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Zuerichs Benjamin Kololli erzielt das Tor zum 0-1, im Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Zuerich, am Samstag, 19. September 2020 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wuchtiger Schuss: Benjamin Kololli vom FCZ ist der erste Torschütze der neuen Saison. Bild: keystone

YB wendet das Startspiel gegen den FCZ – Luzern verliert in Lugano



YB – FC Zürich 2:1

ySchweizer Meister YB konnte das Ausscheiden aus der Champions-League-Qualifikation fürs Erste vergessen machen. Die Berner besiegten den FCZ zum Auftakt der Super League daheim 2:1. Trotz der kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfälle von Michel Aebischer, Christopher Martins und Marvin Spielmann wie auch von Goalie David von Ballmoos fanden die Berner drei Tage nach der desaströsen zweiten Halbzeit des Spiels in Dänemark zu einer soliden Leistung zurück, indem sie das Spiel ab der 35. Minute in die Hand nahmen und deutlich zu dominieren begannen.

Die Zürcher gingen mit ihrem ersten Angriff nach fünf Minuten in Führung. Benjamin Kololli, dessen Schuss von der Strafraumgrenze unhaltbar abgelenkt wurde, traf. Die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin hätte die Niederlage eventuell abwenden können, wäre nicht der defensive Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu wegen der zweiten Verwarnung kurz nach der Pause vom Platz gestellt worden.

Schiedsrichter Urs Schnyder, links, zeigt Zuerichs Hekuran Kryeziu, kniend rechts, die rote Karte, Lasse Sobiech, Mitte, und Toni Domgjoni sind konsterniert, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zuerich, am Samstag, 19. September 2020, im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Da waren es nur noch zehn: Hekuran Kryeziu (kniend) fliegt vom Platz. Bild: keystone

Eine Viertelstunde später wurden auch die Berner – Gelb-Rot gegen Cedric Zesiger – dezimiert, aber unmittelbar davor hatte der beim weiteren Pfosten allein gelassene Christian Fassnacht das Siegestor zum 2:1 erzielt und damit die Überzahl genutzt. Eine Schwächung musste die Zürcher auch mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Kololli unmittelbar vor der Pause hinnehmen.

«Ich musste längere Zeit auf ein Tor warten, umso schöner, dass es gleich ein Siegtreffer ist», freute sich der YB-Offensivspieler Christian Fassnacht im «Teleclub»-Interview. «Mit einem Erfolg in die Saison starten zu können, ist optimal.» Sein neuer Mitspieler Silvan Hefti, von St.Gallen gekommen, ergänzte: «Über weite Strecken gelang es uns, unseren Plan durchzuziehen, es war ein guter Auftritt.»

YBs Christian Fassnacht jubelt nach seinem Tor zum 2-1 gegen Zuerichs Torhueter Janick Brecher, im Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Zuerich, am Samstag, 19. September 2020 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Christian Fassnacht jubelt: Soeben hat er den Siegtreffer erzielt. Bild: keystone

Nach dem frühen Rückstand hätten die Young Boys auch schon in der ersten Halbzeit die Wende herbeiführen können. So setzte Fassnacht einen Kopfball ans Lattenkreuz. Kurz vor der Pause rettete der Zürcher Neuzugang Lasse Sobiech aus der Linie.

FCZ-Verteidiger Tobias Schättin fand, sein Team habe lange mithalten können. «YB ist Meister, da ist es als Auswärtsteam immer schwierig. Wir glaubten aber in jeden Fall an unsere Chance und am Ende, als beide Teams nur noch zu zehnt waren, fehlte nicht viel.»

Wankdorf, 1000 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 5. Kololli (Ceesay) 0:1. 24. Mambimbi (Zesiger) 1:1. 69. Fassnacht (Garcia) 2:1.
Young Boys: Faivre; Hefti, Camara (84. Lefort), Zesiger, Garcia; Fassnacht (89. Elia), Lustenberger, Sierro, Moumi Ngamaleu (84. Sulejmani); Mambimbi (73. Gaudino), Nsame (89. Siebatcheu).
Zürich: Brecher; Wallner, Sobiech, Sohm, Schättin (84. Winter); Domgjoni, Hekuran Kryeziu; Koide (59. Nathan), Marchesano, Kololli (44. Khelifi); Ceesay (84. Kramer).
Bemerkungen: Young Boys ohne Aebischer, Von Ballmoos, Martins, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt/rekonvaleszent). Zürich ohne Tosin, Omeragic, Rohner (alle verletzt) und Janjicic (krank). Kololli verletzt ausgeschieden. 15. Kopfball von Fassnacht ans Lattenkreuz. 56. Gelb-rote Karte gegen Hekuran Kryeziu (Foul). 70. Gelb-rote Karte gegen Zesiger (Foul). Verwarnungen: 28. Ceesay (Foul), 45. Hekuran Kryeziu (Foul).

Lugano – Luzern 2:1

Der FC Lugano feierte zum Auftakt der Super League einen verdienten Heimsieg. Die Tessiner setzten sich dank einer starken ersten Halbzeit gegen Luzern mit 2:1 durch. Das Aufbäumen der ersatzgeschwächten Gäste kam zu spät. Das Team von Fabio Celestini hatte sich nach der Pause zwar gesteigert, kam aber erst in der Nachspielzeit durch ein Eigentor von Miroslav Covilo zum Anschlusstreffer.

«Gegen Lugano wird es schwierig, wenn man einmal in Rückstand gerät.»

Fabio Celestini, Luzern-Trainer Teleclub

Vor der Pause war der Gastgeber tonangebend und effizient im Abschluss. Alexander Gerndt überraschte in der 20. Minute mit einem satten Schuss aus 25 Metern Luzerns Keeper David Zibung, der erstmals seit über einem Jahr wieder das FCL-Tor hütete, da Stammkeeper Marius Müller wegen Vaterfreuden fehlte. Das 2:0 nach gut einer halben Stunde war die Folge einer schönen Kombination von Numa Lavanchy, Jonathan Sabbatini und Mattia Bottani, der souverän und überlegt abschloss.

Lugano's player Mattia Bottani, left, celebrates the 2 - 0 goal with team mates, during the Super League soccer match FC Lugano against FC Luzern, at the Cornaredo stadium in Lugano, Saturday, September 19, 2020.(KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Ruhe auf den billigen Plätzen: Matteo Bottani nach seinem Tor zum 2:0. Bild: keystone

Ernsthaft in Probleme kam das Team von Maurizio Jacobacci danach nicht mehr, auch wenn es in der Schlussphase in Unterzahl agieren musste. Christopher Lungoyi sah drei Minuten nach seiner Auswechslung nach einem harten Foul die Rote Karte (69.). Luzern konnte daraus aber keinen Profit schlagen und setzte seine Negativserie fort. In den letzten Saison konnten die Zentralschweizer gegen die Tessiner nie gewinnen. (ram/sda)

Cornaredo, 1000 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 20. Gerndt 1:0. 32. Bottani (Sabbatini) 2:0. 92. Covilo (Eigentor) 2:1.
Lugano: Osigwe; Kecskes, Maric, Daprelà; Lovric (83. Covilo); Lavanchy, Custodio (91. Guidotti), Sabbatini, Guerrero; Bottani (66. Lungoyi); Gerndt (83. Holender).
Luzern: Zibung; Schulz, Lucas, Knezevic, Sidler; Emini (59. Ndenge), Voca (74. Schaub), Ugrinic (59. Kakabadse); Ndiaye, Marleku (46. Lang), Schürpf.
Bemerkungen: Lugano ohne Baumann und Macek (beide verletzt), Luzern ohne Müller (wurde Vater), Binous, Burch, Bürki, Grether, Owusu und Schwegler (alle verletzt). 69. Platzverweis Lungoyi (Tätlichkeit). Verwarnungen: 5. Voca (Foul). 30. Custodio (Foul). 55. Guerrero (Foul). 78. Gerndt (Foul).

Die Tabelle

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