Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
CORRECTS TO MLADENOVIC - Hungary's Timea Babos, left, and France's Kristina Mladenovic talk tactics against Russia's Ekaterina Makarova and Elena Vesnina during the women's doubles final at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Friday, Jan. 26, 2018. (AP Photo/Andy Brownbill)

Im Einzel durfte Kiki Mladenovic (rechts) trotz Kontakt zum positiv getesteten Paire antreten. Im Doppel wurden sie und Partnerin Timea Babos (links) nun disqualifiziert. Bild: AP/AP

Trotz Djokovics Griff zum Telefon: Behörden erlauben beim US Open keine Ausnahmen mehr



Seit drei Wochen (inklusive Testturnier) logieren die Tennisstars abgeschottet in zwei Hotels oder vereinzelt wie Novak Djokovic in Privatunterkünften in New York. Ob «Fake Bubble» oder nicht: Das primäre Ziel wurde erreicht – mit Ach und Krach.

Denn das erste US-Open-Wochenende zeigte auf, dass das Turnier im Chaos hätte versinken können, hätte es wie an der Adria Tour mehrere Corona-Fälle gegeben.

Das Unheil begann am Freitag, als die Behörden den Franzosen Adrian Mannarino nicht mehr zum Spiel gegen Alexander Zverev zulassen wollten, obwohl er seit dem bislang einzigen Covid-19-Fall in der Bubble (Benoit Paire) noch zwei Einzelsiege und täglich negative Corona-Test abgeliefert hatte.

Sogar Novak Djokovic versuchte mitten in den Vorbereitungen auf ein eigenes Einzel telefonisch, Andrew Cuomo zu erreichen und ihn davon zu überzeugen, den Franzosen spielen zu lassen. Djokovic kam nicht bis zum Gouverneur durch. Aber Mannarino durfte am Ende dennoch spielen.

abspielen

Nach langem Hin und Her fand die Partie doch noch statt: die Highlights der dritten Runde zwischen Sascha Zverev und Adrian Mananrino. Video: YouTube/US Open Tennis Championships

Das gleiche Glück hatte Kristina Mladenovic nicht mehr. Die Französin wurde mit ihrer ungarischen Doppelpartnerin Timea Babos von den Behörden aus dem Turnier genommen. Mannarino und Mladenovic zählten zu jenen sieben SpielerInnen, die vor mehr als einer Woche in engem Kontakt mit Benoit Paire gestanden sind (gemeinsames Kartenspiel). Das Septett ist am US Open mittlerweile aus allen Konkurrenzen ausgeschieden.

Babos und Mladenovic waren im Frauen-Doppel topgesetzt. Sie gewannen vor einem Jahr das French Open und im Januar das Australian Open, das bislang einzige Grand-Slam-Turnier, das in dieser Saison zu Ende gespielt worden ist.

Die Disqualifikation von Babos/Mladenovic macht deutlich, dass Mannarino am Freitag Glück hatte, dass die Behördenmühlen zwischen Stadt New York, Amt Nassau und Bundesstaat New York auch in den USA langsam mahlen, und dass es während der zweiten US-Open-Woche keine Ausnahmen mehr geben würde.

Deshalb kann die organisierende United States Tennis Association (USTA) von grossem Glück reden, dass es bislang erst zwei positive Covid-19-Kontrollen gab. Vor dem Testturnier fiel vor drei Wochen der Fitnesscoach von Guido Pella und Hugo Dellien bei der Kontrolle durch, worauf die Südamerikaner nicht zugelassen wurden. Vor Beginn des US Open folgte der positive Test des Franzosen Benoit Paire.

Wenn ein positiver Test acht Akteure tangiert und in Quarantäne reisst (wie bei Paire passiert), wird es beim nächsten positiven Test problematisch, das Turnier regulär zu Ende zu spielen.

Alle wie Mannarino oder Mladenovic betroffenen Spieler sitzen derzeit in ihren Hotelzimmern in Quarantäne. Trainieren dürfen sie nicht mehr. Die Behörden verlangen, dass sie bis nächsten Freitag in ihrem Zimmer auf Long Island bleiben. Dann kommen sie aber zu spät nach Rom für die dortigen Coronatests. In Rom beginnt unmittelbar nach dem US Open das grösste Vorbereitungsturnier auf das French Open. Lösungen werden derzeit gesucht; Affaire à suivre. (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die One-Slam-Wonders im Herren-Tennis

Junge will wissen, von wo Roger den Spitznamen «The GOAT» hat

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
ricardo
06.09.2020 15:00registriert February 2014
Ausgerechnet DjoCovid bemüht sich wieder um eine Extrawurst.
18824
Melden
Zum Kommentar
wasps
06.09.2020 15:19registriert December 2018
Warum glaubt dieser Tennisspieler, dass Cuomo für ihn jederzeit zu sprechen ist? Da nimmt sich einer viel zu wichtig!
17020
Melden
Zum Kommentar
bärn
06.09.2020 15:12registriert July 2016
nichts anderes als ein gezwänge... mich würde tennis an sich interessieren, aber diese wettbewerbsverzehrung und "töippelibuebe" (der sohn des ebenfalls seltsamen vaters) tue ich mir nicht mehr an...
12919
Melden
Zum Kommentar
7

Wie Federer und Nadal reagierten, als sie den Djokovic-Ausraster sahen

Dass Novak Djokovic beim US Open disqualifiziert wurde, haben auch die abwesenden Roger Federer und Rafael Nadal mitbekommen. Die beiden waren gerade zusammen unterwegs, als sie von der Nachricht erfahren haben – zu unserem Glück war auch eine Kamera dabei.

Artikel lesen
Link zum Artikel