Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der letzte Schweizer Ölsoldat ist gestorben: Die Suva zahlte ihnen 46 Millionen Schmerzensgeld 

Im Zweiten Weltkrieg wurden knapp 100 Soldaten versehentlich mit Kühlöl vergiftet, weil es irrtümlich für Speiseöl gehalten wurde. Der diensthabende Bataillonsarzt glaubte, die leidenden Wehrmänner hätten einen Kater. 



1940 führte eine unglückliche Verwechslung von Speise- mit Kühlöl dazu, dass etwa 100 Schweizer Soldaten vergiftete Käseschnitten assen. Sie erlitten bleibende Nervenschäden und waren seitdem unter dem Namen Ölsoldaten bekannt geworden. 2014 ist der letzte von ihnen gestorben, schreibt die Militärversicherung Suva am Dienstag in einer Medienmitteilung.

Zur Verwechslung kam es, weil das Kühlöl mangels eines Original-Behälters in einen Speiseöl-Kanister abgefüllt wurde. Beim Transport ging eine allfällige Kennzeichnung verloren und das Kühlöl wurde fatalerweise ins Lebensmittellager gebracht. Die Köche erkannten die Verwechslung nicht, da sich das Kühlöl weder geschmacklich noch optisch vom Speiseöl unterschied.

Waehrend der Hochgebirgsausbildung wird das Abkochen in Kochkisten und die Verpflegung auf dem Gletscher und im Fels geuebt. Kursleiter ist Oberstleutnant Erb. Gebirgsinfanteristen, aufgenommen im Juli 1941 in Rosenlaui, Kanton Bern. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)

Schweizer Soldaten 1941 bei der Essensausgabe im Feld. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Juristisch gab es keinen Schuldigen, womit das Ereignis als Unfall galt. Einzig der Bataillonsarzt wurde wegen Dienstpflichtverletzung zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hatte die an Übelkeit leidenden Wehrmänner am Abend nach dem verhängnisvollen Mahl auch nach wiederholter Aufforderung nicht aufgesucht. Er hielt ihre Beschwerden für die üblichen Nachwirkungen eines Kompanieabends.

Die Militärversicherung der Suva bezahlte bis heute 46,1 Millionen Franken Schadensersatz an die Ölsoldaten. Auch aus der Bevölkerung erhielten die invaliden Soldaten Unterstützung. 1947 führte das Radiostudio Basel die erste Glückskettenaktion durch. Die ölvergifteten Wehrmänner erhielten über 170' 000 Franken. Weiter gründeten sie 1950 eine eigene Stiftung. (leo)

Das könnte dich auch interessieren:

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

Kehrt Arno Del Curto rechtzeitig heim und ist es Kloten zu wohl in der Swiss League?

Link zum Artikel

«Black Mirror» in Utrecht – so sieht die Vision eines «gesunden Wohnviertels» aus

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Nazis raus» – die grossartige Fan-Reaktion gegen einen Rassisten im Stadion

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

47
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

110
Link zum Artikel

Kehrt Arno Del Curto rechtzeitig heim und ist es Kloten zu wohl in der Swiss League?

31
Link zum Artikel

«Black Mirror» in Utrecht – so sieht die Vision eines «gesunden Wohnviertels» aus

72
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

114
Link zum Artikel

«Nazis raus» – die grossartige Fan-Reaktion gegen einen Rassisten im Stadion

65
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

231
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

47
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

110
Link zum Artikel

Kehrt Arno Del Curto rechtzeitig heim und ist es Kloten zu wohl in der Swiss League?

31
Link zum Artikel

«Black Mirror» in Utrecht – so sieht die Vision eines «gesunden Wohnviertels» aus

72
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

114
Link zum Artikel

«Nazis raus» – die grossartige Fan-Reaktion gegen einen Rassisten im Stadion

65
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

231
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Die F/A-18 der Schweizer Luftwaffe

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Unvergessen

Spontane Verbrüderung – im 1.Weltkrieg kicken deutsche und britische Soldaten an der Front

25. Dezember 1914: In Flandern tobt der Erste Weltkrieg. Soldaten des Deutschen Reichs und der Alliierten stehen sich gegenüber – und verbrüdern sich an Weihnachten spontan. Anstatt mit Waffen aufeinander zu schiessen, treten sie gegen einen Fussball.

34 Mal sind sich Deutschland und England bis heute in Länderspielen schon gegenübergestanden. Die Paarungen gelten als grosse Klassiker des internationalen Fussballs.

Während es dabei oft hitzig zu und her geht, ist eine Begegnung – eine inoffizielle, kein Länderspiel – ein wunderbarer Kontrast. Denn sie findet am Weihnachtstag 1914 statt. Mitten während des Ersten Weltkriegs, an der Front in Flandern.

Die Angaben dazu sind widersprüchlich. Berichterstatter hatten auch Wichtigeres zu tun, als das …

Artikel lesen
Link zum Artikel