Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Praesident Bernhard Burgener bei der Vorstellung von Ciriaco Sforza als neuer Cheftrainer des FC Basel 1893 in Basel, am Donnerstag, 27. August 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Kritik an FCB-Präsident Bernhard Burgener nimmt nicht ab. Bild: keystone

Basler Fans lancieren Aufstand gegen Bernhard Burgener – das steckt dahinter



Am Wochenende ist der FC Basel mit einem enttäuschenden Resultat in die Super-League-Saison gestartet. Gegen Aufsteiger Vaduz kam der FCB nicht über ein 2:2 hinaus.

Und auch im Umfeld rumort es weiterhin: Unter dem Namen «Yystoo für e FCB» wollen einige Fans ein Zeichen gegen Präsident Bernhard Burgener setzen. Was steckt dahinter? Wir liefern die wichtigsten Antworten.

Was ist der Hintergrund der Aktion?

Die Gründer von «Yystoo für e FCB» sind unzufrieden mit der momentanen Führung des Vereins. Man mache sich Sorgen über die Entwicklungen unter Bernhard Burgener, schreiben die Organisatoren. Deshalb kam es im Laufe des Jahres zu Gesprächen und im Sommer zur Entstehung der Gruppe. Dies sei auch deshalb nötig, weil frühere Aktionen wie etwa durch die Muttenzerkurve nicht die gewünschten Folgen hatten.

Wer steckt hinter der Aktion?

Hinter «Yystoo für e FCB» stehen Fans des FC Basel. «Ein bunt gemischter Haufen aus allen Sektoren des Stadions», erklärt Mit-Initiator David Frey. Zu den Mitgliedern der Gruppe gehören etwa Vertreter von Fanklubs und der Muttenzerkurve. Zusammen kommen sie auf ungefähr 20 Leute. Einige davon sind auch Mitglied beim FC Basel.

Neben den Organisatoren haben sich auch bereits einige bekannte Personen als Erstunterzeichner für die Aktion ausgesprochen. Dazu gehören etwa Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP), Ständerätin Eva Herzog (SP) und weitere bekannte Basler Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik. Ex-FCB-Trainer Thorsten Fink dagegen hat sich dagegen wieder von der Protest-Gruppe zurückgezogen. Er soll nicht alle Informationen gelesen haben, die ihm zugesandt wurden.

Diese Personen und Organisationen machen mit

Was erhofft sich «Yystoo für e FCB»?

In erster Linie geht es darum, den Fans ein Gehör zu verschaffen, die sich Sorgen machen – davon gebe es einige, sagt David Frey: «Wir haben gemerkt, dass das vielen ein Bedürfnis ist.» Die Interessen der verschiedenen Fan-Vertreter sollen mit «Yystoo für e FCB» gebündelt werden. Ein Anliegen ist etwa, dass Bernhard Burgener nicht gleichzeitig Präsident des Vereines und der FCB-Aktiengesellschaft sein soll. So hofft die Gruppe auf einen unabhängigen Vereinsvorstand, der eine Kontrollfunktion einnehmen könnte.

Kann es sein, dass Bernhard Burgener ausgekauft wird?

Nein, wohl kaum. Dazu fehlt es den Organisatoren schlicht an den finanziellen Mitteln. «Wenn man mit dieser Aktion Leute mit mehr Mitteln dazu bewegen kann, etwas zu machen, wäre das natürlich noch besser», sagt David Frey. Allerdings sei dies nicht das primäre Ziel. Deshalb versuche man gezielt, über den Verein einzugreifen.

Was sind die nächsten Schritte?

Wie «Yystoo für e FCB» weiter vorgehen will, lassen die Initianten noch offen. Das hängt davon ab, wie die Reaktionen auf die Lancierung aussehen. Der nächste wichtige Termin ist die Generalversammlung im kommenden Oktober. Dann, hofft die Gruppe, soll im besten Fall ein unabhängiger Vereinsvorstand gewählt werden.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener

Betrinken und Beklagen mit Quentin

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

40 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Toerpe Zwerg
21.09.2020 09:03registriert February 2014
Ystoo - DAS Jugendtalent und Transfer Versprechen aus Finnland!
18245
Melden
Zum Kommentar
40

Kommentar

Das Ende der Berner Sportwelt wie wir sie kannten

Die Berner Kantonsregierung verbietet bis auf Weiteres Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen. Es ist das Ende des Berner Sportes mit den SCL Tigers, dem SC Bern, Biel und YB. Dieser Alleingang der Berner lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Eine Regierung dreht durch.

Zuerst einmal ein paar Reaktionen auf den Alleingang der Berner. Hockey-Ligadirektor Denis Vaucher ist fassungslos. «Wir haben alle Schutzkonzepte umgesetzt und es hat bei den Spielen nicht das kleinste Problem gegeben. Weil die Berner Regierung den Ausbau des Contact-Tracing verschlafen hat, gibt es nun diese Regelung.»

Wie es weiter geht, wird erst im Laufe des Montags bekannt. Die Klubs brauchen Zeit, um zu entscheiden, wie sie mit diesem Verbot von Fussball und vor allem von Hockey auf Berner …

Artikel lesen
Link zum Artikel