Schweiz
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Das Freibad Allenmoos ist eine der wenigen Zürcher Badis, die noch geöffnet hat. Am Sonntag, 20. September, ist auch hier Saisonende. Bild: Stadt Zürich

Wo du jetzt noch in die Badi kannst

Die letzten schönen Tage locken noch viele Besucherinnen und Besucher in die Badi. Trotz Corona-Sommer vermelden die Betreibenden ein positives Fazit.



Menschenschlangen vor dem Badi-Eingang. Dieses Bild zeichnete sich diesen Sommer in vielen Zürcher Freibädern. So auch diesen Dienstag. Rund 24'000 Gäste strömten noch in die städtischen Badis.

Eine Besucherin im Seebad Utoquai sagt gegenüber watson: «Man braucht Geduld, weil viele andere Badis schon geschlossen sind.» 12 der 18 Sommerbäder der Stadt Zürich sind seit Montag zu, darunter auch beliebte wie der Obere und Untere Letten, das Seebad Enge oder die Frauenbadi. Der Uto-Bademeister habe sich lautstark geärgert, erzählt die Besucherin. Er verstand nicht, weshalb die anderen Zürcher Badis nicht flexibel genug seien, ein paar Tage länger geöffnet zu haben.

Zürich weist Vorwurf zurück

Anders sieht das Tobias Bernhard, Abteilungsleiter Badeanlagen beim Sportamt Zürich. «Wir haben die Badesaison in den Bädern Allenmoos, Auhof und Tiefenbrunnen bereits um eine Woche verlängert», sagt er. «Die Bäder Letzigraben und Seebach sind regulär bis 27. September und das Seebad Utoquai bis 25. Oktober 2020 geöffnet.»

Die Eintrittszahlen vom vergangenen Montag seien im Vergleich mit den Zahlen an schönen Hochsommertagen nicht so hoch gewesen, sagt Bernhard. Den Vorwurf, dass die Zürcher Badis nicht flexibel sind, weist er zurück. Es seien auch die Prozesse im Hintergrund zu beachten, so etwa die endenden Arbeitsverträge der Bademeisterinnen. «Wir versuchen das Möglichste möglich zu machen, was aber auch sinnvoll sein soll.»

Basler kosten Sommer aus

In anderen Städten dauert die Badesaison länger. «Man merkt, die Leute wollen den Sommer nochmals geniessen», stellt Peter Portmann vom Sportamt Basel-Stadt fest. In Basel haben zwei von drei Gartenbädern zumindest noch teilweise bis am 27. September geöffnet.

Die Badesaison verlief trotz Corona erfreulich. Zwar seien die Besucher zu Beginn zurückhaltend gewesen, doch ab dem 22. Juni herrschte quasi normaler Badebetrieb. Einen kleinen Dämpfer gab es wegen Corona aber trotzdem: «Im Vergleich zu anderen Jahren wie etwa 2017 hätte dieses Jahr überdurchschnittlich gut werden können», so Portmann.

Bern: Traditionell lange Saison

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Das Marzilibad in Bern bleibt bis am 27. September offen. Bild: Sportamt der Stadt Bern

Auch in Bern schliessen die Bäder erst Ende Monat. «Dank der warmen Tage verzeichnen wir nach wie vor hohe Besuchendenzahlen», sagt Petra Baumberger vom Sportamt.

Dass einige Besucherinnen aus Angst vor einer Ansteckung auf die Badi verzichtet hätten, sei gut möglich, sagt Baumberger, es dürfte aber die Minderheit gewesen sein. «Ein Blick auf die Besuchendenzahlen zeigt, dass diese nicht tiefer sind als in anderen Jahren».

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    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 20.09.2020 09:52
    Highlight Highlight "In anderen Städten dauert die Badesaison länger"

    Eh nein, eben nicht! Steht ja sogar im Artikel dass die anderen Städte KEINE längere Saison haben.

  • Telomerase 19.09.2020 22:13
    Highlight Highlight In Zürich ist das Klagen auf hohem Niveau, denn der See ist auch im tiefsten Winter geöffnet.
    • Bildung & Aufklärung 20.09.2020 01:01
      Highlight Highlight Ja, musst einfach Zugang haben.
      Gross ist Zürich nicht, aber je nach dem wo man wohnt, sind Badis halt einiges einfacher erreichbar - ja viele wollen und haben kein Auto - , als ein lauschiges Badeplätzchen am See. Auch im Winter haha.

      Dass das Ufer - sehr (immerhin im Mythos... ) unschweizerisch, zu beachtlichen Teilen privatisiert wurde rächt sich halt. Vielleicht kann man beim Roschee F. ja dann mal lüüten und einen Köpfler aus seinem Garten machen. (oder gibts jetzt da einen Weg... schön bädelen will man an Wegen aber halt auch nicht, lol)
  • Tschowanni 19.09.2020 15:36
    Highlight Highlight Es ist in der CH ein Unding. Der Termin für das Saisonende steht schon bei der Eröffnung fest, egal wie warm es noch ist und wie sich das Wetter auf die folgenden Tage auswirkt. Von Flexibilität keine Spur und völlig unverständlich. Das läuft in DE ein wenig anderst. Was aber garantiert ist, das jammern nach einer mittelmäßigen Saison.
    • Bildung & Aufklärung 20.09.2020 01:02
      Highlight Highlight Muss grad lachen.

      Ist irgendwie schon sehr, sehr typisch für die Schweiz.

      Dieses "so wirds gemacht, so ist das festelegt, so ist die Regel, so haben wirs immer gemacht, da lueg, es steht ja hier schwarz-auf-weiss, nein, nein, ich disktutiere gar nicht erst, die Regeln gibts nicht umsonst genau so und da halten wir uns jetzt einfach daran, da wird nicht gerüttelt!"...

      x-)
    • bcZcity 20.09.2020 10:07
      Highlight Highlight Ja gell, in Deutschland geht alles Ruck Zuck, Zack Zack! LOL

Offen gesagt

«Liebe Frau Amherd, wir müssen reden ...»

Sollte die Schweizer Stimmbevölkerung die Beschaffung neuer Kampfjets Ende September auch im zweiten Anlauf ablehnen, wäre das gut für die Schweiz. Sie könnte dann die längst überfällige sicherheitspolitische General-Debatte führen.

Liebe Frau Amherd

Herzliche Gratulation zu den jüngsten «Polls», wie man in Amerika sagen würde. 58 Prozent der Stimmberechtigten gedenken laut einer Tamedia-Umfrage, den Kredit für die Kampfflugzeuge mit «Ja» oder «Eher Ja» anzunehmen.

Aber wie sagt man so schön? «It's not over, until it's over», und solche Abstimmungsbarometer wirken ja eher mobilisierend auf das Lager, das gerade im Rückstand ist.

Für Sie hoffe ich natürlich, dass Sie Ihr erstes grosses Geschäft als Verteidigungsministerin …

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