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Activists are playing the Holy Last Supper during the happening

Aktivisten der Bewegung 269Life Libération Animale vor zwei Jahren an einer Kundgebung in Lausanne. Bild: KEYSTONE

Die vegane Armee

Sie fordern gleiches Recht für alle – egal ob Mensch, Büsi oder Milchkuh: Kürzlich haben Tierrechtler in der ganzen Westschweiz Städte mit Postern plakatiert. Es ist der jüngste Coup sogenannter Antispeziesisten. Blick auf die radikale Bewegung, die nun auch die Politik auf den Plan ruft.



Angefangen hat es in der Romandie. Dort haben Tierrechtsaktivisten in den letzten zwei Jahren einen McDonald's mit Kunstblut beschmiert, setzten sich mitten in Lausanne an einen Tisch mit Kuhkopf und entführten 18 Ziegen von einem Schlachthof in Rolle VD.

Dieses Jahr haben die radikalen Tierschützer bereits mehr als 20 Metzgereien, Restaurants und Pelzgeschäfte angegriffen. Über die letzte, gemässigtere Aktion der Szene berichtete letzte Woche die Tribune de Genève: In der Nacht auf Dienstag plakatierten Tierschützer in zahlreichen Städten jenseits des Röstigrabens Wände mit Postern und dem Schriftzug «Lasst uns die Schlachthöfe schliessen!»

Ausgeführt werden all diese Aktionen von Aktivisten verschiedener kleiner Organisationen, die sich als Antispeziesisten verstehen. Heisst: Sie verurteilen die Überlegenheit der Menschen gegenüber der Tierwelt.

Auch in der Deutschschweiz sind die radikalen Tierschützer immer aktiver – und auch hier immer öfters bereit, die Grenzen des Legalen zu überschreiten. Anfang April haben sie in Bern die Vitrine einer Metzgerei verunstaltet. In Oensingen besetzten sie Ende 2018 den Schlachthof von Bell und ketteten sich dort an. Bei der Räumung durch die Polizei gab es Verletzte. In Zürich zerstörten sie Jagd-Hochsitze. Der Nachrichtendienst des Bundes beobachtet seit 2018 eine Zunahme von Gewalttaten aus der Tierrechtsszene, wie er dem Blick kürzlich bestätigte.

Zahlreiche Demonstrationen geplant

Viele Aktionen dieser «veganen Armee» laufen aber friedlich ab. Und es werden immer mehr: Die Organisation Tier im Fokus ist dieses Wochenende an der BEA-Messe in Bern, währenddessen werden in Freiburg Aktivisten gegen die Kokain-Versuche der Universität protestieren. Nächste Woche plant der Verein Animal Rights Switzerland eine Demonstration gegen das Ozeanium Basel, im Oktober findet dann das Schweizerische antispeziesistische Treffen in Genf statt. Die Aktivisten des The Save Movement ihrerseits halten regelmässig Mahnwachen vor Schlachthöfen ab.

«Es ist veraltet, wenn der Tierschutz heute noch für Biofleisch wirbt, wenn täuschend echte Pflanzenburger auf dem Markt sind.»

Pablo Labhardt, Geschäftsleiter Animal Rights Switzerland

Mindestens in den Medien haben es diese neuen Vereine geschafft, die etablierten Tierschutzorganisationen wie PETA oder den Schweizer Tierschutz zu verdrängen. Dies unter anderem mit radikaleren Forderungen: Die neuen Tieraktivisten wollen die Nutztierhaltung nicht freundlicher gestalten, sondern sie ganz abschaffen. Pablo Labhardt, Geschäftsleiter von Animal Rights Switzerland: «Der Tierschutz muss mit der Zeit gehen. Es ist veraltet, wenn er heute noch für Biofleisch wirbt, wenn täuschend echte Pflanzenburger auf dem Markt sind.»

Tod am Fliessband

71 Millionen Tiere wurden 2012 in der Schweiz geschlachtet und zu Bratwurst, Steak oder Schnitzel verarbeitet. Das macht pro Monat 5 Millionen Tiere. Pro Tag 169'000, 7000 pro Stunde, 118 in der Minute und 2 in jeder Sekunde.

Diese Forderungen stossen in der Bevölkerung zunehmend auf offene Ohren. Eine repräsentative Umfrage von Tier im Fokus zeigt: 17 Prozent der Schweizer Bevölkerung befürworten die Schliessung der Schlachthäuser, in der Westschweiz sind es gar 35 Prozent. Tobias Sennhauser, Präsident des Vereins: «Noch vor wenigen Jahren wären solche Zahlen unvorstellbar gewesen. Innert kurzer Zeit ist es uns gelungen, in der Bevölkerung einen Bewusstseinswandel zu erreichen.» Dieser Wandel zeigt sich auch bei den Mitgliederzahlen: Verschiedene Tierschutz-Organisationen mit ähnlichem Gedankengut erlebten 2018 einen regelrechten Mitgliederboom (watson berichtete).

Grund dafür ist sicher auch, dass die jungen Organisationen auf neue Aktionsformen setzten. Beispiele: Wer sich dieses Wochenende an der BEA ein kurzes Video zur Schweizer Nutztierhaltung anschaute, bekam von Tier im Fokus einen Franken bar auf die Hand.

Manche Aktivisten, wie diejenige von The Save Movement, stellen sich vor Schlachthöfe, filmen die Tiere und posten die Fotos und Videos auf Facebook. Regionalverantwortlicher Silvano Lieger: «Diese Bilder sind für die Öffentlichkeit sehr eindrücklich – die Tiere verängstigt, kurz vor ihrem Tod und nach einem langen und stressigen Transport zu sehen ist nichts, was man jeden Tag sieht.»

Politik gefordert

Die Tieraktivisten können schon manche Teilerfolge feiern. Durch ihre Aktionen nimmt der Druck auf die Anbieter zu, vegane Alternativen anzubieten. In Schweizer Städten gibt es inzwischen an jeder Ecke Cappuccinos mit Soja- oder Mandelmilch. Coop verkauft seit Mitte April den Vegi-Burger Beyond. Und sogar McDonald's lanciert Ende Monat in diversen Ländern (noch nicht in der Schweiz) den «Big Vegan TS»-Burger, wie das Unternehmen kürzlich bekanntgegeben hat.

«Was es jetzt noch braucht», so Pablo Labhardt, Geschäftsleiter von Animal Rights Switzerland, «sind offene Ohren seitens der Politik: «Keine Partei will bisher pflanzliche Konkurrenzprodukte zu Fleisch, Eiern und Milch fördern, um die Tierwürde zu schützen. Keine Partei sieht es bisher als Problem, dass jährlich über 65 Millionen Schweizer Tiere für solche Lebensmittel unnötig getötet werden.»

Zahlen zum Fleischkonsum in der Schweiz

Obwohl die Bewegung der Antispeziesisten zunächst in der Romandie stark wurde, haben die Westschweizer lieber ein Steak auf ihrem Teller als wir. In der Deutschschweiz essen 85 Prozent Fleisch, in der Romandie sind es 92 Prozent der Bevölkerung. Das zeigen Zahlen einer repräsentativen Umfrage von Swissveg. Pro Kopf essen Herr und Frau Schweizer durchschnittlich fast 51 Kilo Fleisch.

Bild

Repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens DemoSCOPE im Auftrag von Swissveg, Zahlen aus 2017. bild: www.swissveg.ch/veg-umfrage

Verteilung der Nutztiere in der Schweiz

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pümpernüssler 30.04.2019 19:43
    Highlight Highlight 🙄
  • DomKi 30.04.2019 14:36
    Highlight Highlight ich will aber eure Pflanzenburger nicht, basta !!
    • Vegander 01.05.2019 09:00
      Highlight Highlight Braucht auch kaum einer von uns. Schon gar nicht der überzeugte und langjährige Veganer. Diese "Produkte" sind vor allem für Flexetarier und vegane Anfänger da, und dort haben sie auch ihre Berechtigung.
  • Gwundertüte 30.04.2019 12:32
    Highlight Highlight Doch überaus erstaunlich und traurig, dass in der heutigen aufgeklärten und zivilisierten Zeit mit all dem Wissen und modernen, tierfreundlichen und gesunden Nahrungsmitteln immer noch so herzlose und egoistische Kommentare angesichts des grauenvollen Tierleids gepostet werden.
    Überall wurden enorme Fortschritte gemacht, jedoch der Mensch ist in seinem Bewusstsein in einer urzeitlichen, primitiven Höhle geblieben.
    • dmark 30.04.2019 21:36
      Highlight Highlight Es ist aber auch "erstaunlich und traurig, dass in der heutigen aufgeklärten und zivilisierten Zeit mit all dem Wissen", manche Leute immer wieder versuchen anderen Menschen ihre Überzeugungen auf zu drücken.

      Es soll sogar noch Menschen geben, welche sich selbst eine Meinung bilden und entsprechend, ohne Einflussnahme von aussen ihr Leben gestalten können und auch wollen.
    • Marc Jakobi 01.05.2019 00:10
      Highlight Highlight dmark hat es auf den Punkt gebracht. Ich hab kein Problem damit wenn Du keine Kleider aus Kinderarbeit verkaufen willst, aber wenn ich legal in China Kinder versklaven will, weil ich ein paar Rappen spare, ist es MEINE PERSÖNLICHE ANGELEGENHEIT! Die heutige Gesellschaft geht den Bach runter, ich sag's euch!
    • Vegander 01.05.2019 09:03
      Highlight Highlight @dmark
      Es soll auch Leute geben, die nicht einfach die überkommenen und erwiesenermassen zerstörerischen Gewohnheiten ihrer Altvorderen übernehmen, sondern trotz massiver gesellschaftlicher Anfeindungen und vorprogrammierter familiärer Konflikte selber zu denken wagen und die Konsequenzen daraus ziehen. Veganer gehören auch dazu.
  • Frances Ryder 29.04.2019 23:41
    Highlight Highlight Ich selber esse auch Fleisch, muss aber sagen, dass es zu 100% ein eigentlich unnötiges Genussprodukt ist. Am Fleischkonsum ist überhaupt nichts Gutes dran, abgesehen vom Geschmack. Ich glaube die meisten Leute wissen das, wollen es sich aber nicht wirklich eingestehen, weswegen sie auch sofort immer ultra defensiv reagieren, wenn dieses Thema aufkommt oder versuchen es mit Humor zu überspielen.
    • Pümpernüssler 30.04.2019 19:46
      Highlight Highlight Egal was ein Mensch tut, irgendjemand oder irgendetwas wird dabei immer verletzt. Darum ausgewogen und regional essen. Kauft beim Bauern und vergesst alle Superfoods aus dem Ausland.
    • Vegander 01.05.2019 09:08
      Highlight Highlight @pümpernüssler
      Beim Bauern, der Heu aus Eritrea verfüttert etwa?
      https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/import-heu-schweizer-kuehe-fressen-heu-aus-eritrea-122209894
      Ich kaufe gern die Produkte von Schweizer Bauern, aber keine Tierprodukte, weil das bei diesem hohen Konsum nicht aufgeht.
      Ich würde gerne mehr Getreide und Hülsenfrüchte aus der Schweiz kaufen, aber leider hat es hier zu wenig Platz dafür, wegen der vielen Felder für Futtermais und Futtergetreide. So kommt leider auch mein Getreide im Biobrot zu einem grossen Teil aus den USA oder aus Indien. Irgendwie schon schräg oder?
  • Bobby_B 29.04.2019 19:53
    Highlight Highlight Also wenn 65 Millionen Tiere Jährlich unnötig getötet werden, dann werden Jährlich 65 Millionen unnötig auf die Welt gebracht.
    • Eh Doch 30.04.2019 08:02
      Highlight Highlight Angebot und Nachfrage
  • SUF 29.04.2019 18:40
    Highlight Highlight Also liebe Veganer: Ich stelle mich dem Thema.

    Ich bin Karnivore und Gemüse esse ich weil es gesund ist und nicht weil ich es wirklich mag...

    Die Grillsaison ist da: Welche Fleisch-Ersatzprodukte kommen geschmacklich und vom Essgenuss her ans Fleisch heran?

    Ihr habt die ernst gemeinte Chance mich in eure Richtung zu bewegen.
    Bin gespannt - und schon jetzt merci für die Tipps!
    • Ribosom 29.04.2019 19:43
      Highlight Highlight Warum willst du Fleischersatzprodukte auf den Grill schmeissen? Hast du schon mal Papaya, Ananas, Zucchetti, Aprikosen, Bananen, Peperoni, Maiskolben, Kartoffeln, Pilze, Auberginen oder Grillkäse grilliert? Schmeckt sehr gut!
    • Ale Ice 29.04.2019 21:54
      Highlight Highlight Mir gefällt an deiner Frage, dass sie anerkennt, dass manchen Veganern und Vegetariern kulinarisch etwas fehlen kann, wenn sie z. B. auf Fleisch verzichten.
      Bei mir verhält es sich seit Jahrzehnten so. Früher gab es fast nur den Verzicht ohne passende Alternativen. Mittlerweile hat sich eine Menge getan. Ich habe schon etliche vegane Gerichte kennengelernt, die verblüffend gut nach Fleisch schmecken, ohne dass ein Tier dafür getötet werden musste.
      Aber gerade was das Grillieren betrifft, habe ich auch noch nichts gefunden, was mich völlig zufriedenstellt.
    • stabiler 29.04.2019 22:24
      Highlight Highlight Sehr subjektiv. Was mir schmeckt, schmeckt meinem Kumpel nicht - und vice versa.

      Folgendes find ich gut:

      Cornatur Grill Ribs - Migros (https://bit.ly/2UQShEM)

      Vivera Steak - Coop
      (https://bit.ly/2IYMk6C)

      Beyond Meat Burger - Coop
      (https://bit.ly/2PCOSIS)

      Einfach nach Trial & Error vorgehen, bis dir was schmeckt. Richtig gut wird's dann, wenn du entdeckst, dass der "ehemalige Star" (das Fleisch) neben dem selbstgemachten Knoblauchbrot, den gefüllten und gebratenen Kartoffeln, dem Quinoa-Kichererbsen-Gurken-Pepperoni-Pilz-Salat und den Maiskolben/Zucchettis in den Hintergrund rückt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ächt jetzt? 29.04.2019 18:34
    Highlight Highlight Nebeneffekt Gesundheit

    Selbstversuch 2 Monate vegan: Umsetzung schwierig und noch etwas hilflos, Kafirahm und Käse fehlen, Fleischverzicht ist überraschnderweise kein Problem, neue Rezepte und Zutaten, allen voran Cashew sind spannend und schmecken.
    Positivster Nebeneffekt und neben der ethischen Frage die eigentliche Motivation für mich: eine fast unheimliche Verbesserung der schmerzhaften Arthrose. Ich kann wieder wandern!
    • Vegander 30.04.2019 13:18
      Highlight Highlight Ich habe in einer grossen veganen Facebookgruppe die Frege gestellt, wer mit veganer Ernährung schwerwiegende Krankheiten überwunden hat. Innert zweier Tage hatte ich über 300 berührende Zeugnisse von innert kürzester Zeit überwundenen "Zivilisationskrankheiten" aller Art zusammen.
  • Gwundertüte 29.04.2019 18:10
    Highlight Highlight Eines Tages reden wir über Tierausbeutung und deren Abschlachtungen genau gleich wie heute über Kannibalismus, Inquisition, Hexenverfolgungen, Indianermorde, Sklaverei, Holocaust, Pädophile, etc.
  • Eh Doch 29.04.2019 16:19
    Highlight Highlight Jeder der Fleisch essen möchte, müsste auch mal einen Besuch im Schlachthaus machen. Dann kämen ganz andere Kommentare.

    Wir haben ganz einfach die Relation zu unserem Essen verloren und wie es hergestellt wird woher es kommt. Dabei haben wir auch eine gewisse Wertschätzung verloren, welche wir versuchen über den Preis wieder künstlich herzustellen oder zu rechtfertigen.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 29.04.2019 17:29
      Highlight Highlight War ich schon.
      Nebenbei hat mir mein Großvater, als Kind, beigebracht wie man Kaninchen richtig schlachtet.
      Und jetzt?
    • sweeneytodd 29.04.2019 17:44
      Highlight Highlight War auch schon im Schlachthaus 🙋 und ich konsumiere immer noch Fleisch. Es wird heutzutage schon darauf geachtet dass die Tiere möglichst Stressfrei sterben, denn wenn das Tier zuviel Stress erlebt wird das Fleisch schlechter.
    • PrivatePyle 29.04.2019 18:16
      Highlight Highlight Denke nicht, dass du damit einen Effekt erziehlst. Schweizer Schlachthäuser sind äusserst sauber und speditiv, also wenig Stress für Tiere. Sie werden ausserdem mit modernster Technik betäubt.

      Wenn schon solltest du mal eine Halal-Schlachterei zB in Frankreich besuchen, da würde dir der Apettit schon vergehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eh Doch 29.04.2019 15:51
    Highlight Highlight Wären wir gleichgestellt wie andere Lebewesen würden wir uns vielleicht heute nicht in diesem Klima Schlamassel befinden..
    • El_Sam 29.04.2019 18:10
      Highlight Highlight Ich stelle mir das recht scbwierig vor, wenn im bundesrat nebst 3 menschen noch eine Katze, ein Habicht, eine Forelle und ein Regenwurm sitzen
    • Caturix 29.04.2019 18:38
      Highlight Highlight @ El_Sam besser als 7 Esel.
    • Eh Doch 29.04.2019 18:42
      Highlight Highlight Zum Glück können die meisten Menschen differenzieren El Sam ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eh Doch 29.04.2019 15:48
    Highlight Highlight 71 Millionen Tiere wurden 2012 in der Schweiz geschlachtet und zu Bratwurst, Steak oder Schnitzel verarbeitet. Das macht pro Monat 5 Millionen Tiere. Pro Tag 169'000, 7000 pro Stunde, 118 in der Minute und 2 in jeder Sekunde.

    Das muss man sich einfach mal geben :/
    • Ribosom 29.04.2019 19:47
      Highlight Highlight Damit isst jeder Schweizer Bürger ca. ganze Tiere pro Jahr.
      Da wir aber nur die guten Stücke essen... Was genau passiert mit dem Rest? :(
    • JackMac 29.04.2019 19:50
      Highlight Highlight Sorry, so viel mag ich nicht essen, auch wenn du es geben willst.
    • Globidobi 29.04.2019 23:26
      Highlight Highlight Kannst du mir eine neuer Statistik zeigen. So viel mir ist, ist der Fleischkonsum gesunken. Ich stimme zu, dass zu viel Fleisch gegessen wird, jedoch haben wir durch das Fleisch erst die Entwicklung zu unserem heutigen Dasein erreicht. Was machen wir somit mit den Tieren, welche auf dem Bauernhof und in den Alpen die Wiesen bewirtschaften?

      Und noch eine Frage, haben Sie ein Haustier? Katze oder Hund?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butschina 29.04.2019 15:24
    Highlight Highlight Wenn alle nur zwei mal wöchentlich Fleisch essen würden, wäre schon viel erreicht. Komplet auf alle tierischen Produkte verzichten kann zumindest aktuell und in näher Zukunft nicht funktionnieren. Der Import von Ersatzprodukten würde massiv zunehmen. Ich fände es gescheiter erst mal eine realistischere Minimierung des Fleischkonsumes anzustreben und die Haltung weiter zu verbessern. Das würde auf deutlich mehr offene Ohren stossen. Die Radikallösung ist nur verschwendete Energie.
  • Lowend 29.04.2019 15:17
    Highlight Highlight Die Veganer wären echt mal ein Thema für Hugo Stamm!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 29.04.2019 17:30
      Highlight Highlight Sind nicht alle so. Kenne relativ viele Vegetarier und Veganer.
      Vielleicht hatte ich auch nur Glück und bei mir sind nur die normalen gelandet.
      Aber dieser dümmliche Extremismus ist einfach nur kontraproduktiv.
    • trio 29.04.2019 18:26
      Highlight Highlight Ich finde die militanten Fleischesser oft mühsamer im Gespräch.
    • Lowend 30.04.2019 10:35
      Highlight Highlight Liebste(s/r) trio. Erst durch sektiererische Veganer habe ich mich selber als genau dass deklariert, obwohl ich im Grunde auch sehr oft vegetarisch koche.

      Was bleibt, ist die Frage nach dem Huhn und dem Ei, aber vermutlich habe ich da bei Hardcore-Veganern schon mit solchen tierbezogenen Sprichworten vergeigt.

      Veganismus ist übrigens ein totales Luxusproblem, sonst frag mal einen Verhungernden, ob er ein Stück Fleisch aus ethischen Gründen ablehnt. Schönen Tag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • redneon 29.04.2019 14:40
    Highlight Highlight Einfach Krass 💀 Kann man sich einfach nicht Vorstellen. Daher ist es gut das darauf hin aufmerksam gemacht wird. Klar auf eine extreme art und weise.. Denke aber das es nur so geht um ein Umdenken zu bewirke.

    -71 Millionen Tiere wurden 2012 in der Schweiz geschlachtet!

    -5 Millionen Tiere im Monat.

    -169'000 pro Tag.

    -7000 pro Stunde.

    -118 in der Minute.

    -2 in jeder Sekunde.
    • NotWhatYouExpect 29.04.2019 16:20
      Highlight Highlight Warum kann man sich das nicht Vorstellen? Irgendwoher muss ja das Fleisch kommen.

      Ich wäre aber dafür, dass man wieder etwas zurückschraubt und nicht bei jedem Essen Fleisch auf dem Teller hat. Und, wenn dann bitte nur Schweizer Fleisch.
    • redneon 29.04.2019 17:18
      Highlight Highlight @NotWhatYouExpect: Du kannst dir die 71 Millionen Tiere vor deinem Geistigen Auge vorstellen... wow Hut ab.

      Klar geht es nur mit Verzicht mit weniger Fleisch. Nur wird das nicht passieren so lange die Preise für Fleisch derart Günstig sind. Da geht es nur übers Portmonee... Und da kommt die Politik ins Spiel! Klar wünschenswert wäre wenn das Europaweit Weltweit passieren würde. Oder mit einer Strafsteuer wenn Fleisch aus dem Ausland in die Schweiz Importiert wird. inkl. Auf das Fleisch das mit dem Einkauftourismus in die Schweiz kommt. Würde sich natürlich mit dem Freihandel schneiden 🥶
    • Gwundertüte 29.04.2019 17:48
      Highlight Highlight Fleisch- und MilchprodukteWERBEVERBOT wie bei Alkohol und Zigaretten. Dazu ebenfalls eine Steuer zugunsten der AHV und sie wär bald saniert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WeedWilli 29.04.2019 13:56
    Highlight Highlight Hey Watson/Camille
    Was soll das? Ich habe kurz nach 12 Uhr einen Kommentar gepostet und auf einen Rechtschreibefehler im Text aufmerksam gemacht.
    Nun habt ihr den Fehler korrigiert, aber meinen Kommentar überhaupt nicht freigeschaltet?!?
    Das ist NICHT die Watson-Kultur, die ich bisher kenne und schätze!
    Mein Kommentar gehört publiziert, und darunter könnte Camille antworten: "ist korrigiert, merci!"
    ;-)
    • Citation Needed 30.04.2019 16:28
      Highlight Highlight Interessant, ich finde es immer doof, wenn der Korrekturkommentar noch da steht, nachdem die Korrektur vorgenommen wurde. Kann ja sein, dass Watson/Camille nach meiner Logik verfuhr und darum die Korrektur zwar vornahm, den Comment aber nicht freischaltete?
      Mir ist beides schon untergekommen, btw.
  • AmTuruk 29.04.2019 13:14
    Highlight Highlight Habe gerade einen veganen "Selbstversuchs-Monat" (okee... 28 Tage, respektive 4 Wochen) hinter mir.

    Erkenntnisse:
    - Vegan sein aus Tierschutzgründen → absolut nachvollziehbar und unterstützenswert. Aber dann bitte mit dem nötigen Respekt Dritter gegenüber.
    - Vegan sein aus ökologischen Gründen: Höchst fragwürdig... zu viele "Kompensationsprodukte" haben einen migrationshintergrund (werden importiert)
    → einzige alternative hier: Lokal, vegan... wer so lebt, vor dem zieh ich meinen Hut.

    Man wird dem Menschen niemals das Fleisch verbieten können... ist aber auch nicht nötigt... die Menge zählt
    • Kleine Hexe 29.04.2019 14:14
      Highlight Highlight Klar ist vegan und lokal das Nonplusultra. Aber selbst importierte Ersatzprodukte haben eine bessere Klimabilanz als lokale tierische Produkte.
    • Vegander 29.04.2019 14:23
      Highlight Highlight Schön, dass du es ausprobiert hast. Vergiss einfach nicht, dass auch die Tierprodukte einen versteckten Migrationshintergund haben: Rund die Hälfte des Tierfutters wird importiert in unserem Land, bei den Hühnern sind es gar 70%. Und in diesem Winter importierten unsrer Bauern sogar Heu aus Eritrea!
      Und zudem ist wichtig zu wissen, dass der Transport bei der "gefühlten" Ökobilanz von Produkten oft zu stark gewichtet wird. Ich empfehle dir die preisgekrönte Doku "Cowspiracy" auf Netflix zu schauen.
      Wie geht es dir gesundheitlich? Ich habe dort die eindrückichsten Effekte bemerkt.
    • stabiler 29.04.2019 14:31
      Highlight Highlight Gratulation zum Selbstversuch!

      Wie die kleine Hexe bereits gesagt hat: Selbst importierte nicht-tierische Produkte sind den meisten tierischen Produkten in Sachen Ökologie überlegen.

      Vgl. Spiegel-Online-Artikel zur Oxford-Studie von vor einigen Monaten: Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen an Treibhausgasen.

      https://bit.ly/2vox0Z1
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 29.04.2019 13:03
    Highlight Highlight Das ist genau das was wir brauchen.... Noch mehr Fanatiker, die wissen wie andere zu leben haben...
    • Vegander 29.04.2019 14:26
      Highlight Highlight Fanatisch ist für mich eher das, was in den Schlachthöfen passiert, und vor allem die systematische Verdrängung dessen in der Gesellschaft. Warum gibt es eigentlich Schaukäsereien, Schaubäckereien, Schokoladenfabriken mit Besucherempfang, aber keine Schauschlachtereien?
    • trio 29.04.2019 18:30
      Highlight Highlight Warum wird der Kommentar von Vegander so viel geblitzt? Würde sich jemand melden, warum er geblitzt hat. Ist doch eine völlig legitime Frage.
    • Brett-vorm-Kopf 29.04.2019 18:49
      Highlight Highlight Naja wenn Mal eine Schau Schlachtung organisiert wird, ist's auch nicht Recht. Google Mal nach Schau-Schlachtung Sissach. Man war das ein Theater mit den Radikalen Idioten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • herbal_relaxation 29.04.2019 12:51
    Highlight Highlight Diese Aktivisten haben anscheinend kein Wissen über die Domestizierung der Tiere und den damit zusammenhängenden Fortschritt der Menschheit. Wir profitieren schon seit Tausenden von Jahren von den Ressourcen, die die Tiere uns ermöglichen und solange die Haltung + Schlachtung mit dem nötigen & angebrachten Respekt erfolgt, gibt es nicht viel dagegen Einzuwenden. Ethik hin oder her, man kann die Zeit nicht zurückdrehen - nur Dinge, die Falsch ablaufen verbessern.
    • SemperFi 29.04.2019 13:11
      Highlight Highlight Und gross ist genau der Anteil Nutztiere deren Haltung und Schlachtung „mit dem nötigen Respekt“ erfolgt?
    • Citation Needed 29.04.2019 13:20
      Highlight Highlight Der Reichtum und Fortschritt Europas wurde nicht zuletzt durch Sklaverei ermöglicht. In den USA liessen sich die (dem Norden krass unterlegenen) Südstaaten sogar auf einen Krieg ein, weil sie ohne Sklaven ohnehin ihren Untergang befürchteten. Slaverei war früher normal, und das schon lange vor der Antike, dennoch halten wir heute nichts mehr davon.
      Die Domestizierung der Tiere ist spannend. Es gibt einen super Essay von Thomas Macho, der die Beziehung Mensch-Tier seit der Steinzeit beleuchtet. Unsere Zeit (seit ca. 18. JH, industrielle Nutzung des Tiers) kommt dabei aber nicht gut weg.
    • Citation Needed 29.04.2019 13:42
      Highlight Highlight Nachbemerkung zum vorigen Post: ich esse Fleisch und Milchprodukte, halte aber das Argument, dass Tiere schon immer zum Fortschritt des Menschen beitrugen für ungeeignet (darum der Sklaverei-Vergleich).
      Dass wir schon immer Tiere nutzten ist unbestritten. Aber WIE nutzen wir sie? Und: was ist Fortschritt? Nur materieller Reichtum oder schliessen wir andere Errungenschaften mit ein? Macho kommt zum Schluss, dass der Respekt gegenüber Tieren seit der Industrialisierung abnimmt, zunehmend ganz fehlt. So besehen, kann man da noch immer von 'Fortschritt der Menschheit' sprechen?
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  • Hiker 29.04.2019 12:50
    Highlight Highlight Wenn jemand aus Überzeugung Buddhist*in oder Katholik*in oder Zeuge*in Jehovas oder eben Vegetarier*in ist dann ist das sein/ihr gutes Recht. Aber nur solange wie er/sie nicht andere mit Gewalt von seiner/ihrer Ansicht zu überzeugen versucht. Dann verkehrt sich das ganze zum Radikalismus und er/sie nimmt in Kauf das Menschen physisch oder psychisch verletzt werden. Hier endet mein Verständnis für solche Fanatiker*Innen.
    • John_Doe 29.04.2019 13:16
      Highlight Highlight Und dann gibts noch die * und / Fanatikerinnen und -aussen...
    • Vegander 29.04.2019 14:30
      Highlight Highlight Mit dem Unterschied, dass Veganismus auf Fakten beruht und damit keine Religion ist.
    • Relativist 29.04.2019 15:21
      Highlight Highlight Immer einfach zu sagen, wenn man direkt von der Ausbeutung Anderer in der Vergangenheit profitiert.
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  • Triple A 29.04.2019 12:43
    Highlight Highlight Jede Bewegung hat ihre Extremisten. So auch die vegane Bewegung, mit ihren im Grundsatz gerechtfertigten Anliegen. Wenn jedoch ein Vertreter dieser Bewegung sagt, es gäbe „täuschend echte Pflanzenburger“, hoffe ich, dass diese verzerrte Wahrnehmung nicht das Ergebnis seiner Ernährung ist.
    • Eh Doch 29.04.2019 15:56
      Highlight Highlight So extrem ist das ja wohl nicht, die Aktionen entsprechen vielleicht nicht der Norm aber von Extremismus zu sprechen finde ich doch schon sehr verfrüht
    • stabiler 29.04.2019 22:42
      Highlight Highlight @Triple A: Burger King rollt in den USA erste Whopper mit dem Impossible Burger 2.0 aus.

      Dazu Eric Bohl (Public Affairs Director von Missouris grösster Bauernhof-Organisation):

      "If I didn’t know what I was eating, I would have no idea it was not beef. [...] If farmers and ranchers think we can mock and dismiss these products as a passing fad, we’re kidding ourselves. This is not just another disgusting tofu burger that only a dedicated hippie could convince himself to eat. It’s 95 percent of the way there, and the recipe is likely to only get better."

      Vgl.: https://bit.ly/2D3ZiMu
    • PeteZahad 30.04.2019 09:25
      Highlight Highlight @Stabiler Dann imitier doch Mal mein Swiss Angus Beef aus Muttertierhaltung nur mit Salz und Pfeffer gewūrzt.
  • Nonald Rump 29.04.2019 12:03
    Highlight Highlight "Eine repräsentative Umfrage von «Tier im Fokus» zeigt: 17 Prozent der Schweizer Bevölkerung befürworten die Schliessung der Schlachthäuser, in der Westschweiz sind es gar 35 Prozent."

    Anders ausgedrückt heisst das, 83 % resp. 65 % befürworten die Schliessung der Schlachthäuser NICHT.

    Aber natürlich kann man es auch anders hinstellen und aus einer klaren Minderheit eine de facto Mehrheit machen.
    • Eh Doch 29.04.2019 15:57
      Highlight Highlight Einmal mitmachen im Schlachthaus.
      Danach gehörst du bestimmt zu den 17% ;)
    • Nonald Rump 29.04.2019 19:27
      Highlight Highlight Wie du meinst.
    • PeteZahad 30.04.2019 09:28
      Highlight Highlight @Eh doch War schon im Schlachthaus und esse immer noch Fleisch. Mich stört diese generellen Aussage.
  • El Vals del Obrero 29.04.2019 11:46
    Highlight Highlight Wie soll das denn rein praktisch überhaupt gehen?

    Angenommen, ein Hund hätte Flöhe, die ja auch Tiere sind. Nun dürfte man ja nicht mehr 1000 Tiere Flöhe umbringen, damit es dem einen Tier Hund besser geht?

    Von all den Kleinstlebewesen, die man bei jedem Schritt über eine Wiese tötet, schon gar nicht zu reden.

    Irgendwo muss man also aus praktischen Gründen doch wieder eine Grenze ziehen. Und egal, ob man die Grenze zwischen Mensch und anderem, Primaten und anderem, alles was grösser als 1 cm und anderem oder wo auch immer setzt, sie wäre doch wieder willkürlich und "spezifistisch".
    • Vegander 29.04.2019 12:33
      Highlight Highlight Da haben Sie absolut recht. Es macht keinen Sinn, Grenzen zu ziehen. Töten und quählen wir also alles was lebt, und zwar am besten ohne Einschränkung. Ein Schwein hat etwa die Intelligenz eines vierjährigen Kindes oder eines Menschen mit einer Behinderung. Warum die also nicht auch schlachten und essen? Grenzen ziehen macht ja keinen Sinn, wie Sie schreiben. Ob Salatkopf, Laus, Hund, Schwein oder Kind, ist doch absolut egal. Hauptsache es schmeckt. (Ironie off.)
    • Citation Needed 29.04.2019 12:53
      Highlight Highlight Es geht schon primär um Säuger und Vögel. Flöhe gelten z.B. in der Philosophe nicht als 'sentient beings' (zu subjektivem Empfinden fähige Wesen, selbsterkennend, intelligent, intentional handelnd, etc., wobei diese Definition auch umstritten ist). Extremes Alles-oder-nichts kenne ich nur vom Janismus, Vegane ziehen ja schon eine Grenze, einfach ganz woanders als nicht-Vegane.
      Mich nervt, dass 'Vegan' oft extremistisch oder religiös verbrämt ist, denn evtl. überholte Gewohnheiten hinterfragen ist an sich richtig.
      Ich esse z.B. Fleisch, bin aber für schonendere, tiergerechtere Handhabung.
    • AlteSchachtel 29.04.2019 13:31
      Highlight Highlight "z.B. in der Philosophe nicht als 'sentient beings".

      Diese Philosopie ist hoffentlich veraltet, wo man weiss, dass sogar Pflanzen empfindsame Lebewesen sind.

      Die überhebliche Einteilung der Veganer in lebenswerte und niedere essbare Wesen nervt mich.
      Abgesehen von zig Insekten, Reptilien, Amphibien und Wirbellosen überleben auch Mäuse, Feldhasen und bodenbrütende Vögel den heutigen Ackerbau nicht.

      Wie können Veganer das so konsequent ignorieren?
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  • Danger?! Awesome? 29.04.2019 11:42
    Highlight Highlight Gleiches Recht für alle? Dann lasst uns doch Menschen in Käfige sperren und essen🌭
    • ChiliForever 29.04.2019 12:08
      Highlight Highlight Okay, fangen wir mit dir an.
      Kann aber schief gehen, https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Meiwes, daher bitte Freiwillige als Vollstrecker vor. Unser Strafrecht ist dafür wohl noch nicht modern genug.





      Hinweis: Meine Antwort kann Teile von Sarkasmus enthalten.
    • Citation Needed 29.04.2019 13:06
      Highlight Highlight Menschen wurden ja Ende des 19. JH im Zoo Zürich eingezäunt und dem geneigten Publikum vorgeführt. Das zeigt, dass sich im Lauf der Geschichte unser Menschenbild massiv veränderte (Schwarze galten als Tiere). Solche Definitionen sind kulturell bedingt und unterliegen dauerndem Wandel. Wir essen z.B. keine Hunde, China schon. Wer hat recht? Kann man nicht sagen, aber für beide ist ihre eigene Auffassung die Normalität. Ich würde nie so weit gehen wie Veganer, finde es aber gerade bzgl. Klimadiskussion angebracht, Massentierhaltung und Billigfleisch kritisch zu hinterfragen.
    • covfefe 29.04.2019 13:31
      Highlight Highlight @Citation Needed
      Dann aber bitte auch z.B.: Gemüseanbau in Spanien, Regenwald Abholzung für Soja, Erdbeeren aus Bolivien (die übrigens mit an die Klimademo geschleppt wurden) usw. hinterfragen. Danke
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  • Imfall 29.04.2019 11:42
    Highlight Highlight der mitgliederanstieg wird in beiden artikeln nur in prozent angegeben. wenn man man z.B von 20 auf 60 miglieder ansteigt, ist das ein prozentualer boom... in Zahlen aber immer noch sehr überschaubar!

    ich glaube, hier wird ein bitzli getrickst 🤨

  • raues Endoplasmatisches Retikulum 29.04.2019 11:33
    Highlight Highlight Schweizerfleich, alles andere ist Beilage...
    Mehr gibt dazu wohl nicht zu sagen, ausser das ein weiteres Mal eine winzige, radikale Minderheit wieder viel medialen Berichterstattung bekommt, auch weil wir Konsument hier alle Klicken und Kommentieren...
    • Vegander 29.04.2019 12:36
      Highlight Highlight Meine Antwort würde den Rahmen dieses Kommentars sprengen. Sehen Sie sich das an und schreiben Sie mir bitte, ob Sie immer noch so denken.
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  • Asmodeus 29.04.2019 11:30
    Highlight Highlight Da wäre ich vor Lachen beinahe an meinem Landjäger erstickt.

    Aber Scherz beiseite. Solche Leute sind dermassen von der Richtigkeit ihres Handels überzeugt, dass sie zurecht als gefährlich eingestuft werden.

    Genauso wie radikale Rechte und radikale Linke müssen sie als Gefahr für die Allgemeinheit betrachtet (und nötigenfalls überwacht) werden.
    • Vegander 29.04.2019 12:40
      Highlight Highlight Nana, bis jetzt ist ja noch kein Mensch zu Schaden gekommen bei diesen Aktionen. Übertreiben muss man ja nicht gerade.
      Es liegt mir - als Veganer - absolut fern, Gewalt zu rechtfertigen, auch nicht gegen Sachen.
      Aber wenn man den angerichteten "Schaden" im Verhältnis zu dem betrachte, was die Tierindustrie an Umweltschäden, Gesundheitsproblemen und Tierleid verursacht, sind sie - gelinde ausgedrückt - überschaubar. Denn die Flesichindustrie ist gerade dabei, unseren Planeten an die Wand zu fahren.
    • Asmodeus 29.04.2019 13:19
      Highlight Highlight @Vegander
      Zwei Dinge.

      1. NOCH kein Mensch zu Schaden gekommen. Das ist der springende Punkt. Der Schritt von Sachbeschädigung zu körperlichen Attacken ist nicht sehr gross.

      2. Es wurde bereits Sachbeschädigung verübt. Und somit wurde Menschen ein Schaden zugefügt. Sowohl finanziell als auch emotional/mental.


      Du magst es noch so rechtfertigen wollen. Fakt ist jedoch, dass diese Personen in ihrem Wahn Verbrechen begangen haben und die Gefahr gross ist, dass in Zukunft nicht nur das Schaufenster des Metzgers attackiert wird, sondern der Metzger selbst.
    • Vegander 29.04.2019 15:18
      Highlight Highlight Nein, ich habe keine Sachbeschädigungen gerechtfertigt. Lies bitte meinen Kommentar nochmals genau.
      Und nein, ich denke nicht, dass es zu Gewalt gegen Menschen kommen wird, zumindest nicht zu organisierter Gewalt. Dass mal ein Einzelner ausflippen kann, das kommt leider vor, aber das hat dann wohl nichts mit Veganismus zu tun.
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  • andrew1 29.04.2019 11:14
    Highlight Highlight Die freiheit des einzelnen geht immer so weit, solange er die freiheit von anderen nicht einschränkt. Störaktionen grenzen die freiheit von anderen stark ein. Zudem ist das problem immer das selbe: es gibt einfach zu viele menschen auf der erde. Wenn es bis 2050 12 milliarden gibt wird es ganz lustig.
    • Vegander 29.04.2019 12:45
      Highlight Highlight Es gibt zurzeit rund 70 Milliarden sogenannte "Nutztiere" auf diesem Planeten, also rund 10 mal mehr als Menschen. Die fressen übrigens meist nicht Gras, sondern Getreide, Soja und Mais. Hier liegt ein viel grösseres Problem.
      Biovegan liesen sich bis zu 12 Milliarden Menschen problemlos gesund und ausgewogen ernähren, und das bei einem massiv geringeren Flächenbedarf. Zudem ist die Tierindustrie ein Vehikel der Ausbeutung armer Länder geworden, weil das meiste Tierfutter aus Hungerländern stammt. Und Armut ist der grösste Treiber des Bevölkerungswachstums...
    • Arthur Philip Dent 29.04.2019 13:45
      Highlight Highlight "Die freiheit des einzelnen geht immer so weit, solange er die freiheit von anderen nicht einschränkt."

      Die Freiheit aller wird aber durch den massiven Fleischkonsum über kurz oder lang extrem beeinflusst.
  • Basubonus 29.04.2019 11:06
    Highlight Highlight Und wieso wird der lebende Organismus "Pflanze" diskriminiert von diesen Leuten? Konsequent inkonsequent...

    Soll ich noch eine Bemerkung darüber machen, dass die ach-so-Fleischlosen ihre Seiten-Soja-Styropor-Presslinge immer gern in Fleischformen wie Burger, Würste oder Steaks konsumieren müssen? Oder reichts auch so für 200 Blitze? :-D
    • El Vals del Obrero 29.04.2019 11:59
      Highlight Highlight Es gibt ja auch Frutarier https://de.wikipedia.org/wiki/Frutarier, die töten auch keine Pflanzen.

      Umstritten ist bei ihnen aber, ob man Früchte und Nüsse etc brutal von einer Pflanze reissen darf oder ob man sie erst essen darf, wenn sie von selber abgefallen sind.

      Und für die Frutarier sind alle anderen, inklusive dieser Antispezifisten, wohl brutale Regnumisten, die nach den verschiedenen Reiche (Regnum) Pflanzen, Tiere und Pilze diskriminieren würden ...
    • Darkside 29.04.2019 12:33
      Highlight Highlight Das machen doch die Metzger genau gleich, oder hast Du schon mal freilebende Würste, Steaks und Burger gesehen?
    • Hiker 29.04.2019 12:33
      Highlight Highlight Kein Blitz, aber ein Potzblitz da stimme ich ihnen zu.
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  • michiOW 29.04.2019 10:55
    Highlight Highlight 92% der Romands essen Fleisch.
    35% der Romands wollen Schlachthöfe schliessen.

    Wollen diese 35% Vegetarier werden?
    Oder wollen sie einfach mehr Fleisch importieren, im Sonne von "Aus den Augen aus dem Sinn"?
    • AlteSchachtel 29.04.2019 11:56
      Highlight Highlight Bei einer massenvollen und artgerechten Produktion wäre auch das Schlachten im Dorf oder durch Störmetzger auf dem Hof möglich.

      Das wäre teurer, aber Fleisch aus der Massenproduktion ist eh zu billig.
    • Vegander 29.04.2019 12:51
      Highlight Highlight Das müsste schon ein sehr massvoller Konsum sein. So wie vor der Massenhaltung halt, in der Zeit, wo meine Eltern gross wurden, und es nur am Sonntag einen halben "Chlöpfer" gab. (Und für den Vater einen ganzen.)
      Aber wie artgerechte Schlachtung geht, das müssen Sie mir schon erklären. Keine Art dieser Welt will geschlachtet werden!
    • Astrogator 29.04.2019 13:57
      Highlight Highlight "Keine Art dieser Welt will geschlachtet werden!"
      Das ist das Leben - gilt auch für Pflanzen, nur laufen die nicht weg und schreien nicht.

  • Einloz 29.04.2019 10:52
    Highlight Highlight Wie erklärt man, dass angeblich 35% der Romands die Schliessung der Schlachthöfe gutheissen, es aber nur 2% vegane und 5% vegetarische Personen gibt? Soll man das Fleisch importieren? Oder ist man sich der Zusammenhänge nicht bewusst? Oder stimmen die Ergebnisse der Umfrage nicht?
    • Third_Lanark 29.04.2019 11:10
      Highlight Highlight Vermutlich stammen die Zahlen aus zwei unterschiedlichen Umfragen. Mindestens eine von beiden war sicher nicht repräsentativ ;-)
    • Beat Wuermli 29.04.2019 11:20
      Highlight Highlight Vielleicht möchten sie lieber zum Vegetarianismus gezwungen werden, da sie sich selbst nicht dazu überwinden können... Wahrscheinlicher ist aber, dass es verschiedene Umfragen sind und die Fragen vielleicht etwas unpräzis gestellt wurden.
    • Out of Order 29.04.2019 11:35
      Highlight Highlight Die wollen Fleisch aus dem Supermarkt, nicht mehr aus Schlachthöfen.

      Oh. Wait. 🤔
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  • Alnothur 29.04.2019 10:31
    Highlight Highlight So so, Fleisch zu essen zeigt also eine "Überlegenheit der Menschen gegenüber der Tierwelt"... Sind dann die anderen Omni- und Karnivoren der Tierwelt auch, öhm... hm, Moment mal...
    • Renolus 29.04.2019 11:28
      Highlight Highlight Es geht doch darum, dass wir es nicht BRAUCHEN. Ein Löwe braucht Fleisch zum überleben, da er ein Karnivore ist. Die einzige Zeit, wo Fleisch für den Menschen überlebenswichtig war, war z.B. die Eiszeit. Jetzt ist der Konsum bloss noch ein Luxus. Ein Luxus auf Kosten von Milliarden fühlenden Lebewesen. Und dazu noch ein ungesunder.
    • Borki 29.04.2019 11:59
      Highlight Highlight Renolus, was machen wir jetzt mit dem Bären und den Wildschweinen? Die brauchen auch kein Fleisch, sind Omnivoren wie wir. Fressen aber jeden Happen, den sie kriegen.
    • Astrogator 29.04.2019 12:20
      Highlight Highlight @Renolus:"Ein Löwe braucht Fleisch zum überleben, da er ein Karnivore ist. Die einzige Zeit, wo Fleisch für den Menschen überlebenswichtig war, war z.B. die Eiszeit. "
      Ja genau deshalb hat uns der Kinderarzt geraten bereits jetzt wegen erhöhtem Eisenbedarf Fleisch zum Brei unseres Kleinen dazuzumischen und nicht noch zu warten...

      Man kann natürlich auch substituieren, die böse Pharmaindustrie mischt da sicher auch wie bei den Impfungen ihre Autismus auslösenden Substanzen bei.

      Ja, letzteres war Sarkasmus.

      Der Mensch ist ein Omnivore, das schleckt kein Veganer weg...
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  • Trouble 29.04.2019 10:31
    Highlight Highlight Ich weiss dazu einfach zu wenig. Vielleicht kann mir jemand helfen. Wenn nun alle auf diese Vegi-Alternativen zurückgreifen würden, wo würde man die Unmengen an Basisstoffen anbauen? Soviel ich weiss, beinhalten diese viel Soja. Ist das dann nicht ein bisschen zu wenig weitsichtig? Wenn Vegetarismus, dann müsste man doch - wenn's einem denn um die Tiere/Umwelt geht - doch auch auf all diese Sojaprodukte verzichten!? Stichwort "Amazonas"? Aber eben, ich bin darüber nicht sehr gut informiert und wäre froh über konstruktive Kommentare.
    • Beat Wuermli 29.04.2019 10:43
      Highlight Highlight Ich glaube, ein grosser Teil der Sojaproduktion wird als Tierfutter verwendet. Wenn die Menschen dies nun "direkt" essen würden, müsste man wohl nicht mehr Soja produzieren. Kenne aber die Ausmasse nicht genau...
    • Statler 29.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Soja wird vor allem zur Tiermast benötigt. Die Menge an Soja, die direkt im Magen von Menschen landet, ist verschwindend klein.
    • Frederick Kessler 29.04.2019 10:56
      Highlight Highlight So gut wie alles Soja was im Regenwald angebaut wird geht konsumieren durch Umwege die Fleischesser bzw. Vegetarier... Das bisschen was direkt konsumiert wird hat in der Regel Bio Qualität und wird in Europa und Kanada angebaut. Das wird leider oft außer acht gelassen. Also ist auch hier die beste Lösung auf tierische Produkte zu verzichten.
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  • Bruno Wüthrich 29.04.2019 10:28
    Highlight Highlight Vor allem die "Schlachtfabriken" erachte ich als grosses Problem. Zwar gehört der Mensch zu den Allesfressern, ist demnach ein Raubtier, und Raubtiere essen Fleisch. So weit so gut. Aber das, was wir mit den Tieren abziehen, geht zu einem grossen Teil gar nicht.
    Dabei sind wir doch eigentlich tierlieb. Uns fällt es schwer, ein Tier zu verzehren (oder es gar selbst zu töten und zu schlachten), das wir kennen oder gekannt haben. Da geht plötzlich gar nichts mehr. Aber die Herden uns völlig unbekannter Tiere sind uns völlig egal. Sogar die Art, wie sie sterben, geht uns am Arsch vorbei.
    • RichPurnell 29.04.2019 11:50
      Highlight Highlight Diese Tierliebe mit Streichelzoo usw. ist ein Phänomen des neuzeitlichen Westens.
      Kein Mensch hatte in der Vergangenheit Mühe ein Tier zu schlachten und essen, welches er gekannt hat und Leute die Nutztiere halten haben ebenso kein Problem damit.
    • Vegander 29.04.2019 13:05
      Highlight Highlight Wir sind zwar Allesfresser (Omnivore) , aber ziemlich ermärmliche. Im Gegensatz zu Bären oder Hunden haben wir keinerlei Jagdtrieb, keinerlei körperliche Voraussetzungen, um ein Tier zu reissen, und - so behaupte ich mal - die meisten von uns hätten keinerlei Lust darauf, sich in das Fell eines lebenden Tieres zu verbeissen, es aufzureissen und sein warmes Blut zu lecken. Beim Gedanken, eine lebende Maus zu verschlucken würde es den meisten von uns wohl schlecht. Zudem können wir Fleisch nur unter strengsten Hygienemassnahen ohne direkte gesundheitliche Folgen verdauen.
    • Bruno Wüthrich 29.04.2019 13:06
      Highlight Highlight @RichPurnell - Das mag stimmen. Es ändert jedoch nichts daran, dass es heute grösstenteils so ist, wie von mir geschildert.
      Beim Kern der Aussage geht es ja um die Schlachtfabriken.
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  • Nelson Muntz 29.04.2019 10:23
    Highlight Highlight 3% der Bevölkerung wollen gefühlte 99% der Aufmerksamkeit
    • Vegander 29.04.2019 13:09
      Highlight Highlight Merke Sie sich: Die Mehrheit hat niemals recht. Wenn Sie vor 300 Jahren für die Abschaffung von Hexenverbrennungen, vor 200 Jahren für das Ende der Sklaverei oder vor 100 Jahren für das Frauenstimmrecht plädiert hätten. hätten Sie wohl auch zu den 3% gehört. Ich sehe hier eine fortlaufende Entwicklung. Irgendwann wird man zurückblicken und sich fragen, warum die Menschen diese schreckliche Tierindustrie nicht früher abgeschafft haben, da ja schon heute offensichtlich ist, dass sie den Planeten an den Rand des Abgrundes treibt. Auf welcher Seite der Geschichte wollen Sie stehen?
    • babbedibubbedi 29.04.2019 16:55
      Highlight Highlight @Vegander
      Die Mehrheit hat niemals recht, wirklich? Ohne ihrem Argument zuzustimmen oder es abzulehnen, ist das doch eine eher einseitige Anschauung der Geschichte und von wichtigen Veränderungen. So gab es auch viele Minderheiten, die etwas gegen den Willen der Mehrheit durchsetzen wollten, was heute als unrecht betrachtet wird.
    • zoink 29.04.2019 17:59
      Highlight Highlight "Die Mehrheit hat niemals recht", ui das tönt aber nach Aluhut Impfgegner. Pauschalisieren kann ich auch. Ich denke bei zB der Menschenrechtsgeschichte stehe ich auch auf der falschen Seite...
  • Jesses! 29.04.2019 10:21
    Highlight Highlight Ich finde es gut, wenn sich jeder Einzelne Gedanken über unseren Fleischkonsum macht. Denn es gibt viele Gründe, diesen im Minimum zu reduzieren. Aber radikale Gruppierungen erinnern mich sofort an sektenhaftes Verhalten. Hier geht‘s nicht mehr wirklich um die Sache, sondern um eine wahnhafte, paranoide Ideologie.
    • Vegander 29.04.2019 13:11
      Highlight Highlight Wie viel Fleisch sollte es denn nach Ihrer Meinung sein? Wie viele fühlende, liebenswerte Lebewesen sollen für Sie sterben?
      "Ganz wenig Flesich" scheint gesellschaftlich akzeptiert zu sein. Aber gar kein Fleisch ist dann schon wieder "extrem", oder?
      Und übrigens: Ich bin überzeugt, der "Jesses" wäre heute Veganer!
    • Jesses! 29.04.2019 19:19
      Highlight Highlight @Vegander: Wichtig ist in erster Linie, dass bei den Leuten das Hirn endlich anfängt, sich zu diesem Thema überhaupt Gedanken zu machen. Alles andere wäre eine akute, intellektuelle Überforderung. Mir geht‘s nicht anders: Bin jetzt zu ca. 75 % Vegetarier. Besser wäre 100 %. Zweifellos.
  • Klirrfactor 29.04.2019 10:16
    Highlight Highlight Ein veganer Burger kann eventuell täuschend echt mit einem Burger aus der Massenproduktion mithalten. Letztere Burger haben nämlich auch herzlich wenig mit Fleisch zu tun.

    Aber ich bezweifle, dass ein veganer Burger, täuschend echt mit einem Burger aus der Metzgerei verwechselt werden kann.
    • Jesses! 29.04.2019 10:44
      Highlight Highlight Spielt das eine Rolle? Hauptsache, er schmeckt gut!
    • Cadinental 29.04.2019 10:50
      Highlight Highlight Warum basteln Veganer Zeugs was wie Fleich aussieht..........ich schnitze mir ja auch keinen Broccoli aus Leberkäse (Zitat Monika Gruber)
    • Renolus 29.04.2019 11:31
      Highlight Highlight @Cadinental
      Es geht Veganern nicht darum, Fleisch aufgrund des Geschmacks zu meiden. Die meisten mochten ihn sogar sehr. Es geht um das verbundene Tierleid, Ökologische Aspekte und und und...
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  • Shaska 29.04.2019 10:16
    Highlight Highlight In 20 jahren werden wir für unseren Fleischkonsum eh keine Tiere mehr schlachten müssen. Das Fleisch aus dem Labor ist die Zukunft. Das Ende der Massentierhaltung steht bevor und damit wird unheimlich viel Leid verhindert und der Umwelt wird es auch besser gehen
    • Schreimschrum 29.04.2019 10:39
      Highlight Highlight ich hoffe du hast recht. leider gibt es noch viel zu viele menschen von der sorte: das ist kein echtes fleisch mimimi die den fortschritt aufhalten... wie immer...
    • d.r. 29.04.2019 12:47
      Highlight Highlight Das sehe ich genauso. Auswüchse unserer Zivilisation anzuprangern, ist sicher richtig. Und die Massentierhaltung und Billigfleisch ist ein Auswuchs. Nur die Lösung liegt nicht im Rückwärts, sondern im Fortschritt. Dasselbe bei der Mobilität. Wenn wir so weitermachen wie bisher, kollabiert das Klima. Aber den Menschen in den Industrieländern Verzicht predigen wird nicht funktionieren. Man muss alternative Wege finden, die weniger schädlich sind.
    • Vegander 29.04.2019 13:19
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass dieses Laborfleisch jemals eine grosse Rolle spielen wird. Flesich ja erwiesenermassen gesundheitsschädlich, sogar gemäss WHO, und die pflanzliche Küche macht gegenwärtig riesige Fortschritte. Schon heute schwören Gourmets darauf. Wenn die breite Masse erkannt hat, was da an Geschmäckern und vor allem an gesundheitlichen Vorteilen verborgen leigt, wird niemand mehr nach Laborfleisch fragen, davon bin ich überzeugt.
  • BenFränkly 29.04.2019 10:14
    Highlight Highlight Müssen sich dann all die Löwen, Haifische, Füchse, Milane, Frösche, Schwalben, Fledermäuse, Spinnen etc. auch vegan ernähren? Wer wird all die Opfertiere in den Prozessen vertreten, welche diese gegen Ihre Jäger dann anstrengen können?
    • Zwei Fallende Stimmen 29.04.2019 10:34
      Highlight Highlight Strohmann, Strohmann!
    • Statler 29.04.2019 10:54
      Highlight Highlight Hier ein <°)))>< für Dich...
    • Renolus 29.04.2019 11:32
      Highlight Highlight Stichwort: „Karnivoren“ ; Mehr ist dazu nicht zu sagen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwerg 29.04.2019 10:12
    Highlight Highlight Ich lebe selbst zu ca. 80% vegan und den Rest vegetarisch. Ich würde mich somit einen pragmatischen Veganer nennen.
    Während ich den Grundgedanken dieser Organisation grundsätzlich gutheisse, tun sie dem ansehen von Vegetariern und Veganern und somit der Sache selbst mit ihrem radikalen Verhalten jedoch ganz sicher keinen Gefallen.
    Die grosse Mehrheit der Menschen hat dafür kein Verständnis und wird diese Leute (zu Recht) als Spinner ansehen...
    • Peter R. 29.04.2019 10:36
      Highlight Highlight Ja das sind Spinner. Ich denke, Tierschützer können sich engagieren für super-gerechte Tierhaltung (auch Initiativen erwirken, welche Tierschänder bestraft) und vorallem, dass Tiertransporte - wenn nötig - so gemacht werden, dass sie den Tieren nicht zu viel Stress abverlangen.
      Jedoch, alles zu verbieten - Schlachthöfe zu schliessen / den Menschen verbieten Fleisch zu essen - geht eindeutig zu weit.
      Aktivisten, die radikal sind und nur von sich aus gehen sind mir ein Gräuel.
    • Dogbone 29.04.2019 10:41
      Highlight Highlight Im Moment scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein, nämlich dass sie ziemlich Erfolg haben. Zudem tun sie das wohl nicht für die Sache der Vegetarier oder Veganer sondern ausschliesslich für die Tiere. Und genau das scheint im Gegensatz zu dem Getue von vielen Veganern sehr gut anzukommen - auch bei mir als Noch-Omnivore.
    • make_love_not_war 29.04.2019 11:02
      Highlight Highlight der mensch braucht kein fleisch.
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  • Aliminator 29.04.2019 10:07
    Highlight Highlight Alleine in der Schweiz jährlich über 70 mio ist schon echt viel 😳
    • Ridcully 29.04.2019 10:33
      Highlight Highlight Genau und dabei sind die Millionen Salate und Rüebli, welche gleich felderweise dahingemetzelt werden noch gar nicht berücksichtigt.
      Wenn ich sehe, was unser Büsi oder auch unsere Hühner an Leben "vernichten" muss man sich einfach vor Augen halten: Leben heisst immer Leben auf Kosten Anderer.
    • michiOW 29.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Ein Grossteil davon sind Hühner.
    • Vegander 29.04.2019 13:29
      Highlight Highlight An den lustigen Pflanzenschützer da oben: Auch ich liebe Pflanzen, auch darum lebe ich vegan. Was meinen Sie denn, wovon die 70 Milliarden "Nutztiere" auf diesem Planeten leben? Von Luft und Liebe etwa?
      Und ein Rüebli mit einem Hasen gleichzusetzen ist schon eine etwas seltsame Idee, finden Sie nicht auch? Pflanzen haben weder ein Bewusstsein noch ein Schmerzempfinden. Oder sind Sie etwa so eine Esotante, die sich skurrile Youtubevideos reinzieht?
  • Triumvir 29.04.2019 10:04
    Highlight Highlight Radikalität - egal in welcher Form und für welches Anliegen - ist eine Geissel der Menschheit.
    • Hollda von Quorn 29.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Diese Aussage kann ich aufgrund ihrer Radikalität nicht gutheissen.
    • Vegander 29.04.2019 12:29
      Highlight Highlight Ja, zum Beispiel das, was in den Schlachthöfen passiert. Das nenne ich radikal. Lesen Sie mal diesen Bericht einer angehenden Tierärztin, die ein Praktikum in einer solchen Einrichtung machen musste. Legen Sie sich aber bitte ein Pächlein Papiertaschentücher bereit. https://www.vegetarismus.ch/heft/98-2/schlacht.htm
    • Ale Ice 29.04.2019 13:02
      Highlight Highlight Radikalität kennt auch friedliche Formen. Inwiefern stellt diese eine Geissel der Menschheit dar?
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  • AlteSchachtel 29.04.2019 10:01
    Highlight Highlight
    «Es ist veraltet, wenn der Tierschutz heute noch für Biofleisch wirbt, wenn täuschend echte Pflanzenburger auf dem Markt sind.»

    Es ist veraltet, zu glauben, Pflanzen seien keine fühlenden Lebewesen. Die Flora ist genau so schützenwert wie die Fauna.

    Die Natur tickt nun mal nach dem System "Fressen und gefressen werden". Was uns fehlt, ist der Respekt vor der Natur und all ihren Lebewesen. Mir persönlich ist diesbezüglich die Indianische Kultur Vorbild.
    • stabiler 29.04.2019 13:21
      Highlight Highlight Also das letzte Mal, als ich geschaut habe, hatte mein Salat nach wie vor keine Augen, keine Nase, keine Ohren, kein Gehirn, kein zentrales Nervensystem...

      Gewiss, einige Pflanzen reagieren auf Impulse, kommunizieren irgendwie miteinander, vielleicht sind sie sogar noch komplexer, als wir heute annehmen. Aber selbst wenn:

      1) Bei Tieren wissen wir uns 100% sicher, dass sie empfindungsfähig sind und

      2) zur "Gewinnung" jeder tierischen Kalorie wird ein Mehrfaches an pflanzlichen Kalorien benötigt. Selbst glühende Pflanzenschützer sollten deshalb ausschliesslich solche essen.
    • AlteSchachtel 29.04.2019 13:50
      Highlight Highlight @stabiler

      ja, das zeichnet das Säugetier Homo sapiens, das meint, es müsse sich die Erde untertan machen, aus. Alles was anatomisch nicht nach seinen eigenen Vorstellungen organisiert ist, ist minderwertig.... Die Natur sieht das anders.

      Einst behauptete man auch, Fische hätten kein Schmerzempfinden um den Genuss von Fisch bei gleichzeitigem Verrzicht auf Fleisch zu rechtfertigen.

      Die Massai und Inuit würden übrigens verhungern, wenn sie sich den Vorschlag
      "Selbst glühende Pflanzenschützer sollten deshalb ausschliesslich solche essen"
      zu Herzen nehmen würden.
    • Matthias Berger 29.04.2019 13:56
      Highlight Highlight Wenn man die Flora schützen wollte müsste man erst recht Veganer werden. Eine Kuh verspeist tausende Pflanzen bevor sie geschlachtet wird. Wenn wir die Pflanzen direkt essen, müssen viel weniger davon sterben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Durolex 29.04.2019 09:59
    Highlight Highlight «Es ist veraltet, wenn der Tierschutz heute noch für Biofleisch wirbt, wenn täuschend echte Pflanzenburger auf dem Markt sind.»

    Nicht jeder Mensch will diesen künstlichen Mist in sich hinein stopfen, lasst uns Fleischesser endlich in Ruhe.

    Ohne das konsumieren von Fleisch würden wir immer noch auf Bäumen rumklettern!
    • Zwei Fallende Stimmen 29.04.2019 10:37
      Highlight Highlight Künstlicher Mist? Das heutige Fleisch ist auch nicht mehr wahnsinnig natürlich - denken Sie an die ganzen Antibiotika und sonstigen Medis!
    • Dogbone 29.04.2019 10:43
      Highlight Highlight „Ohne das konsumieren von Fleisch würden wir immer noch auf Bäumen rumklettern!„

      Aha! Interessante Theorie...🙄
    • heul doch 29.04.2019 11:19
      Highlight Highlight ja dogbone... auch wenn ich durolex's aussage als solches nich befürworte. der verzehr grosser mengen tierischer eiweisse hat in der evolution der hominiden grossen einfluss auf die gehirnbildung und dessen volumen gehabt.

      http://www.doktorstutz.ch/die-wahrheit-ueber-fleisch/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 29.04.2019 09:58
    Highlight Highlight "99% vom in Deutschland verkauften Fleisch entstammt der Massentierhaltung.
    Wenn 10 Prozent dieser Tiere an den Bedingungen der Massentierhaltung sterben, stellt sich die Frage: In welchem Zustand sind dann die, welche überlebt haben?" *

    Man ist, was man isst.

    Auf geht´s vegan army! Meine Stimme habt ihr (auch als karnivor).

    * https://live-counter.com/weltweit-getoetete-tiere/
  • Binnennomade 29.04.2019 09:55
    Highlight Highlight Witzig, dass in der Romandie mehr Leute die Schlachthöfe schliessen wollen, obwohl der Anteil Fleischesser höher ist als in der Deutschschweiz.

    Wichtig finde ich auch noch zu erwähnen, dass solche militanten Gruppen nur eine kleine Minderheit der Veganer ausmachen. Der durchschnittliche Veganer will nicht das Stimmrecht für Tiere einführen.
  • ursus3000 29.04.2019 09:50
    Highlight Highlight und nachher kommen die Pflanzenschützer und schwärmen von Lichtnahrung....
    • Vegander 29.04.2019 15:32
      Highlight Highlight Als Veganer schütze ich Pflanzen. Zum Beispiel den Amazonas, der für Kraftfutter für unsere Schweizer Kühe und Schweine abgeholzt wird.
  • Grave 29.04.2019 09:48
    Highlight Highlight Ah und ich dachte beim titel schon der bundesrat will die armee veganisieren, dabei geht es nur um ein paar leute die aufmerksamkeit brauchen
    • Vegander 29.04.2019 12:25
      Highlight Highlight Armee finde ich auch eine absolut unpassende Bezeichnung für Menschen, welche Mitgefühl sogar über die Grenze der eigenen Spezies propagieren. Schliessich sind bei den Aktionen keine Menschen gestorben, und das ist ja das erklärte Ziel einer Armee.
    • Hecate 29.04.2019 19:42
      Highlight Highlight "Nur ein paar Leute die Aufmerksamkeit brauchen?!" Also, ihre gesamte Philosophie, ihre Argumente und die Fakten schon alle gelesen und als falsch, uninteressant oder sogar lächerlich verurteilt, oder was?

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