Schweiz
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epa08458262 People enjoy the warm spring weather on the 'vidy' beach of the Lake Geneva during the state of emergency due to the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic in Lausanne, Switzerland, 01 June 2020. Since 11 May, Switzerland has begun to gradually loosen measures implemented in a bid to contain the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus that causes the COVID-19 disease.  EPA/LAURENT GILLIERON

Als wäre es wie vor Corona: Badende am Genfersee bei Lausanne. Bild: keystone

Analyse

Nach dem «ruhigen» Corona-Sommer droht ein finsterer Winter

Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen, gleichzeitig bleiben die Spitalbetten leer. Die vermeintliche Ruhe aber ist trügerisch, nicht zuletzt im Hinblick auf die kalte Jahreszeit.



Die Sommerferien sind vorbei. Die Kinder sind zurück in den Schulen, wo teilweise eine Maskenpflicht sowie Hygiene- und Abstandsregeln gelten. Denn die Coronazahlen kennen seit Ende Juni nur noch eine Richtung: aufwärts. Am Mittwoch wurden erstmals seit April mehr als 300 Infektionen an einem Tag kommuniziert.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Gleichzeitig meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Vergleich zum Vortag 19 neue Spitaleinweisungen und zwei neue Todesfälle. Die Diskrepanz ist offenkundig: Trotz vieler neuer Fälle bleibt die Hospitalisierungsrate vergleichsweise tief. Denn momentan stecken sich vor allem junge, gesunde Menschen an, die selten an Covid-19 erkranken.

Video: watson/leb

Grund zur Panik besteht also nicht. Der Bundesrat, der in seiner letzten Sitzung vor den Ferien eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr verordnete, verbrachte einen ziemlich ruhigen Sommer. Er musste keine einzige ausserplanmässige Sitzung abhalten. Zurück an Bord hob er sogleich das Verbot von Grossveranstaltungen per Ende September auf.

Abwarten und Tee trinken

Man könnte die derzeitige Einstellung der Schweiz in der Corona-Pandemie mit «Abwarten und Tee trinken» umschreiben. Man versucht, die steigenden Fallzahlen mit punktuellen Massnahmen (Schliessung von Clubs, Masken in Innenräumen) zu bekämpfen, lockert ansonsten aber weiter und hofft, dass man sich irgendwie durchwursteln kann.

Es ist eine gefährliche Hoffnung, nicht zuletzt im Hinblick auf die kalte Jahreszeit, vor der Virologen warnen. Denn die kritischen Signale haben sich in letzter Zeit gehäuft.

Da wäre die Pannenserie beim BAG, die in der Falschmeldung gipfelte, ein gesunder junger Mann sei an Covid-19 gestorben. Sie erhärtet den Eindruck, dass die Behörden zunehmend im roten Bereich agieren. Darauf deuten auch die Friktionen zwischen Bund und Kantonen hin, die am «Krisengipfel» vom Dienstag nur notdürftig kaschiert werden konnten.

Schweizer Grossveranstaltungen von Corona betroffen

Der Chef der Firma Medgate, die die BAG-Hotline betreibt, beklagte am Mittwoch in Bern den «totalen Leadershipverlust» nach der Aufhebung des Notstands durch den Bund. Im Visier hatte er das aus seiner Sicht ungenügende Contact Tracing der Kantone. Sie würden nicht auf die ohnehin wenigen Alarmmeldungen der Swisscovid-App eingehen.

Beunruhigende Befunde

Nicht gerade beruhigend wirken auch neue Befunde der Wissenschaft. So haben ETH-Forscher errechnet, dass Infizierte länger ansteckend sind als gedacht. Sie könnten das Virus nicht erst zwei Tage vor Ausbruch der Krankheit weitergeben, sondern bis fünf oder sechs Tage davor. Was ein vernünftiges Contact Tracing fast verunmöglicht.

Eine Studie aus St.Gallen deutet zudem darauf hin, dass Menschen nach überstandener Infektion weniger lange immun sind als erhofft. Die Zahl der Antikörper im Blut nehme schon nach acht Wochen deutlich ab. Das könnte die Entwicklung von Impfstoffen erschweren. Und es wäre ein Rückschlag für die Befürworter einer «differenzierten Durchseuchung».

Diese Idee erhielt im Corona-Sommer ebenfalls Auftrieb. Dabei deutet wenig darauf hin, dass die Durchseuchung funktionieren würde. Die bisherigen Befunde aus Schweden, dem «Traumziel» der Durchseuchungs-Befürworter, sind ernüchternd. Das liegt vor allem daran, dass viele Menschen Angst vor dem Virus haben und sich nicht «immunisieren» wollen.

400 Zuschauer nur mit Masken, waehrend einem Vorbereitungsspiel zwischen den SCL Tigers und dem EHC Olten am Freitag, 14. August 2020, im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Hockeyfans mit Maske an einem Testspiel zwischen den SCL Tigers und Olten. Bild: keystone

Sie ist berechtigt, denn obwohl jüngere und gesunde Menschen statistisch gesehen kaum schwer erkranken, gibt es «Ausreisser», etwa den Schriftsteller Jonas Lüscher. Er ist 43, hatte keine Vorerkrankungen und lag wegen Corona sieben Wochen im Koma. Solche Erfahrungen dürften viele davor abschrecken, einen Grossanlass zu besuchen.

Forderung nach «Planungssicherheit»

Der Wunsch der Eishockeyliga, die gesamte Hallenkapazität auszureizen, könnte trotz Maskenpflicht zum Eigentor werden. Darauf deuten Erfahrungen mit anderen Indoor-Anlässen hin, etwa dem Lucerne Festival. Obwohl es in stark verkürzter Form stattfindet und nur die Hälfte der Plätze verkauft werden, kann und konnte man für fast alle Konzerte problemlos Karten bekommen.

Klassikfestivals und Sportanlässe richten sich nicht unbedingt an identische Zielgruppen. Aber das Coronavirus verschont niemanden. Konzertveranstalter und Sportklubs fordern vom Bund «Planungssicherheit». Das ist nachvollziehbar, denn ihnen droht der finanzielle Ruin. Doch eine Pandemie lässt sich nur schwer planen.

Warnsignale aus Florida

Davor warnt auch die Basler Biologin Emma Hodcroft in einem Thread auf Twitter. Die selbst ernannte «Virenjägerin» verweist auf Florida, einen Corona-Hotspot in den USA. Dort stieg nach der Öffnung die Zahl der Infektionen an, während die Hospitalisationen auf einem tiefen Stand verblieben, wie derzeit in der Schweiz und vielen Ländern Europas.

Mit der Zeit sei das Virus in Florida jedoch von den Jungen auf die ältere, wesentlich verwundbarere Generation «übergesprungen», warnt Hodcroft. Sie zeigt Verständnis für das zurückhaltende Vorgehen vieler Länder, denn wir alle hätten Covid-19 einfach satt. Auf Englisch liest sich das noch hübscher: «We are all so, so sick of #COVID19.»

Australien als Warnung und Hoffnung

Die Aussicht auf weitere wirtschaftliche Schäden sei erschreckend und die Furcht vor politischer Unbeliebtheit real, meint die Biologin. Wunschdenken und Leugnen aber würden nicht helfen, auch «Abwarten und Tee trinken» brächten es nicht. Es bestehe «ein sehr reales Risiko», dass die Übertragungen mit dem Wechsel der Jahreszeiten viel schlimmer würden.

Bild

Der Bundesstaat New South Wales mit Sydney kam bislang glimpflich durch den Winter, während Victoria in die zweite Welle rasselte. grafik: abc

Steuern wir nach dem relativ sorglosen Sommer also direkt auf einen trüben Herbst und einen langen, finsteren Corona-Winter zu? Das muss nicht sein. In Australien ist derzeit Winter. Der Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne erlebt eine zweite Welle samt Lockdown, während die ewige Rivalin Sydney im Staat New South Wales bislang verschont blieb.

Der australische Winter ist mit dem schweizerischen nur bedingt vergleichbar. Aber mit der Zulassung von Grossevents begeben wir uns auf einen riskanten Weg. Selbst der St.Galler Infektiologe Pietro Vernazza, der sich betont optimistisch zeigte, musste am Mittwoch in Bern zugeben: «Punkto Corona wissen wir, dass wir noch sehr wenig wissen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 23.08.2020 09:27
    Highlight Highlight Wenn ich die Kommentare so lese, dann wundere ich mich nicht mehr über täglich 300 Ansteckungen.
    • Basti Spiesser 23.08.2020 11:16
      Highlight Highlight Weil wir 30% mehr testen als dir letzten zwei Wochen?
    • DerTaran 23.08.2020 14:43
      Highlight Highlight Du zitierst Trumps sinnloses Argument.

      Da durch die zunehmenden Tests von Menschen ohne Symptome klar wird, dass das Virus verbreiteter ist als angenommen, müssten die Massnahme eher verstärkt statt gelockert werden.

      Wenn dann im Herbst die Menschen wieder sterben, dann will eh wieder keiner die Verantwortung für die Sorglosigkeit des Sommers übernehmen.

      Ich hoffe wirklich, ich mache mir zu viel Sorgen. Ich finde wir verhalten uns fahrlässig.
  • SBP 22.08.2020 23:08
    Highlight Highlight Man könnte ab und an auch etwas Positives schreiben Herr Blunschi. Ich bin auch nicht sehr erquickt ob der jetzigen Situation, aber alle negativen Eventaulitäten aufzuzählen, hilft niemandem.
    • Thomas Schwarzenbach 23.08.2020 09:33
      Highlight Highlight es gibt ja nichts positives...😓😓😓
    • Basti Spiesser 23.08.2020 11:17
      Highlight Highlight Natürlich. Die Todesfälle und Hospitalisationen steigen nicht. Warscheinlich erleben wir gerade eien Immunisierung.
  • Shin Kami 22.08.2020 21:35
    Highlight Highlight TL;DR
    Benutzer Bild
  • Bobby Sixkiller 22.08.2020 20:17
    Highlight Highlight Wow, ich bin positiv beeindruckt von den meisten Kommentaren hier! Mit dieser Meinung dieser meisten Kommentare stand ich am Anfang ziemlich alleine da. Und was musste man sich alles anhören: Aluhut, Covidiot, Ignorant, Leugner, Spinner...

    Übrigens wurde/ wird auch diese Spaltung der Leute durch viele Medien forciert: Junge gegen Alte, Kantone gegen einander etc.!
    • tellmewhy 23.08.2020 10:47
      Highlight Highlight Ich frage mich, was die "Aluhut, Covidiot, Ignorant, Leugner, Spinner" betitulierten Personen im Winter sagen, wenn sich das Virus nicht in Luft aufzulöst, sondern die Gefährdung deutlich ansteigt.
  • zar_dule 22.08.2020 19:50
    Highlight Highlight Erst die Katastrophe vorhersagen. Sie tritt nicht ein. Dann mal gleich die nächste Katastrophe prognostizieren. Das ist keine Analyse. Das ist Narrativer/Meinungs-Journalismus der mit "Tatsachen" getarnt wird. Beispielhaft die Ausführungen zu den Anti-Körpern. Dem Autor ist sicher bekannt, dass die Antikörper nicht alleiniger und ausschliesslicher Bestandteil von Immunität sind (B-Zellen, T-Zellen) und dass sich die Hinweise zur Kreuzimmunität verdichten. Aber das passt halt nicht ins Narrativ. Wenn man die Spitalbelegung und Todeszahlen anschaut, gibt es Grund für Optimismus.
    • San_Fernando 22.08.2020 23:15
      Highlight Highlight Bin genau gleicher Meinung. Und gleichzeitig auch schockiert wie wenig Wissen bei den Journalisten vorhanden ist. Ganz schwach...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.08.2020 06:36
      Highlight Highlight Nicht alles, was glänzt, ist Gold.

      "Möglich ist auch, dass diese kreuzreaktive Immunität den Verlauf von Covisd-19 sogar verschlimmert. Denn wenn Abwehrzellen oder Antikörper zwar an einem Virus andocken können, aber nicht perfekt auf dessen Struktur passen, kann es zu einer Fehlreaktion des Immunsystems kommen. In diesem Fall gelingt es der Abwehr nicht, das Virus zu neutralisieren. Stattdessen vermehrt sich der Erreger weiter und gleichzeitig kommt es zu einer übersteigerten Immunantwort."
  • Randen 22.08.2020 19:48
    Highlight Highlight Unsere Bürokraten und Buchhalter wollen erst bei 35 Ansteckungen pro Tag im Kanton Masken beim Einkaufen. Wieso? Wieso müssen es 35 sein? Was wenn es auf einen Tätsch 50 sind? Kann man die Masken auch rückwirkend tragen?
    • bokl 22.08.2020 20:13
      Highlight Highlight Weil es für Alibi-Massnahmen keine Rolle spielt ob 35 oder 50.
  • Hugo23 22.08.2020 19:31
    Highlight Highlight WINTER IS COMMING! 😅
  • Saraina 22.08.2020 19:18
    Highlight Highlight Von „ruhigem Sommer“ kann doch keine Rede sein! Insbesondere die Medien haben fleissig Ängste geschürt, und die teilweise nicht nachvollziehbaren Massnahmen wie Maskenpflicht auf dem Aussendeck von Schiffen und in leeren Zugabteilen haben etliche Leute verärgert und Widerstände geweckt.

    Sinnvoller wäre gewesen, den Leuten nahezulegen den Sommer draussen zu geniessen, die Ferien in der Nähe zu verbringen und weiterhin auf Abstand und Hygiene zu setzen, bis dann im Herbst und Winter wieder härtere Zeiten auf uns zu kommen.
    • Juliet Bravo 22.08.2020 21:15
      Highlight Highlight «Sinnvoller wäre gewesen, den Leuten nahezulegen den Sommer draussen zu geniessen, die Ferien in der Nähe zu verbringen und weiterhin auf Abstand und Hygiene zu setzen [...]»

      Ich lebe wohl in einem anderen Land als du. Das haben sie ja genau so gemacht. Oder nicht?
    • Saraina 23.08.2020 10:17
      Highlight Highlight Nein, es gab tägliche Artikel, die dazu drängten, endlich die Maskenpflicht flächendeckend einzuführen, und wie erwähnt, das völlig lächerliche Gebot von Masken auf den sonnigen Aussendecks von Schiffen, aber nicht in deren geschlossenen Restaurants, in leeren Zugabteilen, während die Speisewagen gut besucht maskenfrei blieben. Es gab tägliche Fallzahlen und Angstmache, obwohl die Hospitalisierungen tief blieben, und zunehmend mehr Kommentarspalten, in denen die Ängste der Leute Urstände feierten, die Clubs geschlossen, Reisen verboten und Masken im gesamten öffentlichen Raum haben wollten.
  • CalibriLight 22.08.2020 19:00
    Highlight Highlight Ab Oktober haben wir den vom Bund vorgegebenen Zustand:
    Hände regelmässig waschen und falls das nicht möglich ist desinfizieren (das gehört ja sowieso selbstverständlich zum Alltag), wenn möglich Abstand halten, je nachdem wo wir sind Adressen angeben und sich bei Grossanlässen in 300er Gruppen aufsplitten, Abstände in Restaurants und Maskenpflicht im ÖV.
    Schärfere Massnahmen liegen im Ermessen der Kantone.

    So leben wir mit dem Virus.
  • Clara Wind 22.08.2020 19:00
    Highlight Highlight Am besten lässt man das Virus gedeihen, dann haben wir im Winter Immunität und den Weg frei für ein neues Virus.
    • Tobi-wan 22.08.2020 20:45
      Highlight Highlight Kennen Sie eine Studie, die eine Immunität garantiert? Dann hätte ich gerne die Quelle dazu.
    • San_Fernando 22.08.2020 23:16
      Highlight Highlight Kennen sie den Begriff Kreuz-Immunität?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.08.2020 06:38
      Highlight Highlight @Fernando: Ja, und du, dass doppelt gemoppelt besser hält doch auch, oder?

      "Möglich ist auch, dass diese kreuzreaktive Immunität den Verlauf von Covisd-19 sogar verschlimmert. Denn wenn Abwehrzellen oder Antikörper zwar an einem Virus andocken können, aber nicht perfekt auf dessen Struktur passen, kann es zu einer Fehlreaktion des Immunsystems kommen. In diesem Fall gelingt es der Abwehr nicht, das Virus zu neutralisieren. Stattdessen vermehrt sich der Erreger weiter und gleichzeitig kommt es zu einer übersteigerten Immunantwort."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 22.08.2020 18:27
    Highlight Highlight "Analyse"? Ja, die Hospitalisierungen sind u. a. tief, weil z. Z. die 20-29 die Vektoren sind. Aber auch in dieser Gruppe hat sich die Hospitalisierungsrate praktisch halbiert. Ausserdem steigen die Zahlen statt fast 2 Monaten an - der Anteil an Infizierten aus der Hochrisikogruppe sinkt aber stetig. Und es gibt noch dutzende Aspekte, die man in diesem Zusammenhang beleuchten könnte. Dieser Beitrag ist nur eine gebetsmühlenartige Repetition der immer gleichen Themen: "Das Virus ist noch da", "Auch Junge können erkranken (WTF?)", "Im Winter wird (vermutlich) alles schlimmer" usw. usf....
  • gimpi 22.08.2020 18:20
    Highlight Highlight Früher habe wir diese Vieren nie getestet. Heute testen wir Sie, so werden Sie tagtäglich in unser bewusst sein eingeimpft.
  • nichtMc 22.08.2020 16:50
    Highlight Highlight Heute brachte die NZZ einen guten Kommentar zum Thema Alarmismus, die Rolle der Medien und dessen negative Folgen.

    Der vorliegende Artikel ist ein gutes Praxisbeispiel dafür.
    Ich bin auch dafür, dass ein Bewusstsein für Corona und hoffentlich auch für andere Infektionskrankheiten geschaffen wird.
    Aber diese täglichen Horrorgeschichten und Schwarzmalerei, die geht mir so ziemlich auf den S... Keks.

    Covid19 wird uns wahrscheinlich noch längers begleiten und rottet uns im aktuellen Zustand nicht aus.
    Als viel schwerwiegender erachte ich die Auswirkungen der Massnahmen auf die Gesellschaft.
    • Bobby Sixkiller 22.08.2020 20:07
      Highlight Highlight Genau so ist es. Aber als man (ich) diese Meinung schon vor Monaten hatte, wurde man abgewatscht und als Leugner und Ignorant bezeichnet...
    • koalabear 22.08.2020 21:05
      Highlight Highlight Im Bezug auf Corona ist die NZZ sehr lesenswert. Dort werden auch Artikel veröffentlicht, die in anderen Medien nicht gedruckt werden. Diese Ergebnisse haben nichts mit Aluhutverschwörung zu tun. Es sind Forschungsstudien, die genauso eine Daseinsberechtigung haben, wie die extrem pessimistischen.
    • Notabik 22.08.2020 23:51
      Highlight Highlight Auswirkungen der Massnahmen auf die Gesellschaft? Endlich erleben wir wieder ein Stück Normalität. Unsere überhitzte, ruhelose Gesellschaft braucht diese Pandemie, um wenigstens ein Wenig vom hohen Ross herunter zu kommen. Im Grund genommen lebten wir vor Corona in einem andauernden Ausnahmezustand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 22.08.2020 16:33
    Highlight Highlight 1. Anti-Körper sind eines, Gedächtniszellen was anderes. 2. Die schweren Krankheitsverläufe bei Jungen ist statistisch winzig. Bitte aufhören mit diesen Schauergeschichten. Schlimm für Betroffene aber absolute Ausnahmen. 3. Warum müssen wir eigentlich die Panik hochhalten. Risikogruppen sind bekannt. Es gibt nebenbei keine Pflicht zu Gesundheit. Wer sich schützen will der soll das tun. Wer keine Angst hat soll leben.
    • Ah_geh 22.08.2020 17:13
      Highlight Highlight Ich denke, gewisse Medienschaffende leiden unter einem ausgeprägten Sendungsbewusstsein und haben selbst Angst.

      Ja, viele Menschen nehmen das Virus nicht ernst genug (während andere es dafür wie eine Art Pockenpestebola fürchten). Aber die erreicht man durch solche Artikel eh nicht (mehr).

      Trotzdem versucht man's, hält das Alarmlevel hoch und die potenziell guten Nachrichten zurück, damit nicht mehr Leute unvorsichtig werden. Keiner meiner Kollegen nimmt dieses Geschreibe von naturwissenschaftlichen Laien mehr ernst, wir nerven uns alle darüber und lesen halt selber die relevanten Papers.

    • Skeptischer Optimist 22.08.2020 18:11
      Highlight Highlight Wer keine Angst hat soll leben und keine Angst haben andere anzustecken? Läuft das unter Eigenverantwortung oder schlicht Rücksichtslosigkeit?
    • louie louie 22.08.2020 18:21
      Highlight Highlight @Ah_geh: Aus meiner Sicht ua. problematisch ist, dass man NICHT darauf eingeht, WAS man neben physischer Distanz und Masken NOCH tun könnte, damit man nicht krank wird. Ausreichend Sport/Bewegung, gute Ernährung (...) und Suplements (Vitamin D, ...), Sauna (...) kommen viel zu kurz. Nun denn, die Sachlage ist allerdings nicht wirklich anders als beim Greta-Problem: wir sollen möglichst viel Ressourcen aufwenden, um GEGEN das Problem zu kämpfen. Besser wäre, MIT dem Problem zu leben bzw. eine längerfristige Strategie fürs Ueberleben auszuhecken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ah_geh 22.08.2020 16:05
    Highlight Highlight "Die Zahl der Antikörper im Blut nehme schon nach acht Wochen deutlich ab."

    Das ist bei jeder Infektion normal und heisst in keiner Weise, dass keine Immunität oder künftige Teilimmunität (milderer Verlauf) besteht. Es macht lediglich den Nachweis einer Infektion schwieriger. Für die Abwehr gibts dann Gedächtniszellen. Und genug Studien sagen, dass bei milden Covidverläufen die T-Zellen ohnehin relevanter sind.

    Wird hier vom Autor irreführend geschrieben, um Clicks zu generieren, oder mangelt es ihm an Fachkompetenz?

    Ich sehne mich nach der Zeit kompetenter Wissenschaftsredaktionen zurück.
    • koalabear 22.08.2020 21:14
      Highlight Highlight Zusatz: auf Grund von Kontakten mit alten Covid Viren könnten bis zu 30-50% der Weltbevölkerung schon nützliche Antikörper bilden können. Dies hat eine internationale Forschergruppe durch Tests rausgefunden. Sie haben eher konservativ gerechnet.
    • Ah_geh 22.08.2020 21:41
      Highlight Highlight @koalabear: Die Datenlage dazu ist leider unklar. Kürzlich hat eine andere Studie gezeigt, dass kreuzreaktive Antikörper weniger effizient sind. Ob aber dadurch der Krankheitsverlauf doch abgemildert wird, bleibt offen.

      Viel spannender sind T-Zellen, da wird aber wenig getestet - aufwändig. Aus irgendeinem Grund scheinen nicht wenige Leute eine derart robuste T-Zellen-Antwort zu haben, dass sie das Virus damit loswerden. Das würde aber bedeuten, dass die Antikörperstudien die IFR überschätzen, weil die T-Zellen-Genesenen nicht dabei sind. Auch auf mukosale Antikörper wird kaum getestet.
  • Joe Jordan 22.08.2020 16:02
    Highlight Highlight Schweden hat als einziges Land in Europa über die letzten paar Wochen seine tägliche Neuinfektionsrate herunterschrauben können, während sich diese über denselben Zeitraum in der Schweiz verdoppelt, in Österreich verdreifacht und in den Masken-Hochburg-Ländern Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sogar vervierfacht hat. (Daten-Quelle Worldometers/John Hopkins University)

    Das tönt für mich ganz und gar nicht ernüchternd, sondern eher danach, dass die Schweden momentan auf einem richtig guten Weg sind mit ihrer anti-Hysterie/anti-Panik Corona-Strategie....
    • atomschlaf 22.08.2020 17:37
      Highlight Highlight ...und daher bin ich auch froh, dass die meisten CH-Behörden (ganz im Gegensatz zu den Medien!) weiterhin cool bleiben und von übertriebenen Massnahmen absehen.
    • Varanasi 22.08.2020 18:05
      Highlight Highlight Schweden hat im Moment strengere Massnahmen als die Schweiz.
      Es herrscht immer noch ein Versammlungsverbot von mehr als 50 Personen und ein Besuchsverbot im Altersheim.
      In Bars darf man zudem nur sitzen.

      Man sollte das schon berücksichtigen, wenn man vergleicht.
    • Joe Jordan 22.08.2020 18:47
      Highlight Highlight an Varanasi:

      Das Besuchsverbot für Altersheime wurde mittlerweile wieder gelockert. Ansonsten gelten in Schweden einfach die Regeln, welche man während einer Pandemie eigentlich unter "gesunder Menschenverstand" einordnen sollte:
      Abstand halten, Hände waschen, grössere Menschenansammlungen (vor allem im Innern) meiden. Die gegenwärtige Entwicklung in Schweden zeigt ganz klar, dass dies ausreichend ist und es nicht noch 1000 weitere "Firlefanz"-Regeln braucht....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rüebliland 22.08.2020 15:55
    Highlight Highlight Apropos Florida: Die Zahl der Neuansteckungen ist im 7-Tages-Schnitt seit dem Spitzenwert um 62% gefallen. Zwei kleine Bezirke haben mehr als 1 Toten pro 1000 Einwohner. Von den Bezirken mit Grossstädten ist Miami mit 0,85 Toten pro 1000 Einwohnern am stärksten betroffen, vor Palm Beach mit 0,70. Im ebenfalls schwer getroffenen Texas hat der 7-Tages-Schnitt um 41% abgenommen. Von den Bezirken mit Grossstädten ist El Paso mit 0,46 Toten pro 1000 Einwohnern am schlimmsten getroffen. Das ist keine Apokalypse - die grosse Mehrheit der Verstorbeneb werden 2020 nicht an Coronavirus gestorben sein!
    • gimpi 22.08.2020 18:22
      Highlight Highlight Und überall sind die verstorbenen über 80 jähre alt.
  • Liserl 22.08.2020 15:52
    Highlight Highlight Wir bräuchten von Anfang an mehr Zwangsmassnahmen, auch mit spürbaren Restriktionen, z.B. wer nach Thailand zurückkehrt muss erstmal für 14 Tage in ein bewachtes Quarantäne Hotel, über die Quarantäne in der CH lachen nur die Hühner und die Rentenversicherungen, Pfui CH ! Ausserdem gehört jeder Bewohner getestet, und jedes positive Ergebnis in der App zwangsweise mitgeteilt, genauso muss jede Gemeinde tgl. die Coronazahlen öffentlich machen, logisch anonym, das wären mal vertrauensbildende Massnahmen, und nicht das das weinerliche Berner BlaBla !
    • Pisti 22.08.2020 17:17
      Highlight Highlight Thailand wird massiv schaden nehmen, und das obwohl die kaum betroffen waren von der Pandemie.
      Aber mit dem Land geht es sowieso schon länger bergab, seit das Militär dort an der Macht ist.
  • Froggr 22.08.2020 15:41
    Highlight Highlight Hört auf mit dieser Panikmache. Ihr seit schlimmer als die SVP! Vor ein paar Monaten hiess es der Sommer wird dramatisch. Spitalbetten sind leer, niemand stirbt. Was ist eigentlich los? Das Virus wird für politische Zwecke missbraucht. Das nervt und ist brandgefährlich für eine Demokratie. Wir werden mit dem Virus leben müssen. Das Leben muss dabei nicht bis zum geht nicht mehr eingeschränkt werden.
  • Deinonychus 22.08.2020 15:36
    Highlight Highlight Statt immer weiter an der Panikorgel zu drehen, könnte man auch einfach nüchtern konstatieren, dass Covid 19 mittlerweile die Letalität einer gewöhnlichen Grippe hat. Und ja, es könnte wieder schlimmer werden, das kann es immer. Jeden Tag sterben etwa gleich viel Menschen an Malaria und 10 bis 20 mal mehr verhungern. Es ist immer irgendwo schlimm.
    • atomschlaf 22.08.2020 17:38
      Highlight Highlight Und man könnte auch klar und deutlich festhalten, dass wir in der Schweiz in diesem Jahr bisher keine statistisch signifikante Übersterblichkeit haben.
    • Lowend 22.08.2020 19:06
      Highlight Highlight Der Bundesrat hat auch signifikante Massnahmen ergriffen. Ihre Argumentation kommt mir so vor, wie einer, der nur durch eine volle Notbremsung den Unfall verhindern konnte und nun erklärt, er hätte eigentlich gar nicht bremsen müssen, weil es ja keinen Unfall gab. Schlafen Sie weiter. 🤦‍♂️
    • Lowend 22.08.2020 22:27
      Highlight Highlight So ein Schwachsinn, Ich vertraue da eher Fachleuten und nicht selbst ernannten Statistikern und Verschwörungsfanatikern.

      Ein lieber Freund und Chefarzt einer Covidabteilung in einem grossen Berner Spital meinte zu mir, dass er es nie für möglich gehalten hätte, dass er es eimal erleben würde, dass der Notfall voll mit Patienten sei, die alle die gleiche Diagnose haben und von denen einigen nicht mehr zu helfen war.

      Das sagt wohl alles und Sie sind besser mal still.
  • Rhinopower 22.08.2020 15:29
    Highlight Highlight Alleine die Tatsache, dass trotz der steigenden "Fallzahlen" die Toten ausbleiben, müsste zum nachdenken anregen. Es ist ein Virus, das für sehr wenige Menschen gefährlich ist. Gestorben wurde hauptsächlich während der Grippesaison, hauptsächlich Menschen über 80 und mit Vorerkrankung/en. Es ist Zeit, sich vom Mythos, dass Corona gefährlich ist, zu verabschieden.
  • fabsli 22.08.2020 15:29
    Highlight Highlight Mutmassungen, nichts als Mutmassungen. So wie die meisten, die in den letzten Monaten nicht eingetreten sind. Irgendwie schade, dass man nicht positiver an die Sache geht. Immer nur negativ.
    • tellmewhy 22.08.2020 15:43
      Highlight Highlight Leider gibt es einige Beispiele bereits auf der SüdHalbkugel, was in der kälteren Jahreszeit passiert, siehe zB Argentinien. Ausserdem gibt es Studien, zB Tönnies-Studie. Aber das soll niemand am positiven Denken hindern!
    • ostpol76 22.08.2020 15:51
      Highlight Highlight @fabsli

      Danke du sprichst mir aus der Seele.

      90% Mutmassungen die nicht eingetreten sind.

      Bestes Beispiel:




    • aglio e olio 22.08.2020 15:51
      Highlight Highlight Manchmal ist es passend vom schlimmsten auszugehen und dabei zu hoffen, dass es glimpflich ausgeht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Jordan 22.08.2020 15:27
    Highlight Highlight Was ist bitte sehr an Schweden ernüchternd? Momentan zusammen mit Norwegen und Finnland (übrigens wie Schweden auch keine Masken-Länder) so ziemlich der einzige Staat in Europa, welcher seine Neuinfektionszahlen über die letzten paar Wochen einigermassen stabil halten konnte.

    In der Schweiz haben sich die täglichen Neuinfektionszahlen in dieser Zeit verdoppelt, in Österreich verdreifacht und in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien sogar vervierfacht.

    Sorry, aber tönt für mich eher nach Grund zur Freude und Zufriedenheit aus schwedischer Sicht als nach Ernüchterung....
    • Varanasi 22.08.2020 18:07
      Highlight Highlight Wie oben geschrieben:
      Schweden hat strengere Massnahmen als die Schweiz, Deutschland oder Österreich.
      Wir könnten die hier auch wieder einführen, dann würden unsere Fallzahlen auch wieder nach unten gehen.

      Hier vergleicht man Äpfel mit Birnen.
  • Digitalrookie 22.08.2020 15:25
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht war das vorhersehbar. Hätten sich alle ausnahmslos und konsequent an die Auflagen und Empfehlungen gehalten, wäre die Corona-Krise mit grösster Wahrscheinlichkeit im Herbst weitgehend überstanden gewesen. Aber nein, man muss sich in Clubs vergnügen und in die Ferien verreisen. Jetzt kommt's halt knüppeldick. Die Zahlen werden in den nächsten Wochen in die Höhe schnellen und wenn es dann erst so richtig nass und kalt wird, offenbart sich erst das ganze Ausmass dieser Pandemie. Und nein, ich male nicht den Teufel an die Wand!
    • bernd 22.08.2020 15:37
      Highlight Highlight Haha, ok. Und wie stellst du dir das vor, wie diese Krise einfach "überstanden gewesen" wäre? Bei 0 Fällen in der Schweiz hätte sich das Virus weltweit in Luft aufgelöst? Oder hätte man dann einfach bis in alle Ewigkeit die Grenzen dicht gemacht?
    • zar_dule 22.08.2020 16:04
      Highlight Highlight und du glaubst wirklich das Problem
      hätte man lösen können. nope - man hätte es nur verschoben. In den Winter, wenn die Spitäler sich füllen...
    • Macke 22.08.2020 18:00
      Highlight Highlight Das Amüsieren in Clubs ist vielleicht nicht das Schlauste, aber es ist und war immer noch legal, ebenso das Verreisen in die Ferien. Während dem Lockdown haben sich die meisten sehr sehr solidarisch verhalten, gerade die jüngere Generation, die nicht zur Risikogruppe gehört. Daher finde ich es ehrlich gesagt in Ordnung, dass das Leben wieder 'normaler' wird und gewisse Amüsements möglich sind, gerade für die jüngere Generation.
  • Uno 22.08.2020 15:25
    Highlight Highlight Ich hoffe doch, dass der Körper sich "erinnert" nach einer Infektion, auch wenn die Antikörper weniger werden. Dazu gibt es auch Hypothesen. Bei so vielen Millionen Infizierten, müsste es ja doch Menschen haben, die sich mehrfach angesteckt haben. Aber davon habe ich bis jetzt noch nichts gehört, was nicht heissen soll, dass es nicht möglich sein kann.
    • zar_dule 22.08.2020 19:56
      Highlight Highlight Gemäss dem Ösi-Koch/Kuster ist keine einzige Mehrfachansteckung erwiesen. War vor ein paar Tagen im ORF.
  • Hockey-Fan 22.08.2020 15:13
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt, dass Victoria gut 6,5 Mio Einwohner hat und man nur an vier Tagen über 600 Neuansteckungen hatte, war diese "zweite Welle" vermutlich für das Gesundheitssystem absolut verkraftbar ...
    Einmal mehr ein Artikel, der den Teufel an die Wand malt und die Angst vor dem Winter schürt. Wenn, wenn, wenn, ich kann es echt nicht mehr hören (und lesen!!!).
    • n3rd 22.08.2020 17:18
      Highlight Highlight Wenn du es nicht mehr lesen und hören kannst, hast du also ohne den Inhalt vom Artikel zu kennen auf Glück was rauskommentiert?
    • Trouble 22.08.2020 18:58
      Highlight Highlight Dann lies halt nichts mehr und hör kein Radio. Oder mach's so: 🙉🙈
      Anders wirst du das nicht vermeiden können.
    • Roman Loosli 23.08.2020 10:33
      Highlight Highlight Es geht nicht um etwas zu schüren... Wir sind erst am Anfang und viele haben keine Lust mehr..

      Das nustpri ZIP funktioniert bei einer Seuche nicht. Nur disziplinierte Länder überstehen die nächsten 3 Jahre...
  • 97ProzentVonCH68000 22.08.2020 15:09
    Highlight Highlight „ Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen, gleichzeitig bleiben die Spitalbetten leer.„
    Und dann ein ganzer Artikel, der händeringend versucht Angst zu schüren, damit die weit schädlicherem Massnahmen nicht endlich gestoppt werden...

    Erst wenn der letzte Betrieb geschlossen, das letzte Grundrecht ausgeschaltet und der letzte Spass verboten ist, werdet ihr merken, dass auch an ganz anderen Dingen als an Corona gestorben wird.
  • dmark 22.08.2020 15:01
    Highlight Highlight "Denn momentan stecken sich vor allem junge, gesunde Menschen an, die selten an Covid-19 erkranken."

    Ich hoffe nur, dass diese Generation nicht irgend welche Spätfolgen bekommen werden. Es häufen sich ja u.a. die Meldungen von Leuten, welche nach der Infizierung noch nicht wieder auf der Höhe sind und konditionelle Probleme haben.
    Ich werde für meinen Teil weiterhin "die Füsse still halten" und für dieses Jahr meine Aktivitäten auf das Nötigste beschränken. Selbstverständlich unter Berücksichtigung der Hygiene.
    Etwas "Slow-life" ist auch fast wie ein Urlaub und mitunter mal erholsam.
    • zar_dule 22.08.2020 16:01
      Highlight Highlight Angenommen der
      Virus verschwindet nicht von selbst und die Impfung schlägt nicht ein. Was dann? Hälst du dann noch 2
      Jahre die Füsse still?
    • Basti Spiesser 22.08.2020 16:37
      Highlight Highlight Sie infizieren sich, aber erkranken eben nicht. Darum auch keine Spätfolgen.
    • Lushchicken 22.08.2020 16:47
      Highlight Highlight Das beunruhigt mich am meisten. Nicht im Spital und milder Verlauf ist nicht = null Folgeschäden. Etliche junge Menschen sind Monate lang angeschlagen. Gehirn, Herz und Lunge können nachhaltig geschädigt werden. Man kann am chronischen Erschöpfungssyndrom erkranken. Und die Zahlen dieser nachklingenden Effekte sind nicht vernachlässigbar. Vielleicht würde COVID mich nicht ins Spital bringen, aber ich habe keine Lust auf Langzeitschäden. Guter Artikel dazu: https://www.theatlantic.com/health/archive/2020/08/long-haulers-covid-19-recognition-support-groups-symptoms/615382/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr Schneebeli 22.08.2020 15:00
    Highlight Highlight P. Blunschis Analyse erwähnt einige Aspekte, mit denen ich einverstanden bin.
    Wir wissen noch zu wenig über das Virus.
    Ebenso, wer wann wie ansteckend ist.
    Die Generationenanfälligkeit ist unklar.
    Föderalismus erschwert Konsensfindung.
    Lockerungen bergen unbekannte Risiken.
    Volle Eishockeyhallen sind des Wahnsinns.
    Der Winter könnte dunkel werden, wenn die alljährlichen Grippewellen durchs Land ziehen. Dann werden Testquoten und Verunsicherung in die Höhe schnellen.
    Das weiss auch das BAG. Wir sollten aufhören mit BAG-Bashing. Wem sollten wir sonst vertrauen? Attila Hildmann? Rainer Schregel?
    • Pisti 22.08.2020 17:32
      Highlight Highlight Rainer Schregel hat seinen Job verloren, weil er eine Journalistin der NZZ-Gruppe persönlich beleidigt hat.
      Das nachdem er in einem unsachliche Artikel von ihr zu Unrecht als Corona-Leugner diffamiert wurde.
      Fehlverhalten bei seiner Tätigkeit als Arzt oder andere Gründe die relevant wären hat man nicht gefunden.

    • Herr Schneebeli 22.08.2020 20:54
      Highlight Highlight Einverstanden. Rainer Schregel hier zu erwähnen war unpassend.
  • Wolfman 22.08.2020 14:59
    Highlight Highlight Die Zahlen steigen in ganz Europa weiter an, eine Folge der verfrühten Lockerungen. Man wollte von der Sommerferien-Saison noch so viel retten wie möglich und die Folgen davon sind sichtbar. Die Zahlen werden weiter steigen, da ja nichts unternommen wird ausser dem typisch schweizerischen wischi waschi. Es wüssten ALLE in der Regierung was getan werden müsste aber keiner hat den Mut es zu tun. Der BR schiebt die heisse Kartoffel an die Kantone und die trauen sich nicht zu handeln, aus Angst vor wirtschaftlichen Konsequenzen. Freuen wir uns also aufs Treffen von Corona UND Influenza ab Herbst.
    • Bene86 22.08.2020 16:01
      Highlight Highlight Ja. Lassen wir die Wirtschaft noch ganz bachab gehen, ganz toll! Und das für einen Virus mit sehr sehr tiefer Mortalitär. Bravo!
  • Lowend 22.08.2020 14:57
    Highlight Highlight Auf der Seite von Worldometer findet man genaue Zahlen und vor allem auch Links zu Projektionen verschiedener Szenarien. Was daraus teilweise ersichtlich wird, ist echt beängstigend!

    Reale Entwicklung für die Schweiz:
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/switzerland/

    Projektion bis Dezember:
    https://covid19.healthdata.org/switzerland
    • Lowend 22.08.2020 18:58
      Highlight Highlight Fakten scheinen beim Hassen und Hetzen zu stören, oder wie sonst lässt sich die Ablehnung für wissenschaftsbasierte Zahlen und Grafiken erklären? 🤔
    • 97ProzentVonCH68000 22.08.2020 19:15
      Highlight Highlight Ui nei, 3% der jährlichen Toten. Wir werden alle sterben...
      Eben nicht: die sogenannt düsteren Prognosen zeigen, dass die Massnahmen mehr Schaden als Nutzen bringen werden.
  • Hagel Hans 22.08.2020 14:50
    Highlight Highlight Sie meinen also im Winter kommt eine neue Grippewelle?

    Unterschreibe ich!
  • Grave 22.08.2020 14:46
    Highlight Highlight Der winter naht
  • Boronia2016 22.08.2020 14:45
    Highlight Highlight Ich würde die Situation in Australien in der Tendenz derzeit eher als Warnzeichen interpretieren. Dies aus dem Grund, da sich die Winter in den Grossstädten Melbourne und Sydney spür- und messbar unterscheiden. Zwar ist auch Sydney im Winter kein Sommerparadies. Es ist kühler als viele denken. Trotzdem erlauben die Temperaturen, welche oft um die 15 Grad liegen, viel mehr Aktivitäten im Freien, als in Melbourne, wo die Winter eher dem unsrigen gleichen. Oft Nebel, Nieselregen, Temperaturen zwischen 5 -10 grad. Dies könnte zu einem Teil den Unterschied zwischen den beiden Städten erklären.
  • GianniR 22.08.2020 14:44
    Highlight Highlight Ausgezeichneter Artikel von Blunschi, da ist alles gesagt. Es ist höchste Vorsicht geboten. Die Entscheidungsträger dürfen sich nicht von den diversen Interessengruppen unter Druck setzen lassen! Vergessen wir nicht, was in anderen Ländern passiert ist (Israel, Australien usw.).
    • bokl 22.08.2020 15:04
      Highlight Highlight Und nicht immer alles auf "Entscheidungsträger" schieben. Selber denken ist weiterhin erlaubt.
    • 97ProzentVonCH68000 22.08.2020 15:13
      Highlight Highlight Wenn du wegen allem, dass ca 120 Hospitalisierungen auslöst, den Rest deines Lebens aufhören willst normal zu leben, ist das dein gutes Recht.
      Aber woher kommt diese autokratische Lust, alle anderen auch das Leben einzuschränken?
  • Denk nach 22.08.2020 14:32
    Highlight Highlight Lernen mit dem Virus umzugehen muss meines Erachtens nicht heissen, dass wir aufhören zu leben.

    Wichtig war von Anfang an, dass das Gesundheitssystem nicht zusammen bricht. Das haben wir erreicht.... Aber nun wie weiter?

    Natürlich können gesunde junge Menschen auch vom virus betroffen sein, aber statistisch gesehen... Naja, shit happens! Man kann auch von einem Auto überfahren werden.
    Vielleicht gehört das nun mal zu einer neuen Realität, mit der wir uns abfinden müssen (wie früher mit allen Krankheit!) und lernen müssen, wie wir gezielt die wirklich gefährdeten Leute effektiv schützen.
    • GianniR 22.08.2020 14:40
      Highlight Highlight Das Problem ist - wie im Artikel richtig beschrieben - dass nach einer "Virus-Sättigung" bei den Jungen das Virus mit grösster Wahrscheinlichkeit plötzlich auf die ältere Population überspringen kann. Dann ist es nicht mehr "lustig".
    • Gubbe 22.08.2020 14:46
      Highlight Highlight Habe Nachgedacht und bin mit die der gleichen Meinung.
    • Locutus70 22.08.2020 14:53
      Highlight Highlight @GianniR - Die Sterblichkeit beträgt laut WHO ca. 0,9 %. Es hat bei 10-15 % mittlere bis schwere Verläufe.
      Ich denke schon das man den Großteil dieser Risikogruppen schützen kann, ohne gleich alles zum Stillstand zu bringen!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Meier 22.08.2020 14:27
    Highlight Highlight Nachdem man es im Artikel nicht unterlassen hat auf die fehlerhaften Infos des BAG aufmerksam zu machen hsbe ich noch Fragen: wie ist "Denn momentan stecken sich vor allem junge, gesunde Menschen an, die selten an Covid-19 erkranken." zu verstehen. Gilt ein leichter Verlauf als "nicht erkrankt"? Gilt eine nicht erkannte Infektion, als nicht erkrankt? Zu den Antikörper; die Antikörper nehmen mit der Zeit ab. Es gibt noch die Gedächtniszellen. Wurde schon untersucht, wie schnell diese reagieren hnd die Produktion von Antikörpern aktivieren. Denn dies könnte recht entscheidend sein.
  • maylander 22.08.2020 14:27
    Highlight Highlight Bei einem exponentiellen Wachstum kann man gar nichts anderes machen als immer wieder die Fallzahlen auf fast 0 drücken.
    Jetzt hat man die Zügel gelockert, da das Leben weitergehen muss. Ich denke bis im November werden wir einen zweiten Lockdown haben.
    • Locutus70 22.08.2020 14:33
      Highlight Highlight Ich glaube es wird einen Strategiewechsel geben MÜSSEN. Aktuell sind ja die meisten positiv-getesteten asymptomatisch.
      Wir werden Wege finden müssen mit dem Virus zu leben und die Risikogruppen besser zu schützen. D
    • Meiniger 22.08.2020 14:42
      Highlight Highlight Damit wir dann im Januar wieder gleich viel Infizierte haben?
      Ein Lockdown bringt nur temporär was.
    • DerHans 22.08.2020 14:45
      Highlight Highlight Erst im November!? Ich dachte der hätte jetzt schon im August statt finden sollen? Oder dann doch erst im Januar? Ihr macht euch genauso lächerlich wie eure Aluhut tragenden Erzfeinde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dave1974 22.08.2020 14:23
    Highlight Highlight "Denn momentan stecken sich vor allem junge, gesunde Menschen an, die selten an Covid-19 erkranken."

    Endlich wurde das wieder mal richtig dargestellt.
    Ich meine nicht das mit den Jungen, sondern dass man noch nicht krank ist, wenn man sich angesteckt hat.
    • Gubbe 22.08.2020 14:47
      Highlight Highlight Die Frage ist doch: Wo haben sich den die Jungen angesteckt?
    • what_else? 22.08.2020 14:50
      Highlight Highlight Das hilft leider wenig, wenn es um die Verbreitung des Virus geht...
    • Jonaman 22.08.2020 18:38
      Highlight Highlight @Dave1974: Du weisst aber schon, dass Infizierte andere auch anstecken können, ohne selbst krank zu sein? Was soll also dein Argument aussagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 22.08.2020 14:21
    Highlight Highlight "So haben ETH-Forscher errechnet, dass Infizierte länger ansteckend sind als gedacht. Sie könnten das Virus nicht erst zwei Tage vor Ausbruch der Krankheit weitergeben, sondern bis fünf oder sechs Tage davor."

    Bitte was? Was soll das heissen, dass das eine "neue Erkenntnis" sei? Das war doch die ganze Zeit über schon so, dass man schon bis zu einer Woche vorher ansteckend ist...
  • Judgemental PoS 22.08.2020 14:19
    Highlight Highlight Ich liebe solche Artikel. Alles und alle kritisieren und sagen es kommt schlecht, aber keine Mühe machen, weiter zu recherchieren und evtl. etwas Positives dazu beizutragen oder einen Lösungsansatz aufzustellen.

    Bravo für diesen Artikel, der einzig und allein noch mehr Angst verbreitet.
  • Roberto S 22.08.2020 14:18
    Highlight Highlight Wann endlich hört diese unsägliche Panikmacherei auf? Angst schwächt das Immunsystem und macht Leute krank!
    Man hat das Gefühl man will mit dieser Panikmacherei die Gesellschaft spalten und destabilisieren, weil genau das passiert momentan und dies leider überall.
  • geoid 22.08.2020 14:15
    Highlight Highlight Der Titel ist deutlich pessimistischer als der Inhalt des Artikels. Ausserdem: Auch im kommenden Winterhalbjahr werden wieder alte Menschen an einem Virus sterben. Traurig aber nichts ungewöhnliches.
  • mikel 22.08.2020 14:13
    Highlight Highlight Ja es ist schwierig auf den Herbst/Winter optimistisch zu bleiben. Nicht nur wegen den Zahlen. Das ganze Gejammer, die oft schwache und hippe Medienberichterstattung, dass dann jeder mit einer Erkältung zum Arzt rennt, dass man kaum über was anderes reden kann. Da bin ich wirklich froh, wenn dann wieder Sommer ist...

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