Wirtschaft
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Deutschland will schnellere Bahnverbindungen quer durch Europa



Die Gewerkschaften bef

Bild: DPA

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer dringt auf bessere und schnellere Bahnverbindungen zwischen den Grossstädten Europas. Am Montag werde er im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft mit seinen EU-Amtskollegen, der EU-Kommission und Bahnunternehmen ein «Konzept für einen modernen grenzüberschreitenden Schienenverkehr» vorstellen.

Dies sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der deutschen Funke Mediengruppe vom Samstag. «Wir wollen die europäischen Metropolen mit Hochgeschwindigkeitszügen und Nachtzügen besser verbinden.» Es gehe um schnelle und durchgehende Zugverbindungen.

«Nach dem Vorbild des Deutschland-Takts wollen wir einen Europa-Takt etablieren. Die Menschen sollen mit der Bahn besser durch Europa kommen.» Ein Netz für Hochgeschwindigkeits- und Nachtzugangebote könne bis zum Jahr 2025 stehen, hiess es weiter.

Grenzüberschreitende Züge

Das Projekt trage den Namen TransEuropExpress (TEE) 2.0., sagte Scheuer. Ziel sei es, möglichst viele Bahnunternehmen in der Europäischen Union von dem Konzept zu überzeugen, damit bis Ende des Jahres eine Absichtserklärung unterzeichnet werden könne. Notwendig seien Züge, die komfortabel ausgestattet und grenzüberschreitend einsetzbar seien. Dafür sei ein EU-Förderprogramm nötig. Ausserdem müsse eine digitale Buchungsplattform eingerichtet werden. Es gehe darum, bestehende Zugverbindungen besser miteinander zu verknüpfen.

epa08675318 German Minister of Transport and Digital Infrastructure Andreas Scheuer adjusts his face mask during a press event on the structural change and sustainable development in Lusatia, at the Deutsche Bahn maintanance facility, in Cottbus, Germany, 17 September 2020. German railway company Deutsche Bahn and German Federal Ministers and Federal State Premiers informed on the expansion and further electrification of rail lines to improve connections to Berlin, Leipzig, Dresden, Goerlitz and the neighboring Polish region. At the center of the planning is according to the Deutsche Bahn the construction of a new maintenance facility, to which a research and technology center in Cottbus will also be connected. After the planned phase-out of energy production from lignite in Germany, the program is part of the measures to support structural change in the eastern German lignite region.  EPA/ALEXANDER BECHER

Andreas Scheuer Bild: keystone

Als mögliches Beispiel nannte der Minister eine Verbindung, bei der ein Zug, der um 9:00 Uhr in Paris starte, um 12:15 in Köln, um 16:45 in Berlin und um 22.15 in Warschau sein könne. «Und selbst die Riesenstrecke Berlin-Barcelona kann man in gut 13 Stunden zurücklegen», betonte er. (aeg/sda/reu/dpa)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Evan
19.09.2020 09:45registriert October 2015
Frankreich, Spanien, die Schweiz, irgendwie scheinen alle ein zuverlässigeres Schienennetz als Deutschland zu haben. Und "das Vorbild" Deutschlandtakt gibts ja noch nichtmal. Wenn Deutschland mal im eigenen Land vorwärtsmacht, dann würde es in Europa eigentlich gar nicht so schlecht aussehen.
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David Steger
19.09.2020 09:31registriert September 2016
«Nach dem Vorbild des Deutschland-Takts wollen wir einen Europa-Takt etablieren. (...)"
Wäre es nicht sinnvoll den einzuführen und zu sehen, ob der funktioniert?
Solange könnten sie sich den integrierten Taktfahrplan der Schweiz zum Vorbild nehmen. Der hat sich nämlich bdreits bewährt...
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Joe Smith
19.09.2020 10:07registriert November 2017
Ich lese mit Schrecken: «Nach dem Vorbild des Deutschland-Takts wollen wir einen Europa-Takt etablieren.» Heisst das, das zukünftig Europa-Züge grundsätzlich mindestens eine Stunde Verspätung haben werden, falls sie nicht gleich ganz ausfallen?
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