Leben
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bild: watson / material: shutterstock

Emma Amour

Der Tubel, der... ach, lest selbst und leidet mit mir!

Marc lerne ich an einem Businessevent kennen, zu dem mich Cleo mitschleppt. Zuerst haut mich der Gute um. Danach will ich ihn verhauen. Willkommen zu einem Liebesdrama in mehreren Akten.



Als begeisterungsfähiger Mensch finde ich einen Mann schnell einmal noch gut. Bei Marc ist es ähnlich. Einfach enorm viel besser.

Marc haut mich um. Diese Eleganz. Diese Hände. Die Art und Weise, wie er das Käse-Tomaten-Häppli in seinen Mund schiebt. Und dann diese dunklen Bartstoppeln. Und die vielen weissen Barthaare dazwischen.

Die melierten Schläfen. Die Locken, die ihm übers Gesicht fallen. Marc muss etwas älter sein. Ich schätze ihn auf 42. Dass er schon 46 ist, erfahre ich später.

Dass es überhaupt dazu kam, dass sich unsere Wege kreuzten, ist Cleo zu verdanken. Oder zu verschulden. Wie man's nimmt. Sie schleppt mich jedenfalls neulich an einen Businessevent ihres Familienunternehmens. Sie mag da jetzt nicht mehr als einziger Single hin.

Kenn ich. Liebe Grüsse an meine Familie. Also begleite ich Cleo. Zuvor war ich beim Coiffeur. Mit frisch gefärbten Haaren und Brauen und rot geschminkten Lippen fahre ich da mit meinem Velo vor.

Unsere Kinder werden Überkinder!

Marc fällt uns beiden auf. Sie findet ihn aber etwas affig. Super. Freie Bahn für mich. Cleos Vater, ein Partner in Crime, klärt mich darüber auf, dass Marc das Plus 1 seines Buchhalters ist und er deswegen nicht mehr über ihn weiss.

Ich stell mich neben Marc ans Buffet. Und lasse mir von ihm einen Wein empfehlen. Mega simpel. Klappt aber fast immer. Wir kommen ins Gespräch. Und je länger dieses dauert, desto sicherer bin ich mir, dass unsere Kinder in spätestens 20 Jahren die Welt, die Umwelt und die Hungersnot gerettet und bekämpft haben werden.

Es kommt, wie ich es mir wünsche. Marc und ich unterhalten uns grandios. Am Ende fragt er nach meiner Nummer. Zwei Abende später treffen wir uns in einer Smoking Lounge. Find ich geil. Auch das Publikum – viele junge Frauen, evtl. bezahlte – und ältere Herren.

Marc und ich reden. Und lachen. Und reden. Und lachen noch mehr. Ich bin so hin und weg, dass ich knutschen will. Er macht aber keine Anstalten.

Auf der Strasse kann ich nicht mehr und packe ihn. Er drückt mich in eine Seitengasse und küsst mich enorm fein. Ganz anders als all die Club-Helden, die möglichst schnell BHs vom Leib schränzen wollen.

Marc und ich küssen uns ewig.

«Willst du meine Setzfigurenkästchen-Sammlung sehen?», frage ich.

Marc will.

Später bei mir machen wir ewig lange rum und haben … keinen Sex. Dafür wurde ich ausgiebig geherzt, gestreichelt, verliebt angehimmelt.

Hallo, Wolke 7. Schön mal wieder hier zu sein!

Es dauert leider eine ganze Woche bis zum nächsten Date. Sein Geschäft. Die Verpflichtungen. Es geht nicht anders.

Ich verstehe. Und mache mir null Gedanken.

Marc führt mich in ein sehr edles Restaurant etwas ausserhalb der Stadtgrenze aus. Heute will ich seine Wohnung sehen. Geht nicht, sagt er. Die Heizung sei gerade ausgestiegen.

Also landen wir bei mir. Und haben den herzigsten Blüemlisex, den man haben kann.

Wer sich nach dieser Nummer nicht verliebt hätte, muss ein Roboter/Stein/Einzeller sein.

Mich hat's jedenfalls hardcore erwischt. Und auch Marc himmelt mich so kitschig an, dass uns Hollywood echt als Traumpaar für die nächste Mega-Schnulze vor die Kamera stellen könnte.

«Ich muss dir was sagen, Emma

Jetzt kommt's. Die grosse Liebeserklärung. Das Ende dieses Blogs.

(Tut schon biz weh.)

....

«Ich bin verheiratet.»

!!!!!!!!!!!!!!!!!

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Schockstarre.

«Es läuft aber schon lange nicht mehr gut. Wir sind nur noch wegen der Kinder zusammen.»

NEIN. NEIN. NEIN.

Den Ring habe er schon lange abgelegt. Und auch sie habe was mit anderen Männern.

Sie schlafen getrennt.

Im Bett laufe nur noch sehr selten bis nie was.

Genau diese Geschichte habe ich schon so oft gehört. Von Freundinnen, die sich auf verheiratete Männer eingelassen haben.

Von zehn solchen Fällen gabs nur ein einziges Mini-Happy-End. Nur ein Mann hat am Ende seine Familie verlassen. Die Konsequenz: Meine Freundin spielt gerade mal die dritte Geige. Die zwei Kinder des Typen stehen zu Recht immer an erster Stelle.

Für mich aber ist das alles nichts. Ich will das nicht. Bin nicht bereit für so viele Kompromisse. Will auch nicht damit leben, dass eventuell eine Familie wegen mir auseinander bricht. Er kann ja erzählen, was er will. Was weiss ich.

Doch, ich weiss was.

Amor oder wer auch immer die Liebesfäden in den Händen hat: Du bist ein Ar***lo**!

Und ihr alle Marcs da draussen, sagt den nächsten Anwärterinnen doch von Anfang an, dass ihr verheiratetet seid. Wir schätzen die faire Chance, selber zu entscheiden, ob wir uns unter diesen Umständen auf euch einlassen wollen oder nicht.

Und zwar bevor die Schmetterlinge in unseren Bäuchen ein Woodstock-ähnliches Festival feiern.

Huerasiechnamal!

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Macht Emma auch hässig: Volle Badis

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Es dankt: die Redaktion

Emma Amour ist ...

… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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