Ich wüsste jetzt nicht, dass man mit der Gründung der EU diese hat ungültig werden lassen, sondern diese nur erweitert oder eben miteinander gleich setzte.
    • Tepesch 14.03.2019 22:25
      Highlight Highlight @dmark
      Da EU-Mitglieder nicht, oder nur eingeschränkt, Handelsverträge eingehen dürfen, sind diese alten Verträge vermutlich hinfällig.
      Und selbst wenn, dürften diese 50 Jahre alten Verträge nie die Zollfreiheiten abdecken welche aktuell innerhalb der EU/EWR existieren.
    • Juliet Bravo 14.03.2019 22:53
      Highlight Highlight Auf den ersten Blick eine gute Idee - merci, so hab ich das noch nicht gesehen. Das Problem dürfte sein, dass sich die EU seit 1973 sehr entwickelt hat und die Gesetzeslage viel komplexter geworden ist.
    • dmark 14.03.2019 23:09
      Highlight Highlight Naja, ganz so alt sind die Verträge nun auch wieder nicht. Die jetzige EU wurde 1993 gebildet, welche aus der EG und der EWG hervor ging. Bereits 1968 (also schon lange vor der EU) wurden innerhalb dieser Staaten die Zollfreiheit eingeführt und England trat 1973 bei. Auch damals waren zuvor lange Verhandlungen geführt worden. Die Engländer brauchen das anscheinend ;)
      Da die EU eigentlich nur eine Zusammenführung der verschiedenen Institutionen (EGKS-Montan, EWG, EG, Euratom usw.) ist, müssten eigentlich einzelne Abkommen doch noch gelten.
      Gut, ich bin da kein Experte... war halt mal ne Frage.
  • giguu 14.03.2019 20:30
    Highlight Highlight „Wollt ihr einen Deal?“
    „Nein!“
    „Wollt ihr keinen Deal?“
    „Nein!“
    „Wollt ihr ein neues Referendum?“
    „Nein!“
    „Wollt ihr Verlängerung?“
    „Nein!“
    „Was wollt ihr dann?“

    „MAOAM!“
    • Ticitaca 14.03.2019 22:21
      Highlight Highlight Sorry hab nicht extra geblitzt. Natürlich wollte ich deinen Beitrag Herzen. MAOAM.
    • Arabra 14.03.2019 23:34
      Highlight Highlight Jetzt hab ich bock auf sugus
  • Dummbatz Immerklug 14.03.2019 20:23
    Highlight Highlight Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man sich mit Popcorn zurücklehnen 🥳
  • Dä Salat Summer chunnt. 14.03.2019 20:22
    Highlight Highlight Die Fristerstreckung muss ich auch noch einreichen. Hoffentlich segnet das Steueramt mein Gesuch auch ab. 😇
  • glüngi 14.03.2019 20:22
    Highlight Highlight was für ein lächerliches land.
  • Sauäschnörrli 14.03.2019 19:57
    Highlight Highlight Und ich dachte meine Freundin stellt sich schwierig an, wenn es darum geht das Essen zu bestellen.
    • Sauäschnörrli 14.03.2019 20:01
      Highlight Highlight Stellt euch mal vor das Unterhaus müsste zusammen Essen bestellen. Die würden verhungern.😩
    • leu84 14.03.2019 20:48
      Highlight Highlight Am Ende wollen sie nach langer Diskussion nur "Shepherds Pie" und "Fish & Chips"
    • Wander Kern 14.03.2019 22:05
      Highlight Highlight Äh was, die würden einfach per Motion entscheiden, nicht zu verhungern.
  • TheDoctor 14.03.2019 19:28
    Highlight Highlight https://twitter.com/ianblackfordmp/status/1106242550430662656?s=21
    • Juliet Bravo 14.03.2019 22:57
      Highlight Highlight Was Labour macht und will ist mir auch schleierhaft.
    • TheDoctor 14.03.2019 23:09
      Highlight Highlight Weder die Brexit-Befürworter noch Brexit-Gegner der eigenen Basis verprellen. Weiter: Ein amendment, dass nicht von Labour miteingebracht wurde, wird Labour vermutlich kaum unterstützen. Der Wortlaut muss schon von Labour selbst verfasst sein, denke ich. Das Verhalten von Labour ist strategisch.
  • McStem 14.03.2019 19:26
    Highlight Highlight Wollt ihr diesen Deal? - Nein!
    Wollt ihr keinen Deal? - Nein!
    Wollt ihr den neuen Deal? - Nein!
    Wollt ihr ein neues Referendum? - Nein!
    Was wollt ihr dann? - Nein!
    • Gurgelhals 14.03.2019 19:31
      Highlight Highlight Meine Damen und Herren: Das älteste und neu auch das dümmste Parlament auf Erden.
    • glüngi 14.03.2019 20:04
      Highlight Highlight MA-O-AM, MA-O-AM, MA-O-AM
    • 1+1=3! Initiative 14.03.2019 20:22
      Highlight Highlight Was wollt ihr dann?

      MAOAM!!
  • Oh Dae-su 14.03.2019 19:11
    Highlight Highlight Also die Briten wollen keinen Brexit mit Deal, sie wollen keinen Brexit ohne Deal und sie wollen auch kein zweites Referendum. Bleibt nach Ausschlussverfahren eigentlich nur noch der Rückzug vom Brexit übrig ;)
    • LLewelyn 14.03.2019 20:49
      Highlight Highlight Offenbar ja auch nicht. Aber das zwei Jahre nach dem Referendum ein Neues anzusetzen auch kein gangbarer Weg ist, leuchtet mir ein (wobei die Abstimmung nicht bindend war). Es ist einer Demokratie doch irgendwie unwürdig, solange abstimmen zu lassen bis in einer Volksabstimmung das „richtige“ Resultat rauskommt (das tut bei uns nicht mal die SVP). Der einzige Weg ist wohl, Theresa May nochmals einen Deal vorlegen zu lassen und diesen dann zu akzeptieren.
  • nach gang 14.03.2019 18:56
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • PVJ 14.03.2019 19:18
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 14.03.2019 19:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • River 14.03.2019 19:21
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Hexenkönig 14.03.2019 18:47
    Highlight Highlight Und damit sind die Briten wieder zurück auf Feld 1
  • Triple A 14.03.2019 18:41
    Highlight Highlight Da haben es die Politiker verpasst, künftig die Bevölkerung für die Misere verantwortlich zu machen! Jetzt sind sie schuld. Nur sie.
    • Ueli der Knecht 14.03.2019 18:56
      Highlight Highlight Das Parlament hat bereits entschieden:

      1. Wir wollen den ausgehandelten Deal nicht.
      2. Wir wollen kein No-Deal-Austritt.
      3. Wir wollen keine Verschiebung.

      Das bedeutet letztlich, dass die Regierung schliesslich den Brexit absagen müsste, weil alles andere die jüngsten Parlaments-Entscheide missachten würde. Brexexit. Oder Brexit².

      Was soll man denn da noch abstimmen? Jeder der für die Absage des Brexit stimmt, würde doch dann die Demokratie, bzw. den Brexit-Volksentscheid verraten. Diesen Verrat am Volksentscheid will das Parlament Theresa May überlassen. Sie ist schuld. Nur sie. ;)
    • TheDoctor 14.03.2019 19:22
      Highlight Highlight Als Schweizer versteh' ich diese Haltung. Aber in andern Ländern werden Volksabstimmungen nicht wiederholt.
    • Cpt. Jeppesen 14.03.2019 22:32
      Highlight Highlight @TheDoctor: In anderen Ländern sind Volkabstimmungen auch nicht bindend. So auch der Brexit Entscheid. GB ist eine repräsentative Demokratie, d.h. alle Entscheide werden vom Parlament gefällt, welches zyklisch vom Volk neu gewählt wird.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Referendums_in_the_United_Kingdom
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miikee 14.03.2019 18:41
    Highlight Highlight Habe ich irgend etwas verpasst?

    Verschieben: Nein
    Austritt Ohne: Nein
    Austrittsvereinbarung Annehmen: Nein

    Was wollen den die Briten?
    • bokl 14.03.2019 19:59
      Highlight Highlight Die Briten wollen den Foifer und das Weggli. Wähnen sich wohl noch in Commonwealth-Zeiten, als sie die Welt beherrschten.
    • dä dingsbums 14.03.2019 20:13
      Highlight Highlight Sie wollen einen besseren Deal.

    • bokl 14.03.2019 20:16
      Highlight Highlight "Sie wollen einen besseren Deal."
      Der "bessere Deal" ist aber nicht im Angebot.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 14.03.2019 18:40
    Highlight Highlight Und Trump ist mega happy. Jetzt sollen die Briten erst echt angst haben:

    Trump has previously been critical of May’s Brexit deal, warning that it could “kill” a bilateral trade agreement between the US and the UK.

    But he now he says: “The potential is unlimited!”

    https://www.theguardian.com/us-news/2019/mar/14/trump-brexit-theresa-may-uk-criticism-talks-latest-news
  • Cpt. Jeppesen 14.03.2019 18:38
    Highlight Highlight Wenn ich Brite wäre, ich würde nun zum Sturm auf das Parlament aufrufen. Dass die Tories es nicht gebacken bekommen, OK nicht anders zu erwarten, dass sich die Labourpartei der Stimme enthält, ist schlichtweg Missachtung der eigenen Verantwortung. Generalstreik bis die Regierung zurücktritt mit anschliessender Neuwahl. Und keinen der jetztigen Köpfen wiederwählen.
    Es ist ungalublich was sich die dort leisten. Die ruinieren das Land und alle schauen brav zu.
    • TheDoctor 14.03.2019 19:21
      Highlight Highlight Nein nein nein. Mein guter Herr Kapitän, sie sollten sich vertiefter mit der britischen Politik vertraut machen. Gerade mit Labour. Dass sich Labour bei diesem amendment der Stimme enthält ist genau eben das Wahrnehmen der Verantwortung: Ein zweites Referendum darf Labour nach alledem, was passiert ist, nicht mehr ausschliessen. Zum einen, weil viele Briten drin bleiben wollen, zum anderen bleiben kaum mehr Alternativen. Ein zweites Referendum unterstützen, darf Labour als Labour erst, wenn wirklich alle anderen Optionen vom Tisch sind. Es gilt, den bestehenden Volksentscheid zu achten.
    • Cpt. Jeppesen 14.03.2019 21:17
      Highlight Highlight Lieber Doctor, ich wünsche mir, dass er recht behält. Allerdings gibt es da klitzekleines Problem, es sind nur noch 12 Tage Zeit.
      Das einzige was ich mir jetzt noch vorstellen kann ist, das Chaos weiter machen um dann am 28ten den Beschluss zu fassen, das Austrittsgesuch zurück zu ziehen.
      Allerdings ist der bis dahin angerichtete Schaden so immens, dass GB Jahre brauchen wird das wieder aufzubauen was vernichtet wurde. Damit meine ich Vertrauen in die Politik und den wirtschaftlichen Schaden bis jetzt. Nicht darüber redend, was dies Theater in Nordirland und Schottland an Spuren hinterlässt.
    • TheDoctor 14.03.2019 21:40
      Highlight Highlight Der Schaden ist angerichtet. David Cameron wird als schlechtester PM aller Zeiten in die Geschichte eingehen, UK wird in einigen Angelegenheiten um Jahrzehnte zurückgeworfen sein und das auch, wenn das Gesuch zurückgezogen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rolf.iller 14.03.2019 18:36
    Highlight Highlight nein nein nein, i will nöd, nei nei
  • Gogl Vogl 14.03.2019 18:32
    Highlight Highlight OOODAH! OOOOODAAAAH! OOOOODAAAAHHH!!!
  • Einloz 14.03.2019 18:29
    Highlight Highlight Ich begreife britische Politik nicht. Sind hier alle einfach feige? Die einen treten zurück, nachdem sie den Schlamassel angerichtet haben. Und die anderen wollen nicht, dass der Gegner von ihrer Unterstützung in der Sache politisch profitieren könnte - so kommt es mir vor.
    • Juliet Bravo 14.03.2019 18:48
      Highlight Highlight Du begreiffst offenbar mehr als du glaubst😉
    • TheCloud 14.03.2019 19:01
      Highlight Highlight Briten halt.
    • poks 15.03.2019 00:02
      Highlight Highlight Menschen :)
  • katerli 14.03.2019 18:28
    Highlight Highlight Brexit Deal 2x Abgelehnt, No Deal abgelehnt, zweites Referendum abgelehnt.
    Meiner Meinung nach gibt es keine plausible Begründung für eine Fristverlängerung. Wozu auch? Die wollen Raus, aber im Binnenmarkt ohne verpflichtungen drin bleiben. Wenn die EU hier nachgibt kann sie sich gleich selbst abschaffen.

Extreme Armut in der Schweiz sehr selten – aber sie existiert

6.2 Prozent der EU-Bevölkerung sind von extremer Armut betroffen. Mit 1.5 Prozent (2015) liegt die Schweiz weit unter dem Durchschnitt. Nur Schweden und Luxemburg haben noch weniger Mittellose. Am schlimmsten betroffen ist Bulgarien: Jeder Fünfte ist dort extrem arm.

Auch in Rumänien und Griechenland haben viele nicht genug zu essen: Dort erfüllt etwa jeder Sechste die EU-Kriterien für extreme Armut.

Diese liegt gemäss Eurostat, dem statistischen Amt der EU, vor, wenn jemand sich nicht mindestens …

Artikel lesen
Link zum Artikel