Schweiz
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Geld zurück bei Zugverspätungen: Neue Regeln kommen schlecht an

Nur wenige Bahnfahrer profitierten von der neuen Entschädigungsregelung, kritisieren Konsumentenschützer. Nun fordert die SP: Geld soll es auch dann geben, wenn sich kürzere Verspätungen häufen.

Sven Altermatt / ch media



Zeit ist Geld. Wer im Zug eine Verspätung hinnehmen muss, darf diesen Spruch künftig wörtlich nehmen. Neu sollen Passagiere nämlich Anrecht auf eine Entschädigung haben. Bisher hinkte die Schweiz der Europäischen Union hinterher.

Heute erhalten Reisende höchstens eine kleine Aufmerksamkeit. Die Verkehrsbetriebe verteilen «Sorry-Bons», Kaffeegutscheine oder Süssigkeiten. Alles freiwillig.

An SBB employee is working in the entrance area of the ticket hall, pictured in the SBB Travel Centre at the railway station Zuerich Oerlikon, Switzerland, on November 27, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine SBB-Mitarbeiterin arbeitet im Eingangsbereich der Schalterhalle des SBB Reisezentrums am Bahnhof Zuerich Oerlikon, aufgenommen am 27. November 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Entschädigung für Bahnreisende sei ungenügend, kritisieren Konsumentenschützer. Bild: KEYSTONE

Nun stehen die Zeichen auf Harmonisierung. In der «Verordnung über die Organisation der Bahninfrastruktur» zimmerte der Bundesrat eine Regelung, die sich an jener der EU orientiert. Bei Verspätungen von über einer Stunde am Zielort sollen Reisende mindestens einen Viertel des Billettpreises zurückerhalten, bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden die Hälfte.

Die Vernehmlassung zu den neuen Regeln ist erst gerade zu Ende gegangen. Doch schon jetzt ist klar: Konsumentenschützer und Passagiervertreter sind gar nicht zufrieden. Nur die wenigsten profitierten von den neuen Regeln, kritisieren sie unisono. Tatsächlich liegt der Teufel im Detail.

Dass es in der kleinräumigen Schweiz mit ihrem Taktfahrplan selten zu Verspätungen von mehr als einer Stunde kommt und nach einer halben Stunde meist schon der nächste Zug folgt, ist das eine. Das andere ist, dass nur Entschädigungen ab einem Betrag von zehn Franken ausbezahlt werden.

Geld gibt es nur bei langen Reisestrecken

Die Latte liegt damit hoch: Ein Billett muss 40 Franken oder mehr kosten, bevor ein Reisender bei einer Verspätung von ein bis zwei Stunden überhaupt eine Entschädigung bekommt.

«In den Genuss von Fahrpreisentschädigungen kommen de facto nur Reisende, die entweder ohne Halbtax oder in der ersten Klasse unterwegs sind», kritisiert der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Von einer «unbrauchbaren Regel» spricht die Stiftung für Konsumentenschutz.

Die Organisationen verweisen auf die häufigste Reiseart. Wer mit einem Halbtax in der zweiten Klasse unterwegs ist, kommt mit einem einfachen Billett kaum je auf den Mindestbetrag. Nur ganz wenige Fahrten im Fernverkehr kosten mehr als 40 Franken. «Für diesen Preis fahren Halbtax-Berechtigte in der zweiten Klasse knapp 300 Kilometer», rechnet die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr vor.

Sind die neuen Passagierrechte ein Papiertiger?

Dem Bundesrat geht es darum, «den Aufwand für die Transportunternehmen in einem angemessenen Rahmen zu halten». Die Bestimmungen will er als minimalen Rahmen verstanden wissen. Den Bahnen stünde es frei, grosszügigere Lösungen anzubieten, betont das Bundesamt für Verkehr.

Zum Vergleich: Auch in EU-Ländern gibt es ab einer Stunde Verspätung einen Viertel des Billettpreises zurück. Entschädigungen werden jedoch bereits ab vier Euro ausbezahlt, was einem Billett von 16 Euro entspricht. Daran müsse sich die Schweiz orientieren, fordern die Fürsprecher der Konsumenten. Geht es nach ihnen, soll die Limite für Entschädigungen bereits bei fünf Franken angesetzt werden.

SP will Geld bei wiederholten Verspätungen

Einen neuen Vorschlag bringen die Sozialdemokraten ins Spiel. Die Partei von Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga verlangt eine zusätzliche Regelung. Entschädigungen soll es auch dann geben, wenn Reisende wiederholt mit Verspätungen von mehr als einer Viertelstunde konfrontiert sind.

Damit werde man den hiesigen Verhältnissen besser gerecht, findet SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher. «In der Schweiz sind massive Verspätungen sehr selten. Was viele Reisende wirklich ärgert, sind kürzere Verspätungen, die sich über einen gewissen Zeitraum anhäufen.» Wichtig sei eine stabile Betriebslage.

ARCHIV ? ZUR MEDIENKONFERENZ DER SBB BETREFFEND PUENKTLICHKEIT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Eine Anzeigetafel im Hauptbahnhof zeigt die Verspaetungen am Dienstag, 7. Juni 2016, in Zuerich. Gegen 3 Uhr am fruehen Dienstagmorgen wurde in einem Kabelkanal der SBB an der Schaerenmoosstrasse in Zuerich Nord ein Feuer festgestellt. Dieses habe technische Anlagen der SBB beschaedigt. Folglich wurde die Bahnstrecke zwischen Oerlikon und Glattbrugg unterbrochen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Verspätungen bei den SBB: Im Moment keine Seltenheit. Bild: KEYSTONE

Über ein entsprechendes System verfügen einige europäische Staaten. Im digitalen Zeitalter sei ein solches dank Apps und Online-Anträgen pro­blemlos umsetzbar, ist Graf-Litscher überzeugt. Die Präsidentin der nationalrätlichen Verkehrskommission verweist auf Belgien; ein Land, das grössenmässig mit der Schweiz vergleichbar ist. Bahnfahrer haben dort Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie innert sechs Monaten 20 Verspätungen von mehr als 15 Minuten oder zehn Verspätungen von mehr als 30 Minuten nachweisen können.

Die Reisenden könnten im Netz oder an einem Schalter die betroffenen Fahrten in einem Formular eintragen, heisst es bei der belgischen Eisenbahngesellschaft SNCB. Ihre Billette sollten sie aufbewahren und im Fall der Fälle vorweisen können.

Auch Abo-Besitzer werden für angehäufte Verspätungen entschädigt. Teils werden ihre Fahrten digital erfasst, teils können sie diese auf Vertrauensbasis selbst deklarieren. Als Basis für die Entschädigungen wird der Tageswert eines Abo verwendet – ein ähnlicher Mechanismus ist auch in der Schweiz denkbar (siehe Kasten unten).

Das Verkehrsdepartement wertet derzeit die Stellungnahmen aus der Vernehmlassung aus. Danach entscheidet der Bundesrat, wie die neuen Passagierrechte definitiv ausgestaltet werden. Die Regeln sollen im Sommer 2020 in Kraft treten.

Auch GA-Besitzer werden entschädigt

Wie werden Besitzer von Generalabos oder anderen Abos entschädigt? Sie sollen eine «angemessene Entschädigung» verlangen können, wenn sie wiederholt von Ausfällen oder Verspätungen betroffen sind, hält der Bundesrat dazu lediglich fest. Der Ball liegt deshalb bei den Verkehrsbetrieben.

Eine Arbeitsgruppe ihrer Tariforganisation CH-Direct hat die Stossrichtung vorgespurt. Demnach soll bei einer Verspätung von mehr als 60 Minuten am Zielort der Tageswert eines Abos als Ansatz verwendet werden. Der Besitzer eines Zweitklass-GA (3860 Franken) würde demnach beispielsweise einen Tagesansatz von 10.55 Franken erhalten.

Der Ansatz pro Geltungstag soll auch für Strecken- und Verbundabos verbindlich sein. Als Mindestbetrag für eine Auszahlung sind ebenfalls zehn Franken vorgesehen. Um Missbrauch vorzubeugen, soll eine Obergrenze von fünf Prozent des Abowertes festgelegt werden.

Reisende müssten lediglich glaubhaft machen können, dass sie von einer Verspätung betroffen waren, erklärt der Bund. Laut der Branchen-Arbeitsgruppe soll ein «weicher Nachweis» reichen, etwa eine Kaufquittung vom Ankunftsort. Die Verkehrsunternehmen wollen eine zentrale Anlaufstelle für die Kunden schaffen. (lob)

Pascal über egoistische Pendler

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hillibillyjoe 09.11.2019 09:59
    Highlight Highlight Kein problem... Einfach ein paar Züge streichen dann fährt der rest auch pünktlicher...
    Glaube nicht dass die Sbb extra verspätungen macht...
    Mann könnte den Spiess auch umdrehen da mann ja dann länger im Zug sitzen darf müsste man noch was nachzahlen.
    Ist beim Zahnarzt ja auch so
  • AddictedtoMentos 09.11.2019 07:32
    Highlight Highlight Also das Entschädigungs-System ist unfair, weil das Bahnsystem zu gut funktioniert? Alles klar^^
  • Jonas Hügli 08.11.2019 16:48
    Highlight Highlight Freue mich wenn mir 10 Franken von der Autobahnvignette zurück erstattet werden, weil ich zu lange im Stau gestanden habe. Die 40 Franken Grenze ist doch mit der Vignette perfekt erreicht.

    Nun mal ehrlich, ich bin froh um jeden der die Bahn und um jeden der das Auto benutzt. Ansonsten würde es noch mehr im Chaos enden.
    Die Verspätungen per Bahn und Auto entspringen einer ungenügenden Infrastruktur respektive einer ungebremsten Einwanderungspolitik.
    Wenn wir eine 12 Millionen Schweiz wollen, sollten wir sofort nur noch Hochhäuser bauen und das größte Infrastrukturprojekt überhaupt lancieren.
  • fidget 08.11.2019 09:58
    Highlight Highlight Mal davon abgesehen, dass vermutlich nur sehr wenige eine Entschädigung erhalten werden, scheint mir dieses System ein regelrechtes Bürokratiemonster zu sein. Für relativ geringe Entschädigungen muss man einen unverhältnismässig grossen Aufwand betreiben, jene überhaupt zu erhalten. Noch extremer ist es mit dem Vorschlag der kumulierten Verspätungen. So ein Entschädigungssystem zu betreiben verursacht nur zusätzliche Kosten. Einerseits die Zahlungen an Kunden und dann noch in der Administration.
  • panique au village 08.11.2019 09:26
    Highlight Highlight "Nur ganz wenige Fahrten im Fernverkehr kosten mehr als 40 Franken. «Für diesen Preis fahren Halbtax-Berechtigte in der zweiten Klasse knapp 300 Kilometer», rechnet die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr vor."

    ...also wie jetzt? Unser öV ist für einmal zu günstig? ;-)
  • no-Name 08.11.2019 09:22
    Highlight Highlight Und wie hoch ist überhaupt die Wahrscheinlichkeit in den „Genuss“ so einer Verspätung zu kommen?

    Ich meine, sind diese Szenarien die zu einer Rückerstattung führen überhaupt realistisch? Das einzige mal als ich so einer Situation hätte ausgesetzt werden können waren nach 40 Minuten Ersatzbusse da. (Was eine solide organisatorische und logistische Leistung war!)
  • Tjuck 08.11.2019 08:59
    Highlight Highlight Hauptsache, die 1.-Klasse-Passagiere erhalten eine angemessene Entschädigung. Die 2.-Klasse-Passagier kommen zwar auch zu spät, aber scheint egal zu sein.
  • Roman h 08.11.2019 08:48
    Highlight Highlight Die SBB könnte einfach den Fahrplan anpassen.
    Weniger Züge und längere Wartezeiten am Bahnhof.
    Somit könnte man auch gleich das Personal Problem lösen und die hätten erst noch genug Zeit sich am Bahnhof die Beine zu vertreten.
  • Bongalicius 08.11.2019 08:47
    Highlight Highlight Für die kleine Schweiz mit dem Taktfahrplan ein absolut unnötiges Gesetz und auch die Vorschläge der SP sind weder praktikabel, noch zielführend.

    Ab in die Tonne damit.
  • Madison Pierce 08.11.2019 08:17
    Highlight Highlight Den Aufwand mit Rückerstattungen für Verspätungen an einzelne Personen empfinde ich als zu hoch. Wenn mal ein Zug ausfällt, ist es halt so. Auf der Strasse kommt man auch in den Stau.

    Besser fände ich ein System, das Verspätungen für die verantwortlichen Manager bei der SBB lohnwirksam macht. Falls sich die Verspätungen häufen, gibt es dann keine Million mehr im Jahr, sondern nur noch die Hälfte.
    • idrisi 08.11.2019 17:28
      Highlight Highlight Pünktlichkeit ist eines der Ziele die Lohnwirksam
      sind für alle SBB Manager. Wie Sicherheit übrigens auch.
  • K1aerer 08.11.2019 08:06
    Highlight Highlight Also das ist ja echt unverhältnismässig, wenn alle da auf ÖV umsteigen sollten, sollte man solche Massnahmen gar nicht einführen, so fehlt einfach das Geld für die Infrastruktur.
  • andrew1 08.11.2019 08:02
    Highlight Highlight Naja beim auto gibt es bei stau auch keine entschädigung. Zumal das ga schon zur hälfte von der allgemeinheit bezahlt wird. Irgendwann ist auch mal genug.
  • nick miller 08.11.2019 07:36
    Highlight Highlight Wieso sind wir alle so Geld orientiert? Klar kann es mühsam sein, wenn die SBB Verspätung hat. Aber was macht es an der Verspätung besser, wenn ich dafür Geld zurück erhalte? Ich behaupte: Einmal tief durchatmen und den nächsten Zug abwarten macht die Laune deutlich besser, als jede Entschädigung. Die Welt geht davon nicht unter.
    • weachauimmo 08.11.2019 08:39
      Highlight Highlight Danke, nick miller. Genau so ist es doch. Läuft doch alles in allem wunderbar hier mit dem öV in der Schweiz. Es gibt einfach zu viele Leute, die überall noch etwas für sich rausholen wollen, statt einfach mal zu schätzen, was man hat.
    • Gubbe 08.11.2019 09:10
      Highlight Highlight Ein paar Minuten sicher nicht. Wenn du aber am Flughafen dem Flugzeug indem du eigentlich sitzen wolltest, nur noch hinterher winken kannst, da ist es etwas schwerer, die gute Laune aufrecht zu erhalten.
    • no-Name 08.11.2019 09:23
      Highlight Highlight Oh! Ein stück bodenständige Vernunft!

      Danke! 😊👍🏽
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 08.11.2019 07:33
    Highlight Highlight Die Entschädigungen werden ja vom Staat und Kunden bezahlt. Dadurch werden nur die Tickets teurer. Besser wären Lohnkürzungen über alle Mitarbeiter.
    • ChlyklassSFI 08.11.2019 08:17
      Highlight Highlight Ja, sicher... Du musst bitte etwas nachdenken, es ist noch nicht Wochenende. Hast du dich gefragt, wieso es Verspätungen gibt?
    • DerSchöneVomLande 08.11.2019 08:18
      Highlight Highlight Also man soll Ihnen Frau Mutbürgerin den Lohn kürzen wenn die SBB zu spät kommt? :D oder muss man dafür AngestellteR bei der Bahn sein?
    • .i.i.i. 08.11.2019 09:20
      Highlight Highlight 🙄🤦🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yippie 08.11.2019 07:01
    Highlight Highlight Ich finde den Aufwand für die Entschädigungen auf beiden Seiten unverhältnismässig hoch. Insbesondere bei 25% Rückerstattung.

    Wäre dafür, dass für die SBB klare Ziele gelten für Verspätungen im ganzen Netz. Werden diese nicht eingehalten, gibt es pauschal eine Vergünstigung z.B. aufs Halbtax oder einen Gutschein mit Betrag x in Abhängigkeit der Verspätungen.
  • b4n4n4j03 08.11.2019 06:49
    Highlight Highlight für mich klingt das sehr nach symptombekämpfung.
    die sbb fährt einen so engen taktfahrplan, dass bei einem einzelnen problem, dieses sich kaskadisch auf das system verbreitet.
    anstatt eine lösung zu finden, wieso die halbe schweiz jeden tag in die wenigen wirtschaftsballungszentren von hintertupfingen pendelt, wird die bundesbahn mit einer schier unlösbaren aufgabe betraut, das zu erlauben. anstatt dass man das pendeln per se nur mal in frage stellt, und hier lösungsvorschläge sucht. dass genau erwarte ich nämlich von unseren politikern!
    • The Destiny // Team Telegram 08.11.2019 07:01
      Highlight Highlight Wie würdest du das Problem der Zersiedelung lösen?
    • pali2 08.11.2019 07:13
      Highlight Highlight Solange der Verkehr so subventioniert wird gibt es einen Überkonsum davon.
    • [Nickname] 08.11.2019 07:25
      Highlight Highlight Oh ja die bösen Pendler. Ist nicht so, dass immer mehr Stellen auf dem Land und Agglo verschwinden und man dann gezwungen ist, in der Stadt zu arbeiten, dort wohnen, wollen viele nicht, insbesondere weil die Mieten unbezahlbar sind für Normalverdiener.
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