Schweiz
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Ebola-Epidemie

Erkrankte NGO-Angestellte könnten in Genf behandelt werden



Angestellte von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit Sitz in Genf könnten im Falle einer Ebola-Infektion in der Schweiz behandelt werden. Möglich machen würde das eine Partnerschaft zwischen dem Genfer Universitätsspital und dem Bund.

«Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat in Zusammenarbeit mit dem Genfer Universitätsspital (HUG) ein Vorgehen in die Wege geleitet, um Patienten aufzunehmen, die für humanitäre Organisationen mit Sitz in Genf arbeiten», sagte Olivier Hagon in einem Interview mit der Zeitung «Le Matin» vom Samstag. Hagon ist Leiter der Fachgruppe Medizin des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH).

Das HUG habe auf dem Gebiet «grosse Erfahrung»: «Wir arbeiten seit vielen Jahren im Bereich der viralen Krankheiten und haben unsere Verfahren seit der jüngsten Reise nach Westafrika optimiert», sagte er. Darüber hinaus sei er optimistisch, was die baldige Entwicklung einer Ebola-Impfung angehe.

«Wir beobachten oft, dass die Reaktion besonders schnell erfolgt, wenn das Gefühl der Gefahr nahe ist.» Das Risiko einer Epidemie in den entwickelten Ländern erachte er indes als «nahe bei null».

Nach einer ersten Reise wird Hagon wohl nach Liberia zurückkehren. «Wir werden Ausrüstung liefern, Pflegepersonal ausbilden und die lokale Produktion von Alkohol zur Desinfektion der Hände einführen», sagte er.

Bundesrat prüft Hilfsmission

Am Mittwoch hatte der Bundesrat angekündigt, eine Hilfsmission in den Ebola-Gebieten in Westafrika zu prüfen. Die Schweiz kam damit einem Ersuchen der UNO nach. Die Mission soll rund 90 freiwillig rekrutierte Armeeangehörige und Zivilpersonen umfassen. Geprüft wird auch, ob Helikopter und Material mitgeschickt werden sollen.

Bevor der Bundesrat endgültig entscheidet und den Räten die Botschaft zustellt, wird eine Erkundungsmission in den Seuchengebieten Abklärungen vornehmen. Die Mission kann frühestens kommende Woche starten. (sda)

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