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Frauen und Geld

Sprichst du «Bank»? 15 nützliche Begriffe, die du kennen solltest

Nie mehr unsicher: Mit diesen 15 Begriffen bist du fürs Bankgespräch gerüstet.

Olga Miler
Olga Miler



Kennt ihr das: Man liest etwas über Geld und versteht nur die Hälfte? Oder man fragt die Expertin und bekommt eine Antwort, aber auf so eine Art, dass man sich ganz klein und total unwissend fühlt? Das geht, wenn es ums Geld-Anlegen geht, sehr vielen Menschen so.

Jemand hat das mal an einem Event mit dem Kauf von einem Auto verglichen. Aber ein Auto kann man wenigstens Probe fahren. Dann spürt man, was sich unter der Haube tut. Bei Geldanlagen gibt es keine Probefahrt, sondern nur ein Factsheet.

Es ist vor allem die Bank-Sprache, die vieles so unzugänglich macht. Zu viele Abkürzungen und zu viele Fachbegriffe, oft gar nicht oder unverständlich erklärt.

Von Aktie bis Volatillität – die praktische Begriffsübersicht

Ich bin verschiedene Produktbeschriebe unterschiedlicher Anlageprodukte durchgegangen, hab ein paar Robo-Advisors getestet und mich beraten lassen – hier sind 15 Begriffe, die häufig im Beschrieb oder im Gespräch vorkommen, und ihre Bedeutungen.

Aktien

Wertpapiere – repräsentiert einen Anteil an einer Firma, die rechtlich eine Aktiengesellschaft ist. Die Rendite erfolgt in Form von Dividenden. Je mehr Aktien im Finanzprodukt drin sind, desto mehr Risiko.

Anlageklassen

Finanzielle «Vermögenswerte» können sich auf eine ganze Reihe von Dingen beziehen: Alles, was entweder einen «Wert» hat oder in etwas Wertvolles umgewandelt werden kann. Wenn diese Vermögenswerte nach ähnlichen Merkmalen in Gruppen zusammengefasst werden, z.B. Aktien, Obligationen etc., werden sie als «Anlageklassen» bezeichnet.

Alternative Anlagen

Grob gesehen ist das fast alles, was eine «Alternative» zu Aktien und Obligationen darstellt. Hierzu zählen Anlageprodukte (z.B. Hedge-Funds, Private Equity, Derivate, Optionen) und Sachwerte wie Rohstoffe (z.B. Gold, Öl, Gas etc.), Immobilien, Kunstgegenstände, Schmuck etc.

Anleihen und Obligationen

Festverzinsliche Wertpapiere oder Schuldverschreibungen. Werden von Staaten oder Unternehmen ausgegeben. Verbriefen Forderungsrechte, das heisst, du leihst einem Unternehmen oder einer Regierung Geld und als Gegenleistung bekommst du regelmässige Zinszahlungen. Wenn die Schulden fällig werden, bekommst du dein ursprüngliches Geld zurück.

Aktiv vs. Passiv

Aktiv heisst, dass ein Fonds mit einem Fondsmanager und/oder Team zusammengestellt und verwaltet wird. Bei passiven Fonds wird die Verwaltung auf ein Minimum reduziert, der Fonds folgt automatisch einem Index, also dem Markt. Passive Finanzprodukte sind wegen des tieferen Aufwands günstiger.

Asset-Allocation

Vermögensaufteilung auf die verschiedenen Anlage-Gruppen, z.B. Bargeld, Aktien, Obligationen, Immobilien etc. oder auf die verschiedenen Anlagen die in einem Finanzprodukt drin sind, z.B. Länder, Firmen etc.

Basis Punkt (BPS)

Der hundertste Teil eines Prozentpunktes (100 BPS=1%). Wird vor allem für Zins- oder Renditeveränderungen bei Finanzinstrumenten verwendet, manchmal auch für die Preisangabe.

Diversifikation

Verteilung von deinem Geld auf verschiedene Anlageklassen, Märkte, Unternehmen, Anlageprodukte. Einfach gesagt nicht alle Eier in einen Korb gelegt, damit das Risiko minimiert werden kann.

Exchange Trade Fund (ETF)

Börsengehandelter Fonds, der passiv verwaltet wird und einen Index, z.B. den SMI abbildet.

Fonds

Finanzprodukt, das aus Einlagen vieler Einzelner Anleger besteht. Entsprechend der Höhe der Einlage besitzt man Anteile am Fonds.

Rendite vs. Nettorendite

Misst wie sich die Anlage über einen Zeitraum entwickelt hat. Um zu sehen, ob ein Finanzprodukt wirklich was bringt, immer unbedingt die Nettorendite berechnen lassen (Ertrag – Kosten).

Risiko und Risikoprofil

Eine höhere Renditechance geht in der Regel mit einem erhöhten Risiko einher und/oder schränkt die Liquidität ein. Um zu sehen, wieviel Risiko du bereit und fähig bist zu tragen, erstellt der Finanzanbieter ein Risikoprofil.

Sharpe Ratio

Kennzahl, um Fonds miteinander zu vergleichen. Zeigt, wie die Mehrrendite eines Fonds im Verhältnis zum eingegangenen Risiko steht. Denn je höher die Sharpe ratio, desto mehr Rendite hat der Fondsmanager zum eingegangenen Risiko erzielt.

Total Expense Ratio (TER)

Gibt die jährlichen Kosten eines Fonds in Prozent des totalen Fondsvermögens an. Zeigt quasi, wie effizient der Fonds verwaltet wird. Achtung: Gebühren beim Kauf-Verkauf sind oft nicht enthalten.

Volatilität

Misst den Schwankungsbereich von Kursen, Preisen oder Zinssätzen während eines bestimmten Zeitraums. Je höher, desto mehr schwankt der Wert und umso risikoreicher ist die Anlage.

Meine drei Tipps

20 Begriffe, die es nur im Deutschen gibt

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Olga Miler ...

... war über zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS tätig, unter anderem hat sie dort das Frauenförderungsprogramm Unique aufgebaut. Jüngst gründete sie das Start-up SmartPurse, eine Plattform, auf der sie digitale Kurse, Workshops und Coachings zum Thema Finanzen für Frauen anbietet. Ab dem 27. Januar wird uns Miler im watson-Blog «Frauen und Geld» an ihrer Expertise teilhaben lassen.

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