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Der russische Oppositionelle Alexei Nawalny erhebt heftige Vorw

Mit Tee vergiftet: Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ringt mit dem Tod. Bild: sda

So starben diese 12 Putin-Gegner



Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny kämpft um sein Leben: Der 44-jährige Kreml-Kritiker liegt im Koma und wird beatmet. Er war während eines Flugs in Ohnmacht gefallen, nachdem er eine Tasse Tee getrunken hatte. Der Anwalt von Nawalnys Fonds zur Bekämpfung von Korruption, Wjatscheslaw Gimadi, sagte: «Es besteht kein Zweifel, dass Nawalny wegen seiner politischen Position und seiner Tätigkeit vergiftet wurde.»

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine dem russischen Machtzirkel um Präsident Putin nicht genehme Person nach dem Genuss einer Tasse Tee das Bewusstsein verliert: Im September 2004 erging es der bekannten Journalistin Anna Politkowskaja so, als sie auf dem Weg nach Beslan war, wo nach einer Geiselbefreiung an einer Schule hunderte von Menschen umgekommen waren. Politkowskaja wurde ohnmächtig und erreichte ihr Ziel nicht. Sie überlebte, fiel aber später einem Mordanschlag zum Opfer (siehe unten).

Die folgende Liste der ermordeten Journalisten, Politiker und Wirtschaftsleute, die Putin in die Quere kamen oder ihn und seine Politik scharf kritisierten, ist lang – und dennoch unvollständig. In den meisten Fällen wurden die Mörder nicht gefunden. Und die Drahtzieher schon gar nicht.

Hier nicht berücksichtigt sind Fälle wie der sogenannte Tiergarten-Mord in Berlin, bei dem ein ehemaliger Kommandant tschetschenischer Milizen vermutlich vom russischen Geheimdienst ermordet wurde. Und auch die spektakulären Giftanschläge auf Wladimir Kara-Mursa oder Sergei Skripal kommen hier nicht in Betracht, da beide das Attentat – zumindest bis jetzt – überlebt haben. Besonders der Anschlag auf Skripal und dessen Tochter machte international Schlagzeilen, weil er in England stattfand und dabei ein geächteter Nervenkampfstoff verwendet worden war.

Igor Domnikow

(† 16. Juli 2000)

Igor Domnikow
https://cpj.org/2013/05/russia-arrests-indicts-suspect-in-igor-domnikov-mu/

Mit Hammer erschlagen: Igor Domnikow. Bild: CPJ.org

Der Journalist, der seit Oktober 1998 für die regierungskritische Zeitung «Nowaja Gaseta» schrieb, wird am 12. Mai 2000 im Treppenhaus seiner Moskauer Wohnung mit einem Hammer niedergeschlagen und in einer Blutlache liegengelassen. Ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben, stirbt Domnikow zwei Monate später im Krankenhaus. Sein Mörder wird 2003 verhaftet und 2007 verurteilt. Die Auftraggeber des Verbrechens werden in der «Nowaja Gaseta» genannt, kommen aber nie vor Gericht. Domnikow ist der erste Journalist der «Nowaja Gaseta», der seine Arbeit mit dem Leben bezahlt.

Iskander Chatloni

(† 21. September 2000)

Iskander Chatloni

Mit Axt erschlagen: Iskander Chatloni. Bild: jstor.org

Der Journalist beim tadschikischen Kanal von Radio Free Europe / Radio Liberty wird in seiner Wohnung in Moskau mit einer Axt getötet. Der 46-jährige Chatloni hatte zu Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien recherchiert. Die Ermittlungen in seinem Fall werden ergebnislos eingestellt.

Sergej Juschenkow

(† 17. April 2003)

Leader of the Liberal Russia party Sergei Yushenkov seen a few hours before his killing, at a briefing on plans of his party to run in the coming parliamentary election later this year, in Moscow, Thursday, April 17, 2003. Liberal Russian lawmaker Sergei Yushenkov was shot to death Thursday near his apartment building in Moscow. (KEYSTONE/AP Photo/Sergei Ponomarev, Gazeta)

Erschossen: Sergej Juschenkow. Bild: AP GAZETA

Der vormalige russische Informationsminister und liberale Duma-Abgeordnete Sergej Juschenkow wird im Moskauer Stadtteil Tuschino erschossen, als er aus seinem Dienstwagen steigt. Kurz zuvor hat er seine neue Liberale Partei für die Wahlen im Dezember registrieren lassen. Juschenkow war Mitglied im Geheimdienstausschuss der Staatsduma und Vize-Chef einer Kommission, die eine Serie von angeblich tschetschenischen Bombenanschlägen in Moskau untersuchte. 2002 veröffentlichte er einen Film, in dem er dem Geheimdienst FSB eine Verwicklung in die Anschläge vorwarf. Vier Täter, bei denen zum Teil erhebliche Zweifel an ihrer Schuld bestehen, wurden verurteilt.

Honor guards relieving during the civil funeral of Sergei Yushenkov, a co-chairman of the Liberal Russia party, Moscow, Sunday, April 20, 2003. Yushenkov was gunned down Thursday outside his apartment building. (KEYSTONE/AP Photo/Ivan Sekretarev)

Begräbnis mit militärischen Ehren. Bild: AP

Jurij Schtschechotschichin

(† 3. Juli 2003)

Yuri Shchekochikhin, a member of the Russian Duma, answers a question before the House Banking Committee Wednesday, Sept. 22, 1999, in Washington. The committe is looking into an alleged money-laundering scheme involving the Russian mob and the Bank of New York. (AP Photo/Joe Marquette)

Vergiftet: Jurij Schtschechotschichin. Bild: AP

Der «Nowaja Gaseta»-Journalist und Duma-Abgeordnete Jurij Schtschechotschichin fällt nach mehreren Tagen Unwohlseins einer mysteriösen Vergiftung zum Opfer. Die Diagnose lautet offiziell auf eine heftige allergische Reaktion, das sogenannte Lyell-Syndrom. Die russischen Behörden lehnen die Autopsie seiner Leiche ab, seine Krankenakte wird eingezogen und als geheim eingestuft. Angehörige Schtschechotschichins können aber eine Hautprobe in London untersuchen lassen. Diagnose: Thallium. Es handelt sich um ein hochgiftiges Metall, das schon der sowjetische Geheimdienst KGB einsetzte. Schtschechotschichin ist der zweite Journalist der «Nowaja Gaseta», der ermordet wird. Er war Mitglied in einem Duma-Ausschuss zur Überprüfung von Korruption der Ämter und Amtspersonen Russlands und galt als Experte für Korruption und organisiertes Verbrechen.

Paul Klebnikow

(† 9. Juli 2004)

A previously unissued photo made available Saturday July 10, 2004 of the editor of Forbes Magazine's Russian edition Paul Klebnikov speaking at a news conference to mark the edition of the Forbes magazine issue

Erschossen: Paul Klebnikow. Bild: AP

Mehrere Kugeln, die aus einem fahrenden Auto heraus abgefeuert werden, töten den in den USA geborenen und aufgewachsenen Chefredaktor des russischen «Forbes»-Magazins vor dem Redaktionsgebäude in Moskau. Paul Klebnikow hat seine Stelle erst wenige Monate zuvor angetreten. Der 41-Jährige erregte Aufsehen, als er erstmals eine Liste der reichsten Russen veröffentlichte. In seinem Buch «Godfather of the Kremlin: The Decline of Russia in the Age of Gangster Capitalism» («Der Pate des Kreml – Boris Beresowski und die Macht der Oligarchen)» informierte Klebnikow über Aufstieg und Aktivitäten verschiedener russischer Oligarchen, darunter besonders Boris Beresowski. Wegen des Mordes wurden drei tschetschenische Verdächtige angeklagt, aber zunächst freigesprochen.

Anna Politkowskaja

(† 7. Oktober 2006)

In this undated image released by Novaya Gazeta newspaper on Friday, Oct. 5, 2007, slain Russian investigative journalist Anna Politkovskaya is seen. Sunday will be the first anniversary of the murder of journalist Anna Politkovskaya. (AP Photo/Novaya Gazeta, HO) ** EDITORIAL USE ONLY **

Erschossen: Anna Politkowskaja. Bild: AP NOVAYA GAZETA

Als wäre es ein Geburtstagsgeschenk: Am 7. Oktober 2006, Putins Geburtstag, treffen fünf Kugeln die Journalistin und Menschenrechts-Aktivistin Anna Politkowskaja im Aufzug ihres Wohnhauses in Moskau. Die 48-Jährige gilt als Putin-Gegnerin und wird wegen ihrer kritischen Berichterstattung in der Zeitung «Nowaja Gaseta» über den Krieg in Tschetschenien in nationalistischen russischen Kreisen gehasst; ihre Ermordung macht international Schlagzeilen. Fünf aus Tschetschenien stammende Männer werden 2014 zu langjährigen Strafen verurteilt. Die Auftraggeber des Verbrechens sind jedoch bis heute im Dunkeln geblieben. Manche Beobachter vermuten, dass der Premierminister der Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, im Hintergrund die Strippen gezogen hat.

A woman lays flowers at the coffin of slain journalist Anna Politkovskaya during a funeral ceremony at Troyekurovskoye cemetery in Moscow, Tuesday, Oct. 10, 2006. Anna Politkovskaya, 48, was fatally shot in her apartment building Saturday in an apparent contract killing. Family, friends and admirers paid their final respects Tuesday at the funeral of a murdered investigative reporter who had criticized President Vladimir Putin and Russia's conduct in Chechnya. (AP Photo/Sergey Ponomarev)

Politkowskajas Beerdigung. Bild: AP

Alexander Litwinenko

(† 23. November 2006)

FILE - A Friday, May 10, 2002 file photo showing Alexander Litvinenko, former KGB spy and author of the book

Vergiftet: Alexander Litwinenko. Bild: AP

Im November 2006 wird der ehemalige KGB-Mann und Putin-Kritiker Alexander Litwinenko in einem Londoner Hotel mit dem radioaktiven Metall Polonium vergiftet. Seine Agonie vollzieht sich vor den Kameras der Weltpresse; der sterbende Litwinenko, der durch die Strahlenkrankheit alle Haare verloren hat, macht Putin für seinen Tod verantwortlich. Der 44-jährige Geheimdienstmann, der 2003 zum britischen Auslandsgeheimdienst MI6 überlief und seit 2006 auch die britische Staatsbürgerschaft besass, soll vor seinem Tod im Fall der ermordeten Anna Politkowskaja ermittelt haben. 1998 hatte er vor den Medien über Korruption und Inkompetenz der Armee in Tschetschenien berichtet. Die britische Staatsanwaltschaft erliess Haftbefehle gegen zwei russische Geheimdienstmitarbeiter, die aber von Russland nicht ausgeliefert werden.

Stanislaw Markelow

(† 19. Januar 2009)

Lawyer Stanislav Markelov is seen speaking to the media in Moscow in this Feb. 3, 2005 photo. Markelov was shot and killed Monday, Jan. 19, 2009, after a press conference in central Moscow, officials said. A human-rights lawyer who fought against the early release of a Russian colonel convicted of murdering a Chechen woman was shot dead on a Moscow street Monday, days after the officer left prison, law enforcement authorities said. (AP Photo/Grigory Tambulov, Kommersant) ** RUSSIA OUT **

Erschossen: Stanislaw Markelow. Bild: AP Kommersant

Der Anwalt und Bürgerrechtler Stanislaw Markelow stirbt, zusammen mit der jungen «Nowaja Gaseta»-Reporterin Anastasia Baburowa im Zentrum Moskaus – niedergeschossen auf offener Strasse. Der 34-jährige Markelow hat sich Feinde im russischen Militär gemacht, seit er die Familie einer ermordeten Tschetschenin vertritt. Als deren Mörder, der russische Offizier Jurij Budanow, frühzeitig aus der Haft entlassen werden soll, hält Markelow eine Pressekonferenz mit Baburowa ab, in der er ankündigt, dass er gegen Budanows Entlassung klagen werde. Kurz danach fallen die tödlichen Schüsse. Die Mörder können diesmal überführt werden, sie sind Mitglieder einer rechtsradikalen Organisation.

epa01637008 Opposition demonstrators hold portraits of killed lawyer Stanislav Markelov and journalist Anastasia Baburova during a rally in Moscow, Russia, 15 February 2009. Markelov, a lawyer who had fought against the early release of an army colonel convicted of murdering a Chechen girl, and Baburova were shot dead on a Moscow street in January 2009. EPA/YURI KOCHETKOV

Protestmarsch mit Bildern der Ermordeten. Bild: EPA

Natalia Estemirowa

(† 15. Juli 2009)

epa01796275 An undated handout photograph distributed by Russian human rights organization Memorial, showing the journalist and human right activist Natalia Estemirova at the building with the bullet and shelling marks. Natalia Estemirova was abducted in Grozny on 15 July 2009 and found dead in Ingushetia later on 16 July 2009 Natalia Estemirova will be buried in Chechnya. EPA/MEMORIAL / HO EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Erschossen: Natalia Estemirowa. Bild: EPA

Ihre Leiche wird am Nachmittag des 15. Juli 2009 in einem Waldstück in der russischen Teilrepublik Inguschetien gefunden: Die Geschichtslehrerin, Menschenrechtlerin und Journalistin Natalia Estemirowa, die am Vormittag vor ihrem Wohnhaus in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny entführt worden war, ist mit mehreren Schüssen getötet worden. Die 51-Jährige, Mitarbeiterin der Menschenrechtsorganisation Memorial, hat mit Berichten über verschwundene Zivilisten in Tschetschenien den Zorn der Machthaber auf sich gezogen. Sie hinterlässt eine 15-jährige Tochter. Die Ermittlungen haben auch zehn Jahre nach der Bluttat kaum greifbare Ergebnisse gebracht. Mit ihrer Ermordung soll Ramsan Kadyrow zu tun haben, der ihr öffentlich mit dem Tod drohte. Estemirowa hatte wiederholt die Todeskommandos des kremltreuen Präsidenten Tschetscheniens für Entführungen verantwortlich gemacht.

epa01796354 People hold portraits of journalist and human rights activist Natalia Estemirova, during a rally for the murder victim in Moscow, Russia on 16 July 2009. Natalia Estemirova was abducted in Grozny on 15 July 2009 and found dead in Ingushetia later on. EPA/YURI KOCHETKOV

Gedenkversammlung für Estemirowa in Moskau am 16. Juli 2009. Bild: EPA

Sergej Magnizki

(† 16. November 2009)

Sergej Magnizki, Magnitski
wiki: https://en.wikipedia.org/wiki/Sergei_Magnitsky#/media/File:Sergei_Magnitsky.jpg

Zu Tode geprügelt: Sergej Magnizki. Bild: Wikimedia

480 Beschwerdebriefe schreibt Sergej Magnizki während seiner fast einjährigen Untersuchungshaft – keiner wird beantwortet. Der 37-jährige Anwalt und Wirtschaftsprüfer, bei seiner Verhaftung noch völlig gesund, stirbt schwer krank am 16. November 2009 in seiner Zelle. Jede ärztliche Hilfe wird ihm verweigert. Man nimmt an, dass Wärter ihn zu Tode geprügelt haben. Niemand wird für seinen Tod zur Verantwortung gezogen – als offizielle Todesursache geben die Behörden zuerst Pankreatitis an, später Herzinfarkt. Eine Obduktion wird nicht erlaubt. Magnizki war im Rahmen seiner Tätigkeit für das Unternehmen Hermitage Capital Management illegalen Steuerrückerstattungen auf die Spur gekommen, mit denen sich korrupte Beamte im russischen Innenministerium bereicherten. Er wurde darauf selbst wegen Mittäterschaft zur Steuerhinterziehung verhaftet. 2013 spricht ihn ein Gericht postum des Steuerbetrugs schuldig. Der Fall Magnizki belastet die Beziehungen zwischen den USA und Russland erheblich, da die USA mit dem Magnitsky Act russischen Beamten, die für Magnizkis Tod verantwortlich sind, die Einreise in die USA verweigern und ihre Vermögen eingefroren haben.

In this Monday, Nov. 30, 2009 file photo Nataliya Magnitskaya, mother of lawyer Sergei Magnitsky who died in jail, holds a photo of her son as she speaks during an interview with the AP in Moscow. U.S. lawmakers are expected to vote in a human rights legislation named after Magnitsky that would impose sanctions on Russian officials involved in human rights violations. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko, File)

Magnizkis Mutter Natalia. Bild: AP

Boris Beresowski

(† 23. März 2013)

Self-exiled oligarch Boris Berezovsky leaves the High Court in London, Wednesday, March, 10, 2010, after winning his libel case against a Russian broadcaster that accused him of masterminding the murder of a former Russian agent in London. The 63-year-old tycoon sued All-Russian State Television and Radio Broadcasting (RTR) for a 2007 show that accused him of being behind the poisoning death of renegade Russian agent Alexander Litvinenko more than three years ago. The court awarded him 150,000 pounds (US$225,000) in damages. (AP Photo/Alastair Grant)

Stranguliert: Boris Beresowski. Bild: AP

Der Oligarch lebt seit 2000 im Exil. Sein Haus in England ist mit schusssicherem Glas ausgestattet, weil er sich vor dem langen Arm Putins fürchtet, seines ehemaligen Protegés und späteren Intimfeinds. Doch am 23. März 2013 wird Boris Beresowski, einst einer der reichsten Männer Russlands, tot aufgefunden. Todesursache ist Strangulation – aber hat sich Beresowski selbst das Leben genommen oder ist er umgebracht worden? Die offizielle Untersuchung der britischen Behörden kommt zum Schluss, dies sei nicht zweifelsfrei festzustellen. Der einstige Multimillionär hat die russische Opposition gegen Putin finanziell unterstützt. Er ist aber auch mehrfach verdächtigt worden, in den Tod von Putin-Gegnern wie Alexander Litwinenko oder Anna Politkowskaja verwickelt zu sein. Auch mit dem Tod von Paul Klebnikow ist Beresowski in Verbindung gebracht worden.

Boris Nemzow

(† 27. Februar 2015)

epa04640884 (FILE) A file photo dated 05 February 2013 shows Opposition leader Boris Nemtsov arriving at the Investigative Committee building in Moscow, Russia. A veteran Russian opposition leader has been shot and killed in Moscow, police said on 27 February 2015. Boris Nemtsov, 55, was shot from a passing car on a bridge just outside the Kremlin, Russian investigators said in a statement. An unknown attacker fired between 7 and 8 shots on the politician, who was walking over the Big Moskvoretsky bridge, Vladimir Markin, spokesman for the Investigative Committee, said. EPA/SERGEI ILNITSKY

Erschossen: Boris Nemzow. Bild: EPA FILE

Am späten Abend des 27. Februars 2015 ist der bekannteste Regierungsgegner Russlands mit seiner Freundin im Zentrum Moskaus unterwegs, als ihm ein Attentäter viermal in Rücken und Hinterkopf schiesst. Boris Nemzow stirbt in Sichtweite des Kremls, seine Freundin Anna Durizkaja bleibt unverletzt. Der 55-jährige Nemzow, einst Vize-Ministerpräsident unter Boris Jelzin und kurzzeitig Putins aussichtsreichster Rivale, ist einer der Führer der Solidarnost-Bewegung, eines Bündnisses der russischen Opposition. 2014 bezeichnete er Russland gegenüber der ARD als Mafiastaat mit Putin an der Spitze. Am Tag vor seiner Ermordung kündigte er neue Enthüllungen über den Krieg in der Ost-Ukraine an. Als Tatverdächtige werden schon am 5. März fünf Tschetschenen verhaftet und später verurteilt. Die Annahme, die Mörder hätten aus islamistischen Motiven gehandelt, bezeichnen Regierungskritiker allerdings als unsinnig; sie diene der Ablenkung.

People gather together prior a march in memory of opposition leader Boris Nemtsov, who was killed two years ago, in Moscow, Russia, Sunday, Feb. 26, 2017. Several thousand people held a march in Moscow in memory of the Russian opposition leader to mark the second anniversary of his killing. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Auch zwei Jahre nach der Ermordung Nemzows versammeln sich tausende von Menschen an seinem Todestag. Bild: AP

«Treten Sie 2030 wieder als Präsident an?»

Video: srf/Roberto Krone

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Kreml-Kritiker Boris Nemzow in Moskau erschossen

Wie Putin-Kritiker Babtschenko seinen Tod inszenierte

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    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Scott 22.08.2020 18:38
    Highlight Highlight Wird bald Zeit, dass Trump dort mal die Demokratie einführt. 😉
  • Magnum 22.08.2020 16:32
    Highlight Highlight Russland als Mafiastaat mit Putin an der Spitze: Dieser Einschätzung von Boris Nemzow ist nichts mehr hinzuzufügen. Der genaue Umfang von Putins Vermögen ist nicht umsonst komplett unklar. Der Boss der Bosse dürfte nicht weniger einkassieren als die Oligarchen von seinen Gnaden.

    Und dann gibt es noch Bewohner der Schweiz, welche die Meinungsäusserungsfreiheit in diesem Land nutzen, um Putin zu verteidigen. Muss man nicht begreifen. Werde ich persönlich nie begreifen. Und kann ich mir nur mit einem antidemokratischen Faible für starke Führungspersönlichkeiten erklären.
    • Dong 22.08.2020 18:26
      Highlight Highlight Nein, es ist eine Frage der Perspektive. Wenn Du die Putin-Jahre mit der Jelzin-Ära vergleichst (und die meisten, v.a. die älteren Russen werden genau die Perspektive haben) dann ist Putin ein Heilsbringer. Das sollte man nicht ausser acht lassen, wenn man Russland beurteilt, ich denke, wir in der schönen Schweiz haben keine Ahnung, was für Probleme dieses Land sonst noch hat.
  • Rikki-Tiki-Tavi 22.08.2020 11:13
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Artikel. Der Mensch neigt zu vergessen, und solche Artikel sind dagegen wirksam. Grauenhaft, und die Aera Putin dauert wohl noch lange...
  • Ah_geh 22.08.2020 09:14
    Highlight Highlight Die Vergiftung Wiktor Juschtschenkos mit extra dafür synthetisiertem Dioxin geht wahrscheinlich auch auf diese Kreise zurück, behauptet jedenfalls Juschtschenko selbst - und das scheint nicht ganz unglaubwürdig. Wenigstens hat er überlebt.
  • 123und456 22.08.2020 06:49
    Highlight Highlight Was es nicht alles für Zufälle gibt...😳😳
  • rodolofo 22.08.2020 05:56
    Highlight Highlight In Russland findet eine "negative Selektion" statt.
    Diejenigen, die mit Skrupellosigkeit, Verlogenheit und Dekadenz am wenigsten Charakter und "Rückgrat" haben, schaffen es bis ganz oben.
    Und Nawalny als "moderner Jesus" wird von den sich als orthodoxe Christen inszenierenden "Super-Patrioten" quasi ans Kreuz genagelt...
    So tief ist das "Paradies der Arbeiter und Bauern" also mittlerweile gesunken!
    Wer will diesem "Reich der Giftmischer" beitreten?
    Da nehme ich doch noch lieber die EU...
    • ein bekiffter Holländer 22.08.2020 10:06
      Highlight Highlight oder die Amis...🤷🏾‍♂️
  • DJ77 22.08.2020 04:47
    Highlight Highlight Sehr guter redaktioneller Bericht! Merci!
    Stellt euch mal vor diese Fakten kommen in einem Bericht von CNN oder RT um 20uhr vom Sender....
    • Juliet Bravo 22.08.2020 12:53
      Highlight Highlight RT? Bestimmt nicht.
    • DJ77 22.08.2020 13:57
      Highlight Highlight Das meinte ich damit: Unvorstellbar.
    • louie louie 22.08.2020 16:47
      Highlight Highlight Frau Bravo, Sie haben die Sache nicht zu Ende gedacht. Denn ausgehend von einem Ihrer Lieblings-Narrative müsste doch die Frage beantwortet werden, warum denn RT noch über diese Fakten berichten muss? Der Abschreckungseffekt ("Don't f*** with Putin, or else ...") müsste doch durch solche Artikel ausreichend sein? Ich meine, dafür hat man doch diese Propaganda-Aussenstellen, wie Sie es hier einmal mehr supersubtil andeuten.
  • Hakuna!Matata 22.08.2020 01:09
    Highlight Highlight Auffallend, dass fast immer Täter aus Tschetschenien gefasst werden. Man sucht sich also auch die Bauernopfer sehr einfach und "billig" aus. Aber macht ja nichts, klappt ja und hat keine Konsequenzen. Im Gegenteil, Staaten wie Deutschland schliessen auch noch milliardenschwere Energieverträge mit diesem Schurkenstaat ab.
    • rodolofo 22.08.2020 08:25
      Highlight Highlight Anstatt die Energiewende wirklich entschlossen voranzutreiben.
      Mit der Energiewende könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
      Wir würden den Klimawandel auf ein aushaltbares Mass herunter bremsen UND die Russische Kriegsmaschinerie des Organisierten Verbrechens käme ins Stottern, weil Öl- und Gasverkäufe zurück gingen!
  • Topfuel 21.08.2020 23:19
    Highlight Highlight Scheint doch eine gar einfache Lösung zu sein. Um ein wenig über den Tellerrand zu denken und schauen kommt doch ein berechtigte Frage auf. Kann es sein das Kräfte von ausserhalb diese Leute umgebracht habe und es dem amtierend in die Schuhe zu schieben. All zu oft scheinen sich die allierten auf wunderbare Weise einig zu sein wer dier Schuldige ist.
    Gedankenanstoss:
    Scripal Geschichte, es war für die Britische Regierung sofort klar wer dahinter steckt.Porton Town mit USA Beteiligund an Biowaffen Forschung 70millionen $. Anna Socoolases Manns sehr dubios.

    • ein bekiffter Holländer 22.08.2020 10:10
      Highlight Highlight Recht übler Kommentar. 🤔 Es geht ja nicht nur um die Ermordung. Diese Leute haben vorher den Staat kritisiert.
      Lies einfach Mal Anna Politkovskajas: „in Putins Russland“
      Danach vergeht dir vielleicht die Lust, solche Dinge zu schreiben.
    • Basti Spiesser 22.08.2020 11:10
      Highlight Highlight Bei Skripal ist der Verdacht durchaus berechtigt, dass auch westliche Geheimdienst dahinter stecken könnten.
    • bbelser 22.08.2020 11:26
      Highlight Highlight Man kann auch dem Narrativ des Kreml glauben.
      Oder kritisch bleiben und der Spur des Geldes folgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zanzibar 21.08.2020 22:32
    Highlight Highlight Eins vorweg, ich bin kein Putinfreund. Das hier permanent Kritiker mundtot oder gar getötet werden ist ein Riesenskandal!

    Es wäre aber schön wenn in diesem Zusammenhang auch erwähnt wird wofür Nawalny steht. Er hetzt gegen Ausländer, Moslems, Medien usw. Klar ist er Putingegner, aber sicher keiner dem man zujubeln muss.

    https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/politik/nawalny-kritisch-klimeniouk-100~amp.html?__twitter_impression=true
    • Basti Spiesser 22.08.2020 11:11
      Highlight Highlight Wenns gegen Putin geht, nimmt man auch gerne Rechtsextreme mit ins Bett, Ukraine wäre ein weiteres Beispiel.
    • Magnum 22.08.2020 16:38
      Highlight Highlight Putin selbst steigt gerne mit Rechtsextremen ins Bett. Siehe die Nightwolves, siehe die ganze Nova Rossiya-Rhetorik rund um den Donbass.

      Putin nutzt die russichen Rechtsextremen für die dreckigen Jobs, und er nutzt auch die "unguided missile" Kadyrov, beziehungsweise lässt dessen Häschern freie Bahn, denn Kadyrovs Feinde sind auch Putins Feinde.

      Die Macht Putins und sein Ruf als starker Mann gründen auf dem Durchgreifen in Tschetschenien. Warum genau vorher Wohnblocks in Russland in die Luft geflogen sind, wurde nie so genau eruiert. Die Schuldigen standen rasch fest. Wie praktisch.
  • Matt93 21.08.2020 19:30
    Highlight Highlight same same but different but still the same
  • bbelser 21.08.2020 19:00
    Highlight Highlight Danke, Dani Huber, für diesen nüchternen Überblick über die Todes-Maschinerie im Dunstkreis Putins.
    Erinnerung ist so wichtig.

    Jeder einzelne Fall dokumentiert die wahre tödliche "cancel culture" dieser Zeit.

    Wer stört, wird zu Tode geprügelt, erschossen, vergiftet, erschlagen, erhängt.

    Nicht zu vergessen die jetzt gerade Weggesperrten, Gefolterten, ins Schweigen Verbannte.
    • redeye70 21.08.2020 22:30
      Highlight Highlight Zerteilt, hast du noch vergessen. Die Saudimethode.
  • Uno 21.08.2020 18:47
    Highlight Highlight Danke Watson und Herr Huber. Herr Huber passen Sie auf sich auf, muss man jetzt schon beinahe sagen.
    • Jein 22.08.2020 06:35
      Highlight Highlight Huber steht wohl schon länger auf der Abschussliste weil Putin jeweils im Quiz unterhubert...
  • MartinZH 21.08.2020 18:17
    Highlight Highlight Interessantes Interview (Deutschlandfunk, 21.8.20):

    Der ehem. Russland-Beauftragte der dt. Bundesregierung, Gernot Erler, geht davon aus, dass Kreml-Kritiker Alexej Nawalny absichtlich vergiftet worden ist.

    Alle Umstände wiesen auf diese ungute Tradition im Umgang des Kremls mit seinen Kritikern hin. „Je unbequemer man ist, umso gefährlicher lebt man.“ Klar sei aber auch, dass es wie in jedem zurückliegenden Vergiftungsfall nie ein Eingeständnis geben werde, so Erler.

    https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2020/08/21/zum_fall_nawalny_interview_gernot_erler_dlf_20200821_0823_9bbd5eed.mp3
  • Guido Zeh 21.08.2020 18:07
    Highlight Highlight Je ausgeklügelter die Todesarten, desto höher wohl die Stelle, die solches entschieden hat...Aber damit wächst auch die Menge der Mitwisser, von denen am Ende plötzlich auch einige dran glauben müssen...und so dreht sich das Roulette weiter und weiter und der Rubel rollt.
    • Garp 22.08.2020 00:09
      Highlight Highlight Warum soll die Menge der Mitwisser wachsen? Die stimmen nicht demokratisch ab, wer aus dem Weg geräumt wird.
  • In vino veritas 21.08.2020 18:05
    Highlight Highlight Auch das wird diese Trolle hier nicht überzeugen. Für die ist Putin ein Heiliger, der alles darf. Auch Mord ist erlaubt. Haben seine Schergen eigentlich keine Angst vor einer "Ausdünnung" beim KGB? Schliesslich können Mitwisser gefährlich werden...
    Play Icon
    • Hoci 22.08.2020 00:38
      Highlight Highlight Hat nichts mit Trollen zu tun. Grundsötzlich sind sich Russen "strenge" Machthaber, Könige, Diktatoren (=Führer) gewöhnt, befürworten die brutale Hand gegen Feinde
      Mord wird alsLegitim betrachtet+ bewundert. Nicht nur von Russen sondern auch von vielen Nichtrussen a la Trump, Bolsanaro...Machokultur eben ins Extrem getrieben.
      Auch Korruption ist erwünscht, solange sie sich nicht gegen einen richtet.
      Ist im Prinzip ähnlich wie der Extremkapitalismus in den Usa. Auch viele Opfer halten am System fest, weil sie hoffen irgendwann zu profitieren.
      Wieso ich das weiss? Hatte genug mit denen zu tun.
    • rodolofo 22.08.2020 08:40
      Highlight Highlight @ Hoci
      Du könntest auch das Beispiel von Duterte in den Philippinen nennen, der unbequemen JournalistInnen offen damit droht, sie umzulegen, wenn sie weiter solche "Lügengeschichten" schreiben.
      Dass wir Alle solche Mafiamethoden ablehnen, ist ja klar.
      Aber WARUM nur ist das Modell "Feudalkapitalismus" weltweit dermassen im Vormarsch?
      Ich habe da eine Theorie, wonach diese "Drittweltisierung" mit der zunehmenden Verarmung und Verwüstung unseres Planeten direkt zusammenhängt.
      Der Weltkrieg um sich verknappenden Ressourcen, wie Wasser (!) ist bereits im Gang und dürfte sich weiter verschärfen...
    • ein bekiffter Holländer 22.08.2020 10:14
      Highlight Highlight Hoci
      Peinlich dein Vergleich mit der USA.
      Amerika ist eine Demokratie.
      Die Situation dieser Länder lässt sich nicht vergleichen.
      Aber Hauptsache es passt für die Buble...🤔
  • De-Saint-Ex 21.08.2020 17:56
    Highlight Highlight Ja, traurig. Und leider ist davon auszugehen, dass, solange Putin und seine Oligarchen an der Macht sind, diese Liste länger werden wird. Es sei denn, es getraut sich niemand mehr, seine Stimme gegen sie zu erheben. Autokratien dulden nun mal keine Widerrede.
    • Topfuel 21.08.2020 23:45
      Highlight Highlight Wäre es nicht toll wenn in einigen Jahren Russland von den USA eingenommen würde ihre Resourcen plünderten wie übrigen überall auf diesem Planeten. Die Bevölkerung Russlands wollte doch schon seid ewiger Zeit unter der Knutte der US Regierung leben. Die Russenen Teil werden sich freuen Vasallen der USA und der EU zu sein und es ihnen danken das sie endlich ein freies Land nach westlichem Gusto sind, halleluia!!!!
    • Mat_BL 22.08.2020 13:58
      Highlight Highlight @Topfuel: Iss ein Snickers und gehe mal raus etwas spazieren. Dann lies Deinen Text nochmals 🤔.
  • redeye70 21.08.2020 17:52
    Highlight Highlight Es ist ein roter Faden der dir Ära Putin begleitet. Dennoch gibt es soviele Fanboys und Russlandversteher hier, die diesen Gangster verteidigen 🙈
    • Eiswalzer 21.08.2020 18:47
      Highlight Highlight Es ist ja “nichts bewiesen”.... Und der Westen ist noch viel böser. Wenn überhaupt kommt aus diesen Ecken ja sowieso nur Whataboutismus😂😂
    • G. Laube 21.08.2020 18:51
      Highlight Highlight @redeye70: Soviele gibt es hier zum Glück auch wieder nicht. Die Trollfabrik kennt wahrscheinlich watson, im Gegensatz zu den bekannten Boulevardmedien, noch nicht.
    • FrancoL 21.08.2020 18:58
      Highlight Highlight Nun Putin ist nicht ein Einzelfall, eine ganze Reihe von Potentaten verhalten sich so wie Putin, die Frage ist nur noch sollen wir auf alle zeigen, was m.E. richtig wäre oder nehmen wir je nach politischer Einstellung einfach gewisse aus den Betrachtungen aus.
      Ich bin mir nicht sicher ob Du auch überall so genau wie bei Putin hinschaust, aber ich kann mich ja täuschen.
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  • PlayaGua 21.08.2020 17:32
    Highlight Highlight https://www.der-postillon.com/2020/08/regierungskritiker.html
  • Aussie 21.08.2020 17:27
    Highlight Highlight unglaublich!

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

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Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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