Schweiz
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Tötungsdelikt von Frauenfeld – Täter war psychisch schwer gestört



Die Staatsanwaltschaft Thurgau hat Anklage gegen den 21-jährigen Mann erhoben, der im Oktober 2018 in Frauenfeld seine Grossmutter getötet und ihr danach den Kopf abgetrennt hatte. Der Beschuldigte sei damals psychisch schwer gestört gewesen.

Die Staatsanwaltschaft erachte ihn deshalb als nicht schuldfähig, heisst es im Communiqué vom Freitag. Eine Sanktion des Tötungsdelikts sei nicht möglich. Staat dessen beantragt die Staatsanwaltschaft für den Mann eine stationäre Therapie und einen Landesverweis für 15 Jahre.

Der italienische Staatsangehörige soll am 16. Oktober 2018 als damals 19-Jähriger an seinem Wohnort in Frauenfeld seine 74-jährige Grossmutter stranguliert haben, bis sie das Bewusstsein verlor. Danach soll er sie durch einen Stich mit einem Rüstmesser in die Brust getötet haben.

Opfer nach dem Tod enthauptet

Anschliessend habe der Täter seine Grossmutter enthauptet, den Kopf in einen Rucksack gepackt und sich vom Tatort entfernt, schreibt die Staatsanwaltschaft. Kurze Zeit später wurde er in Kloten ZH verhaftet. Er soll die Tat im Wesentlichen gestanden haben.

Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft ergab, dass der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt «infolge einer schweren psychischen Störung nicht einsichtsfähig war und damit eine Schuldfähigkeit verneint werden muss», wie es in der Mitteilung heisst. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Buchstabe I 18.09.2020 16:27
    Highlight Highlight "Eine Sanktion des Tötungsdelikts sei nicht möglich. Staat dessen beantragt die Staatsanwaltschaft für den Mann eine stationäre Therapie und einen Landesverweis für 15 Jahre."

    Das beisst sich doch in den Schwanz. Er ist nicht schuldfähig, wird dann aber trotzdem ausgeschafft? Was denn nun?
  • Lessnair 18.09.2020 14:33
    Highlight Highlight Sorry, aber natürlich ist dieser Vogel schwer gstört. Nennt es, wie ihr wollt.

    Therapie auf Steuerzahlerkosten - ich sehe es kommen: auf einmal isser resozialisisrt und der Landesverweis wird aufgeschoben/aufgehoben.

    Was muss ein Mensch tun, um die Schweiz, UNSERE HEIMAT notabene, sofort und für immer verlassen zu müssen? Ich habe keine Antwort und auch kein Verständnis mehr für unsere sogenannte Rechtssprechung.
    • Sauäschnörrli 18.09.2020 17:57
      Highlight Highlight Also wäre die Höchststrafe die ein Ausländer bekommen kann, der sofortige Landesverweis. Egal was er getan hat?
    • Lessnair 18.09.2020 18:34
      Highlight Highlight Ehm, ja. Definitiv. Geh in dich und denke nach, warum er in die Schweiz kam. Verfolgt? Krieg? Wirtschaftliche Gründe? Freunde? Sucj es dir aus. Egal was es war, er erhoffte sich hier ein besseres Leben und tritt die Chance mit Füssen.
    • Sauäschnörrli 18.09.2020 20:34
      Highlight Highlight Die Ausweisung ist eine Konsequenz der Strafe, nicht die Strafe selbst. Das Strafmass muss also ganz normal verbüsst werden, egal ob Ausländer oder Schweizer.
  • Luesae 18.09.2020 13:15
    Highlight Highlight Schwer gestört klingt sehr abwertend, wieso nicht einfach schwer krank?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.09.2020 14:44
      Highlight Highlight Ich kenne die Hintergründe nicht, aber es scheint um eine sehr schwerwiegende Persönlichkeitsstörung zu handeln, wieso man schlussendlich dann eben "schwer gestört" und nicht "schwer krank" schrieb.
      Nur meine Vermutung.
      Sollen sich Juristen und Ärzte darüber streiten, was wirklich zutrifft.
  • [Nickname] 18.09.2020 13:09
    Highlight Highlight Wie wärs mit einer Reittherapie, nur in Begleitung einer weiblichen Person, welche ihm noch ein Sackmesser kauft? Wäre überhaupt nicht das erste Mal in der Schweiz.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.09.2020 14:46
      Highlight Highlight Was ist eigentlich dein Problem, dass du ein derartiges Drama veranstalten musst?
      Dein Kommentar hat nicht mal annähernd mit dem Thema zu tun.

      Einfach Mal wieder meckern?
      Einfach ein bisschen übe die angebliche Kuscheljustiz fluchen?

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