Schweiz
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epa08568621 A traveler gets his swab sample collected in a walk-in test center for coronavirus at the International Airport in Duesseldorf, Germany, 27 July 2020. Within a few days, a test centre has now also been set up at Duesseldorf International Airport, where returnees from risk areas can be tested for COVID-19.  EPA/SASCHA STEINBACH

Ist dieser Herr einer der momentan drei Prozent, die positiv getestet werden? Bild: keystone

Analyse

Immer mehr Coronatests in der Schweiz fallen positiv aus – was heisst das?

Die Fallzahlen in der Schweiz sind seit ungefähr fünf Wochen konstant, diese Woche steigen sie wieder an. Die Anzahl durchgeführter Tests nimmt gleichzeitig ab. Um die Lage besser einschätzen zu können, sollte man einen Blick auf die Positivitätsrate werfen.



Kurz nach dem Mittag veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit jeweils täglich die Anzahl der neuen Corona-Infektionen der letzten 24 Stunden. Vor rund fünf Wochen stiegen die Neuinfektionen rapide an, seitdem schwanken sie irgendwo zwischen 30 und 220 Fällen pro Tag.

So weit, so bekannt.

Die einzige Konstante in dieser Flut an Zahlen war in den letzten Wochen die Tendenz der sogenannten Positivitätsrate. Diese steigt nämlich Schritt für Schritt die Prozente-Leiter hoch. Mit der Positivitätsrate bezeichnet man den prozentualen Anteil an durchgeführten, positiv ausgefallenen Tests.

Die Positivitätsrate steigt seit Juni kontinuierlich an:

Bild

bild: reto fehr

Schauen wir uns also an, warum die nackten Fallzahlen nicht das Mass aller Dinge sind, wie die Positivitätsrate hier aushelfen kann, wo dennoch ihre Grenzen liegen und was sie uns über die jetzige Situation beibringen kann.

Die Krux mit den Fallzahlen

Bei den Zahlen müssen wir unterscheiden zwischen registrierten Fällen (Fallzahlen) und der Anzahl tatsächlich infizierter Personen. Eine infizierte Person wird erst zu einem «Fall», wenn sie sich positiv testen lässt. Jene, die ohne Symptome erkranken, werden in der Statistik nicht erfasst. Die steigende Positivitätsrate lässt jedoch erahnen, dass die tatsächliche Anzahl Infizierter seit Wochen steigt.

Ein Beispiel: Am 16. Juni meldete das BAG 180 Neuinfektionen. An diesem Tag wurden jedoch 14'852 Tests durchgeführt. Absoluter Rekord seit Ausbruch der Pandemie. Die Positivitätsrate lag dementsprechend bei 1,21 Prozent.

Vergangenen Montag, am 27. Juli, wurden 194 Fälle gemeldet. Es wurden jedoch nur 5287 Tests durchgeführt. Positivitätsrate: 3,67 Prozent.

Bild

bild: reto fehr

Aus diesen Zahlen lassen sich zwei Thesen ableiten:

  1. Die erhöhte Positivitätsrate beweist, dass es mehr Infizierte in der Bevölkerung gibt. Also eine höhere Dunkelziffer.
  2. Die erhöhte Positivitätsrate ist das Ergebnis eines funktionierenden Contact Tracings der Kantone.

These 1: Die Dunkelziffer steigt

Nehmen wir also an, dass die Dunkelziffer in der Bevölkerung steigt und sich das Virus wieder vermehrt ausbreitet. Die steigende Positivitätsrate lässt darauf schliessen, dass es tatsächlich mehr Infizierte gibt und man nicht lediglich aufgrund von vermehrten Tests mehr findet.

Um das zu bestätigen, kann man sich die Hospitalisierungen anschauen. Mehr Infizierte sollten auch zu mehr Hospitalisierungen führen. Dies jedoch mit einem kleinen Zeitunterschied.

Bild

bild: reto fehr

Dies scheint bis Mitte Juli tatsächlich der Fall gewesen zu sein, wenn auch auf tiefem Niveau. In den letzten zwei Wochen sank die Hospitalisierungsrate jedoch wieder – trotz höheren Zahlen.

Grund dafür könnte das Alter der Patienten sein. Im Gegensatz zur ersten Welle sind es nämlich vor allem junge Leute, die sich momentan anstecken. Die Gefahr, dass die Krankheit bei jungen Leuten einen schweren Verlauf nimmt, ist deutlich kleiner als bei älteren Personen.

So sieht die Altersverteilung momentan aus:

Bild

bild: reto fehr

Nichtsdestotrotz ist die erhöhte Positivitätsrate ein guter Indikator dafür, dass die Dunkelziffer in der Bevölkerung steigt. So sagte der Epidemiologe Christian Althaus gegenüber der Republik, dass die kontinuierlich steigende Positivitätsrate auf einen epidemiologischen Trend hinweise.

These 2: Das Contact Tracing funktioniert

Die erhöhte Positivitätsrate könnte auch darauf hinweisen, dass die Kantone das Contact Tracing im Griff haben. Der Gedanke dahinter ist folgender: Die Kantone finden vermehrt grosse Gruppen von Infizierten, indem sie Kontaktketten nachverfolgen und jede Person darin testen lassen. Die präzisen Tests führen zu einer höheren Trefferrate.

Einige Beispiele gab es bereits dafür: So wurden 50 Personen eines Ferienlagers im Graubünden positiv getestet. Nicht nur Kinder und Lehrer, die daran teilgenommen haben, auch in den Familien wurden Fälle gefunden.

Die Fälle in der Schweiz sind breit gestreut:

Kumulierte Anzahl Fälle der letzten sieben Tage. bild: infogram

Schaut man sich die Streuung der Coronafälle in der Schweiz an, so dürfte das Contact Tracing den Anstieg der Positivitätsrate aber nur zu einem kleinen Teil erklären. Fälle gibt es in fast jedem Kanton, in Genf explodieren die Zahlen sogar förmlich. Das könnte das Contact Tracing sogar bald wieder unmöglich machen, meint die Epidemiologin Olivia Keiser zu watson.

Fazit

Wer die Positivitätsrate in den letzten Wochen also verfolgt hat, dem dürften die am Donnerstag gemeldeten Fallzahlen wenig überrascht haben. Die Rate klettert nämlich seit fünf Wochen ziemlich gradlinig nach oben.

Bei den am Donnerstag gemeldeten 220 neuen Fällen lag die Positivitätsrate sogar «nur» bei 3,08 Prozent, der Mittelwert der letzten sieben Tage liegt bei 3,3 Prozent.

Der Trend ist dennoch klar: Es geht bergauf. Wenn auch langsam. Denn von den Zahlen von März und April ist die Schweiz noch ziemlich weit entfernt. Zu Spitzenzeiten lag die Positivitätsrate bei 25 Prozent, auch die Hospitalisierungen und Todesraten waren ungleich höher. Zu einem gewissen Grad scheinen die Massnahmen also zu funktionieren. Trotzdem: Wie die erste Welle im März bewiesen hat, kann es plötzlich sehr schnell gehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hmmm.... 31.07.2020 16:18
    Highlight Highlight Die Positivitätsrate ist und bleibt sehr schwierig zu interpretieren, dabei kommt es zu viel Spekulation.
    Die Thesen in diesem Artikel finde ich nicht ganz schlüssig, es gibt noch eine Vielzahl weitere Faktoren, die die Positivitätsrate beeinflussen.
  • Mirko Timm 31.07.2020 15:54
    Highlight Highlight Die tests haben auch ne hohe Fehlerquote. Dann testen ei stellen und gut ist die allerwenigsten werden ernsthaft krank. Ja ich bin auch zu einer risikogruppe.

    Dann wenn jobs so unwichtig sind das man ins homeoffice kann und nichmal anwesend sein muss im Büro ab und an ja dann kündigen aus wirtschaftlichen Gründen. Dann kann einer den gleichen Job im Ausland günstiger machen von zuhause aus.
  • Morgenbrot 31.07.2020 15:43
    Highlight Highlight "Schauen wir uns also an, warum die nackten Fallzahlen nicht das Mass aller Dinge sind, wie die Positivitätsrate hier aushelfen kann..."

    Na endlich!
    Warum hat das denn so lange gedauert?
  • Roxy_red 31.07.2020 15:21
    Highlight Highlight These 3: die Symptome können besser eingeschätzt werden und nur symptomatische Personen machen einen Test. Das würde ebenfalls eine erhöhte Positivitätsrate ergeben.
  • Patrik Hodel 31.07.2020 15:16
    Highlight Highlight "Nichtsdestotrotz ist die erhöhte Positivitätsrate ein guter Indikator dafür, dass die Dunkelziffer in der Bevölkerung steigt."

    Scheint, als sei die Durchseuchung im Gange.
    Gut so. 👍
    • lilie 31.07.2020 18:26
      Highlight Highlight @Patrik: Das kannst du vergessen, zumal ich nicht erkennen kann, was eine mögliche Dunkelziffer hiermit zu tun haben könnte bei den paar Fällen, die wir haben.

      In Indien hat man den Verdacht, dass in einzelnen Slums die Durchseuchung unterdessen über 50% steigen und eine Herdenimmunität eintreten könnte (zu welchem Preis wird nicht einmal feststellbar sein, weil dort Todesfälle gar nicht gezählt, geschweige denn eine Todesursache erhoben wird).

      Bei uns sind wir vermutlich immer noch im einstelligen Bereich. Zumal die Infizierten vom Frühling nun wohl ihre Immunität langsam wieder verlieren.
    • Meiniger 31.07.2020 19:55
      Highlight Highlight Lilie:

      Du weisst, wie sehr ich deine Beiträge schätze!
      Aber wie kommst du drauf, dass diese Personen die Immunität verlieren?
  • HundBasil 31.07.2020 13:39
    Highlight Highlight Corona! Wir können von diesem Virus nicht davonseckeln. Weiter leben wie vorher, einfach mit den sinnvollen Massnahmen wie Maskenpflicht und Handhygiene. Alles andere ist realitätsfern.
    • Beta Stadler 31.07.2020 14:21
      Highlight Highlight Genau, am besten das Problem einfach ignorieren, wenn es akut grad nicht einen selbst betrifft. Funktioniert bei den natürlichen Resourcen, der Klimaerwärmung und der Umweltverschmutzung ja auch bestens...
  • Cpt. Jeppesen 31.07.2020 13:01
    Highlight Highlight Kostenfreie Tests für jeden ohne weitere Vorbedingung! So wie es die Länder machen die den Virus unter Kontrolle haben. Wo ist das Problem? Warum nur foutieren sich die Verantwortlichen? Es kostet ein wenig, Na und? Billiger als die Wirtschaft in Grund und Boden zu fahren ist es allemal.
    Wir gehören zu den 3 reichsten Ländern der Welt und sind zu blöde eine vernünftige Teststrategie aufzustellen. Entwicklungsländer wie Vietnam zeigen wie es geht. Wir aber reduzieren lieber die Test und stellen dann Vermutungen an weil, wer will schon Fakten.
    • lilie 31.07.2020 14:06
      Highlight Highlight @Jeppesen: Der Bund übernimmt seit 25. Juni die Kosten für die Tests. Das führte auch kurzzeitig zu einem massiven Anstieg an durchgeführten Tests pro Tag:

      https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-79584.html
    • Shlomo 31.07.2020 14:32
      Highlight Highlight Funfact, der Test ist gratis, wenn du Symptome hast.
    • Cpt. Jeppesen 31.07.2020 16:10
      Highlight Highlight @lilie. Lässt sich dann niemand testen? Haben alle keine Symptome? Also die zwischen 30 und 80% asymptomatischen?
      Ich sehe hier im Chat Berichte von Leuten, die sich testen lassen wollten und abgewiesen wurden. Oder erst mehrmals beim Arzt vorstellig wurden bis sie einen Test machen durften. Und dieses kostet. Vielleicht war das vor dem 25. Juni. Aber dann vermisse ich das Zelt am Hauptplatz in meiner Stadt, in dem Tests angeboten werden. Beide Tests, Antikörper und Virus. Je mehr Tests, desto aussagekräftiger die Zahlen zur Verbreitung. Dann braucht es auch keine Panikhandlungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 31.07.2020 11:51
    Highlight Highlight Das Virus war unter Kontrolle. Wo kommen all die neuen Fälle bloss her?
    • lilie 31.07.2020 14:13
      Highlight Highlight @Antichrist: Der Kanton Genf hat vor Kurzem sehr hohe Zahlen nachgemeldet und dabei offenbart, dass er vermutlich in einer zweiten Welle steckt (über 250 Fälle in den letzten 7 Tagen, letzte Woche 216, die Woche davor 78; damit gerät der Kanton Genf an die Schwelle der 60 Fälle pro 100'000 EW in 2 Wochen, welche für die Quarantäneliste des Bundes gelten; Vergleich Kanton ZH mit 3x so viel EW: 150 Fälle/W).

      Auch der Kanton Waadt ist nachlässig mit Melden. So wird das nichts mit der Überwachung der Pandemie! "Verantwortung der Kantone" stelle ich mir anders vor!
  • Erklärbart. 31.07.2020 10:51
    Highlight Highlight Schade wird nicht die Rechnung gemacht, wie die Positivitätsrate wäre, wenn gleich viel getestet würde wie an diesem 16. Juni.

    Hätten wir dann anstatt nur 197 Fälle neu gut 600 Fälle?
    • Hockey-Fan 31.07.2020 13:39
      Highlight Highlight Das kann sein, aber dann wüsste ich gerne, wie viele Fälle wir dann effektiv hatten, als die Positivitätsrate bei 25 % lag ... Ich bin davon überzeugt, dass die Dunkelziffer heute um Faktoren tiefer ist als im März / April. Ich kenne niemanden persönlich, der damals positiv getestet wurde, aber viele, die Symptome hatten, aber "zu jung" und "zu gesund" waren, um zum Test zugelassen zu werden. Mit anderen Worten: Von diesen gut 200, die wir heute haben, wären vor 4 Monaten vermutlich zwei Drittel in keiner Statistik erschienen, da nicht getestet. All diese Zahlen sind einfach nix wert ...
    • Erklärbart. 31.07.2020 14:44
      Highlight Highlight So sehe ich es auch. Finde die Zahlen von Juni kann man nicht mit den heutigen Zahlen vergleichen, ausser man macht eine Hochrechnung, diese wiederum ist dann nicht wirklich aussagekräftig. Da werden irgendwie Äpfel mit Birnen verglichen.
    • lilie 31.07.2020 15:13
      Highlight Highlight @Erklärt: Wie kommst du auf die Idee, dass wir jetzt mehr Fälle hätten, wenn wir gleich viel testen würden wie im Juni? Denn damals hatten wir ja weniger Fälle als jetzt, trotz doppelt so vielen Tests.

      Ich bin @Hockey-Fans Meinung: Wir haben die Dunkelziffer ziemlich stark senken können seit Aufhebung des Lockdowns. Seither gibts nicht mehr allzu viel herauszuholen, indem wir mehr testen. Man kann nur Fälle finden, wo es auch welche hat.

      Hingegen könnten wir problemlos die Positivitätsrate beeinflussen - je mehr wir testen, desto kleiner wird sie. Effizient ist das aber nicht.
  • inquisitio 31.07.2020 10:23
    Highlight Highlight Guter Artikel, nur das Fazit passt nicht wirklich. These zwei erscheint bei all dem Zahlenmaterial am wahrscheinlichsten.
  • Nik G. 31.07.2020 10:04
    Highlight Highlight Ich würde noch eine 3. These dazu bringen. Die Testresultate werden genauer. Anfangs waren die Test sehr sehr ungenau. Je länger man damit arbeitet und verbessert desto genauer werden die Testresultate und es gibt mehr positive aber auch mehr negative Fälle.
  • StGb Art. 258 @ Bundesrat 31.07.2020 10:02
    Highlight Highlight Die positiven Tests dümpeln so zwischen 50-200 pro Tag umher das bei über 6000 Tests pro Tag.
    Wo bitte ist dieser ach so dramatische Anstieg?
    War der erste Lockdown nicht deswegen um die Spitäler vor Grossandrang zu schützen?
    Wieso sollen dann ausgerechnet jetzt wo es nur eine handvoll Hospitalisationen gibt, Massnahmen verschärft werden?
    Was soll das bringen? Also zur Eindämmung des Virus und nicht zum ausleben von Machtgeilheit?
    • buddelflink 31.07.2020 10:15
      Highlight Highlight Laut Artikel käme das Contact Tracing an seine Grenzen, wenn die Infektionszahlen weiter so steigen. Und ohne Contact Tracing und das Eindämmen von Ausbreitungsketten bekäme die Ausbreitung nochmals eine grössere Dynamik, sodass dann restriktive Massnahmen nötig wären, die keiner will.
    • StGb Art. 258 @ Bundesrat 31.07.2020 10:35
      Highlight Highlight Das ist aber ziemlich viel "hätte, hätte, Fahrradkette" lieber buddel.
      Sorry, das Contact-Tracing bringt auch heute wenig. (Kenne mittlerweile mehrere negativ-getestete die kontaktiert wurden - hätten sie sich angesteckt gehabt, hätten sich diese Tracer sowieso TAGE zu spät gemolden)
      Und was meinst du "Wenn die Infektionszahlen weiter so steigen".
      Du kriegst einfach eine tägliche Zahl vom BAG inkl. intransparenten Nachmeldungen und Korrekturen die Mal höher Mal tiefer ist.
    • Lowend 31.07.2020 11:52
      Highlight Highlight Aua! Wenn sich 4 von 100 im Schnitt anstecken, dann gibt es logischerweise 96, die negativ getestet werden, aber auch die müssen in Quarantäne, weil man ja vor dem Test und der Inkubationszeit nicht weiss, ob sie angesteckt sind. 🤦‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dirk Leinher 31.07.2020 09:15
    Highlight Highlight Da ist ein Fehler, "jene die ohne Symptome erkranken" ist ein Widerspruch. Sollte wohl heissen "ohne Symptome positiv getestet werden". Die zählen aber sehr wohl zur Positivitätsrate. Die Positivitätsrate zeigt auch nicht die Anzahl effektiv erkrankter Personen auf. Steht sogar so auf der Website des BAG, dass die Positivitätsrate aufgrund von mehreren Tests pro Person höher als die Anzahl Fälle ist. Die Anzahl derer die positiv getestet werden und erkranken, das wäre wirkkich interessant. Das fand ich bisher leider nirgends.
    • GianniR 31.07.2020 10:00
      Highlight Highlight "Ohne Symptome erkrankt" ist wirklich ein Widerspruch. Gemeint ist aber meiner Meinung nach "Ohne Symptome infiziert", und somit nicht erkannt. Das ist die wahre Definition von "Dunkelziffer ".
    • StGb Art. 258 @ Bundesrat 31.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Auch die Falsch-Positiven Ergebnisse zählen mit.
  • Abraham Colombo 31.07.2020 08:49
    Highlight Highlight Immer mehr Coronatests in der Schweiz fallen positiv aus – was heisst das?

    Das heisst das sich wieder mehr Menschen mit Corona infizieren.
  • Antichrist 31.07.2020 08:39
    Highlight Highlight Es sind viel mehr infiziert als getestet und nur eine verschwindend geringe Zahl ist erkrankt. Wir müssen damit leben, dass wir eine Grippe mehr haben. Alte Menschen sollen sich mit Masken schützen, lasst die Jungen und Resistenten in Ruhe. Das BAG soll sich zurückziehen und dafür sorgen, dass wir auf die nächste Pandemie dann richtig vorbereitet sind.
    • flyingdutch18 31.07.2020 08:49
      Highlight Highlight Hast du immer noch nicht begriffen, dass die Hygienemasken nicht den Träger, sondern die Mitmenschen schützen? Die Risikopersonen können sich mit Masken gar nicht schützen, weil die medizinischen Masken dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben müssen (zu knapp und teuer für die Allgemeinheit und zu schwierig zu handhaben).
    • Firefly 31.07.2020 08:51
      Highlight Highlight @Antichrist wie berichtet wurde gibt es bei einem nicht ganz so geringen Protzentsatz derjenigen die Corona durchgemacht haben, Langzeitschäden. Dies nicht nur bei Alten. Wenn dem wirklich so ist, haben mit der Durchseuchung wie sie sie vorschlagen ein Problem. Nämlich am Ende viele die Langzeitbehandlung brauchen.
    • FrancoL 31.07.2020 09:24
      Highlight Highlight Lieber Antichrist, wenn man keine Ahnung hat und das ist bei Ihnen noch höflich ausgedrückt, sollten Sie einfach mal keinen Kommentar schreiben.
      Dass Sie die Maske als Schutz vor anderen sehen, zeigt dass Sie da etwas verpasst haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • COVID-19 ist Evolution 31.07.2020 08:10
    Highlight Highlight Eine Veränderung der Positivitätsrate zeigt vor allem eine geänderte Strategie beim Testen selbst.

    Die Positivitätsrate sank ab April bis Mitte Juni deutlich. Das war vor allen dem leichten Zugang zu Tests zu verdanken.

    Seit Mitte Juni scheint die Politik um das Testen geändert zu haben. Es gibt immer mehr Berichte dass Tests auch bei Symptomen abgelehnt werden. Gleichzeitig wird durch Contact Tracing gezielter in Problemfälle hinein getestet. Dieses Verhalten würde unweigerlich zu einer höheren Positivitätsrate führen, und das sehen wir.
  • Denkblase 31.07.2020 08:06
    Highlight Highlight Was würde uns das kosten und welchen Aufwand würde es bedeuten, wenn man jeden Monat alle 8,5 Mio Menschen testen würde? Gibt es schon testverfahren, welche man selbst und ohne Beisein des Arztes erledigen kann und den man danach einfach einschicken kann?
    • COVID-19 ist Evolution 31.07.2020 08:42
      Highlight Highlight Einfache und zuverlässige PCR Schnell-Tests sind in der Entwicklung. Aktuell müssen die Abstriche noch durch eine Fachperson vorgenommen werden und die Auswertung erfolgt in Sicherheitslabors anhand aktiver Stämme von Corona-Zellen. Das dauert folglich immer etwas und ist von den Ressourcen natürlich beschränkt.

      Serologische Tests nach dem anerkannten ELISA-Assay sind als postalische Heimkit verfügbar, kosten ca. CHF 100,- Diese Tests besitzen eine >99.5% Korrektheit.

      Immunitäts-Tests sind sehr aufwändig und werden eigentlich nur Wissenschaftlern und exponierten Personen zugänglich gemacht.
  • flyingdutch18 31.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Die kritische Schwelle der Positivitätsrate liegt gemäss WHO bei 5%. Über 5% ist ein Anstieg der Fallzahlen unvermeidbar. Bei 10% werden Lockdown-Massnahmen empfohlen. Wir sollten also alle mit striktem Maskentragen in der Öffentlichkeit dafür sorgen, dass die Rate nicht über 5% klettert.
    • Kruk 31.07.2020 09:18
      Highlight Highlight Das ist richtig, es sollte einfach nicht vergessen gehen, dass Masken kein Ersatz für alle anderen Massnahmen sind.

      Masken im freien wäre z. B. übertrieben, Grossanlässe hingegen sind auch mit Masken nicht zu empfehlen.
    • Joe Meier 31.07.2020 09:24
      Highlight Highlight Was für ein Blödsinn, das die WHO (oder der Schreiber?) verzapft.. Die Positivitätsrate kann ich doch leicht durch vermehrtes Testen oder vermindertes Testen beeinflussen. Wenn ich die Positivitätsrate steigern will, dann teste ich einfach nur noch die Schwerkranken..
      Oder ich teste einfach die gesamte Bevölkerung und ich bringe die Positivitätsrate rasch runter..

      Das ist einfache Mathematik..
    • flyingdutch18 31.07.2020 11:17
      Highlight Highlight @ Joe Meier: Beim Testen müssen natürlich immer die gleichen Massstäbe angewandt werden, dann kannst du mit deinem Fälschen von Zahlen einpacken. Melde dich bei Trump, er sucht Leute wie dich, die von der WHO nichts halten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Masus 31.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Nachdem die Kritiker monatelang auf die Positivitätsrate hingewiesen haben, weil diese stets mehr oder weniger konstant war, und die Einwände stets ignoriert wurden, wird nun eine "neue" Zahl eingeführt, die für Angst sorgen soll. Dafür war von Beginn an klar, dass früher oder später die meisten Menschen das Virus haben und überstehen werden.

    Ein weiterer sehr grosser Faktor für die Positivitätsrate ist wer getestet wird:
    Werden nur Patienten mit Symptomen getestet, sind auch die Positivitätsraten hoch. Wo Rauch ist ist auch Feuer. Interessanter sind jedoch Tests über representative Gruppen.
  • freifuchs 31.07.2020 07:43
    Highlight Highlight Was bei solchen Überlegungen gerne vergessen geht ist die Spezifität der Tests; Es gibt eine Anzahl Falsch-Positiver Ergebnisse. Durch das Contact Tracing werden plötzlich eine breite Anzahl Personen getestet, die gar keine Symptome zeigen. Bei diesen ist die Wahrscheinlichkeit auf ein FP Ergebnis höher. Die sinkende Hospitalisierungsrate bei steigender Positivitätsrate deutet auch darauf hin. Wir bräuchten genauere Daten. Zum Beispiel bräuchten wir von jedem getesteten die Information ob er symptomatisch ist.
    • freifuchs 31.07.2020 10:43
      Highlight Highlight @Nate Smith: Ja die gibt es auch, sind aber bei einer Positivitätsrate von 3.67% ziemlich selten und bei den asymptomatischen Personen noch viel seltener.
    • Koshka60 31.07.2020 13:24
      Highlight Highlight Der Prozentsatz von falsch-negativen ist generell sehr viel hoeher als die falsch-positiven - gerade bei asymptomatischen.
    • freifuchs 31.07.2020 18:56
      Highlight Highlight @Koshka60 Das hängt natürlich stark von der Vortestwahrscheinlichkeit ab. Je weniger Erkrankte, desto höher die FP und niedriger die FN bei einem Test. Wenn es keine realen Infektionen mehr gibt, haben wir nur noch falsch-positive und natürlich 0 falsch-negative.
  • Peter Vogel 31.07.2020 07:40
    Highlight Highlight Ich ich ich.
    Das es immer mehr Coronakranke gibt.
  • Super8 31.07.2020 07:39
    Highlight Highlight Viel wichtiger als die Positivitätsrate ist die Anzahl hospitalisierter Personen. Das Virus bringen wir nicht weg, aber wir müssen sicherstellen, dass die Hospitalisierten die bestmögliche Versorgung bekommen.
  • Joe Meier 31.07.2020 07:27
    Highlight Highlight Spannender Bericht.. Der ja beispielsweise aufzeigt dass wir aktuell ca. 4 Hospitalisierungen MIT Corona haben.. Das MIT betone ich weil ich aus meinem Veewandschaftskreis jemanden kenne der aufgrund einer anderen Erkrankung ins Spital kam, dort zufällig positiv auf Corona getestet wurde und dann als Corona Patient (symptomlos) galt.
    Die reinen Fallzahlen sagen nichts aus, da viele ja nicht einmal krank sind. Und wir haben fast keine Hospitalisierungen und auch fast keine Todesfälle.. Also ganz besonnen bleiben.. Wir haben kein Problem und Masken in Läden sind nicht nötig!
    • Uslandschwiizer 31.07.2020 08:52
      Highlight Highlight Ja wir haben ein Problem, schau dir bitte die steigenden Fallzahlen an!
      Und hört bitte auf Corona zu verniedlichen - nicht jeder Corona Patient wird hospitalisiert, doch ueber langzeitschaeden beklagen sich viele. Eine gute Freundin, gesund mitte 30, hatte Corona und wurde nicht hospitalisiert da sie "nur" sehr starken Husten hatte. Sie hat heute ueber 3 Monate spaetet immer noch Atemprobleme!
    • Euskalduna 31.07.2020 09:44
      Highlight Highlight @uslandschwiizer. Dies ist so und nicht zu unterschätzen. Ich wünsche gute Besserung.

      Dennoch müssen wir mit dem Steigen und Fallen der Ansteckungen leben müssen, wie bei anderen Infektionskrankheiten seit tausenden Jahren auch.

      Das Ziel ist, die Kurve möglichst flach zu halten und die Spitäler zu entlasten.

      Ansteckungen per se zu verhindern ist unmöglich und unmenschlich. Überall, wo Menschen sozial interagieren, wird es zu Übertragungen kommen, auch trotz aller Massnahmen. Ich will nicht in einer Welt leben, wo aus Angst menschlicher Kontakt als unmoralisch gilt.
    • Joe Meier 31.07.2020 10:24
      Highlight Highlight @euskalduna: perfekt formuliert!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andreas Karz 31.07.2020 07:23
    Highlight Highlight Ganz einfach - dass immer mehr getestet wird. Mehr nicht.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 31.07.2020 13:08
      Highlight Highlight Bericht nicht gelesen ?
      Bericht nicht verstanden ?
  • NathanBiel 31.07.2020 07:13
    Highlight Highlight @Dennis Frasch, wie sieht es eigentlich mit denjenigen aus, die einen Antikörpertest machen? Werden die dann als Neuinfizierte erfasst oder als infiziert und wieder gesund. Als ich vor einiger Zeit einen Antikörpertest machte und der positiv war, wurde mir gesagt, sie müssten ihn jetzt dem BAG melden.
    • Joe Meier 31.07.2020 09:19
      Highlight Highlight Gute Frage die dringend beantwortet werden müsste!!
  • Meinung 31.07.2020 07:08
    Highlight Highlight Danke für diese Sicht der Dinge.
    Fazit.
    Gib Covid 19 keine Chance
    Durch richtiges Verhalten und 😷
    • therationalist 31.07.2020 07:37
      Highlight Highlight Ich bin mit 😷 halt immer noch nicht einverstanden. Meine Erfahrung über die letzten Wochen zeigt dass sich so viele in meiner Altersgruppe infizieren, weil sie ganz bewusst enge soziale Kontakte pflegen. Daran ändern kann auch eine Maskenpflicht nichts. Sie schützt dann zwar die Mitbevölkerung, aber der Fokus muss ganz klar mehr auf das Verhalten gelegt werden. Es beaucht wieder Abstand in der Freizeit und im Beruf.
    • Meinung 31.07.2020 08:49
      Highlight Highlight @therationalist
      Das Richtige Verhalten ist doch für alle Altersgruppen das selbe.
      Die Maskenpflicht ist eben genau deswegen ein Thema!
      Wenn alle Generationen ihr verhalten angepasst hätten, würde die 😷Maskenpflicht kein Thema sein.
      Danke das Sie sich aber daran halten.
    • therationalist 31.07.2020 10:58
      Highlight Highlight Ja aber das richtige Verhalten wird von den Behörden zwar obligatorisch runtergebetet, die Handlungen sprechen aber eine andere Sprache. Stattdessen flüchtet man in den Hype um Gesichtsmasken, ohne Rücksicht auf Umwelt und damit verbundene Kosten für z.B ÖV Nutzer.
      Die Masken haben ihren Platz in der Bekämpfung der Pandemie, an erster Stelle müssten aber Massnahmen zur Umsetzung von Distancing und dem Verhindern von Ansammlungen stehen. Das Opfer dafür, dass gewisse Branchen einbrechen, wird wohl so oder so erbracht werden müssen.
  • pali2 31.07.2020 07:08
    Highlight Highlight Danke, dass ihr jetzt auch mal was anderes angeschaut habt, als nur die pure Fallzahl.
    Ich habe mich noch gefragt: Wann war es, als Berset angekündigt hatte, dass nun der Bund die Kosten des Tests übernimmt? War das Mitte Juni bei diesem Peak der Tests?
    • Hüendli 31.07.2020 08:03
      Highlight Highlight Der Peak ist dem systematischen Testen aller einrückenden Rekruten geschuldet; führte auch zum Minusrekord bei der Positivitätsrate, da unspezifisch. Das wäre eine Erwähnung im Artikel wert gewesen.
    • inquisitio 31.07.2020 10:24
      Highlight Highlight Ja, das war ab 25. Juni.
  • Bündn0r 31.07.2020 06:41
    Highlight Highlight 'Im Gegensatz zur ersten Welle sind es nämlich vor allem junge Leute, die sich momentan anstecken.'

    Steckten sich in Frühjahr wirklich nur ältere an? Ich tippe eher auf Bias, da die Jungen gar nicht erst getestet wurden und die Testkapazität für Risikopersonen aufgehoben wurde.
    • YvesM 31.07.2020 10:26
      Highlight Highlight War auch mein Gedanke.
    • Pbel 31.07.2020 12:24
      Highlight Highlight Es hatte in der ersten Welle auch einige Alterheime erwischt, die jetzt viel strengere Massnahmen fahren. Zudem sind ältere Menschen jetzt generell sensibilisiert und schützen sich aus Eigeninteresse. Gewisse Junge hingegen glauben ihnen könnte es nichts anhaben und verhalten sich entsprechend. Aber die Auswahl wer getestet wird ist jetzt auch anders. Es wird also von allem ein bisschen sein.
  • Euskalduna 31.07.2020 06:38
    Highlight Highlight Danke für den Kontext. Noch sind die Positivitätsraten klein (1-2% Differenz ohne Berücksichtigung der Falsch-Positiven Test bei einer kleinen Menge Infizierter gemessen am Total, d.h. 97% Negativ). Aber es kann schnell gehen!

    Solange die Hospitalisationsrate flach bleibt, resp. nicht konstant steigt, ist die Strategie der CH auf Kurs und bedarf keiner Überreaktionen. Aber eben, Corona is a sleazy beast.

    Machen wir das Beste draus mit gegenseitigem Respekt, ohne die Lebensfreude vor Angst und Mistrauen zu verlieren.
    • Ademerci 31.07.2020 08:16
      Highlight Highlight Treffend formuliert👍🏼 Jetzt müssten watson die Prozente der Positivitätsrate so ziehen dass diese sich auf die Anzahl Tests am Vortag bezieht. Dass an einem Tag ein Test gemacht, ausgewertet und gemeldet wird ist nämlich kaum möglich.

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