Schweiz
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Menschenleer zeigt sich der Hauptbahnhof in Zuerich am Donnerstag, 19. Maerz 2020. Das Schweizer OeV-Angebot wird ab heute, im Zusammenhang mit dem Coronavirus, schrittweise reduziert.(KEYSTONE/Ennio Leanza)

Menschenleer zeigt sich der Zürcher Hauptbahnhof. Bild: KEYSTONE

Die Städte hat das Virus am schlimmsten getroffen: Fünf Thesen, wie es jetzt weitergeht

Das Coronavirus traf die Zentren stärker als das Land, es stellt die urbane Lebensweise in Frage. Was nach Covid-19 aus den Metropolen wird, ist offen.

Pascal Ritter / CH Media



Die Schweiz präsentiert sich nach aussen als Bergwelt mit Heidi und Schellen­ursli, dabei leben drei Viertel der Bevölkerung in den 49 Agglomerationen und ihren Kernstädten, wie der Städteverband in einer neuen Studie schreibt. Die Städte haben in den vergangenen Jahrzehnten relativ zum Land an Attraktivität gewonnen, nach langem Bevölkerungsrückgang wuchsen sie wieder deutlich.

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Doch die erfolgsverwöhnten Zentren werden von der Coronakrise schwerer getroffen als das Land. Sie sind verletzlicher. Das haben die vergangenen Wochen gezeigt, als die Attraktionen schliessen mussten. Kein Shopping in der Berner Marktgasse, kein Flanieren am Zürcher Seebecken, kein Sünnele am Basler Rheinufer. Opernhaus, Kunstmuseum und Einkaufszentren: alles zu.

Wie gross die Sehnsucht nach städtischem Vergnügen war, zeigten die Bilder von Menschenansammlungen am Genfer Seeufer, in der Basler Steinenvorstadt oder aus der Aarauer Altstadt.

Kaum waren Bars und Cafés wieder auf, tummelten sich die Menschen dort, als hätte es das Coronavirus nie gegeben. Der Aufschrei, der darauf folgte, zeigt aber auch, dass der Druck auf die Städte gross ist, sich zu verändern. Fünf Thesen über die Seuche in der Stadt.

Schon im alten Athen wütete die Seuche

Schon bei Thukydides ist nachzulesen, wie eine Seuche in der Stadt wütet. Als die Spartaner (430–426 v. Chr.) Athen belagerten, brach dort eine hochansteckende Krankheit aus. Sie raffte auch Perikles dahin, den athenischen Staatsmann und Demokratieförderer. Im Mittelalter forderte die Pest in den europäischen Städten Millionen von Toten. Pestsäulen etwa in Wien zeugen davon.

Dass das Coronavirus zuerst in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan wütete, zeigt, dass die Städte auch heute die Treiber der Pandemie sind. In der Schweiz waren es die städtischen Räume Genf, Basel, Bern und Zürich, wo sich die Seuche am schnellsten ausbreitete. Als man im Kanton Zug noch jeder Infektion nachging, hatte man in den Grossstädten längst die Übersicht über die Ansteckungswege verloren.

Das Virus als Innovationstreiber

Die historischen Beispiele zeigen, dass die Städte an ihren Krisen wuchsen, weil sie auf die Seuchen mit Innovation reagierten. Kanalisationen und Wasserleitungen wurden gezogen, um der Pest den Nährboden zu nehmen. Auf die Coronapandemie reagieren Städte wie Paris oder Amsterdam mit der Förderung von ökologischem Verkehr oder lokalen Wirtschaftskreisläufen.

Schweizer Städte tun dies, indem sie den Strassencafés grössere Flächen für ihre Tische zur Verfügung stellen. Wo einst Gewerbepolizisten mit dem Massband prüften, ob nicht eine übermässige Nutzung der Gemeinfläche vorliege, stehen heute Tische auf dem Trottoir. Städtische Wirte und Baristas lernen indes, dass sich der Latte macchiato auch durch eine Plexiglasscheibe bestellen lässt. Das könnte jenseits einer allfälligen späteren Nachverfolgung von Ansteckungen von Nutzen sein und ein neues, persönlicheres Ambiente schaffen. Allerdings sind Entwicklungssprünge wie nach der Pest nicht in Sicht.

«Läden, die mehr als ein Stockwerk belegen, verschwinden oder ziehen sich ins Erdgeschoss zurück. So entstehen neue Stadtwohnungen.»

Kurt Fluri

Die Mieten für Stadtwohnungen sinken

Die Städte wurden in den letzten Jahrzehnten zu Opfern ihres Erfolges. Die Stadtkerne wurden verkehrsberuhigt und aufgewertet. Firmen wie Google zogen nicht mehr in Bürotürme am Stadtrand, sondern direkt an den Hauptbahnhof. Gleichzeitig merkten Vermieter, dass sie mehr aus ihren Wohnungen herausholen, wenn sie diese auf Airbnb an Touristen vermieten. Beides gab den Mieten einen Schub. Die Folge war, dass sich viele Städter ihre Wohnung nicht mehr leisten konnten. Alteingesessene zogen in die Agglomeration. Künstler, welche die Stadt durch Kultur einst attraktiv gemacht hatten, verabschiedeten sich in die Aussenquartiere.

Corona wirkt dieser Tendenz entgegen. Firmen brauchen dank Videokonferenzen weniger Fläche. Der Markt für Touristenwohnungen ist eingebrochen. Die Mieten kommen unter Druck. Allerdings ist zu bezweifeln, ob dieser Trend nachhaltig ist. Sobald die Grenzen wieder offen sind, kehrt der Städtetourismus zurück. Städteverbandspräsident und Nationalrat Kurt Fluri (FDP/SO) beobachtet aber eine andere Entwicklung. Geschäfte in den Innenstädten werden durch Wohnungen ersetzt. «Läden, die mehr als ein Stockwerk belegen, verschwinden oder ziehen sich ins Erdgeschoss zurück. So entstehen neue Stadtwohnungen.» Corona beschleunige diesen Prozess.

Das Nachtleben ist in Gefahr

In Städten wie Zürich, Basel oder Bern eröffnet gefühlt jedes Wochenende eine neue Bar, obwohl die Margen in der Gastronomie so tief sind, dass viele Betriebe genauso schnell wieder schliessen. Koni Frei, Mitbesitzer einer Bar in Zürich, befürchtet darum, dass viele kleine und kreative Lokale die Coronakrise trotz Kurzarbeit und schneller Öffnung nicht überleben. Dies ist eine Gefahr für die Städte, denn die Kombination aus vielen unterschiedlichen Kleinbetrieben macht den Charme des Nachtlebens aus.

Um die Nachtlokale und Diskotheken steht es noch schlimmer. «Jeder dritte Club wird schlimmstenfalls nicht mehr öffnen», sagt Max Reichen, der Geschäftsführer der Berner Bar- und Clubkommission der «Berner Zeitung». Es wird sich erst zeigen, ob die Ausgangskultur je wieder so werden wird, wie sie vor der Krise war.

Neue Velowege und Masken im Tram

Die Trams und S-Bahn sind die Pulsadern der Städte. Doch während der Coronakrise stiegen viele aufs Auto um. Tram und Bus gelten als Infektionsherde. Gemeinsam genutzten Autos von Mobility oder Velos von Publibike geht es ähnlich.

Der Individualverkehr erlebt darum einen Schub. Die Städte haben es in der Hand, ob dieser sich zu Gunsten des Autos oder des (Elektro-)Velos auswirkt. Bisher haben sie es aber weitgehend verschlafen, Velos und E-Bikes mehr Platz einzuräumen. Einzig Genf hat temporär grosszügige Velostreifen eingeführt und Parkplätze zu Gunsten des Zweiradverkehrs aufgehoben. Und Velowege werden nicht ausreichen, um den Verkehr künftig zu organisieren. Pendler werden in nächster Zeit wohl Maske tragen müssen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turnbeutelvergesser 23.05.2020 16:43
    Highlight Highlight Ich bin jeweils mehr überrascht, dass Stadte nicht noch mehr getroffen hat. Interessanterweise merke ich grosse lokale Unterschiede beim Verhalten der Leute. In Zürich habe ich schon einen Einkauf wegen anderen Abgebrochen. Die gleiche Kette Ausserhalb: Beim ganzen Einkauf wurde 2 Meter nie unterschritten, wenn der Gang voll war, haben alle ausnahmslos gewartet, niemand überholt.
  • Schneider Alex 23.05.2020 05:59
    Highlight Highlight Ist die angestrebte bauliche Verdichtung vielleicht doch nicht das Ei des Kolumbus?
  • stillerMitleser 22.05.2020 18:59
    Highlight Highlight Welche Schweizer Stadt wurde denn "vom Virus schlimm getroffen"?
    Ah ihr meint "die drakonischen Massnahmen haben die Städte schlimm getroffen"?
  • bernd 22.05.2020 17:22
    Highlight Highlight "In der Schweiz waren es die städtischen Räume Genf, Basel, Bern und Zürich, wo sich die Seuche am schnellsten ausbreitete."

    Wirklich? Sind es neben Genf nicht eher Tessin und Waadt, wo es zwar auch Städte gibt aber auch recht viel Land?
    • Asho 22.05.2020 18:16
      Highlight Highlight Finde das auch eine eher gewagte These. Das Wallis hat am 4. meisten Fälle in der Schweiz, wobei die grösste Stadt aber gerade mal 35‘000 Einwohner hat. Fribourg und Aargau haben mehr Fälle als Basel-Stadt, obschon in beiden Kantonen keine Stadt grösser ist als 40‘‘000 Einwohner.
  • Don Alejandro 22.05.2020 15:48
    Highlight Highlight Wenn jeder Mitarbeiter nur einmal pro Woche im Homeoffice wäre, würden die Pendlerströme um 20% sinken.
    • 7immi 22.05.2020 22:59
      Highlight Highlight @don Alejandro
      eine sehr vereinfachte Milchbüechlirechnung. Denn alle können ja problemlos die Arbeit von Zuhause aus erledigen...
  • Octavius 22.05.2020 15:40
    Highlight Highlight Objektiv betrachtet, sind eigentlich Viren und Bakterien das kleinere übel,das grössere übel sind wir Menschen das trotz das wissen wie man es eindämmen kann, sich nicht daran halten. Die Geschichte,hat es uns schon früher gezeigt, sich auf die Vernunft der Menschen zu verlassen,kommt nicht gut.
  • Hofer Ernst 22.05.2020 15:09
    Highlight Highlight Logisch, in den Städten hat es mehr Leute als auf dem Land, somit hat es auch mehr CoronaFälle.
    • catlaluna 23.05.2020 22:09
      Highlight Highlight Weil es in der Stadt mehr Leute auf engem Raum hat, steckt man sich halt auch schneller an als auf dem Land, wo man problemlos einen Bogen um andere machen kann.
  • Maracuja 22.05.2020 14:34
    Highlight Highlight Für verdichtetes Wohnen und für den ÖV bedeutet Corona eher ein Rückschlag. Ob für den ÖV die Kapazitäten, dort wo sie dringend benötigt würden, überhaupt noch ausgebaut werden können, ist umstritten. Die Service-Public-Idee, welche jenen, die sehr abgelegen wohnen, eine Fahrt in nahezu leerem Bus ermöglicht, während in den Ballungsgebieten Pendler ein Sardinendasein führen, ist zu überdenken. Wer den Lockdown in enger Wohnung ohne Balkon erleben musste, wird sich evtl. aufs Land verabschieden, wo man für den selben Preis mehr Fläche mieten kann. In Stadt ZH werden Mieten aber nicht sinken.
  • soulpower 22.05.2020 14:14
    Highlight Highlight Man hat das Gefühl, einige gingen davon aus, dass während dem lockdown viele ihr Auto verschrottet haben. Dem ist nicht so, und alle die denken, das Problem mit zu viel Verkehr sei dank Corona von der Bühne verschwunden, müssen sich langsam der Realität stellen: der Verkehr rollt wieder und zur Zeit nutzen die Menschen sogar noch lieber das Auto statt den öV. Es braucht langfristiges Denken und Voraussicht, damit so ein kleines Land die Mobilität in ein paar Jahren noch stemmen kann, wenn man bedenkt, dass schon jetzt die Infrastruktur vielerorts am Anschlag ist.
    • Maracuja 22.05.2020 14:53
      Highlight Highlight Soulpower: der Verkehr rollt wieder und zur Zeit nutzen die Menschen sogar noch lieber das Auto statt den öV.

      Richtig. Leider werden die meisten betroffenen Firmen Homeoffice wieder radikal zurückfahren, schade denn diese Arbeitsform würde die Pendlerströme reduzieren.
      Alle jene, die sich trotz der vielen Toten offen oder klammheimlich über das Virus als Rache der Natur gefreut haben, werden schnell merken, dass Konsum, Ressourcenverbrauch schnell wieder aufs alte Niveau steigen.
    • Tischbein 22.05.2020 16:08
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass homeoffice radikal zurückgefahren wird. So wie es ausschaut wird es noch Monate, wenn nicht Jahre brauchen, bis wir wieder enger aufeinander sein können. D.h. Ein Teil wird immer homeoffice machen müssen, da die Belegung im Büro beschränkt ist. Zudem spart dies extrem viel Mietkosten (bei uns in Grossfirma). Meine Prognose: ein bsi zwei Tage (wenn nicht mehr) HO wird Normalität sein in vielen Betrieben.
    • Waseli 22.05.2020 16:26
      Highlight Highlight Wer denkt es würde jetzt weniger konsumiert begreift unser system nicht.
      Leider setzen die vorherrschenden Systeme (inkl. China und co) ein Wachstum voraus um das System am Leben zu erhalten. Bedeutet der Mensch muss unnötig Konsumieren, welches durch Automatisierung nur noch gefördert wird....
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 22.05.2020 13:56
    Highlight Highlight Was bei den Menschen die Grossstädte, sind bei den Tieren die Massenhaltungen.
    Auch hier können sich Viren und Bakterien als Krankheitserreger explosionsartig und innert Kürze verbreiten und riesige Ausfälle und Schäden bewirken!
    Zu hinterfragen ist also nicht nur die Verstädterung und das Sterben von dörflichen Strukturen, sondern auch der von den meisten als Naturgewalt behandelte Strukturwandel in der Landwirtschaft, mit immer weniger und immer grösseren Betrieben.
    Was jetzt noch rationell, kostengünstig und praktisch erscheint, kann plötzlich kompliziert, teuer und unpraktisch werden...
  • phoenix81 22.05.2020 13:37
    Highlight Highlight Alle Autostrassen in Velowege umzonen.
  • Scrat 22.05.2020 13:27
    Highlight Highlight Gerade was das Mobilitätsverhalten angeht, hat die Corona-Krise trotz all der negativen Auswirkungen auch ihre positiven Seiten. In meinem Fall ist nun plötzlich das Velo wieder das bevorzugte Verkehrsmittel (gegenüber dem ÖV), um zur Arbeit zu kommen, und Home Office wird auch in Zukunft ein zentraler Bestandteil bleiben. Ich hoffe, dass viele andere dies in Zukunft auch so werden machen können.
  • Phrosch 22.05.2020 13:14
    Highlight Highlight Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie es der Kanton Zug schaffte, so tiefe Krankheitszahlen zu haben. Der Kanton ist dicht besiedelt, die Bevölkerung zum grössten Teil zrban und sehr mobil, auch international. Die Dunkelziffer dürfte ja überall ähnlich hoch sein. Ob konsequentes contact tracing (der Kanton Zug hat das immer konsequent gemacht) entscheidend war?
    • El Vals del Obrero 22.05.2020 13:28
      Highlight Highlight Klischeemässig könnte man vielleicht denken, dass ist so, weil die Hälfte der Einwohner nur ihren Briefkasten dort hat ...
    • ZimmiZug 22.05.2020 13:37
      Highlight Highlight Ja, das ist Klischeemässig, el vals usw.
      Die Briefkästen betreffen vor allem Firmen und ein paar wenige Superreiche. Das ein Wekselberg nicht sehr oft an der Weinbergstrasse aufzufinden ist (wenn das noch stimmt) ist anzunehmen. Aber sehen wir es anders: Wir haben nicht nur 130'000 Einwohner sondern noch eine erhebliche Zahl Arbeitspendler (OK, Homeoffice). Dennoch ist Zug schon stark besiedelt. Aber es verteilt sich wohl auch recht gut und die Naherholungsgebiete sind schnell erreichbar und auch nicht überfüllt. Ich spekuliere: Weite Nacherholungsgebiete und Contact-Tracing und - Glück.
    • dan2016 22.05.2020 13:45
      Highlight Highlight die beste (oder egoistischste) Alterstruktur, wenige Rentner, die 'blieben' sind sehr wohlhabend. Ärmere Alte werden in andere Kantone abgeschoben, sicherlich ein sehr oft gutes Management im Kanton, weniger Show als in anderen (grösseren) Kantonen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cirrum 22.05.2020 12:47
    Highlight Highlight Eigentlich ein Wunder mit diesen Bevölkerungsdichten, dass Pandemien nicht öfters vorkommen. Vorübergehend mag es helfen, alles mit Antibiotika voll zu pumpen, aber die Bakterien und Viren werden sich schon anpassen.. darum wäre es wichtig, dass die Welt zusammenarbeiten würden, aber man sucht lieber Fehler und Misstritte bei anderen um „besser“ dazustehen.. was schlussendlich niemandem Hilft..
    Wir Menschen sind nicht so Fortgeschritten, wie wir meinen..
    • Peter R. 22.05.2020 13:08
      Highlight Highlight nicht so Fortgeschritten, wie wir meinen...…..
      vor allem sind wir nicht mehr diszipliniert genug. Kaum ist das Gröbste vorbei, wird wieder jegliche Vernunft vernachlässigt (Riesenandrang, alle gehen am gleichen Ort wandern) und auch das Littering nimmt wieder zu (man muss immer etwas hinterlassen) und der Individualverkehr schnellt in die Höhe (mit den Nebenwirkungen grösserer Lärm, Raserei in den Dörfern und Quartieren).
    • Pesche Buri 22.05.2020 13:09
      Highlight Highlight Gegen Viren hilft kein Antibiotikum.
    • rodolofo 22.05.2020 14:08
      Highlight Highlight Multiresistente Bakterien werden tatsächlich immer mehr zur Gefahr!
      Dass es immer mehr von diesen Bakterien gibt, hängt mit dem exzessiven und oft sogar vorbeugenden Gebrauch in Medizin und Tierhaltung zusammen.
      Der exzessive Gebrauch wiederum reagiert auf wirtschaftlichen Druck:
      Menschen sollen sofort wieder einsatzfähig sein! Tiere sollen möglichst kostengünstig in Massen gehalten und als Lieferanten von Fleisch und Milch genutzt werden.
      Mit der Industrialisierung ZÜCHTEN die Menschen geradezu (ungewollt) multiresistenten Keime und Pandemien!
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