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epa07458352 Switzerland's Fabian Schaer (C) is visited by doctors during the UEFA Euro 2020 qualifier Group D soccer match between Georgia and Switzerland at the Boris Paichadze National Stadium in Tbilisi, Georgia, 23 March 2019.  EPA/ZURAB KURTSIKIDZE

Fabian Schär spielte gegen Georgien trotz Kopfverletzung weiter – kein Einzelfall. Bild: EPA

Kommentar

Hört endlich damit auf, Fussballer mit Kopfverletzungen weiterspielen zu lassen

Wenn Fussballer mit Kopfverletzungen am Boden liegen, müssen Mannschaftsärzte innert kürzester Zeit entscheiden, ob die Spieler weitermachen können. Das ist gefährlich – und weil die Klubs fahrlässig handeln, müssen die Verbände dringend eingreifen.



Fussballer haben das Image, Weicheier zu sein. Zugegeben, das ist oft gar nicht so falsch. Manch ein Zuschauer hinterfragt, weshalb er sich diesen Sport trotz den unzähligen Bodenrollen nach Zweikämpfen und dem Laientheater beim Versuch, einen Elfmeter zu schinden, überhaupt noch antut.

Die meisten Fussballer können viel einstecken. Sehr viel. Und selbst wenn sie sich mal am Boden winden, beissen sie bei Verletzungen durch. Auch dann, wenn sie es nicht sollten, nämlich wenn der Kopf betroffen ist. In diesen Fällen müssen sie von den Teamärzten, Trainern, Schiedsrichtern und vor allem den Verbänden zur Vernunft gezwungen werden.

Dynamo Kiev's Domagoj Vida from Croatia leaves the field after being injured during the Group B Europa League soccer match between Dynamo Kiev and Young Boys at the Olympiyskiy stadium in Kiev, Ukraine, Thursday, Oct. 19, 2017. (AP Photo/Andriy Lukatsky)

Wie viel Sinn macht es, dass Spieler wie in diesem Fall Domagoj Vida trotz Kopfverletzungen weiterspielen? Bild: AP

Nach Zusammenstössen mit den Köpfen spielen Fussballer regelmässig weiter – obwohl die kurze Behandlungspause nicht ausreicht, um zu beurteilen, ob es sich um ernste Kopfverletzungen mit der Gefahr von Folgeschäden handelt.

Gestern hat es den Schweizer Torhüter Gregor Kobel erwischt. In der Partie zwischen Frankfurt und Augsburg erhält Kobel nach einer halben Stunde das Knie von Filip Kostic an den Kopf. Der Augsburger Goalie bleibt liegen, spielt dann trotz Schwindelgefühlen weiter, bis er nach zwei weiteren Behandlungspausen in der 40. Minute endlich ausgewechselt wird.

«Ihm war schwindlig, und er konnte nur noch verschwommen sehen. Bei ihm besteht der Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung.»

Augsburg-Trainer Martin Schmidt nach der Partie

Es braucht keinen Doktortitel, um einschätzen zu können, dass man einen Torhüter, der einen Schlag auf den Kopf erhalten hat und danach verschwommen sieht, sofort auswechseln sollte.

Kobel wollte natürlich weiterspielen – aber sollte man eine solch wichtige Entscheidung wirklich jemanden überlassen, dessen Hirn gerade so hart durchgeschüttelt wurde? Eben. In solchen Fällen müssen Fussballer zwingend bevormundet werden.

Hauptsache es geht weiter, immer weiter!

Gregor Kobel ist kein Einzelfall. Weil Trainer nicht ausserplanmässig wechseln wollen, wird geflickt, gekühlt und gesprayt, bis es irgendwie weitergeht. Wenn das Klubärtze bei leichten Verletzungen wie Prellungen an Beinen oder Füssen verantworten wollen, sollen sie das.

Bei Kopfverletzungen bräuchte es jedoch ein striktes, von den Verbänden verhängtes, Verbot weiterzuspielen. Zumindest solange, bis das «SCAT5» vernünftig durchgeführt wurde. Das «Sport Concussion Assessment Tool, 5. Auflage» ist ein standardisiertes Verfahren, um Gehirnerschütterungen bei der Soforthilfe zu beurteilen. Das SCAT5 wird vom Fussballweltverband FIFA unterstützt.

Wichtige Punkte des SCAT-Formulars

– Jeder Sportler mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung sollte AUS DEM SPIEL GENOMMEN, medizinisch untersucht und auf Zustandsverschlechterung beobachtet werden. Kein Sportler mit diagnostizierter Gehirnerschütterung sollte am Tag der Verletzung den Sport wieder aufnehmen.

– Wenn vermutet wird, dass ein Sportler eine Gehirnerschütterung hat und kein medizinisches Fachpersonal sofort verfügbar ist, sollte der Sportler zur umgehenden Beurteilung in eine medizinische Einrichtung gebracht werden.

– Die Zeichen und Symptome einer Gehirnerschütterung entwickeln sich erst im nachträglich, und es ist wichtig, eine wiederholte Beurteilung bei der Einschätzung einer Gehirnerschütterung zu erwägen.

– Die Diagnose «Gehirnerschütterung» ist eine klinische Beurteilung durch eine medizinische Fachperson. Die Diagnosestellung oder der Ausschluss einer Gehirnerschütterung sollte NICHT ausschliesslich durch das SCAT5 erfolgen. Ein Sportler kann eine Gehirnerschütterung haben, auch wenn sein SCAT5 «normal» ist.

Hier geht's zum Formular

Im Gegensatz zum Eishockey, American Football oder Rugby wird das Protokoll im Fussball aus Zeitmangel aber kaum seriös angewandt. Die korrekte Durchführung des SCAT5, bei dem der verletzte Sportler zum Beispiel Rechenaufgaben lösen, die Monate rückwärts aufsagen oder sich erinnern muss, wo er sich gerade befindet, dauert zehn Minuten. Zeit, die im Fussball nicht vorhanden ist.

In der Schweiz sorgte zuletzt der Fall Fabian Schär für Aufsehen. In der EM-Qualifikation gegen Georgien (2:0) Ende März prallt sein Kopf mit dem von Gegenspieler Jimmy Tabidze zusammen. Schär sackt bewusstlos zu Boden, verschluckt seine Zunge, die ihm ein Georgier anschliessend aus dem Rachen zieht. Fünf Minuten lang werden Schär und der blutüberströmte Tabidze auf dem Feld behandelt – beide spielen anschliessend weiter, Schär sogar über die volle Spieldauer. Als Vorbereiter beider Tore wird er zum Matchwinner.

Nach der Partie erklärt der Schweizer, dass er sich an den Vorfall nicht mehr erinnern könne. «Ich war einige Sekunden K.o., mein Schädel brummt noch. Zudem habe ich Nackenschmerzen. Und eine Beule an der Stirn. Aber es hat sich gelohnt.»

Switzerland's Fabian Schaer lies on the lawn during the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between Georgia and Switzerland at the Dinamo Arena in Tbilisi, Georgia, Saturday, 23 March 2019. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Fabian Schär liegt benommen am Boden – und spielt danach weiter. Bild: KEYSTONE

Der Schweizer Teamarzt Damian Meli begründete, dass man nach einer SCAT-Untersuchung entschieden habe, Schär auf dem Feld zu lassen, da keine neuropsychologischen Defizite festgestellt wurden. Es ist jedoch kaum möglich, das SCAT in den wenigen Minuten, die Schär behandelt wurde, korrekt durchzuführen. Dabei waren der schwere Schlag auf den Kopf, das verlorene Bewusstsein und die Probleme beim Aufstehen genügend Warnsignale.

Meli änderte seine Meinung für das Spiel drei Tage später gegen Dänemark, er belegte Schär mit einem Sport-Verbot. Dem «Tages-Anzeiger» erklärte er, dass die Rückkehr in den Sport eine gewisse Zeit benötige.

«Ich wollte unbedingt spielen und wie immer alles für das Team und die Schweiz geben.»

Faiban Schär wollte auch gegen Dänemark spielen

Englands Fussball-Legende Alan Shearer enervierte sich in der «Sun», dass Schär nicht ausgewechselt wurde: «Auf keinen Fall hätte Fabian Schär erlaubt werden dürfen, weiterzuspielen. Es ist lächerlich. Gibt es irgendwelche Zweifel, muss der Spieler vom Feld.» Shearer forderte, dass unabhängige Ärzte entscheiden sollten, ob Spieler nach Kopfverletzungen weiterspielen dürfen.

Dass Kopfverletzungen schwerwiegende Folgen haben können, zeigen zwei aktuelle Fälle aus der Bundesliga. Am 9. März prallte Freiburgs Innenverteidiger Philipp Lienhart in der 24. Minute mit Herthas Salomon Kalou zusammen und verletzte sich dabei am Kopf. Der Österreicher wurde gepflegt und spielte bis zur Halbzeit weiter, erst dann wurde er ausgewechselt. Lienhart erlitt eine Gehirnerschütterung und ist nun seit sechs Wochen nicht mehr in der Lage, Sport zu treiben.

«Nach dem Laufen ging es ihm nicht so gut. Eine Gehirnerschütterung ist natürlich etwas nicht Unerhebliches. Die hat der Philipp gehabt und er ist momentan nicht in der Lage, Sport zu treiben, weil er immer wieder eine gewisse Form von Schwindel hat.»

Freiburg-Trainer Christian Streich am 11. April

Freiburg's Philipp Lienhart, left, and Berlin's Salomon Kalou, right, head for the ball during the German Bundesliga soccer match between SC Freiburg and Hertha BSC Berlin in Freiburg, Germany, Saturday, March 9, 2019. (Patrick Seeger/dpa via AP)

Philipp Lienhart im Zweikampf gegen Salomon Kalou. Bild: AP/DPA

Hoffenheims Benjamin Hübner bekam Anfang August im Trainingslager einen Ball an den Kopf und fiel danach vier Monate aus. Der Hoffenheimer erlitt eine Gehirnerschütterung und zusätzlich eine Funktionsstörung im Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Der 29-Jährige durfte wochenlang nicht lesen, fernsehen und Auto fahren. Er selbst sprach damals von einem «Systemabsturz».

Fussballer haben einen riesigen Leistungsdruck, genau wie auch der medizinische Staff und die Trainer. Deshalb wird im Zweifelsfall durchgebissen, es geht schliesslich um Punkte, Geld und Titel. Dafür wird die Gesundheit der Spieler fahrlässig in Kauf genommen.

Deshalb darf die Entscheidung, ob nach Kopfverletzungen weitergespielt wird, nicht von den Vereinen selbst getroffen werden. Die Verbände sind gefordert, ihre Reglemente anzupassen. Wer sich am Kopf verletzt, muss raus, bis zweifelsfrei geklärt ist, dass es ohne Gefahr für Folgeschäden weitergeht.

Oder wollen die Verbände lieber warten, bis ein Spieler mit Kopfverletzungen so lange weiterspielt, dass er nach einem weiteren Zusammenprall gar nicht mehr aufsteht?

Und dann gibt es noch diese Fussballer-Verletzungen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jo Blocher 16.04.2019 15:23
    Highlight Highlight Wer nie Mannschaftssport betrieben hat, versteht vielleicht nicht, dass man, voll Adrenalin, wegen einer solchen Verletzung nicht das Spielfeld verlassen will/kann. Wer nach einem Knockout die Fragen nach Spielstand, wo wir sind und den Namen der gegnerischen Mannschaft beantworten kann, sollte weiterspielen und gut ist.
  • why_so_serious 16.04.2019 07:55
    Highlight Highlight Im Fussball gehört so einiges geändert.
    _nachträgliche Sperren für Schwalben
    _30 Minuten netto-Spielzeit pro Halbzeit
    _wer jemanden verletzt, muss ebenfalls runter
  • Miguel85 16.04.2019 00:05
    Highlight Highlight Gut, dass dieses Thema hier aufgegriffen wird. Möchte vergleichsweise nur mal auf die NFL (American Football) hinweisen, dort sind die Zusammenstösse um einiges heftiger.

    Gibt ja mittlerweile eine riesige Sammeklage von ehemaligen NFL Spielern...
  • Pax Mauer 15.04.2019 23:03
    Highlight Highlight Ein Lob an Luganos Trainer Celestini. Der nahm seinen Torhüter Baumann vor ein paar Runden raus, obwohl der umzverworgen weiterspielen wollte nach einem Check gegen den Kopf. Solche Trainer braucht’s mehr.
  • Zat 15.04.2019 20:56
    Highlight Highlight "Dafür wird die Gesundheit der Spieler fahrlässig in Kauf genommen."
    Bitte diesen Satz nochmals überdenken und anpassen, Danke. Stand 20.54h.
  • Gooner1886 15.04.2019 20:08
    Highlight Highlight Im Rugby funktioniert es ja, wieso im Fussball nicht? Man könnte das "Head Injury Assessment" sogar 1:1 übernehmen. 😐
  • antivik 15.04.2019 19:30
    Highlight Highlight In der NHL (Hockey) gibt es ein "concussion protocol". Besteht Verdacht auf eine Gehirnerschütterung muss der Spieler sofort raus und diverse Tests über sich ergehen lassen. Im Fussball ist dies wohl eher schwer durchzusetzen, da die Spieler i.d.R. ja nicht Wechseln.
  • Bangarang 15.04.2019 19:21
    Highlight Highlight Fussballer sind moderne Gladiatoren.

    Ruhm, Ehre und Gold kriegen die zuhauf.

    Dann will ich als Zuschauer Blut, Emotionen und Leiden sehen. Dafür bezahlen wir.

    Ist ein Hochrisikojob, wie auf einer Bohrinsel, oder Kelptaucher in den Tiefen.

    Da darfs ab und zu auch einen „chlöpfe“

    Word
    • Blutgrätscher 15.04.2019 21:24
      Highlight Highlight Du erfreust dich an der nonchalanter Behandlung von Verletzungen, die bleibende Schäden verursachen können?
      Was bist du denn für einer?!
      Ich schau Fussball eigentlich weil ich Freude am Sport habe 🤷🏻‍♂️
    • Kalsarikännit 15.04.2019 23:57
      Highlight Highlight Ihr Name passt wunderbar zu ihrer Aussage ;)
  • thegreif 15.04.2019 18:57
    Highlight Highlight Ein wenig Haarspray und dann reicht es noch für die zweite Halbzeit!

    Nein. Im ernst. Es braucht ein neutralen Arzt der eine Diagnose erstellt und dann entscheidet ob ein Spieler wieder aufs Feld darf oder gewechselt werden muss.
  • TodosSomosSecondos 15.04.2019 18:52
    Highlight Highlight Den meisten Interviews nach zu urteilen dürften somit 90% nicht mehr spielen
  • Forest 15.04.2019 18:47
    Highlight Highlight Man müsste auch das Reglement ändern, da die Einwechslungen auf drei Auswechselspieler begrenzt ist. Verletzt sich ein Spieler nach drei auswechselungen muss das Team mit 10 Mann weiterspielen.
    • Schlumpfinchen 15.04.2019 19:26
      Highlight Highlight Ich frage mich schon länger, ob es nicht klüger wäre, wenn Verletzungen nicht als normale Auswechslungen gesehen würden, sondern dass ein eindeutig verletzter Spieler ausserhalb der Dreierregel ausgewechselt werden könnte.
    • Freilos 15.04.2019 22:19
      Highlight Highlight Gute Idee. Die Gefahr ist natürlich dann da das Spieler auswechslungen vortäuschen, damit öfters gewechselt wird. Andererseits lassen sich die meisten nur ungerne freiwillig auswechseln.
    • make_love_not_war 17.04.2019 08:19
      Highlight Highlight @freilos.
      gute idee, wobei da das elende, unsportliche zeitspiel, mit schwalben und anschliessendem rumsimulieren nur noch mehr forciert werden könnte.. oooh.. dieses elende, verdammte zeitspiel..
      da möchte man am liebsten auf den platz runter und denen ein tritt in den ars.. geben...
  • ursus3000 15.04.2019 18:27
    Highlight Highlight Vielleicht sind ja die Schwalbenkönige schuld dass kein Fussballer ernst genommen wird....
  • Cello65 15.04.2019 18:04
    Highlight Highlight Und wer soll dann noch spielen? Die Schiedsrichter?
  • Pana 15.04.2019 17:54
    Highlight Highlight Teamärzte sollten wirklich härter durchgreifen, wie auch folgendes Beispiel zeigt:

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    • purpletrain 15.04.2019 18:59
      Highlight Highlight Hatte nicht mal watson selbst...?
    • Pana 15.04.2019 22:41
      Highlight Highlight ah?
  • Jekyll & Hyde 15.04.2019 17:50
    Highlight Highlight Man müsste das so regeln das der Spieler für die zeit des SCAT, ersetzt werden dürften. Besteht er denn Test, darf er wieder rein.
    Natütlich müsste die Untersuchung ein neutraler Arzt durchführen.
    • dave1771 15.04.2019 18:02
      Highlight Highlight neutraler Arzt ist das Stichwort!
  • earegger 15.04.2019 17:43
    Highlight Highlight Das kurz/mittelfristige Risiko dabei ist das eine - die langfristigen Folgen (Chronic traumatic encephalopathy CTE) das andere. Das scheint mir (im Gegensatz zu American Football oder Eishockey) in den Köpfen der Spieler und Ärzte im Fussball noch nicht richtig angekommen zu sein.
  • c-bra 15.04.2019 17:43
    Highlight Highlight Grundsätzlich, vernünftiger Vorschlag.

    aber... so wird das Spiel verfälscht. Folgendes Szenario: Juve spielt im ChampionsLeague Finale und in der 2.Minute kracht Ronaldo's Kopf mit dem Knie eines Gegenspielers zusammen.

    Nun besagen die neuen Regeln des Verbandes, Ronaldo (notabene der beste Spieler der Welt (bitte nicht hier weiter diskutieren ;-) )) muss das Feld verlassen und kann seinen Mitspielern im wohl wichtigsten Spiel des Jahres nicht mehr helfen, obwohl er sich völlig in Ordnung fühlt.

    • Grego 15.04.2019 19:11
      Highlight Highlight Bei einer Hirnerschütterung können die Symptome (z. B. Übelkeit, Schwindel etc.) auch verspätet auftreten. Habe ich selber schon erlebt und kenne noch weitere Personen, welche das auch so erlebt haben. Während eines Spiels, wo auch Adrenalin ausgeschüttet wird, könnte das wohl noch extremer der Fall sein. Adrenalin hat mich auch schon dazu gebracht, mit einem gebrochenen Fuss ein Eishockeyspiel zu Ende zu spielen. Mächtig, dieser Stoff, und er führt oft dazu, dass wir uns okay fühlen, es aber garnicht sind.
    • Nelson Muntz 15.04.2019 19:13
      Highlight Highlight Dafür muss die Alte Dame zuerst den Final erreichen. Weiss nicht ob der Weg dorthin mit dem Rollator machbar ist.
    • Schlumpfinchen 15.04.2019 19:28
      Highlight Highlight Ja und? Ronaldo stand auch schon neben dem Feld als Portugal Europameister wurde. Es ist durch gar nichts zu entschuldigen, einen Spieler einer derartigen Gefahr auszusetzen.
  • The Unseen Fenian Hand 15.04.2019 17:42
    Highlight Highlight Klar sollen die weiterspielen. Man nehme sich ein Beispiel an Neymar. Trotz grössten Schmerzen rafft er sich immer wieder auf und macht weiter.
  • Birdie 15.04.2019 17:40
    Highlight Highlight Das Problem ist halt wenn die 3 Wechsel schon getätigt wurden. Dafür sollte es eine Ausnahme geben. Beispiel von diesem Wochenende Rayo Vallecano gegen Athletic Bilbao. Rayo lag mit einem Mann weniger zurück und hatte alle Wechsel getätigt, als es den Torhüter erwischte. Logisch will man den dann nicht auch noch vom Feld nehmen...
  • Ohniznachtisbett 15.04.2019 17:25
    Highlight Highlight Habe nur den Titel gelesen. Aber dann wäre ja jeweils nur noch der Schiri auf dem Platz ;)
    • Ueli_DeSchwert 15.04.2019 17:46
      Highlight Highlight Man merkt, dass du nur den Titel gelesen hast 💁🏼‍♂️
    • Ohniznachtisbett 15.04.2019 18:41
      Highlight Highlight Huere schlimm weg eimal #sarkasmus ;)
    • tomdance 15.04.2019 19:19
      Highlight Highlight Ich habe spontan das gleiche gedacht, @Ohniznacht. Im Hockey ist das übrigens kein Problem. Dort entscheidet der Schiedsrichter im Zweifelsfall. Aber es ist dort wohl auch einfacher, weil es auf denn Eis praktisch keine Schwalbenkönige und Simulanten gibt.
  • abishot 15.04.2019 17:25
    Highlight Highlight Ganz zu schweigen von den vielen Kopfbällen, die auch nicht ganz so gesund für das Gehirn sind.
  • Faceoff 15.04.2019 17:13
    Highlight Highlight So ein Wechsel müsste dann wirklich stattfinden dürfen, ohne das Kontingent zu belasten. Darin besteht wohl der Hauptubterschied zu den anderen Sportarten.
    • chnobli1896 15.04.2019 17:26
      Highlight Highlight Zu viel Betrugspotenzial...
    • Forrest Gump 15.04.2019 17:42
      Highlight Highlight Macht für mich wenig Sinn. Wo ist denn der Unterschied zu einer "normalen" Verletzung? Schlussendlich können beide nicht mehr weiterspielen.. Und ich könnte Ihnen heute schon versprechen, dass eine solche Regelung ausgenützt und zusätzliche Wechsel erschlichen werden.
    • Faceoff 15.04.2019 17:42
      Highlight Highlight Guter Punkt. Grade bei Fussballern. Aber gibt es denn eine andere Lösung? Druck von Verbandsseite halte ich für illusorisch und würde dann auch wieder Betrugspotential bergen. Dann entscheidet ein Schiedsrichter über Auswechslungen. Das kann doch auch niemand wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 15.04.2019 17:10
    Highlight Highlight Danke, Sandro Zappella! Ich hoffe, dieser Artikel ist nicht ein einsamer Aufruf, sondern Ausdruck davon, dass es zu diesem Thema eine breitere Bewegung gibt. Auch ich rege mich jedes Mal auf, wenn ich sehe, wie Spieler nach heftigen Stössen an den Kopf, die offensichtlich Wirkung zeigen, weitermachen. Wer einmal nach Schädel-Hirn-Trauma und dessen Folgen gegoogelt hat, versteht, dass es hier wirklich keine Nonchalance verträgt. Noch Stunden oder sogar Tage nach dem Trauma besteht ein stark erhöhtes Hirnblutungsrisiko.
    • cada momento 16.04.2019 09:05
      Highlight Highlight Das ist bestimmt richtig was du schreibst. Andere Sportarten wie Boxen gehören daher Grundsätzlich verboten? Ich möchte hier nicht völlig unterschiedliche Sportarten vergleichen, aber wir müssen mit gleichen Verletzungen rechnen. Schliesslich geht jeder innenverteiger in jedem Spiel ziemlich bewusst mit seinem Schädel seiner Arbeit nach. Allen Frisuren zum Trotz, sollte man einen Fußball Helm testen. Beim Ski, Eishockey oder Rad hat es auch geklappt und gar nicht mehr ohne vorstellbar.
  • reaper54 15.04.2019 17:09
    Highlight Highlight Ein Conclusion Protokoll wie es die NFL kennt wäre sicher eine sinnvolle Option.
  • Preastronautiker 15.04.2019 17:02
    Highlight Highlight Habe schon vor 23 Jahren selber in der - damals NLB genannt - gespielt, und nach einem Zusammenprall den Spielstand nicht mehr gewusst! Der Trainer nahm mich raus! Trainer: nochmals DANKE! :-)
  • Glenn Quagmire 15.04.2019 16:54
    Highlight Highlight Wohl das berühmteste Bild eines Brummschädels....
    Benutzer Bild
    • Seebär 15.04.2019 22:30
      Highlight Highlight und der heisst, passend zum Bild... Butcher

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