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Schaffen Josi, Fiala und Haas mit ihren Teams den Sprung in die Playoffs? Bild: imago-images, bearbeitung watson

Josi, Fiala und Haas auf einer Mission – watson tippt die Pre-Playoffs der NHL

Morgen beginnen in der NHL die Qualifikations-Serien für die Stanley-Cup-Playoffs. Wir sagen dir, welche Mannschaften als Favoriten in ihre Duelle steigen. Heute: die Western Conference.



Ab morgen gibt es wieder Eishockey-Ernstkämpfe! Die Pre-Playoffs in der NHL beginnen. Mit dabei sind unter anderem auch Roman Josi, Kevin Fiala und Gaëtan Haas. Alle drei wollen mit ihren Teams den definitiven Sprung in die Playoffs schaffen und dort möglichst lange dabei sein.

Die wegen der Coronavirus-Pandemie seit dem 12. März unterbrochene Saison wird doch noch fertig gespielt. Die jeweils zwölf besten Teams der Eastern und der Western Conference sind noch mit dabei. Die Top-4 aus dem Osten und dem Westen sind fix in der ersten Playoff-Runde. Die anderen 16 Mannschaften müssen sich dafür noch qualifizieren – in einer Qualifying-Round, wie es die NHL nennt. Es handelt sich dabei also um «Pre-Playoffs» mit Best-of-5-Serien. Gleichzeitig spielen die Top-4 der beiden Conferences jeweils darum, wer an erster Position gesetzt in die Playoffs steigt.

So viel also zum kurzen Abriss über den ungewohnten Playoff-Modus. Nun richten wir den Blick in die Zukunft und auf die Glaskugel. Nachdem wir gestern die Play-In-Serien im Osten angeschaut haben, ist nun der Westen dran.

Predators – Coyotes

Wenn du auf extrem viele Tore hoffst, dann bist du bei dieser Serie wohl am falschen Ort. Denn das Toreschiessen gehört weder bei Nashville noch bei Arizona zu den grossen Stärken. Beide Teams haben nur einen Spieler, der mehr als 20 Tore erzielt hat (Filip Forsberg bei Nashville, Connor Garland bei Arizona).

Dass es bei den Coyotes in der letzten Woche neben dem Eis drunter und drüber ging – General Manager John Chayka hat wenige Tage vor den ersten Spielen gekündigt – dürfte auf die Leistung der Mannschaft wohl wenig Einfluss haben. Aber Arizona geht dennoch als Aussenseiter in die Serie. Falls sie doch gewinnen, liegt es hauptsächlich am Goalie-Duo mit Antti Raanta und Dary Kuemper.

Vorteile Nashville:

Vorteile Arizona:

Schweizer in der Serie:

Roman Josi (16 Tore, 49 Assists in 69 Spielen) war mit Abstand Nashvilles bester Spieler in dieser Saison. Der Schweizer hat 17 Punkte mehr auf dem Konto als der nächstbeste Spieler der Predators. Ohne den Captain wäre Nashville wohl nicht mal in die Nähe der Playoffs gekommen. Will die Mannschaft in die Playoffs kommen und dort auch Erfolg haben, brauchen sie einen Josi in Topform.

NEWARK, NJ - JANUARY 30: Nashville Predators Defenceman Roman Josi 59 skates some laps during warmups before the game between the Nashville Predators and the New Jersey Devils on January 30, 2020 at the Prudential Center in Newark, New Jersey. Photo by Nicole Fridling/Icon Sportswire NHL, Eishockey Herren, USA JAN 30 Predators at Devils Icon200130000433

Josi will die Predators in die Playoffs führen. Bild: imago images/Icon SMI

Ob Yannick Weber bei Nashville ebenfalls zum Einsatz kommt, ist noch unsicher. In den letzten Partien vor dem Unterbruch fand er sich öfter nur auf der Tribüne wieder und musste Jared Tinordi, Korbinian Holzer oder Dan Hamhuis den Vortritt lassen. Im Testspiel gegen Dallas (2:0) kam er als siebter Verteidiger einige Minuten zum Einsatz.

Spiele in der Regular Season:

17. Oktober 2019: Arizona – Nashville 5:2
23. Dezember 2019: Nashville – Arizona 3:2

Spielplan Qualifying Round:

watson-Tipp:

Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber Nashville setzt sich in fünf Spielen durch.

Canucks – Wild

Gerade mal ein einziger Punkt trennte Vancouver und Minnesota zum Zeitpunkt des Unterbruchs. Keine Überraschung also, dass uns hier eine enge, ausgeglichene Serie erwartet. Vor der Pause gingen die Trends allerdings in unterschiedliche Richtungen: Die Canucks waren daran, Boden zu verlieren, die Wild daran, Boden gut zu machen.

VANCOUVER, BC - FEBRUARY 19: Minnesota Wild Right Wing Mats Zuccarello 36 scores a shootout goal on Vancouver Canucks Goaltender Jacob Markstrom 25 during their NHL, Eishockey Herren, USA game at Rogers Arena on February 19, 2020 in Vancouver, British Columbia, Canada. Photo by Derek Cain/Icon Sportswire NHL: FEB 19 Wild at Canucks Icon20021993

Minnesota oder Vancouver – wer setzt sich durch? Bild: imago images/Icon SMI

In Vancouver sind die treibenden Kräfte herausragende Einzelspieler am Beginn ihrer Karriere: Elias Pettersson, Brock Boeser, Quinn Hughes und Goalie Jacob Markström. Minnesota hat weniger Stars, dafür ein tiefes und erfahrenes (böse Zungen sagen altes) Kader.

Vorteile Vancouver:

Vorteile Minnesota:

Schweizer Spieler in der Serie:

Wie bereits erwähnt, war Kevin Fiala (Minnesota) vor dem Corona-Unterbruch einer der besten Spieler in der gesamten Liga. Nach der All-Star-Pause (Ende Januar) hat der Ostschweizer bis zum Unterbruch in 19 Spielen 26 Punkte gesammelt. Das war in dieser Zeitspanne der drittbeste Wert ligaweit. Weil der Flügel den Corona-Sommer in Schweden verbrachte, hatte er jederzeit Zugang zu Eis und konnte mit anderen NHL-Spielern trainieren. Wie heiss er auf Ernstkämpfe ist, hat er schon im Test gegen Colorado gezeigt. Fiala sammelte zwar keine Punkte, war sonst aber Minnesotas auffälligster Spieler. Er gab 15 Schussversuche ab (6 davon gingen aufs Tor) und holte zwei Strafen raus.

Sven Bärtschi (Vancouver) hat sich dazu entschieden, auf die anstehenden Spiele zu verzichten. Vermutlich wäre er bei den Canucks sowieso nicht zum Einsatz gekommen.

Spiele in der Regular Season:

12. Januar 2020: Vancouver – Minnesota 4:1
6. Februar 2020: Minnesota – Vancouver 3:2
19. Februar 2020: Minnesota – Vancouver 4:3nP

Spielplan Qualifying Round:

watson-Tipp:

Minnesota überrascht die Hockey-Welt und schlägt Vancouver in 5 Spielen.

Oilers – Blackhawks

Wer Tore mag, ist hier an der richtigen Stelle, denn es treffen zwei Mannschaften mit herausragenden Stürmern und zweifelhaften Verteidigern aufeinander. Auf Seite der Edmonton Oilers stehen Leon Draisaitl, der beste NHL-Skorer der Saison, und Connor McDavid, der laut übereinstimmenden Berichten noch nie so schnell und gut war wie im Moment. Die Chicago Blackhawks haben die etwas älteren, aber ausgeruhten Patrick Kane und Jonathan Toews, sowie 30-Goal-Rookie Dominik Kubalik.

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McDavid brillierte im Testspiel gegen Calgary schon wieder. Video: streamable

Es wird also die Mannschaft die Serie gewinnen, deren Stürmer besser in Form sind, deren Verteidiger die gegnerischen Stürmer besser auszubremsen vermögen und deren Goalie besser spielt. Das Duell wird wohl viel ausgeglichener, als es viele zwischen dem Viertplatzierten der Conference (Edmonton) und dem Zwölftplatzierten (Chicago) erwarten.

Vorteile Edmonton:

Vorteile Chicago:

Schweizer in der Serie:

Gaëtan Haas hat sich überraschend schnell festgesetzt im Kader der Oilers. Der offensive Output des 28-Jährigen blieb zwar bescheiden (5 Tore, 5 Assists in 58 Spielen), doch er überzeugte als starker Defensivcenter. Im Testspiel gegen Calgary (4:1) durfte er über drei Minuten in Unterzahl ran und spielte dabei ebenfalls stark.

CALGARY, AB - FEBRUARY 01: Edmonton Oilers Center Gaetan Haas 91 celebrates after scoring on a penalty shot against the Calgary Flames during the third period of an NHL, Eishockey Herren, USA game on February 1, 2020, at the Scotiabank Saddledome in Calgary, AB. Photo by Brett Holmes/Icon Sportswire NHL: FEB 01 Oilers at Flames Icon200201035

Gaëtan Haas hat sich bei Edmonton durchgesetzt. Bild: imago images/Icon SMI

Philipp Kurashev ist im Kader der Blackhawks dabei. Ein Einsatz des 20-Jährigen wäre aber wohl nur realistisch, wenn sich im ersten Spiel gleich mehrere Stürmer verletzen würden. Es wäre sein erstes Spiel in der NHL.

Spiele in der Regular Season:

14. Oktober 2019: Chicago – Edmonton 3:1
11. Februar 2020: Edmonton – Chicago 5:3
5. März 2020: Chicago – Edmonton 4:3​

Spielplan Qualifying Round:

watson-Tipp:

McDavid und Draisaitl sind zu gut für die Blackhawks-Verteidigung. Edmonton siegt in 4 Spielen.

Flames – Jets

Zu guter Letzt kommt es in der Play-In-Runde noch zu einem rein kanadischen Duell. Auf dem Papier sollten die Calgary Flames eigentlich klarer Favorit sein – vor allem weil Winnipegs Verteidigung absolut unterdurchschnittlich ist. Doch in der Realität ist das alles etwas komplizierter.

Denn während Winnipegs Sturm vor torgefährlichen Spielern (Kyle Connor, Mark Scheifele, Blake Wheeler, Patrik Laine, Nikolaj Ehlers) nur so strotzt, haben die Stars der Flames (Johnny Gaudreau, Matt Tkachuk, Elias Lindholm und Sean Monahan) dieses Jahr mehr Mühe. Kommt erschwerend hinzu, dass Winnipeg mit Connor Hellebuyck den mit Abstand besten Torhüter der Liga in den eigenen Reihen hat. Ohne den Kanadier wären die Jets nicht mal annähernd in Playoff-Nähe gewesen. Trotz einer schwachen Verteidigung vor ihm wehrte er 92,2 Prozent der Schüsse auf sein Tor ab.

Vorteile Calgary:

Vorteile Winnipeg:

Schweizer in der Serie:

Luca Sbisa musste viel Geduld zeigen, erhielt nach langem Warten im November aber doch noch einen NHL-Vertrag. Zuerst wollten ihn die Anaheim Ducks, doch die Winnipeg Jets schnappten den Kaliforniern den Verteidiger noch weg. In der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba kam der 30-jährige Zuger sofort regelmässig zum Einsatz.

ARCHIVBILD ZUM SDA-TEXT UEBER LUCA SBISA, AM DONNERSTAG, 23. APRIL 2020 - Winnipeg Jets' Luca Sbisa skates against the Minnesota Wild during an NHL hockey game Saturday, Dec. 21, 2019, in St. Paul, Minn. (AP Photo/Andy Clayton-King)

Bild: FR51399 AP

Mitte Februar verletzte er sich jedoch am Oberkörper und spielte bis zur Corona-Pause nicht mehr. Nun scheint er in der Hierarchie nach hinten gerutscht zu sein. Im Testspiel gegen Vancouver (4:1) sass er zwar auf der Bank, stand aber keine einzige Sekunde auf dem Eis.

Spiel in der Regular Season:

26. Oktober 2019: Winnipeg – Calgary 2:1nV

Spielplan Qualifying Round:

watson-Tipp:

Winnipeg schafft dank Hellebuyck die Überraschung und gewinnt in vier Spielen.

Round Robin

In der Round Robin der bereits für die Stanley-Cup-Playoffs qualifizierten Teams gibt es sicherlich auch attraktive Spiele, doch der sportliche Wert scheint bescheiden, weshalb eine detaillierte Vorschau wenig Sinn ergibt. Aufgrund der Hub-City-Situation bringt der Heimvorteil dieses Jahr in den Playoffs ausser beim Wechseln wenig.

Auf diesen Positionen gehen die vier Teams in die Platzierungsrunde:

  1. St. Louis Blues
  2. Colorado Avalanche
  3. Vegas Golden Knights
  4. Dallas Stars

Spielplan Round Robin:

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Kaum zu glauben, aber diese NHL-Spieler wurden nie gedraftet

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SGR 01.08.2020 14:07
    Highlight Highlight endlich wieder Hockey 😍
    Ich hoffe natürlich das unsere CH-Jungs möglichst lange im Rennen bleiben.
    Vorallem aber drücke ich Joslä die Daumen.

    Btw, NHL im FreeTV:
    Teleclub Zoom 22:00 Panthers vs Islanders
    • SGR 01.08.2020 14:21
      Highlight Highlight nachtrag zu Teleclub Zoom:
      Sonntag 20:05 Coyotes vs Preds
  • Grisons 01.08.2020 10:14
    Highlight Highlight Danke für die informative und ausführliche Analyse!👍🏻 So freut man sich doch noch ein wenig mehr auf die kommenden Spiele... auch wenn ich es nach wie vor befremdend finde, NHL-Spiele vor leeren Rängen zu schauen.
  • Al Paka 01.08.2020 08:44
    Highlight Highlight Wie immer eine gelungene Analyse. 🙂👍

    Ausser bei einem Punkt muss ich dir widersprechen.
    Ich persönlich finde, die Preds spielen unter Hynes besser als zuletzt unter Laviolette.
    Unter anderem sind die Specialteams bereits besser geworden und nicht mehr viel schlechter als das von Arizona.
    Seit dem 1.3.20 bzw 19 Spielen (Arizona 17 Sp.) ist das PP bei 17.2% (17.3%) und das PK bei 83.4% (85.7%). Beim letzteren bedeutet es die zehntbeste Quote.

    Spannend wird die Goaliefrage, im Testspiel wollten sie schauen wer besser in Form ist und beide blieben 30min ohne Gegentor. 🙃
    • Adrian Buergler 01.08.2020 09:18
      Highlight Highlight Findest du wirklich? Ich habe das Gefühl, Hynes hemmt die Offensive seiner Mannschaften noch viel mehr, als dies Laviolette getan hat. Auch seine Eiszeitverteilung finde ich immer wieder fragwürdig.

      Immerhin scheint er jetzt wieder konsequent auf die JOFA-Line zu setzen. Wenn die wieder in Form kommt, sieht es für NSH gut aus.
    • Al Paka 01.08.2020 09:29
      Highlight Highlight Ich finde ja. Okey auf einer Seite muss ich zustimmen, dass die Offense etwas weniger Tore schiesst, aber gleichzeitig defensiv besser da steht, vor allem auch dank Saros.
      Ich sage auch nicht, dass sie unter Hynes top spielen, aber irgendwie etwas weniger vorausschaubar, als es noch unter Laviolette war.

      Wir werden sehen wie das Team sich nach dem ersten Camp unter Hynes präsentieren wird.

      Ich hoffe Arvidsson kann sich weiter steigern, mit seiner Spielweise ist er sehr wichtig für diese Linie. Leider konnte er es dieses Jahr nie wirklich zeigen. Sein Speed und Spielwitz fehlte sehr.
  • Häuber Rotzenplotz 31.07.2020 22:59
    Highlight Highlight Da kann ich nur hoffen, dass du Recht behältst. Genau so erhoffe ich mir die Sieger der Pre-Playoffs.

Eismeister Zaugg

Joe Thornton kann nächste Saison mit Davos spielen – wenn er will

Am Samstag ist NHL-Star Joe Thornton (41) in Davos eingetroffen. Er kann nächste Saison für den HC Davos spielen. Sofern er das wünscht. Er hat den Schweizer Pass und würde keine Ausländerlizenz beanspruchen.

Seit der Saison 2004/05 ist Joe Thornton ein Teil der HCD-Kultur. Er verbrachte damals die verlorene NHL Saison («Lockout») zusammen mit Rick Nash und Niklas Hagmann bei Davos, feierte den Meistertitel und den Spengler Cup-Triumph. In 40 Partien produzierte er 54 Punkte und in den Playoffs schwebte er über dem Eis: 29 Punkte in 14 Partien. Beim zweiten Lockout (2012/13) kehrte er erneut zum HCD zurück (33 Spiele/36 Punkte).

Seither gehört Joe Thornton sozusagen zum HCD. Jedes Jahr «pilgert» er …

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