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epa08665478 Naomi Osaka of Japan celebrates with the Championship Trophy after defeating Victoria Azarenka to win the Women's Final match on the thirteenth day of the US Open Tennis Championships the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 12 September 2020. Due to the coronavirus pandemic, the US Open is being played without fans and runs from 31 August through 13 September.  EPA/JUSTIN LANE

Naomi Osaka holte nach dem US Open 2018 und dem Australian Open 2019 ihren dritten Grand-Slam-Titel in zwei Jahren. Bild: keystone

US-Open: Naomi Osaka krönt sich zur Königin von New York



Bravo Naomi Osaka! Die erst 22-jährige Japanerin gewann zum zweiten Mal nach 2018 das US Tennis Open.

Im Final gelang Naomi Osaka eine wundersame Auferstehung. Sie lag nach 34 Minuten mit 1:6, 0:2 in Rückstand, setzte sich aber nach einer Stunde und 53 Minuten mit 1:6, 6:3, 6:3 durch.

Das Endspiel erfüllte die Erwartungen nicht ganz. Ein grandioser Final war erwartet worden, weil sowohl Osaka wie Asarenka – beides ehemalige Nummern 1 der Welt – den Monat in der New Yorker Bubble unbesiegt überstanden hatten. Schon im Vorbereitungsturnier erreichten Asarenka und Osaka den Final. Zu diesem trat die Japanerin wegen Oberschenkelproblemen aber nicht an.

Der Final verlief selten hochklassig, weil nie beide Spielerinnen gleichzeitig in Bestform agierten. Zuerst gewann die 31-jährige Weissrussin acht der ersten neun Games; anschliessend dominierte Osaka mit 12 von 16 gewonnenen Spielen.

Naomi Osaka holte nach dem US Open 2018 und dem Australian Open 2019 ihren dritten Grand-Slam-Titel in zwei Jahren. Die junge Japanerin schrieb Geschichte – nicht nur, weil sie ab den Viertelfinals an Major-Turnieren bislang unbesiegbar war, sondern weil sie als erster asiatischer Tennisprofi (Männer und Frauen) drei Major-Titel holte.

Trotz der Finalniederlage dominierte Viktoria Asarenka den letzten Monat in der New Yorker Tennis-Hochsicherheitszone mit. Sie schrieb eine jener Tellerwäscher-Geschichten, welche die Amerikaner so sehr mögen. Asarenka sagte vor dem Final, dass sie vor siebeneinhalb Jahren, als sie zum zweiten Mal das Australian Open gewann und auf Hartplätzen regelmässig die Elite in den Senkel stellte, damit gerechnet hatte, auch am US Open irgendwann einmal den Final zu erreichen.

In ihren besten Jahren realisierte Asarenka dieses Ziel jedoch nie, weil sie zu verbissen, zu ehrgeizig auftrat und sich selber zu sehr unter Druck setzte. Fürs US Open 2020 hatte niemand mehr die 31-jährige Weissrussin auf der Rechnung.

Asarenka setzte 2016 mehr als ein Jahr lang wegen der Baby-Pause aus. Später blieb sie wegen eines Sorgerechts-Streits um Sohn Leo der Frauen-Tour lange fern. Seit Anfang August 2019 bis zum Eintritt in die New Yorker «Bubble» gewann sie mehr als ein Jahr lang kein einziges Einzel. Mit zwölf Siegen hintereinander (inklusive des Forfait-Sieges über Osaka im Vorbereitungsturnier) verbesserte sie sich im Ranking aber von Platz 59 (Beginn Turnier Cincinnati) über 27 (Beginn US Open) auf Weltranglistenplatz 14 (nach US Open).

Turniersiegerin Naomi Osaka verbessert sich im Ranking vom 9. auf den 4. Platz. (sda)

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