Schweiz
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Un employe de ORS Encadrement, centre, explique le fonctionnement d'une machine a coudre a deux refugies lors des portes ouvertes du Centre federal pour requerants d'asile, CFA, ce samedi 1 septembre 2018 a Boudry. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

ORS betreibt in der Schweiz über 100 Flüchtlingsunterkünfte. Bild: KEYSTONE

Millionen-Gewinn im Flüchtlings-Business: Asylfirma ORS legt erstmals Zahlen offen

Jahrelang hat sich die Flüchtlingsbetreuungsfirma ORS gegen Transparenz gewehrt. Jetzt gibt sie erstmals Geschäftszahlen preis.

Leo Eiholzer / ch media



Wie viel Geld die ORS Service AG verdient, beschäftigt seit Jahren Medien, das Parlament, den Bundesrat: Die Firma betreibt primär für die öffentliche Hand über 100 Asylunterkünfte mit fast 90'000 Schlafplätzen. Obwohl das Geld zu grossen Teilen vom Staat stammt, veröffentlichte ORS nie Gewinnzahlen. Die Firma gehört einer Beteiligungsgesellschaft in London. Die Schlagzeilen waren entsprechend: Von «verstecktem Profit auf dem Buckel von Flüchtlingen» oder «Profiteuren des Elends» war die Rede.

Nun hat die ORS ihre Zahlen veröffentlicht: Die Firma machte letztes Jahr einen operativen Gewinn von 1.3 Millionen Franken. Der Umsatz betrug 157.8 Millionen. Die Zahlen beziehen sich auf die Schweiz, Deutschland und Österreich. Sie stammen aus dem Geschäftsbericht, der kürzlich erstmals auf der ORS-Website aufgeschaltet wurde.

Die Publikation ist im Vergleich zu üblichen Geschäftsberichten dürftig. Das 48-seitige Dokument nennt lediglich auf zwölf Zeilen Finanzzahlen. Diese zeigen: In der Schweiz machte ORS letztes Jahr 99.8 Millionen Franken Umsatz. Die Gemeindemandate sind mit Abstand am wichtigsten. Sie sind für 40 Millionen Franken des Umsatzes verantwortlich. Kollektivunterkünfte für 29.8 Millionen. Die Aufträge durch das Staatssekretariat für Migration – unter anderem das Betreiben von Bundes-Asylzentren – machen 19.4 Millionen Franken aus.

Umsatzrückgang führt zu Entlassungen

Der Gewinn von 1.3 Millionen Franken ist überraschend tief. Die NZZ berichtete für 2016 über einen Gewinn von mindestens drei Millionen. Der Umsatz in der Schweiz sank von 125 Millionen Franken per 2016 (laut früheren Berichten) auf nun 99.8 Millionen. Der Grund für den Rückgang um 20 Prozent: Die Zahl der Asylgesuche sank zwischen 2015 und 2018 um zwei Drittel auf 15'000. Ein ORS-Sprecher sagt: «Während 2015 schnell und professionell Unterkünfte in Betrieb genommen werden mussten, stehen wir heute vor der Herausforderung, Kapazitäten nach unten anzupassen.»

Das hatte vor allem Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Ende 2017 waren bei ORS Schweiz 1000 Personen angestellt. Heute sind es nur noch 700. Dieses Jahr wurden 20 Kündigungen ausgesprochen.

ORS geriet nicht nur wegen Entlassungen in die Schlagzeilen. Die Betreuung der Flüchtlinge wurde oft kritisiert. Im Februar 2016 etwa berichtete die «Basler Zeitung» über Protokolle, gemäss denen die ORS in einer Bundes-Unterkunft in Aesch BL nicht genügend Nahrung für Babys zur Verfügung gestellt habe. Die Vorwürfe wurden bestritten. In weiteren Fällen gab es heftige Kritik an Zuständen in den ORS-Unterkünften, die die Firma allesamt energisch zurückwies.

Kürzlich nach Italien expandiert

Angesprochen auf den rückläufigen Umsatz verweist der ORS-Sprecher darauf, dass die Firma trotz der rückläufigen Asylzahlen neue Mandate gewinnen konnte. Etwa im Kanton Bern, wo die ORS Teile eines 50-Millionen-Franken-Auftrags erhielt. Dieses Jahr laufen auch Mandate aus, weil Gemeinden andere Anbieter gewählt haben. Doch auch ORS wollte teils nicht mehr: «Aus unternehmerischer Verantwortung heraus hat die ORS von sich aus Gemeindemandate gekündigt, die sich stark defizitär entwickelt haben», sagt der Sprecher.

Richtig kritisch ist die Lage in Österreich. Dorthin expandierte ORS im Jahr 2012 und zog einen dicken Auftrag an Land. ORS betreute alle Asylsuchende, die in Obhut der Regierung standen. Doch als die rechtsnationale FPÖ den Innenminister stellte, ging sie gegen die «Asylindustrie» vor. Ab 1. Juli 2020 betreibt der Staat die Unterkünfte selber. ORS machte in Österreich letztes Jahr 51.2 Millionen Franken Umsatz. Laut dem Sprecher besteht dieser Betrag zu grossen Teilen aus dem Bundesauftrag. In Deutschland beschäftigt ORS mittlerweile 200 Mitarbeiter und machte 2018 einen Umsatz von 6.7 Millionen Franken. Die Firma hat in den letzten Monaten Mandate in mehreren Bundesländern gewonnen. ORS ist kürzlich auch nach Italien expandiert.

Sie ist nicht die einzige Anbieterin, die sich an die neuen Realitäten im Flüchtlingsbusiness anpassen muss. Die Asyl-Organisation-Zürich (AOZ) ist die grösste Konkurrentin. Sie gehört der Stadt Zürich und ist nicht gewinnorientiert. Bei der AOZ resultierte letztes Jahr ein Verlust von 1.7 Millionen Franken, 2016 war es noch ein Plus von rund einer halben Million. Der wichtigste Faktor dafür sei ein sehr starker Rückgang der Asylgesuchszahlen, insbesondere bei unbegleiteten Minderjährigen, sagt eine Sprecherin.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zeromaster80 08.10.2019 19:08
    Highlight Highlight Ihr stört euch ab dem kleinen Gewinn, ich störe mich an den 100mio Umsatz in der Schweiz.
  • Locutus70 08.10.2019 14:17
    Highlight Highlight Da werden sich nun die linken wie rechten wieder aufregen. Aber 1,3 Mio. Franken Gewinn bei 157.8 Mio. Franken Umsatz das ist nicht wirklich viel.
  • Sapere Aude 08.10.2019 12:41
    Highlight Highlight So funktioniert Kapitalismus. Alles wird zur Ware.
    • Hierundjetzt 08.10.2019 18:46
      Highlight Highlight Und der Sapere lebt von Luft und Liebe.

      Kann man machen.
    • Sapere Aude 08.10.2019 19:12
      Highlight Highlight Weshalb bereite ich dann gerade jetzt mein Abendmal vor?
  • Nüübächler 08.10.2019 12:39
    Highlight Highlight ….und diese Leute setzen sich natürlich für Flüchtlinge ein, egal woher und warum sie kommen, Hauptsache es kommen möglichst viele. Natürlich mit den Argumenten Menschenliebe, Humanität, Toleranz usw. Kritische Stimmen werden bombardiert mit Worten wie Nazis, Faschisten, Rechtsextreme usw. Und doch ist alles Schein- es geht nur ums Geschäft. Der Flüchtling ist für diese Leute ein Stück Profit und ein Stück Umsatz, mehr nicht.
  • Rumbel the Sumbel 08.10.2019 12:21
    Highlight Highlight Ich sagte schon immer, es ist ein Millionengeschäft.....
  • S.Potter 08.10.2019 12:10
    Highlight Highlight 1.3 Millionen Gewinn bei 158 Millionen Umsatz finde ich jetzt nicht überrissen.
  • LibConTheo 08.10.2019 11:30
    Highlight Highlight Der sogenannte "Kollektivismus", von welchem ich immer schwadroniere ist hier wunderbar ersichtlich.

    Privatwirtschaftliche Unternehmen fassen staatliche Aufgaben und erhalten durch dies eine besondere Stellung im Markt.

    Um diesen Umstand entscheidend befürworten oder ablehnen zu können, muss man sich selbst die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, den Unterhalt von Migranten mittels gewinnorientierter Wirtschaft sicherzustellen oder ob es eine reine (im Sinne des Sozialstaats) Ausgabe sein sollte, welche lediglich die bestehenden Bedürfnisse deckt und kein Geschäft daraus macht.

    • just sayin' 08.10.2019 13:08
      Highlight Highlight ich bin eigentlich mit dir einverstanden, dass diese aufgabe beim staat bleiben sollte.

      wenn der staat dies machen würde, wäre es (siehe all die anderen sachen, die der staat verbockt hat) zu langsam, zu unflexibel und ineffizient. es wäre nicht günstiger - das geld würde einfach durch die ritzen im system versickern.
    • Ueli der Knecht 08.10.2019 22:36
      Highlight Highlight Beim Staat würde jedenfalls das Öffentlichkeitsprinzip greifen, und es wäre alles viel transparenter als bei ORS, die ihre Profite in einem komplexen Firmengeflecht offensichtlich steuerfrei nach Offshore verschiebt, und deren wahren Besitzer sich feige hinter einer ominösen "Beteiligungsgesellschaft aus London" verstecken.

      Damit wird das Öffentlichkeitsprinzip (meines Erachtens rechtswidrig) ausgehebelt, und das ausgerechnet im Asylwesen.
    • Kaspar Floigen 09.10.2019 07:46
      Highlight Highlight Also die schaffen das für 4.7 chf pro Schlafplatz und Tag, ohne die Leute in Bunker einzusperren. Scheinen das schon besser im Griff zu haben als der Staat.
  • Gubbe 08.10.2019 11:04
    Highlight Highlight Ich wundere mich, dass diese Flüchtlingsorganisation Gewinn macht. Gegen eine 'richtige' Firma ist das aber 10x zu wenig. Aber kein Wunder möchten etliche mehr Flüchtlinge aufnehmen. Wie überall gibt's Geld. Aber für Flüchtlingsorganisationen... wieso?
    • Ueli der Knecht 08.10.2019 22:37
      Highlight Highlight Die grossen 10-mal-mehr-Profite wurden nur geschickt und steuerfrei an Offshore-Gesellschaften ausgelagert.
    • Gubbe 09.10.2019 09:38
      Highlight Highlight Ueli der Knecht: Teilweise hast du recht. Beispielsweise muss aber der Maschinenpark einer Firma erneuert werden. Für das müssen Rückstellungen gemacht werden. Grosse Firmen machen mehr als 10% Gewinn, da bin ich bei dir.
    • Ueli der Knecht 09.10.2019 21:46
      Highlight Highlight Gubbe: am besten gehst du mal ein solches Asylzentrum besuchen. Dann wirst du dann bald merken, dass das Öffentlichkeitsprinzip dort aufhört zu existieren.

      Dann frag einfach die Leute, die dort ein- und ausgehen, wie sie dort leben und betreut werden. Dann merkst, du, dass die ORS-Firmen praktisch nichts investieren und sparen, wo sie nur können.

      Und als Tüpfli auf dem i: Versuch mal mit dem ORS-Service-Personal ins Gespräch zu kommen, und sie zB. nach ihren Arbeitsbedingungen und ihrem Lohn auszufragen.

      (eigentlich sollten das ja seriöse Journis tun, aber eben... wo gibt's die noch?)
  • IMaki 08.10.2019 10:34
    Highlight Highlight Vom Steuerzahler finanzierter, staatlich garantierter Zynismus. Auf der einen Seite werden Asylsuchende faktisch trotz gegenteiliger Behauptungen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, gleichzeitig wird unter dem Kommando der Herrliberger Bewegung die Ueberlebenshilfe für vorläufig Aufgenommene ständig weiter gekürzt (eine neue Inititiative für faktische Null-Unterstützung läuft). Und für die "Betreuung" dieser selbst erzeugten Misere werden dann Millionen an Geschäftemacher wie die ORS verteilt. Die Kosten dem Steuerzahler, die Gewinne den Privaten. Neoliberalismus der 90er Jahre. Danke KKS.
    • Hierundjetzt 08.10.2019 12:24
      Highlight Highlight Nope.

      Da fehlt Dir es bitz Hintergrund: Der Gesetzgeber will das Flüchtlinge erst *nach* Abschluss des Asylverfahrens einen Job annehmen können.

      Gem. BGer ist man mit einem Job integriert, egal ob Flüchtling oder VA.

      Integration= Bleiberecht

      Und nein, Ausweise solls nur für echte Flüchtlinge geben. Nicht für alle anderen. Für die gibts CH Drittstaaten Kontingente und den Ausweis B 😉
  • iisebahnerin 08.10.2019 10:01
    Highlight Highlight Gewinne erwirtschaften mit Menschen in Not? Wie pervers ist unser Wirtschaftssystem bloss geworden

    *beschämt den Kopf hängen lasse*

    Gibt es keine rechtliche Handhabe wonach Kantone&Gemeinden gezwungen werden können ein nur kostendeckendes Modell, analog zu Zürich, zu nutzen? Es kann doch nicht sein, dass die öffentliche Hand die notwendigen Infrastrukturen&Dienste bezahlt und dann davon Gewinn ins Ausland abgeschöpft wird!
    Bin ja nur Laiin, aber wo bleibt hier die Menschlichkeit?
    • Hierundjetzt 08.10.2019 12:27
      Highlight Highlight Die AOZ in Zürich das SRK erwirtschaftet auch Gewinn.

      Das ist jetzt aber Betriebswirtschaft berufliche Grundbildung 1 Lehrjahr (egal welche Lehre / Matura du machst)...

      Oder wie willst Du sonst Abschreibungen tätigen? Delkredere ausbuchen, Investieren usw?

      😉
    • Bits_and_More 08.10.2019 13:47
      Highlight Highlight Wenn du Ende Monat weniger Geld ausgegeben als du erhalten hast machst du auch Gewinn.
      Was soll so schlimm daran sein, wenn die Ausgaben kleiner als die Einnahmen sind?
    • Coffeetime 08.10.2019 15:03
      Highlight Highlight Jede Organisation muss Gewinne machen, damit sie neue Projekte angehen kann... auch die Pfadis oder das SRK.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phoria 08.10.2019 09:51
    Highlight Highlight Verstehe nicht, wieso nicht der Staat die Unterkunftsbetreibung übernimmt, oder diese Aufgabe an nicht gewinnorientierte Organisationen wie die AOZ auslagert. Die ORS stinkt doch zum Himmel - wahrscheinlich ist dies das erste Jahr, indem nicht ein horrender Umsatz erzielt wurde, deshalb veröffentlichen sie die Zahlen erstmals (wären sie dazu denn nicht generell verpflichtet? Es handelt sich um Staatsgelder!).
    • Herr J. 08.10.2019 15:16
      Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht. ORS hat immerhin einen Anreiz, ihre Dienstleistung günstig anzubieten, denn sonst käme sie gar nicht zum Zug. Staatliche Anstalten haben null Anreiz, effizient zu sein, denn der Zaster fliesst ja sowieso. Das siehst du in ganz vielen Branchen.
    • Herr J. 08.10.2019 15:22
      Highlight Highlight ORS erledigt einfach eine Dienstleistung, und das offenbar nicht allzu schlecht. Sonst wären längst die Konkurrenten zu all den Aufträgen gekommen. Dass ORS oft zum Zug kommt und noch Gewinn erwirtschaftet, ist ein Qualitätsmerkmal und nichts, wofür man die Firma kritisieren sollte.
    • Asho 09.10.2019 00:33
      Highlight Highlight Wie macht die ORS dann Gewinn? Wenn man im Sozialbereich „effizient“ sein will geht das nur über 1) schlechtere Qualifikation der Mitarbeitenden 2) tiefere Löhne 3) höhere Fallzahlen.

      Beispiel: in der städtischen Kinderbetreuung arbeiten mehrheitlich pädagogisch ausgebildete Personen; es gibt faire Löhne; auf eine Betreuungsperson kommen 3 Kinder. In einer Privaten arbeiten mehrheitlich Praktikanten und Lehrlinge, die Löhne sind mies und der Betreuungsschlüssel ist bei 1:6

      Wenn ich als Gemeinde Geld aufwende soll dies den Betroffenen und MA zugute kommen, nicht den Aktionären und CEOs
  • sirlurkalot 08.10.2019 09:28
    Highlight Highlight Naja, bei 0.8% Gewinn operiert man ja gerademal knapp kostendeckend. Evtl. wird da aber auch viel Kohle weggemauschelt über Beratunsmandate etc.
  • Kaktus Salat 08.10.2019 09:26
    Highlight Highlight Mir fehlt im Artikel eine etwas genauere Darstellung wie denn überhaupt ein Gewinn erwirtschaftet wird. Wer bezahlt denn die ORS? Der Steuerzahler? Sollte es dann nicht eher eine Punktlandung sein statt ein Überschuss?

    Ich bin auch eher dafür, dass sowas direkt vom Staat ausgeführt wird und nicht privatisiert (gewinnorientiert) ist. Von dem her ist mir die AOZ als Modell sympatischer. Sicherlich auch nicht perfekt aber immerhin nicht gewinnorientiert.
    • Hierundjetzt 08.10.2019 12:19
      Highlight Highlight Nein, die Eidgenossenschaft soll nicht Köche und Putzpersonal beschäftigen. Das können Gemeinde und Kantone besser.

      Bezahlt wird die ORS via Kanton und dem Bund. Macht grundsätzlich schon Sinn. Wie Metas oder Skyguide oder das Paul Scherrer Institut.

      Nuuur obs jetzt grad eine UK Firma sein muss... eher nein
    • Herr J. 08.10.2019 15:23
      Highlight Highlight Mit diesem Argument kannst Du alles den Staat machen lassen oder nicht gewinnorientierte Organisationen (letztlich dasselbe). Nennt sich Sozialismus und hat irgendwie nicht so funktioniert.
  • P. Silie 08.10.2019 08:55
    Highlight Highlight All Eure verwunderten Kommentare..... und mir wird 'Naivität' in einigen Belangen vorgeworfen... *tzzzsssss*

    🤐
    • Magnum 08.10.2019 11:20
      Highlight Highlight Naja, wenn Rechtspopulisten von der *Asylindustrie* schwadronieren, meinen sie in der Regel nicht börsenkotierte Unternehmen oder Schweizer, die Gammelhäuser mit Schimmel zu überrissenen Preisen als Asylunterkünfte vermieten. Das wären ja die wahren Profiteure, und die werden von Rechtspopulisten in Ruhe gelassen.
      Wenn Rechtspopulisten gegen die *Asylindustrie* wettern, dann geht es gegen Betreuer, Sprachlehrer, Sozialarbeiter. Also nicht gegen diejenigen, welche die Gewinne einstreichen. Und das Fholch tut dann ganz empört.

      Mit der Naivität ist das eben so eine Sache.
    • P. Silie 08.10.2019 11:59
      Highlight Highlight @ Magnum: Was Sie machen ist Verdrehung von Ursache und Wirkung, Nachfrage und Angebot folgen erst auf die 'weisen' Entscheide der Politik.

      Zudem sollten Sie eines nicht vergessen -> staatliche Institutionen würden zwar keinen Gewinn ausweisen, dafür würde der Personalaufwand explodieren vor lauter Neueinstellungen von Sozial- und anderen Therapeuten die, oh Ironie, genau die Politiker wählen, die Ihnen die äusserst lukrativen Staatsstellen beschafft haben 🙈
    • Herr J. 08.10.2019 15:25
      Highlight Highlight Eine Umsatzrendite von weniger als 1% rechtfertigt es nicht, von "Profiteuren" zu reden. Das ist recht genau kostendeckend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 08.10.2019 08:52
    Highlight Highlight Zum korrekten Einordnen: Der „Sprecher“ heisst Hans Klaus und war Pressechef im EJDP unter BR Metzler (CVP), die per Zufall im VR der ORS sitzT.

    (Das SEM gehört zum EJPD)
    • Mügäli 08.10.2019 11:46
      Highlight Highlight @Hierundjetzt- unglaublich, so nach dem Motto: 'Säu Häfeli, Säu Decheli' .. Frage mich wieso solches nicht viel mehr publik gemacht wird .. danke
    • Hierundjetzt 08.10.2019 12:15
      Highlight Highlight Ausgediente CVP Politiker sind überall im Staat vertreten und veranstalten Chaos. Post, SBB, Swisscom und 100ete von sehr „speziellen“ Verbänden mit extremem Einfluss wie KK Dachverbände, SGV, Baumeister...
    • Mügäli 08.10.2019 12:22
      Highlight Highlight @Hierundjetzt - das wär doch mal ein gutes Thema für watson :)
  • walsi 08.10.2019 08:51
    Highlight Highlight Solche Aufagaben sollten nicht ausgelagert werden. Es ist gefährlich so etwas nach privatwirtschaftlichen Aspekten zu betreiben. Es geht um Menschen.
    • Oigen 08.10.2019 09:45
      Highlight Highlight und wenns der staat in die hand nimmt ist walsi der erste der jammert dass wir dafür kein geld und personal vom bund abstellen sollen.
  • GraveDigger 08.10.2019 08:21
    Highlight Highlight Nicht nur bei den Flüchtlingen so. Das ganze Sozialwesen basiert auf Abzocke und es wird hemmungslos abkassiert auf Kosten der Betroffenen und bezahlt durch die Allgemeinheit. Wenn noch staatliche Mittel dafür frei gemacht werden, gibt es in der Regel kein bremsen mehr. Hab ich bei meinem Vater festgestellt das Blind ist. Da wird werden exorbitante Preise für Hilfsmittel und Dienstleistungen verlangt, zahlt ja die IV abgesegnet vom Bundesrat. Das Sozialwesen ist für bestimmte Kreise eine Gelddruckmaschine die im hohen Tempo rattert.
  • Posersalami 08.10.2019 08:16
    Highlight Highlight Schweinerei. dass der Staat lieber einer „Beteiligungsgesellschaft“ Geld in die Taschen stopft anstatt das einfach selbst zu betreiben!

    Werde diese PPP Scheisse nie verstehen.
  • Kaspar Floigen 08.10.2019 08:15
    Highlight Highlight Ich finde jetzt den Gewinn im Verhältnis zum Umsatz vollkommen akzeptabel. Zeigt, dass sie ziemlich genau soviel Geld erhalten, wie sie brauchen, mit einem Gewinn für den sich die ganze Unternehmung gerade noch so lohnt.
    • Ehrenmann 08.10.2019 09:07
      Highlight Highlight Es zeigt mal so gar nichts.... keine Löhne, keine Ausgaben nichts...
    • Ihre Dudeigkeit 08.10.2019 09:45
      Highlight Highlight ist ne gefährliche Aussage, was wurde abgeschrieben, Löhne etc... denke die wissen wie brisant das Theman ist und haben sich sehr gut auf die Zahlenoffenlegung vorbereitet. Aber wenn alles Ok gelaufen ist und vernünftige Löhne bezahlt werden ist der Gewinn zum Umsatz sehr vernünftig.
    • Ueli der Knecht 08.10.2019 22:50
      Highlight Highlight "Ich finde jetzt den Gewinn im Verhältnis zum Umsatz vollkommen akzeptabel."

      Du bist einfach leichtgläubig und übersiehst die Tatsache, dass via überteuerte Berater-, Dienstleistungs- und Security-Verträge Profite von mindestens 100 Millionen steuerfrei in Offshore-Gesellschaften verschoben werden.

      Was glaubst du, warum betreibt ORS ein solches komplexes Firmengeflecht, und warum verstecken sich die wahren Besitzer feige hinter einer "Beteiligungsgesellschaft aus London"? Überleg mal!
  • Samuel Deubelbeiss 08.10.2019 07:55
    Highlight Highlight Warum gibts überhaupt eine solchen Firma? Die ist völlig undurchsichtig und befördert somit regelrecht Willkür in den Camps. Das Asylwesen ist eine staatliche Aufgabe und sollte auch von demokratisch gewählten Menschen geführt werden. Oder von mir aus von NGOs wie dem roten Kreuz, Caritas oder der Heilsarmee, aber sicher nicht von einer profitorientierten Firma.
    • Coffeetime 08.10.2019 15:07
      Highlight Highlight Also auch das SRK oder Caritas müssen Gewinne machen, sonst können sie nicht in Projekte investieren.
    • Ueli der Knecht 08.10.2019 22:53
      Highlight Highlight Die SRK oder Caritas sind allerdings nicht derart intransparent organisiert.

      Ausserdem verstecken sich hinter dem SRK oder der Caritas keine ominösen unbekannte Besitzer, welche steuerfrei Millionenprofite einstreichen (und für eine rechtsnationale, rassistische politische Agenda benutzen)

      Insofern hinkt dein Vergleich gewaltig, Coffeetime.
  • loplop717 08.10.2019 07:46
    Highlight Highlight Wir sollten doch auch Gefängnisse und Schulen privatisieren in den USA funktioniert das doch so gut...
    • Hierundjetzt 08.10.2019 08:54
      Highlight Highlight Ob in *unserem* Fall due Eidgenossenschaft wirklich Asylbetreuung übernehmen sollte, bin ich nicht so sicher.

      Alles gut und recht, aber das ist Kompetenz der 1. Verwaltungsebene (Gemeinde) und nicht der 3. (Bund)
  • soulcalibur 08.10.2019 07:46
    Highlight Highlight Umsatz, Beteiligung, Expansion, Aufträge, Konkurrenten....wenn es eine 08/15-Firma wäre, gäbe es mir diese Ausdrücke nicht zu denken. Aber so? Sie betreuen Menschen in Not und machen ein Business-Modell draus. Da bleibt einfach ein bitterer Nachgeschmack und wirft sicher kein gutes Licht auf "das Geschäft". Ich höre es schon: "Asyl- und Betreuungsbusiness boomt nach wie vor!", wenn das kein Steilpass ist, so kurz vor den Wahlen....:-0
    • Vecchia 08.10.2019 08:50
      Highlight Highlight "... bitterer Nachgeschmack ..."

      Den habe ich seit Jahren als ich betreffend Anstellung von Flüchtlingen mit der ORS zu tun hatte. Viel Engagement zur schnellen Integration habe ich nicht bemerkt, eher langjährige Pflege der Asylanten mit minimalem Aufwand.

      Die Gemeinden wollten bei der Flüchtlingswelle Sozialarbeiter sparen, also Outsourcing. In ZH boten sich dazu die etwas teurere aber sehr professionelle AOZ oder die günstigere ORS an...
      Ob sich die sparwutbedingte Wahl einiger Gemeinden langfristig auszahlt, wage ich sehr zu bezweifeln. Aber es hilft den Rechtspopulisten.
  • ain hasardeur 08.10.2019 07:40
    Highlight Highlight Jetzt wird klarer, weswegen sich ORS gegen Transparenz gewehrt hat ...




    • Ueli der Knecht 08.10.2019 22:55
      Highlight Highlight Sie sind ja immer noch nicht wirklich transparant. Es ist ein FIrmengeflecht und offensichtlich werden die Profite via überteuerte Berater-, Dienstleistungs- und Security-Verträge steuerfrei nach Offshore ausgelagert.

      Ebenso offensichtlich verstecken sich die wahren Besitzer und Profiteure feige hinter einer "Beteiligungsgesellschaft aus London".

      Transparenz ginge anders.

Reis zum selber Abfüllen – so sagen die Detailhändler dem Plastik den Kampf an

Das Plastik muss weg. Das haben auch die Detailhändler erkannt. Intensiv arbeiten sie an alternativen Verpackungsmöglichkeiten. In fünf Migros-Filialen wird derzeit gar ein Offenverkauf von Reis und Hülsenfrüchten getestet.

Geschälte Orangen in Plastik verpackt, gedämpfte Kartoffeln frisch vakuumiert: Immer wieder ernten Detailhändler für ihre Verpackungsmethoden harsche Kritik in den sozialen Medien.

Die hiesigen Detailhändler wehren sich gegen die Vorwürfe und gehen in die Offensive. In fünf Migros-Filialen in Genf wird derzeit der Offenverkauf von Reis und Hülsenfrüchten getestet.

«Die Kunden sind begeistert vom Angebot, auch weil sie kleinere Mengen abfüllen können», sagt Mediensprecher Tristan Cerf. …

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