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Urs Naepflin, OC President and Technical Race Director, speaks during a press conference to inform about the damages due the storm yesterday and last night and the next steps of the Alpine Skiing FIS Ski World Cup in Wengen, Switzerland, on Tuesday, January 9, 2018. The first FIS Ski World Cup men's downhill training, scheduled today Wednesday 13th January, had to be cancelled due to the current weather conditions. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Urs Näpflin hat die Hoffnung auf Lauberhorn-Rennen auch nach 2021 noch nicht aufgegeben. Bild: KEYSTONE

«Ein Verhalten wie aus dem Mittelalter» – Wengen-OK-Chef Näpflin schiesst gegen Swiss-Ski



Am Mittwoch ist der Streit zwischen dem OK der Rennen von Wengen und Swiss-Ski eskaliert. Der Schweizer Verband will den Klassiker ab 2022 aus dem Kalender streichen lassen. Grund dafür sind Uneinigkeiten bezüglich der Frage, wie viel Geld die Organisatoren des Rennens erhalten sollen.

Ein Schock für den Wengener OK-Chef Urs Näpflin, wie dieser im Interview mit dem Blick erklärt. «Wir wurden zwar vororientiert von der FIS vor zwei Tagen, aber ich habe das nicht für möglich gehalten», so Näpflin.

Swiss-Ski habe ihm dann erklärt, man stecke mitten in einem Verfahren. So lange dieses andauert, sollen keine Rennen am Lauberhorn stattfinden. Das will Näpflin allerdings nicht akzeptieren. «Das ist zu hundert Prozent Erpressung», beschwert er sich, «Man knickt ein und stellt das Verfahren ein, sonst wird man einen Kopf kleiner macht. Das ist ein Verhalten wie aus dem Mittelalter.» Das sei schlechter Stil, wirft Näpflin dem langjährigen Partner vor.

Swiss-Ski sieht kein Fehlverhalten

Swiss-Ski weist die Vorwürfe allerdings zurück. «Von schlechtem Stil kann keine Rede sein», so Geschäftsführer Bernhard Aregger gegenüber dem «Blick». Man habe den Antrag am offiziellen Termin gestellt und sich damit an die Regeln gehalten.

Auch von Erpressung will Aregger nicht sprechen: «Wenn man in einem Verfahren ist, gibt es Rechtsmittel, die man ergreifen kann. Wir haben diesen Schritt, die Rennen aus dem Kalender zu nehmen, im Vorfeld den Wengenern angekündigt. Und nun haben wir das unaufgeregt vollzogen.»

Ob ab 2022 tatsächlich keine Rennen mehr am Lauberhorn stattfinden können, ist aber nach wie vor unsicher. Er habe keine Angst, sagt Urs Näpflin und ergänzt, man werde weiterhin um die Rennen kämpfen. «Die Verträge des Verbandes wären ohne Lauberhorn um einiges weniger Wert. Es ist also auch im Interesse von Swiss-Ski, dass die Rennen stattfinden», so der OK-Chef. (dab)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 21.05.2020 13:16
    Highlight Highlight «Ich habe das nicht für möglich gehalten.» Tja, klarer Fall von Fehleinschätzung. Da ging das Power-Game von Urs Näpflin für einmal wohl in die Hose.
  • Beat Stocker 21.05.2020 12:03
    Highlight Highlight Swiss Ski; der 'Grosse Zampano' im Schweizer Skizirkus wie im Schweizer Skischulwesen. Eigentlich müssten nun die lokalen Skischulen ihre Zusammenarbeit mit Swiss Ski (Maskottchen Snowly) aufkündigen und dieser geldgeilen Organisation die Zusammenarbeit aufkünden. Ein kinder- und schülergerechtes Ausbildungskonzept dürfte eine Skischule auch alleine hinkriegen.
  • südfüessler 21.05.2020 10:54
    Highlight Highlight Es kommt wies kommen muss.
    Berhard russi meisselt eine exakte kopie in einen berg in china,die strecke heisst dann klauberhorn,die fahrer sind happy weil sie eine der besten pisten überhaupt runterbrettern dürfen und die fangemeinde wird jammern weil schon wieder ein grosser sportanlass mitten in der nacht stattfindet.
    Geld und ego gibts da nur bei ein paar leuten zu gewinnen,aber die schweiz könnte ein grosses stück tradition verlieren.darum bittebitte,seid vernünftig und findet eine lösung.
  • anonymer analphabet 21.05.2020 09:57
    Highlight Highlight ich hab den längeren nein ich nein ich...
    macht euren Job, sprecht miteinander und findet eine Lösung.

    Anschließend dürft ihr gerne alle zurücktreten.
  • BeatBox 21.05.2020 09:49
    Highlight Highlight Meine Erfahrung ist, dass die Verbände-Sesselfurzer in der Regel immer diejenigen sind, die den Organisatoren (Chrampfern) zu wenig zugestehen wollen. Ist auch in anderen Sportarten vielmals so, dass Vollprofis, die ihren Job durch die Mitglieder bezahlen lassen, den Amateuren, die Chrampfen möglichst viel abknöpfen wollen. Swiss Ski hat sich ja auch schon in Vergangenheit da einiges geleistet.
  • MikeT 21.05.2020 09:49
    Highlight Highlight Da müssen wir Steuerzahler wegen Corona unglaubliche Summen für den Tourismus und auch den Sport aufwenden, und dann versenken ein paar Typen auf ihrem Egotrip ein derartig grossartiges Aushängeschild! Eine skandalöse Dummheit, die wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.
    • G. Mächlicher 21.05.2020 10:41
      Highlight Highlight Dem gibts nichts hinzuzufügen. Es ist tatsächlich ein unglaubliches Verhalten in einer solchen Krise. Viele Unternehmer haben Angst ihr Lebenswerk zu verlieren. Unzählige Arbeitnehmer zittern um ihrem Job, wenn sie noch einen haben... und dann sowas
  • Capslock 21.05.2020 09:44
    Highlight Highlight "Von schlechtem Stil kann keine Rede sein», sagt Swiss-Ski-Geschäftsführer Bernhard Aregger. Natürlich nicht, Herr Aregger, denn Sie und Ihr Vorgesetzter, Urs Lehmann, haben bis anhin noch nie Stil gezeigt und wollen doch nur ihr Ego aufpolieren.
  • techiesg 21.05.2020 09:31
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