Schweiz
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Simon Küffer aka Tommy Vercetti. bild: janosch abel

Interview

Tommy Vercetti: «Dass eine Handvoll Menschen die halbe Stadt besitzen, ist ein Skandal»

Der Berner Rapper steht mit seinem Album «No 3 Nächt bis Morn» in den Schweizer Albumcharts zuoberst. Wir haben mit dem Systemkritiker gesprochen.



Neun Jahre nach «Seiltänzer» veröffentlichte der Berner Rapper Tommy Vercetti letzte Woche sein zweites Soloalbum «No 3 Nächt bis Morn» – und landete in den Charts gleich auf Platz eins. Wie aber kommt es, dass einer, der sämtliche Trends ignoriert und sich selber einen Marxisten nennt, mit Rap Erfolge feiern kann? Wir haben ihn gefragt.

Erstmals Gratulation zum ersten Platz in den Album-Charts.
Tommy Vercetti:
Vielen Dank. Die Freude ist natürlich riesig. Aber eine Chartplatzierung ist wie Roulette. Sie hängt stark davon ab, wer sonst noch so released. Man darf das nicht überbewerten.

Aber ein bisschen stolz darf man schon sein.
Natürlich! Wir haben drei Jahre an diesem Album gearbeitet. Aber wie gesagt: Am gleichen Tag hat Sido sein neues Album herausgegeben und Stefan Eicher seins eine Woche zuvor. Wenn die, so wie ich, auf Streams verzichten würden, sähe es wohl anders aus.

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bild: moritz keller

Das neue Album «No 3 Nächt bis Morn» gibt es nicht auf Spotify – wir werden noch darauf zu sprechen kommen. Mich hat die Chartplatzierung aber trotzdem überrascht.
Weshalb?

Weil du auf sämtliche Trends der letzten Jahre verzichtest: Autotune, Swissness, Gemurmel, Aufpoppung fürs Radio ...
... das bin nicht ich. Ich konnte in den letzten Jahren mit Eldorado FM eine sehr treue Fangemeinde aufbauen. Diese Leute haben jetzt das Album blind gekauft. Nächste Woche werden wir nicht mehr auf dem ersten Platz stehen [lacht]. Aber ich hoffe schon, dass wir ein gutes Album produziert haben.

Das Intro beginnt mit einem Selbstgespräch. Du rätst dir selber, «was Hoffnungsvolles» zu machen. Viel Hoffnungsvolles folgt danach aber nicht, sondern vor allem eines: wütende Systemkritik.
Ich glaube, man muss die Probleme zuerst konkret benennen, um dann das Element der Hoffnung daraus schöpfen zu können. Das Album ist eine Momentaufnahme dieser aktuellen Probleme.

Das Intro von «No 3 Nächt bis Morn»

abspielen

Video: YouTube/Eldorado FM Official

Es ist vor allem ein Problem, das du benennst: Das Überleben in unserer Leistungsgesellschaft.
Ja. Viele Menschen befinden sich in einem Hamsterrad. Und dann gibt es eine kleine Gruppe von Menschen, die davon profitiert, die Profite anhäuft. Diese Gruppe wiederum kann Entscheide fällen, die auf sehr viele Menschen Auswirkungen hat. Und das ist ein Riesenproblem.

Kannst du uns ein Beispiel geben?
Wenn der Verwaltungsrat einer grossen Erdölfirma entscheidet, dass der eingeschlagene Kurs fortgesetzt wird, dann bestimmt das, wie wir Auto fahren und wie wir unsere Wohnungen heizen. Diese Prozesse werden im Moment immer offensichtlicher und beim Klimawandel zeigen sie sich deutlich.

Und wie könnten solche Abläufe verhindert werden?
Ich weiss, das tönt radikal, und ich werde damit in der Kommunistenschublade landen – aber ich finde, dass wir grundsätzlich eine andere Struktur brauchen. Eine Struktur, die nicht auf Geld und Privateigentum basiert.

Geld und Privateigentum sollen abgeschafft werden?
Geld ist problematisch. Geld ist ja nicht nur ein Wert um Kaugummis am Kiosk zu kaufen. Geld ist eine Entscheidungseinheit. Wer viel davon besitzt, erhält eine grössere Entscheidungsgewalt – und das ist per se undemokratisch. Versteh mich nicht falsch: Beim Privateigentum geht es mir nicht um Zahnbürsten oder Kleider. Aber es geht darum, dass die grossen mächtigen Institutionen nicht im Besitz von ein paar wenigen Leuten sein dürfen. Dass ein paar wenige über Grundbedürfnisse entscheiden können.

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bild: Moritz Keller

Wenn du sagst, es gehe dir nicht um Zahnbürsten oder Kleider – wo ziehst du die Grenze? Willst du Wohneigentum abschaffen?
Nein. Im Gegenteil. Jeder sollte seinen Wohnraum besitzen können. Aber Wohnen ist ein gutes Beispiel. Dass eine Handvoll Menschen die halbe Stadt besitzen können, ist doch ein Skandal. Und aus dem fundamentalen Bedürfnis, ein Zuhause zu haben, wird ein Geschäft entwickelt, das perverse Ausmasse annimmt. In der Schweiz haben wir in gewissen Städten bereits Verhältnisse wie in New York. Du bist ja ungefähr gleich alt wie ich [+/- 40 Jahre, Anm. d. Red.]. Wie viele Bewegungen haben wir gesehen, die nichts bewirkt haben? Was ist von der Occupy-Bewegung geblieben? Von den weltweiten Demonstrationen gegen den Irakkrieg? Da läuft etwas fundamental falsch. Ich bin kein Fan der Theorie, dass sich Geschichte immer wiederholt. Aber wir stecken in einer Krise.

Die Feinde sind in deinen Songs immer dieselben. Es sind «Sie», die Kapitalisten, kafkaeske Figuren, denen du jegliche Menschlichkeit absprichst. Machst du es dir damit nicht zu einfach?
Ich überspitze natürlich. Das schulde ich der Kunstform. Und ich höre den Vorwurf nicht zum ersten Mal. Nur: Den Vorwurf macht man Kafka nicht – oder Michael Ende [Vercetti spielt hier auf die grauen Herren in «Momo» an]. Und auch bei meinen Verallgemeinerungen gibt es einen wahren Kern. Schau nur, wie sich unsere Leute im Bundeshaus Verwaltungsratsmandate anhäufen. Aber man muss noch etwas anderes unterscheiden: Ich greife niemanden persönlich an. Wir sind alle Menschen und handeln entsprechend den Möglichkeiten des Systems. Meine grauen Männer repräsentieren die strukturellen Probleme unserer Gesellschaft.

War es früher denn einfacher? Das Überleben in der Gesellschaft?
Mein Vater konnte mit einem Arbeiterjob eine vierköpfige Familie ernähren. Das ist heute, so behaupte ich mal, unmöglich. Wenn du also von der Schweiz und einer Zeit vor 30, 40 Jahren redest, dann würde ich ganz klar «ja» sagen. Damals war die Blütezeit des Sozialstaates. Die Steuersätze waren hoch. Vielen Menschen wurde ein gutes Leben ermöglicht.

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bild: moritz keller

Du kritisierst Machtverhältnisse und Geld. Und doch gibt es Stellen im Album, bei denen bei mir das Gefühl aufkam, dass auch du ganz froh wärst, reich zu sein.
An welche Stellen hast du gedacht?

Mit fällt spontan eine Stelle ein, bei der du aufzählst, wer es alles geschafft hat – Lo & Leduc zum Beispiel – du aber in der Nacht Windeln wechseln musst.
Nur am Rand: ich bin ja glücklich mit Windeln wechseln, so ist es ja nicht. In einem kapitalistischen System wäre es aber heuchlerisch, so zu tun, als hätte ich nicht auch gerne viel Geld. Du schenkst mir drei Millionen? Nehm ich sofort. Sweet! Aber eben nur unter der Bedingung, dass das System so bleibt wie es ist. Kommt aber der Flaschengeist und ich habe drei Wünsche frei, dann wünsche ich mir den Systemwechsel. Es wäre einfach gesünder. Wenn du nicht fünf Millionen auf der Seite hast, dann musst du doch fast jeden Tag Angst haben, dass dich irgendetwas substantiell gefährdet.

Hast du das? Tägliche Existenzängste?
Ich bin momentan davon zum Glück nicht betroffen. Aber der Überlebenskampf in der Gesellschaft ist spürbar. Viele Menschen leiden an Existenzängsten, leiden darunter, dass sie das Gefühl haben, wertlos zu sein, dass sich niemand für ihre Probleme interessiert. Und dann wählen sie rechts, obwohl sie genau wissen, dass das nicht schlau ist. Von den anderen wurden sie aber einfach zu oft abgewiesen. Seien wir ehrlich: Die Wahl zwischen Clinton und Trump war eine Nulloption. Clinton repräsentiert genau die Schicht, die für die Arbeiterklasse kein Ohr, kein Verständnis mehr hat. Doch auch in dieser Krise gibt es das Hoffnungsmoment. Es braucht halt einfach wählbare Optionen.

Wer wäre das?
In der Schweiz?

Ja.
Ich habe es den Vertretern dieser Partei bereits gesagt: Die SP ist mir eine zu breit aufgestellte Partei. Viele Leute der SP sind wählbar, aber leider nicht alle. Vielleicht die Hälfte. Aber es gibt auch noch die JUSO, die PdA. Hauptsache ist, man wählt gesund links.

Wir haben noch eine Frage offen ...
... die Spotify-Frage.

Genau.
Es ist ein Statement. Wie wenig da bezahlt wird! Unglaublich! Und wer da verdient auf Kosten der Künstler! Ein Album produzieren kostet viel Geld und das muss wieder eingespielt werden. Mit Spotify ist das unmöglich. Als gestandener Künstler kann ich es mir zum Glück leisten, darauf zu verzichten. Ich verstehe aber alle, die sich für Spotify entscheiden. Vor allem die Newcomer. Persönlich nutze ich den Dienst auch und wenn ich dadurch etwas kennen lerne, das mir gefällt, kaufe ich das Album physisch.

Und wie reagierst du, wenn nächste Woche Stress zuoberst steht?
Du. Wir waren Nummer Eins. Es gibt keine Enttäuschung. Wenn ich nächste Woche noch in den Top-20 bin, dann bin ich extrem froh. Es geht heute wahnsinnig schnell. Und dann freut es mich für Stress.

Tommy Vercettis Album «No 3 Nächt bis Morn» gibt es hier.
Infos und Tourdaten.
Sein Instagram.
Sein YouTube.

Eine Albumsbesprechung gibt es bei unseren Freunden der AZ hier.

Irrwegah Kollegah

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198Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 09.10.2019 21:51
    Highlight Highlight Lange hat es gedauert bis neben Alexander Ziegler ein weiterer bekannter Systemkritiker in der Schweiz Klartext spricht.
  • Peter Miese 09.10.2019 21:16
    Highlight Highlight Ich glaub‘, Tommy Verce würde sich freuen zu sehen, wie viele (faire!) Diskussionen das Interview hier angezettelt hat. Sieht er aber nicht – zumindest nicht auf seinem Nokia 😜

    Das Album ist bestellt, und ich weiss, ich werde es mögen – und mich bei manchen Passagen fragen „chasch du?!!“. Aber das muss so sein. 😊
  • NathanBiel 09.10.2019 18:35
    Highlight Highlight Das schöne Leben vor 40 Jahren? Nun ich glaube kaum das es so war (bin 52). Was den Arbeiterlohn von damals und das durchbringen einer Familie betrifft: Es gab keine Handys für alle Familienmitglieder, nicht in jedem zweiten Raum stand ein Fernseher und ne Stereoanlage. Nicht jeder 22 jähriger fuhr einen BMW, niemand konnte sich 3 x Ferien im Ausland leisten, Markenklammotten waren kein Thema, Wifi und Laptop für alle auch nicht. Wenn man alle diese Kosten im Jahre 1979 aufrechnen würde, könnte die Familie von damals auch nicht vom Arbeiterlohn Leben.
  • Spooky 09.10.2019 17:28
    Highlight Highlight Ist er für oder gegen die EU?
    Weiss das jemand?
  • Kay Hug (1) 09.10.2019 16:21
    Highlight Highlight Dass eine handvoll Menschen die Welt "besitzen" ist der wahre Skandal.
  • Chrigi-B 09.10.2019 15:35
    Highlight Highlight Watson, müsst ihr Wahlkampfwerbung für alles ab GLP nicht deklarieren?

    Die GLP, CVP, FDP, BDP und SVP freut sich über solche gratis Werbeinterviews.
  • DomKi 09.10.2019 15:05
    Highlight Highlight "Geld ist problematisch", nein, sondern was man damit macht und wie man es ausgibt
  • joevanbeeck 09.10.2019 14:22
    Highlight Highlight Ist noch bequem, Simon Küffer ist Kapitalist und Tommy Vercetti Kommunist. Der testet scheinbar noch aus welche Zielgruppe ihm mehr Kohle einbringt. Richtigen Kommunismus gibt es nur auf dem Friedhof und diese Zielgruppe kauft keine Vercetti Alben.
    • TruchaConCebolla 09.10.2019 15:41
      Highlight Highlight Wo ist Simon Kapitalist?
    • Com Truise 09.10.2019 22:25
      Highlight Highlight Der kauft windeln für sein kind dieses kapitalistenschwein!
    • Altweibersommer 09.10.2019 23:16
      Highlight Highlight Ich wette du hast bei "richtigem Kommunismus" irgendein Sowjet-Gulag im Winter-dreckige Schlote-Bild im Kopf :p
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 09.10.2019 14:15
    Highlight Highlight Starkes Album!

  • Adi E. 09.10.2019 13:54
    Highlight Highlight Merkt ihr was? Es wird mit Sicherheit nie passieren, dass eine Person die Plattform eines Interviews bekommt, die genauso stramm, aber auf die andere Seite politisiert. Das sind radikale Ansichten, die auf beiden Seiten zu keinen Lösungen führen. Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen. Nur gäbe es rechts deutlich weniger Applaus.
    • wilbur 09.10.2019 19:32
      Highlight Highlight was hat dies mit recht zu tun? er steht 180 grad dem kapitalismus gegenüber, welcher jeden tag überall seine plattform bekommt, weil er unser leben bestimmt.
    • Tschüse Üse 10.10.2019 06:39
      Highlight Highlight @Adi E: Hier gibt es doch hin und wieder Interviews mit SVP Vertretern.
  • Safster 09.10.2019 13:44
    Highlight Highlight PdA sind (selbstdeklarierte) Kommunisten. Klar ist es eine wünschbare Idee, das Volksvermögen auf mehr Köpfe zu verteilen. Völlig einverstanden. Nur ist es so, dass der Kommunismus in der Vergangenheit zu undemokratischen Systemen geführt hat, in denen ganz wenige alle Macht hatten und dutzende Millionen von Opfern verantworten: https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus
    Daher ist es schon stossend, wenn man sich so leichtfüssig als Kommunisten-Wähler ausgibt und dann auch noch massenhaft Beifall kriegt. Aber ja, vor 40 Jahren war halt alles besser...
    • geissenpetrov 09.10.2019 15:53
      Highlight Highlight So, dann schauen wir mal was Dein Argument taugt, wenn es etwas umgeschrieben wird:

      Klar ist es eine wünschbare Idee, das Wort Gottes zu verkünden. Völlig einverstanden. Nur ist es so, dass das Christentum in der Vergangenheit zu Hexenverbrennungen geführt hat, in denen ganz wenige alle Macht hatten und dutzende Millionen von Opfern verantworten: https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzzug
      Daher ist es schon stossend, wenn man sich so leichtfüssig als CVP-Wähler ausgibt und dann auch noch massenhaft Beifall kriegt. Aber ja, vor 2000 Jahren war halt alles besser...

      -> Zurück auf Feld 1 mit Dir.
    • Safster 09.10.2019 16:57
      Highlight Highlight Es geht nur um die alte Frage, weshalb es noch immer sozial so akzeptiert ist, sich Kommunist zu nennen, obwohl diese Ideologie geschätzt 100 Mio. Todesopfer hinterlassen hat. Das dürfte zumindest ein Hinweis darauf sein, dass die Umverteilung des Volksvermögens allenfalls doch über andere als über kommunistische Wege erreicht werden sollte? Oder anders gesagt, wieviele Opfer darf eine Ideologie fordern, damit sich jemand schämt, sich so zu nennen? Bei den Nazis hats 6 Mio. ermordete Juden gebraucht. Bei den Kommunisten benötigen wir offensichtlich deutlich mehr.
    • Marco86 09.10.2019 17:15
      Highlight Highlight Genau geissenpetrov, tolles Argument, insbesondere, da ja das Christentum auch heute noch fleissig Leute verbrennt - Gleichzeitig sind die neu formierten kommunistischen Staaten wie Venezuela riesen Erfolgsmodelle mit Wohlstand und Freiheit für die gesamte Bevölkerung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Tubbs 09.10.2019 13:42
    Highlight Highlight nie gehört von ihm, den namen hat er aber dem vercetti aus GTA geklaut.
    • Kay Hug (1) 09.10.2019 18:40
      Highlight Highlight Ich dachte mir zuerst auch dies sei ein Troll - Post denn wie will ein GTA Charakter politisieren?
  • COLD AS ICE 09.10.2019 13:27
    Highlight Highlight noch nie was von ihm gehört......
    • Blutgrätscher 09.10.2019 15:59
      Highlight Highlight Wow, schon krass! Danke fürs Mitteilen!
  • humpalumpa 09.10.2019 12:52
    Highlight Highlight Tomy Vercetti ist und bleibt GTA3 Erinnerungen :-)
    • Gzuz187ers 09.10.2019 16:42
      Highlight Highlight wohl eher GTA Vice City
    • Barracuda 09.10.2019 19:50
      Highlight Highlight Nö, GTA Vice CITY. Das letzte geile GTA.
  • Fairness 09.10.2019 12:48
    Highlight Highlight https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standardstaroekonom-fordert-90prozentsteuer-auf-milliardenvermoegen/story/29649023
    • geissenpetrov 09.10.2019 14:41
      Highlight Highlight Oh, danke 1000 für den Link.
      Ich wusste gar nicht, dass es einen zweiten Band gibt. Hoffentlich macht er dort weiter, wo er aufgehört hat.
  • Fritz N 09.10.2019 12:46
    Highlight Highlight Gut gesprochen, Genosse Vercetti!
  • Toerpe Zwerg 09.10.2019 12:41
    Highlight Highlight "Wenn du also von der Schweiz und einer Zeit vor 30, 40 Jahren redest, dann würde ich ganz klar «ja» sagen. Damals war die Blütezeit des Sozialstaates."

    Das ist natürlich objektiv einfach falsch. Was damals war, mit einem kurzen Unterbruch während der Ölkrise, war kapitalistisches Wachstum. Hochkonjunktur. Seither wurden zwei Dinge ausgebaut: Der Sozialstaat und die Regulierungsdichte.
    • Fairness 09.10.2019 12:50
      Highlight Highlight Und der soziale Kapitalismus, der bstens funktionierte, wurde zum kranken , rücksichtslosen neoliberalen Raubtierkapitalsmus.
    • Toerpe Zwerg 09.10.2019 12:59
      Highlight Highlight Können Sie diese Schlagworte auch mit Inhalt füllen?
    • Tamtam87 09.10.2019 14:41
      Highlight Highlight Ich denke du verwechselst hier Ursache mit Wirkung. Dein Beitrag impliziert, dass es durch den Ausbau des Sozialstaates den Menschen immer schlechter geht.
      Geschichtlich gesehen war der Ausbau des Sozialstaates aber immer Antwort auf die ungenügende Lebensbedingungen der Menschen. Das der Sozialstaat seither wächst, spricht gegen den neoliberalen Kapitalismus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nubotronic 09.10.2019 12:40
    Highlight Highlight Der einzige Tommy Vercetti den ich kenne
    Benutzer Bild
  • cal1ban 09.10.2019 12:32
    Highlight Highlight Seine Ansichten wären nur durch Massenenteignungen möglich, was automatisch zu Unruhen, Chaos und Toten führen würde. Ich sage nicht, es sei unrealistisch aber für ein solches Szenario müssten eine Menge Menschen am Hungertuch nagen.
  • BoomBap 09.10.2019 12:28
    Highlight Highlight Ich kenne die Musik von ihm nicht, kann das nicht beurteilen.

    Grundsätzlich geb ich ihm recht. Aber gesund Links und die JUSO in einem Satz?
    Viele Themen der JUSO gehen am grössten Teil der Bevölkerung vorbei. Und ich glaube kaum das jemand, der sich nicht ernst genommen fühlt und deshalb Rechts wählt, plötzlich die JUSO wählt.

    Der Retrogott von Huss und Hodn hat an einem Konzert mal einen Satz gesagt, der mir bis Heute geblieben ist.

    "Ich will keine Sozialstaaten, ich will soziale Menschen."
  • N. Y. P. 09.10.2019 12:23
    Highlight Highlight Der Politikwissenschaftler Harold Dwight Lasswell definierte Korruption als destruktiven Akt der Verletzung des allgemeinen Interesses zu Gunsten eines speziellen Vorteils (für die Firmen).

    Genau DAS beschreibt die Verwaltungsratsmandate unserer Parlamentarier. Es ist eine legalisierte Form der Korruption.

    Und genau DAS bemängelt Rapper Tommy Vercetti. Bin zu 100% seiner Meinung.
    • Toerpe Zwerg 09.10.2019 12:46
      Highlight Highlight Nö. Es heisst Milizparlament.
    • Gustav.s 09.10.2019 12:52
      Highlight Highlight Nö, dass ist nur die an die öffentkichkeit angepasste weichspühlung. Er will Kommunismus.
      Leider sind auch da die Schweine gleicher.
    • PrivatePyle 09.10.2019 13:24
      Highlight Highlight N.Y.P

      Aufgrund deines vermeintlich "korrupten Systems" haben aber gerade auch Gewerkschaften, linke NGOs und Umweltverbände sehr starken Einfluss in Bundesbern.

      Dein Kommentar ist ein Hohn für all jene Menschen die in Ländern leben und leiden, welche tatsächlich institutionell korrupt sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • daniserio87 09.10.2019 12:14
    Highlight Highlight Mit den allermeisten seiner Aussagen kann ich mich völlig identifizieren. Und was mich zudem freut: Viele hier in den Kommentaren offenbar auch.
    Es wäre dringend nötig, auf einen Teil unseres Wohlstandes (wobei, was heisst das schon) zu verzichten und die ärmeren mehr zu unterstützen. Kommunistenstempel hin oder her.
    "Dene wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser, wos weniger guet geit. Was aber nid geit, wes dene weniger guet geit, wos guet geit."
    Wüssten wir ja schon lange..
    • Toerpe Zwerg 09.10.2019 12:46
      Highlight Highlight U first.
    • daniserio87 09.10.2019 12:55
      Highlight Highlight Nein, we together..
    • Toerpe Zwerg 09.10.2019 15:17
      Highlight Highlight Bene. Was also gedenken Sie zu tun?

      "Es wäre dringend nötig, auf einen Teil unseres Wohlstandes zu verzichten und die ärmeren mehr zu unterstützen."

      Kleinere Wohnung weniger zentral mieten. Nicht mehr auswärts essen. Internet und Handy Abo runterfahren. Mobilität reduzieren. Second Hand Kleider tragen ...

      Und dann? Wie unterstützen Sie dann die Ärmsten?

      Spannendes Gedankenspiel. Worauf verzichten Sie? Wie identifizieren Sie "die Ärmsten"? Wie begünstigen Sie diese?

      Und dann der Konnex zur Realität: Ist Wohlstand teilbar? Geht es jemandem besser, weil Sie verzichten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr J. 09.10.2019 11:51
    Highlight Highlight Den künstlerischen Wert des Albums von Herrn Vercetti kann ich nicht beurteilen.

    Seine politischen Ansichten sind leider jenseits von gut und böse. Er gehört zu den vielen vielen Leuten, die nicht verstehen, wie Wirtschaft funktioniert. Die Macht haben nicht die bösen Grosskapitalisten, die Macht liegt bei den Konsumentinnen. Wenn sie etwas nicht kaufen, geht die Firma ein.

    Wohin die Träume von Vercetti führen, haben wir doch im 20. Jahrhundert zur Genüge erlebt. Was uns fehlt, ist sicher nicht materielle Sicherheit - es ist emotionale Sicherheit, soziale Netze jenseits des Sozialstaats.
    • Kyle C. 09.10.2019 12:37
      Highlight Highlight Herr J., du vernachlässigst dabei einen wichtigen Aspekt: Die, die Millionen haben, die können auch unser Konsumverhalten steuern. Er spricht ja nicht von einem x-beliebigen Millionär, sondern vom kapitalistischen System an sich. Kleiner aber feiner Unterschied. Konkret nennt er ja unsere Politiker, die über Verwaltungsrat Mandate noch mehr Macht anhäufen. Und diese Macht wird wiederum dazu instrumentalisiert, das Volk in ihrem Denk- und Konsumverhalten zu manipulieren. Am Ende tust und konsumierst du das was du sollst, damit das kapitalistische System erhalten bleibt. Kranker Kreislauf.
    • Switch_on 09.10.2019 12:38
      Highlight Highlight Bei gewissen Konzernen bzw. Branchen hat es der Konsument nicht mehr in der Hand. Gerade Öl und Banken sind gute Beispiele, da hat der Konsument keinen Einfluss, weil man nicht dran vorbei kommt ohne sich total zu isolieren.

      Und nein nur weil man das aktuelle System hinterfragt ist man nicht automatisch Kommunist.

      Ich bin zwar kein Ökonom, aber ich kann sehr gut mit Zahlen und einige Rechnungen gehen in unserem kapitalistischen System nicht auf.
  • anonymer analphabet 09.10.2019 11:45
    Highlight Highlight
    Kürzlich war ein bericht im "Postillon" dass die Politiker die Logos ihrer "Sponsoren" sichtbar tragen sollten.
    Klar ist ironisch gemeint, zeigt aber dass viele Politiker in erster Linie nicht die Interessen der Bürger vertreten, sondern der ihrer Verwaltungsratsmandate...

    https://www.der-postillon.com/2018/10/sponsoren.html

    • Makatitom 09.10.2019 18:33
      Highlight Highlight Martin Sonneborn hat das sogar im EU-Parlament vorgeschlagen, er ist von der Partei "die Partei", und die ist sehr gut
  • Paul_Partisan 09.10.2019 11:36
    Highlight Highlight Simon ist einer der wertvollsten Denker unserer Generation. Es ist eigentlich schade ging er nie in die Politik. Wobei, das kann ja noch werden :D

    Politisch gesehen ist ein Linksrutsch notwendig. Die Rechtsbürgerlichen haben in den letzten vier Jahren viel Schaden angerichtet und wenig geleistet. Weitere vier Jahre wären fatal, besonders in Anbetracht der anstehenden Probleme wie z.B. AHV, Beziehung zur EU oder Klima.
    • Booker 09.10.2019 12:22
      Highlight Highlight Was sie Linken die letzten paar Jahrzente angerichtet haben, kann in vier Jahren nicht glattgebügelt werden. Da braucht es schon etwas mehr, aber jetzt kommen erst mal die Grünen welche uns bluten lassen werden und dann in 4 Jahren hoffentlich wieder auf die richtige Seite.
    • sturzendiego 09.10.2019 13:36
      Highlight Highlight Alles den Rechten in die Schuhe zu schieben ist doch ein wenig zu einfach, nicht? Genauso wie man nicht alles den Linken in die Schuhe schieben sollte, obwohl sie, plump formuliert, keinen Deut auf die Schweiz geben und nur von deren Wirtschaft profitieren. Das Miteinander wäre wichtig.
    • Grabeskaelte 09.10.2019 13:37
      Highlight Highlight Booker könnten Sie mir bitte erklären wann denn die Linken seit 1848 eine Mehrheit hatten und etwas "anrichten" konnten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • glüngi 09.10.2019 11:28
    Highlight Highlight kannte ich nicht, ist mir aber gleich sympathisch.
  • Statler 09.10.2019 11:26
    Highlight Highlight Rap ist überhaupt nicht mein Ding - aber der Herr ist mir trotzdem sympathisch!
    • outdoorch 09.10.2019 15:50
      Highlight Highlight Geht mir auch so; kluger Kopf. Visionäre Denkweise und dennoch selbstkritisch genug, sich selber als Mitläufer des bestehenden Systems zu erkennen. Wie wir - wenn wir ehrlich in den Spiegel schauen - fast alle.
  • a-minoro 09.10.2019 11:13
    Highlight Highlight Ein grossartiges Album, hat mir auf Anhieb gefallen! Nur diese Tracks mit den Gesprächen zwischen den Frauen schnalle ich nicht ganz. Weiss da jemand mehr dazu?
  • Natürlich 09.10.2019 11:11
    Highlight Highlight Super Interview, intelligenter Typ, Album wird gekauft!
    denke da in vielen Punkten ähnlich wie er, wenn auch nicht so extrem.
    Mir ist es schlussendlich egal ob es nun viele Millionäre bzw Miliardäre gibt, damit habe ich kein Problem.

    Aber es sollte einfach ein guter Mindestlohn für alle sein, sagen wir 5‘000 Mindestlohn.
    Und noch mehr Unterstützung für Familien.
    Dass jeder ein einigermassen gutes Leben führen kann.
    Und nicht nur arbeiten muss um zu überleben und Rechnungen zu zahlen etwas überspitzt gesagt.

    Davon träume ich.
    • Bits_and_More 09.10.2019 11:39
      Highlight Highlight Ein Mindestlohn bedeutet aber auch immer eine Verknappung eines Gutes. Sprich es gibt in diesem Falle einfach weniger Arbeit und mehr Menschen werden in die Arbeitslosigkeit gedrängt.
      Jobs werden ausgelagert oder automatisiert, oder die Arbeitsbelastung des Einzelnen steigt an.

      Ein Mindestlohn alleine löst noch keine Probleme, schafft dafür neue.
    • PrivatePyle 09.10.2019 11:58
      Highlight Highlight Deine Argumentation beisst sich in den Schwanz. Du willst einerseits massiv erhöhte Staatsausgaben, andererseits willst du als Bürger mehr Geld zum Leben haben und weniger Rechnungen (inkl. Steuern zahlen). Das ist halt leider das paradoxe linke Märchen, auf deren Leim ihr gekrochen seid.
      Denn die oberen 5% werden durch Optimierung und Kapitalabwanderung diese erhöhten Ausgaben nicht bezahlen!
      Es ist der Mittelstand, der dies durch höhere Abgaben zu berappen hat. Zudem übertragen Unternehmen die höheren Steuerkosten an die Verbraucher. Unter dem Strich würde dir dann weniger bleiben!
    • Booker 09.10.2019 12:25
      Highlight Highlight Arbeit und Ausbildung soll und muss sich lohnen. Jeder der sich anstrengt und etwas investiert kommt auf einen guten Lohnlevel. Wer sich zurücklehnt, lieber Party macht und wartet bis er Geld erhält soll nicht belohnt werden für sein Nichts-Tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LibConTheo 09.10.2019 11:08
    Highlight Highlight Habe mir auch sein Album erworben und finde es sehr gelungen.

    Ideologisch fahren wir aber auf komplett verschiedenen Linien.
    Geld ist nicht einfach ein Ding, von dem man zuviel haben kann sondern einfach eine Einheit, welche den Gegenwert zur eigen-getätigten Wertschöpfung darstellt und dafür vergütet wird.
    Wer mehr arbeitet, bekommt mehr Geld, und hat folglich eine grössere Entscheidungsfreiheit, was in moralischer Hinsicht nur fair ist.

    Mit bekennenden Marxisten könnte man Stunden über solche Themen diskutieren.
    Trotzdem halte ich sehr viel von Tommy.
    • Natürlich 09.10.2019 11:14
      Highlight Highlight Wer mehr arbeitet bekommt mehr Geld.
      Sorry das stimmt vlt auf einzelne Berufe bezogen aber Berufsfelder übergreifend ist das kompletter Schwachsinn was du da erzählst.
    • Gubbe 09.10.2019 11:20
      Highlight Highlight Genau so verhält es sich.
    • Nick Name 09.10.2019 11:22
      Highlight Highlight Wenn schon das Thema angeschnitten ist:
      «Wer mehr arbeitet, bekommt mehr Geld (...)»:
      Stimmt eben ganz klar und offensichtlich nicht.
      (Ausser «mehr» ist völlig schräg definiert.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 09.10.2019 11:06
    Highlight Highlight "Wenn der Verwaltungsrat einer grossen Erdölfirma entscheidet, dass der eingeschlagene Kurs fortgesetzt wird, dann bestimmt das, wie wir Auto fahren und wie wir unsere Wohnungen heizen" - äh, nein, tut es nicht...
    • Switch_on 09.10.2019 12:41
      Highlight Highlight Doch definitiv!
      Diese Firmen kaufen beispielsweise auch Patente auf, damit diese nicht in Konkurrenz zu ihrem Produkt treten.

      Diese Firmen haben eine grösse erreicht, dass sie politische Entscheidungen beeinflussen können.
  • remeto 09.10.2019 11:04
    Highlight Highlight Das Märli mit dem Verwaltungsrat der Erdölfirma zeigt auf, dass er gerne Geschichten für linke Herzen erzählt. Mit der Realität hat das aber nicht viel zu tun.

    Dank unserer Marktwirtschaft ist's so, dass der Konsument eine grosse Macht hat. Nokia, Kodak oder Thomas Cook sind beste Beispiele dafür was passiert, wenn "der Veraltungsrat entscheidet, dass der eingeschlagene Kurs fortgesetzt wird".

    Lieber etwas vom Systemwechsel schwadronieren, damit verkauft man besser Platten...
    • Natürlich 09.10.2019 11:15
      Highlight Highlight Bei Thomas Cook musste ja nicht die Allgemeinheit (gestrandete Passagiere) ausbaden was einige wenige in der Chefetage fabriziert haben.

      Sorry aber da frag ich mich wer da schwadroniert...
    • Tschoopehofgusti 09.10.2019 11:24
      Highlight Highlight Es ist keine freie Marktwirtschaft wenn der Preis des Kapitals nicht durch den freien Markt bestimmt wird.
      Defacto ist das heutige Zentralbankenregime näher an der Planwirtschaft.

      Aber lieber etwas gegen Linke schwadronieren, damit gewinnt man besser rechte Herzen.
    • Nick Name 09.10.2019 11:32
      Highlight Highlight Und jetzt ohne Polemik: Es ist wohl weder «der Konsument» noch der Verwaltungsrat, der alles bestimmt. Es bestehen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen.
      Will ein angebotenes Produkt niemand, verschwindet es bald.
      Aber bietet ein Produkt niemand an, wird es auch nicht erworben ...
      Und doch: Unternehmen haben Einflussmöglichkeiten. Sonst wären ja alle hunderte oder weissichwieviel in PR, Werbung, Korruption und Lobbyismus investierten Milliarden in den Sand gesetzt.
      Ausserdem müssen sie jährlich Gewinne erzielen. Das Ökosystem Erde aber reagiert langsam. Darum: Systemwechsel nötig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sarcasmexpert 09.10.2019 11:00
    Highlight Highlight Habe gespannt auf sein neues Werk gewartet und hatte nach dem Seiltänzer Album hohe Ansprüche - was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht! Wunderbares Album mit starker Message und durchs Band gute Songs!
  • Ökonometriker 09.10.2019 10:56
    Highlight Highlight Die SP zementiert eher die sozialen Verhältnisse, indem sie verhindern will, dass Leute vom oberen Mittelstand in die Oberschicht aufsteigen (progressive Steuern).

    Die einzige echte Linkspartei welche die gesellschaftlichen Verhältnisse grundsätzlich hinterfragt und nicht nur auf dem Papier für eine gerechtere Vermögensverteilung kämpft, ist die PdA (und villeicht noch die Piraten).
    • a-minoro 09.10.2019 11:17
      Highlight Highlight Die SP ist heute vorallem eine Partei für gut gebildete Menschen (Lehrkräfte, Akademiker) mit ausreichend finanziellen Mitteln. Die Gentrifizierung in den Städten geht (leider) hauptsächlich auf derenKappe. Für Menschen mit wenig Geld hat die SP heute leider nichts mehr zu bieten.
    • Platon 09.10.2019 11:47
      Highlight Highlight @Ökonometriker
      Genau, schaffen wir progressive Steuern ab, damit alle reich werden🤦🏻‍♂️ Du weisst schon, dass der Mittelstand extrem von den progressiven Steuern profitiert? Reiche würden einfach noch reicher, wenn man die Progression abschafft, damit zementierst du den jetzigen Prozess und die Strukturen!
    • Platon 09.10.2019 11:51
      Highlight Highlight @a-minoro
      Es stimmt, dass in der SP hauptsächlich das etwas elitär anmutende Bildungsbürgertum vertreten ist. Für Menschen mit wenig Geld macht aber immer noch die SP Politik, siehe Referendum gegen Steuersenkungen gegen reiche Familien oder der Kampf für den Lohnschutz. Oder hast du irgendwelche Belege für deine These?
    Weitere Antworten anzeigen
  • MarGo 09.10.2019 10:52
    Highlight Highlight Kannte ich nicht - ist mir aber auf Anhieb sympathisch :)
    • NathanBiel 09.10.2019 18:37
      Highlight Highlight Fortsetzung... fast alle Lebenshaltungskosten wurden seither im Vergleich zum Lohn günstiger ausser Krankenkasse und zum Teil die Miete. Alles andere ist im Verhältnis billiger. Mit ein wenig Einschränkungen würde es in meinen Augen auch heute noch reichen mit einem Arbeiterlohn eine Familie durch zu bringen.
  • PrivatePyle 09.10.2019 10:52
    Highlight Highlight "Aber es gibt auch noch die JUSO, die PdA. Hauptsache ist, man wählt gesund links."

    Genau. Wenn Marxisten unser Land regieren und unsere freiheitliche Wirtschaft (welche notabene unseren Sozialstaat finanziert) abschaffen, würde es uns allen natürlich viel besser gehen. Welch blanke Ironie.

    Wie kann jemand der in einem der privilegiertesten und selbstbestimmten Länder der Welt lebt, nur solch indifferente, neid-getriebene Sätze von sich geben? In anderen Ecken der Welt kämpfen Menschen für mehr Demokratie und Wohlstand, hier will man selbiges beerdigen. Verstehe wers kann^^
    • YALLA 09.10.2019 10:59
      Highlight Highlight Es geht rein darum mehr Fairness gewährleisten zu wollen. Und wenn du behaupten willst, dass wir in einem fairen, chancengleichen System leben, hast du das Glück zum privilegierten Teilbder Gesellschaft zu gehören, lebst aber gleichzeitig fernab der Realität.
    • Randy Orton 09.10.2019 11:06
      Highlight Highlight Mit Neid hat es nichts zu tun, es geht Tommy eher um eine Gerechte Verteilung von Macht und von Wohlstand. Wieso sollen nur wenige entscheiden dürfen wie alle zu leben haben?
    • phreko 09.10.2019 11:10
      Highlight Highlight Schon krass, dass man es für selbstverständlich hält, dass ein grosser Teil der Bevölkerung unter Existenzängsten leben muss, und der Wunsch danach, etwas weniger Sorgen haben zu müssen, einfach mit der Neidkeule niedergeschlagen wird. Es geht ja nicht darum, dass alle in Saus und Braus leben wollen oder sollen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albi Gabriel 09.10.2019 10:40
    Highlight Highlight Wenn ein paar Parteibonzen über alles bestimmen können, ist alles viel besser... Ja, klar? Was für ein Bullshit! Er sollte sich mal ein wenig mit Geschichte beschäftigen und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und nicht fordern, dass diese wiederholt werden.
    • G-Man 09.10.2019 10:55
      Highlight Highlight Haben wir das gleiche Interview gelesen?
    • Leowind Pilz 09.10.2019 11:04
      Highlight Highlight Dein Vorwurf ist lächerlich, da er völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Lies doch den Text noch einmal.

      Nur weil man die Idee des Kommunismus gut findet ist man nicht automatisch Befürworter vergangener Regierungen, die sich „kommunistisch“ nannten.
    • Posersalami 09.10.2019 11:13
      Highlight Highlight Ich denke, du spielst auf die Sovjets an. Kannst du mir bitte die Stelle bei Marks oder Engels zeigen, wo sie eine Diktatur fordern? Habe viel gelesen aber das muss ich überlesen haben!

      Sozialismus oder Kommunismus wurde noch gar nicht ausprobiert. Das waren alles ganz einfach Diktaturen und Planwirtschaften..
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