Schweiz
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Berufspersonal der Militaerpolizei unterstuetzt Mitarbeiter der Eidgenoessischen Zollverwaltung EZV an einem Grenzuebergang in Allschwil, am Samstag, 28. Maerz 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Wer in die Schweiz will, muss – aus gewissen Ländern oder Regionen kommend – in Quarantäne. Bild: KEYSTONE

Die Toskana, Sizilien, Hessen, NRW und 9 Länder müssten auf die BAG-Risikoliste

Die BAG-Risikoliste für Länder, für die bei der Einreise in die Schweiz Quarantänepflicht gilt, wurde zuletzt vor einer Woche aktualisiert. Jetzt müssten neun weitere Länder sowie diverse Regionen in Deutschland, Italien und Österreich drauf. Unter die Grenze von 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen ist dagegen Jamaika gefallen.



Wichtig

Vor der Reise immer direkt beim Zielland (Botschaft/Konsulat) abklären, was der aktuelle Stand ist. Änderungen kann es sehr kurzfristig geben.

Was sich an der geltenden BAG-Liste mit Stand vom 15. Oktober ändern müsste, siehst du bei den Punkten 4 bis 6.

Wie lange das BAG noch an seiner Quarantäne-Strategie festhält, ist offen. Alain Berset erwähnte an der Pressekonferenz, dass die Grenze von 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen überdenkt werde. Die Schweiz selbst liegt deutlich über dem eigenen Grenzwert.

Bei der Ein- respektive Rückreise in die Schweiz gibt es zwei Dinge zu beachten. Einerseits muss es der Person grundsätzlich erlaubt sein, in die Schweiz einzureisen. Andererseits muss man abklären, ob für das Land, in dem man sich zuvor aufgehalten hat, bei der Rückreise eine Quarantänepflicht herrscht.

Einreiselogik

Anmerkung: Das Diagramm bildet die Situation für Touristen, Besucher und Teilnehmer von Veranstaltungen ab. Es gibt diverse Ausnahmeregelungen. Bild: watson

Das Staatssekretariat für Migration hat die häufigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Einreisesituation publiziert.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Reisewarnungen des BAG?

Wer einen Schweizer Pass hat oder über eine gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfügt, darf aus jedem Land jederzeit in die Schweiz zurückkehren.

Ebenfalls einreiseberechtigt sind alle «freizügigkeitsberechtigten Personen», also Staatsangehörige der EU, EFTA (Norwegen und Island) und Grossbritanniens.

Ausserdem gibt es eine Liste von Staaten, aus denen Bürger ebenfalls jederzeit (beispielsweise zu touristischen Zwecken) einreisen dürfen. Dazu gehören Länder mit aktuell tiefen Neuinfektionen wie beispielsweise Australien (siehe Karte und Liste unten). Achtung: Dies bedeutet nicht, dass Schweizer unter gleichen Bedingungen auch dort einreisen können.

Auch Ehepartner und Kinder unter 21 Jahren der oben genannten Personen dürfen jederzeit in die Schweiz einreisen. Wer nicht verheiratet ist, aber seine Beziehung belegen kann, darf ebenfalls einreisen.

Das BAG empfiehlt, in alle hier rot gefärbten Länder keine nicht notwendigen Auslandreisen zu machen:

Das BAG empfiehlt auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten. Ausgenommen von dieser Empfehlung sind die meisten Schengenländer, sowie einige weitere Nationen. Aktuell:

Wichtig: Vor der Reise immer direkt beim Zielland (Botschaft/Konsulat) abklären, was der aktuelle Stand ist. Änderungen kann es sehr kurzfristig geben.

Quarantäne nötig?

Ist die Ein- respektive Rückreise grundsätzlich erlaubt, muss abgeklärt werden, ob eine Quarantäne nötig ist. Diese kann nämlich auch bei Ländern Pflicht sein, bei denen die Einreise grundsätzlich erlaubt ist.

Am 6. Juli hat das Bundesamt für Gesundheit eine erste Liste mit quarantänepflichtigen Ländern herausgegeben, am 23. Juli, 8. August, 20. August, 7. September, 14. September, 28. September und 12. Oktober wurde diese aktualisiert (siehe Karte und Liste unten). Die Liste wird rund alle zwei Wochen – oder bei rasanten epidemiologischen Entwicklungen auch früher – angepasst. Wann die nächste Aktualisierung ansteht, ist noch nicht bekannt.

Auf die Liste kommt grundsätzlich jedes Land, welches mehr als 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen meldete. Wie stark eine allfällige Welle vor diesen zwei Wochen war, ist dabei nicht relevant.

Ebenfalls auf der Quarantäneliste landen Staaten, von denen keine vertrauenswürdigen Testergebnisse vorliegen. Auch wenn wiederholt Rückkehrer aus einem bestimmen Land in der Schweiz positiv auf das Virus getestet werden, kann ein Land auf dieser Liste erscheinen – so passiert bei Serbien in der ersten Ausgabe.

Allerdings spielen auch andere Faktoren mit rein. Von Nachbarländern werden jeweils nur Regionen, die über dem Grenzwert liegen, auf die Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gesetzt, nicht aber das ganze Land. Grenzregionen können von der Aufnahme in die Liste ausgenommen werden. Damit trägt der Bundesrat einerseits den zum Teil stark steigenden Infektionszahlen und andererseits der engen Verflechtung in den Grenzregionen Rechnung.

Wer die Quarantänepflicht ignoriert, kann zu einer Busse von bis zu 10'000 Franken verurteilt werden. Der Bund plant, rund 20 bis 30 Flugzeuge aus quarantänepflichtigen Ländern pro Woche als Stichprobe auszuwählen und entsprechend zu überprüfen, ob sich die Personen in Quarantäne befinden und die Rückkehr dem entsprechenden kantonalen Gesundheitsdienst gemeldet haben.

Egal, wer aus welchen Gründen in die Schweiz reist: Wenn er oder sie sich in den letzten 14 Tagen in einem der folgenden Länder aufgehalten hat, gilt eine Quarantänepflicht (rote Länder):

Quarantänepflichtige Länder (Stand: 12. Oktober)

Gefettete Länder sind seit dem 12. Oktober neu auf der Liste:

Nachbarländer

Wie oben erwähnt, werden Nachbarländer gesondert behandelt, wie der Bundesrat am 11. September mitteilte: «Von Nachbarländern werden jeweils nur Regionen, die über dem Grenzwert liegen, auf die Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gesetzt, nicht aber das ganze Land. Grenzregionen können von der Aufnahme in die Liste ausgenommen werden. Damit trägt der Bundesrat einerseits den zum Teil stark steigenden Infektionszahlen und andererseits der engen Verflechtung in den Grenzregionen Rechnung.»

Aktuell sind in Deutschland Österreich, Frankreich und Italien die folgenden:

Deutschland (rote Regionen auf der Risikoliste):

Frankreich (rote Regionen auf der Risikoliste):

Italien (rote Regionen auf der Risikoliste):

Österreich (rote Regionen auf der Risikoliste):

Diese Regionen der Nachbarländer müssten auch auf die Liste

In Deutschland müssen derzeit nur Einwohner der Bundesländer Berlin und Hamburg in der Schweiz in Quarantäne. Würde das BAG heute entscheiden, müssten mit Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bremen und dem Saarland vier weitere Bundeslänger auf die Liste.

Auch Baden-Württemberg und Bayern lagen in den letzten 14 Tagen bei mehr als 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern. Da diese beiden Bundesländer an die Schweiz grenzen, sind sie von der Quarantäneregelung ausgeklammert.

Diese Regionen Deutschlands müssten auf die Risikoliste:

Mittlerweile müssten in Italien weitere Regionen mit auf die Liste. Es wären diese: die Abruzzen, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Latium, Marken, Molise, Apulien, Sizilien, die Toskana (mit Elba) und Umbrien. Im Falle von Molise oder Apulien liegen die Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern in den letzten 14 Tagen dabei nur sehr knapp über dem von der Schweiz bestimmten Grenzwert von 60.

Die Regionen Aostatal, Lombardei, Piemont und Trentino-Alto Adige / Südtirol würden nur um die Liste herumkommen, weil sie an die Schweiz grenzen.

Diese Regionen Italiens müssten auf die Risikoliste:

In Österreich haben in den letzten 14 Tagen neben den bereits als Risikogebiet aufgelisteten Burgenland, Salzburg, Wien, Nieder- und Oberösterreich auch die Steiermark und Kärnten die Grenze von 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern in den letzten 14 Tagen überschritten.

Ebenfalls über der Grenze liegen Vorarlberg und das Tirol, die jedoch als Grenzbundesländer zur Schweiz von der Quarantäneregelung ausgeschlossen sind.

Diese Regionen Österreichs müssten auf die Risikoliste:

In Frankreich sind weiterhin alle Regionen ausser den Grenzregionen betroffen.

Diese Länder müssten mit auf die Liste

Würde das BAG seine Risikoliste heute aktualisieren, müssten 9 weitere Länder mit aufgeführt werden. Diese sind:

Bild

Frankreich, Italien und Österreich werden als Nachbarländer speziell behandelt und sind mit einigen Gebieten schon auf der Risikoliste. bild: watson

Wieder auf der Liste würde damit Schweden seinen Platz finden, das den Sommer durch tiefe Zahlen auswies. Auch Bulgarien, das als eines von wenigen Ländern ausserhalb der Schengenländer bisher keine Reisewarnung vom BAG erhielt, müsste auf die Liste. Wann der Bundesrat seine Liste aber tatsächlich anpasst, ist noch nicht bekannt. Wie erwähnt ist bei einer nächsten Information auch eine Anpassung der Bedingungen möglich.

Diese Länder könnten aktuell von der Liste

Nicht mehr auf die BAG-Liste müsste aktuell Jamaika (53) stehen.

Daten

Die Daten stammen vom BAG und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Stand der Daten ist der 16. Oktober, 11 Uhr.

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chicadeltren 16.10.2020 19:58
    Highlight Highlight Diese Listen sind dermassen lächerlich, es ist wirklich ultra peinlich. Dann darf man gemäss Bund munter nach Kanada reisen, aber bitte auf keinen Fall nach Guatemala oder Südafrika trotz tieferer Fallzahlen. Ich frag mich manchmal echt, ob da überhaupt mal jemand nachdenkt bei der Erstellung dieser Listen.
  • Garp 16.10.2020 18:07
    Highlight Highlight Die Schweiz müsste den Schweizern inzwischen das Ausreisen verbieten, um andere nicht noch mehr zu gefährden 😉 .
  • demian 16.10.2020 16:48
    Highlight Highlight Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen...
  • Ralph Will 16.10.2020 15:12
    Highlight Highlight Eine evtl doofe Frage. Wenn ich nun von URI nach München will was ja beides gleichwertig Risikogebiet ist. Muss ich 2x in Quarantäne oder hebt sich der Seich auf weil es ja das gleiche Level ist?
    Wenn alles Risikogebiet ist dann ist ja wieder alles gleich wie zu Hause oder umgekehrt. Dann kann jeder auf dem gleichen Level der "Gefährdung" überall sein? Oder nicht?
    • ursus3000 16.10.2020 15:47
      Highlight Highlight Nimm am Flughafen Altdorf den nächsten Linienflug , dann siehst Du ob es geht
    • phreko 16.10.2020 15:47
      Highlight Highlight Ja, hauptsache das Virus wird so fest wie möglich verbreitet!
  • Antichrist 16.10.2020 14:54
    Highlight Highlight Es ist nicht hilfreich, wenn die Staaten grosskotzig Limiten zwischen den Ländern festlegen und wenn diese erreicht werden, dann doch nichts machen oder sie relativieren. Gleichzeitig soll sich das Volk aber an die Vorgaben halten.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 16.10.2020 14:47
    Highlight Highlight So wie gewisse Kantone mit über 70 je 100'000 nicht reagieren, müssen wir nicht darüber sprechen was in Sizilien ist.
    • Amadeus75 16.10.2020 16:03
      Highlight Highlight Alle Kantone haben mittlerweile einen 14- tages Inzidenzwert von über 60.

      Einige Kantone weisen einen 6-8 fachen Wert auf. SZ 480 / GE 461 / VS 445 usw.
      Die hälfte der Kantone weist einen Wert von über 200 auf. Gesamtschweizerisch liegt der Wert bei 233, also 4 mal höher als der Wert, den wir als Grenzwert verwenden, um ein Land als Risikogebiet zu deklarieren...Das grenzt schon fast an Satire...
  • Tschowanni 16.10.2020 14:43
    Highlight Highlight In meinen Augen gehört kein einziges Land auf eine Risikoliste. Wir haben eine weltweite Pandemie, die kennt keine Grenzen und Risikogebiete. Das sich ein Land wie z.b. Neuseeland, mit nur wenigen Einzelfällen schützt, verstehe ich gut. Dass, wie in unserem Fall, ein Land eine Quarantäne/Risikogebiet Liste fürs Ausland bewirtschaftet, das selber Zahlenmäßig nahezu an der Spitze steht, verstehe ich hingegen absolut nicht. Diese Liste ist für den Hintern und Symbolpolitik, nix weiter.
  • w'ever 16.10.2020 14:41
    Highlight Highlight "diverse länder und regionen müssten auf die liste."
    aber eben. MÜSSTE.
    evt schreib ich bei der nächsten steuerzahlung dem kanton und den bundesräten einen brief. "ich weiss ich müsste die steuern, aber ist es gerade 5 vor 12. gerne ein anderes mal. Mit freundlichen Grüßen"
  • Bananenrepublikaner 16.10.2020 14:30
    Highlight Highlight Obwohl ich mir das nicht wünsche, müsste die Schweiz bei all unseren Nachbarländer auf die Risikoliste.
  • P. Meier 16.10.2020 14:29
    Highlight Highlight Ich empfehle, dass neu die Medien (Blick, NAU, 20min, Watson) die Liste der Länder führt. Sie sind ja offensichtlich kompetenter als das BAG.
  • Moglyy 23.09.2020 13:47
    Highlight Highlight Ich hab ein Visa für die USA gekriegt für Oktober, und muss nach Rückreise nicht in die Quarantäne, nur weil ich den medizinischen Branche arbeit.

    Logisch oder ... ?
    • ursus3000 16.10.2020 15:49
      Highlight Highlight In die USA kannst Du ohne Visum . Aber die lassen dich trotzdem nicht rein
  • HugoBalls 23.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Ich bezweifle stark, dass sich Leute aus Risikoländern an die Quarantäne halten.
    • Teresitas 16.10.2020 16:03
      Highlight Highlight Ich habe mich daran gehalten, so wie ich mich an (fast*) alle Gesetze halte, auch wenn nicht kontrolliert wird.
      * Mal bei Rot die Strasse überqueren, nehme ich davon aus.
  • My Senf 23.09.2020 00:06
    Highlight Highlight Ich mache ja von Anfang an „jeden“ corona seich mit. Habe paar hundert verschiedene Masken, ca. 20l Desinfektionsmittel. Clubs sind sowieso tabu
    Langsam geht mir dieses politische Quarantäne Zeugs jedoch au den Senkel!
    Es hat einfach keine offensichtliche Grundlage mehr
    Wien ist drauf. Ok. Und all die suburbs wo die Leute zum arbeiten nach Wien komm?
    Kos, nachdem alle aus den ferien zurück sind kommt’s ab der Liste! Welch ein Zufall! Wie viele Labors haben die überhaupt? Wie viele Tests/Tag machen die?
    Das ist doch alles nur noch pi x Handgelenk was die Quarantäne angeht.
  • iudex 22.09.2020 20:54
    Highlight Highlight Inwiefern lässt es sich rechtfertigen, dass nach der Einreise aus einem "Risikostaat" mit weniger Fällen als die Schweiz die Quarantäne verfügt wird? Richtig absurd wird es dann in der Romandie.
    • lilie 16.10.2020 15:31
      Highlight Highlight @iudex: Grundsätzlich rät der Bund von ALLEN nicht notwendigen Reisen ab, auch solche, die tiefe Zahlen haben. Denn: Anstecken kann man sich auch dort. Im Gegensatz zu einer Ansteckung in der Schweiz können aber im Ausland die Infektionsketten nicht unterbrochen werden.

      Deshalb macht das grundsätzlich schon Sinn, auch wenn es auf den ersten Blick etwas widersprüchlich erscheint.
    • Tschowanni 16.10.2020 21:07
      Highlight Highlight @Lille. Aha, ich hoffe dir ist bewusst das wir selber in der Situation sind das Infektionsketten nicht mehr unterbrochen werden können. Somit ein hinfälliges Argument
    • lilie 17.10.2020 05:04
      Highlight Highlight @Tschowanni: Ja, das ist wirklich gut argumentiert: Da wir es ja sowieso selbst nicht mehr im Griff haben, können wir gerade so gut in der Weltgeschichte herumreisen, spielt ja eh keine Rolle mehr. Wozu sich noch bemühen? Sowohl wir wie auch die anderen Länder sollten jetzt alle Reiserestriktionen abschaffen, damit der Virus sich ungestört verteilen kann.

      Eine tolle Einstellung. So kriegen wir die Pandemie bestimmt schnell in den Griff!

      (Wer Spuren von Sarkasmus in diesem Kommentar findet, darf ihn gerne behalten).
  • honesty_is_the_key 22.09.2020 20:15
    Highlight Highlight Ich hintersinne den Sinn von Quarantänen und Einreisestopps immer mehr. Bzw. die Art und Weise wie diese "ausgewählt" werden. Wenn Länder die tiefere COVID-19 Ansteckungszahlen als die Schweiz haben, auf die BAG Quarantäne-Liste kommen, dann wirft das bei mir viele Fragezeichen auf. Oder wenn ganz zufällig nur die Départements in Frankreich die an die Schweiz grenzen nicht auf der BAG Liste landen.... Oder Dänemark - soll auf der nächsten BAG Liste landen, dabei haben Schweizer seit Kurzem dort Einreisestopp. Das scheint alles so willkürlich.
    • phreko 22.09.2020 22:00
      Highlight Highlight Du hast einfach nichts begriffen.

      Wenn die Schweiz Länder auf Quarantänelisten setzt die weniger Fälle haben als wir, dann heisst das höchstens, dass wir viel zu viele haben und nicht noch mehr einschleppen müssen. Und natürlich kann die Schweiz auf Listen auch auf Listen landen, wenn sich diese Länder vor der Anzahl Fälle in unserem Land fürchten müssen...
    • mMn 22.09.2020 22:45
      Highlight Highlight Absolut total willkürlich und somit verfassungswidrig (Art 9) denn somit werden Leute vom Staat sinnlos anders behandelt nur weil sie sich wo aufgehalten haben, wo es der Schweizer Wirtschaft egal ist, dass die Leute in Quarantäne müssen. (Denn sonst müsste man auch in Quarantäne, wenn man in Zürich oder Genf war und nicht nur wenn man in Madrid war).
    • Mia_san_mia 23.09.2020 04:21
      Highlight Highlight @phreko: Oh nein, da hast Du wies aussieht nichts begriffen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • OfficeGirl 22.09.2020 20:13
    Highlight Highlight @watson Das Tirol grenzt aber an den Kanton Graubünden und wird daher nicht auf die Liste kommen
  • EKCH 22.09.2020 19:57
    Highlight Highlight Mittelfristig braucht es hier einen anderen Ansatz. Was ist die Strategie unserer Regierungen? Schotten dicht machen, Fallzahlen sinken, gestaffelt öffnen und die Fallzahlen steigen wieder? Meines Erachtens wäre eine europäische Travel-Bubble mit einheitlicher Vorgehensweise anzustreben, damit unsere Wirtschaften baldmöglichst wieder wachsen können.
  • Snowy 22.09.2020 19:43
    Highlight Highlight In Portugal wären es - wenn überhaupt - nur die Gebiete rund um die Hauptstadt Lissabon.

    Finde, man sollte bez quasi Grenzschliessungen sehr zurückhaltend und nur ultimo Ratio vorgehen.
    • Snowy 22.09.2020 19:48
      Highlight Highlight ... vor allem bei Ländern wie Portugal, welche noch immer weniger Fälle als die Schweiz selbst hat.
    • RalpH_himself 22.09.2020 19:52
      Highlight Highlight Leider kommt man dort nicht hin, ohne durch Quarantänegebiete zu reisen - entweder durch den Flughafen in Lissabon, oder auf dem Landweg durch Spanien und Frankreich.
    • Tiny Rick 22.09.2020 20:08
      Highlight Highlight Portugal hat nicht nur einen Flughafen. Es gibt noch Porto im Norden und Faro ganz im Süden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrin89 22.09.2020 18:55
    Highlight Highlight Die Frage, die sich nun das erste Mal stellen dürfte: wie werden Länder behandelt, die zwar in den letzten 14 Tagen über 60 Fälle pro 100'000 Einwohner haben, deren Faktor allerdings niedriger als derjenige der Schweiz ist? Eigentlich macht es ja keinen Sinn, Leute in Quarantäne zu schicken, wenn sie aus einem Land einreisen, das "Covid-sicherer" ist als die Schweiz...
    • PlayaGua 23.09.2020 07:17
      Highlight Highlight Absolut. Die Regeln müssten so angepasst werden, dass auf der Liste Länder landen, die eine höhere Rate als die Schweiz haben. Ausnahmen, wenn Länder nur eine tiefe Rate haben, weil sie weniger testen.
    • phreko 16.10.2020 15:50
      Highlight Highlight Was für ein dämliches "race to the top"!

      Wie soll man so seine Zahlen wieder runterbringen, wenn ständig neue Infektionen von aussen importiert werden?
    • Grohenloh 16.10.2020 17:45
      Highlight Highlight phreko:
      Wenn man sich dort aufhält ist die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren kleiner als wenn man in der Schweiz ist. Das heisst, man verursacht nach der Rückreise weniger Neuinfektionen, als wenn man hiergeblieben wäre. Daher: Alle in die Ferien!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 22.09.2020 18:53
    Highlight Highlight Punkt 5: "Auffallend ist dabei, dass auch wieder deutlich mehr europäische Länder mit auf die Liste müssten. So wie Portugal, Grossbritannien, Belgien, Niederlande, Dänemark, Irland oder Nordmazedonien."

    Nordmazedonien ist seit dem 6. Juli auf der Liste und wurde nie runtergenommen.

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