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Der Schlussgang zwischen Samuel Giger, vorne, und Marcel Mathis, hinten, wurde gestellt und somit gab es mit Daniel Boesch, nicht auf dem Bild, einen lachenden zweiten Sieger, aufgenommen am Sonntag, 11. August 2019, beim 20. Schwaegalp Schwinget im Kanton Appenzell Ausserrhoden. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Der Schlussgang zwischen Samuel Giger, vorne, und Marcel Mathis, hinten, wurde gestellt und somit gab es mit Daniel Boesch, nicht auf dem Bild, einen lachenden zweiten Sieger. Bild: KEYSTONE

Analyse

Die heile Gegenwelt des Urchigen – warum Schwingen so populär ist

Das Eidgenössische Schwingfest in Zug ist das grösste Sportereignis der Schweiz. Wie aus einem bäuerlichen Sonntagsvergnügen «Big Business» und eine nationale Einigungsbewegung geworden ist.



Die Rauflust hat die Menschen zu allen Zeiten fasziniert. Schon Britanniens Literaturnobelpreisträger Rudyard Kipling («Das Dschungelbuch») hatte im19. Jahrhundert getextet: Es gibt nicht Osten noch Westen Nicht Grenze, Herkunft, Geburt Stehen sich zwei Männer gegenüber, Kommend von den Enden der Welt.

Doch nur in der Schweiz ist aus einem bäuerlichen Kampfsport innert 25 Jahren «Big Business» und eine nationale Einigungsbewegung geworden. Kein anderer Sport hat sich in den letzten 25 Jahren so stürmisch entwickelt. Christoph Blocher hat einmal gesagt, das «Eidgenössische» sei für die Konservativen was der 1. Mai für die Linken ist.

Die Linken haben vergeblich versucht, im Schwingen Fuss zu fassen. Sie gründeten 1919 in Oerlikon den «Arbeiterschwingerverband» und krönten ihre eigenen Könige. Sie sind Fussnoten der Schwingergeschichte geblieben. Monarchie und Sozialismus passen nicht zusammen. Das letzte Fest haben die Genossen 1976 auf dem Aargauer Schafmatt-Pass ausgetragen.

Wenn am nächsten Wochenende in Zug um den Thron des Königs gerungen wird, eilen Politiker aller Couleur herbei und die Krämer auch. Man muss sie nicht mehr rufen.

Die Armee hilft beim Auf- und Abbau der grössten mobilen Tribüne der Welt, die aus 300 000 Einzelteilen besteht und 3000 Tonnen wiegt. Als Festredner kommen nur Bundesräte in Frage. Christoph Blocher war der letzte nichtbundesrätliche Hauptfestredner. Er hatte sich den Auftritt 1995 beim «Eidgenössischen» in Chur durch Defizitgarantie und Munispende erkauft.

Fahnenschwinger, Alphornblaeser, Treicheltraeger, Jodelchoerli, dies alles gehoert einfach zu einem schoenen Schwingfest wie das auf der Schwaegalp, aufgenommen am Sonntag, 11. August 2019, beim 20. Schwaegalp Schwinget im Kanton Appenzell Ausserrhoden. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Mehr als 10 Millionen Schweizer Franken werden ins «Eidgenössische» investiert. Bild: KEYSTONE

Die Zuschauerzahlen sind seit 1998 (Bern) von 38 000 auf den neuen Rekord von 56 500 in Zug gestiegen – bei Anfragen für 183 000 Tickets. Das Budget von etwas mehr als 35 Millionen ist sechsmal höher als 1998, und inzwischen hat die Werbeindustrie das Schwingen entdeckt: Sie investiert mehr als 10 Millionen ins «Eidgenössische» und es wollten so viele den Siegermuni finanzieren, dass der Spender des kräftigen Tieres per Losentscheid ermittelt werden musste.

Die Arena ist innen werbefrei, aber aussen herum darf geworben werden und die Marketing-Strategen haben aus dem «Eidgenössischen» ein Woodstock der Urchigen gemacht, das inzwischen an den zwei Tagen gut 300'000 Besucher aufs Festgelände lockt.

2010 ist das Werbeverbot für die Schwinger aufgehoben worden. Die persönlichen Werbeeinkünfte der «Böse» sind seit 2011 von jährlich 690 000 Franken auf heute 2,277 Millionen gestiegen. 35 Schwinger trugen 2011 ihre Haut zu Markte, heute sind es mehr als 80.

Was steckt hinter dieser stürmischen Entwicklung? Nationalkonservative Romantiker verweisen gerne auf die Kraft des Brauchtums, die sich nun in Zeiten der Globalisierung einem Naturgesetz gleich Bahn bricht und zur Besinnung auf die wahren eidgenössischen Werte führt.

Doch die Wahrheit ist eine andere. Der Boom des bodenständigen Rutzens ist in erster Linie das Produkt der TV-Präsenz.

Das staatstragende Fernsehen hatte zwar schon 1966 einen Vertrag mit den Schwingern, entdeckte aber erst 1998 die Zugkraft des Urchigen. Beim «Eidgenössischen» in Bern schaltete man vor dem Schlussgang zwischen Jörg Abderhalden und Werner Vitali auf die Endphase des Formel-1-Rennens in Spa um.

Ein Schwingplatz wird mit Saegemehl ausgelegt am Freitag, 16. August 2019, in Zug. Das Eidg. Schwing- und Aelplerfest, ESAF, findet vom 23. - 25. August 2019, in Zug statt. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Ein Schwingplatz wird mit Sägemehl ausgelegt. Bild: KEYSTONE

Ein Proteststurm fegte durch den Leutschenbach und beim Lokalsender «TeleBärn», dem man grosszügig die Live-Rechte überlassen hatte, schossen die Quoten in den Himmel. Seither ist es undenkbar, dass die Formel 1 je wieder das «Eidgenössische» vom Bildschirm verdrängt.

Seine rasante Entwicklung hat das Schwingen also nicht mit eigenen PR-Aktionen oder Reglements-Anpassungen an die Moderne herbeigeführt. Der Hosenlupf läuft seit über 100 Jahren nach dem gleichen Grundmuster. Es gibt – anders als im Boxen, Ringen oder Judo – keine Gewichtsklassen.

Der kleine, flinke David kann mit Technik und Schlauheit den mächtigsten Goliath besiegen. Ein ausgeklügeltes System (die sog. «Einteilung») sorgt dafür, dass der Sieger im letzten Kampf («Schlussgang») ermittelt wird. Diese Dramaturgie macht aus Schwingen den perfekten TV-Sport.

Das Problem: Das alles war bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts bloss einem Kreis von Kennerinnen und Kennern bekannt. Nicht viel mehr als 30 000 besuchten bis in die 1990er Jahre zum «Eidgenössischen». Den urbanen Modemäusen und Hipstern kam es nicht in den Sinn, einem Spektakel beizuwohnen, das den Stallgeruch des bäuerlichen Sonntagsvergnügens hat. Erst das Fernsehen hat die Faszination des Schwingens, die Erotik des kecken Recken in die Kreise der Stöckelschuhe und Männer-Handtäschchen gebracht.

Dank den TV-Übertragungen interessieren sich heute so viele Menschen wie noch nie fürs Schwingen und das Drumherum mit Holztrompeten, flatternden Fahnen und Jodelgesängen. Der Boom ist von aussen angefacht worden und das Produkt der TV-Bilder, die den Nerv der Zeit treffen. Die Schweizerinnen und Schweizer haben in den unsicheren Zeiten der Globalisierung durch das öffentlich- rechtliche Fernsehen eine heile, lange verborgen gebliebene Gegenwelt entdeckt. So ist das «Eidgenössische» nicht nur zum grössten Sportevent im Lande, sondern auch zu einer machtvollen Demonstration schweizerischer Eigenart geworden.

Aber an der Basis rauscht der Boom vorbei. Die Zahl der Aktiven ist seit 1895, dem ESV-Gründungsjahr, mit rund 3000 ungefähr gleichgeblieben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Team Insomnia 19.08.2019 17:15
    Highlight Highlight Wird spannend wenn der/die Erste eine Doppelkopfadler Fahne in der Arena herumschwingt🤭😂.
  • Pafeld 19.08.2019 11:11
    Highlight Highlight Was haben bürgerliche Politik und Schwingen noch gemeinsam? Leistungstransparenz (Parteienfinanzierung/Dopingkontrollen) ist absolut tabu. Niemand würde es wagen, das noble Tun mit solch korruptem Schmutz in Verbindung zu bringen. Wir wissen ja alle, dass das sauber abläuft, da muss man gar nicht so genau hinschauen! Und wenn dann doch einmal etwas ans Licht kommt, kommen entweder maue Ausreden (war wohl der Spagyrikspray meiner Frau) oder die Erkenntnis, dass es ja nicht illegal sei.
    • Jesus Quintana 19.08.2019 13:00
      Highlight Highlight Word!
    • Ich hol jetzt das Schwein 19.08.2019 18:58
      Highlight Highlight Der Eidgenössische Schwingverband ist Mitglied bei Swiss Olympic und wird entsprechend durch Antidoping Schweiz regelmässig kontrolliert. Die dümmlichen Ausreden haben erwischte Sportler auch in anderen Sportarten.
  • EvilBetty 19.08.2019 10:12
    Highlight Highlight «warum Schwingen so populär ist»

    Weil «die Medien» die Popularität herbeigeschrieben haben.
  • lily.mcbean 19.08.2019 09:53
    Highlight Highlight Was ich am Schwingen so mag ist das die Bürgerlichen die homoerotischen Szenen im Sägemehl so frenetisch feiern.

    *Achtung an alle Humor beschichtete, der Kommentar könnte Spuren von Sarksamus enthalten.
    • Abu Nid As Saasi 19.08.2019 13:08
      Highlight Highlight Wie in anderen Ländern beim Rugby. 100kg+ langen nach des Gegners Allerwertestem
  • GraveDigger 19.08.2019 09:01
    Highlight Highlight Wie alles in der Schweiz wird nur noch mit monetären Werten gemessen. Das der Staat da auch seine Finger drinn hat ist klar.. "Brot und Spiele". Schlussendlich geht es bei solchen angeblichen "traditionellen" Volksfesten nur noch den Menschen etwas wie Postkartenidylle vorzugaukeln. In Wirklichkeit wurde das was die Schweiz ausmacht schon lange durch die Politik und Geldelite zerstört und hat einen Einheitsbrei an leicht manipulierbaren Menschen erschaffen.
  • Walter Sobchak 19.08.2019 08:54
    Highlight Highlight Finde es zum einen schön, dass der Sport populär ist.

    Die "Schattenseiten" konnte ich letzte Woche auf der Schwägalp sehr gut beobachten:

    Extrem viele Menschen die keine Ahnung vom Geschehen in der Arena haben. (Während dem 3. Gang Giger-Mathis steht einer vor uns auf, redet mit seiner Sitznachbarin, ohne den Kampf zu schauen. Erst nach mehrmaligem hinweisen hat er sich wieder gesetzt)
    Auch gab es diverse die den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt waren, als Selfies zu machen und Insta-Posts abzusetzen.
    • Jesus Quintana 19.08.2019 13:00
      Highlight Highlight Dios mio, Walter! Und Insta-Menschen sind überall ein Graus.
    • why_so_serious 19.08.2019 16:27
      Highlight Highlight Muss man den jeden Sport zuvor verstehen, bevor man sich ihn ansieht?
      ...die moderne Welt der sozialen Netzwerke erreicht eben auch solche Redneck-Events.
    • Leader 19.08.2019 23:12
      Highlight Highlight Vielen Dank für ihren Beitrag.
      An alle die immer noch gegenteiliger Meinung sind- dass ist die Realität.
      Also hört mit der Glorifizierung auf.
  • Leader 19.08.2019 07:51
    Highlight Highlight Schwingen ist wohl der exklusivste Sport der Schweiz. Auch wenn ich sogar bereit wäre viel Geld für ein Ticket zu bezahlen, komme ich, als Normalbürger, wohl nie in den Genuss ein Schwingfest wie das ESAF besuchen zu können.
    Also hört auf von Volksport zu sprechen.
    Das ist es definitiv nicht.
    • Hü Hopp Hü 19.08.2019 08:12
      Highlight Highlight TEin grosser Teil der Tickets geht an die Schwingvereine. So, dass eben nicht nur jene die, weil es momentan einfach angesagt ist, an einem Schwingfest tummeln. Zudem ist das ESAF nicht das einzige Schwingfest! Mit exklusiv hat das nix zu tun. Aber es stellt sicher, dass zumindest ein grosser Teil der Zuschauer versteht was im Sägemehl passiert.
    • Leader 19.08.2019 10:48
      Highlight Highlight An Hü Hopp Hü
      Sie wissen schon was sie gerade geantwortet haben?
      Gerne erkläre ich es ihnen!
      Auch ihrem Schwingerwissen stelle ich mich gerne.
      Mein Wissen gegen ihr Ticket!!
    • Hü Hopp Hü 19.08.2019 12:59
      Highlight Highlight Hoppla, da scheine ich Sie getroffen zu haben. Sorry! Aber ich kann Sie beruhigen. Auch wenn ich gerne ans ESAF gegangen wäre. Auch ich habe leider kein Ticket.
      Was ich geschrieben habe, das weiss ich. Was Sie verstanden haben entzieht sich aber meiner Kenntnis. Sie dürfen mir das gerne erklären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fly Boy Tschoko 19.08.2019 07:45
    Highlight Highlight Gölä und Trauffer, welche keine keine Ahnung vom Schwingen haben, schreiben eine Hymne, was es noch nie brauchte für ein Eidgenössisches. Die Zuger Polizei hatein Edelweiss Polizeiauto und der Expat- Tiefsteuerkanton in welchem viele Einheimische keinen erschwinglichen Wohhnraum mehr finden gibt sich wieder bodenständig und traditionell.
    Alle Firmen wollen Billete verteilen und am Ende sitzen auf den Tribünen Leute in ihren neu gekauften Edelweisshemden die nicht wissen, dass der Schlussgang kein Final ist.
    Ein Schaulaufen konservativer Füdlibürger die nichts mit dem Schwingen zu tun haben.
    • Prodecumapresinex 19.08.2019 09:18
      Highlight Highlight Schön, dass du noch ein Zug-Bashing in deinem Kommentar über das ESAF unterbringen konntest. Wünsche dir einen besonders schönen Montag! 🤗
    • estrella5 19.08.2019 09:29
      Highlight Highlight Du hast absolut recht, was die Wohnungssituation in Zug betrifft.

      Aber Zug ist trotz den Expats, den Tiefensteuern etc. immer noch eine einmalige Stadt. Ich kenne keine Stadt wo noch so viele Bauer auch wirklich noch bauern. Das ist einmalig. Ich wohne in der Stadt und wohne neben einem Pferdestall. Das Gemüse und Fleisch kann ich beim Bauer direkt ums Eck vom Hof holen.

      Und deshalb passt das ESAF auch perfekt zu dieser Stadt, da ihr modernes und tradtionnelles verbunden wird.
    • franzfifty 19.08.2019 09:57
      Highlight Highlight Und jetzt? Willst Du damit sagen, dass Nichtswissende fernbleiben sollen? Darf man nur als echter traditioneller Schweizer Bauer mit Zigarre und dem in Detail kennenden Reglement (inklusive Schlussgang) dabei sein. Hat jemand ein Verbrechen begangen, dass er als eigentlich nicht-Betroffener ploetzlich dabei ist?
      Als ziemlich fest gebauter Italiener mit weissem Bart und Chrigu Stucki Fan, bin ich auch kein Spezialist, kritisiere aber trotzdem niemanden, wenn er dort dabei sein will. Es tut ja niemandem weh.
    Weitere Antworten anzeigen
  • michiOW 19.08.2019 07:39
    Highlight Highlight Viele hören mit 16 auf wenn sie zu den Aktiven kommen, da die Lehre beginnt und oder sie keine Schwingerpostur haben.
    • Beat_ 19.08.2019 09:03
      Highlight Highlight Das gilt so ziemlich für alle Sportarten, dass viele mit dem Schulende aus Zeit- oder anderen Gründen mit ihrem Sport aufhören (oder reduzieren).
    • michiOW 19.08.2019 10:04
      Highlight Highlight @Beat
      Bei den meisten Sportarten gibt es aber Stärkeklassen, man kann z.B. 3 Liga Eishockey spielen und dort Meister werden. Im Schwingen sind an jedem Fest mindestens ein paar Teilverbandskranzer.
  • Friedhofsgärtner 19.08.2019 07:13
    Highlight Highlight Find ich toll dass es in Zug stattfindet. Als einer der Hotspots der internationalen Schweiz hat es dort viele Expats die eher selten mit schweizer Traditionen in Kontakt kommen und die Zürcher und Zentralschweizer haben es beide nicht weit. Das wird ein grandios vielfältiges Fest, bei dem wohl in Sachen Besucher und Umsatz so einige Rekorde gebrochen werden dürften.

    Schwingen finde ich ein sehr schönes Beispiel, wie viel erfolgreicher Medien sein können wenn sie sich mehr auf die Bedürfnisse des lokalen Marktes, statt internationale Klischees fokussieren.
    • iisprinzässin 19.08.2019 07:40
      Highlight Highlight Du magst das gut finden, ich kenne einige die vor dem Grossanlass, der seit Monaten vorbereitet wird, flüchten. Mein Arbeitsweg ist zwei Tage lang nicht mehr machbar weil die einzige Busverbindung zwischen zwei Orten einfach mal stillgelegt wird und man via Zug muss (für mich bedeutet das anderthalb Stunden statt zwanzig Minuten Arbeitsweg). Plus viele Spaziergänger, Hündeler und Sportler werden ihre vor der Tür liegende Route nicht mehr gehen können weil alles rigoros abgesperrt ist.
    • Alnothur 19.08.2019 07:58
      Highlight Highlight Die Hunde wirds freuen, ausnahmsweise mal eine andere Route zu sehen.
    • DerHans 19.08.2019 08:14
      Highlight Highlight Iisprinzässin, sie sind wohl der glücklichste Mensch, wenn das ihreeinzigen Problem sind! Ich hoffe die Hündeler und Sportler überleben 2 Tage ohne ihre gewünschte Route (obschon ich mich gerade selber Frage welche Wege da genau nicht mehr begehbar sind, fahre ich doch täglich mit dem Velo da vorbei) und verlaufen sich nicht. Das Datum steht seit min. 3 Jahren fest, hätte man sich au ein schönes Wochenende sonst wo planen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Count 19.08.2019 06:59
    Highlight Highlight Schwingen ist der Musikantenstadl des Sports.
    • Friedhofsgärtner 19.08.2019 07:18
      Highlight Highlight Waren Sie schon mal an einem Schwingfest? Diese Beschreibung passt keineswegs.
    • The Count 19.08.2019 08:06
      Highlight Highlight Ja, war ich. Waren sie schon mal an einem Musikantenstadl?
    • Buyer's Remorse 19.08.2019 09:36
      Highlight Highlight Die grösste Dorfdisco des Landes.
  • pamayer 19.08.2019 06:38
    Highlight Highlight Toll, dass das Schwingen so rockt.
    Und dazu in der Arena werbefrei ist und hoffentlich auch bleibt.

    Die andere Seite, dass es ein durch und durch patriarchaler Sport ist, es auch noch keinen Oberländer Frauenschwingclub gibt, und wahrscheinlich nie geben wird.

    Für alle Frauen bleibt nur eines: Den Männern zuschauen und diese bejubeln.
    • Hallo22 19.08.2019 07:22
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber es gibt sehr wohl Schwingerinnen. https://www.soniakaelin.ch/. Dies ist die Webseite der mehrfachen Schwingerkönigin Sonia Kälin.

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