Schweiz
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ARCHIV ? ZU DEN THEMEN AN DER HERBSTSESSION DER EIDGENOESSISCHEN RAETE VON HEUTE DONNERSTAG, 12. SEPTEMBER 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -  Die beiden Jaeger Sep Mathias Pfister und Christian Janka spiegeln am Donnerstag, 27. September 2012, nach einer stuermischen Nacht mit Schneefall in hoeheren Regionen ihr Jagdgebiet in Obersaxen im Buendner Oberland ab. Die dreiwoechige Buendner Hochjagd dauert noch bis zum kommenden Sonntag. (KEYSTONE/Arno Balzarini)....The two huntsmen Sep Mathias Pfister, left, and Christian Janka, right, use their binoculars to look out for prey at the hunting ground in Obersaxen, canton of Grisons, Switzerland, Thursday, September 27, 2012. The three-week hunting season lasts until upcoming Sunday, September 30. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Jägerinnen und Jäger sind gespannt auf die Volksabstimmung im September 2020. Bild: KEYSTONE

Dürfen Otter bald abgeschossen werden? 7 Fragen zum Jagdgesetz-Referendum

Am 27. September 2020 ist die Abstimmung über das Jagdgesetz. watson beantwortet die wichtigsten Fragen zur Vorlage.



Wenn es um den Wolf, die Jagd und Otter geht, dann streiten Schweizerinnen und Schweizer hochemotional. So war es auch im Parlament, als das neue Jagdgesetz erarbeitet wurde. Am 27. September 2020 stimmt die stimmberechtigte Bevölkerung über die Vorlage ab.

Volksabstimmungen vom 27. September 2020
Im September stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative, den Gegenvorschlag zum Vaterschaftsurlaub, über höhere Kinderabzüge und über das Jagdgesetz ab. Über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge kommt es zur Abstimmung, nachdem das Referendum zustande kam.

Was soll geändert werden? Welche Tiere sind betroffen? Und wie versteht man die Argumente, auch wenn man zuvor keine Ahnung von der Jagd hatte? watson hat die wichtigsten Fakten dazu zusammengefasst.

Was muss ich zur Jagd in der Schweiz wissen?

Die Jagd in der Schweiz hat heute unter anderem den Zweck, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Dieser Grundsatz gilt seit 1988: Die Politik versuchte damals mit einem neuen Jagdgesetz, einen Ausgleich zwischen Wildpopulation, den Interessen des Menschen und der Natur zu finden. Heute wird unterschieden zwischen:

Für diese jagbaren Tiere gilt eine Schonzeit

Diese Umstellung auf den Artenschutz in den 1980er Jahren hatte Erfolg. Viele Tiere konnten sich wieder ansiedeln und ihre Population ausbauen. Das passt nicht allen. So klagt die Landwirtschaft über rund 200 jährlich vom Wolf gerissene Tiere. Auch Bären gerieten in den Fokus, weil sie häufiger ihre natürliche Scheu ablegen und in Dörfern gesichtet werden.

Was will das neue Jagdgesetz?

Die grössere Wildpopulation, die Gefahr für Mensch und (Nutz-)Tier und der Wertewandel sorgten vor rund zehn Jahren für ein Umdenken. So wurde ein «grösserer Spielraum» bei der «Regulierung» von Wolfsbeständen gefordert. Das Parlament wünschte zudem eine Modernisierung des Jagdgesetzes.

Die Schweiz stimmt am 27. September 2020 über das neue Jagdgesetz ab. Bundesrat und Parlament haben die Forderungen der letzten Jahre in eine Gesetzesänderung verpackt. Folgendes soll sich ändern:

Kriegt die Schweiz jetzt ein «Abschussgesetz»?

Dieselbe Frage stellt sich die PR-Abteilung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga selbst. Der Begriff «Abschussgesetz» wird immer wieder von Naturschutzverbänden ins Spiel gebracht. Eine klare Ja-Nein-Antwort gibt das Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf seiner Webseite nicht.

Die Antwort auf diese Frage ist deshalb nicht ganz einfach. Ein Blick auf die Änderungen beim Wolf machen das klar. Kommt ein Wolf einem Dorf ohne Scheu gefährlich nah, soll der Abschuss vom Kanton freigegeben werden dürfen, noch bevor der Wolf Schäden anrichtet. Einen solchen Abschuss muss der Kanton beim Bund vorgängig begründen.

So soll ein Wolfsrudel wieder die Scheu vor dem Menschen lernen. Die Tötung von ganzen Rudeln bleibt verboten. Gleichzeitig wird die Landwirtschaft in die Pflicht genommen: Schafe und Ziegen sollten neu mit Zäunen und Hunden geschützt werden, damit der Wolf sie gar nicht erst reissen kann. Wer das nicht tut, kriegt neu keine Entschädigung für gerissene Tiere.

Wieso sind Naturschutz-Verbände dagegen?

Junger Fischotter im Zuercher Zoo beim traditionellen Zoo Apero am Mittwoch, 20. August 2014. Im Zoo Zuerich hat es Nachwuchs bei den Fischottern gegeben. Gleich drei junge brachte das Weibchen LULU bei ihrer ersten Geburt zur Welt. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Naturschutzverbände befürchten, dass der Bundesrat Fischotter als «quasi jagbar» einstufen könnte. Bild: KEYSTONE

Naturschutzverbände kritisieren das Gesetz als «unausgewogen». Von der «ungenügenden Arbeit des Parlaments» sei der Artenschutz betroffen, mehrere Tierarten sowie die Natur kämen «noch mehr unter Druck».

Ihre Argumente im Detail:

Was sind die Argumente für das neue Jagdgesetz?

Für Umweltministerin Simonetta Sommaruga (SP) handelt es sich bei der Vorlage um «einen klassischen schweizerischen Mittelweg». Sie stellte Ende Februar die Argumente des Bundesrates vor:

Video: youtube

Wie stimmst du beim Jagdgesetz im September 2020 ab?

Wie sind die Städte davon betroffen?

In den vergangenen Jahren verirrten sich Wildtiere auch absichtlich oder unabsichtlich in die Nähe von Städten und Zentren. Sie verursachten dabei auch schon grössere Schäden, wie die folgenden watson-Berichte darüber zeigen:

Hat das Jagdgesetz eine Chance?

Eine klare Antwort ist hier noch nicht möglich. Der Bundesrat und das Parlament geniessen ein hohes Vertrauen der Stimmbevölkerung. Referendumsvorlagen haben deshalb zu Beginn von Abstimmungskämpfen traditionell hohe Sympathien.

Ob dies auch beim Jagdgesetz so ist, dürfte in einigen Tagen klar sein. Dann werden die ersten Umfrage-Resultate von gfs.bern im Auftrag der SRG erwartet. Eine zweite Umfrage wird erfahrungsgemäss im September veröffentlicht.

Unbestritten ist, dass Bundesrätin Sommaruga sich auf einen emotional geführten Abstimmungskampf einstellen sollte. Einen Vorgeschmack darauf erhielt sie letztes Jahr, als sich im Parlament Berglerinnen, Städter, Tierschützer und Bäuerinnenvertreter um Details der Vorlage zankten.

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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Satan 11.03.2020 08:52
    Highlight Highlight Ich kam wegen den Otten Kommentaren und wurde nicht enttäuscht xD
  • Hayek1902 11.03.2020 08:37
    Highlight Highlight Wenn die Mehrheit der Watson user dagegen ist, dann wird es haushoch angenommen
  • wast*on (*e my life on wats) 11.03.2020 07:33
    Highlight Highlight Das Wallis dreht durch, wenn das Gesetz nicht kommt. Die sind echt crazy drauf diesbezüglich...
    • Obey 11.03.2020 10:42
      Highlight Highlight Sollen sie doch. Das Wallis hat schon mehrfach bewiesen, dass ein Stammbaum der kreisrund ist nicht unbedingt hilfreich ist.
  • Ohniznachtisbett 10.03.2020 22:37
    Highlight Highlight Denkt vielleicht irgendwer mal an die Otten?
  • that's my mustard 10.03.2020 18:21
    Highlight Highlight Legt euch nicht mit unseren otten an!
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 10.03.2020 15:47
    Highlight Highlight Wehe, ihr jagt die Otten!!! Mein 'Nein' ist jedenfalls sicher.
  • Geiwetschteiler 10.03.2020 14:21
    Highlight Highlight Sind euch denn die anderen Wilttiere egal?
    Die Zuwachsrate beim Wolf liegt bei 45-50%
    Rotwild 25-30%
    Gämse ca.15%
    Wenn man den Wolf nicht wie jede andere Tierart reguliert wird. (und das ist bei jeder Tierart nötig wenn sich der Mensch nicht aus der Natur raushält)
    wird er seine natürliche Beute wie Hirsch und Reh in ziemlich kurzer Zeit stark ausdünnen. Wer jetzt glaubt das Regele die Natur dann schon selber, dem sei gesagt das der Wolf ein gerissenes Tier ist, welches sich nicht davon abhalten lassen wird bei den Dörfern der Menschen nach Futter zu suchen. Nicht Ausrottung. Regulierung!

    • Pümpernüssler 10.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Setzen, Sechs. Schonmal was von der Wiedereingliederung des Wolfs im Yellowstone gehört? Wölfe vertreiben andere Fressfeinde unserer Wildtiere. Zudem fressen sie die alten, schwachen und kranken Tiere.

      https://www.theguardian.com/environment/2020/jan/25/yellowstone-wolf-project-25th-anniversary

    • WHU89 10.03.2020 22:33
      Highlight Highlight schau dir mal die doku über den yellowstone park und wölfe an. dann siehst du wie sich die natur selber reguliert
    • LeMo 11.03.2020 07:59
      Highlight Highlight @WHU89 Die Doku ist gut und durchaus spannend, aber auf einen grossen zusammenhängenden und ungestörten Lebensraum bezogen. Die Schweiz ist dicht besiedelt und stark fragmentiert, deshalb kommt der Wolf zwangsläufig sehr schnell in Konflikt mit dem Menschen (davon ist nicht nur die Landwirtschaft betroffen). Der Wolf sorgt zwar für eine Bewegung der Wildbestände, wird aber nie eine Regulierung der Wildbestände erreichen können zumindest nicht im Lebensraum Schweiz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Soini 10.03.2020 13:47
    Highlight Highlight Das neue Gesetz ist wichtig und richtig. Es enthält viele Verbesserungen, regelt die Bestandteile der Jagdprüfung endlich schweizweit (heute kann man nicht mit einer Prüfung in allen Kantonen jagen) und nimmt zudem die Bauern in die Pflicht Schutzmassnahmen für ihre Tiere zu treffen, ansonsten erhalten Sie bei Rissen keine Entschädigung.
    deshalb JA zum neuen Jagdgesetz!
    (Jäger hegen und pflegen unsere Natur und den Wildbestand. Sie absolvieren einen intensiven Lehrgang mit Prüfung und haben das privileg Tiere waidmännisch zu erlegen - nicht einfach zu erschiessen aus Freude!)
  • Soini 10.03.2020 13:43
    Highlight Highlight Bei der Bildstrecke sind übrigens nicht die Jagdzeiten sondern die Schonzeiten der einzelnen Tierarten angegeben! Bitte korrigieren. :)
  • wiedemauchsei 10.03.2020 12:55
    Highlight Highlight Gut schweizerischer Kompromiss: Otten und Biber ab sofort zum Abschuss freigeben - aber nur, wenn sie zu tief fliegen!
    • Red4 *Miss Vanjie* 10.03.2020 23:34
      Highlight Highlight <3 😂

      Ich muss da grade an South Park denken wo sie jedesmal "my god it's coming right for us" schreien
      Play Icon
  • jalonik 10.03.2020 12:49
    Highlight Highlight Wenige Dinge sind bei dem neuen Jagdgesetz gut, doch hinter dem meisten kann man einfach nicht stehen. Wir wollen doch einen schritt nach vorne machen und keinen zurück!
    • Geiwetschteiler 10.03.2020 13:03
      Highlight Highlight was hast du gegen eine Nachsuchepflicht, Bessere Wildübergänge bei Autobahnen, vorgeschriebenen Herdenschutz und die Tatsache das diverse Vögel neu unter Schutz stehen? Nochmal zur Klarstellung der Wolf wird durch dieses Gesetz nicht jagdbar! Nur die Entscheidung ob ein Tier welches vermehrt Ärger macht von der Wildhut erlegt werden kann, liegt nicht mehr beim Bund sondern beim Kanton. Das ist alles. In der Realität werden durch dieses Gesetz mehr Tiere geschützt, die Biodiversität gefördert und der Lebensraum unserer Wildtiere verbessert.
    • jalonik 10.03.2020 14:39
      Highlight Highlight Es werden bei noch mehr Tieren den Schutz gelockert. Und ein Tier darf ja bereits bevor es jemals etwas angestellt hat abgeschossen werden! Das kann doch nicht wahr sein? Das stört am meisten an dieser Vorlage. Die anderen Dinge die du aufzählst finde ich auch gut, wie ich gesagt habe einige Dinge sind gut an der Vorlage vieles aber schlecht. Kannst es ja selber nachlesen
    • LeMo 11.03.2020 08:08
      Highlight Highlight Das Tier darf auch mit dem neuen Jagdgesetz nicht einfach erlegt werden. Das BAFU muss angehört werden und der Kanton darf nicht einfach selber entscheiden, ob ein Tier erlegt werden darf oder nicht. Ausserdem muss der Kanton dabei einen Entscheid ausstellen, der öffentlich aufliegt und anfechtbar ist (jede Naturschutzorganisation kann eine Beschwerde einreichen). Deshalb erachte ich den Schutz für die Wölfe auch mit dem neuen Gesetz als ausreichend.
      Und es dürfen nur Einzeltiere und keine Rudel erlegt werden, so wie momentan auch.
  • ChillDaHood 10.03.2020 12:43
    Highlight Highlight Uiuiui, jede Menge "Experten" mit einem diffusen Hass auf Jäger und Jägerinnen generell und den Kanton Wallis. Das kann ja heiter werden.

    #PROOtten
    • Magnum 10.03.2020 15:02
      Highlight Highlight Geh auch Du die Rundschau-Reportage gucken in Sachen Trophäenjagd im Wallis: Diese Art von Jägern, die aus Profitgier zulassen, dass reiche Touris die grundfalschen Tiere abknallen und so das soziale Gefüge in Herden aus der Balance bringen, bringen die ganze Jagd in Verruf. Setzt doch einfach mal bei diesen Typen an, mkey?
  • Randalf 10.03.2020 12:35
    Highlight Highlight
    Neeeeeeein!


    Nicht die Otten.
  • Fumia Canero 10.03.2020 12:16
    Highlight Highlight Bei Wildtieren muss man also die Population regulieren, weil die Natur das absolut nicht auf die Reihe kriegt? Wenn die Regulierung der menschlichen Population nicht so ein Tabuthema wäre, bestünde auch nicht so ein grosser Druck auf die natürlichen Habitate der Wildtiere.
    Mit "Regulierung der menschlichen Population" meine ich natürlich nicht, diese zum Abschuss freizugeben!
    • Glaedr 10.03.2020 12:46
      Highlight Highlight Was meinen sie dann?
      Geburten regulieren?
      Da wäre die Schweiz schon top.
      Daher wären es die Ausländer oder besser gesagt Asien und Afrika wo man ansetzen muss.
      Was für Möglichkeiten hätte man denn?
      Zwangskastration
      Keine Hilfe mehr leisten
      Milliarden für Kondome ausgeben
  • Dogbone 10.03.2020 12:15
    Highlight Highlight Gut ist ja, dass Gelder für Reservate, Schutzgebiete und vor allem dringend notwendige Wildtierkorridore gesprochen werden. Das geschützte Tierarten nun „regulierbar“ werden sollen, bereitet mir allerdings ziemlich Kopfzerbrechen. Spontan fällt mir da natürlich der Kanton Wallis ein, der sich selber die Abschüsse bewilligen und sich weder vom Bund noch von Naturschutzorganisationen dreinreden lassen wird. Für mich (nebst den Otten natürlich) DAS Killerargument gegen das neue Jagdgesetz. Das wird auch Simonetta nicht schönreden können.
  • fidget 10.03.2020 12:14
    Highlight Highlight Der Plural von Otter lautet Otten. Das solltet ihr in der watson-Redaktion wissen.
  • homo sapiens melior 10.03.2020 12:08
    Highlight Highlight Man müsste mal die Menschen regulieren.
    • 1of8mio 10.03.2020 12:22
      Highlight Highlight Genau, hätten wir bloss ein Virus, welches mal wieder richtig global wü... nevermind.
  • Vecchia 10.03.2020 12:07
    Highlight Highlight Hier sind die Argumente von Fachleuten gegen das neue Jagdgesetz zu finden:

    https://www.pronatura.ch/de/jagdgesetz-nein

    Mein Nein ist auch sicher, weil gefährdete Arten wie Feldhasen, Schneehuhn etc. weiter gejagt werden dürfen.

  • Magnum 10.03.2020 11:54
    Highlight Highlight Mehr kantonale Kompetenzen bei der Bejagung seltener bis gefährdeter Tiere? Das halte ich für eine kreuzfalsche Idee.

    Im Wallis ist nicht nur der Wolf Freiwild: Aus lauter Gier führen Einheimische reiche Jagdtouristen in Rückzugszonen, wo diese dann Alpha-Steinböcke umnieten - wegen den schönen, grossen Hörnern. Damit stören sie das soziale Gefüge der in Gruppen lebenden Steinböcke, und das aus lauter Profitgier.
    11min-Reportage der SRF-Rundschau zur Trophäenjagd gegen Bares im Wallis: https://bit.ly/2v9p7tP

    NEIN: Für diesen Graubereich aus Abzocke und Wilderei braucht es KEIN Verständnis.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 10.03.2020 11:53
    Highlight Highlight Ich erwarte, dass Watson sein ganzes publizistisches Gewicht zum Schutz der Otten einsetzt!
  • Geiwetschteiler 10.03.2020 11:50
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel! Nur im Titel von Otten zu sprechen verwirt mich. Diese Art bleibt nach wie vor geschützt! Es ist allerdings dem Bundesrat vorbehalten über den Schutz der Otten zu bestimmen. Ebenso wird es keine Steinadler Abschüsse geben oder Bieber Abschüsse, einzig der Bundesrat kann solche Massnahmen bestimmen. Und ehrlich gesagt ist es vielleicht besser einen Bieber der die Aare staut umzusiedeln als ihn gewähren zu lassen und Bern in sein natürliches Habitat zu verwandeln.
    • ChillDaHood 10.03.2020 12:19
      Highlight Highlight Justin? Hmmm, Bieber-Abschuss, da gäbs wohl einige Befürworter, aber legal wird das sicher nie...
    • Magnum 10.03.2020 12:24
      Highlight Highlight Den Biber, der einen Fluss von der Breite der Aare in Stadtnähe Bern zu stauen vermag, musst Du mir aber erst einmal zeigen.

      Nationale Alleingänge beim Artenschutz sind schon skurril, aber den Kantonen hier mehr Kompetenzen einräumen zu wollen, ist schlicht sachfremd.
    • Geiwetschteiler 10.03.2020 12:53
      Highlight Highlight der längste Biberdamm hat eine länge von 850m. Aber es geht ja eigentlich nicht um den Bieber. Sondern um Artenschutz. Finde es traurig das die watsoncommunity das gefühl hat besser über den Artenschutz bescheid zu wissen als Fachleute vom Bund und den Kantonen.
      Benutzer Bild
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  • trichie 10.03.2020 11:50
    Highlight Highlight Zwei Fragen:

    Wieso heissen die hier in einem Watson-Artikel auf einmal Otter und nicht mehr Otten?

    Was unternimmt Watson zum Schutz der Otten?
  • DonTuttifrutti 10.03.2020 11:49
    Highlight Highlight Würde vielleicht noch Sinn machen, bei der Bilderstrecke zu erwähnen, dass es sich bei den Daten um die Schonzeit der jeweiligen Tierart handelt.. 🤔
    • pachifig 10.03.2020 12:34
      Highlight Highlight Joa... Wenn man Jagd- mit Schonzeit verwechselt :-).
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.03.2020 13:03
      Highlight Highlight Dachte ich auch. Ausserdem unterscheiden sich die Jagdzeiten auch kantonal ...
  • Boaty McBoatface 10.03.2020 11:48
    Highlight Highlight Irgendwie bizarr wie der Mensch Tier und Natur immer noch Meilenweit unter sich stellt. Mann stelle sich den Rassismus-Aufschrei vor wenn ein solches Gesetz über Menschen gemacht würde.

    "Änderung bei jagbaren Menschen: Neu gejagt werden soll der Chinese. Die Griechen und die Deutschen sollen geschützt werden. Alle Eidgenossen kriegen eine «Schonzeit», in der sie nicht gejagt werden dürfen. Nicht-Eidgenossen sollen das ganze Jahr durch gejagt werden dürfen."
    • ChillDaHood 10.03.2020 12:23
      Highlight Highlight Ich hoffe, dass Sie Veganer sind. Ansonsten ist das eine sehr inkonsequente Sicht.

      Persönlich kann ich mit einer Gleichstellung von Speziesimus und Rassimus wenig anfangen. Tierrechte ja. Aber Tierrechte sind für mich nicht gleich Menschenrechten.
    • Boaty McBoatface 10.03.2020 14:05
      Highlight Highlight @ChillDaHood

      Nirgends habe ich meine Sichtweise kund gegeben noch habe ich Speziesismus und Rassismus gleichgestellt.

      Ich gab rein ein Beispiel wie absurd und unvorstellbar eine solches Gesetz in heutiger Zeit bezogen auf den Menschen wäre. Auf der anderen Seite nehmen wir uns wie selbstverständlich das Recht, (Wild-)Tiere zu regulieren (als ob das die Natur nicht selber könnte).

    • ChillDaHood 10.03.2020 15:24
      Highlight Highlight Also ich sehe in ihrem Kommentar durchaus ihre Sichtweise. wenn sie schreiben, dass das bizarr ist, dann verstehe ich das so, dass es ihre Sichtweise/Meinung zum Thema ist. Sie stellen Speziesismus und Rassismus danach nicht gleich, vergleichen sie allerdings, also habe ich mir einen Kommentar erlaubt. Und mit Verlaub, hinsichtlich Jagen Menschen mit Tieren zu vergleichen ist für mich hanebüchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 10.03.2020 11:42
    Highlight Highlight Der grösste und fragwürdigste aller Jäger im Ökosystem geht auf den Hinterpfoten und hält sich ohne stichhaltigen Grund für die Krone der Schöpfung. Dabei handelt es sich bei realistischer Betrachtung eher um Werkzeug benutzende Affen.

    Wenn diese Revision durchkommt, säge ich ein paar Hochsitze um - das ist als Ankündigung zu verstehen. Um die Biodiversität in der Schweiz steht es zu schlecht, als dass Jäger vor kurzem noch ausgerottete Tiere schon wieder abknallen dürfen.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.03.2020 13:22
      Highlight Highlight Wenn ich dich sägen sehe, gibts Ärger. Das ist als Ankündigung zu verstehen ...
  • Eyeore 10.03.2020 11:41
    Highlight Highlight Würden Katzen welche Schaden anrichten auch geschossen?
    • DonTuttifrutti 10.03.2020 12:20
      Highlight Highlight Nein, die kann ich im Kanton Bern einfach so erlegen. Ist im Basispatent nebst Fuchs, Marderhund, Waschbär und der verwilderten Haustaube mit dabei..

      Bitte gern geschehen. ✌🏽

      PS. Ich sehe keinen Grund auf eine Katze zu schiessen.
      Auch sehe ich keinen Grund, ein 32 jähriges Gesetz nicht anpassen zu wollen.
      Aber ja, immer schön emotional bleiben, dann finden wir sicher super pragmatische Lösungen..
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.03.2020 13:07
      Highlight Highlight Ist im Kanton Solothurn auch so, obwohl dort die Revierjagd gilt.
  • KOHL 10.03.2020 11:28
    Highlight Highlight Dem jetzigen Bundesrat sollte man in der Tat möglichst wenig Kompetenzen zusprechen.

    Dieses Gesetz ist wirklich etwas vom absurdesten der letzten Jahre, Schade! Ich frage mich schon, weshalb man soviel Geld in die Wiederansiedlung dieser Tiere gesteckt hat und dies nun de facto über den Haufen wirft (Wir wissen alle wie schnell solche "Abschussgründe" in bürgerlich dominierten Kantonen gefunden werden). Aber he, wer braucht schon einen intakten Wald? Oder Biodiversität? Für das kann man ja auch nach Afrika in die Ferien fliegen.
  • Nate Smith 10.03.2020 11:26
    Highlight Highlight Im Wallis wir damit klar jeder Wolf abgeschossen werden. Der Bund ist der einzige der das Wallis momentan datan hindert. Sobald die Kantone darüber entscheiden dürfen, ist dies das aus für alle Raubtiere.
  • Bert der Geologe 10.03.2020 11:25
    Highlight Highlight Im Jagdgesetz von 1986 waren bei den jagdbaren Arten u.a. Feldhase, Birkhahn, Schneehuhn und Waldschnepfe drin. Sofern solch seltene Tiere (wer hat schon mal eine Waldschnepfe gesehen?) noch immer jagdbar sind, werde ich nein stimmen. Mit der Regulierung von Wolf und Steinbock könnte ich leben.
    • DonTuttifrutti 10.03.2020 12:24
      Highlight Highlight Ich habe schon einmal eine Waldschnäpfe gesehen. (Die sind im Fall im Wald zuhause, nicht in deinem Wohnzimmer)

      Jagdbar vom 1.10 - 15.11 (nur Berner Jura)

      Bitte auch gern geschehen.. ✌🏽
    • Bert der Geologe 10.03.2020 12:46
      Highlight Highlight @Don: Diese zu jagen macht absolut keinen Sinn.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.03.2020 13:14
      Highlight Highlight Wow - Glück gehabt! Das ist voll schwierig, die zu entdecken ...
  • dechloisu 10.03.2020 11:24
    Highlight Highlight Hallo wir reden hier von Otten!!
  • Glenn Quagmire 10.03.2020 10:57
    Highlight Highlight OTTEN! Das sind Otten!
  • Fritz N 10.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Ok, das Problem mit dem Abschuss auf Vorrat kann ich ja nachvollziehen und den Kantönligeist in diesem Thema zu fördern ist gerade mit Blick auf einen gewissen westlichen Kanton etwas fragwürdig, aber die Kompetenz des Bundesrates wegen "quasi jagdbar"? Also ich kann mir ehrlich gesagt keine Situation vorstellen, wo der Bundesrat aus dem nix beschliesst Fischotter oder Luchse zur Jagd freizugeben... Wieso sollte das passieren?
  • Francis Begbie 10.03.2020 10:42
    Highlight Highlight Warum dürfen eigentlich die Schwäne nicht geschossen werden? Die sind nicht einheimisch.
  • MacB 10.03.2020 10:42
    Highlight Highlight Es kommt noch soweit, dass die Tiere sich bei Regionswechsel innert 8 Tagen bei der Einwohnerkontrolle melden müssen, ansonsten werden sie geschossen.

    Lasst doch die Tiere leben. Kritische Tiere können auch heute schon erlegt werden.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 10.03.2020 10:42
    Highlight Highlight Ihr habt Otten falsch geschrieben.
    • Pax Mauer 10.03.2020 11:20
      Highlight Highlight Der Autor ist noch neu hier. Immerhin den Absprung von der Dufourstrasse geschafft.
    • loquito 10.03.2020 11:21
      Highlight Highlight Wollte dasselbe schreiben...
    • Petar Marjanović 10.03.2020 12:12
      Highlight Highlight @Pax Mauer: Neu hier? Wieder hier.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Red4 *Miss Vanjie* 10.03.2020 10:41
    Highlight Highlight Lasst die Otten in Ruhe!
  • Nik G. 10.03.2020 10:39
    Highlight Highlight Sperren wir vorsorglich Menschen ein bevor sie eine Tat verüben "könnten"?! Das Wallis wird den Wolf schiessen lassen wenn er die Kantonszgrenze überquert hat. Einfach Vorsorglich weil sie danach wieder mehr Kompetenz erhalten. Schutz der Artenvielfalt ist einfach nur Blödsinn. Die Natur reguliert sich selber. Es benötigt nur Jäger weil die natürlichen Jäger (Wolf und Bär) eliminiert wurden.

Kantonspolizei Zürich testete neue Blitzkästen – mit interessantem Design 🤔

Im Kanton Zürich wurden in den letzten zwei Wochen neue Blitzkästen getestet. Wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage bestätigt, wurden diese «an bekannten Raserstrecken im Kanton» aufgestellt.

Verschiedene User haben watson Bilder von den neuen Geräten gesendet. Grund dürfte das kuriose Aussehen der Blitzkästen sein. Ihr Erscheinungsbild ähnelt dem eines Stromkastens sehr.

Die gut getarnten Blitzkästen haben einen sehr spezifischen Einsatzbereich, wie Stefan Oberlin von der Kantonspolizei …

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