Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar

Ins Fitness mit Maske? Es ist weniger schlimm, als du es dir vorstellst

Sprints, Burpees und Squats mit Maske? Geht das? Ich habe es gestern in einem fünfzigminütigen High-Intensity-Training für euch getestet.



Vor rund zwei Wochen machte es uns im Gruppentraining einer von 20 Teilnehmern schon vor: Er trug während des ganzen Trainings eine Maske. Zu diesem Zeitpunkt galt die Maskenpflicht nur beim Eintreten des Fitnessstudios, nicht aber beim Training. Der junge Mann musste sich damals einige komische Blicke gefallen lassen. Schliesslich ist es ein hochintensives Cardio-Intervall-Training, in dem man mächtig ins Schwitzen kommt. Burpees, Sprints und Mountain Climbers stehen immer auf dem Programm.

Bild

Neu auf dem Programm: Sprints mit Maske. bild: shutterstock

Im Normalfall sieht das Training, welches aus einem Mix aus Rennen und Kraftübungen besteht, etwa so aus: Für zehn Minuten rennt man auf dem Laufband und erhöht Geschwindigkeit und Steigung laufend. In den nächsten zehn Minuten lässt man den Puls etwas herunterfahren und trainiert mit Gewichten. Danach rennt man weitere zehn Minuten, als wäre der Teufel hinter einem her. Dann kommen die Gewichte wieder zum Einsatz. Und zu guter Schluss stehen noch ein paar Sprints und Übungen, die niemand mag (also Burpees), an.

Ich bin ganz ehrlich, vor zwei Wochen konnte ich mir dieses taffe Training mit Gesichtsmaske auch noch nicht vorstellen. Wie auch? Ich habe es noch nie ausprobiert. Vermutlich keiner von uns.

Doch nun betrifft es alle, die Gruppenklassen besuchen. Ich kann euch aber sagen: So schlimm ist es gar nicht. Zu Beginn fühlt man sich zwar wie im falschen Film und es mag einem unmöglich erscheinen, in diesem Ding beim Rennen atmen zu können. Doch es funktioniert! Auch bei Übungen wie Mountain Climbers, Jump Squats oder Planks. Gegen Ende des Trainings habe ich dann komplett vergessen, dass ich eine Maske trage. Es brauchte ein paar Verschnaufpausen mehr, doch das ist halb so wild.

Natürlich ist die Maske eine Einschränkung und das Training ist angenehmer ohne. Doch was ist schon angenehm in Coronazeiten. Hört auf, euch zu beklagen. Wir können uns echt glücklich schätzen, dass wir überhaupt noch Sport in Gruppenklassen oder im Fitnesscenter treiben dürfen. So können wir vorerst auf lahme Home-Workouts verzichten, bei denen wir uns zu Hause zwischen Sofa und Esstisch gequetscht hinlegen und uns gefühlt tausendmal die Arme und Beine prellen. Denn im Ausland und in anderen Kantonen sind solche Gruppentrainings bereits verboten.

Bild

Gewichtsübungen mit Maske. Halb so wild. bild: shutterstock

Noch ein paar Tipps: Schaut, dass ihr eine Maske trägt, die ihr gut befestigen könnt. Jemandem ist der Mundschutz beim Sprinten einmal davon geflogen. Und weiter: Haltet trotz Maske Distanz. Macht ein oder zwei Pausen mehr. Dann kommt das gut. Und wir ersparen uns die Prellungen bei den Live-Workouts.

Irgendwann werden wir uns auch daran gewöhnen. Wir sind schon Profis beim Maskentragen im ÖV und bei der Arbeit. Dann können wir uns auch das noch antrainieren. Einfach mit ein bisschen mehr Schweiss im Gesicht.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

23 verrückt-kreative Wege, wie sich Leute vor Corona zu schützen versuchen

Diese Situationen kennen wir alle, seit Maskenpflicht herrscht

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Diese Grafik zeigt (fast) in Echtzeit, wie viel Platz es noch in den Spitälern hat

Es ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie eine der wichtigsten Fragen überhaupt: Wann sind die Intensivbetten voll? Ein Monitoring der ETH zeigt die Belegung in (beinahe-)Echtzeit. Wir haben die Daten ausgewertet.

Aktuell verfügt die Schweiz insgesamt über gut 1000 Betten auf Intensivstationen. Rund 100 Betten sind dabei von Covid-19-Patienten und gut 600 Betten von übrigen Patienten belegt. Die Intensivstationen sind also zu rund zwei Dritteln gefüllt. Das zeigt das Beinahe-Real-Time-Monitoring der ETH.

Die Daten aus dem Monitoring ergeben folgendes Bild (Stand Mittwochabend):

Die Zahlen stammen von den Intensivstationen der Spitäler und sind im IES-System der Schweizer Armee erfasst. Daraus ergibt sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel